Schalldämpfer zur Verminderung des Geräusches, welches beim Ausblasen des in Dampfkesseln erzeugten Dampfes entsteht Die Erfindung betrifft einen Schalldämpfer zur Ver minderung des Geräusches, welches beim Ausblasen des in Dampfkesseln erzeugten Dampfes entsteht.
Bei Anfahrleitungen der Dampfkessel, ausserdem beim Abblasen der Sicherheitsventile während des Be triebes, muss eine grosse Dampfmenge ins Freie geleitet werden. Dabei entstehen sehr starke und unangenehme Schallerscheinungen, welche währenddes Abblasens die Arbeit der Belegschaft des Kraftwerkes stören und auch die Einwohner Ader Umgebung belästigen. Beson ders verschärft sich das Problem bei Heizkraftwerken in Wohngebieten.
Es muss also die Verminderung der Intensität des Tones beim Ausblasen von Dampf erreicht werden und. auch die Verschiebung der Töne hoher Frequenzen auf ein Gebiet niedrigerer Frequenzen, die für das menschliche Gehör ertragbarer sind, ist von besonderer Wichtigkeit.
Es ist bekannt zu diesem Zweck über dem Dach grosse Kammern anzuordnen. Diese Einrichtungen wie gen aber :etwa 5-8 Tonnen, sind also sehr umständlich anzuordnen und sind schwer und teuer. Im Inneren dieser Kammer spielt sich die Expansion ab und die Luftisolierung der vielen Schichten vermindert den Ton.
Bei einem anderen .bekannten Schalldämpfer wird der Dampf ebenfalls in geschlossenen Kammern auf atmosphärischen :Druck expandiert, aber es werden doch verschiedene Isolierschichten zum Schallschlucken eingebaut. Charakteristisch für beide Typen ist, dass die Einrichtungen nur am Ende der Rohrleitung eingebaut werden, ferner -sind sie wegen den grossen Dimensionen sehr platzraubend und kostspielig und erfordern eine sehr teuere Dachverstärkung.
Hinzu kommt, dass das Isoliermaterial durch das Rütteln mit der Zeit zerbricht und der echall'schluckende Effekt vermindert wird.
Der Zweck der Erfindung 'ist das Vermindern der Intensität und der hohen Tonfrequenzen des austreten den Dampfes. Aufgabe der Erfindung ist es, die mehr stufige Expansion beim Austritt ins Freie derart zu erreichen, @dass zur Druckerniedrigung des Dampfes vor dem Austritt durch mehrfache Umlenkung der vollen Dampfmenge ein künstlicher Widerstand erzeugt wund.
Zu diesem Zwecke werden beim erfindungsgemässen Schalldämpfer zur Verminderung des Geräusches, wel ches beim Ausblasen ,des .in Dampfkesseln erzeugten Dampfes -entsteht, eine Reih;, gelochte, einander par allele Drosselscheiben verwendet.
Die Erfindung ist @da- durch gekennzeichnet, dass die Bohrungen der benach barten, in einem auf :dem Dampfauslassvenbil befestig ten Gehäuse angeordneten Drosselscheiben gegenein ander versetzt angeordnet sind, wobei am Gehäuse eine Rohrleitung angeschlossen ist, die in einen Brause kopf mündet, der aus .ineinander gesteckten, an den Seitenwänden .gelochten, mit Ausnahme des oberen Rohres oben geschlossenen Rohren besteht, deren Durchmesser sich in der Strömungsrichtung des Dampfes vergrössern.
In dieser Weise soll ,die Anstauung des Dampfdruckes in zwei Schritten erzielt werden: ein mal durch Einbauten direkt hinter :dem Dampfauslass- ventil und weiterhin durch einen auf die Rohrmündung aufgesetzten Brausekopf, der eine mehrfache Umlen kung und Drosselung des Dampfes bewirkt.
Durch die vorgeschlagene Anordnung soll .erreicht werden, dass in einem Gehäuse, welches direkt auf das Dampfauslassventil -aufgesetzt ist, Drosselscheiben ange ordnet sind, deren versetzt angeordnete Bohrungen den bei der kritischen .Dampfgeschwindigkeit entstehenden Ton vermindern, ohne dass die Dampf durchsatzmenge herabgesetzt wird. Durch das Abdrosseln ödes Geräusches mittels der Drosselscheiben wird auch die Fortpflanzung in der Rohrleitung verhindert.
Durch :den an der Rohr- mündung angeordneten Brausekopf, der einen Druck stau bewirkt, ist das Dampfvolumen begrenzbar und dadurch entsteht keine unangenehme Geräusche ver ursachende übergrosse Dampfgeschwindigkeit in der Rohrleitung. Der Brausekopf besteht .aus ineinander gesteckten Rohrstufen,
deren Seitenwände gelocht und oben mit vorzugsweise .flachgewölbten Böden abge- schlossen sind. Die Durchmesser der Rohrstufen kön nen sich sinngemäss in der Strömungsrichtung allmäh lich so vergrössern, dass die Dampfgeschwindigkeit trotz d-zr mit sinkendem Dampfdruck wachsenden Dampfvo lumina, auf ein erträgliches Mass beim Austritt ins Freie absinkt.
Zweckmässigerweise kann das obere Rohr des Brausekopfes auf der Oberseite .mit .Dampfausl.asslöchern versehen und durch einen Blechkegel umgeben sein, der mit Lufteinlasslöchern versehen ist.
Der vorgeschlagene Schalldämpfer soll zweckmä ssig nur dort angeordnet werden, wo ein Standruck in der Auspuffleitung keine Leistungsverminderung. ver ursacht.
Es wurde ermittelt, dass sich die durchströmende Dampfmenge nicht messbar verringert, wenn hinter dem Dampfauslassventil -der Gegendruck bis auf etwa 25 des Vordruckes ansteigt.
Die technischökonomischen Auswirkungen der vor geschlagenen Anordnung bestehen darin, dass mit dem Schalldämpfer, eine Schallpegelsenkung um etwa 40 Phon erreicht werden kann. Diese Senkung des Schall pegels bedeutet eine Verminderung des Geräusches auf etwa den sechzehnten Teil der Intensität ohne Verwen dung eines Schalldämpfers.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausfüh rungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehöri gen Zeichnungen zeigen: Fig. l eine schematische Seitenansicht des Schall dämpfers, Fig. 2 eine Seitenansicht des Gehäuses, Fing. 3 eine Seitenansicht des Brausekopfes, Fig. 4 eine Draufsicht zu Fig. 3.
Das Gehäuse 2 der Drosselscheiben 5 ist oberhalb des Dampfauslassventils 1 befestigt. Durch diese Dros selscheiben 5 wird der Dampf, mittels einer Rohrlei- tung 21, zum über dem Dach angeordneten Brause kopf 3 geleitet. Der Flansch 4 des Gehäuses 2 ist mit dem Flansch des D ampfauslassventils 1 mit normaler Schraubenverbindung befestigt. Im Gehäuse 2 sind meh rere, übereinanderlliegende .Drosselscheiben 5 stufenar tig und die Bohrungen 6 der Drosselscheibe 5 ver setzt angeordnet,
so dass die Bohrungen 6 zwei über einanderliegender Drosselscheiben 5 sich nicht decken. Dadurch wird der Dampf gezwungen, mit einer labyrinth- artigen Drosselung durch .die .Drosselscheiben 5 zu strömen. Zwischen den Drosselscheiben 5 sind Spalte 7 vorhanden, deren Breite etwa 1/.1 des Durchmessers der Bohrungen 6 beträgt.
Bei dieser Spaltbreite bleibt der Dampfquerschnitt zwischen den Bohrungen annähernd unverändert und die Geschwindigkeitsänderung verur- sacht keinen pulsierenden Ton. Die Drosselscheiben 5 werden mit einem Gewindering 8 aneinander gedrückt. Der Austrittsflansch 9 ist an eine Rohrleitung 21 ange schlossen. Im Raum unter den Drosselscheiben 5 ent steht ein Staudruck.
Der durch die Bohrungen 6 strömende Dampf ge langt durch eine Rohrleitung 21 in den sogenannten Brausekopf .3. Die .erste Stufe dieses Brausekopfes 3 ist ein mit gewölbtem Boden abgesperrtes Rohrstück, im folgenden Raum 10 genannt, aus welchem der Dampf durch eine grosse Anzahl seitwärts gebohrter Löcher 11 in einen ringförmigen Raum 12 .der aus einem Rohr stück ausgebildeten zweiten Stufe tritt.
Aus dem Raum 12 der zweiten Stufe strömt der Dampf durch öffnun- gen 13 in einen Raum 14 der nächsten Stufe, sodann in ähnlicher Weisse in denn Räumen 14 durch öffnun- gen 15 der letzten Stufe und durch die Dampfaus lasslöcher 17 ins Freie, durch Aden Blechkegel 16 ge führt.
Ein oberer, mit Rippen 18 versteifter Blechkegel 19 dient zur gleichmässigen Verteilung, des Dampfstromes und dadurch zur Erzielung einer gleichmässigen Dampf- geschwindIgkeit. Der Dampfstrom saugt aus der Um- gebungdurch Lufteinlasslöcher 20 Kaltluft, dadurch ver mindert sich die Dampftemperatur .und so auch das spezifische Volumen und die Dampfgeschwindigkeit.