CH451179A - Verfahren zur Herstellung neuer Ketone der Lysergsäurereihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Ketone der Lysergsäurereihe

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CH451179A
CH451179A CH1471064A CH1471064A CH451179A CH 451179 A CH451179 A CH 451179A CH 1471064 A CH1471064 A CH 1471064A CH 1471064 A CH1471064 A CH 1471064A CH 451179 A CH451179 A CH 451179A
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CH
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general formula
acid series
carbon atoms
lysergic acid
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CH1471064A
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English (en)
Inventor
Franz Dr Troxler
Original Assignee
Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D457/00Heterocyclic compounds containing indolo [4, 3-f, g] quinoline ring systems, e.g. derivatives of ergoline, of the formula:, e.g. lysergic acid
    • C07D457/02Heterocyclic compounds containing indolo [4, 3-f, g] quinoline ring systems, e.g. derivatives of ergoline, of the formula:, e.g. lysergic acid with hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, attached in position 8

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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung neuer Ketone der Lysergsäurereihe
Es wurde gefunden, dass man zu neuen Ketonen der Lysergsäurereihe der allgemeinen Formel I (siehe Formelblatt), worin   Rt    Wasserstoff, eine Alkylgruppe mit 1-5 Kohlenstoffatomen oder eine Aralkylgruppe mit 7-9 Kohlenstoffatomen und R2 eine gegebenenfalls durch Alkyl- oder Alkoxygruppen substituierte monocyclische Arylgruppe bedeuten und xy für die Gruppierung
EMI1.1     
 steht, gelangen kann, indem man Verbindungen der allgemeinen Formel II, worin R1 und    xy obige Bedeutung besitzen und ;

   R3 und R4 Wasserstoff,    oder eine Alkylgruppe mit 1-5 Kohlenstoffatomen bedeuten, oder mit dem Stickstoffatom zusammen eine   Pyrrolidin-,      PiperidXin-oder      Morphoiinring    bilden, mit metallorganischen Verbindungen der allgemeinen Formel III, worin R2 obige Bedeutung hat und Me Lithium oder einen   Halogenmagnesiumrest,    worin Halogen für Chlor, Brom oder Jod steht, bedeutet, umsetzt und den   erhaltenen    Komplex   hydrolysiert.   



   Als Verbindungen der allgemeinen Formel III eigmel III, worin R2 obige Bedeutung hat und Me Lithium oder einen Halogenmagnesiumrest, worin Haloz. B. Phenyl-magnesium-bromid.



   Die Ausführung des Verfahrens gestaltet sich beispielsweise wie folgt: Man versetzt die Lösung eines   Lysergsäure-Derivates    der allgemeinen Formel II in einem inerten organischen Lösungsmittel, wie z. B.



  Benzol oder Äther, mit einer Lösung einer Verbindung der allgemeinen Formel III im gleichen oder in einem verschiedenen organischen Lösungsmittel (z. B. Äther oder Tetrahydrofuran) und lässt die Mischung eine Zeit lang bei Raumtemperatur stehen. Anschliessend wird mit Wasser zersetzt und die organische Schicht abgetrennt. Nach Trocknung der organischen Phase mit Natriumsulfat oder Pottasche wird das Lösungsmittel abgedampft und der Rückstand nach bekannten Methoden durch Kristallisation   undltoder    Chromatographie an Aluminiumoxyd gereinigt. Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten neuen Ketone der Lysergsäure-Reihe sind bei Zimmertemperatur meist leicht kristallisierende Substanzen und bilden mit anor  ganischen    oder organischen Säuren Salze.



   Mit dem   Keller' schen    Farbreagens (Eisen-(III)chlorid enthaltender Eisessig und konz. Schwefelsäure) geben sie eine von der Art des Substituenten   Rt    abhängige charakteristische Färbung.



   Die erfindungsgemäss erhaltenen neuen Ketone der Lysergsäure-Reihe wirken sedativ auf motorische und psychische Funktionen und beeinflussen den Tonus der   Gefässe.   



   Die Erfindung   umfasst    auch die Herstellung von Salzen der neuen Verbindungen. Solche Salze sind z. B. diejenigen mit anorganischen Säuren, wie Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure oder Schwefelsäure, oder mit organischen Säuren, wie Fumarsäure, Maleinsäure, Weinsäure, Methansulfonsäure etc.



   Die neuen Verbindungen können als Arzneimittel allein   oder    in entsprechenden Arzneiformen für enterale oder parenterale Verabreichung verwendet werden. Zwecks Herstellung geeigneter Arzneiformen werden diese mit anorganischen oder organischen, pharmakologisch indifferenten Hilfsstoffen verarbeitet. Als   Hiifsstoffe    werden verwendet z. B. für Tabletten und Dragees: Milchzucker, Stärke, Talk,
Stearinsäure usw. für Sirupe : Rohrzucker-, Invertzucker-,
Glucoselösungen u. a.  für Injektionspräparate: Wasser, Alkohole, Glycerin, pflanzliche Öle und dergl. für   Suppositorien :    Natürliche oder gehärtete  Öle und Wachse u. a. mehr.



  Zudem können die Zubereitungen geeignete Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netzmittel, Lösungsvermittler, Süss- und Farbstoffe, Aromantien usw. enthalten.



   Im nachfolgenden Beispiel, das die Ausführung des Verfahrens erläutert, den Umfang der Erfindung aber in keiner Weise einschränken soll, erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden. Die Schmelzpunkte sind unkorrigiert.
EMI2.1     




   Beispiel
6-Methyl-8-benzoyl-ergolin    Eine Lösung von 0,2 g 9, 1O-DihydroI-lysergsäure-    piperidid in 50 ccm siedendem Benzol wird mit 2 ccm einer frisch bereiteten ätherischen Li-phenyl-Lösung, von der 1 com 2,9 ccm 0,2 n HCI auf Methylrot verbraucht, versetzt, wobei sich eine weisse gallertige Fällung ausscheidet. Nach   1 1/2    Stunden Stehen bei Raumtemperatur schüttelt man zwischen Natronlauge und Chloroform aus. Die organische Phase wird über Natriumsulfat getrocknet, das Lösungsmittel abgedampft und der Rückstand an einer Säule von 20g Aluminiumoxyd chromatographiert, wobei das 6-Methyl-8-benzoyl-ergolin mit absolutem Chloroform ins Filtrat gewaschen wird.

   Aus Aceton kristallisiert das   6-Methyl-8-benzoyl-ergolin    in   schiffchenförmigen    Blättchen vom Smp.   220-2210    aus.   [a] D20      = 1200    (c = 0,5 in Pyridin).



   Keller'sche Farbreaktion: violettstichig blau.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Ketone der Lysergsäure-Reihe der allgemeinen Formel I, worin R1 Wasserstoff, eine Alkylgruppe mit 1-5 Kohlenstoffatomen oder eine Aralkylgruppe mit 7-9 Kohlenstoffatomen und R2 eine gegebenenfalls durch Alkyl- oder Alkoxygruppen substituierte monocyclische Arylgruppe bedeuten und xy für die Gruppierung EMI2.2 steht, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der allgemeinen Formel II, worin Rt und xy obige Bedeutung besitzen und R3 und R4 Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1-5 Kohlenstoffatomen bedeuten, oder mit dem Stickstoffatom zusammen einen Pyrrolidin-, Piperidin- oder Morpholinring bilden, mit metallorganischen Verbindungen der allgemeinen Formel III,
    worin R2 obige Bedeutung hat und Me Lithium oder einen Halogenmagnesiumrest, worin Halogen für Chlor, Brom oder Jod steht, bedeutet, umsetzt und den erhaltenen Komplex hydrolysiert.
CH1471064A 1964-11-13 1964-11-13 Verfahren zur Herstellung neuer Ketone der Lysergsäurereihe CH451179A (de)

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