CH457364A - Verfahren zur Herstellung eines porösen Formkörpers - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines porösen FormkörpersInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung eines porösen Formkörpers Der Patentanspruch I des Hauptpatentes bezieht sich auf einen porösen Formkörper für plastische Masse, der sich dadurch auszeichnet, dass die Poren des Körpers mit in sich porösen Stoffen angefüllt sind. Solche Formen eignen sich insbesondere für die kera mische Industrie.
Der Patentanspruch II bezieht sich auf die Verwen dung oben umschriebenen porösen Formkörpers in einer Giess- oder Pressvorrichtung, wobei der Form körper ständig mit der für den Formungsvorgang benö tigten Flüssigkeit gesättigt ist.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Weiterbildung des im Patentanspruch III umschriebe nen Verfahrens, bei welchem ein selbstaushärtender Trägerstoff mit in sich porösen Stoffen zu einem giess- fähigen Gemisch vermischt wird und ist dadurch ge kennzeichnet, dass das Gemisch mit einem Zusatz von Mitteln versehen wird, die eine Entmischung unterbin den.
Die Formkörper werden vorteilhafterweise selbst gegossen, indem selbstaushärtende, den Formkörper bildende Stoffe, vorzugsweise Zement, mit porenfüllen den und in sich porösen Stoffen, vorzugsweise Kiesel gar zu einer giessfähigen, wässrigen Emulsion ver mischt werden. Je komplizierter die zu giessende Form ist, desto dünnflüssiger muss die Emulsion sein und desto grösser ist die Gefahr einer Entmischung.
In dem gewählten Beispiel von Zement mit Kiesel gar wird letztere infolge ihres sehr geringen spezifi schen Gewichts in der Emulsion schnell nach oben ge trieben, da der Abbindungsprozess des Zements erst später eine grössere Dickflüssigkeit erreicht. Diese Ver zögerung ist zu gross, um eine gleichmässige Porenbil dung über die ganze Form zu gewährleisten.
Um diese schädliche Entmischung zu verhindern, werden der Emulsion solche Mittel zugesetzt, die ein schnelles Einsdicken mach dem Guss bewirken, wenn die Emulsion Stoffe sehr unterschiedlicher spezifischer Gewichte enthält. Wird beispielsweise anstelle von Kieselgar ein Pul ver von Sintermetall verwendet, so wird dieses auf Grund seines höheren spezifischen Gewichts bestrebt sein, sich am Boden abzusetzen.
Am geringsten ist die Entmischungsgefahr, wenn z. B. Stoffe annähernd gleicher spezifischer Gewichte, z. B. kleinkörnige Sinterkeramik dem Zement zugefügt werden.
Für jede Sonderheit der Form, die sich nach der Gestalt des keramischen Körpers, seiner Scherben stärke, z. B. bei Elektro- oder Sanitärkeramik richtet, lassen sich empirisch günstige Zusammensetzungen und Bedingungen in einem weiten Bereich ermitteln.
Portland-Zement z. B. ergibt gegenüber Tonerde- Zement die Vorteile sehr feiner und harter Oberflä chen und ein schnelleres Abbinden.
Man kann deshalb je nach den Erfordernissen als Hauptbestandteil Port land-Zement wählen und geringe Mengen Tonerde- Zement hinzufügen oder umgekehrt verfahren und Tonerde Zement mit geringen Zusätzen von Portland- Zement verwenden.
Versuche haben ergeben, dass sich Tonerde-Zement besonders gut zur Erzielung der ge- wünschten Porosität eignet und dass eine schnellere Dickflüssigkeit erzielt werden kann. Beide Extreme tra gen wesentlich dazu bei, dass die Mischungen mit Kie selgar schnell dickflüssig werden und eine Entmischung hintanhalten.
Von besonderem Vorteil ist eine geringe Beifügung von Bindern, insbesondere von thixotropen Stoffen wie z. B. Alginaten, insbesondere wenn man bei kom- plizierten Formen sehr dünnflüssig, also mit viel Was serbeimengung arbeiten will. Hierbei ist die Gefahr be sonders gross,
dass die leichte Kieselgar sich in den oberen Bereichen der Form anreichert und die Gleich- mässigkeit der Porosität stört.
Alginaroe sind bekanntlich thixotrop. Sie gewähren eine schnell eintretende Dickflüssigkeit. Dieser Vor gang ist reversibel, so dass man den weiteren Vorteil hat, z. B. bei der Vorratshaltung eine eingedickte Lösung z. B. durch Stoss wieder dünnflüssig zu machen. Beim Stillstand geliert die Lösung wiederum und verhindert die Entmischung.
Nach dem Abbinden des Zements stören die Algi- nate nicht die Porosität. Sie verflüssigen sich unter der Druckwirkung und lassen sich austreiben.
Wenn mehrteilige Formen benötigt werden, ist es vorteilhaft, die Begrenzungskanten mit einem noch härteren Material, vorzugsweise mit Leisten oder Strei fen aus Sintermetall zu versehen, dessen offene Porosi- tät dem sonstigen Formenmaterial entspricht. Solche Leisten oder Streifen können bei der Herstellung der Formteile bereits in diese eingebettet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines porösen Formkör pers für plastische Masse, dessen Poren mit in sich porösen Stoffen angefüllt sind, wobei ein selbstaushär tender Trägerstoff mit in sich porösen Stoffen zu einem giessfähigen Gemisch vermischt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch mit einem Zusatz von Mitteln versehen wird, die eine Entmischung un terbinden.UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass dem giessfähigen Gemisch ein ge ringer Zusatz von thixotropen Stoffen, insbesondere Alginaten, beigegeben wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Trägerstoff Porbland Zement mit einem Zusatz von wenigen Prozenten Tonerde-Zement verwendet wird.3. Verfahren mach .Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass als Trägerstoff Tonerde-Zement mit einem Zusatz von wenigen Prozenten Pordand-Zement verwendet wird.4. Verfahren nach Patentanspruch, zur Herstellung einer Form mit Kantenschutz, dadurch gekennzeichnet, dass Leisten oder Streifen aus Sintermetall, vorzugs weise bei der Herstellung der Form in diese einge bracht werden.
Priority Applications (1)
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1967
- 1967-06-12 CH CH826367A patent/CH457364A/de unknown
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