CH447143A - Verfahren zur Herstellung von Bis-(2-hydroxy-2-carboxyäthyl)-disulfid oder dessen Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bis-(2-hydroxy-2-carboxyäthyl)-disulfid oder dessen Salzen

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CH447143A
CH447143A CH968763A CH968763A CH447143A CH 447143 A CH447143 A CH 447143A CH 968763 A CH968763 A CH 968763A CH 968763 A CH968763 A CH 968763A CH 447143 A CH447143 A CH 447143A
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CH
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disulfide
bis
carboxyethyl
hydroxy
salts
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CH968763A
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Inventor
Wilhelmus Gielkens Johannes
Marie-Aimee Gregoire Catharina
Original Assignee
Stamicarbon
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C323/00Thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides substituted by halogen, oxygen or nitrogen atoms, or by sulfur atoms not being part of thio groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur   Rerstellung    von   Bis-(2-hydroxy-2-carboxyäffiyi)-d:sulfid    oder dessen Salzen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Bis-(2-hydroxy-2-carboxyäthyl)-disulfid oder dessen Salzen.



   Westerman und Rose (vgl.  Journal of Biological Chemistry  Bd. 79 (1928), S. 413 bis 421) haben diese Verbindung durch eine Behandlung von Cystin mit einer schwefelsauren Lösung von Bariumnitrit erhalten. Allerdings ist diese Herstellungsweise nicht für eine Anwendung in technischem Masstab geeignet.



   Es wurde gefunden, dass Bis-(2-hydroxy-2-carboxyäthyl)-disulfid oder dessen Salze in technischem Masstab mit brauchbarer Ausbeute hergestellt werden können, indem ein Salz von Epoxyäthancarbonsäure (Epoxypropionsäure, Glycidsäure) in wässriger Lösung mit einem löslichen Alkali- oder Erdalkalidisulfid umgesetzt wird. Das so erhaltene Salz des Bis-(2-hydroxy2-carboxyäthyl)-disulfids wird evtl. in ein anderes Salz oder in das freie Disulfid übergeführt.



   Das freie Disulfid kann mit organischen Lösungs  mitteln-extrahiert    werden und wird evtl. in ein anderes Salz umgewandelt.



   Es ist möglich, das als Ausgangsstoff dienende Salz der Epoxyäthancarbonsäure in der Reaktionsflüssigkeit selbst aus freier Epoxyäthancarbonsäure und einem   Überschuss    des anorganischen Disulfids, mit dessen Hilfe die Reaktion stattfindet, entstehen zu lassen.



   Vorzugsweise wird das   erfindungsgemlsse    Verfahren so ausgeführt, dass entweder einer Lösung von Natriumepoxyäthancarbonat eine Lösung von Natriumdisulfid oder aber einer Lösung von Natriumdisulfid eine Lösung von   Natriumep oxyäthancarbonat    zugesetzt wird, in beiden Fällen unter Durchleitung von   Kohlen    dioxyd. Zur Vermeidung einer Bildung von unerwünschten Nebenprodukten bedient man sich einer   Sulfidlösung,    die der stöchiometrischen Zusammensetzung Na2S2 möglichst genau entspricht. Ferner soll zur Vermeidung einer Zersetzung der Reaktionsteilnehmer, der Zwischenprodukte und/oder des Endproduktes der pH-Wert während der Reaktion vorzugsweise zwischen 8,5 und 10 liegen.



   Man erhält auf diese Weise das Natriumsalz des   Bis- (2-hydroxy-2-carboxyäthyl)-disulfids    und kann daraus durch Umsetzung mit einer Saure, beispielsweise Schwefelsäure, das freie Bis-(2-hydroxy-2-carboxyäthyl)disulfid gewinnen, welches z. B. durch Extraktion mit einem geeigneten Lösungsmittel isoliert werden kann. Das freie Disulfid kann in andere Salze umgewandelt werden. So lässt sich das Calciumsalz durch Umsetzung des freien Disulfids in wässriger Lösung mit festem Calciumcarbonat herstellen. Eine Umsetzung mit Calciumhydroxyd ist auch möglich, in diesem Fall aber sind Reaktionsverhältnisse schwerer zu überwachen.



   Ferner können zu diesem Zweck Umsetzungen mit Hilfe von Ionenaustauschern angewandt werden.



   Die Extraktion des   Bis-(2-hydroxy-2-carboxyäthyl) -    disulfids aus   dr    wässrigen Reaktionsflüssigkeit lässt sich mit verschiedenen Lösungsmitteln oder Gemischen von Lösungsmitteln durchführen. Die besten Resultate werden bei Verwendung von Pentanol-(l) erzielt.



   Beispiel 1
240 g   Na2S .9    H2O werden in 500 ml Wasser ge löst, worauf diese Lösung nach Zusatz von 32 g Schwefelblüten während einer Stunde gekocht wird.



  Die anfallende Natriumdisulfidlösung wird unter langsamem Durchleiten von CO2 (301 je Stunde) bei einer Temperatur von etwa 300 C und unter Aufrechterhaltung eines pH zwischen 8,5 und 10 nach und nach einer Lösung von 58 g Natriumepoxyäthancarbonat in 11 Wasser zugeführt. Die gesamte Reaktionszeit beläuft sich auf   1t/2    Stunden. Anschliessend wird die Reaktionsflüssigkeit bis zu einem pH-Wert von 1,5 angesäuert und der durch Zersetzung von nicht   umge-    setztem   Nach2    gebildete Schwefel abfiltriert. Aus der Reaktionsflüssigkeit wird durch kontinuierliche Extraktion mit Pentanol-(l) 49 g eines hellgelben Öls gewonnen, das mittels einer Elementar- und Infrarotanalyse des Calciumsalzes als   Bis-(2-hydroxy-2-carboxyäthyl)-    disulfid identifiziert wurde.

   Der Wirkungsgrad der   Umsetzung, bezogen auf die Gesamtmenge Natriumepoxyäthancarbonat als Ausgangsstoff, beträgt 82   O/o.   



   Beispiel 2
240 g   Na2S 9    H2O werden in 500 ml Wasser gelist, wonach diese Lösung nach Zusatz von 32 g   SchwefeIb : üten    während einer Stunde gekocht wird.



  Der so erhaltenen Lösung von Na2S2 wird bei einer Tem?eratur von etwa   30  C    unter fortwährendem   Durchleiten    von   CO3    (200 1 in der Stunde) allmählich eine Lösung von 46 g Natriumepoxyäthancarbonat in 11 Wasser zugesetzt unter Aufrechterhaltung eines pH-Werts zwischen 9,5 und 10. Die genannten Reak  tionsbedingungen    werden weiter noch einige Zeit beibehalten. Die gesamte Reaktionszeit beträgt   1t/2    Stunden. Aus der Reaktionsflüssigkeit   liest    sich gem iss der im Beispiel 1 erwähnten Weise Bis-(2-hydroxy-2-carb  oxylthyl)-disulfid    mit einem Wirkungsgrad von 76   5/o      g-winn n.   



   Zur   allfMligen    Herstellung des Calciumsalzes kann man z. B. wie folgt vorgehen:
121 g des   g-miss    Beispiel 1 oder 2 erhaltenen Bis (2-hydroxy-2-carboxyäthyl)-disulfids werden in 600 ml Wasser gelöst. Nach einmaligem Ausäthern zur Vermeidung einer Trübung wird 110 g Calciumcarbonat zugesetzt. Nach Ende der CO2-Entwicklung wird nicht umgesetztes   CaCO5    abfiltriert, worauf man die Lösung bei   5     C stehen lässt. Es kristallisiert ein weisses Salz aus, das - wie sich aus der Elementaranalyse   ergibt - das    gewünschte Calciumsalz ist (Wirkungsgrad etwa 80   O/o).    Durch Zusatz von Aceton zu der Endlösung kann eine zusätzliche Menge des Salzes in unreiner Form ausgeschieden werden.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Bis-(2-hydroxy2-carboxyäthyl)-disulfid oder dessen Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Salz von Epoxväthancarbonsäure in wässriger Lösung mit einem löslichen Alkalioder Erdalkalidisulfid umgesetzt wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert der Reaktionsflüssig keit zwischen 8,5 und 10 gehalten wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Disulfid mit einem organischen Lösungsmittel extrahiert.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Extraktionsmittel Pentanol-(l) verwendet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Disulfid oder ein lösliches Salz desselben in wässriger Lösung mit festem Calciumcarbonat umgesetzt wird.
CH968763A 1962-08-09 1963-08-05 Verfahren zur Herstellung von Bis-(2-hydroxy-2-carboxyäthyl)-disulfid oder dessen Salzen CH447143A (de)

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