CH451359A - Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe

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CH451359A
CH451359A CH1506364A CH1506364A CH451359A CH 451359 A CH451359 A CH 451359A CH 1506364 A CH1506364 A CH 1506364A CH 1506364 A CH1506364 A CH 1506364A CH 451359 A CH451359 A CH 451359A
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CH1506364A
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Wilhelm Dr Liechti Hans
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/44Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/78Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring with other reactive groups
    • C09B62/82Azo dyes

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description


  Verfahren     zur    Herstellung neuer Farbstoffe    Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein Verfahren       zur    Herstellung neuer, wertvoller organischer Farb  stoffe, die den Rest einer     m-Nitrobenzolcarbonsäure     oder insbesondere einer     m-Nitrobenzolsulfonsäure    auf  weisen, der in o- oder,     p-Stellung    zur     Nitrogruppe    eine       niedrigmolekulare        Alkoxygruppe    oder vorzugsweise ein       Halogenatum    trägt.

   Sie bezieht sich sowohl auf die  Herstellung wasserlöslicher als auch wasserunlöslicher  Farbstoffe     dieser    Art, die den erwähnten Rest einmal  oder mehrmals enthalten können; der angegebene Rest  kann an das     Farbstoffmolekül    durch die -CO- bzw.       -S02-Gruppe    direkt, durch ein Sauerstoff- oder Schwe  felatom oder über ein     Brückenglied,    z. B. zweckmässig  ein Stickstoffatom, gebunden sein. Dieses Stickstoff  atom kann weiterhin durch einen     aliphatischen,        cycloa-          liphatischen,        araliphatischen    oder aromatischen Rest  substituiert sein.

   Besonders wertvoll sind die Farbstoffe  der vorliegenden Erfindung, die mindestens eine  Gruppe der Formel  
EMI0001.0019     
    enthalten, worin n eine     ganze    Zahl im Werte von  höchstens 4, Y ein Wasserstoffatom oder eine     Nitro-          gruppe,    eines der beiden X ein Wasserstoffatom und  das andere X ein Halogenatom, insbesondere ein  Fluor- oder Chloratom bedeuten.  



  Neben einer Gruppe dieser Art,     welche    gegebenen  falls über einen     Alkylenrest,    vorzugsweise aber an  einen aromatischen Ring des     Farbstoffmoleküles    ge  bunden ist, können die     erfindungsgemässen    Farbstoffe  mindestens eine saure,     wasserlöslichmachende    Gruppe,  z.

   B. eine gegebenenfalls     acylierte        Sulfonsäureamid-          gruppe,    eine     Methylsulfongruppe,    eine     HO3S0-          Gxuppe,        eine    oder mit     Vorteil.    mehr als eine ioni-         sterte,    stark saure,     wasserlöslichmachende    Gruppe, wie  eine     Carboxyl-    oder eine     Sulfonsäuregruppe    enthalten..

    Sie können auch weitere, insbesondere     nichtwasserlös-          lichmachende        Substituenten,    wie Halogenatome,       Nitro-,        Acylamino-,        Alkyl-    oder     Alkoxygruppen    auf  weisen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man durch Kupplung Farbstoff  komponenten miteinander vereinigt, von dienen minde  stens eine dien Rest einer     m-Nitrobenzolcarbon-    oder       -sulfonsäure    aufweist, der in o- oder     p-Stellung    zur  Nitrogruppe eine     niedrigmolekulare        Alkoxygruppe,    ins  besondere eine     Methoxygruppe,    oder vorzugsweise ein  Halogenatom träg.. Derartige     Farbstoffkomponenten     können nach an sich bekannten Methoden, z. B. durch  Kondensation oder durch     Acylieren    geeigneter Verbin  dungen mit einem     Halogenid,    z.

   B. dem Chlorid, einer  der folgenden Säuren     hergestellt    werden:  2,6- und     2,5-Dichlor-3-nitrobenzoesäure,          3,5-Dinitro-2-chlorbenzoesäure,          3,5-Dinitro-2-brom-4-methylbenzoesäure,          2,4,6-Trichlor-3-nitrobenzoesäure,          4-Chlor-    oder     4-Brom-3-nitrobenzoesäure,          6-Chlor-3-nitrobenzol-l-sulfons@äure,          4-Chlor-3-nitrobenzol    1     -sulfonsäure,          4-Fluor-3-nitrobenzol-l-sulfonsäure,          6-Chlor-3-nitrobenzol-l-sulfonsäure,          4,

  6-Dichlor-3n-nitrobenzol-l-sulfonsäure,          4,5-Dichlor-3-nitrobenzol-l-sulfonsäure,          4-Chlor-3,5-dinitrobenzol-1-sulfonsäure,          2-Chlor-3,5-dinitrobenzol-l-sulfonsäure.     



  Für diesen Zweck geeignete Verbindungen sind  z. B. Monoamine, die neben der umzusetzenden     Ami-          nogruppe    einen in eine     diazotierbare        Aminogruppe          überführbaren        Substituenten    aufweisen, aromatische       Oxyamine    und insbesondere Diamine, die     monoacyliert     werden.

   Zu einer solchen     Monoacylierung    sind die aro  matischen Diamine besonders     geeignet,    die in     o-Stel-          lun,g    zu einer     Aminogruppe    einen     negativierenden        Sub-          stituenten,    z. B. eine     Sulfonsäure-,    eine Carbonsäure-           gruppe    oder ein Chloratom aufweisen.

   Als Kupplungs  komponenten sind Verbindungen zu erwähnen, die  neben einer kupplungsbedingenden     Amino-    oder     Oxy-          gruppe,    bzw. einer     Ketomethylengruppe,    eine     acylier-          bare        Aminogruppe    oder einen nach der Kupplung in  eine derartige     Aminogruppe        überführbaren        Substituen-          ten    aufweisen, wie z.

   B.     Aminonaphtholsulfonsäuren,          Aminophenyl-5-pyrazolone,    die in     4-Stellung    kuppeln  können,     usw.     



  Als Beispiele von durch     Acylierung    mit den er  wähnten     Säurehalogeniden    erhältlichen, gemäss vorlie  gendem Verfahren verwendbaren     Diazo-    und Kupp  lungskomponenten seien die     folgenden    erwähnt:

           Diazokomponenten     Die aus einem der     erwähntenSäurehalogenide    und  2,5- oder     2,4-Diaminobenzol-l-sulfonsäure,        2,4-Diami-          nobenzoesäure,    2,4- oder     2,5-Diaminobenzol    erhältli  chen     Monoacylderivate,    ferner     3'-Nitro-4'-chlor-l-ami-          nodiphenylsulfon,    3',     5'-Dinitro-4'-chlor-l-aminodi-          phenylsulfon,    3- oder     4-(3'-Nitro-4'-    oder     -6'-chlor-          benzol-1'sulfonyloxy)-1-aminobenzol,

      sowie die ent  sprechenden Verbindungen, die den Rest der     3,5-Dini-          tro-2-    oder     -4-chlorbenzol-l-sulfonsäur    aufwiesen;  <I>Kupplungskomponenten</I>  3- und 4-(4'- oder     6'-Chlor-3'-nitrobenzolsulfonylami-          no)-phenol,     3-(4'- oder     6'-Chlor-3'-nitrobenzolsulfonylamino)-ani-          lin,     3- und 4-(4'- oder     6'-Chlor-3',5'-dinitrobenzolsulfonyl-          amino)-phenol,     3-(4'- oder     6'-Chlor-3',5'-dinitrobenzolsulfonylamino)-          1-aminobenzol,     3-(4'- oder     6'-Chlor-3',

  5'-dinitrobenzolsulfonyloxy)-          1-aminobenzol,     3-(4'- oder     6'-Chlor-3',5'-dinitrobenzolsulfonyloxy)-          1-dialkylaminobenzol,     3-(4'-     oder        6'-Chlor-3'-nitrobenzolsulfonylamino)-1-di-          alkyl-aminobenzol,          1-[m-    oder p-(4'- oder     6'-Chlor-3'-nitrobenzolsulfonyl-          amino)-phenyl]-3-methyl-    oder       -3-carboxy        5-pyrazolon,     1-(4'- oder     6'-Chlor-3-nitrobenzolsulfonylamino)-          7-oxynaphthalin,

       1-(4'- oder     6'-Chlor-3-nitrobenzolsulfonylamino)-          8-oxynaphthalin-3,6-        oder        -4,6-disulfonsäure    und  die entsprechenden 4- oder     6-Chlor-3-nitro-    oder       -3,5-dinitrobenzol-l-sulfonyl-derivate    der       2-Amino-5-oxymaphthalin-7-sulfonsäure,     der     2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure,     der     2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure,     der     2,N-Methylamino-5-oxynaphthalin-7-sulfon-          säure,    der     2-Amino-5-oxynaphthalin        1,

  7-disulfon-          säure,        1-Amino-8-oxynaphthalin-4-sulfonsäure,     sowie die Verbindungen der     Formeln     
EMI0002.0076     
  
EMI0002.0077     
    worin X einen 4-     oder        6-Chlor-3-nitro-    oder     -3,5-di-          nitrobenzolsulfonylrest    darstellt.  



  Die     Acylierung    der als     Farbstoffkomponenten,     z. B. als     Diazo-    und Kupplungskomponenten verwend  baren Verbindungen     führt    man zweckmässig in Gegen  wart säurebindender Mittel, wie     Natriumacetat,        Natri-          umhydroxyd    oder     -carbonat    und unter relativ milden  Bedingungen, z. B. in organischen Lösungsmitteln oder  bei relativ tiefen Temperaturen in wässerigem Mittel  aus.  



  Die erfindungsgemässen Farbstoffe sind neu. Sie  eignen sich zum Färben und Bedrucken der verschie  densten Materialien, wie Wolle, Seide,     Superpolyamid-          und        Superpolyurethanfasern,    sowie     polyhydroxylierter     Materialien faseriger Struktur, wie     cellulosehaltiger     Stoffe, und zwar sowohl synthetischer Fasern, z. B. aus  regenerierter     Cellulose    als auch natürlicher Materi  alien, z. B. Leinen oder vor allem Baumwolle.

   Die  wasserlöslichen Farbstoffe eignen sich zum Färben  nach der sogenannten     Direktfärbemethode    und auch  nach dem     Druck-    oder nach dem     Foulardierfärbever-          fahren.    Sie können auf die zu färbende Ware durch  Alkali-- und Wärmebehandlung, z. B. durch Dämpfen,  chemisch fixiert werden. Diejenigen Farbstoffe, die in  Wasser wenig bis nicht löslich sind, können, wie die  sog.     Dispersionsfarbstoffe,    zum Färben von künstli  chen Textilmaterialien, z. B. aus     Celluloseester    - und       -ätherderivaten    oder aus Superpolyamiden und Super  polyestern verwendet werden.  



  Bei der chemischen Fixierung auf     Cellulose    und  stickstoffhaltigen Textilmaterialien zeigen die erfin  dungsgemässen Farbstoffe eine unterschiedliche Reak  tionsfähigkeit; so fixieren sich z. B. die Farbstoffe, die  den angegebenen Rest einer     m-Nitrobenzolsulfonsäure     enthalten, bereits aus schwach saurem Bade auf Nylon  und anderen     Superpolyamidfasern,    während zur Fixie  rung der entsprechenden     m-Nitrobenzoesäurederivate     eine Nachbehandlung mit z. B.     Natriumcarbonat    nötig  ist.

   Anderseits ist -eine     .höhere        .Reaktionsfähigkeit.-der              Dinitroderivate    gegenüber den entsprechenden Mono  nitrod.erivaten feststellbar, gleichgültig ob sie zweimal  den Rest     einer        Mononitrobenzolcarbon-    oder     -sulfon-          säure    mit     einem    Halogenatom in o- oder     p-Stellung    zur       m-ständigen    Nitrogruppe oder ob sie nur einmal den  entsprechenden Rest einer     dinitrierten    Säure aufweisen.  



  Die mit den erfindungsgemässen Farbstoffen auf       cellulosehaltigen    Fasern erhältlichen Färbungen zeich  nen sich in der Regel durch die Reinheit ihrer Farb  töne, durch     eine    gute Lichtechtheit und vor allem  durch hervorragende     Nassechtheiten    aus.  



  Auf stickstoffhaltige Textilmaterialien, wie Leder,  Seide und vor allem Wolle, sowie Superpolyamid- oder       Supierpolyurethanfasern        können    die     erfindungsgemäs-          sen,    wasserlöslichen Farbstoffe aus schwach     alkali-          schem,    neutralem oder saurem Bade, z. B. aus essig  saurem Bade appliziert werden. Die so auf Wolle er  haltenen Färbungen sind ausgezeichnet wasch- und       walkecht.     



  Zwecks Stabilisierung können den     erfindungsge-          mässen    Farbstoffen Puffermittel als     Coupagemittel    zu  gesetzt werden; als     solche    kommen z. B.     Borate    oder  Phosphate, z. B. Gemische von Mono- und     Dinatrium-          phosphat,    in Betracht.  



  Im nachfolgenden Beispiel bedeuten die Teile,       sofern    nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile,  die Prozente Gewichtsprozente,     und    die Temperaturen  sind in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel</I>  29,15 Teile     1-Amino-4-(4'-chlor-3'-nitro-benzoyl)-          aminobenzol    werden wie üblich     diazotiert.    Die     Diazo-          verbindung    wird bei 5 bis 10  mit einer     natriumcarbo-          natalkalischen    Lösung von 10,8 Teilen     1-Oxy-4-me-          thylbenzoI    vereinigt.

   Die Kupplung erfolgt sofort und  der Farbstoff     fällt    vollständig aus. Er wird     abfiltriert,     mit Wasser bis zur neutralen Reaktion gewaschen und  im Vakuum bei 30 bis 40  getrocknet.  



  Der neue wasserunlösliche Farbstoff ist ein gelbes  Pulver, das in feiner     Verteilung        Acetatseide,        Triacetat-          seide    und Polyesterfasern in gelben Tönen anfärbt.  Ganz besonders wertvoll ist der neue Farbstoff jedoch  zum Färben von     Polyamidfasern,    auf welchen er, nach  der     untenstehenden    Färbevorschrift gefärbt, mit ausge  zeichneten     Nassechtheiten    fixiert ist.  



  Verwendet man anstelle von     1-Oxy-4-methylbenzol     als Kupplungskomponente     1-Oxy-4-phenylbenzol    oder       1-Oxy-4-cyclohexylbenzol,    so gelangt man zu Farbstof  fen mit denselben     hervorragenden    Eigenschaften; eben  falls erhält man einen Farbstoff mit ähnlichen Eigen  schaften,     wenn    man anstelle von     1-Amino-4-(4'-chlor-          3'-nitrobenzoyl)-aminobenzol    als     Diazokomponente          1-Amino-4-(4'-chlor-3'-nitro-benzol-1'-sulfonyl)-ami-          nobenzol    verwendet.  



  <I>Färbevorschrift</I>  1 Teil des so erhaltenden     Farbstoffes    wird mit 2       Teilen        einer        50%igen        wässrigen        Lösung        von        Sulfitcel-          luloseablauge    nass vermahlen und getrocknet.  



  Dieses     Farbstoffpräparat    wird mit 40 Teilen einer       10%igen        wässerigen        Lösung        eines        Kondensationspro-          duktes    aus     Octadecylalkohol    mit 20     Mol        Äthylenoxyd     verrührt. Durch Verdünnen mit Wasser wird daraus  ein Färbebad von 4000 Teilen bereitet, das einen       pH-Wert    von 7 aufweist.  



  In dieses Bad geht man bei 40  mit 100 Teilen  eines handelsüblichen Nylongarns ein, steigert die    Temperatur innert 30 Minuten auf 90 bis 95      und     färbt dort während 30 Minuten in neutralem Medium.  Dann wird der     pH-Wert    des Bades mittels     Natriumcar-          bonat    auf 10 bis 10,5 gestellt und eine Stunde kochend  weitergefärbt.  



  Anschliessend wird gespült und 30 Minuten bei  70  in einem Bade, welches 1 Teil     Natriumcarbonat    in  1000 Teilen enthält, geseift und dann getrocknet. Man  erhält so eine brillante gelbe Färbung, welche eine aus  gezeichnete Waschechtheit aufweist. Die Färbung  widersteht auch einer Behandlung mit organischen       Lösungsmitteln.     



  Anstelle von     Natriumcarbonat    können auch     Natri-          umhydroxyd    oder beliebige andere, dazu geeignete  Alkalien zur Einstellung des     pH-Wertes    des Färbeba  des Verwendung finde.  



  Zu ebenso nassechten Färbungen gelangt man,  wenn nach dem     Hochtemperaturverfahren,    z. B. bei  120 bis 130 , gefärbt wird.  



  Ebenfalls sehr waschechte Färbungen erzielt man,  wenn das Färbegut nach dem Färben auf 160 bis 230   erhitzt und dann geseift wird.         Foulard   <I>f</I>     ärbemethode     2 Teile des gemäss Beispiel erhaltenen Farbstoffes  werden in 100 Teilen Wasser gelöst.  



  Mit dieser Lösung imprägniert man am     Foulard    ein  Baumwollgewebe und quetscht die überschüssige     Flüs-          sigkeit        so        ab,        dass        der        Stoff        75        %        seines        Gewichtes        an          Farbstofflösung    zurückhält.  



  Die so imprägnierte Ware wird getrocknet, dann  bei Zimmertemperatur mit einer Lösung imprägniert,  die pro Liter 10 g     Natriumhydroxyd    und 300 g     Natri-          umchlorid        enthält,        auf        75        %        Flüssigkeitszunahme        abge-          quetscht    und während 60 Sekunden bei 100 bis 101        gedämpft.        Dann        wird        gespült,        in        0,

  5%iger        Natriumbi-          carbonatlösung        behandelt,    gespült, während einer Vier  telstunde in einer     0,30,ioigen    Lösung eines     ionenfreien     Waschmittels bei Kochtemperatur geseift, gespült und  getrocknet.  



  ES resultiert eine gelbe, kochecht fixierte Färbung.  <I>Wollfärbung aus schwach saurem Bade</I>  Man löst 2 Teile des gemäss Beispiel erhältlichen  Farbstoffes in 4000 Teilen Wasser, setzt 10 Teile kri  stallisiertes Natriumsulfat zu und geht mit 100 Teilen  gut genetzter Wolle bei 40 bis 50  in das so erhaltene       Färbebad        ein.        Alsdann        gibt        man    2     Teile        40%ige        Essig-          säure    zu, treibt     innert    einer halben Stunde zum Kochen  und färbt     3/4    Stunden kochend.

       Zuletzt    wird .die Wolle  mit kaltem Wasser gespült und getrocknet. Die Wolle  ist in waschechten gelben     Tönen    von guter Lichtecht  heit gefärbt.  



       Druckvorschrift     2 Teile des nach Beispiel erhaltenen Farbstoffes  werden, mit 20 Teilen Harnstoff     vermischt,    in 28     Tei-          len        Wasser        gelöst        und        in        40        Teile        einer        5%igen        Natri-          umalginatverdickung    eingerührt.

   Dann fügt man: noch       10        Teile        einer        10%igen        Natriumcarbonatlösung        zu.     



  Mit dieser     Druckfarbe    bedruckt man ein  Baumwollgewebe auf einer     Rouleaudruckmaschine,     trocknet und     dämpft    den erhaltenen Druck     während    8  Minuten bei 100  im gesättigten Dampf. Dann, wird  das bedruckte Gewebe in kaltem und heissem Wasser  gründlich gespült und getrocknet.           Thennofixierfärbeverfahren     3 Teile des gemäss Beispiel erhaltenen Farbstoffes  und 2 Teile     Natriumcarbonat    werden in 25 Teilen       Harnstoff    und 75 Teilen Wasser gelöst.

   Mit dieser  Lösung imprägniert man ein Baumwollgewebe,       quetscht    auf 75     l'r'o    Gewichtszunahme ab und trocknet  bei 80 .  



  Dann unterwirft man den Stoff einer trockenen  Hitze von l40  während 6 Minuten, spült und seift bei  Kochtemperatur. Es resultiert eine gelbe, kochechte  Färbung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung organischer Azofarb- stoffe, die den Rest einer m-Nitrobenzolcarbonsäure oder einer m-Nitrobenzolsulfonsäure, der in o- oder p-Stel- lung zur Nitrogruppe eine niedrigmolekulare Alkoxy- gruppe oder ein Halogenatom trägt, enthalten, dadurch gekennzeichnet,
    dass man durch Kupplung Farbstoff- komponenten miteinander vereinigt, von denen minde stens eine den obgenannten Rest aufweist.
CH1506364A 1959-12-02 1959-12-02 Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe CH451359A (de)

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