CH444756A - Doppelwandiger Tank - Google Patents
Doppelwandiger TankInfo
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Description
Doppelwandiger Tank Die Erfindung betrifft einen dopplelwandigen Tank mit einer aus Stahl bestehenden Innenwand und einer aus Kunststoff bestehenden Aussenwand. Ein solcher Tank ist z. B. in der schweizerischen Patentschrift Nr. 440134 beschrieben, in welcher auch der Zweck einer solchen Ausbildung des Tankes näher erläutert ist, nämlich bei Leckwerden der Aussen- oder Innenwand mit Hilfe einer in dem Hohlraum der Doppelwand befindlichen Flüssigkeit und eines mit demselben verbundenen Warngerätes ein Warnsignal zu erzeugen. Bei der Herstellung derartiger Tanks ist das Problem zu lösen, die Aussenwand auf möglichst einfache Weise herzustellen und in dem vorgesehenen Abstand auf der Innenwand anzubringen. Gemäss der erwähnten Patentschrift ist zwischen der Innen- und der Aussenwand ein distanzhaltendes Drahtgitter oder Drahtgeflecht und eine als Unterlage für die Aussenwand dienende, auf dem Drahtgitter oder Drahtgeflecht angeordnete Folie vorgesehen. Es ist ferner vorgeschlagen worden, zwischen beiden Wänden ein mit distanzhaltenden Warzen versehenes Kunststoffgitter anzuordnen, oder eine Folie, in die solche Warzen eingeprägt sind. Das Anbringen derartiger Distanzhalter ist noch mit Schwierigkeiten verbunden, namentlich an den bei üblichen zylindrischen Stahltanks meistens vorhandenen bombierten Böden, auf deren gewölbter Oberfläche die ebenen Folien oder Gitter nur stückweise befestigt werden können. Die Erfindung schlägt eine in herstellungstechnischer und wirtschaftlicher Hinsicht sehr vorteilhafte, derartige Schwierigkeiten vermeidende Lösung vor. Der doppelwandige Tank nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass als Distanzhalter zwischen der Innen- und Aussenwand Kugeln vorgesehen sind, die an der Aussenfläche der Innenwand oder an der Innenfläche der Aussenwand haften. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung dieses Tankes. Dasselbe zeichnet sich dadurch aus, dass man die Kugeln gegen die Aussenfläche der Innenwand oder die Innenfläche der Aussenwand schleudert oder auf dieselbe fallen lässt, und dafür sorgt, dass sie dabei an derselben haften bleiben. Anhand der Zeichnung werden nachfolgend Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes näher erläutert. Es ist: Fig. 1 ein senkrechter Schnitt durch die Doppelwand eines Tankes; Fig. 2 ein perspektiver Schnitt durch die Doppelwand mit teilweiser Wegbrechung ihrer Aussenwand; Fig. 3 ein Längsschnitt durch einen zylindrischen Tank bei der Verbindungsnaht des Mantels mit einem bombierten Boden; und Fig. 4 ein Querschnitt durch denselben Tank bei der Längsnaht des Mantels. In Fig. 1 und 2 ist ein Stück der Doppelwand eines doppelwandigen Tankes von beliebiger Form dargestellt. Auf einer aus Stahl bestehenden Innenwand 1 ist eine aus Kunststoff, z. B. glasfaserverstärktem Polyester- oder Epoxydharz, bestehende Aussenwand 2 angebracht, wobei Stahlkugeln 3 von etwa 2-4 mm Durchmesser als Distanzhalter dienen. Die Kugeln 3 sind auf der Innenwand 1 mittels einer dünnen Kleblackschicht 4 aufgeklebt, die z. B. aus Neopren beste hen kann. Der Kleblack wird vorzugsweise auf die Aussenfläche der Innenwand 1 aufgespritzt, worauf die Kugeln 3 auf die so gebildete Schicht 4 ebenfalls mit Hilfe von Druckluft aufgeblasen werden, ähnlich wie bei Sandstrahlen der Sand auf einen zu reinigenden Gegenstand geblasen wird. Die Kugeln 3 bleiben an der Kleblackschicht 4 kleben, wobei sie natürlich keine regelmässigen Abstände voneinander haben. Man kann den Blasvorgang aber leicht so regulieren, dass benachbarte Kugeln durchschnittlich über 5 mm vorzugsweise über 10 mm voneinander entfernt sind, damit die Flüssigkeit, welche später in den von den Wänden 1 und 2 begrenzten Hohlraum eingefüllt wird, leicht zwischen den Kugeln hindurchfliessen kann. Beim Aufblasen der Kugeln 3 kann man das Gebläse in bezug auf den unbeweglich gelagerten Tank bewegen oder umgekehrt, oder sowohl den Tank als auch das Gebläse bewegen. Man kann die Kugeln auch aus einem Sieb auf die Kleblackschicht 4 fallen lassen, indem man alle Teile der letzteren nacheinander unter das in Rüttelbewegung befindliche Sieb bringt. Fig. 3 zeigt einen Teil eines doppelwandigen zylindrischen Tanks, dessen stählerne Innenwand 1 in üblicher Weise aus einem Innenmantel lm und zwei bombierten Innenböden 1b besteht, die durch je eine Schweissnaht 5 mit dem Innenmantel lm verbunden sind. Um einen auf den Innenboden 1b passenden Aussenboden 2b herzustellen, geht man zweckmässig so vor, dass man an der Aussenfläche des Innenbodens, auf die später die Kleblackschicht 4 aufgespritzt wird, zunächst eine sehr dünne Schicht eines Trennmittels, z. B. einer Polyvinyl- oder Wachslösung, aufspritzt. Dann bringt man auf die Trennmittelschicht Glasfasern und Kunststoff, z. B. Polyesterharz auf, bis die gewünschte Dicke des Aussenbodens, z. B. 2-3 mm erreicht wird. Durch dieses, üblicherweise als Auflaminieren bezeichnete Aufbringen des glasfaserverstärkten Kunststoffes, erhält man einen Aussenboden 2b, der gut auf den Innenboden 1b passt, was sehr wichtig ist, weil die im Handel zu günstigen Preisen erhältlichen bombierten Stahlböden sehr grosse Toleranzen aufweisen, und zwar sowohl bezüglich des maximalen Aussendurchmessers als der Tiefe der Bombierung, so dass serienmässig in einer Form festgestellte Aussenböden sehr schlecht auf dieselben passen. Der Aussenboden 2b wird mit einer Anschlussmanschette 6 versehen, deren Innendurchmesser etwas grösser ist als der Aussendurchmesser des Aussenman- tels 2m, und es ist klar, dass man hierzu beim Auflaminieren des Aussenbodens 2b provisorisch einen aus leicht biegsamem Material bestehenden Kragen von entsprechender Dicke am Rand des Innenbodens Ib befestigt, den man aussen ebenfalls mit dem Trennmittel versieht, und nach dem Auflaminieren des Aussenbodens 2b und seiner Manschette 6 wieder entfernt. Der Aussenmantel 2m wird aus dem glasfaserverstärkten Kunststoff vorzugsweise in einer Ebene laminiert, also in Form eines seiner Abwicklung entsprechenden Rechteckes, und dann gebogen. Die Kugeln 3, von denen in Fig. 3 und 4 jeweiIs nur die in der Nähe der Schnittebene liegenden gezeichnet sind, werden, wie früher beschrieben, auf eine angespritzte Kleblackschicht 4 aufgeblasen. Wenn nötig, werden vor dem Aufspritzen des Kleblackes etwaige Reste des Trennmittels entfernt, z. B. abgewaschen. Zur Verbindung des Aussenbodens 2b mit dem Aussenmantel 2m wird zunächst dessen Manschette 6 über das Ende des Mantels 2m geschoben. Nach Anbringen eines sich verjüngenden Füll- und/oder Klebmittelstreifens 7 am Rand der Manschette 6 wird dann ein Überlappungsring 8 aus glasfaserverstärktem Kunststoff auf die Manschette 6 und einen benachbarten Teil des Mantels 2m auflaminiert. In ähnlicher Weise werden gemäss Fig. 4 einander gegeniiberlie- gende Randteile des zylindrischen gebogenen AussenmanteIs 2m an ihrem sich in Längsrichtung erstreckenden Stoss 9 durch einen auflaminierten Uberlappungs- streifen miteinander verbunden. Beim beschriebenen Anbringen der als Distanzhalter dienenden Kugeln ist es offensichtlich ganz gleichgültig, ob die Aussenfläche der Innenwand des Tankes teilweise oder ganz nicht in eine Ebene abwickelbar ist. Die Kugeln müssen natürlich nicht genau sphärisch sein Es genügt, wenn man handelsübliches Stahlschrot benützt Die Kugeln müssen auch nicht unbedingt aus Stahl, sondern können z. B. aus einem anderen Metall, Glas oder Ton bestehen. Es ist ferner denkbar, dass die Kugeln selbst klebrig sind, so dass sie an der Aussenfläche der Innenwand haften, ohne dass letztere zuvor mit einer Kleblackschicht überzogen worden ist. Man kann die Kugeln eventuell auch rein mechanisch, d. h. ohne Anwendung eines Gebläses auf die Aussenfläche der Innenwand schleudern. Statt die Kugeln gegen die Aussenfläche der Innenwand kann man sie auch gegen die Innenfläche der Aussenwand schleudern, so dass sie an derselben haften, und dasselbe gilt auch für das Fallenlassen der Kugeln. Dieses Verfahren kommt natürlich nicht für die Aussenböden in Frage, die auf die anhand von Fig. 3 erläuterte Weise hergestellt werden, aber z. B. für den Aussenmantel, wobei die Kugeln vor oder nach dem Aufrollen auf die Innenfläche z. B. aufgeblasen werden können nach vorherigem Aufspritzen eines Kleblackes.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Doppelwandiger Tank mit einer aus Stahl bestehenden Innenwand und einer aus Kunststoff bestehenden Aussenwand, dadurch gekennzeichnet, dass als Distanzhalter zwischen der Innen- und Aussenwand (1, bzw. 2) Kugeln (3) vorgesehen sind, die an der Aussenfläche der Innenwand oder an der Innenfläche der Aussenwand haften.II. Verfahren zur Herstellung des dopplelwandigen Tankes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kugeln (3) gegen die Aussenfläche der Innenwand (1) oder die Innenfläche der Aussenwand schleudert oder auf dieselbe fallen lässt, und dafür sorgt, dass sie dabei an derselben haften bleiben.UNTERANSPRÜCHE 1. Tank nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugeln (3) mittels einer Kleblackschicht (4) an der Aussenfläche der Innenwand (1) oder an der Innenfläche der Aussenwand haften.2. Tank nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugeln einen Durchmesser von 2-4 mm haben.3. Tank nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugeln aus Stahl bestehen.4. Tank nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der duIchschnittliche Abstand benachbarter Kugeln 5 mm iibersteigt.5. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kugeln mittels eines Gebläses gegen die Aussenfläche der Innenwand oder die Innenfläche der Aussenwand schleudert.6. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kugeln aus einem in Rüttelbewegung befindlichen Sieb auf die Aussenfläche der Innenwand oder die Innenfläche der Aussenwand fal len lässt.7. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man vor dem Schleudern oder Fallenlassen der Kugeln auf der Aussenfläche der Innenwand oder der Innenfläche der Aussenwand eine Kleblackschicht (4) anbringt, welche das Haften derselben bewirkt.8. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man den Kleblack auf die Aus sen- fläche der Innenwand oder die Innenfläche der Aussenwand aufspritzt.9. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man auf der Aussenfläche eines gewölbten Teiles (lb) der Innenwand eine Trennschicht anbringt und auf derselben einen entsprechend gewölbten Teil (2b) der Aussenwand aus glasfaserverstärktem Kunstharz laminiert, diesen Aussenwandteil (2b) dann vom Innenwandteil (lb) trennt, auf letzterem die Kugeln (3) anbringt und dann den Aussenwandteil (2b) auf letztere setzt und durch eine ebenfalls aus glasfaserverstärktem Kunststoff bestehende Überlappung (8) mit einem benachbarten Aussenwandteil (2m) verbindet.
Priority Applications (1)
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1966
- 1966-12-15 CH CH1800966A patent/CH444756A/de unknown
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