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Verfahren zum Entkalken von Rohren .Gegenstand vorliegender Erfindung "ist ein Verfahren zum Entkalken von durch Kalk verschloss; nen Rohren.
Zur Warmwasseraufbereitung in Haushalten und Industriebetrieben werden .in der Regel Boiler verwendet, welche besonders den Vorteil haben, dass :sie sich relativ leicht entkalken lassen. Dagegen haben die Boiler .den Nachteil, @dass Idas Wasser auf Vorrat erwärmt wird und demzufolge zu einem späteren Zeitpunkt beim Gebrauch abgestanden .ist. Aus diesem Grunde wurden auf dem Markt Durchlauferhitzer angeboten, welche diesen erwähnten Nachteil ausschliessen.
Beim Gebrauch dieser Durchlauferhitzer stellte man jedoch fest, da sie, meistens aus spiralförmigen Rohrschlangen bestehen, dass eine Entkalkung sehr -schwierig und in einzelnen Fällen sogar unmöglich ist. Durch diesen Nachteil bedingt wurden die Durchlauferhitzer im Laufe der Zeit immer mehr durch die Boiler verdrängt.
Zweck der vorliegenden Erfindung war die Schaffung eines Verfahrens zum Entkalken von Rohren, welches .rasch und wirtschaftlich durchführbar ist und .das insbesondere auch dann zuverlässig ;arbeitet, wenn das Rohr ,durch Aden vom Wasser ausgeschiedenen Kalk vollständig verschlossen ist.
Das @erfindurngsgemässe Verfahren ist dadurch ge- kennzeichnet, @dass unter Druck wechselweise Säure von beiden Seiten in das verkalkte Rohr @gepressü wird.
Die beigelegte Zeichnung zeigt schematisch eine Vorrichtung zum Entkalken von Rohren, anhand welcher das Verfahren beispielsweise erläutert wird. 1 bedeutet eine Durchlaufbattefie, aus einem spiralförmig gewundenen Rohr, in welcher das Wasser durch eine ausserhalb @angeordnete Wärmequelle, z. B. einen Ölbrenner, erhitzt wird. Zur Entkalkung werden an den beiden freien Rohrenden 2, 3 säurebeständige Rohr- leitungen 4, 5 angeschlossen. Das Rohr 4 verbindet das eine Ende 2 der Durchlaufbatterie 1 mit einem Säurevorratsbehälter 7.
Das Rohr 5 verbindet das andere Ende 3 der Durchlaufb-atterie 1 mit der Druckseite einer Einwegsäurepumpe 17, welche von einem nicht dargestellten Elektromotor angetrieben wird. Die Saugseite der Säurepumpe 17 ist über die Rohrleitung 6 mit dem Fussende des Säurebehälters 7 verbunden. Der Förderdruck der Säurepumpe 17 beträgt etwa 2,5 Atmosphären. Die ,Rohrleitungen 4 und 5 sind untereinander durch die Rohrleitungen 18 und 19 mit- ,einander verbrunden.
Das Kopfende des Säurebehälters 7 ist mit der Druckseite :der Pumpe 17 :durch @die Rohrleitung 14 verbunden. In Aden Rohrleitungen sind verschiedene Absperrorgane 8, 9, 12, 13 und 15 angeordnet, welche dazu dienen, :de Säure laus :dem Vorratsbehälter 7 unter Druck in das gewünschte Ende der Durchlaufbatterie 1 .zu lenken. Zwischen. dem Absperrorgan 13 und dem Ende 3 der Durchlaufbatterie ist eine .Sauerstoffdruckflasche 16 mit der Rohrleitung 5 verbunden. Analog kann eine solche Sauerstoffdruckflasche zwischen dem freien Ende 2.und dem Absperrorgan 8 mit der Rohrleitung 4 verbunden sein.
Das Verfahren zum Entkalken Ader Durchlaufbat- terie 1 wird wie folgt durchgeführt. Nach dem Anschliessen der Rohrleitungen 4 und 5 an den freien Enden 2 und 3 der Durchlaufbatterie werden die Absperrorgane 8, 13, 9 .und 12 geöffnet, die Absperrorgane @15, 10 und 11 geschlossen.
Anschliessend wird die Säurepumpe 17 in Betrieb gesetzt, wobei sie die Säure durch die Rohrleitung @6 aus dem Säurebehälter 7 ansaugt -und .durch die Leitung 5 in das freie Rohrenide 3 hineiinpresst. An der Kontaktstelle der Säure mit dem Kalk im Bereich des freien Rohrendes 3 entsteht (durch die Auflösung des Kalkes Kohlendioxyd. Mit zunehmender Kohlendioxydentwicklung wird die Säure vom Kalk verdrängt, so dass die Reaktion mit der Zeit zum Erliegen kommt. .Daraufhin werden die Absperrorgane 10 und 11 geöffnet und die Absperrorgane 9 und 12 geschlossen.
Dadurch kann ,das entstandene Kohlendioxyd die Flüssigkeitssäule in den Rohrleitungen 5, 19, 4 in den Behälter 7 zurückdrängen. und durch ,die Einfüllöffnung 7b bzw. Druckausgleichsöffnung 7a ins Freie entweichen. Durch die erwähnte Umstellung der Absperrorgane 9, 10, 11, 12 wird nun die Säure von der Pumpe 17 weg durch die Rohrleitung 5, 18,
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4 in das freie Rohrende 2 der Durchlaufbatterie 1 gelenkt.
Damit beginnt im Bereich des freien Rohrendes 2 die .Auflösereaktion des Kalkes, bis durch die Kohlendioxydentwicklung idie Reaktion, wie vorangehend beschrieben, ,zum Erliegen kommt. Anschliessend werden die Absperrorgane 10 und 11 geschlossen und dis Absperrorgane 9 und 12 geöffnet.
Das im Inneren des freien Rohrendes 2 entstandene Kohlendioxyd entweicht nun über die Rohrleitungen 4 in :den Säure- behälter 7, während die Säurepumpe 17 die Säure wiederum zum freien Rohrende 3 fördert. Ist die Kohlendioxydentwicklung an den freien Rohrenden zu heftig, so dass der Druck in den Leitungen unerwünscht stark ansteigt, so kann der Leitungsdruck durch ein Öffnen des Absperrorgans 15 abgesenkt werden.
Ist der Kalk in :der Durchlaufbatterie 1 sehr kompakt, und ist der Förderdruck der Säurepumpe 17 zu gering, um die Säure in den Kalk .hineinzupressen, so können, nachdem eines der beiden Rohrenden 2 oder 3 durch die Säurepumpe 17 unter Druck gesetzt wurde, die Absperrorgane 8 und 13 geschlossen werden. Wurde z. B. von der Säurepumpe 17 :die .Säure in das freie Ende 3 gefördert, so kann nach Odem Schliessen der Absperrorgane 8 und 13 aus einer mit der Rohrleitung 5 zwischen dem Absperrorgan. 13 und dem freiem Ende 3 angeschlossenen Sauerstoffdruckflasche Sauerstoff in die Rohrleitung 5 gepresst werden.
Der Druck wird zweckmässigerweise auf 18 bis 20 Atmosphären gesteigert, damit das Rohr, welches die Durchlaufbat4@erie 1 bildet, gedehnt wird, und der Kalk mindestens teilweise von der Rohrwandung abreisst, so idass Haarrisse im Kalk entstehen, in welche die Säure eindringt, so dass .die Auflösungsreaktion des Kalks einsetzt.
Kommt die Reaktion wegen der Kohlendioxydbildung zum Erliegen, so werden, wie vorangehend beschrieben, die Absperrorgane 9, 10, 11, 12 umge- stellt und die Absperrorgane 13 und 8 geöffnet, so dass das Kohlendioxyd vom freien Rohrende 3 weg in den Säurebehälter 7 entweichen kann. Nun werden die Absperrorgane 8 und 13 wieder geschlossen und es kann analog .durch eine @nicht dargeistellte Sauerstoff- druckflasche in ider Leitung 4 zwischen dem Absperrorgan 8 und dem freien Rohrende 2 der Druck der Säure erhöht werden.
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Process for decalcifying pipes. Subject of the present invention "is a process for decalcifying pipes which have been blocked by limescale.
Boilers are usually used to heat water in households and industrial companies, which have the particular advantage that: They can be decalcified relatively easily. On the other hand, the boilers have the disadvantage that the water is warmed up and is consequently stale at a later point in time during use. For this reason, instantaneous water heaters have been offered on the market which eliminate this disadvantage mentioned.
When using these instantaneous water heaters, however, it was found, since they mostly consist of spiral tubes, that decalcification is very difficult and in some cases even impossible. Due to this disadvantage, the water heaters were increasingly displaced by the boilers in the course of time.
The purpose of the present invention was to create a method for decalcifying pipes, which can be carried out quickly and economically and which in particular also works reliably when the pipe is completely closed off by adene from the water.
The method according to the invention is characterized in that, under pressure, acid is pressed alternately from both sides into the calcified pipe.
The accompanying drawing shows schematically a device for decalcifying pipes, on the basis of which the method is explained, for example. 1 means a continuous battery, made of a helically wound pipe, in which the water is fed by an outside @ arranged heat source, e.g. B. an oil burner is heated. For decalcification, acid-resistant pipes 4, 5 are connected to the two free pipe ends 2, 3. The tube 4 connects one end 2 of the flow battery 1 to an acid storage container 7.
The pipe 5 connects the other end 3 of the continuous battery 1 to the pressure side of a disposable acid pump 17, which is driven by an electric motor, not shown. The suction side of the acid pump 17 is connected to the foot end of the acid container 7 via the pipeline 6. The delivery pressure of the acid pump 17 is about 2.5 atmospheres. The pipes 4 and 5 are connected to one another through the pipes 18 and 19.
The head end of the acid tank 7 is connected to the pressure side: the pump 17: through the pipe 14. Various shut-off devices 8, 9, 12, 13 and 15 are arranged in the pipes, which serve to: direct the acid laus: the storage container 7 under pressure into the desired end of the flow battery 1. Between. the shut-off device 13 and the end 3 of the flow battery is a .Sauerstoffdruck bottle 16 connected to the pipe 5. Analogously, such an oxygen pressure cylinder can be connected to the pipeline 4 between the free end 2 and the shut-off element 8.
The procedure for decalcifying the flow-through battery 1 is carried out as follows. After the pipes 4 and 5 have been connected to the free ends 2 and 3 of the flow battery, the shut-off devices 8, 13, 9 and 12 are opened and the shut-off devices 15, 10 and 11 are closed.
The acid pump 17 is then put into operation, sucking the acid in through the pipe 6 from the acid container 7 and pressing it through the pipe 5 into the free pipe end 3. At the point of contact between the acid and the lime in the area of the free end of the pipe 3, carbon dioxide is formed (as a result of the dissolution of the lime. As the evolution of carbon dioxide increases, the acid is displaced by the lime, so that the reaction comes to a standstill over time. The shut-off devices 10 and 11 are open and the shut-off devices 9 and 12 are closed.
As a result, the carbon dioxide produced can force the liquid column in the pipes 5, 19, 4 back into the container 7. and through the filling opening 7b or pressure equalization opening 7a escape into the open. By changing the shut-off devices 9, 10, 11, 12 mentioned, the acid is now removed from the pump 17 through the pipeline 5, 18,
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4 steered into the free pipe end 2 of the flow battery 1.
The dissolution reaction of the lime thus begins in the area of the free end of the pipe 2 until the reaction, as described above, comes to a standstill due to the evolution of carbon dioxide. The shut-off elements 10 and 11 are then closed and the shut-off elements 9 and 12 are opened.
The carbon dioxide produced inside the free pipe end 2 now escapes via the pipes 4 into: the acid container 7, while the acid pump 17 in turn conveys the acid to the free pipe end 3. If the carbon dioxide development at the free pipe ends is too violent, so that the pressure in the lines increases undesirably, the line pressure can be reduced by opening the shut-off device 15.
If the lime in: the continuous battery 1 is very compact, and the delivery pressure of the acid pump 17 is too low to press the acid into the lime, after one of the two pipe ends 2 or 3 has been pressurized by the acid pump 17, the shut-off devices 8 and 13 are closed. Was z. B. from the acid pump 17: the .Acid conveyed into the free end 3, then after Odem closure of the shut-off elements 8 and 13 from one with the pipe 5 between the shut-off element. 13 and the oxygen pressure bottle connected to the free end 3, oxygen can be pressed into the pipe 5.
The pressure is expediently increased to 18 to 20 atmospheres so that the pipe which forms the through-flow battery 1 is stretched and the lime at least partially tears off the pipe wall, so that hairline cracks develop in the lime, into which the acid penetrates that .the dissolution reaction of the lime begins.
If the reaction comes to a standstill due to the formation of carbon dioxide, the shut-off devices 9, 10, 11, 12 are switched and the shut-off devices 13 and 8 are opened, as described above, so that the carbon dioxide escapes from the free pipe end 3 into the acid container 7 can. Now the shut-off elements 8 and 13 are closed again and the pressure of the acid can be increased by an oxygen pressure bottle (not shown) in the line 4 between the shut-off element 8 and the free pipe end 2.