Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 428 570 Rollgesteltanlage Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung der im Patentanspruch des Hauptpatentes gekennzeichneten Rollgestellanlage mit einer Mehrzahl dicht aneinander liegender fahrbarer Lagergestelle, welche von einer steuerbaren Antriebsvorrichtung so hin und her gescho ben werden können, dass zwischen zwei ausgewählten Gestellen ein Bedienungsgang entsteht und bei welcher jedes Rollgestell einen in seiner Drehrichtung umschalt baren Antriebsmotor, ein Einschaltorgan zum Einschal ten des Antriebsmotors, einen in der einen Endstellung des Gestelles und einen in dessen anderen Endstellung betätigten Endschalter aufweist,
welche Endschalter die mögliche Drehrichtung des Antriebsmotors bestimmen, wobei jedes Einschaltorgan die Motoren der in der einen oder anderen Fahrrichtung vorhergehenden Gestelle nach Massgabe der betreffenden Endschalter steuert.
Gemäss der Zusatz-Erfindung ist jedem Rollgestell ein sich über dessen mögliche und ein ganzzahliges Viel faches der maximalen Gestellbreite betragende Fahr strecke ausdehnendes Antriebsleiterpaar mit je einem Stromabnehmer für den Antrieb seines Motors, und eine elektrisch gesteuerte,
das Leiterpaar an zwei Phasen des Stromversorgungsnetzes anschliessende und durch einen auf eine erste Eingangsklemme gegebenen Steuerimpuls in die eine Richtung und einen auf eine zweite Eingangs klemme gegebenen Steuerimpuls in die andere Richtung umschaltbare Polwendeeinrichtung zugeordnet und es weist jedes Rollgestell einen Tastschalter auf, durch wel chen in seiner Ruhelage die für alle Rollgestelle in der einen Endstellung und für alle Rollgestelle in der anderen Endstellung nach Massgabe der Endschalter bestimmten ersten bzw.
zweiten Eingangsklemmen in Serie geschal tet sind, so dass bei Betätigung eines der Tastschalter die Serieschaltung unterbrochen und ein Steuerimpuls in die in Fahrrichtung vorhergehenden hintereinanderge- schalteten Eingangsklemmen gegeben wird, wodurch alle diesen Rollgestellen zugeordneten Leiterpaare auf die dieser Fahrrichtung entsprechende Phasenfolge umge schaltet und die Motoren in der betreffenden Laufrich tung angetrieben werden, wobei zum Abstellen der Moto ren am Ende jeder Fahrstrecke eine Abschaltvorrichtung angeordnet ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Er findungsgegenstandes dargestellt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen schematisch den grundsätzli chen Aufbau der erfindungsgemässen Rollgestellanlage und einen herausgezeichneten Schaltungsteil derselben und dienen zur Erläuterung der Funktionsweise dieser Anlage, Fig. 3 stellt schematisch eine Ausführungsform der Steuereinrichtung, und Fig. 4 der Einrichtung zur Speisung der Antriebs motore dar.
Fig. 5 zeigt den schematischen Aufbau einer bevor zugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Roll- gestellanlage für Kraftstrombetrieb, in welcher die Ein richtungen nach Fig. 3 und 4 verwendet sind, und Fig. 6 ein Schaltbild für die Anlage nach Fig. 5.
Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Rollgestellan- lage weist vier fahrbare Lagergestelle la, 1b, 1c, 1d auf, welche zwischen zwei Endstellen so bewegt werden kön nen, dass jeweils ein Bedienungsgang von z. B. zwei Ge- stellbreiten offen bleibt. Jedes Lagergestell 1 besitzt einen Antriebsmotor, welcher aus einem Leiterpaar 2a1, 2a-,- 2b1, 2b2 ... gespeist wird, das oberhalb des Lagerge stelles angeordnet ist und sich über dessen Fahrstrecke ausdehnt.
Die Stromentnahme erfolgt wie üblich, mittels Kontaktrollen oder dergleichen, welche am Lagergestell fest angeordnet sind und während der Verschiebung des Rollgestelles auf dem Leiterpaar 2 entlang gleiten. In der Figur sind der übersichtlichkeit wegen die Antriebsmo toren nicht dargestellt und es sind nur für das erste und vierte Lagergestell die Stromabnehmer 3a, 3d schema tisch wiedergegeben, während die Stromabnehmer 3b, 3c, für die beiden anderen Gestelle 1b, 1c nur angedeutet sind. Es sei angenommen, dass es sich in diesem Falle um Gleichstrommotoren handelt, welche je nach Polung der beiden Leiter des Leiterpaares links oder rechts umlau fen.
Die Polung des jeweiligen Leiterpaares 2 bestimmt demnach die Fahrrichtung des zugehörigen Lagerge stelles. Jedes Leiterpaar 2 ist über eine Polwendeeinrich- tung 4a, 4b, 4c, 4d am Stromversorgungsnetz angeschlos sen, z. B. über je zwei Ausgangsklemmen 5a1, 5a2, bzw. 5b1, 5b2 ... Die Polwendeeinrichtungen 4 sind elektrisch gesteuert.
Jede Polwendeeinrichtung 4 weist zur Einspei sung eines Steuerimpulses zwei Eingangsklemmen 6a1, 6a.2, bzw. 6b1, 6b2 ... auf. Wird ein Steuerimpuls auf die eine Eingangsklemme 6a1 gegeben, so soll z. B. die eine Ausgangsklemme 5a1 am Plusleiter und die andere Aus gangsklemme 5a2 am Minusleiter angeschlossen sein.
Wird ein Steuerimpuls auf die zweite Eingangsklemme 6a2 gegeben, so soll die Polung an diesen Ausgangsklem men umgekehrt sein. Polwendeeinrichtungen dieser Art sind bekannt und bestehen beispielsweise aus einer ein fachen Relaisschaltung, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist. An jeder Eingangsklemme 6a1 und 6a2 ist eine Relais spule 71, 72 mit gemeinsamen Ausgang angeschlossen. Wird die eine Spule über einen auf ihre Eingangsklemme gegebenen Impuls erregt, so betätigt sie den Polwender in die eine Richtung, und bei Erregung der anderen Spule wird der Polwender in die andere Richtung betätigt.
Da mit wird die Fahrrichtung jedes Lagergestelles durch einen Steuerimpuls bestimmt, der auf die eine Eingangs klemme gegeben, eine Bewegung des Gestelles in der einen Richtung und, auf die andere Eingangsklemme gegeben, eine Bewegung des Gestelles in der anderen Richtung auslöst, wenn die Anlage am Stromnetz ange schlossen ist. Das Verständnis der Funktionsweise dieser Anlage wird erleichtert, wenn zunächst der Abschaltvor- gang der einzelnen Motoren betrachtet wird. In Fig. 2 ist eine diesem Zweck dienende mögliche Anordnung dar gestellt. Wie bereits beschrieben, gleitet ein Stromabneh mer 3 über das Leiterpaar 21 und 22 .
Jeder dieser Leiter 21 und 22 ist über einen Ausschalter l11 und 112 mit der entsprechenden Ausgangsklemme 51 und 52 der Pol wendeeinrichtung 4 verbunden. Der Ausschalter 11 ist so eingerichtet, dass er im Ruhezustand den Leiter direkt und im betätigten Zustand den Leiter über einen Gleich richter 121 bzw. 122 an die Ausgangsklemme anschliesst. Betätigt werden diese Schalter 11 z. B. durch den Strom abnehmer 3, wenn dieser am Ende des Leiterpaares 2 anlangt. Es sei angenommen, dass sich ein Lagergestell und mit ihm sein Stromabnehmer 3 von links nach rechts bewegt und dass für diese Fahrtrichtung der Leiter 21 am Minus- und der Leiter 22 am Pluspol angeschlossen sein muss.
In der rechten Endstellung also am Ende der Fahrt des Lagergestelles, öffnet der Stromabnehmer 3 den Schalter<B>111,</B> so dass nunmehr dieser Leiter 22 an der Klemme 5, der Polwendeeinrichtung über den Gleich richter 122 angeschlossen ist. Der Gleichrichter 12. ist so geschaltet, dass er diese Stromrichtung sperrt. Mit dem Einlaufen des Stromabnehmers in diese Endstellung wird demnach der Motor abgestellt. Wird nun der Polwender umgepolt, so dass der Leiter 22 am Minus- und der Lei ter 21 am Pluspol des Versorgungsnetzes angeschlossen ist, so erhält der Leiter 22 über den Gleichrichter 122 Strom und der Motor ist eingeschaltet. Das Lagergestell wird sich von rechts nach links bewegen.
Beim Auslau fen aus der Anfangsstellung schliesst der Schalter 122. Am linken Ende der Leiter wiederholen sich dann diesel ben Vorgänge in analoger Weise. Mit einer solchen oder ähnlichen Einrichtung wird erreicht, dass die Antriebs motoren der sich in den Endstellungen befindlichen La gergestelle abgeschaltet sind und durch Umpolung der sie speisenden Stromleiter 2 eingeschaltet werden, wobei die Umpolung vorteilhafter Weise durch Betätigung eines in jedem Lagergestell befindlichen Tastschalters 8 (Fig. 1) erfolgt. Zur Erläuterung der prinzipiellen Wirkungsweise ist in Fig. 1 eine leicht überschaubare Steuereinrichtung dargestellt.
Wie gezeigt, weist jedes Lagergestell für die Erzeugung und Abgabe der Steuerimpulse an die Ein gangsklemmen 6 der Polwendeeinrichtungen 4 einen Tastschalter 8, einen fahrtrichtungsabhängigen Endschal- ter 9 und Kopplungsteile 10 auf. Die Kopplungsteile 10 haben die Aufgabe, die Steuereinrichtungen der einzel nen Gestelle miteinander zu verbinden, wenn sich meh rere Gestelle in der einen oder der anderen Endstellung befinden.
Der übersichtlichkeit wegen sind diese Kopp lungsteile 10 in der Fig. 1 als federnde Kontakte darge stellt, welche an jedem Lagergestell vorne und hinten derart befestigt sind, dass bei aneinandergeschobenen Lagergestellen jeweils der eine Kontaktteil 101 des einen Lagergestelles mit dem anderen Kontaktteil 10., des angrenzenden Lagergestelles in Berührung steht.
Der Tastschalter 8 ist vorzugsweise ein Druckknopf schalter mit zwei Eingangskontakten 81 und 82 und einem Ausgangskontakt 82. In Ruhestellung ist der Ausgangs kontakt 82 mit dem ersten Eingangskontakt 81 verbun den. Bei Betätigung des Schalters wird der Ausgangs kontakt 82 an den zweiten Eingangskontakt 82 gelegt. Alle zweiten Eingangskontakte sind an einer Leitung an geschlossen, über welche sie an einer Steuerspannung von z. B. + 24V liegen.
Als fahrtrichtungsabhängiger Endschalter ist hier eine übliche Polwendeeinrichtung dargestellt, welche zwei ge meinsam betätigte Umschalter aufweist. Diese Polwende einrichtung ist so konstruiert, dass sie beim Fahren des Fahrgestelles je nach Fahrrichtung in die eine oder die andere Stellung umschaltet. Der eine (in der Zeichnung links) Umschalter weist zwei zusätzliche Kontakte auf, welche, wie bei den Gestellen la und 1c gezeigt, mit den Eingangsklemmen 6 der dem Gestell zugeordneten Pol wendeeinrichtung 6 verbunden sind.
Der erste Eingangs kontakt 81 des Tastschalters 8 ist mit dem Eingangskon takt des einen Endschalterteiles 91 verbunden und der Ausgangskontakt 8, ist an dem Eingangskontakt des zweiten Endschalterteiles 9., angeschlossen. Die vier Aus gangskontakte des Endschalters sind, wie bei Palwende- einrichtungen bekannt, an den beiden Kopplungsteilen 101 und<B><U>10,</U></B> angeschlossen.
Die beiden rechts dargestellten Lagergestelle 1c und 1d sind in ihre Endstellung nach einer Fahrt von links nach rechts gelangt, so dass sich ihre Endschalter 9 in der dargestellten Stellung befinden.
Für beide Gestelle ist eine durchgehende Strombahn gegeben ; vom Kopplungs teil 10d1 über den Umschalter 9d1, dem Tastschalter 8d und dem Umschalter 9d2 zum Kopplungsteil 10d2, von hier weiter zum Kopplungsteil 10c1 und wiederum über den Umschalter 9c1 dem Tastschalter 8c und dem Um schalter 9c." zum Kopplungsteil 10c.,. Hier endet der Strompfad, da kein weiteres Lagergestell mehr angrenzt.
Bedingt durch die Stellung der Endschalter 9c, und 9d2 ist ferner an den Strompfad des Lagergestelles lc die Eingangsklemme 6c2 der Polwendeeinrichtung 4 c und an den Strompfad des Lagergestelles 1d die Eingangs klemme 6d2 der Polwendeeinrichtung 4d angeschlossen, so dass, wenn ein Steuerimpuls in den durchgehenden Strompfad gegeben wird, die Relaisspulen 72 der beiden Polwendeeinrichtungen erregt und damit die an den Pol wendeeinrichtungen angeschlossenen Leiterpaare umge polt werden.
Zur Einspeisung des Steuerimpulses wird ein Tast- schalter 8d oder 8c betätigt. Durch Betätigung des Tast- schalters 8c im Gestell 1c wird zunächst der an ihm angrenzende rechte Teil des Strompfades abgetrennt und dann in den linken Teil desselben über die Eingangs klemme 8c3 ein positiver Steuerimpuls eingespeist, wel cher über den Umschalter 9c2 in die Eingangsklemme 6c2 der Polwendeeinrichtung 4c gelangt.
Die Polwende einrichtung 4c schaltet und legt den Leiter 2c1 an Plus, und den Leiter 2o- an Minus, worauf der Motor im Roll- gestell 1, anläuft und dieses von rechts nach links fährt.
Wird der Tastschalter 8d im Rollgestell 1d betätigt, so wird der von ihm rechts liegende Teil des Strompfades abgeschaltet und in den linken Teil desselben ein Steuer impuls eingespeist.
Dieser Steuerimpuls gelangt einmal über den End- schalterteil 9d2 in die Eingangsklemme 6d2 des Polwen ders 4d und zum anderen durch den linken Strompfad, bei geschlossenem Tastschalter 8c über den Endschalter- teil 9c2 auch in die Eingangsklemme 6c2, so dass die Pol wendeeinrichtungen 4c und 4d schalten und gleichzeitig sowohl der Motor des Rollgestelles 1d als auch der Mo tor des Rollgestelles 1c eingeschaltet und damit beide Rollgestelle nach rechts verfahren werden.
Für die beiden links dargestellten Rollgestelle la und 1b gilt dasselbe nur mit dem einen Unterschied, dass die Endschalter 9a und 9b in der anderen Richtung geschal tet sind, da ja beide Gestelle nach einer Fahrt von rechts nach links in ihre Endstellung gelangt sind. Damit sind an der Steuereinrichtung die beiden Eingangsklemmen 6a1 und 6b1 angeschlossen, so dass bei einem in sie ein gespeisten Steuerimpuls durch die Polwendeeinrichtun- gen 4a und 4b die Leiter 2a1 und 2b1 an Minus und die Leiter 2% und 2b2 an Plus gelegt werden, was eine Fahr richtung nach rechts bedeutet.
Ein kurzes Niederdrücken des Tastschalters 8 an irgendeinem Gestell bewirkt demnach, dass dessen An triebsmotor und gleichzeitig die Motoren aller an das ausgewählte Rollgestell in der möglichen Fahrrichtung angrenzenden Lagergestelle mit dem dieser Fahrtrichtung entsprechenden Umlaufsinn eingeschaltet und diese Ge stelle auf die andere Seite hin verschoben werden.
Im folgenden wird nun eine bevorzugte Ausführungs form der Rollgestellanlage beschrieben.
Fig. 3 zeigt schematisch eine Einrichtung zur Erzeu gung der Steuerimpulse und Weiterleitung derselben an die Eingangsklemmen 6a1, 6a2, 6b1,<B>6b.,...</B> der Pol wendeeinrichtungen 4a, 4b ... In dieser Figur sind wie derum vier Rollgestelle la, 1b, 1c, 1d in derselben Stel lung gezeichnet, wie in Fig. 1, d. h. zwei in der linken und zwei in der rechten Endstellung und jedes Rollgestell 1 weist einen Tastschalter 8 auf, dessen Aufbau und Wir kungsweise bereits vorher beschrieben worden ist.
Oberhalb der Gestelle 1 erstrecken sich zwei parallele Leiterschienen H und J, und zwar über die gesamte mög liche Fahrstrecke aller Rollgestelle hinweg. Unterhalb der Leiterschienen H und J sind auf jedem Rollgestell 1 einander gegenüberliegend zwei Anschläge 141 und 132 befestigt, welche als Mitnehmer für einen zwischen ihnen angeordneten Schlepp-Kontaktblock 15 dienen.
Der Schlepp-Kontaktblock 15 gleitet längs der Leiterschienen H, J und wird bei einer Fahrt des Rollgestelles von rechts nach links vom rechten Anschlag 141 und bei einer Fahrt von links nach rechts vom linken Anschlag 142 geschleppt, so dass sich der Schleppkontakt bei allen Rollgestellen in der linken Endstellung am rechten An schlag 141 und bei allen Rollgestellen in der rechten End- stellung am linken Anschlag 142 befindet.
Über Schleif kontakte im Schlepp-Kontaktblock 15 wird der Aus gangskontakt 81 des Tastschalters 8 an den einen Lei ter H und der erste Eingangskontakt B. des Tastschal- ters 8 an den anderen Leiter J angeschlossen. Der zweite Eingang 83 des Tastschalters 8 liegt an einem spannungs führenden Impulsleiter P, welcher zum Betrieb der Re lais in den Polwendeeinrichtungen 4 z.
B. eine Gleich spannung von -I- 24V führt. Zweckmässigerweise wird dieser Impulsleiter P parallel zu den Leitern H und J angeordnet und der Schlepp-Kontaktblock 15 mit einem dritten Schleifkontakt versehen, welcher den Impulslei ter P abtastet und mit dem zweiten Eingangskontakt 83 des Tastschalters verbindet. Diese Anordnung ist für jedes Rollgestell identisch.
Die Antriebsschiene H, J ist über ihre Länge aus voneinander isolierten Leiterstücken zusammengesetzt. Die Einteilung ist so getroffen, dass bei in Endstellung befindlichen Rollgestellen nur der Teil der Schiene H, J, welcher jeweils zwischen den Anschlägen 141 und 142 eines jeden Lagergestelles liegt, aus einem Leiter und die verbleibenden Teile aus einem Isolator bestehen. Jedes dieser Leiterstücke ist wiederum durch einen schmalen isolierenden Zwischenraum in zwei Hälften geteilt, so dass sich oberhalb eines jeden ruhenden Lagergestelles zwei leitende Teile des Antriebsleiters H und zwei lei tende Teile des Antriebsleiters J befinden.
Diese Leiter teile sind in der Fig. 2 von links nach rechts mit Hal, Ja" Hbl, Jbl, Ha., , Ja, Hb<B>."</B> Jb@ ... bezeichnet. Durch die Schlepp-Kontaktblöcke 15 werden offensichtlich in der linken Endstellung der Rollgestelle die rechten oder mit b bezeichneten Leiterhälften und in der rechten End- stellung die linken oder mit a bezeichneten Leiterhälften abgetastet.
Die Leiterhälften sind mit den Eingangsklem men 61 und & der Polwendeeinrichtungen 4 verbunden, und zwar derart, dass alle rechten, mit b bezeichneten Leiterhälften auf Eingangsklemmen 61 und alle linken, mit a bezeichneten Leiterhälften auf Eingangsklemmen 6@ führen, wobei jede Eingangsklemme 61 mit einer b-Leiterhälfte eines Leiterabschnittes auf der Schiene H und mit der b-Leiterhälfte des darauffolgenden, in Fahrt richtung nach rechts gesehen,
Leiterabschnitte auf der Schiene J verbunden ist und ähnlich jede Eingangs klemme 62 mit der a-Leiterhälfte eines Leiterabschnittes auf der Schiene H und mit der a-Leiterhälfte des in Fahrtrichtung nach links gesehen folgenden Leiterab schnittes auf der Schiene J verbunden ist.
An der Ein gangsklemme 6a1 sind demnach die Leiterhälften Hb, und Jb2 angeschlossen, an der Eingangsklemme 6b1 die Leiterhälften Hb. und J63 usw. und an der Eingangs klemme 6a2 sind die Leiterhälften Ja. und Hat ange schlossen, an der Eingangsklemme 6b2 die Leiterhälften Ja3 und Hal usw.
Auf diese Art werden für die in den Endstellungen befindlichen Rollgestelle wiederum geschlossene Strom pfade erhalten, an welche die für die Fahrrichtung mass- gebenden Eingangsklemmen der jeweiligen Polwendeein- richtungen angeschlossen sind, und welche bei Betätigung eines Tastschalters unterbrochen werden und bei welchen in den in Fahrtrichtung liegenden Strompfadteil ein Steuerimpuls eingespeist wird, durch welchen die für die Verschiebung der gewünschten Gestelle erforderlichen Polwendeeinrichtungen geschaltet werden. So beginnt z.
B. für die in der rechten Endstellung befindlichen Ge stelle le und 1d der durchgehende Strompfad beim Lei terteil Ja6 und führt über den Tastschalter 8d und dem Leiterteil Ha,; zur Eingangsklemme 6d, von hier zum Leiterteil Jag und weiter über den Tastschalter 8c und dem Leiterteil Ha,1 zur Eingangsklemme 6c, und von hier schliesslich zum Leiterteil Ja4 , wo der Strompfad endet, da kein weiteres Lagergestell angrenzt. Die Betätigung z.
B. des Schalters 8c trennt den Strompfad in einen rechts von ihm befindlichen unwirksamen Teil und einen links befindlichen, in welchen der Steuerimpuls einge speist wird, welcher über die Leiterhälfte Ha,3 zur Ein gangsklemme<B>6e,</B> gelangt, so dass dessen Polwendeein- richtung umschaltet. Ähnlich ist es bei den Lagergestel len auf der linken Seite, nur sind hier über die Schlepp Kontaktblöcke 15a und 15b die Eingangsklemmen 6a1 und 6b1 angeschlossen. Die Funktionsweise dieser Ein richtung ist demnach genau die gleiche, wie sie bereits bei der oben beschriebenen Steuereinrichtung behandelt worden ist.
Die Anordnung von Leiterschienen und Schlepp- Kontaktblöcken bringt jedoch wesentliche Vorteile mit sich, welche sich aus der weiteren Beschreibung ergeben.
Fig. 4 zeigt eine gleiche Rollgestellanlage wie Fig. 3, mit dem Unterschied, dass hier nicht die Erzeugung der Steuerimpulse, sondern das Ein- und Ausschalten der Antriebsmotoren dargestellt ist. Der prinzipielle Ein- und Ausschaltvorgang ist bei der Beschreibung in Fig. 2 erläutert worden. In Fig. 2 waren an den Enden der Leiterschienen 2 durch das Rollgestell betätigbare Schalter vorgesehen. Diese Schalter sind in Fig. 4 durch Leiterstücke ersetzt.
Die Betriebsspannung für die An triebsmotoren wird von den Leiterpaaren 2a1, 2a. bzw. 2b1, 2b., ... mittels der bereits beschriebenen Schlepp- Kontaktblöcke 15a, 15b ... abgenommen, welche von den an jedem Gestell befindlichen Anschlägen 14a, 14a. bzw. 14b1 14b:, ... bei der Fahrt der Gestelle 1 mitgeschleppt werden. Älle Leiterpaare 2 sind gleich lang.
Wegen der Verwendung von Schlepp-Kontaktblöcken entspricht ihre Länge im wesentlichen der Breite des Bedienungs ganges abzüglich des Abstandes zwischen den beiden Anschlägen 14 eines Gestelles. Ihre Lage ist aus Fig. 4 ersichtlich. Das dem in der linken Endstellung befindli chen Gestell la zugeordnete Leiterpaar 2a1, 2a. liegt oberhalb des Platzes für das anschliessende Gestell 1b und zwar völlig symmetrisch zu dessen vertikaler Sym metrieebene.
Das Leiterpaar 2b1 , 2b, für das Gestell 1b liegt oberhalb des Platzes für die linke Endstellung des Gestelles 1c usw. An jedem Ende eines Antriebsleiter paares 21, 2, sind Endleiter 2a11, 2a1,2, 2a,1, 2a22 bzw.
2b11, 2b1= , 2b21, 2b22 ... angeordnet, welcher sich in gleicher Richtung wie der Leiter selbst erstrecken, von ihm durch einen kleinen isolierenden Zwischenraum ge trennt sind und im wesentlichen die einem halben Ab stand der Anschläge 14 eines Gestelles entsprechende Länge aufweisen. Die Leiterenden eines jeden Leiter paares werden gleichfalls durch den ihm zugeordneten Schlepp-Kontaktblock 15 abgetastet.
In der linken End- stellung der Gestelle befinden sich die Schlepp-Kontakt- blöcke 15 jeweils auf den linken Endleitern 2a11, 2a21 bzw. 2b11, 2b.,1 usw., in der rechten Endstellung der Ge stelle auf den rechten Endleitern 2a1,, <U>2%</U> bzw. 2b12, 2b.,.,... und zwar wegen der Mitnahme der Schlepp- Kontaktblöcke durch die Anschläge.
Um beispielsweise das Rollgestell l b zu einer Fahrt nach rechts und zum Anhalten in seiner rechten Endstellung zu veranlassen genügt es offensichtlich unter Beibehaltung der bereits getroffenen Annahme, dass sich ein Lagergestell von links nach rechts bewegt, wenn der Leiter 21 an Minus und der Leiter 22 an Plus angeschlossen ist, dass das Leiterende 2b11 und der Leiter 2b1 an die Minusleitung, das Leiterende 2b12 und der Leiter 2, an die Plusleitung des Stromversorgungsnetzes angeschlossen werden und die Leiterenden 2b1, und 2b,@ spannungslos bleiben.
Beim Anschalten der Leiter 2b erhält der Antriebsmotor des Gestelles 1b über seinen Schlepp-Kontaktblock 15b zunächst Spannung von den Leiterenden 2b11 und 2b21, worauf sich das Gestell 1b nach rechts bewegt. Sein Schlepp-Kontakblock 15b bleibt hierbei zunächst in Ruhe, bis sich das Gestell soweit fortbewegt hat, dass er von dessen Anschlag 14b, mitgenommen wird.
Aufgrund der Trägheit des fahrenden Gestelles wird' der Schlepp Kontaktblock über die Isolationsstellen zwischen den lin ken Leiterenden und den Leitern 21 bzw. 22 hinwegge- stossen und entnimmt nun die Antriebsspannung für den Motor aus den mittleren Antriebsleitern 21 und 22, wel che eine gleiche Polung haben, wie die linken Leiteren den, so dass der Motor in der gleichen Umlaufrichtung weiter angetrieben wird.
Bei Fortsetzung der Fahrt wird der Schlepp-Kontaktblock 15b schliesslich über die am rechten Ende des Leiterpaares 2b1, 2b., befindliche Iso lationsstelle hinweg auf die beiden Endleiter<B>2b,2,</B> und 2b,2 geschoben und, da diese spannungslos sind, ausge schaltet, worauf das Lagergestell z. B. aufgrund eines selbsthemmenden Getriebes in der rechten Endstellung zur Ruhe kommt. Für eine Fahrt dieses Lagergestelles nach links werden die Leiterteile der Leiteranordnung 2b umgepolt.
Das rechte Leiterende 2b12 und der Leiter 2b1 werden hierzu an den Plusleiter, das Leiterende 2b22 und der Leiter 2b, an den Minusleiter des Stromver- sorgungsnetzes gelegt und die beiden linken Leiterenden 2b11 und 2b.,1 abgeschaltet.
Zur Umpolung sind die Leiterteile eines jeden Lei terpaares 2 über eine steuerbare Polwendeeinrichtung 4a', 4b' ... an das Stromversorgungsnetz angeschlossen. Die Polwendeeinrichtung kann ähnlich aufgebaut sein, wie die bei Fig. 1 beschriebene: Zwei Relaisspulen 71 und 72, welche über die beiden Eingangsklemmen 61 und 6., bedient werden, schalten die Polwendeeinrichtung in die eine oder die andere Richtung.
Die in Fig. 4 dar gestellte Polwendeeinrichtung 4ä weist sechs Ausgangs klemmen 5 auf, von welchen jede an einem Leiterteil des Leiterpaares 2a angeschlossen ist: Klemme 5a11 an Lei terteil 2a11, Klemme 5a,1 an Leiterteil 2a,1, Klemme 5a1 an Leiterteil 2a1 usw. Diesen Ausgangsklemmen 5 sind vier, durch die Relaisspulen gemeinsam betätigbare Umschalter zugeordnet.
Der erste Umschalter liegt am Minusleiter des Netzes, sein linker Kontakt ist mit der Ausgangsklemme 5a11 und mit dem linken Kontakt des zweiten Umschalters verbunden, sein rechter Kontakt ist an der Ausgangsklemme 512 angeschlossen.
Der zweite Umschalter liegt an der Ausgangsklemme 51 und sein rechter Kontakt an der Ausgangsklemme 5a22. Der dritte Umschalter ist mit der Ausgangsklemme Sag ver bunden, sein linker Kontakt mit der Ausgangsklemme 5a21 und sein rechter Kontakt mit der Ausgangsklemme 5a"2. Der vierte Umschalter liegt am Plusleiter des Netzes, sein linker Kontakt ist mit der Ausgangsklemme 5a21 und sein rechter Kontakt mit der Ausgangsklemme 5a22 verbunden.
Wie ersichtlich ist in der dargestellten Stellung 5a11 -. 5a21 -!-, 5a1 -, 5a -!- 5a120, 5a,2 eben falls 0, was entsprechend den getroffenen Annahmen ei ner Bewegung des Fahrgestelles nach links hervorrufen würde.
Wird über einen Steuerimpuls auf eine der beiden Eingangsklemmen 6 die Polwendeeinrichtung umgeschal tet, so liegt 5a11, an 0, 5a21 an 0, 5a1 an, -1- 5a2 an<B>-,</B> 5a12 an -I- und, 5a22 an -, und das Rollgestell würde sich von rechts nach links bewegen. Was vorstehend an Hand eines einzelnen Rollgestelles beschrieben worden ist, gilt auch für alle übrigen Rollgestelle.
In Fig. 4 sind die Leiterpaare 2a, 2b, 2c usw. über einanderliegend dargestellt. Wie aus dieser Figur ersicht lich ist, können bei einer Abzählung der Leiterpaare 2 von links nach rechts alle ungeraden und alle geraden Leiterpaare zu je eine sich über die Fahrstrecke der Ge stelle erstreckende Antriebsschiene hintereinander ange ordnet werden,
wobei jede dieser beiden Antriebsschie nen abwechselnd aus einem langen Antriebs-Leiterstück und zwei kurzen Schalt-Leiterstücken zusammengesetzt und an ihrem Anfang und Ende je ein kurzes Schalt- Leiterstück angeordnet ist. Alle Leiterstücke sind, wie beschrieben, an den Ausgangsklemmen 5 der Polwen- deeinrichtungen angeschlossen.
Auf der aus den Leiter teilen 2a, 2c, 2e ... zusammengesetzten Antriebsschiene gleiten die Schleppkontaktblöcke 15a, 15c, 15e ... über welche die Motoren der Rollgestelle la, 1c, 1e ... mit Spannung versorgt werden. Auf der anderen Antriebs schiene welche aus den Leiterteilen 2b, 2d, 2f ... zusam mengesetzt ist, gleiten die Schleppkontaktblöcke 15b, 15d, 15f ... der entsprechenden Rollgestelle 1b, 1d, 1f .... Diese beiden Antriebsschienen können mit der Steuer schiene H, J aus Fig. 3 zu einer Sammelschiene zusam mengesetzt werden.
Längs dieser Sammelschiene gleiten dann die Schlepp-Kontaktblöcke aller Lagergestelle der Anlage, wobei lediglich dafür gesorgt werden muss, dass jeder Schleppkontaktblock mit seinen Schleifkontakten die für sein Gestell massgebende Antriebsschiene ab tastet.
Vorstehend ist die erfindungsgemässe Rollgestellan- lage der Übersichtlichkeit wegen für Gleichstrombetrieb schrittweise entwickelt worden. Üblicherweise wird die Anlage in der Praxis mit Wechselstrom (Drehstrom) be trieben.
In Fig. 5 ist schematisch ein bevorzugter Aufbau ei ner Rollgestellanlage für Wechselstrombetrieb wiederge geben und Fig. 6 zeigt das zugehörige Schaltbild.
Die in dieser Fig. 5 gezeigte Rollgestellanlage besteht aus vier Lagergestellen, von welchen wiederum zwei in der linken und zwei in der rechten Endstellung gezeich net sind. Die Breite des Bedienungsganges beträgt in die sem Ausführungsbeispiel zwei Gestenbreiten. Jedes Ge stell la, 1b, lc, 1d ruht auf Laufrädern 17 und wird durch ein Antriebsrad 18 bewegt. Das Antriebsrad 18 wird über ein selbsthemmendes Schneckengetriebe 19 von einem Elektromotor 20 angetrieben. Parallel zur vorderen und hinteren unteren Längskante verläuft je eine Fussleiste, über die Sicherheitskontakte 21 betätigt werden können.
Zur Verhütung von Unfällen sowie zur Vermeidung einer Betätigung der Sicherheitskontakte 21 beim Auflaufen der Gestelle in den Endstellungen sind an passenden Stellen Abstandsklötze 22 vorgesehen, so dass die Gestelle in den Endstellungen einen geringen gegenseitigen Abstand aufweisen. Oben sind an jedem Gestell, wie bereits beschrieben, Anschläge 14 ange bracht und jedes Gestell 1 weist einen Tastschalter 8' auf. Oberhalb der Gestelle ist eine aus einer Vielzahl von Leitern bestehende Sammelschiene 23 angeordnet, welche sich über die gesamte Länge der Anlage erstreckt, und entlang welcher die Schlepp-Kontakt- blöcke 15a ...15d gleiten.
Die Schlepp-Kontaktblöcke 15 sind in Fig. 5 schematisch als eine Vielzahl von Schleif- kontakten dargestellt. Jedem Gestell ist ferner eine Steuereinrichtung 42 ... 4d' zugeteilt, welche entspre chend Fig. 4 als Polwendeeinrichtung ausgeführt sein kann.
Die Sammelschiene 23 enthält einen durchgehen den Null-Leiter 0, einen durchgehenden Leiter R, wel cher an der R-Phase des Drehstromnetzes angeschlos sen ist, ein an die S- und T-Phase des Drehstromnetzes anschliessbare erste und zweite Antriebsschiene S1-TI bzw.
52-T2, welche wie in der Beschreibung der Fig. 4 erläutert, in voneinander isolierten Leiterstücken unter teilt ist, einer Steuer-Schiene H-J welche, wie in der Be schreibung der Fig. 3 erläutert, in voneinander isolierten Leiterstücken unterteilt ist, einem durchgehenden Im puls-Leiter P, von welchem die Steuerspannung abge griffen wird und einem durchgehenden Leiter X, an wel chen die Sicherheitskontakte 21 angeschlossen sind.
Jeder Antriebsmotor 20 weist vier Eingänge E auf, welche über seinen Schlepp-Kontaktblock 15 mit den entsprechenden Antriebs-Schienen und Leitern der Sam melschiene 23 verbunden sind und zwar, wie bereits be schrieben, in der Reihenfolge der Lagergestelle abwech selnd einmal an die Leiter 0, R, S1, TI und 0, R, S2, T2. Die Reihenfolge der Anschlüsse am Antriebsmotor ergibt dessen Laufrichtung. Z. B. R-T-S für eine Fahrt nach links und R-S-T für eine Fahrt nach rechts.
Die Leiterstücke der Antriebsschienen S1-T1 und S2-T2 sind wie bei Fig. 4 gezeigt und beschrieben mit den Ausgangsklemmen 5 der Steuereinrichtungen 4' ver bunden. In Fig. 5 sind die Anschlüsse für die beiden Steuereinrichtungen 4b' und 4e durch strichlierte Linien eingezeichnet.
Die Leiterstücke der Steuerschienen H-7 sind mit den Eingangsklemmen 61, 62 der Steuereinrichtung wie bei Pig. 3 beschrieben und in Fig. 5 durchstrichlierte Linien der übersichtlichkeit wegen nur für die Steuereinrich tung 4a' angedeutet, verbunden.
Die Tastschalter 8' weisen je drei Kontaktpaare auf, von welchen eines in der Ruhestellung geschlossen ist und bei Betätigung geöffnet wird, während die beiden anderen Kontaktpaare geschlossen werden. Die Kon takte der Tastschalter sind über die Schlepp-Kontakt- blöcke mit Leitern der Sammelschiene verbunden. Wie in Fig. 5 gezeigt, ist in der Ruhestellung des Tastschal- ters über dessen geschlossenes Kontaktpaar der Leiter J mit dem Leiter H verbunden.
Bei Betätigung des Tast- schalters wird diese Verbindung unterbrochen und, gleichzeitig der Leiter R sowohl mit dem Leiter P als auch mit dem Leiter H verbunden.
Eine zum Betrieb der beschriebenen Rollgestellan- lage geeignete Relaisschaltung ist in Fig. 6 dargestelllt. In Fig. 6 sind neben dem Netzteil NT und einem Teil der Sammelschiene 23 mit den zum Teil unterteilten Lei tern 0, R, S2, T2, S1, TI, H, J, P' und X schematisch die Steuereinrichtungen 4a', 4b' und 4c' eingezeichnet, deren Schaltung aus Fig. 4 ersichtlich ist. Die durch dicke Punkte angedeutete Lage der Schlepp-Kontakt- blöcke 15a und 15b entspricht der Lage der Rollgestelle in Fig. 5.
Das Netzteil NT weist einen geerdeten Nulleiter 0 auf, welcher mit dem Leiter O der Leiterschiene 23 und mit den Klemmen 20 der Steuereinrichtungen 4 verbun den ist. Zwischen der Klemme 20 und den Eingangs klemmen 61 und & einer jeden Steuereinrichtung sind deren beiden Relaisspulen 71 und 72 geschaltet (Fig. 4).
Das Netzteil NT ist mit dem Hauptschalter HS an die abgesicherten Phasen R, S, T des Wechselstromnetzes anschliessbar. Hinter dem Hauptschalter HS führt die R-Phase direkt zum R-Leiter der Leiterschiene 23 und zwischen der R-Phase und dem Null-Leiter sind neben der Primärwicklung eines Transformators Tr Relaisspu len Spl, Sp3 und SpZ geschaltet.
Das eine Ende der Sekundärwicklung des Transformators Tr führt über eine Relaisspule Sp4 zum Leiter X der Leiterschiene 23, ihr anderes Ende liegt am Null-Leiter 0. Die Relais spule Sui ist mit ihrem einen Ende am Nulleiter 0 ange schlossen.
ihr anderes Ende führt über das normaler weise offene Kontaktpaar K4 des Relais Sp4 zur R-Phase. Die Relaisspule Sp3 bedient zwei Kontaktpaare K3a und K3b. Der eine Kontakt des normalerweise ge schlossenen Kontaktpaares K3a ist über die Relaisspule Spl am Nullleiter 0 angeschlossen und der andere Kontakt ist einmal direkt mit dem P-Leiter der Sammel schiene 23 und zum anderen über die Serienschaltung der Kontaktpaare Kla,
Kz und K3b mit der R-Phase verbunden. Das Kontaktpaar Kla ist normalerweise offen und wird durch die Relaisspule Spl geschaltet. Die Kontaktpaare Kz und K3b sind normalerweise geschlos sen. Das Kontaktpaar Kz wird durch die Relaisspule SpZ geschaltet. Die Relaisspule SpZ ist mit ihrem einen Ende mit dem Nulleiter 0 verbunden und ihr anderes Ende ist an dem einen Kontakt des normalerweise offe nen Kontaktpaares Klb angeschlossen.
Parallel zur Relaisspule SpZ liegt die Relaisspule Sp2. Der andere Kontakt des Kontaktpaares Kbl ist an der R-Phase an- geschlossen. Die Relaisspule Sp2 bedient Kontakte K2a und K2b, durch welche Leiter So und To an die S- bzw. T-Phase des Netzes angeschlossen werden. Der Leiter So führt zu den Klemmen 21 der Steuereinrichtungen 4 und der Leiter To zu den Klemmen 22 derselben.
Inner halb der Steuereinrichtungen 4 sind die Klemmen 21 und 22 angeschlossen, wie bereits beschrieben und in Fig. 4 dargestellt.
Wird nach dem Einschalten der Anlage durch Be tätigung des Hauptschalters HS der Tastschalter 8' ir gendeines Lagergestelles gedrückt, so wird zunächst der Leiter R mit dem Leiter P der Leiterschiene 23 kurzzeitig verbunden und damit die Relaisspule Spl an Spannung gelegt, wodurch die Kontaktpaare Kla und Klb ge schlossen werden.
Der geschlossene Kontakt Kla wirkt als Haltekontakt für das Relais Spl, so dass dessen ande res Kontaktpaar Klb auch noch gechlossen bleibt, wenn der Tastschalter 8' losgelassen worden und in seine Aus gangsstellung zurückgekehrt ist. Über den geschlosse nen Kontakt Klb erhalten die Relaisspulen SpZ und Sp2 Spannung von der R-Phase des Netzes.
Das Relais SpZ ist ein Zeitschalter, welcher mit dem Schliessen des Kontaktes Klb eingeschaltet wird und nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit, welche so bemessen ist, dass wäh rend ihr ein einmaliger Vorschiebungsvorgang der Ge stelle gerade abgeschlossen ist, sein Kontaktpaar Kz öffnet. Das Öffnen des Kontaktes Kz bewirkt das Ab schalten der Relaisspule Spl und damit auch ein Tren nen des Kontaktpaares Klb. so dass nach Ablauf dieser Zeit die Einrichtung in ihre Ausgangsschaltestellung zurückgeführt ist.
Durch die Relaisspule Sp2 werden die Kontakte K2a und K2b geschlossen und die Klemmen 21 und 22 der Steuereinrichtungen 4' über die Leiter So und To an die S bzw. T-Phase des Netzes angeschlossen.
Wird an irgendeinem Gestell mittels der Fussleiste der Sicherheitskontakt 21 geschlossen, so zieht das Relais Sp4 an, wodurch sich dessen Kontaktpaar K4 schliesst und die Relaisspule Sp3 unter Spannung setzt. Damit öffnen sich die Kontakte K3a und K2b, und Re lais Spl fällt ab, was schliesslich zum Öffnen der Kon- takte K2a und K2b und zum Abschalten der Anlage führt. Durch diesen Fusskontakt können demnach fahr ende Gestelle an jeder beliebigen Stelle zum Anhalten gebracht werden.
Als Fahrbeispiel sei bei der dargestellten Stellung der Lagergestelle (zwei links, zwei rechts) angenommen, dass der Tastschalter 8ä des linken ersten Fahrgestelles la betätigt wird. Durch das Niederdrücken des Schalters 8a wird kurzzeitig der Leiter R mit dem Leiter H der Sam melschiene 23 verbunden.
Über das Leiterstück Hbl ge langt dann ein Spannungsimpuls an die Eingangsklemme 6a1 der Steuereinrichtung 4'a von hier über das Leiter stück Jb2 dem Schleppkontaktblock 15b, dem nicht be tätigten Schalter 8'b des anderen linken Rollgestells 1b und dem Leiterstück Hb2 zur Eingangsklemme 6b1 der Steuereinrichtung 4b' und von hier schliesslich zu Lei terstück Jb3. Da sich hier im angegebenen Beispiel jedoch kein Lagergestell befindet, ist an dieser Stelle die Weiterleitung des Schaltimpulses unterbrochen.
Es erhal ten demnach lediglich die beiden Steuereinrichtungen 4'a und 4'b über ihre Eingangsklemmen 6a1 bzw. 6b1 einen Schaltimpuls. Ihre Relaisspulen 71 ziehen an und bringen die Schalter z. B. in die in Fig. 4 dargestellte Stellung.
Da die Klemmen 21 an der S-Phase und die Klemmen 22 an der T-Phase angeschlossen sind, sind die Aus gangsklemmen 5 wie folgt angeschlossen (Fig. 4) : 5a11 und 5b11 an der S-Phase, 5a:
,1 und 5b21 an der T-Phase 5a1 und 5b1 an der S-Phase, Sag und 5b, an der T-Phase, und die Klemmen 5a12, 5a22, 5b12 und 5b.22 sind span nungslos.
Die gleiche Phasenaufteilung findet sich an den Leiterteilen der Leiter S1, S2, TI und T2, welche von den Schlepp-Kontaktblöcken 15a und 15b abgetastet werden. Über diese Schlepp-Kontaktblöcke sind die An triebsmotoren der beiden Lagergestelle la und 1b mit der Phasenfolge RST angeschlossen, was, wie verabre det. eine Fahrt nach rechts hervorruft, die solange fort gesetzt wird, bis die beiden Schlepp-Kontaktblöcke auf die spannungslosen Leiterteile Sla12, Tla"2, S2b", und T2b,2 geschoben sind, wodurch die Motoren abgeschal tet werden.
Wird z. B. der Tastschalter 8'b am zweiten in der linken Endstellung befindlichen Lagergestell 1b betätigt, so wird das Leiterstück Hb2 an den R-Leiter und damit an die R-Phase angeschlossen und es gelangt ein Schalt impuls nur in die Eingangsklemme 6b1 der Steuerein richtung 4'b, da bei der Betätigung des Schalters 8'b das Leiterstück Jb2 vom Leiterstück Hb2 getrennt wird und damit der Schaltimpuls nach links nicht weitergeleitet wird. Es wird sich demnach nur das Lagergestell 1b nach rechts in Bewegung setzen, während das Lagergestell la in Ruhe bleibt.
Die beschriebene Rollgestellanlage zeichnet sich durch eine ganz besondere einfache Bedienung und über sichtliche sowie betriebssichere Anordnung aus. Jedes Lagergestell bildet zusammen mit seiner Steuereinrich tung und einem Leiterschienenstück eine abgeschlossene Baueinheit, welche in Serienfabrikation hergestellt wer den kann. Eine Erweiterung einer bereits vorhandenen Rollgestellanlage um beliebig viele weitere Lagergestelle, ist ohne Aufwand und Schwierigkeiten möglich.