CH451663A - Verfahren zur Herstellung von Schweissverbindungen durch Elektroschlackeschweissung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Schweissverbindungen durch ElektroschlackeschweissungInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Schweissverbindungen durch Elektroschlackeschweissung Es ist bekannt, dass bei der Elektroschlackeschweis- sung der Schweissspalt durch das Abschmelzen des ins Schlackenbad eintauchenden Zusatzdrahtes ausgefüllt wird, wobei dieses Abschmelzen im Gegensatz zum Un- terpulverschweiissen ohne Bildung eines elektrischen Lichtbogens erfolgt. Das erhaltene Schweissgut besteht jedoch bei beiden Verfahren zu einem erheblichen Anteil aus aufgeschmol zenem Grundwerkstoff, jedoch beträgt beim Elektro- schlackeschweissverfahren dieser Anteil nur etwa 20% während er beim Unterpulververfahren 60 bis 70% be tragen kann. Beim Elektroschlackeschweissen wird das sich unter einer Schlackendecke befindende Bad in einem Raum gebildet, der durch die miteinander zu verschweissenden Stirnflächen des Grundwerkstoffes einerseits und durch Kühlbeilagen andererseits gebildet wird. Dadurch wird der oberste flüssige Teil der sich in vertikaler Richtung aufbauenden Schweissnaht stets so warm gehalten, dass die Voraussetzungen für die Bildung eines fehlerfreien Schweissgutes gegeben sind. Die Schlackendecke selbst wird unter Benützung des Schweissstromes durch Wi derstandserwärmung erhitzt. Das Aufschmelzen des Grundwerkstoffes erfolgt im Bereiche der Schmelzbad oberfläche. Die Eigenart dieses Verfahrens bringt es nun mit sich, dass sich, im wesentlichen von den Stirnflächen der miteinander zu verbindenden Grundwerkstoffe ausge hend, eine Stengelkristallzone bildet, welche die Ursache für schlechte Zähigkeitseigenschaften des Schweissgutes zumindest im Bereiche dieser Zone darstellt. Zur Beseitigung dieses Fehlers sind bereits verschie dene Massnahmen metallurgischer Art vorgeschlagen worden, von denen im vorliegenden Zusammenhang besonders jene zu erwähnen wären, die sich mit Em pfehlungen bezüglich der Verwendung legierter Zusatz drähte befassen. Diesen Empfehlungen zufolge sollten Verbesserungen durch Zusätze an Titan, Molybdän und Vanadin zum Zusatzbad aussichtsreich sein. Andere Vorschläge gingen dahin, dem für die Bil- dung der Schlackendecke zur Verwendung kommenden Pulver geeignete Zusätze zu geben. Da nun der Pulver verbrauch für die Schlacke sehr gering ist, sind Zusätze zum schlackenbildenden Pulver nur zu Beginn des Schweissens metallurgisch wirksam. Ausserdem würde sich hierdurch die Zusammensetzung der Schweissnaht von unten nach oben ändern, so dass also für eine gleichmässige Zufuhr von Legierungsbestandteilen der Weg über den legierten Zusatzdraht am aussichtsreich sten erscheint. Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegenden Untersuchungen hatten daher insbesondere zum Ziel, für Grundwerkstoffe aus unlegierten oder legierten Stäh len mit weniger als 0,1% Ti, höchstens 0,45% C und 0 bis 8% eines Gesamtlegierungszusatzes, in welchem jedoch die Anteile an Silizium und Mangan nicht ein begriffen sein sollen, geeignete Zusatzdrähte zu ent wickeln. Versuche mit Zusätzen an Molybdän, Vanadin und auch an Aluminium hatten überraschenderweise kei nen verbessernden Einfluss auf das Erstarrungsgefüge. Hingegen erwies sich bei den in Betracht gezogenen Stählen das Titan dann als ein wirksamer Legierungszu- satz für den Zusatzwerkstoff, wenn es in Anteilen von 0,2 bis 0,8 0/o zugesetzt wurde. Die Wirkung des Titans kann manchmal durch Aluminium verstärkt werden, wobei aber aus nicht völlig geklärten Gründen der Alu miniumanteil nur höchstens die Hälfte des zusätzlichen Titangehaltes betragen darf. Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung von Schweissverbindungen durch Elek- troschlackeschweissung von unlegierten oder legierten Stählen, welche weniger als 0,10/o Ti" höchstens 0,45 0/o C und einen Gesamtlegierungszusatz, der ohne Berücksichtigung eines al'lf'älligen Silizium- und Man- aanRehaltes 0 bis 8 0/0 beträgt, enthalten und die Er findung besteht darin, dass der Zusatzwerkstoff die gleiche Zusammensetzung wie der zu schweissende Stahl besitzt, jedoch zusätzlich einen Legierungszusatz von 0,2 bis 0,8 0/0 Ti enthält. Überdies kann der Zusatz- werkstoff bis 0,4% A1 enthalten, wobei der Alumini umgehalt bis zu 50 0/o des zusätzlichen Titangehaltes beträgt. Innerhalb des angegebenen Bereiches für den Titan anteil soll dieser vorzugsweise umso höher gewählt wer den, je grösser die Breite des Schweissspaltes ist. Durch die vorliegende Erfindung wird für eine be stimmte Gruppe von Stählen der Unterschlacken- schweissung die Möglichkeit zur Herstellung einwand freier Schweissverbindungen durch Verwendung hierfür geeigneter Zusatzdrähte eröffnet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Schweissverbindun- gen durch Elektroschlackeschweissung von unlegier- ten oder legierten Stählen, welche weniger als 0,1% Ti tan, höchstens 0,45 0/o Kohlenstoff und einen Gesamt legierungszusatz, der ohne Berücksichtigung eines all fälligen Silizium- und Mangangehaltes 0 bis 8% be trägt, enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass der Zu satzwerkstoff die gleiche Zusammensetzung wie der zu schweissende Stahl besitzt, jedoch zusätzlich einen Le gierungszusatz von 0,2 bis 0,8 0/o Titan enthält.UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Zusatzwerkstoff überdies bis 0,411/o Aluminium mit der Massgabe enthält, dass der Alumi niumgehalt bis zu 50 0/o des jeweiligen zusätzlichen Ti- tangehaltes beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT90262A AT230703B (de) | 1962-02-03 | 1962-02-03 | Zusatzwerkstoff zur Herstellung von Schweißverbindungen an unlegierten und legierten Stählen mit Hilfe der Elektroschlackeschweißung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH451663A true CH451663A (de) | 1968-05-15 |
Family
ID=3502468
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH117763A CH451663A (de) | 1962-02-03 | 1963-01-31 | Verfahren zur Herstellung von Schweissverbindungen durch Elektroschlackeschweissung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT230703B (de) |
| CH (1) | CH451663A (de) |
| GB (1) | GB981354A (de) |
-
1962
- 1962-02-03 AT AT90262A patent/AT230703B/de active
-
1963
- 1963-01-31 CH CH117763A patent/CH451663A/de unknown
- 1963-02-01 GB GB427563A patent/GB981354A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT230703B (de) | 1963-12-30 |
| GB981354A (en) | 1965-01-27 |
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