CH452155A - Bauelement und Verwendung solcher Bauelemente zur Herstellung einer Raumabgrenzung - Google Patents
Bauelement und Verwendung solcher Bauelemente zur Herstellung einer RaumabgrenzungInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
Bauelement und Verwendung solcher Bauelemente zur Herstellung einer Raumabgrenzung Die Erfindung betrifft ein Bauelement und die Ver wendung solcher Bauelemente zur Herstellung einer Raumabgrenzung. Bisher werden vor allem für trans parente Bedachungen, für welche Glas wegen zu grosser Belastung ungeeignet ist, Platten aus durchscheinendem Kunststoff verwendet, die auf Trägern oder Bindern aus Stahl oder Holz einzeln befestigt und zu einem Dach oder einer Wand aneinandergereiht werden.
Demgegenüber wird als wesentliche Vereinfachung ein Bauelement vorgeschlagen, das schalenartig und da durch freitragend ausgebildet ist, über die in der Fallinie verlaufende Körperlänge einen U-förmigen Querschnitt besitzt und aus mit Fasermaterial bewehrtem, unzer brechlichem Kunststoff besteht.
Eine besondere, erfindungsgemässe Verwendung sol cher Bauelemente zur Herstellung einer Raumbegren zung zeichnet sich dadurch aus, dass mehrere form gleiche Bauelemente in wenigstens einer Reihe mit je einem Schenkel ihres durch zwei Schenkel und ein Mittelfeld gebildeten, U-förmigen Querschnitts flächig aneinandergereiht und miteinander an diesen je einen Bindersteg ergebenden Schenkel lösbar verbunden wer den.
Derartige Raumabgrenzungen können z. B. aus zwei Reihen der Bauelemente bestehen, die einander spiegel bildlich gegenübergestellt und zum Bilden eines First daches firstseitig miteinander verbunden sind. Sie eig nen sich bestens für Gewächshäuser, wenn als Material für die Bauelemente transparenter Polyester verwendet wird, da; derselbe die für das Pflanzenwachstum er forderlichen Ultraviolettstrahlen besser durchlässt als Glas, keine Wartung oder Pflege benötigt und fäulnis- und korrosionsfrei ist. Vorteilhafter gegenüber Glas ist auch die bessere Isolationsfähigkeit und gute Lichtstreu ung.
Entsprechend dem Erfindungsgegenstand können aber auch z. B. Schuppen für Kraftfahrzeuge, Fahrrä der oder Gerätschaften, Werkhallenbedachungen, zeit weilige Überdachungen von Schwimmbassins, Liegehal- len, Häuser für Geflügel- und Bienenzucht usw. ausge bildet sein.
Die Erfindung wird anschliessend an auf der beilie genden Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht gegen die Unterseite von zusammengebauten Bauelementen.
Fig.2 zeigt einen Querschnitt durch zwei mitein ander verbundene Bauelemente nach der Linie II-II in Fig. 1.
Fig.3 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine Ge- wächshauskonstruktion, und Fig.4 und 5 zeigen je einen Vertikalschnitt durch einen Wagenschuppen bzw. ein Unterstelldach für Fahr räder.
Die eine Wandung und Bedachung ergebende Raum begrenzung gemäss Fig. 3 bildet z. B. den Oberbau eines Gewächshauses ohne Stirnwände und ist aus vorzugs weise formgleichen Bauelementen 1 zusammengesetzt, welche aus mit Fasermaterial bewehrtem, unzerbrech lichem Kunststoff, z. B. glasfaserverstärktem, transpa rentem Polyester, bestehen, und freitragend ausgebil det sind. Zu diesem Zweck besitzt jedes Bauelement über die in der Fallinie verlaufende, beispielsweise eine Krümmung aufweisende Körperlänge einen schalenar tigen, insbesondere U-förmigen Querschnitt, z.
B. gemäss Fig.2. Die die Schenkel des Querschnitts bildenden, nach innen vorstehenden Teile haben als Binderstege 2 dem Bauelement die gewünschte Biegesteifigkeit zu ge ben und besitzen daher eine dickere Wandstärke als das die Wandungshaut 3 bildende Mittelfeld zwischen den Stegen, dessen Wandstärke an den Rändern 4 ge gen die beiden Stege hin allmählich auf die Wandstärke der letzteren zunimmt.
Einander seitwärts benachbarte Bauelement 1 gren zen mit je einem Bindersteg 2 flächig aneinander, wobei ein Dichtungsstreifen 5 zwischen die mittels Schrau ben 6 und Muttern 7 lösbar verbundenen Stege 2 ein geklemmt ist. Zur Erhöhung der Festigkeit der Bau elemente, insbesondere mit Rücksicht auf Schnee- und Winddruck, ist jeweils der eine von zwei aneinander grenzenden Stegen 2 an seinem freien Rand 8 rinnen- förmig um den freien Rand 9 des andern Steges herum gebogen, und sind die beiden zu einem Element ge hörenden Binderstege durch in Abständen über das Mittelfeld verlaufende Querstege 10 verbunden.
Vorteil haft weist der rinnenförmige Rand 8 gegen den mittle ren Teil des Rinnenbogens hin eine allmählich ver dickte Wandstärke auf, welche diejenige des übrigen Steges erheblich übertrifft.
Die durch die umgebogenen Ränder 8 gebildeten Rinnen dienen z. B. bei beheizten Gewächshäusern auch als Ablaufrinnen für Kondenswasser. Die Querstege 10 weisen dann je am freien Rand ebenfalls eine mit etwas Gefälle in die Binderstegrinne mündende Rinne auf, um an der Innenseite der Wandungshaut 3 niederge schlagenes Kondenswasser aufzunehmen und abzufüh ren.
Gemäss Fig.3 stossen die Bauelemente firstseitig paarweise zusammen und besitzen am obern Ende des Mittelfeldes einen Quersteg 11, der mit dem angrenzen den Quersteg des gegenüberstehenden Bauelementes unter Zwischenlage eines Dichtungsstreifens 12 ver schraubt ist. Der Zusammenbau solcher nebeneinander- gereihter Bauelementpaare ermöglicht die Errichtung von Hallen oder Überdachungen beliebiger Länge auf einem entsprechenden Mauerfundament 13, auf wel chem die Bauelemente mit je einem im Querschnitt z. B. winkelförmigen Quersteg 14 abgestützt sind.
Nach Fig.4 können die Bauelemente mit ihrem obern Quersteg 11 an einer beliebigen Wand 15 abge stützt und befestigt sein, um z. B. nur ein Schilddach zu bilden. Eine weitere Anwendungsart, z. B. als Fahr rad-Unterstand, besteht nach Fig. 5 darin, die zu einem Schilddach zusammengebauten Bauelemente 1 in ihrem obern Teil auf einem Querbalken 16 abzustützen, wel cher durch in Abständen voneinander angeordnete Säu len 17 getragen wird.
Die Binderstege und Querstege können anstatt innen- seitig der Wandungshaut aussenseitig an derselben an geordnet sein, wobei auch die rinnenförmig übergreifen den Ränder der Binderstege vorgesehen sein können, um den Zutritt von Regen und Schnee zur Verbindungs fuge zu verhindern. Ferner kann das Mittelfeld der Bau elemente nebst einer Aussenhaut eine Innenhaut und da zwischen eine mit beiden Häuten verbundene Schaum stoff-Zwischenlage als Isolierung aufweisen.
Im Mittel feld können vorzugsweise oberhalb und unterhalb der Längskrümmung mit Aussenklappen verschliessbare Fensteröffnungen vorgesehen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Bauelement, dadurch gekennzeichnet, dass es schalenartig und dadurch freitragend ausgebildet ist, über die in der Fallinie verlaufende Körperlänge einen U-förmigen Querschnitt besitzt und aus mit Faserma terial bewehrtem, unzerbrechlichem Kunststoff besteht. II. Verwendung des Bauelementes nach Patentan spruch I zur Herstellung einer Raumabgrenzung, da durch gekennzeichnet, dass mehrere formgleiche Bau elemente in wenigstens einer Reihe mit je einem Schen kel ihres durch zwei Schenkel und ein Mittelfeld gebil deten, U-förmigen Querschnitts flächig aneinandergereiht und miteinander an diesen je einen Bindersteg ergeben den Schenkeln lösbar verbunden werden.UNTERANSPRÜCHE 1. Bauelement nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schenkel des U-förmigen Quer schnitts eine dickere Wandstärke aufweisen als das Mit telfeld, dessen Wandstärke an den Rändern gegen die beiden Schenkel hin allmählich zunimmt. z. Bauelement nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass es aus glasfaserverstärktem, transpa rentem Kunststoff besteht. 3. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass der eine Schenkel am freien Rand rinnenförmig umgebogen ist. 4.Verwendung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schenkel raumeinwärts gerichtet werden, und der rinnenförmige Rand des einen Schen kels jedes Bauelementes als Kondenswassersammelrinne bestimmt ist, in welche ein Gefälle aufweisende Rinnen einmünden, die an das Mittelfeld überquerenden Zwi schenstegen vorgesehen sind. 5. Verwendung nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der rinnenförmige Rand im mittleren Teil des Rinnenbogens verdickt ist. 6. Verwendung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schenkel nach aussen gerichtet werden. 7.Verwendung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass zum Bilden eines Firstdaches zwei Reihen der Bauelemente einander gegenübergestellt und firstseitig an Querstegen miteinander verbunden werden, von welchen Querstegen je einer das obere Ende des Mittelfeldes jedes Bauelementes bildet. B. Verwendung nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Bauelement im Mittelfeld eine Aussenhaut, eine Innenhaut und dazwischen eine mit beiden Häuten verbundene Schaumstoffzwischenlage aufweist. 9.Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauelemente in formgleicher Weise auf einem Teil ihrer Fallinie nach aussen ge krümmt sind. Paul Räss & Co. Vertreter: Friedr. G. Naegeli, DiplAng. ETH, Bern
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEK0042035 | 1962-07-11 |
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|---|---|---|---|
| CH795463A CH452155A (de) | 1962-07-11 | 1963-06-27 | Bauelement und Verwendung solcher Bauelemente zur Herstellung einer Raumabgrenzung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH452155A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1986005066A1 (fr) * | 1985-03-08 | 1986-09-12 | Bernhard Janke | Vitrage pour terrasse |
| FR2609861A1 (fr) * | 1987-01-23 | 1988-07-29 | Four Seasons Solar Products Co | Element et procede de construction de serres |
-
1963
- 1963-06-27 CH CH795463A patent/CH452155A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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