CH444286A - Magnetohydrodynamischer Generator - Google Patents
Magnetohydrodynamischer GeneratorInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K44/00—Machines in which the dynamo-electric interaction between a plasma or flow of conductive liquid or of fluid-borne conductive or magnetic particles and a coil system or magnetic field converts energy of mass flow into electrical energy or vice versa
- H02K44/08—Magnetohydrodynamic [MHD] generators
- H02K44/18—Magnetohydrodynamic [MHD] generators for generating AC power
- H02K44/20—Magnetohydrodynamic [MHD] generators for generating AC power by changing the polarity of the magnetic field
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Description
Magnetohydrodynamssscher Generator Die Erfindung betrifft einen magnetohydrodynami- schen (MHD) Generator mit einem Hauptkanal, in dem ein elektrisch leitendes Medium strömt und mit senk recht zur Strömungsrichtung im Hauptkanal verlaufen den magnetischen Wechselfeldern, die im strömenden Medium elektrische Wechselspannungen induzieren.
Der grösste Teil der bekannten Vorschläge zum Bau von MHD Generatoren bezieht sich auf Gleichstromge neratoren. Diese haben den Nachteil, dass zu ihrem Anschluss an Wechselstromnetze Stromrichter benötigt werden, die einen zusätzlichen Aufwand erfordern. Bei MHD Generatoren zur Erzeugung von Wechselstrom werden in dem elektrisch leitenden mit hoher Geschwin digkeit strömenden Arbeitsmedium magnetische Wech selfelder erzeugt, die in diesem Arbeitsmedium Wechsel ströme induzieren. Diese Wechselströme werden über geeignete Elektroden abgeführt.
An die Korrosionsfestig keit der Elektroden müssen besonders bei MHD Generatoren mit offenem Kreislauf höchste Anforderun- gen gestellt werden. Um dieses Problem zu umgehen, wurde vorgeschlagen, die erzeugte Wechselstromenergie induktiv auszukoppeln. Dies geschieht z. B. bei einem bekannten MHD Generator, dessen Hauptkanal in zwei parallele Kanäle unterteilt ist. Magnetische Wechselfel der induzieren in einem Ringkanal, der diese beiden Kanäle verbindet, einen Wechselstrom.
Bei dieser bekannten Lösung erfolgt die Erzeugung der magneti schen Wechselfelder sowie die Auskopplung der erzeug ten Wechselstromenergie über dasselbe Magnetsystem, was zu einer wesentlichen Einschränkung bei der Wahl der Auslegeparameter führt.
Das Ziel der Erfindung ist ein MHD Generator zur Erzeugung von Wechselstrom, bei welchem das induzie rende magnetische Wechselfeld und die Auskopplung des erzeugten Wechselstromes durch getrennte Mittel erfolgen kann.
Der MHD Generator gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die magnetischen Wech selfelder an zwei in Strömungsrichtung hintereinander liegenden Stellen des Hauptkanals Feldzonen gleicher Freuqenz mit praktisch gleichem Feldverlauf bilden, wobei die Hauptkanalwand an jeder der genannten Stellen einander gegenüberliegende Öffnungen aufweist, in denen die Maxima der induzierten Spannung auftre ten, und wobei Öffnungen verschiedener Feldzonen, in welchen die induzierten Spannungen zueinander in Gegenphase sind, durch Nebenkanäle miteinander ver bunden und diese Nebenkanäle durch Fenster von Transformatorkernen geführt sind,
deren Sekundärwick lungen die erzeugte Wechselstromleistung angeben.
Die Erfindung wird anhand der Figuren beispielswei se erläutert. Fig. 1 zeigt eine Grundform des erfindungs- gemässen MHD Generators im Schnitt. Im Hauptkanal 1 fliesse in Richtung der Pfeile 2 ein gasförmiges Arbeitsmedium, das infolge seiner hohen Temperatur bzw. geeigneter Zusätze, sogenanntes Saatmaterial, eine beträchtliche Leitfähigkeit aufweist. Die magnetischen Wechselfelder nehmen im Hauptkanal 1 zwei in Strömungsrichtung hintereinander liegende Feldzonen 3 und 4 gleicher Frequenz ein.
Die magnetischen Feldstär ken dieser Feldzonen sind parallel aber in Gegenphase, so dass das Maximum der Amplituden der induzierten Spannungen zwischen zwei in Richtung der Pfeile u gegenüber liegenden 'Stellen der Hauptkanalwand auf tritt. An diesen Stellen sind in der Hauptkanalwand öffnungen 5-8 vorgesehen, wobei jene öffnungen verschiedener Feldzonen in welchen die induzierten Spannungen in Gegenphase sind, nämlich die Öffnungen 5 und 7 bzw. 6 und 8, paarweise durch Nebenkanäle 9 bzw. 10 miteinander verbunden werden. Diese Nebenka näle werden durch die Fenster von Transformatorkernen 11 und 12 geführt, die je mindestens mit einer Sekundärwicklung 13, 14 versehen sind.
Das leitende Medium in diesen Nebenkanälen 9 und 10 schliesst Wechselstromkreise, die von den induzierten Spannun gen gespeist, für die Transformatoren mit den Kernen 11 und 12 Primärwicklungen bilden, so dass die erzeugte Wechselstromleistung über die Sekundräwicklungen 13, 14 abgeführt werden kann. Die Mittel zur Erzeugung der magnetischen Wechselfelder in den Zonen 3 und 4 sind nicht eingezeichnet. Sie werden z. B. durch zwei an gegenüberliegenden Seiten des Hauptkanals 1 angeord nete Magnetjoche gebildet, die entsprechende Wechsel stromwicklungen tragen, wobei je zwei Pole verschiede ner Polarität zur Bildung der Feldzonen 3 und 4 einander gegenüberstehen.
Gemäss einer weiteren Va riante werden die Feldzonen mit Hilfe von supraleiten- den Spulen erzeugt.
Der erfindungsgemässe MHD Generator kann auch besonders vorteilhaft zur Erzeugung von Drehstrom ausgelegt werden. Fig. 2 zeigt die wesentlichen Teile eines solchen MHD Generators im Querschnitt. Der Querschnitt des Hauptkanals 1 hat Sternform; er weist an zwei in Strömungsrichtung hintereinander liegenden Stellen des Hauptkanals ein Drehstrompolsystem 15, 16 und 17 auf.
Der dreistrahlige, sternförmige Querschnitt des Hauptkanals sowie die prismenförmige Ausbildung der Polschuhe bewirken, dass jede Feldzone in drei Teilzonen unterteilt ist, wobei jeder Strahl des sternför migen Querschnitts von einer Teilzone des magnetischen Wechselfeldes eingenommen wird, wobei im Bereich dieser Teilzone ein im wesentlichen homogenes Feld quer zur Strahlachse herrscht. Das Feld in jeder Teilzone ist zu dem der nächsten Teilzone um 120 phasenver schoben.
Der Hauptkanal weist demzufolge drei Nebenkanäle auf, in denen je eine Phase eines Drehstroms fliesst. Die Leistung jeder Phase wird, analog zur Ausführung gemäss Fig. 1 über zugehörige Transformatoren 21, 22 und 23 ausgekoppelt.
Gemäss einer weiteren Variante weist das Dreh- strompolystem anstelle der Polschuhe prismenförmige Magnetkörper auf, die mit Polnuten versehen sind, welche die Leiter von Erregerspulen aufnehmen.
Will man statt eines Dreiphasenwechselstroms ganz allgemein einen n phasigen Wechselstrom erzeugen, muss in jeder Feldzone das magnetische Feld in n Teilzonen unterteilt werden, wobei das Feld in jeder Teilzone zu dem der nächsten Teilzone um
EMI0002.0030
phasenverschoben ist.
Der beschriebene MHD Generator hat in seiner Variante zur Erzeugung von mehrphasigem Wechsel strom überdies den Vorteil, dass dem Arbeitsmedium ständig Leistung entzogen wird. Dadurch werden grösse- re Druckschwankungen im Ausgang des Generators vermieden und ein stabiler Betrieb erreicht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Magnetohydrodynamischer Generator mit einem Hauptkanal, in dem ein elektrisch leitendes Medium strömt und mit senkrecht zur Strömungsrichtung im Hauptkanal verlaufenden magnetischen Wechselfeldern, die im strömenden Medium elektrische Wechselspannun gen induzieren, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetischen Wechselfelder an zwei in Strömungsrich tung (2) hintereinander liegenden Stellen des Hauptka nals (1) Feldzonen (3, 4) gleicher Frequenz mit praktisch gleichem Feldverlauf bilden, wobei die Hauptkanalwand an jeder der genannten Stellen einander gegenüberliegen de Öffnungen (5-8) aufweist,in denen die Maxima der induzierten Spannung auftreten, und wobei Öffnungen verschiedener Feldzonen (3, 4), in welchen die induzier ten Spannungen zueinander in Gegenphase sind, durch Nebenkanäle (9, 10) miteinander verbunden und diese Nebenkanäle (9, 10) durch Fenster von Transformator kernen (11, 12) geführt sind, deren Sekundärwicklungen (13, 14) die erzeugte Wechselstromleistung abgeben.UNTERANSPRÜCHE 1. Magnetohydrodynamischer Generator gemäss Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Feldzone das magnetische Feld in n praktisch gleiche Teilzonen unterteilt ist und dass das Feld in jeder Teilzone zu dem der nächsten Teilzone um phasenverschoben ist. EMI0002.0045 2.Magnetohydrodynamischer Generator gemäss Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Quer schnitt des Hauptkanals die Form eines dreistrahligen Sterns ausgebildet ist, wobei in jedem Strahl eine Teilzone des magnetischen Feldes vorhanden ist, in der ein praktisch homogenes Feld quer zur Strahlachse herrscht, so dass die Spannung maximaler Amplitude längs der Strahlachse induziert wird. 3. Magnetohydrodynamischer Generator gemäss Un- terranspuch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Quer schnitt des Hauptkanals die Form eines dreistrahligen Sterns hat.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1235366A CH444286A (de) | 1966-08-25 | 1966-08-25 | Magnetohydrodynamischer Generator |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1235366A CH444286A (de) | 1966-08-25 | 1966-08-25 | Magnetohydrodynamischer Generator |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH444286A true CH444286A (de) | 1967-09-30 |
Family
ID=4382230
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1235366A CH444286A (de) | 1966-08-25 | 1966-08-25 | Magnetohydrodynamischer Generator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH444286A (de) |
-
1966
- 1966-08-25 CH CH1235366A patent/CH444286A/de unknown
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