Vorrichtung zum Verteilen von aus einem Fördergebläserohr austretendem Fördergut
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verteilen von aus einem Fördergebläserohr austretendem Fördergut, wie z.B. Grünfutter, in einem Silo, mit einem an das Rohrende ansetzbaren Anschlussstück, sowie einem in bezug auf das Anschlussstück um die Rohrachse drehbar gelagerten Umlaufstück mit einer Abweiseklappe sowie einem durch den Fördergutstrom in Umdrehung versetzbaren Antriebsrad, das über ein Getriebe mit dem feststehenden Rohrende verbunden ist.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art ist das Antriebsrad um eine etwa parallel zum Fördergutstrom gelagerte Achse drehbar und weist eine Welle mit einem Ritzel auf, das mit einem auf dem feststehenden Anschlussstück vorgesehenen Zahnkranz in Eingriff steht.
Damit das Antriebsrad durch den Fördergutstrom in Umdrehung versetzbar ist, ist das Rad etwa kegelförmig ausgebildet und weist an seinem kegelförmigen Mantel schräg zur Strömungsrichtung des Fördergutes verlaufende Leitkanten auf. Bei dieser Vorrichtung hat sich die Tatsache als sehr nachteilig herausgestellt, dass zwar ein befriedigender Umlauf des Umlaufstücks mit der Abweiseklappe gegeben ist, wenn das Antriebsrad lediglich durch die der Mitführung des Fördergutes dienende Gebläseluft beaufschlagt wird. Sobald jedoch vom Gebläseluftstrom z. Beispiel mitgeführtes Grünfutter auf dem Antriebsrad auftrifft, wird es weitgehend abgebremst und kommt häufig sogar vollständig zum Stillstand, bedingt durch die Tatsache, dass das Fördergut an den Leitkanten des Antriebsrades wenigstens zum Teil haften bleibt.
Aufgabe der Erfindung ist es, die erwähnten Nachteile der bekannten Vorrichtung durch weitere Ausgestaltung dieser Vorrichtung auszuschalten und eine Vorrichtung zu schaffen, die eine einwandfreie Verteilung auch von Grünfutter in einem Silo gestattet, ohne dass die Gefahr eines ungleichmässigen Umlaufes bzw. einer vollständigen Abbremsung des Umlaufes der Abweiseklappe gegeben ist.
Die Erfindung besteht darin, dass das Antriebsrad um eine quer zum Fördergutstrom gelagerte Achse drehbar ist und das Getriebe eine mit dem Antriebsrad gekoppelte Rolle, zwei mit dem Umlaufstück verbundene Umlenkrollen sowie einen über die Rollen und das feststehende Anschlussstück herumgeführten endlosen Antriebsriemen umfasst. Als sehr zweckmässig hat es sich herausgestellt, wenn hierbei das Antriebsrad radial vorstehende Schaufeln trägt, die in den Fördergutstrom hineinragen. Beispielsweise von der Gebläseluft mitgeführtes Grünfutter, das auf die Schaufeln des Antriebsrades auftrifft, trägt zu einer Beschleunigung des Umlaufes des Antriebsrades bei. Eine Verstopfung bzw. sonstwie geartete nachteilige Beeinträchtigungen des Antriebes für das Umlaufstück mit der Abweiseklappe ist wirksam vermieden.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Silo mit dem in den oberen Teil des Silos hineinragenden Gebläserohrende, an dem die Verteilvorrichtung befestigt ist, und
Fig. 2 in grösserem Massstab eine Seitenansicht der Verteil-Vorrichtung.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht die Verteil-Vorrichtung aus einem an das Ende eines Gebläserohrs 1 ansetzbaren Anschlussstück 2 mit den genormten Durchmessern von beispielsweise 250, 310, 380 bzw.
450 mm, an dem über einen nur schematisch angedeuteten Kugeldrehkranz 3 ein rohrförmiges Umlaufstück 4 um die Rohrachse drehbar gelagert ist. Das Umlaufstück 4 trägt um eine Achse 5 verschwenkbar eine Abweiseklappe 6. Zur Feststellung der Lage der Abweiseklappe 6 in bezug auf das Umlaufstück 4 ist eine Spindel 7 vorgesehen. Diese Spindel ist in einem Lager 8 an der Aussenseite des Umlaufstücks 4 drehbar, jedoch axial unverschiebbar gelagert. Der Gewindeabschnitt der Spindel 7 steht mit einer nicht näher veranschaulichten Gewindemuffe in Eingriff, die an einem fest mit der Abweiseklappe 6 verbundenen Vorsprung 9 in Eingriff steht. Am freien Ende ist die Spindel mit einem Handrad 10 versehen. Durch Verdrehen des Handrades 10 lässt sich die Neigung der Abweiseklappe 6 in bezug auf die Rohrachse verstellen.
Auf dem Umlaufstück 4 ist über einen Haltearm 11 ein Antriebsrad 12 auf nicht näher dargestellte Weise verstellbar gelagert, und zwar derart, dass seine Achse 13, die etwa parallel zur Schwenkachse 5 der Abweiseklappe 4 verläuft, in bezug auf die Rohrachse verstellt werden kann. Mit dem Antriebsrad 12 ist eine Rolle 14 gekoppelt. Das Umlaufstück 4 trägt ferner über Arme
15 zwei Umlenkrollen 16, von denen in Fig. 2 nur eine Rolle sichtbar ist, da die hintere Rolle durch die vordere Rolle verdeckt wird. Diese Rollen 16 sind auf nicht näher veranschaulichte Weise in bezug auf das Umlaufstück 4 verstellbar, um so die Möglichkeit einer Änderung der Spannung eines über die mit dem Antriebsrad 12 gekoppelte Rolle 14, die Umlenkrolle 16 sowie das feststehende Anschlussstück 2 herumgeführten endlosen Antriebsriemens 17 zu geben.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist das an das Rohrende ansetzbare Anschlussstück 2 mit einer Führungsbahn 18 für den Antriebsriemen 17 versehen. An der Aussenseite des Antriebsrades 12 sind radial vorstehende Schaufeln 19 angeordnet, und zwar derart, dass sie in die Bahn des Fördergutes bzw. des das Fördergut mitführenden Gebläseluftstroms zumindest teilweise hineinragen.
Die Vorrichtung nach der Erfindung arbeitet wie folgt:
Unter der Wirkung des Fördergutstromes wird das Antriebsrad 12 im Uhrzeigersinn (Fig. 2) in Umdrehungen versetzt. Dabei wird der Antriebsriemen 17 um die mit dem Antriebsrad 12 verbundene Rolle 14 herumgezogen. Umgelenkt durch die Rollen 16 wälzt sich der Riemen 17 in der Laufbahn 18 an der Aussenseite des feststehenden Anschlussstückes 2 ab. Auf diese Weise wird eine Drehbewegung des Umlaufstückes 4 mit der Abweiseklappe 6 um die Achse der Rohrendes herum erzielt, und zwar im Sinne des Pfeiles 20 in Fig. 2. Das Fördergut, beispielsweise Grünfutter, wird durch die Abweiseklappe 6 in dem Silo (vgl. Fig. 1) gleichmässig verteilt, ohne dass für diese Verteilung, wie bislang üblich, eine zusätzliche Arbeitskraft erforderlich ist.
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Vorrichtung nach der Erfindung eine besonders dichte Ablagerung des Grünfutters ohne beachtliche Lufteinschlüsse sicherstellt, wodurch die Qualität der Silage wesentlich erhöht wird.
Je nach der erreichten Füllhöhe innerhalb des Silos lässt sich die Richtung des Fördergutstroms durch Verschwenkung der Abweiseklappe 6 um die Achse 5 mit Hilfe des Handrades 10 an der Spindel 7 auf bequeme Weise frei wählen.
Um den Abstand zwischen Antriebsradachse und Rohrmitte in einem gewissen Bereich verstellen zu können, kann wie in Fig. 2 dargestellt, der Haltearm 11 zweiteilig ausgebildet sein, wobei beide Teile in einem Zapfen 21 verstellbar verbunden sind und durch einen einen gebogenen Schlitz 22 durchsetzenden und im anderen Teil befestigten Schraubbolzen 23 festgespannt werden können.