CH446210A - Schachtabdeckung und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Schachtabdeckung und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
Schachtabdeckung und Verfahren zu deren Herstellung Die Erfindung bezieht sich auf eine Schachtabdek- kung, bestehend aus einem Rahmen und einem in die sen einsetzbaren Deckel. Ferner bezieht sich die Erfindung auf ein Verfah ren zur Herstellung einer derartigen Schachtabdeckung. Bei Schachtabdeckungen besteht ein Problem darin, diese so auszubilden, dass sie den steigenden Anforderungen gewachsen sind, insbesondere dann, wenn sie in stark befahrenen Strassen eingebaut wer den sollen. In den meisten Anwendungsfällen dürfen die in den Rahmen eingesetzten Deckel unter der Beanspru chung nicht ruhender Belastungen sich weder verla gern, verrutschen, klappern noch durch Beschleuni gung,- oder Verzögerungskräfte von Fahrzeugen ange hoben oder verschoben werden. Um diese Forderung zu erfüllen, müssen die Sitzflächen sowohl des Deckels als auch des Rahmens genau aufeinander passen, was bisher nur durch mechanische Fein-Bearbeitung mög lich war. Falls gleichzeitig eine Austauschbarkeit und/oder eine flüssigkeits- oder gasdichte Abdichtung verlangt wird, sind die Anforderungen an die Bearbeitungsge- nauigkeit und -feinheit recht bedeutend. Mit der Erfindung soll eine Schachtabdeckung ge schaffen werden, die einen geringeren Aufwand bei der Herstellung erforderlich macht und bei der die oben gestellten Forderungen leichter und auf einfachere Weise erfüllbar sind. Die erfindungsgemässe Schachtabdeckung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzflächen zwischen Rahmen und Deckel durch eine aushärtende, volumen- und witterungsbeständige Kunststoff-Schicht gebildet sind. Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung einer solchen Schachtabdeckung ist dadurch gekenn zeichnet, dass Rahmen und Deckel so ineinander gelegt werden, dass zwischen den Metallteilen ein mit einer aushärtenden, volumen- und witterungsbeständigen Kunststoff-Masse auszufüllender Zwischenraum besteht und zuvor an den Trennstellen zwischen Rahmen und Deckel ein Trennmittel aufgebracht wird. In der Zeichnung sind ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes sowie die verschiedenen Her stellungsschritte dargestellt, welche nachfolgend erläu tert werden. Es zeigen: Fig. 1-4 Vertikalschnitte durch Rahmen und Dek- kel in verschiedenen Herstellungsstufen, Fig. 5 eine Draufsicht auf einen aus verschiedenen Teilstücken bestehenden Rahmen. Der Rahmen und der in diesen einsetzbare Deckel bestehen vorzugsweise aus Gusseisen. Der Rahmen ist auf der Innenseite mit einer ringsherum laufenden Schulter versehen, auf welcher der Deckel aufzuliegen bestimmt ist, so dass hernach Rahmen und Deckel auf der Oberseite etwa bündig verlaufen. Bei der Herstellung einer Schachtabdeckung ge- mäss den Fig. 1-5 wird so vorgegangen, dass vorerst ein Hilfsdeckel 5 hergestellt wird, welcher an den Sitz flächen eine Kunststoffschicht 6 aufweist, so dass die Aussenmasse dieses Hilfsdeckels 5 den Fertigmassen des später einzusetzenden definitiven Deckels entspre chen. Anstelle einer Kunststoffbeschichtung könnte dieser Hilfsdeckel auch durch spanabhebende Bearbei tung auf das Fertigmass bearbeitet sein, so dass also keine Kunststoffschicht erforderlich wäre. Dieser Hilfs deckel 5 wird in einen Rahmen 9 eingesetzt, so dass mantelseitig ein Spalt 8 ringsherum verbleibt. Die Flä chen 3, 4 befinden sich dabei im Rohzustand und sind nicht spanabhebend bearbeitet. Damit dieser Spalt nicht nur zwischen den vertikalen oder schrägen Flä chen gebildet wird, sondern auch zwischen den hori zontalen Flächen, liegt der Hilfsdeckel 5 auf einer ela stischen Platte 7 auf, welche ihrerseits auf Abstützkör- pern 11 ruht, wobei Deckel und Rahmen durch Ge wichte 10 beschwert sind, so dass die Deckeloberseite mit der Rahmenoberseite weitgehend bündig verläuft. Hernach wird über ein Giessrohr 18 o. dgl. eine flüssige oder breiige Kunststoffmasse in den Spalt 8 (Fig. <B>1)</B> eingefüllt, so dass diese den Spalt 8 ringshe- rum ausfüllt, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist. Die ela stische Platte 7 verhindert ein Herausfliessen der Kunststoffmasse im untern zentralen Teil des Spaltes B. Diese Kunststoffmasse erhärtet sodann und bildet eine Kunststoffschicht 12, welche an den rohen Flä chen 3, 4 des Rahmens 2 fest haftet. Damit diese Kunststoffschicht 12 nicht auch an der Kunststoff schicht 6 des Hilfsdeckels bzw. am Hilfsdeckel selbst haften bleibt, wurden die spaltseitigen Flächen dieses Hilfsdeckels 5 zuvor mit einem Trennmittel eingestri chen, beispielsweie auf Fett- oder Silikonbasis. Nach dem völligen Erhärten der Kunststoffmasse 12 wird der Hilfsdeckel 5 aus dem Rahmen herausgehoben und der definitive Deckel 14 mit roh belassenen Seitenflä chen eingesetzt (Fig.3), dessen Aussenmasse kleiner als diejenigen des Hilfsdeckels sind, so dass sich ein Umfangsspalt 13 ergibt. Dieser definitive Deckel 14 liegt auf der elastischen Platte 7 auf und wird durch Gewichte 10 beschwert, so dass die Deckeloberseite weitgehend bündig verläuft. In diesen Spalt 13 wird sodann - gemäss Fig.4 - eine gleiche oder ähnliche Kunststoffmasse eingefüllt, damit dieser Spalt 13 rings herum vollständig ausgefüllt wird. Die Kunststoffmasse haftet nach dem Erstarren fest an der rohen Metallflä che des Deckels. Damit die Kunststoffmasse dagegen nicht an der Kunststoffschicht 12 des Rahmens haften bleibt, wurden die Sitzflächen des Rahmens mit dem erwähnten Trennmittel eingestrichen. Nach dem Er starren der Kunststoffmasse im Spalt 13 kann der Dek- kel 14 abgehoben werden, da die Schicht 13 infolge des Trennmittels nicht an der Schicht 12 haftet. Dadurch kann der Deckel beliebige Male abgehoben und wieder eingesetzt werden und zudem sind Rahmen und Deckel austauschbar. Die Gewichte 10 und die elastische Platte 7 werden nach dem Aushärten der Kunststoffmasse entfernt. Es wäre auch denkbar, dass die Herstellung in der Weise erfolgen würde, dass statt einem Hilfsdeckel ein Hilfsrahmen verwendet würde, so dass also vorerst auf dem definitiven Deckel eine Kunststoffschicht gebildet würde und hernach der Hilfsrahmen gegen den definiti ven Rahmen ausgetauscht und die übrigen Herstel lungsschritte sinngemäss gleich ausgeführt werden. Wenn der Rahmen aus mehreren Teilen (Fig.5) besteht, werden die Rahmen-Trennfugen vorzugsweise ebenfalls mit einer gleichen oder ähnlichen Kunststoff masse zusammengeklebt, so dass sich ein Verschrau ben der Rahmenteile erübrigt. Die fertig montierte Schachtabdeckung wird dabei für den Transport am Umfang mit einer Stahlbandumreifung versehen und kann am Bestimmungsort samt dieser im Boden verlegt werden. Eine Ausführungsvariante würde darin bestehen, nur den Deckel oder nur den Rahmen an den Sitzflä chen spanabhebend zu bearbeiten, wobei die Wahl für die Bearbeitung auf denjenigen Teil fallen wird, der leichter zu bearbeiten ist; in den meisten Fällen dürfte dies der Deckel sein. Das Herstellungsverfahren ist sinngemäss gleich wie bereits beschrieben, und ledig lich die erste Stufe fällt weg und die Verwendung eines Hilfsrahmens oder Hilfsdeckels erübrigt sich. Es ist auch möglich, die Sitzflächen geneigt zu ge stalten oder mit Anzug zu versehen oder diesen Sitzflä chen eine beliebige geometrische Form zu geben, die ein öffnen der Schachtabdeckung ermöglicht. Da die Sitzflächen nicht mehr spanabhebend bear beitet werden müssen, ist man auch in der Formgebung des Umrisses freier, indem der Deckel beispielsweise geschweifte Aussenkonturen aufweisen kann. Als Kunststoffmasse eignet sich insbesondere eine solche auf Epoxyd-Basis, die unter Zugabe eines Här- ters kalt aushärtet. Zur Beschleunigung der Aushärtung könnte auch eine leichte Erwärmung vorgesehen wer den. Gegebenenfalls können dieser Kunststoffmasse auch Füllmittel zugesetzt werden. Unter Umfangsflächen sollen im vorliegenden Fall nicht nur die vertikalen sondern auch die horizontalen Auflageflächen von Deckel und Rahmen verstanden werden. Unter roh soll verstanden werden, dass die Flä chen nicht durch maschinelle Bearbeitung, wie Fräsen, Hobeln, oder Schleifen spanabhebend bearbeitet wer den; die Entfernung von groben Gussüberzähnen o. dgl., z. B. beim Gussputzen, soll dagegen nicht als Bearbeitung im oben erwähnten Sinne verstanden wer den.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Schachtabdeckung, bestehend aus einem Rahmen und einem in diesen einsetzbaren Deckel, dadurch ge kennzeichnet, dass die Sitzflächen zwischen Rahmen und Deckel durch eine aushärtende, volumen- und wit terungsbeständige Kunststoff-Schicht gebildet sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Schachtabdeckung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzflächen sowohl des Deckels als auch des Rahmens je durch eine Kunststoff-Schicht gebildet sind und die Metallflächen, auf welchen die Kunststoff-Schichten haften, roh sind. 2.Schachtabdeckung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass nur die Sitzflächen des Deckels oder nur die Sitzflächen des Rahmens unbear beitet sind und die Kunststoff-Schicht an diesen rohen Flächen haftet. 3. Schachtabdeckung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffmasse nur an den Sitzflächen des Rahmens haftet und die Sitzflä chen des Deckels bearbeitet sind. 4. Schachtabdeckung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen mehrteilig ist, die Rahmenteile untereinander durch eine Kunst stoff-Schicht verbunden sind.PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung einer Schachtabdeckung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Rahmen und Deckel so ineinander gelegt werden, dass zwischen den Metallteilen ein mit einer aushärtenden, volumen- und witterungsbeständigen Kunststoff-Masse auszufüllender Zwischenraum besteht und zuvor an den Trennstellen zwischen Rahmen und Deckel ein Trennmittel aufgebracht wird. UNTERANSPRÜCHE 5.Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Deckel in einen Rahmen einge setzt wird unter Beibehaltung eines Zwischenraumes zwischen den Metallteilen, wobei entweder der Deckel oder der Rahmen nur hilfsweise vorgesehen ist und Fertigmasse aufweist, die Sitzflächen des Hilfsrahmens oder Hilfsdeckels mit einem Trennmittel versehen wer den, der Zwischenraum mit Kunststoffmasse ausgefüllt wird und nach deren Aushärten Rahmen und Deckel voneinander getrennt werden, alsdann auf die dadurch hergestellten Kunststoffsitzflächen ein Trennmittel auf getragen wird unter Bildung eines Zwischenraumes, welcher mit Kunststoffmasse ausgefüllt wird,so dass nach dem Aushärten dieser Kunststoffmasse Rahmen und Deckel voneinander trennbar und wieder ineinan der fügbar sind. 6. Verfahren nach Patentanspruch 11, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Hilfsdeckel mit einem gegen über dem rohen Deckel grössern Fertigmass in einen Rahmen mit rohen, dem Hilfsdeckel zugewandten Sitz flächen eingesetzt wird unter Bildung eines Zwischen raumes, die Sitzflächen des Hilfsdeckels mit einem Trennmittel versehen werden und der Zwischenraum mit einer Kunststoffmasse ausgefüllt wird, Hilfsdeckel und Rahmen nach dem Aushärten der Kunststoffmasse voneinander getrennt werden,die Kunststoffsitzfläche des Rahmens mit einem Trennmittel versehen wird, hernach der definitive Deckel mit rohen Sitzflächen in den mit den Kunststoffsitzflächen versehenen Rahmen unter Bildung eines mit Kunststoffmasse ausgefüllten Zwischenraumes eingesetzt wird, so dass nach dem Aushärten der Kunststoffmasse Rahmen und Deckel voneinander trennbar und wieder ineinander fügbar sind.
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1966
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