CH451092A - Poröser Formkörper - Google Patents

Poröser Formkörper

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CH451092A
CH451092A CH1068765A CH1068765A CH451092A CH 451092 A CH451092 A CH 451092A CH 1068765 A CH1068765 A CH 1068765A CH 1068765 A CH1068765 A CH 1068765A CH 451092 A CH451092 A CH 451092A
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porous
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CH1068765A
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Rasbach Otmar
Bode Josef
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Jasba Keramikfabrik
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    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
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Description


  Poröser Formkörper    Poröse Körper finden vielfältige Anwendung in der  Technik. Man unterscheidet Körper mit geschlossenen  Poren, die in der Wärme- und Kältetechnik benötigt  werden und Körper mit offenen Poren, die den Körper  für Gase oder Flüssigkeiten durchlässig machen und als  Filter oder Saugkörper dienen. Auf letztere bezieht sich  die Erfindung.  



  Durchlässige, also mit offenen Poren versehene Kör  per sind z. B.     Sintermetalle    und     Sinterporzellane.    Diese       eignen        sich    schon wegen     der        Schwierigkeit    und Ruf  wendigkeit ihrer Herstellung nur für begrenzte Anwen  dungen.  



  Gegenstand der     Erfindung    ist ein poröser Formkör  per für plastische Masse, dessen Poren mit in sich po  rösen Stoffen ausgefüllt sind. Solche in sich poröse  Stoffe kommen - wie z. B.     Kieselgur    - als Silikat in der  Natur vor oder man stellt sie auf vielfache Weise aus  den     .gewünschten        Stoffen    mit der jeweils     gewünschten     Porengrösse und entsprechender Körnung her, wie sie  z. B.     als        sogenanute    K. C.

   Trockenperlen aus     Si02    in       Verbindung    mit     bestimmten        Beigaben    von     A103        in    der  chemischen     Industrie        verwendet    werden.     Desgleichen     können     gemahlene,    z. B.     keramische,    poröse Massen ver  wendet werden.  



  Die     Porosität    des nach der     Erfindung    aufgebauten  Körpers lässt sich durch die Auswahl des porenfüllenden  Stoffes weitgehend bestimmen und beherrschen. Man  geht somit von einer messbaren Porengrösse im Stoff,  von     der        Wahl    der     Korngrösse    und dem     Zuteilungsver-          hältnis    zum Trägerstoff als beliebig bestimmbaren     Grös-          sen    aus und passt sich den jeweiligen Forderungen an.  Dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber allen bekann  ten porenbildenden Verfahren, die sich nicht in dieser  Weise beherrschen lassen.  



  Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass man auch nicht  auf     Sinterverfahren    angewiesen ist, sondern vorzugs  weise bei Raumtemperatur verfahren kann, indem man  selbstabbindende oder selbsthärtende Stoffe als Träger  verwendet, wie     beispielsweise        Zement,insbesondere        Ton-          erdezement    oder aushärtende Kunststoffe, wie Duro-         plaste,    denen die mit     Eigenporosität    versehenen Poren  stoffe in jeweils gewählter Menge und Korngrösse schon  bei     der    Herstellung beigegeben werden können. Diese  Körner bilden selbst den Porenraum in der Trägermasse,  den sie benötigen.

   Man kann ihnen auch Treibmittel  beigeben und wählt die Menge so, dass eine offene     Poro-          sität    des zu fertigenden Körpers erzielt wird. Dieser be  steht somit aus einem tragenden Skelett aus mechanisch  und erforderlichenfalls auch chemisch widerstandsfähi  gen Stoffen, wie Zement oder     Duroplasten,    das mit in  sich porösen Körpern aufgefüllt ist. Somit sind sowohl  die mechanischen und chemischen Anforderungen wie  die     Porosität    selbst beliebig wählbar.  



  Für solche Körper nach der Erfindung gibt es ver  schiedene     fortschrittliche    Verwendungen. Z. B. eignen       sie        sich,    weil sie widerstandsfähig und     saugkräftig    sind,       vorzüglich    als     Nasspressform.        Keramische        Presskörper,     z. B. Dachziegel, werden     bisher        in    Gipsformen und mit  Gipsstempel, die mit Wasser vollgesogen sind, gepresst,  damit man den Formling unbeschädigt aus der Form  lösen kann. Gipsformen haben jedoch keine     lange    Le  bensdauer und sind teuer.

   Auf eiserne Formen kann  man     nicht        einwandfrei    ausweisen, weil sie mit Öl ge  schmiert     werden        müssen    und durch das Öl Falten ent  stehen.     Diese        Nachteile    sind bei der     erfindungsgemässen          Verwendung    beseitigt.  



       Kunststoffpressformen    aus Kunststoff sind bekannt.  Statt Öl und Wasser müssen hier Trennmittel verwendet  werden. Ein Formkörper nach der Erfindung kann z. B.  aus porösen     Duroplasten    bestehen und die Poren kön  nen mit Trennmitteln gefüllt sein.  



  Aber auch Giessformen, insbesondere zum Giessen  keramischer Körper aus     Schlicker,    die als Filter wirken,  sind eine vorzügliche Verwendung nach der Erfindung.  



  Seit langem sind Vorschläge gemacht worden, ins  besondere unter Anwendung von Druck auf den in der  Form befindlichen     Schlicker,    um das Wasser schneller in  die saugfähige Form zu pressen. Dieser Vorgang ist  nach verschiedenen Vorschlägen dadurch unterstützt  worden, dass die Aussenwand der Saugschicht einem      Unterdruck oder     vorbeistreichender        untersättigter    Luft  ausgesetzt wurde.  



  Der erhoffte Erfolg blieb jedoch beschränkt, weil  entweder der Baustoff der saugfähigen Form den bei  starken und dichten Scherben erforderlichen     Drücken     nicht standhielt, sondern Formveränderungen oder Risse  erlitt oder aber die Anwendung der Drücke auf den       Schlicker    bzw. der genannten Massnahmen an der Aus  senwand der Saugform unzweckmässig erfolgte. Hinzu  kommt, dass bei den bisherigen Druckanwendungen der  Formling an der Saugform klebte und selten heil heraus  genommen werden konnte.  



  Die neue Verwendung unterscheidet sich von den  bekannten Giessverfahren vor allem dadurch, dass eine  als Filter wirkende Form verwendet wird, bei der die       Kapillarwirkung    der Poren von untergeordneter bzw.  keiner Bedeutung ist, weil die Filterform sich stets im  eingetauchten Zustand befindet. Der Filterform ist also  erfindungsgemäss ständig mit der für den Formungs  vorgang benötigten Flüssigkeit gesättigt.  



  Infolge der grossen mechanischen Festigkeit kann  unter hohen     Schlickerdrücken    gearbeitet werden. Das  Lösungsmittel, in diesem Falle z. B. Wasser, tritt se  kundenschnell durch die Poren, die bereits mit Wasser  gefüllt sind, denn die Form kann nunmehr als Tauch  form verwendet werden. Die hohle Form, bei einer     be-          vorzugten        Ausführung    ist auf einer Seite mit     Schlicker     und auf der anderen Seite mit Wasser umgeben. Der  Formling     bildet    sich im Druckgefälle zwischen     beiden     Seiten der Tauchform.

   Ist die Formung     beendet,    wird  der     Schlicker    des auf ihn lastenden Druckes enthoben  und     ausgegossen.    Von der     Wasserseite    der Tauchform  wird nunmehr     Wasser    in entgegengesetzter Richtung       durch    sie geführt, so     dass    der keramische Formling sich  leicht und     schnell    aus     ihr    löst.  



  Poröse Körper nach der Erfindung können mit ihrer  Saugfähigkeit im trockenen Zustand ausgenutzt werden  und hier z. B. Gips bei allen Anwendungen auf dem Ge  biet der     Keramik    mit     grossem        Vorteil    ersetzen, da Gips  in fast allen Fällen keine ausreichende Härte besitzt. Die       Mohs'sche    Härte bei Gips liegt bei 2, während z.

   B. ein       poröser        Körper        aus        85        Gew.-%        Tonerdezement        und          15        Gew.-%        Kieselgur        bei        einem        freien        Porenraum        von     41     01o    eine     Härte    zwischen 5-6 aufweist.

   Beispielsweise  wird ein solcher Körper so hergestellt, dass die beiden  Stoffe abgewogen und mit Wasser benetzt werden, bis  ein zäher giessfähiger Brei hoher Viskosität entsteht.       Dieser    zähe Brei wird in einer     Kolloidmühle    10 Mi  nuten gemahlen. Bei diesem Mahlvorgang wird die     Kie-          selgur    und der     Tonerdeschmelzzement    auf eine fast  gleiche mittlere Korngrösse gebracht und gleichzeitig       homogen        gemischt.    Nach dem Mahlvorgang wird der  homogene Brei in eine Form gegossen und unter hoher  Luftfeuchtigkeit und ständiger Benetzung 3 Tage aus  gehärtet.  



       Pressfähige        gekörnte    Kunstharze, z. B. auf     Epoxyd-          basis,    oder auch     Duroplast,    mit     besonders    hohen Bei  mengungen von in sich porösen Füllstoffen führen zu  sehr festen und in jeder     Porosität    gewünschten Filter  körpern oder dgl.  



  In den Abbildungen sind Ausführungsbeispiele nach  der Erfindung dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1     und    2 Schnitte durch einen porösen Körper;       Fig.3    eine schematische Darstellung einer     Press-          vorrichtung;          Fig.    4 eine Filter- bzw. Giessvorrichtung im Schnitt;       Fig.    5 und 6 Diagramme, und         Fig.    7 eine Giessvorrichtung.  



       Fig.    1 zeigt in starker Vergrösserung einen Schnitt       durch    die Masse des Körpers 1. Die     hellen,    mit als  Punkte dargestellten Poren versehenen Stoffe 3 sind in  dem skelettartig verästelten Aufbau des dunkel darge  stellten Trägerstoffes 4 aufgenommen.  



       Fig.    2 zeigt einen Schnitt durch einen porösen Kör  per mit offenen, leeren Poren 2 in bereits bekannter  Ausführung.  



       Fig.    3 ist eine schematische Darstellung einer     Press-          vorrichtung    für keramische Pressmassen unter Anwen  dung der erfindungsgemässen, aus Matrize und Stempel  bestehenden Form 6. Die Vorrichtung besteht aus dem  Kessel 5, in dem die Matrize 6 unter Abstützung auf  eine     Grobsandfüllung    7 eingesetzt ist. Der Deckel des       Kessels    5 ist zur     Ausübung    des Pressvorgangs wie üblich  eingerichtet. Auch hier ist die Stempelform 6 mit Grob  sand 7 hinterlegt. Durch Rohranschlüsse 10 wird die  Bevorratung beider     Formenteile    mit Wasser aus den Be  hältern 9 zur ständigen     Feuchthaltung    sichergestellt.

    Dies ist notwendig, damit sich der Formling 8 leicht  herauslösen lässt.  



  In     Fig.    4 ist eine Filtervorrichtung bzw. eine Giess  formvorrichtung im Schnitt     dargestellt.    Der Kessel 5  nimmt das Filter 6 in     sich    auf. Der Hohlraum 12 dient  zur Einfüllung des     Schlickers    oder einer anderen Emul  sion. Kommt es nur auf die Filterwirkung an, so bleibt  der Kessel 5 zunächst leer und kann über einen nicht  dargestellten Zapfhahn entleert werden. Will man jedoch  im Filter 6 aus     Tonschlicker    einen keramischen Körper  durch Absetzen von Ton an der Filterwand bilden so  wird der Kessel 5 mittels der Vorratsbehälter 11 über  die Zuleitungen 10 mit Wasser gefüllt, so dass der Filter  körper 6 als Tauchform wirkt.

   Der Formling wird um so  schneller gebildet, desto höher der Druck ist, der auf  den     Schlicker    ausgeübt wird. Es kommt also auf das  Druckgefälle an, dass den beiden Seiten der Tauchform  die Flüssigkeiten erteilt wird.  



  Nach Beendigung des Formvorganges wird der       Schlicker    entfernt und Wasser in entgegengesetzter Rich  tung durch statischen Druck durch die Filterform ge  drückt, damit der Formling sich leicht loslöst.  



  Die Wirkung des neuen Giessverfahrens sei noch  ausführlicher an einem Beispiel des keramischen Gus  ses beschrieben. Es ist auch für Suspensionen anderer  Art, beispielsweise organischer Massen oder Lösungs  mittel, anzuwenden. Ferner gestattet das     neueVerfahren,     den Formling nicht nur wie bisher im Innern der hohlen  Giessform, sondern für bestimmte Zwecke auf der Aus  senwand der Giessform zu bilden, weil es auf die Rich  tung der Flüssigkeitsbewegung nicht mehr ankommt,  sobald man eine eingebauchte Filterform verwendet.  



       Bevorzugterweise    werden die anzuwendenden  Drücke auf den     Schlicker    dem Wachsen der Schicht  dicke des Formlings proportional angepasst. Danach be  ginnt man den     Schlicker    zunächst mässigen Drücken  auszusetzen und     steigert    diese so lange, bis die ge  wünschte Stärke beim Formling erreicht ist. Diese Regel  ist ohne weiteres jeder Zusammensetzung der Gussmasse  und der Dichte des Formlings anzupassen.  



  An folgendem Diagramm ist diese Abhängigkeit des  Druckes von der wachsenden Stärke des Formlings dar  gestellt.  



  In der     Fig.    5 zeigt das Diagramm an einem Bei  spiel für keramischen Guss das Ansteigen des auf den       Schlicker    wirkenden Druckes im Verhältnis der wach  senden     Scherbenstücke.        Der    stärker werdende Scher-           ben    wirkt selbst als Filter, der Widerstand für den       Durchgang    des     Lösungsmittels,    in diesem     Falle        Wasser,     verstärkt sich zunehmend und erfordert höhere Drücke,  wenn man Zeitverluste und die Gefahr der Entmischung  vermeiden will.

   Der zeitliche Ablauf ergibt sich aus dem  Diagramm der     Fig.    6 und zeigt, zu welch     ausserordent-          lichen    Verkürzungen man bei Anwendung des neuen  Verfahrens kommen kann. Die Kurve gibt ferner an,  dass es förderlich ist, den angewendeten Höchstdruck  noch kurze Zeit auf den Formling wirken zu lassen.  



  Die Anordnung wird zweckmässig derart getroffen,  dass nicht nur der     Schlicker,    sondern auch das Lösungs  mittel, das die Filterform 23 in     Fig.    7 bei 22 umgibt,       einem        besümmbarenDruck    ausgesetzt     werden        kann.    Man  kann entweder den statischen Druck, der sich aus der  Flüssigkeitssäule im Auffangbehälter 30 ergibt, allein  wirken lassen oder man verringert den Querschnitt des  Steigrohres 26     mittels    des Hahns 35 in dieser Leitung,  so dass sich das Druckgefälle gegenüber den auf den       Schlicker    ausgeübten Drücken vermindert.

   Man kann  hierdurch den Zeitablauf     steuern    und unterstützt zu  gleich die mechanischen Kräfte der Filterform 23 gegen  über den auf sie wirkenden hohen Drücken. Man hat  es also in der Hand, auf die jeweiligen Eigenschaften der  verschiedenen Suspensionen und der Formlinge Rück  sicht zu nehmen.  



  In     Fig.    7 ist als Beispiel ein Anordnungsschema für  den keramischen Guss gezeigt. Der Kessel 21 bildet die  äussere Hülle und zugleich das Tauchgefäss für die Fil  terform 23. Zwischen beiden befindet sich ein ausrei  chender Zwischenraum 22, der über die     Auffangsbe-          hälter    30, die     Steigleitung    26 mit Wasser     gefüllt    wird.  Oberhalb des Kessels 21 bzw. der Dichtung 34 befindet  sich der obere,     abhebbare    Teil der Anordnung, die das  Druckaggregat 29 über dem Druckzylinder 28, der mit       Schlicker    gefüllt ist, enthält. 32 stellt eine     überlaufrinne     dar.  



  Der Hohlraum 25 der Filterform 23 wird aus dem       Vorratsbehälter    31 mit     Schlicker    gefüllt. Dieser .steigt in  den     Druckzylinder    28     hoch,        bis    er     die        überlaufrinne    32  erreicht.  



       Die        Filterform    23     ist,    wie dargestellt, vollständig ein  getaucht, so dass man von ihr als einer Tauchform  sprechen kann.  



  Im     Ausführungsbeispiel    ist der Innenraum 25 der  Tauchform 23     mit    der Suspension angefüllt, während  der Aussenraum 22 mit dem Lösungsmittel angefüllt  ist. Die Poren der Form 23 sind stets mit Lösungsmittel  gefüllt.  



  Nach dem der Innenraum 25 in der beschriebenen  Weise gefüllt ist, wird das Ventil 33 geschlossen und  das     Druckaggregat    29 mit steigender Wirkung in Tätig  keit gesetzt. Hierbei wird das     Lösungsmittel    durch die  Filterform 25 gepresst, während der     Schlicker    den  Formling 24     mit    steigender Wandstärke bildet.  



  Das durch die Filterform gepresste Wasser tritt in  den Raum 22 über und erhöht den Flüssigkeitsspiegel  im     Auffangsbehälter    30. Nach Beendigung des Verfah  rens werden das Ventil 27 geschlossen und die Flan  schen 36 gelöst, damit der Oberteil der Anordnung vom  Kessel 21 abgehoben werden kann. Der den Innenraum  25 füllende     Schlicker    wird in üblicher Weise ausgegos  sen.  



  Der Formling 24 lässt sich leicht von der Filter  form 23 ablösen, nachdem etwas Lösungsmittel in ent  gegengesetzter     Richtung    aus dem Raum 22 durch die    Filterform gedrungen ist und den Formling oberflächig  befeuchtet hat.  



  Der Raum 22 kann in an sich bekannter Weise mit  grobem Kies 22a oder dgl. gefüllt werden, wenn es er  forderlich sein     sollte,    die     Filterform    23     gegen    den star  ken Druck des     Schlickers    abzustützen.  



  Wie aus     Fig.    7 :ersichtlich, wird durch das neue Ver  fahren ein weiterer Vorteil erreicht, dass die bisher not  wendige sogenannte Schonung, das ist der zusätzliche  Raum, der den Volumenverlust beim alten     Schlicker-          giessverfahen    auszugleichen hatte, entfällt. Dieser Aus  gleich findet vielmehr im Druckzylinder 28 statt.  



  Nur die Befolgung dieser Regel verhindert die sonst  leicht auftretenden bekannten Fehler. Wird von Anbe  ginn der auf den     Schlicker    wirkende Druck auf volle  Höhe     ,gebracht,    so     entstehen    leicht     Inhomogenitäten    im  Formling, die zu ungleichen Wandstärken und unter  schiedlicher Dichte in der Masse führen. Ausserdem  wird die Saugform leichter zerstörenden Kräften aus  gesetzt.  



  Das Anpassen der anzuwendenden Drücke ergibt  noch den weiteren Vorteil, dass mehrschichtige     Form-          linge    hergestellt werden können. So können     beispiels-          weise    zunächst eine     Glasunschicht    und     danach    die  eigentliche Masse des Formlings gebildet und eine innige  Bindung zwischen diesen erzielt werden. Der Formling  kann unter Vermeidung der sonst auftretenden Störun  gen, wie sie bei trockenen Formen zu schlechten Ver  bindungen und Abplatzen führen, seine     Glasurschicht     in inniger Bindung erhalten und bereits mit der Aus  senglasur in einem Arbeitsgang hergestellt werden.  



  Dieses Verfahren gestattet die Steigerung zu beson  ders hohen Drücken, wie sie beim Giessen z. B. von  Isolatoren für die Elektroindustrie,     Sanitärkeramik    oder  dgl. mit hohen Wandstärken erforderlich sind.  



  In weiterer Ausgestaltung des Verfahrens wird nach  Beendigung des Giessvorganges und Entfernen des rest  lichen     Schlickers    aus dem Formling das Herauslösen des  Formlings aus der Saugform dadurch wesentlich er  leichtert, dass nunmehr Wasser oder ein anderes Lö  sungsmittel von aussen durch die Filterform gedrückt  wird. Hierdurch wird die Oberfläche des Formlings ge  schmeidig von der Filterform abgelöst. Dieses Verfah  ren hat sich wegen der Anwendbarkeit besonders hoher  Enddrücke sehr bewährt.  



  Bei diesem darf     die    Filterform     nicht        getrocknet    wer  den. Auch beim ersten Guss- oder Pressvorgang muss  die Filterform vollständig mit dem Lösungsmittel ge  tränkt sein.  



  Diese     Vorschrift        bringt        weitere        grosse        Kostensen-          kungen    mit sich, da keinerlei Zeitverlust durch den  meist langwierigen     Trocknungsvorgang,    der ausserdem  Heizenergie erforderte, eintritt. Der nächste     Giessvor-          gang    kann mit derselben Form unmittelbar angeschlos  sen werden. Man braucht deshalb selbst für ein     grösse-          res    Programm nur noch wenige Formen.

   Die grossen  Räume zum Trocknen und Bevorraten eines umfang  reichen     Formenparks    werden nicht mehr benötigt und  grosse     Investitions-    und Arbeitskosten eingespart.  



  Die Formkörper werden     vorteilhafterweise    selbst ge  gossen, indem selbstaushärtende, den Formkörper bil  dende Stoffe, vorzugsweise Zement, mit porenfüllenden  und     in        sich        porösen        Stoffen,        vorzugsweise        Kieselgar,    zu  einer giessfähigen, wässerigen Emulsion     vermischt    wer  den. Je komplizierter die zu giessende Form ist, desto  dünnflüssiger muss die Emulsion sein und desto grösser  ist die Gefahr einer Entmischung.

        In dem gewählten Beispiel von Zement mit Kiesel  gur wird letztere infolge ihres sehr geringen spezifischen  Gewichtes     in    der Emulsion schnell nach oben getrieben,  da der     Abbindungsprozess    des Zements erst später eine  grössere Dickflüssigkeit erreicht. Diese Verzögerung ist  zu gross, um eine gleichmässige Porenbildung über die  ganze Form zu gewährleisten.  



  Um diese schädliche Entmischung zu verhindern,  werden der Emulsion solche Mittel zugesetzt, die ein  schnelles Eindicken nach dem Guss bewirken, wenn die  Emulsion Stoffe sehr unterschiedlicher spezifischer Ge  wichte enthält.  



  Wird beispielsweise     anstelle    von     Kieselgur    ein Pulver  von     Sintermetall    verwendet, wo wird dieses auf Grund  eines höheren     spezifischen        Gewichts    bestrebt sein, sich  am Boden abzusetzen.  



  Am geringsten ist die     Entmischungsgefahr,    wenn  z. B. Stoffe annähernd gleiche spezifische Gewichte, z. B.       kleinkörnige        Sinterkeramik,    dem Zement     zugeführt    wer  den.    Für jede Sonderheit der Form, die sich nach der  Gestalt des keramischen Körpers, seiner     Scherbenstärke,     z. B. bei     Elektro-    oder     Sanitärkerarnik    richtet, lassen  sich empirisch günstige Zusammensetzungen und Be  dingungen in einem weiten Bereich ermitteln.  



       Portland-Zement    z. B. ergibt gegenüber     Tonerde-          Zement    die Vorteile sehr feiner und harter Oberflächen  und ein schnelleres Abbinden. Man kann deshalb je  nach den Erfordernissen als Hauptbestandteil     Portland-          Zement    mit geringen Zusätzen von     Portland-Zement     verwenden.

   Versuche haben ergeben,     dass    sich     Tonerde-          Zement    mit geringen Zusätzen von     Portland    Zement  verwenden.     rversuche    haben ergeben, dass sich     Tonerde-          Zement    besonders gut zur Erzielung der gewünschten       Porosität    eignet und dass eine     schnellere    Dickflüssigkeit  erzielt werden kann. Beide Extreme tragen     wesentlich     dazu bei, dass die Mischungen mit     Kieselgur    schnell  dickflüssig werden und eine Entmischung hintanhalten.  



  Von besonderem Vorteil ist eine geringe Beifügung  von Bindern, insbesondere von     thixotropen    Stoffen, wie  z. B.     Alginaten,    insbesondere wenn man bei komplizier  ten Formen sehr dünnflüssig, also mit viel Wasserbei  mengung arbeiten will. Hierbei ist die Gefahr besonders  gross, dass die leichte     Kieselgur    sich in den oberen Be  reichen der Form anreichert und die     Gleichmässigkeit     der     Porosität    stört.  



       Alginate    sind bekanntlich     thixotrop.    Sie gewähren  eine schnell eintretende Dickflüssigkeit. Dieser Vorgang  ist reversibel, so dass man den weiteren Vorteil hat, z. B.  bei der Vorratshaltung eine eingedickte Lösung z. B.  durch Stoss wieder dünnflüssig zu machen. Beim Still  stand geliert die Lösung wiederum und verhindert die  Entmischung.  



  Nach dem Abbinden des Zements stören die     Algi-          nate    nicht die     Porosität.    Sie verflüssigen sich unter der  Druckwirkung und lassen sich austreiben.  



  Wenn mehrteilige Formen benötigt werden, ist es  vorteilhaft, die Begrenzungskanten mit einem noch här  teren Material, vorzugsweise mit Leisten oder Streifen  aus     Sintermetall,    zu versehen, dessen offene     Porosität     dem sonstigen     Formenmaterial        entspricht.    Solche Lei  sten oder Streifen können bei der Herstellung der Form  teile bereits in diese eingebettet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Poröser Formkörper für plastische Masse, dadurch gekennzeichnet, dass die Poren (2) des Körpers (1) mit in sich porösen Stoffen (3) angefüllt sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Poröser Formkörper nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der poröse Körper (1) aus Stoffen (4) besteht, die ihm mechanische und erforderli- chenfalls chemische Festigkeit verleihen und dass die po renfüllenden, in sich porösen Stoffe (3) in der der ge wünschten Porosität des Körpers (1) entsprechenden Körnung, Menge und Eigenporosität beigegeben sind. 2.
    Poröser Formkörper nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der poröse Körper (1) aus selbsthärtenden bzw. abbindenden Stoffen (4), z. B. Zement, insbesondere Tonerdezement, oder aushärten den Kunststoffen, insbesondere Duroplasten, besteht, dem porenbildende und porenfüllende in sich poröse Stoffe (3) beigemischt sind. PATENTANSPRUCH 1I Verwendung des porösen Formkörpers nach Pa tentanspruch I in einer Giess- oder Pressvorrichtung, da durch gekennzeichnet, dass der Formkörper (1) ständig mit der für den Formungsvorgang benötigten Flüssig keit gesättigt ist.
    UNTERANSPRÜCHE 3. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zum Formen keramischer Massen die Poren (3) des Formkörpers (6) mit Wasser gefüllt sind. 4. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zum Formen von Kunststoffmassen die Poren (3) des Formkörpers (6) mit Trennmittel ge füllt sind. 5. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass der Körper (1) als Filter, insbeson dere als Tauchform zum Giessen plastischer Masseen, verwendet und mit Lösungsmittel gefüllt ist.
    6. Verwendung nach Patentanspruch 1I als Filter form zum Giessen, insbesondere von keramischen Form- lingen unter Verwendung hydraulischer Drücke, da durch gekennzeichnet, dass die Suspension unter Druck auf die eine Seite (25) der Filterform (23) wirkt, wäh rend die andere Seite (22) der Filterform (23) von dem Lösungsmittel der Suspension badmässig umgeben und einem geringeren Druck ausgesetzt ist. 7.
    Verwendung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die hydraulischen Drücke, die auf die Suspension wirken, anfangs gering sind und mit wachsender Wandstärke des Formlings (24) gesteigert werden. B. Verwendung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die dem Formling (24) abgewandte Seite (22) der in das Lösungsmittel eingetauchten Fil terform (23) unter dem statischen Druck der Flüssig keitssäule des Lösungsmittels steht. 9.
    Verwendung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass der Gegendruck des Lösungsmittels im Raum (22) durch teilweises Schliessen eines Hahnes (35) im Steigrohr (26) heraufgesetzt wird. 10. Verwendung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Giessvorgänge unmittelbar auf einanderfolgen, ohne dass die Filterform (23) getrocknet wird. _ . v. .
    11. Verwendung nach Unteranspruch 6 zur Her stellung mehrschichtiger, insbesondere glasierter Form- linge, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Schicht unter leichtem Druck, die weitere Masse des Formlings unter ständig wachsenden Drücken hergestellt wird. 12. Verwendung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass nach Beendigung des Formvorgan ges das Lösungsmittel in umgekehrter Richtung durch die Filterform (23) unter leichtem Druck bewegt wird zum Zwecke der leichteren Loslösung des Formlings (24) aus der Filterform (23).
    PATENTANSPRUCH III Verfahren zur Herstellung des porösen Formkör pers nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein selbstaushärtender Trägerstoff mit in sich po rösen Stoffen zu einem giessfähigen Gemisch vermischt wird. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch III, dadurch ge kennzeichnet, dass als Trägerstoff Zement und als po röse Stoffe Kieselgur verwendet wird.
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