Verfahren zur Herstellung von Blechkanälen Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zur Her stellung von Blechkanälen, insbesondere für Lüftungs- und Klimaanlagen, die aus aufeinanderfolgenden, an ihrer Enden rechteckigen Querschnitt aufweisenden Ka nalschüssen bestehen, welche über stirnseitige Flansche miteinander fest verbunden sind.
Dieses Verfahren zeich net sich dadurch aus, dass man einen die Abwicklung eines Kanalschusses bildenden Blechabschnitt an seinen später die Flansche bildenden Randstreifen in Abstän den mit Ausschnitten versieht, deren Tiefe geringer als die Breite der Randstreifen ist, so dass sich nach dem rechtwinkligen Umbiegen der Randstreifen und nach Anbringen der in Achsrichtung des Kanals verlaufenden Abkantungen bzw. Längsfalze ein Kanalschuss ergibt, dessen entlang dem Umfang verlaufende Flansche im Bereich der Ecken des Kanalschusses eine bis auf wenige Millimeter verringerte Steghöhe besitzen.
Gemäss bevorzugten Ausführungsbeispielen des Hauptpatentes ist es möglich, die entlang dem Umfang der Blechkanäle in voller Höhe verlaufenden Flansche ein zweites Mal in gleicher Richtung abzukanten, so dass der Flansch parallel zu den benachbarten Kanal wänden verlaufende Randstreifen besitzt, und über solche Flansche aneinanderstossender Kanalschüsse ent sprechend profilierte Schiebeleisten überzuschieben, welche die Randstreifen umgreifen und die Kanal schüsse zuverlässig miteinander verbinden. Dabei kann zwischen die aneinanderstossenden Flansche ein Dich tungsstreifen eingebracht werden.
Dieser wird, da mit dem angegebenen Verfahren auch den an Kanalecken Flansche, wenngleich von verringerter Höhe, erhalten werden, entlang dem gesamten Kanalumfang dichtend zusammengepresst. Dabei ist zu beachten, dass der ein gelegte Dichtungsstreifen im allgemeinen ohnehin nur eine radiale Erstreckung von einigen Millimetern be sitzt. Schwierigkeiten ergeben sich nur dann, wenn ein längerer Kanal in grösseren Abständen abgestützt wer den soll und zwischen aufeinanderfolgenden Stützen mehrere aneinandergesetzte Kanalschüsse auftreten. In folge ihres Eigengewichtes neigen diese Kanalschüsse dazu, durchzuhängen, wobei die Gefahr besteht, dass besonders an der Unterseite die Flansche nicht mehr ausreichend fest beidseitig an dem Dichtungsstreifen an liegen.
Diese Gefahr besteht vor allem dann, wenn im Hinblick auf Wärmeisolierung die einzelnen Kanal schüsse eine Isoliermittelschicht tragen, durch die das Eigengewicht noch vergrössert wird.
Um der Gefahr des Undichtwerdens des Kanals an den Stossstellen benachbarter Kanalschüsse entgegen zu wirken, schlägt die vorliegende Erfindung vor, dass man die Stegteile der geraden Flanschabschnitte um einen Winkel von mehr als 90 , insbesondere um einen Win kel von 100 bis 110 , nach aussen derart abkantet, dass die Stegteile benachbarter gerader Flanschabschnitte an einanderstossender Schüsse zunächst unter Freilassung eines keilförmigen Spaltes schräg nach aussen abstehen und erst beim Überstreifen der Schiebeleisten parallel zueinander verlaufend zusammengezogen werden.
Auf diese Weise wird die elastische Eigenschaft des Blech materials der Kanalschüsse dazu verwendet, beim über streifen der Schiebeleisten eine gewisse Vorspannung zu erzeugen, mit welcher die benachbarten Flansche aneinandergedrückt werden und sich entsprechend fest beidseitig an ein etwaiges Dichtungsmittel anlegen kön nen. Diese Vorspannung reicht dann aus, um auch bei dem geschilderten Anwendungsfall der in grösserem Ab stand aufeinanderfolgenden Aufhängungen das einwand freie Anliegen der Flansche am Dichtungsmittel zu ge währleisten.
Für besondere Fälle, insbesondere wenn das Eigen gewicht durch eine Isolierschicht vergrössert ist, kann gemäss einer zweckmässigen Ausführungsform der Er findung bei Verwendung einer annähernd T-förmig pro filierten Schiebeleiste den den Mittelsteg des T-Profils bildenden beiden Mittelschenkeln der Leiste an ihrer Ansatzstelle im Bereich des Scheitels des Profils ein grösserer gegenseitiger Abstand gegeben werden als im Bereich ihres freien Randes.
Auf diese Weise lässt es sich erreichen, dass die Schiebeleiste nicht nur die ein zweites Mal umgebogenen Randstreifen der Flansche zusammenzieht, sondern dass durch die freien Ränder der Schiebeleiste auf die Stegteile der geraden Flansch abschnitte ein gegenläufiger Druck ausgeübt wird, der im Sinne einer guten Abdichtung deshalb besonders wirksam ist, weil er in nächster Nähe des zwischen den Flanschen befindlichen Dichtungsmittels auftritt.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in einer Stirnansicht auf einen Kanal schuss dessen entlang dem gesamten Umfang verlaufen den Flansch.
Fig. 2 stellt ausschnittweise in einem durch die Achse des Kanals gehenden Schnitt die Formgebung der Flansche aneinanderstossender Kanalschüsse dar, so lange die Flansche noch nicht durch eine Schiebeleiste miteinander verbunden sind.
Fig. 3 zeigt in entsprechender Weise die Verfor mung der Flansche nach dem Überstreifen der Schiebe leiste.
Fig. 4 erläutert in einem Querschnitt eine abgewan delte Ausführungsform der Schiebeleiste.
Fig. 5 zeigt die Schiebeleiste nach Fig. 4 im über die Flansche benachbarter Kanalschüsse übergestreiften Zustand.
Wie sich aus Fig. 1 ergibt, besitzt jeder Kanal schuss an seinem stirnseitigen Ende einen dem gesamten Kanalumfang folgenden Flansch, der allgemein mit der Bezugszahl 1 bezeichnet ist. Aus Fig. 1 ergibt sich, dass die Steghöhe im Bereich der Ecken des Kanalquerschnit tes bis auf wenige Millimeter verringert ist, so dass sich dort verhältnismässig schmale Randstücke 2 ergeben, die rechtwinklig von den parallel zur Kanalachse ver laufenden Wandstücken abstehen.
Die Stegteile 3 der geraden Flanschabschnitte besitzen nicht nur gegenüber den Randstücken 2 eine grössere radiale Erstreckung, sondern sie sind auch um einen Winkel a von mehr als 90 , vorzugsweise von 100 bis 110 , nach aussen abgekantet, so dass sich (vor dem Überstreifen einer Schiebeleiste) zwischen den Stegteilen 3 benachbarter Flansche ein etwa keilförmiger Spalt 4 ergibt. Fig. 2 erläutert darüber hinaus, dass die geraden Abschnitte der Flansche ein zweites Mal umgebogen sind, so dass etwa parallel zur benachbarten Kanalwand 5 verlau fende Randstreifen 6 entstehen.
Für den Zusammenhalt aneinanderstossender Kanal schüsse dienen Schiebeleisten, von denen in Fig. 3 die zugehörige im Querschnitt dargestellt und mit der Be zugszahl 7 versehen ist. Es handelt sich hierbei um eine Schiebeleiste von C-förmigem Querschnitt aus einem Material, vorzugsweise aus Blech, von derselben Stärke, wie sie das Blech des Kanalschusses aufweist. Aus Fig. 3 entnimmt man, dass die Schiebeleiste 7 derart bemessen ist, dass sich beim Aufstecken derselben auf die benachbarten Flansche aneinandergrenzender Kanalschüsse die Randstreifen 6 einander nähern, bis die Stegteile 3 parallel zueinander verlaufen.
Mit die ser Verformung der Stegteile 3 ist eine Vorspannung verbunden, durch die das zwischen den Flanschen be findliche Dichtungsmittel 8 besonders fest zusammenge presst wird. Somit ist eine einwandfreie Abdichtung zwi schen aneinandergrenzenden Kanalschüssen auch dann gewährleistet, wenn diese zu einem längeren Kanal zu sammengefügt sind, der (im wesentlichen horizontal ver laufend) nur in grösseren Abständen abgestützt und somit auf Durchhängen infolge Eigengewichtes bean sprucht ist.
In Fig. 4 ist im Gegensatz zu Fig. 3 eine Schiebe leiste 12 gezeigt, die zusätzlich zu dem die Randstreifen 6 umfassenden Scheitel zwei Mittelschenkel 9 besitzt, so dass sich annähernd eine T-förmig profilierte Schiebe leiste ergibt. Allerdings laufen hierbei die beiden Mittel schenkel 9 der Schiebeleiste nach Fig. 4 im spitzen Winkel aufeinander zu, wobei sich die freien Ränder 11 im entspannten Zustand der Leiste entweder in einem geringen gegenseitigen Abstand befinden oder aber mit Druck elastisch aneinander anliegen.
Fig.5 zeigt die Leiste nach Fig.4 im auf die Flansche nach Fig. 2 aufgeschobenen Zustand. Ebenso wie Fig.3 bewirkt die Schiebeleiste 12 mit ihrem Scheitel eine gegenseitige Annäherung der Randstreifen 6 der Flansche, wobei ebenfalls die Stegteile 3 zu sammengezogen werden, bis sie parallel zueinander ra dial abstehen. Wie oben geschildert, tritt bereits hier durch eine gewisse Vorspannung auf, durch welche das zwischen den Flanschen befindliche Dichtungsmittel 8 zusammengepresst wird.
Zusätzlich übt jedoch nun die Schiebeleiste 12 mit ihren freien Rändern 11 einen gewissen Druck auf die Stegteile 3 aus, wodurch das Dichtungsmittel 8 noch stärker zusammengepresst wird. Um beim Überstreifen der Schiebeleiste das Material besonders der Stegteile 3 nicht zu verletzen, sind die freien Ränder 11 in abgerundete Abbiegungen auslau fend geformt, die nach voneinander abgewandten Sei ten frei abstehen. Der von den freien Rändern 11 auf die Flansche bzw. deren Stegteile 3 ausgeübte Druck ist besonders gross, wenn man die Schiebeleisten aus härterem Material herstellt als die Kanalschüsse bzw.
wenn die Schiebeleisten eine grössere Materialstärke be- sitzel 'als die Schüsse.
Obwohl die Schiebeleisten die geschilderte Wirkung nur auf die geraden Flanschabschnitte bzw. auf die Stegteile 3 ausüben und nicht unmittelbar auf die Randstücke 2, so werden durch die Schiebeleisten doch die aneinandergrenzenden Kanalschüsse in ihrer Ge samtheit mit einer entsprechenden Vorspannung zusam mengepresst. Daraus folgt, dass indirekt durch die Schiebeleisten und durch die spezielle Formgebung der Stegteile 3 auch die Randstücke 2 besonders fest an- einandergedrückt werden, obwohl diese Randstücke nur um einen Winkel von 90 abgekantet sind.
Es ergibt sich also eine verbesserte Abdichtung entlang dem ge samten Umfang des Kanalquerschnittes, ohne dass es insbesondere bei der Ausführung nach Fig. 2 und 3 eines grösseren Materialaufwandes bedürfte.