CH452334A - Werkzeug zum Schneiden und/oder Kerben eines Bogenmaterials und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Werkzeug zum Schneiden und/oder Kerben eines Bogenmaterials und Verfahren zu dessen Herstellung

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CH452334A
CH452334A CH246664A CH246664A CH452334A CH 452334 A CH452334 A CH 452334A CH 246664 A CH246664 A CH 246664A CH 246664 A CH246664 A CH 246664A CH 452334 A CH452334 A CH 452334A
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CH
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cutting
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tool
notch
parts
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CH246664A
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English (en)
Inventor
H Downie Robert
H Blake Trevor
Original Assignee
American Can Co
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26DCUTTING; DETAILS COMMON TO MACHINES FOR PERFORATING, PUNCHING, CUTTING-OUT, STAMPING-OUT OR SEVERING
    • B26D1/00Cutting through work characterised by the nature or movement of the cutting member or particular materials not otherwise provided for; Apparatus or machines therefor; Cutting members therefor
    • B26D1/01Cutting through work characterised by the nature or movement of the cutting member or particular materials not otherwise provided for; Apparatus or machines therefor; Cutting members therefor involving a cutting member which does not travel with the work
    • B26D1/12Cutting through work characterised by the nature or movement of the cutting member or particular materials not otherwise provided for; Apparatus or machines therefor; Cutting members therefor involving a cutting member which does not travel with the work having a cutting member moving about an axis
    • B26D1/14Cutting through work characterised by the nature or movement of the cutting member or particular materials not otherwise provided for; Apparatus or machines therefor; Cutting members therefor involving a cutting member which does not travel with the work having a cutting member moving about an axis with a circular cutting member, e.g. disc cutter
    • B26D1/24Cutting through work characterised by the nature or movement of the cutting member or particular materials not otherwise provided for; Apparatus or machines therefor; Cutting members therefor involving a cutting member which does not travel with the work having a cutting member moving about an axis with a circular cutting member, e.g. disc cutter coacting with another disc cutter
    • B26D1/245Cutting through work characterised by the nature or movement of the cutting member or particular materials not otherwise provided for; Apparatus or machines therefor; Cutting members therefor involving a cutting member which does not travel with the work having a cutting member moving about an axis with a circular cutting member, e.g. disc cutter coacting with another disc cutter for thin material, e.g. for sheets, strips or the like

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  • Forests & Forestry (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description


  
EMI0001.0001     
  
    Werkzeug <SEP> zum <SEP> Schneiden <SEP> und/oder <SEP> Kerben <SEP> eines <SEP> <B>",v</B> <SEP> --" <SEP> \3 <SEP> ials
<tb>  und <SEP> Verfahren <SEP> dessen <SEP> Herstellung       Die Erfindung     betrifft    ein Werkzeug zum Schneiden  und/oder Kerben eines Bogenmaterials mit einem Paar  einander     gegenüberliegender,    zusammenwirkender Ma  trizenteile, von denen jeder ein oder mehrere     Verfor-          mungselemente    aufweist, die ein bestimmtes Muster bil  den, das auf einem     Matrizenteil    ein hervorstehendes  Kerbelement und auf dem andern dieser     Matrizenteile     ein aufnehmendes Kerbelement, das eine Einkerbung  festlegt,

   und/oder auf dem einen dieser     Matrizenteile    ein  erstes     Schneideglied    und auf dem andern dieser     Matri-          zenteile    ein entsprechendes Schneideglied     aufweist,    und  ein Verfahren zur Herstellung dieses Werkzeuges.  



  Viele Jahre lang bestanden die Schneid- und     Kerb-          werkzeuge,    die     gewöhnlich    zur Herstellung von     Karton-          Rohlingen    aus Pappe verwendet wurden, aus einer Rei  he einzelner Schneid- und Kerbschablonen oder Mes  sern, die von Hand in vorbestimmte Umrisse geformt  und reibend zwischen einzelnen von Hand geschnitte  nen Holzblöcken gehalten wurden, die gewöhnlich als       Furnitur      bezeichnet werden, wobei sich die Scha  blonen über die obere Fläche der Blöcke erheben, so dass  sie ein Stück Pappe schneiden oder falten, das auf ihre  freiliegenden Kanten aufgelegt und einem nach unten       gerichteten    Druck ausgesetzt wird.

       In    der üblichen Pra  xis haben die hölzernen       Furnitur         -Blöcke    eine Dicke  von 19 mm und die Messer eine Höhe im Bereich von  23 bis 25,4 mm. so dass sich die Messer über die Block  oberfläche um 3,9 bis 6,3 mm erheben.

   Bei der Vorbe  reitung des Werkzeugs für die Arbeit in einer Presse, um  Kartonrohlinge auszustanzen, wird die aus Messern,  Schablonen und Holzblöcken bestehende Zusammen  stellung auf der     Pressenplatte    befestigt und das gegen  überliegende     Pressenteil,    bei dem es sich um eine Rück  platte oder einen Zylinder     handeln    kann, der mit einem  harten schweren Gegenpapier bedeckt ist, mit dem  Schneid- und Kerbwerkzeug in Berührung gebracht, wo  durch sich in dem Gegenpapier ein Eindruck der  Schneid- und Kerbschablonen in ihrer genauen Anord  nung ausbildet.

   Das Gegenpapier wird dann von Hand  in den Flächen weggeschnitten, in denen Schneid- und  Kerbschablonen einen Eindruck hinterliessen, wodurch    ein negatives Gegenstück für die positiven Schneid- und  Kerbschablonen in dem Gegenpapier gebildet wird.  



  Diese herkömmliche Werkzeugvorbereitung und Ein  richtung der Presse erfordern sehr viel Arbeit, sind zeit  raubend und teuer wegen der vielen Handarbeiten, die  zur Vorbereitung, zur Zusammenstellung und zum     Ver-          schliessen    der Messer, Kerbschablonen und     hölzernen          Furnitur    der positiven Form notwendig sind, und auch  wegen der Vorbereitung des negativen     Gegenpapier-Ge-          genstücks    von Hand.

   Darüber hinaus hängt die Ge  nauigkeit, mit der     Kartonrohlinge    mit einem Werkzeug  dieser     Art    geschnitten und gekerbt werden können, in  gleichem Masse von der Fähigkeit und der Kunstfertig  keit, mit der die einzelnen Schablonen und Messer vor  bereitet und gebogen und die einzelnen hölzernen     Fur-          nitur-Blöcke    geschnitten und eingepasst werden, um die  positive Form des Werkzeugs zu bilden, wie von der  Sorgfalt ab, mit der das Gegenpapier von Hand gerillt  wird, um mit den Messern und Schablonen des positi  ven Werkzeugs zusammenzuarbeiten. Da jedes Stück von  jedem Werkzeug einzeln und von Hand hergestellt wer  den muss, ist eine genaue Reproduzierbarkeit zwischen  irgendwelchen zwei Werkzeugen kaum zu erreichen.

   Die  Vielzahl der getrennten Stücke, die reibend in einem  Rahmen zusammengehalten werden, wird verschiedenen       Verformungsspannungen    auf der Presse unterworfen  und gerät häufig ausser     Fluchtung.    Daraus ergibt sich  ein nicht zufriedenstellendes Schneiden und Kerben des  Pappmaterials. Gelegentlich springt das gesamte Werk  zeug aus dem Halterahmen und     zerfällt    in seine einzel  nen Bestandteile. Dadurch wird eine mühsame arbeits  reiche Wiederzusammenstellung und Einrichtung der  Presse notwendig.  



  Gemäss dieser     Erfindung    wurde gefunden, dass die  zahlreichen kostspieligen und umfangreichen Handar  beiten zur Herstellung herkömmlicher Werkzeuge aus  geschlossen werden können durch die Verwendung zu  sammenarbeitender gegenüberliegender Werkzeuge, die  aus einheitlichen Platten gebildet sind, deren Arbeits  elemente der Werkzeuge mit den Platten aus einem  Stück bestehen und in einem flachen Relief über den      Untergrundflächen der Werkzeugplatten hervorstehen.  Solche Werkzeuge können wirtschaftlich hergestellt wer  den, indem Teile einer dünnen Platte entfernt werden,  um die Hintergrundflächen oder vertieften Flächen der  Platte zu bilden, wobei die Kerb- und     Schneidkanten     über die so geformten Hintergrundflächen hervorstehen.

    Ein weiterer Nachteil herkömmlicher Werkzeuge ist in  der Tatsache begründet, dass, da die     Schneidmesser    aus  vielen kleinen Stücken zusammengesetzt werden, eine  grosse Anzahl von nichtfortlaufenden (diskontinuierli  chen) Schnitten erzeugt wird. Die Werkzeuge gemäss  dieser Erfindung haben den Vorteil, dass die     Schneid-          und    Kerblinien darauf ununterbrochen (fortlaufend) sind.  



  Das     erfindungsgemässe    Werkzeug ist dadurch ge  kennzeichnet. dass jeder     Matrizenteil    diese Paares ein  einziges Stück bildet, wobei die     Verformungselemente     in einem leicht überhöhten Relief auf der     Verformungs-          oberfläche    eines jeden dieser     Matrizenteile    vorgesehen  sind, um das bestimmte Muster in dauernder, fester Lage  festzulegen, wobei das hervorstehende Kerbelement einen  aus einem Stück bestehenden, erhöhten Bereich, der auf  dem einen     Matrizenteil    vorgesehen ist, aufweist und das  aufnehmende Kerbelement ein unterteiltes Paar von aus  einem Stück bestehenden, erhöhten Bereichen aufweist,

    die auf dem andern dieser     Matrizenteile    vorgesehen sind  und die genannte Einkerbung festlegen, und/oder wo  bei das erste Schneideglied einen aus einem Stück be  stehenden, erhöhten Bereich aufweist, der auf dem einen  dieser     Matrizenteile    vorgesehen ist und dessen Längs  achse leicht auf die eine Seite der gewünschten Schnitt  linie versetzt ist und das zweite Schneideglied einen aus  einem Stück bestehenden, erhöhten Bereich aufweist,  der auf dem andern dieser     Matrizenteile    vorgesehen ist  und dessen Längsachse leicht auf die gegenüberliegende  Seite der gewünschten Schnittlinie verschoben ist,

   und  das     erfindungsgemässe    Verfahren kennzeichnet sich  durch ein photographisches Aufbringen von Planbil  dern der     Verformungselemente    in Übereinstimmung auf  entsprechend lichtempfindlich gemachte     Matrizenteile     und durch ein chemisches Entfernen von Material von  den entsprechenden     Matrizenteilen    mit Ausnahme der  Bereiche, die photographisch aufgebrachte Bilder tra  gen, um hervorstehende und aufnehmende     Kerbelemen-          te        bestehen    zu lassen,

   die     Quetsch-    und/oder Schneide  glieder als mit ihnen ein Stück bildende Teile in leicht  über die Grundfläche dieser     Matrizenteile    erhöhten Re  liefs enthalten.  



  Die Werkzeugelemente der vorliegenden     Erfindung     können bei der Herstellung von Kartonrohlingen in  Pressen mit flachem Bett und in solchen mit einem fla  chen Bett und einem rotierenden Gegenstück sowie in  Pressen, bei denen beide     Arbeitsteile    rotieren, verwendet  werden, wie unten genauer beschrieben werden wird.  



  Die     Prinzipien    der vorliegenden     Erfindung    werden  am besten aus der folgenden beispielsweisen Beschrei  bung und den beiliegenden Zeichnungen verstanden wer  den.  



       Fig.    1 ist eine Draufsicht auf ein fotografisches Po  sitiv, das zur Herstellung der positiven Werkzeugplatte       gemäss    der Erfindung verwendet wird,       Fig.2    ist eine Draufsicht auf ein fotografisches Po  sitiv, das zur Herstellung der komplementären negati  ven Werkzeugplatte verwendet wird,       Fig.3    ist eine Draufsicht eines fotozusammengesetz  ten Liniengitters, das der eine Schritt bei der Herstel  lung des Positivs der     Fig.    1 ist,         Fig.4    stellt einen weiteren Schritt bei der Herstel  lung des Positivs der     Fig.    1 dar,       Fig.5    ist eine Draufsicht eines Beispiels für die  Zeichnungstype,

   die bei der Herstellung fluchtender Ar  beitselemente auf gegenüberliegenden Werkzeugteilen  gemäss dem bevorzugten Verfahren der Erfindung ver  wendet wird,       Fig.    5a ist eine     vergrösserte    Ansicht eines Ausschnit  tes der Zeichnung der     Fig.    5,       Fig.    6 stellt die optische Übertragung des gewünsch  ten Bildes von der Zeichnung auf einen lichtempfindli  chen Film oder eine Platte dar,       Fig.7    stellt das Aufbringen eines Bildes von dem  fotografischen Filmnegativ auf eine Metallplatte mit  einem lichtempfindlichen Überzug dar,

         Fig.    8a und     Fig.    8b sind vergrösserte perspektivi  sche Ansichten zusammengehöriger Flächen fertiger po  sitiver und negativer Werkzeugplatten, die entsprechend  die erhöhten, mit der Platte aus einem Stück bestehen  den Schneid- und Kerbelemente in sehr flachem Relief  über dem geätzten Plattenhintergrund zeigen,       Fig.9    ist eine perspektivische Ansicht, die die Ver  schiebung der einen Werkzeugplatte aus der über der  komplementären Werkzeugplatte in Übereinstimmung  liegenden Stellung in die Arbeitsstellung an dem Stütz  zylinder der Presse als Teil der Einrichtung der Presse  zeigt,       Fig.    10 ist eine auseinandergenommene perspektivi  sche Ansicht,

   die das Paar der Werkzeugplatten der Fi  guren 8a und 8b teilweise weggeschnitten zeigt, die für  die Arbeit an einem Pappbogen angeordnet sind, wel  cher dazwischen gelegt wird, und zeigt das sich erge  bende Schneiden und Kerben der Pappe,       Fig.    11 ist eine teilweise Schnittansicht einer bevor  zugten Form der Erfindung, in der jede der Werkzeug  platten an der äusseren Oberfläche eines zylindrischen  oder     drehkörp--rförmigen        Pressenteiles    festgeklemmt ist,       Fig.    12 ist eine stark vergrösserte     Querschnittsansicht     eines Teiles der positiven und negativen Werkzeugplat  ten in Übereinstimmung,

   die sowohl ein positives als  auch ein negatives Kerbelement und ein zusammenge  höriges Paar von Schnitteilen zeigt,       Fig.l2a    ist eine abgeänderte Ansicht eines Teiles  der     Fig.    12, das ein Paar Schneideteile zeigt,       Fig.    13 ist eine vergrösserte     Querschnittsansicht    einer  positiven und einer negativen Kerbform gemäss der vor  liegenden Erfindung, die in Verbindung mit herkömmli  chen     Schneidwerkzeugen    verwendet wird,       Fig.    14 ist eine vergrösserte     Querschnittsansicht    einer  weiteren Abänderung dieser     Erfindung,

      und       Fig.    15 ist eine vergrösserte     Querschnittsansicht    durch  ein Werkzeug, welches gemäss der vorliegenden Erfin  dung bereitet ist.  



  Zum einfacheren Verständnis der Erfindung werden  zuerst die verschiedenen Verfahren zur Herstellung der  neuen und verbesserten Werkzeuge dieser Erfindung be  schrieben.  



  Die neuen und verbesserten Schneid- und/oder     Kerb-          werkzeuge    dieser     Erfindung    werden hergestellt, indem  man chemisch zwei Werkzeugteile,     z.B.    Metallplatten,  ätzt, die fotozusammengesetzte Bilder komplementärer  Schneid- und/oder Kerbelemente in der Form einer     Re-          servage    tragen, welche das Ätzmittel darin hindert, die  Werkzeugteile,     z.B.    das Metall, in den Bildflächen an  zugreifen. Der Einfachheit halber werden die beiden  Werkzeugteile, die zusammen ein Schneid- und/oder      Kerbwerkzeug bilden, hierin als positive bzw. negative  Werkzeugplatten bezeichnet.  



  Die Werkzeugteile oder Platten können aus irgend  einem,     d.h.    einer Vielzahl     ätzbarer    Metalle bestehen, wie  Magnesium, Kupfer, Stahl, Bronze und dgl., wobei die  Wahl des bestimmten, in einem gegebenen Fall zu ver  wendenden Metalls von der relativen Wichtigkeit ver  schiedener Faktoren, wie der Dauerhaftigkeit, der Schnel  ligkeit und Leichtigkeit des     Ätzens,    der Biegsamkeit, der  Wirtschaftlichkeit und anderer ähnlicher Faktoren ab  hängt. Das verwendete Ätzmittel wird von dem beson  deren zu ätzenden Metall abhängen; zufriedenstellende  Ätzmittel für jedes der aufgeführten Metalle sowie für  andere     ätzbare    Metalle sind dem Fachmann bekannt.

    Im allgemeinen wird Magnesium am häufigsten in einem       Ätzmittelbad    geätzt, dessen Zusammenstellung haupt  sächlich auf Salpetersäure basiert, wogegen Kupfer,  Stahl und Bronze üblicherweise mit     Ferrichlorid-Ätz-          mittelzusammenstellungen    geätzt werden, obwohl Am  moniumpersulfat und andere oxydierende Ätzmittel auch  verwendet werden können.  



  Auf ähnliche Weise können die Werkzeugteile oder  -platten aus     einer        fotopolymerisierbaren    Kunststoffmas  se, wie lichtempfindlich gemachtem Nylon oder einer     fo-          topolymerisierbaren    Masse eines     Divinylesters    von     Po-          lyäthylenglykol    oder dergleichen bestehen. Die Ver  wendung     fotopolymerisierbarer    Kunststoffmaterialien zur  Herstellung der Werkzeugplatten dieser Erfindung     um-          fasst    gewisse Abänderungen des Grundprozesses, wie er  bei Metall angewandt wird, wobei solche Abänderun  gen dem Fachmann offensichtlich sind.  



  Die Platten, die den     Reservageüberzug    in den Flä  chen tragen, welche den Schneid- und/oder     Kerbelemen-          ten    der     Werkzeuge    entsprechen, können auf einer An  zahl von Wegen hergestellt werden. So kann     z.B.    eine       Modelldraufsichtszeichnung    der Schneid- u.     Kerbelemen-          te    für die positiven und negativen Platten, exakt wie sie  in der fertigen Werkzeugplatte erscheinen, hergestellt  und fotographisch auf die vorher     lichtempfindlich    ge  machten Werkzeugplatten nach herkömmlichen Verfah  ren aufgebracht werden.

   Die Platten können danach nach  Entfernung der lichtempfindlichen     Reservage    von den  jenigen Flächen der Platte, die keine Linienbilder der  Schneid- und/oder Kerbelemente tragen, geätzt werden.  



  Bei einem anderen Verfahren zur Herstellung der  neuen und verbesserten Schneid- und Kerbwerkzeuge  wird ein fotografisches Positiv der Schnittlinien- und       Kerblinienelemente    der positiven Werkzeugplatte in vor  bestimmtem Abstand voneinander, wie in     Fig.    1 gezeigt,  und auf solche Weise hergestellt, dass die fotographi  sche Darstellung jeder Kerblinie von der genauen ge  wünschten Breite für das fertige positive Kerbelement  ist. Ein entsprechendes fotografisches Positiv der ne  gativen Werkzeugelemente, wie es in     Fig.    2 gezeigt wird,  wird auf ähnliche Weise hergestellt.

   Diese fotozusam  mengesetzten Positive werden vorzugsweise auf einer ab  messungsbeständigen, durchsichtigen Grundlage, wie  Glas, hergestellt, die mit einer fotografischen Emulsion  überzogen ist, und die positiven Bilder werden später auf  die Werkzeugplatten aus Metall übertragen, wie unten  beschrieben werden wird.  



  Um die obengenannten Positive herzustellen, wird  die lichtempfindliche Glasplatte von einem Lichtspalt  belichtet, dessen Breite genau der Breite des gewünschten  Kerbelements entlang einer Linie entspricht, die einer der  Kerblinien entspricht,     z.B.    der Kerblinie 42 in     Fig.    3, in  dem gewünschten Kartonrohling, und ausgehend von    dieser Linie wird der Lichtspalt dann der Reihe nach  fotomechanisch in     jede    der Stellungen gebracht, die den  anderen     Kartonkerblinien    43 bis 47 entsprechen, die  parallel zu der ersten gewählten Kerblinie liegen.

   Die  ses Verfahren und die nachfolgenden fotomechanischen  Schritte werden bequem mit einer herkömmlichen Foto  zusammensetzungsmaschine ausgeführt, wie sie von der  Rutherford     Machinery    Division     Sun        Chemical    Corpo  ration, New York,     NX.,    USA, gebaut und vertrieben  wird. Auf die gleiche Weise wird ein     Lichtspalt-Foto-          bild    erzeugt, das jeder der geraden Schnittlinien 51 bis  56 entspricht, die parallel zu den obengenannten     Kerb-          linien    in ihrem richtigen Abstand liegen.

   Die Glasplatte  wird um 90  gedreht und das Verfahren wiederholt, um  Fotobilder des Lichtspaltes entsprechend den Kerblinien  61 und 62 und den Schnittlinien 71, 72, 75 und 76 zu  erhalten, die senkrecht zu dem ersten Satz Schnitt- und  Kerblinien verlaufen.  



  Ungewünschte Abschnitte zahlreicher Linien in dem  sich ergebenden     Fotobildgitter    werden mechanisch oder  chemisch auf bekanntem Wege entfernt, woraus sich  ein teilweises Liniengitter der     Fig.    4 ergibt, und Bilder  gekrümmter     Schnittlinienelemente    82, 84, 85 und 86,       Fig.    1, der verschiedenen Kartonverschlüsse, gekrümmte  Kerben, winklige Kerben und Schnittlinien 73, 74, 81,  83, 91, 92, 93 und 94 und dgl. werden fotomechanisch in  ihrer richtigen Stellung in dem     Gesamtgrundriss    des  Werkzeuges eingesetzt.

   Diese Bilder können bequem  hergestellt werden, indem ein fotografisches Negativ  einer handgezeichneten gekrümmten oder winkligen Li  nie der richtigen Form und Linienbreite oder nach be  kannten     Anreissverfahren    hergestellt wird. Das sich er  gebende positive Bild wird in     Fig.    1 gezeigt.  



  Es ist zu bemerken, dass die     Lichtspalt-Fotobilder,     die die Kerbschablonen darstellen, genau auf den ge  wünschten     Kerblinienabschnittstellungen    in dem end  gültigen Kartonrohling angeordnet werden, während die  Fotobilder der Schnittlinien so angeordnet werden, dass  die eine Kante des Linienbildes unmittelbar neben der  gewünschten tatsächlichen Schnittlinie liegt und sogar  die Schnittlinie um wenige Tausendstel eines Millime  ters überdecken kann.

   Darüber hinaus ist auch die  Breite des Lichtspaltes bei der Herstellung des     Kerb-          linien-Fotobildes    kritisch, während sie nicht bei der  Herstellung des entsprechenden Bildes des Schnittlinien  werkzeugelements kritisch ist, welches von jeder beque  men Breite sein kann mit den Grenzen, die durch den  verfügbaren Raum und durch die Anforderungen an ge  eignete Festigkeit des endgültigen     Schneidelements    ge  geben sind, um Verdrehung und Verformung zu wider  stehen.  



  Das fotografische Positiv der negativen Werkzeug  plattenelemente, das in     Fig.    2 gezeigt wird, wird auf die  gleiche Weise hergestellt, wie sie für das Positiv des  positiven Werkzeugs beschrieben ist, mit gewissen Un  terschieden, die von der Art der negativen     Kerbelemen-          te    abhängen. Das fotografische Positivbild jedes nega  tiven Kerbelements besteht aus einem Paar von Linien  42a und b, 43a und b usw., die im gleichen Abstand  auf jeder Seite der     Linie    der gewünschten Faltung in  dem Pappmaterial, welches     zu    schneiden und zu falten  ist, angeordnet sind.

   Der Abstand zwischen diesen Li  nienbildern des negativen     Faltwerkzeugelements    bezieht  sich auf die Dicke des von dem fertigen Werkzeug zu  schneidenden und kerbenden Pappmaterials. Dieser Ab  stand beträgt vorzugsweise das 2,0- bis     4,0-fache    der       Pappmaterialdicke,    wobei das 2,5- bis     3,5-fache    dieser           Dicke    am günstigsten ist.

   Die Linienbilder werden durch  fotomechanisches     Verschieben    des Lichtspaltes um eine  Hälfte des gewünschten Abstandes in der einen Rich  tung fort von der ursprünglich eingestellten Stellung,  die bei der Herstellung des Bildes 42 des positiven  Kerbelements verwendet wurde, um das Bild     42a,    43a  usw. herzustellen. und durch darauffolgendes Verschie  ben des Lichtspaltes um den gleichen Abstand zur an  deren Seite der für die positiven Elemente eingestellten  Stellung erzielt, um das Bild 42b, 43b usw. herzustel  len. woraus sich zwei Spaltbilder ergeben, und zwar je  eines auf jeder Seite der Stellung des positiven Werk  zeugelementbildes im gleichen Abstand von diesem.

   Die  Breite der Bildlinien des negativen Kerbelementes ist  nicht wie bei dem positiven Element kritisch, sollte je  doch breit genug sein, um dem endgültigen     Kerbwerk-          zeugelement    ausreichende Festigkeit zu -eben. Sie sind  vorzugsweise mindestens so breit wie das Bild des po  sitiven Kerbelements und können von jeder     zweckmäs-          sigen    grösseren Breite sein, wobei der verfügbare Platz  auf der Platte Grenzen setzt.  



  Die Fotobilder der Schneideteile 51a, 52a, 53a usw.,  die einen Teil der negativen Platte bilden, werden foto  zusammengesetzt, wie es bei der Herstellung des positiven  Plattenbildes beschrieben worden ist, mit der Ausnah  me, dass sie benachbart, aber auf gegenüberliegenden  Seiten der entsprechenden gewünschten Schnittlinien  stellungen von den     Schnittlinienteilbildern    des Positivs  der positiven Platte liegen. Auch sie können, wenn es       zweckmässig    ist, um ein Paar Tausendstel Millimeter       über    der gewünschten     Schnittlinienstellung    liegen.  



  Wenn so die positiven und negativen Positivbilder  in Übereinstimmung übereinander gelegt werden, sind  die Bilder der positiven Kerblinien in der Mitte zwi  schen den     Linienbildernpaaren    der negativen     Kerbele-          mente    angeordnet und die     Schnitteilbilder,    von denen  das eine Teil zu dem negativen Positivbild und das an  dere Teil zu dem positiven Positivbild gehört, werden  in Paaren unmittelbar     neb--n    den gewünschten Schnitt  linienstellungen liegen,

   wobei das eine Teil sich in dem  positiven Positivbild befindet und praktisch vollständig  auf der einen Seite der     Schnittlinienstellung    liegt und  das andere Teil des Paares sich in dem negativen Posi  tivbild befindet und praktisch vollständig auf der gegen  überliegenden Seite der     Schnittlinienstellung        liegt.    Nur  eine geringe     Überlappung    dieser beiden Bilder ist     zweck-          mässig        oder    zulässig. wie in Einzelheiten hierin später  beschrieben werden wird.  



  Die sich ergebenden, vollständig fotozusammengesetz  ten. fotografischen Bilder der positiven und negativen  Schneid- und Kerbelemente werden getrennt fotogra  fisch durch das Medium geeigneter Negative auf ge  trennte Bögen eines geeigneten     ätzbaren    Metalls über  tragen, welches einen Überzug aus lichtempfindlicher       Reservage    trägt.

   Die belichteten Metallbleche werden  dann entwickelt und auf herkömmliche Weise fixiert,  und die sich ergebenden Bögen, die einen schützenden       Reservageüberzug    nur in den Flächen tragen, die den  Schneid- und Kerbelementen entsprechen, werden in  einem geeigneten     Ätzmittelbad    auf eine Tiefe im Be  reich von<B>0,13</B> bis 0,88 mm in Abhängigkeit von dem  zu schneidenden und zu kerbenden Werkstoff geätzt.  Die fertigen positiven und     negativen    Werkzeugbögen  werden dann die Schneid- und Kerbelemente in einem  sehr flachen Relief auf den dünnen biegsamen Metall  platten tragen.

      Ein weiteres Verfahren zur Herstellung der neuen  und verbesserten Werkzeuge, das die     bevorzugte    Aus  führungsform des Verfahrens dieser Erfindung darstellt,  enthält die Verwendung von nur einer einzigen Zeich  nung eines Kartonrohlings oder eines anderen gewünsch  ten Schneid-, Kerb- oder Prägemusters im Unterschied  zur Verwendung einer vollständigen Zeichnung für jede  der herzustellenden Werkzeugplatten. Es ist von beson  derer Wichtigkeit, dass die Arbeitskanten oder     -elemente     auf den     gegenübc-rliegenden    Werkzeugteilen genau in  bezug aufeinander fluchten, damit die gewünschten  Schneid-. Kerb- oder Prägearbeitsgänge eintreten, wenn  die Werkzeuge verwendet werden.  



  Dieses bevorzugte Verfahren erzeugt Werkzeuge mit  der notwendigen     Fluchtung    auf eine sehr wirtschaftli  che Weise.  



  In dieser bevorzugten Ausführungsform wird eine  einzige Zeichnung im allgemeinen die zusammengesetz  ten Arbeitsflächen auf jedem der gegenüberliegenden  Werkzeugteile oder -platten darstellen, wobei ein ge  wünschter Abschnitt der zusammengesetzten Zeichnung  herausgetrennt und auf eine Platte aufgebracht wird,  deren Oberfläche auf bekanntem Wege lichtempfindlich  gemacht wurde. Ein anderer Teil des zusammengesetzten  Bildes wird herausgetrennt und auf eine zweite Platte auf  gebracht, um ein zusammenpassendes Bild eines zusam  menpassenden     gegenüberliegenden    Werkzeugteiles her  zustellen. Die Platten werden daraufhin nach Entfernung  der lichtempfindlichen     Reservage    von denjenigen Flä  chen der entsprechenden Platte, die keine Bilder von  Schneid- und Kerbelementen tragen, geätzt.  



  Wie     Fig.    5 zeigt. trägt ein Bogen 1 einer Zusammen  setzung der unten beschriebenen Art eine Linienzeich  nung 2 der zusammengesetzten Arbeitsflächen der zu  erzeugenden gegenüberliegenden Werkzeugteile. In die  ser Zeichnung werden die     Arbeitsoberflächen    der einen  der Werkzeugplatten einschliesslich einer ausreichenden  Menge, um einen Unterschnitt des     Reservageüberzugs     durch die     Ätzlösung    zu erlauben, durch ein Anzeige  medium (siehe auch     Fig.    5a) angezeigt, während diejeni  gen des gegenüberliegenden Werkzeugteiles von einem  zweiten     Anzeigemedium    4 angezeigt werden.

   Flächen,  in denen die Werkzeugoberflächen der beiden Werk  zeugplatten einander überlappen, werden durch ein wei  teres     Anzeigemedium    5 aufgezeigt. Diese     Anzeigemedien     werden so ausgewählt, dass die Medien 3 und 4 durch  Verwendung von Farbfiltern oder durch Verwendung  von Sätzen verschiedenfarbiger     Lampen    zur Beleuchtung  des Bogens 1 in dem Zeitpunkt, wenn Bilder davon auf  eine farbempfindliche fotografische Oberfläche aufge  bracht werden, oder durch die Verwendung von für be  stimmte Wellenlängen empfindlichen, aber für andere  Wellenlängen unempfindlichen fotografischen Filmen  voneinander getrennt werden können.

   Das     Anzeigeme-          dium    5 wird so gewählt. dass die     optisch-fotografischen     Techniken. die zur wahlweisen Trennung der Medien 3  und 4 verwendet werden, das Medium 5 nicht heraus  trennen. Auf diese Weise können zwei     fotografische    Ne  gative 6 hergestellt werden. von denen das eine das Bild  der von den Medien 3 und 5 angezeigten Flächen trägt  (wobei das Bild des Mediums 4 durch die Verwendung  einer bestimmten     optisch-fotografischen    Technik ausge  schaltet wurde), und das zweite das aufgebrachte Bild  der von den Medien 4 und 5 angezeigten Flächen trägt  (wobei das Bild des Mediums 3 durch eine geeignete       optisch-fotografische    Technik ausgeschaltet wurde).

   Die  Faltlinien werden in den Figuren 5 und 5a von den Buch-           staben    a gekennzeichnet, während Schnittlinien den  Buchstaben b tragen.  



  In der bevorzugten Art der Durchführung des Ver  fahrens sind die Medien 3 und 4     Komplementärfarben,     die leicht voneinander durch die Verwendung von Farb  filtern getrennt werden können. Diese Farben sind in       Fig.    5 als rot und blau angegeben. Es können jedoch  viele andere Kombinationen von     Komplementärfarben     verwendet werden, die dem Fachmann bekannt sind, wie  rot und grün, gelb und blau, orange und Purpur.

   Die  Medien brauchen     keine    Farben zu sein, sondern das eine  der Medien kann stattdessen eine Zusammensetzung  sein, die unter bestimmten Beleuchtungsverhältnissen       fluoresziiert,    wogegen das andere Medium eine beson  dere Grauschattierung sein kann, die leicht durch Be  leuchtungstechniken von der     fluoresziierenden    Zusam  mensetzung getrennt werden kann.  



  In     Fig.    5 ist das Medium 5 schwarz. Es ist jedoch  offensichtlich, dass viele andere Farben auch geeignet  sind, insbesondere in diesem Fall Purpur, was eine  Kombination von rot und blau ist, die in     Fig.    5 ver  wendet wurde. Aus der folgenden Beschreibung ergibt  sich, dass das dritte Medium in vielen Fällen unnötig  ist, da keine     überlappung    der Arbeitsoberflächen in der  Linienzeichnung 2 gebraucht wird, wenn     z.B.    von dem       Werkzeug    nur ein Kerben ausgeführt werden soll.  



  Die Zeichnung 1 kann auf jedem geeigneten Mate  rial, wie Papier oder Kunststoffilm, hergestellt werden.  Da jedoch ein hoher Grad an Präzision bei den herge  stellten Werkzeugen notwendig ist, ist es zweckmässig,  dass das Material von hoher Abmessungsbeständigkeit  ist. Ein Beispiel für ein geeignetes Material ist ein Bo  gen aus     Polyäthylenterephthalat.    Die Linien der Zeich  nung 1 können genau mit Tinte aufgezeichnet werden  oder mit farbigen Streifen ausgewählter Breite und Far  be niedergelegt sein. Wie in     Fig.    6 zu sehen ist, wird  das Bild des gewünschten Abschnittes der Linienzeich  nung 2 auf den lichtempfindlichen Film bzw. die licht  empfindliche Platte 6 aufgebracht. Die Aufnahme wird  leicht mit Hilfe einer Kamera 7 vorgenommen.

   Um die  Genauigkeit der Anordnung der Arbeitsoberflächen auf  den zu erzeugenden Werkzeugplatten zu steigern, soll  ten die Linienzeichnungen 2 offensichtlich in einem     ver-          grösserten    Massstab hergestellt und dann fotografisch  verkleinert werden, denn wenn     z.B.    die beim Zeichnen  erreichbare Genauigkeit   0,13 mm beträgt, und die  Grösse des Bildes um den Faktor 5 verkleinert wird, be  trägt die Maximalabweichung des fotografisch aufge  brachten Bildes nur noch   0,025 mm.  



  In dieser     Ausführungsform    der Erfindung werden  vorzugsweise zwei fotografische Negative, von denen je  des das Bild der Arbeitsoberflächen einer der Werkzeug  platten trägt, wie oben beschrieben, auf dem Film 6 er  zeugt. Wie in     Fig.    7 gezeigt, wird dann jedes Negativ 6  in direkte Berührung mit der Oberfläche einer Metall  platte 8 gebracht, die mit einer lichtempfindlichen     Re-          servage    9 überzogen ist. Der Überzug 9 wird dann durch  eine Lichtquelle 10 durch das Negativ 6 hindurch be  lichtet. Da das Negativ nur in den Teilen lichtdurchläs  sig ist, die dem Bild 2 entsprechen, wird dieses selbe Bild  auf den Überzug 9 aufgebraucht.  



  Die belichteten Metallbleche oder -platten werden  dann entwickelt und fixiert und die sich ergebenden  Bleche auf eine Tiefe im Bereich von 0,13 bis 0,88 mm  geätzt, wie in dem Fall der belichteten Bleche in dem  oben beschriebenen Verfahren.    Die folgenden Beispiele werden das bevorzugte Ver  fahren der Erfindung weiter darstellen.  



  <I>Beispiel 1.</I>  



  Stahlwerkzeuge werden zur Verwendung beim Aus  schneiden und Kerben von     Pappkarton-Rohlingen    her  gestellt. Faltelemente sind auf gegenüberliegenden Werk  zeugplatten vorgesehen, um beim Falten des Bogenma  terials an den Stellen, an denen es zu falten ist, zusam  menzuarbeiten, und es sind     Schneidelemente    vorgesehen,  um einen Umriss des     Kartonrohlings    auszuschneiden und  den Kartonrohling mit den gewünschten Schlitzen und  Kerben zu versehen. Der Kartonrohling wird auf einen  Bogen von     Polyäthylenterephthalat    in einem Massstab  von 5 : 1 zur gewünschten Endgrösse des Kartons auf  gezeichnet. Der Grundriss und die Zeichnung der Li  nienbreite werden mit Bleistift ausgeführt.

   Schwarze Tin  te wird dann auf die Teile aufgetragen, in denen sich  die Arbeitselemente einander überlappen, wobei auch  eine Zugabe für Unterschnitt der     Reservageüberzüge     durch die     Ätzlösung    gemacht wird. Es ist bekannt, dass  beim Ätzen von Stahl eine     Ätzlösung    mit<B>207,</B> Salpeter  säure den Überzug um etwa 0,25 mm je Kante für eine       Ätztiefe    von 0,039 mm unterschneiden wird. Jedes der       Schneidelemente    soll sich 0,025 mm über die Schnittlinie  erstrecken,     d.h.    die     Schneidelemente    werden sich um  0,051 mm überlappen, und die endgültige Breite der  Arbeitsoberflächen soll 0,762 betragen.

   Die überlappen  den Flächen der Arbeitsoberflächen sind schwarz darzu  stellen. Die Breite der schwarzen Linien 5     (Fig.    5a) wird  dann 0,051 mm überlappen plus 0,5 mm für einen an  genommenen Unterschnitt für eine Gesamtbreite von  0,551 mm betragen. Die schwarze Fläche wird dann  über den Linien der mit Bleistift ausgefüllten Zeich  nung liegen, die die Schnittlinien in dem fertigen Karton  rohling darstellen und sich um einen gleichen Abstand  (0,28 mm) auf jeder Seite der mit Bleistift ausgezoge  nen Mittellinie erstrecken.

   Die Arbeitsoberflächen der       Schneidelemente    des einen der Werkzeuge     ausschliess-          lich    der     überlappungsfläche    werden mit roter Tinte ein  gezeichnet, während die entsprechenden Abschnitte der  Arbeitsoberflächen der     Schneidelemente    in dem anderen  Werkzeug mit der     Komplementärfarbe    blau gezeichnet  werden.

   Der Abstand von der Mittellinie zur Kante der  Arbeitsoberfläche beträgt 0,76 mm (0,762 mm weniger  0 002 mm     überlappung).    Zu dieser Abmessung werden  0,25 mm hinzugefügt, um einen Unterschnitt an der  Aussenkante zu ermöglichen, woraus sich ein Gesamt  abstand von 1,01 mm von der Mittellinie zur Kante  der roten oder blauen Linien ergibt. Kerboberflächen  mit einer Breite von 0,5 mm werden durch die Ver  wendung einer blauen Linie von 1,02 mm Breite in der  Mitte über der Kerblinie hergestellt. Eine rote Linie von  1.02 mm Breite liegt auf jeder Seite der blauen Linie.  Ausreichender Zwischenraum zwischen den zusammen  arbeitenden Elementen ist durch den Unterschnitt der       Ätzlösung    sichergestellt.

   Alle genannten Abmessungen  werden mit dem Grössenfaktor 5 multipliziert und die  Zeichnung in den entsprechenden Farben mit Tinte aus  gezogen. Die Zeichnung wird von herkömmlichen Wolf  ramlampen beleuchtet. Eine Kamera wird dann für  eine Grössenverkleinerung um den Faktor 5 eingestellt,  und zwei Aufnahmen werden auf getrennten fotografi  schen Platten gemacht, und zwar die erste mit einem  Rotfilter und die zweite mit einem Blaufilter. Zwei fo  tografische Negative werden von den beiden Aufnahmen  hergestellt. Das eine wird die fotografischen Darstellun-      gen der blauen und schwarzen Flächen und das andere  die der roten und schwarzen Flächen zeigen.

   Jedes Ne  gativ wird nach herkömmlicher Entwicklung mit der  Oberfläche einer mit einer lichtempfindlichen     Reservage-          zusammensetzung    überzogenen Stahlplatte in Berüh  rung gebracht. Die überzogenen Stahlplatten werden  dann durch die fotografischen Negative belichtet, um  Bilder der Linienbreiten aufzutragen     einschliesslich    der  Zugaben für Unterschnitt auf die     Reservagezusammen-          setzung.    die für die     Ätzlösung    in den belichteten Flächen  unlöslich wird.

   Nach dem Abwaschen des unbelichteten       Reservageüberzuges    mit Wasser, werden die belichte  ten     Reservageabschnitte    erwärmt, um ihren Widerstand       gegen    die     Ätzlösung    zu erhöhen. und die Stahlplatten  werden auf eine Tiefe von 0,039 mm durch Behandlung  mit einer     2017,1igen        Salpetersäurelösung    ungefähr 15 Mi  nuten lang geätzt.  



  <I>Beispiel Il.</I>  



  Werkzeugplatten werden aus dünnen Magnesium  blechen hergestellt. Da die Grösse des Unterschnitts bei  Verwendung der unten angegebenen     Ätzlösung    bei Ma  gnesium     vernachlässigbar    ist, braucht keine Zugabe für  Unterschnitt zu der Linienbreite in der Linienzeichnung  der Kartonrohlinge hinzugefügt zu werden.

   Die Schritte  werden wie in Beispiel I oben ausgeführt, und die Ma  gnesiumplatten werden auf eine Tiefe von 0,039 mm  geätzt, wobei eine     Ätzlösung    verwendet wird, die     111/,     Salpetersäure, 7%     Diäthylbenzol.        0,40"/c.        Dioctylnatrium-          sulfosuccinat    und     0,0001c1,    Gelatine enthält und die  letztgenannten Zusätze verwendet werden, um den Un  terschnitt des     Reservageüberzuges    durch die Säuren     aus-          zuschliessen.     



       Beispiel        11l.     



  Das Verfahren nach Beispiel I wird wiederholt, nur  dass keine Farbfilter verwendet werden und die Tren  nung der     Anzeigemedien    stattdessen erreicht wird, in  dem man eine erste Aufnahme auf einer lichtempfind  lichen Platte herstellt. die nur für die rot und schwarz ge  färbten Teile der     Zeichnung    empfindlich ist, und eine  zweite Aufnahme auf einer lichtempfindlichen Platte  herstellt. die nur für die blau und schwarz gezeichneten  Teile der     Zeichnung    empfindlich ist.  



  Bei jedem der oben beschriebenen Verfahren dieser       Erfindung    wird, wenn das die Werkzeugplatte bildende       Grundmaterial    ein     fotopolymerisierbarer    Kunststoff, wie  Nylon oder<I>eine</I>     Polyäthylenglykodivinylestermasse    ist,  das     fotozusammengesetzte    Bild der Schneid- und     Kerb-          elemente    mit Hilfe von geeigneten Negativen direkt auf  die Oberfläche des lichtempfindlichen Kunststoffbogens  übertragen, der dann entwickelt und nach herkömmli  chen Verfahren gehärtet wird für die Behandlung des  bestimmten     fotopolymerisierbaren    verwendeten Kunst  stoffmaterials.  



  Bei jedem der Verfahren dieser Erfindung können  die Platten auch als flache Bögen geätzt werden, die  dann entweder bei Pressen mit flachem Bett oder als  Wickelplatten auf den zusammenarbeitenden Zylindern  einer Drehpresse verwendet werden können. Wenn die  Platten auf Drehpressen verwendet werden sollen, kön  nen sie nach einer anderen Möglichkeit vorher gebo  gen sein. um auf die Zylinder der Presse zu passen, und  Bildaufbringung und Ätzen werden auf den vorgeschnit  tenen Platten ausgeführt.  



  Wie in     Fig.    8a und     Fig.    86 dargestellt wird, die zu  sammengehörige Abschnitte fertiger positiver bzw. ne-         gativer    Platten zeigen, besitzt die positive Werkzeug  platte, die allgemein mit der Nummer     lOlm    bezeichnet  ist, aus einem Stück bestehende erhöhte Abschnitte, die  positive Kerbelemente 161, 162 und 142 und Schneid  teile 151,<B>193,</B> 194, 152,<B>171,</B> 176, 185 und<B>186</B> in einem  flachen Relief über dem geätzten Hintergrund 102m bil  den. Die Platte 101m trägt auch Zentneröffnungen 103m,  die mechanisch in die Platte an Punkten gebohrt sind,  welche vorher fotografisch aufgebrachten     Zentrierpunk-          ten    entsprechen.

   Auf gleiche Weise trägt die negative  Werkzeugplatte     101f    zu Paaren geordnete negative     Kerb-          elemente    161a und 161b, 162a und 162b und 142a und  142b, sowie     Schneidteile    151a, 193a, 194a, 152a, 171a,  176a, 185a und 186a und     Zentrieröffnungen    103b, die  an Punkten in die Platte     gebohrt    sind, welche vorher  fotografisch aufgebrachten     Zentrierpunkten    entsprechen.

    Bei Inversion der negativen Platte 101f in Überlagerung  auf der positiven Platte 101m. wobei die entsprechenden  paarweise angeordneten Punkte 103m und 103f (und  ähnliche Paare von     Zentrieröffnungen    in anderen Ab  schnitten der Platte) in Übereinstimmung liegen, wer  den die positiven und negativen Kerbelemente und die  entsprechenden Paare der     Schneidteile    für Schneid- und  Kerbarbeitsgänge in Übereinstimmung miteinander an  geordnet sein.  



  Bei der Zusammenstellung des Werkzeugs in einer  Presse bei der Einrichtung für seine Verwendung beim  Schneiden und Kerben von     z.B.    Kartonrohlingen aus  Pappe wird die eine von dem Paar komplementärer  Werkzeugplatten in der genauen Stellung auf der Bett  platte oder dem Basiszylinder der Presse angeordnet und  durch einen geeigneten Klebstoff oder durch Klemmen  oder andere herkömmliche Mittel befestigt, und die  komplementäre     Werkzeugplatte    auf der ersten Platte  in Übereinstimmung gebracht.

   Ein geeigneter Klebstoff  wird dann entweder auf die freiliegende Rückfläche der       darüberliegenden    Werkzeugplatte oder auf das tragende  oder gegenüberliegende     Pressenteil    oder auf beide auf  gebracht, und die Presse dann daraufgelegt,     wodurch    die  zweite Werkzeugplatte klebend an dem Trag- oder     ge-          ,enüberliegenden        Pressenteil    befestigt wird, bei dem es  sich entweder um eine flache Platte oder einen Dreh  zylinder handeln kann.

   Die     Werkzeugplattenübertragung,     die unter den dynamischen Arbeitsbedingungen der Pres  se gemacht wurde, hat eine sehr schnelle Einrichtung  zur Folge, bei der die beiden Werkzeugplatten in per  fekter Übereinstimmung liegen.     Fig.    9 zeigt das Ein  richten der Presse im     Verfahren    der Übertragung der  Werkzeugplatte auf den Tragzylinder, und     Fig.    10 zeigt  die Tätigkeit der Schneid- und Kerbelemente an einem  Stück dazwischengelegter Pappe 180.  



  In der Praxis hat sich herausgestellt, dass ein doppel  seitiges druckempfindliches Cellophanband. das auf die  Rückseite der     darüberliegenden    Werkzeugplatte aufge  bracht wird, als sehr zufriedenstellendes     Medium    wirkt,  um die Übertragung und das Anhaften dieser Platte auf  bzw. an das Tragende oder gegenüberliegende Pressen  teil zu bewirken.

   Dieses     Übertragungsverfahren    des in  Übereinstimmung liegenden Werkzeuges ist gleichfalls  bei Pressen anwendbar, die eine ebene Tragplatte oder  einen sich drehenden Tragzylinder aufweisen, da die  metallische Werkzeugplatte dünn genug hergestellt wer  den     kann,    um ausreichend     biegsam    zu sein, damit sie  sich selbst entweder einer ebenen oder gekrümmten  Oberfläche anpasst, um fest an beide Typen von     Pres-          senteilen    angeklebt zu werden, und sie wird unter allen  normalen     Pressenarbeitsbedingungen    daran haften blei-           ben.    Die geringe Dicke und das sich daraus ergebende  leichte Gewicht der Werkzeugplatte machen es möglich,

    ihre anhaftende Stellung in absolut genauer überein  stimmung auf dem Tragzylinder einer Presse selbst dann  beizubehalten, wenn mit hohen Drehgeschwindigkeiten  gearbeitet wird. Wenn die Platte an ein ebenes Pressen  teil angeklebt werden muss, braucht sie selbstverständ  lich nicht so dünn zu sein, dass sie leicht gebogen wer  den kann.  



  Als allgemeine Regel kann gesagt werden, dass die  Dicke der Werkzeugteile     oder    -platten dieser Erfindung  nicht nur von der besonderen     Pressentype,    mit der sie  verwendet werden sollen, sondern auch von dem Kali  ber und der Art des Pappmaterials oder sonstigen Bo  genmaterials abhängt, welches geschnitten oder gekerbt  werden soll.  



  Die Werkzeugteile oder -platten der vorliegenden Er  findung sind sowohl beim Schneiden und Kerben von       unüberzogener    Pappe als auch bei mit einer Vielzahl  von Schutz- und Dekorationsüberzügen, wie Lacken,  Firnissen, polymeren Materialien,     z.B.        Polyolefinen    und  verschiedenen     polymerisierten        Vinylverbindungen,    über  zogenen Pappen, wirksam.  



  Die praktische Mindestdicke der Werkzeugplatten ist  um etwa 0,13 mm grösser als die Höhe der kerbenden  und schneidenden Elemente über dem geätzten Hinter  grund. So wird für die Verwendung beim Schneiden und  Falten von Pappe mit 0,25 mm Dicke die Gesamtwerk  zeugplattendicke nur etwa 0,33 mm betragen.

   Zum  Schneiden und Kerben von Pappe von 0,432 mm Dicke  wird die     Gesamtwerkzeugplattendicke    im Bereich ober  halb von etwa 0,5 mm liegen, und Plattendicken von  etwa 0,66 mm sind zufriedenstellend für die Herstel  lung von Werkzeugen zum Schneiden und Kerben von  0,66 mm dicker Pappe, wobei in jedem Fall eine geätzte  Tiefe angenommen wird, die etwa der     0,8-fachen    Dicke  der behandelten Pappe     entspricht.        Ähnliche    Verhältnis  se bestehen bei Pappe mit anderen Dicken. Die nach  diesem Verfahren hergestellten Werkzeuge haben bewie  sen, dass sie zufriedenstellend Bleche mit geringem  Dickenmass wie auch Pappe schneiden.  



  Es ist zu bemerken, dass die Schneid- und     Kerbwerk-          zeuge    sehr viel dünner und infolgedessen biegsamer sein  können als herkömmliche Schneid- und Kerbwerkzeuge,  die aus einer Zusammenstellung einzelner Schablonen  mit einem     Furnitur-Block    bestehen, wobei eine grösste  Plattendicke von 1,02 mm in der Lage ist, Schneid- und  Kerbelemente mit bestmöglichen Abmessungen für alle       normalen    Arbeitsgänge selbst bei sehr schwerem     Pap-          penmaterial    zu liefern.

   Im allgemeinen ist es vom Stand  punkt der Wirtschaftlichkeit und Verwendbarkeit     zweck-          mässig,    Werkzeugplatten zu verwenden, deren Dicke  nahe dem Mindestmass liegt. Die sehr dünnen Platten  der     Erfindung    sind ausreichend leicht im Gewicht, um  klebend sowohl an ebenen oder     zylindrischen    Pressen  teilen     befestigt    zu werden, ohne dass     Klemmen    oder  Schrauben notwendig wären. Ein bevorzugter Arbeits  gang ist es, jede der Werkzeugplatten auf der Aussen  oberfläche eines zylindrischen     Pressenteiles    festzuklem  men, wie es in     Fig.    l l gezeigt wird.  



  In     Fig.    11 haben die zusammenarbeitenden zylindri  schen     Pressenteile    11 und 12 zusammenarbeitende Werk  zeuge 13 und 14 dieser     Erfindung,    die an ihren Ober  flächen festgeklemmt sind. Diese Werkzeuge arbeiten an  einem Stück Pappe 15, das dazwischen     liegt;    die führen  de Kante der Pappe wird von einem Greifgerät 16 in  dem die Pappe tragenden Zylinder 11 gehalten.    Wenn die zusammenarbeitenden positiven und ne  gativen Werkzeugplatten dieser Erfindung jeweils an  einem zylindrischen     Pressenteil    festgeklemmt sind, müs  sen sie selbstverständlich so geformt sein, dass sie sich  nicht aus der Übereinstimmung miteinander verschieben,  wenn sie um Zylinder mit gleichem Durchmesser gebo  gen sind.

   Dies kann erreicht werden, indem nichtfunk  tionelle Abschnitte des Werkzeugs entfernt werden, um  die Querschnittflächen der Werkzeuge auszugleichen.  Wenn die Werkzeuge praktisch die gleiche Querschnitts  fläche haben, wird jedes Verschieben der Werkzeugplat  ten praktische das gleiche bleiben, so dass sie in     über-          einstimmung    bleiben. Die nichtfunktionellen Abschnitte  des Werkzeugs können durch Ätzen oder andere geeig  nete Verfahren, wie maschinelles oder chemisches Her  ausfräsen, entfernt werden.  



  Das geringe Gewicht und die Biegsamkeit der Pro  dukte dieser     Erfindung    sind von besonderem Wert bei  Pressen, bei denen mindestens eines der     Hauptarbeits-          teile    ein rotierender Zylinder ist. Werkzeugplatten, die  auf ebenen Flächen ruhen sollen, können von grösserer  Dicke sein, da die     Biegsamkeit    in diesem Fall keine Rolle  spielt, und es kann gegebenenfalls zweckmässig sein,  Platten mit einer Dicke von 12,7 mm bis 25,4 mm und  mehr zu verwenden oder die Dicke einer dünneren Werk  zeugplatte durch Ankleben einer Unterlage aus Metall,  Kunststoff, Holz oder dgl. zu vergrössern.

   Bei Pressen,  die ein Plattenteil für ein ebenes Bett mit einem zylin  drischen Teil kombinieren, ist es oft bequem, die eine  Werkzeugplatte mit Mindestdicke oder     nahezu    mit Min  destdicke auf dem Zylinder und eine etwa dickere zu  sammenpassende Werkzeugplatte auf dem ebenen  Bett zu verwenden, wo die Biegsamkeit keine Rolle  spielt.  



  Es ist oft zweckmässig, auch Löcher in den Platten  vorzusehen, um die Platten auf den     Pressenteilen    genau  in Übereinstimmung anordnen zu können. Dies kann be  quem erreicht werden, indem die Lage der Löcher in  der Zeichnung mit einem     Anzeigemittel    eingezeichnet  wird, das auf jedes hergestellte fotografische Negativ  aufgebracht wird. Die Löcher können dann genau am  gleichen Punkt in     jeder    Platte     gebohrt    werden, wobei die  fotografisch aufgebrachten Zeichen auf den Platten zur  Anordnung der Löcher verwendet werden.  



  Wenn es zweckmässig ist, können Werkzeugelemen  te direkt auf der Oberfläche eines Paares von Metall  zylindern des     deichen    Durchmessers anstatt auf dün  nen biegsamen Platten geätzt werden.  



  Im Gegensatz zu herkömmlichen Schneid- und     Kerb-          werkzeugen    für Karton, bei denen die Schneid- und  Kerbschablonen getrennte Einheiten sind, die in ihrer  richtigen Anordnung nur durch die Reibung an der da  zwischenliegenden     Furnitur    gehalten werden, sind die  Schneid- und Kerbelemente der Werkzeuge der vorlie  genden Erfindung mit der Werkzeugplatte selbst aus  einem Stück bestehende Teile. Jedes Element der Platte  ist mit äusserst möglicher Genauigkeit der fotografischen  Reproduktion abgemessen und angeordnet und wird  dauerhaft in einer Stellung gehalten, die in perfekter  Übereinstimmung mit dazugehörigen Elementen ist.

   Da  durch wurde zum ersten Mal die Herstellung und Vor  bereitung von Schneid- und     Kerbwerkzeugen    möglich,  bei denen die Abmessungen und besonderen räumlichen  Zuordnungen der verschiedenen Schneid- und     Kerbele-          mente    genau zugeschnitten werden können, um die best  mögliche Wirksamkeit bei Schneid- und     Kerbarbeitsgän-          gen    für die bestimmte Art und das bestimmte Kaliber      von Pappmaterial, das zu Kartonrohlingen verarbeitet  werden soll, zu erzielen. Da die Werkzeugelemente dar  über hinaus fotografisch zusammengesetzt sind, kann       jede    Anzahl von Werkzeugplatten hergestellt werden, die  absolut identisch sind.

   Diese perfekte     Reproduzierbar-          keit    der Werkzeugplatten stellt     einensehr    wichtigen Vor  teil der vorliegenden     Erfindung    dar.  



  Es wurde gefunden, dass die Höhe des positiven  Kerbelements, die Breite des positiven Kerbelements, die  Breite der Nut in dem negativen Kerbelement und die  Tiefe der negativen Nut Faktoren sind, die alle die  Qualität einer Kerbung beeinflussen. die in einem     Papp-          bogen    durchgeführt wird. Diese Faktoren beziehen sich  auch auf die bestimmte Art und das bestimmte Kaliber  der Pappe oder eines sonstigen behandelten Bogens.  



  Um zufriedenstellende Kerblinien in Pappe zu er  halten, sollte die Höhe h in     Fig.    12 des positiven     Kerb-          elements    161 im Bereich von 0,13 mm bis 0,88 mm über  dem     Werkzeugplattenhintergrund    liegen, abhängig von  dem Kaliber des behandelten Pappbogens. Und die Höhe  des positiven Kerbelements<B>161</B> sollte vorteilhaft zwi  schen der 0,5- und     2-fachen,    insbesondere zwischen der  0,5- und     1,1-fachen    Dicke des Pappmaterials liegen. Die  günstigste Höhe des positiven Kerbelements liegt bei der  0     8-fachen    Dicke des Pappmaterials.

   Die günstigste  Höhe h des positiven Kerbelements zum Kerben von  Pappe mit einer Dicke von 0,25 mm beträgt     z.B.     <B>0.203</B> mm, bei Pappe mit 0,432 mm Dicke etwa 0,39 mm  und     bzi    0.66 mm dicker Pappe etwa 0,558 mm.  



  Die Breite w in     Fig.    12 des positiven Kerbelements  <B>161</B> kann in dem Bereich liegen, der gleich dem 0,5- bis       2,0-fachen    der Dicke der Pappe ist, wobei die günstig  ste Breite zwischen etwa dem 0.8 bis     1,2-fachen    der     Pap-          pendicke    liegt. Zufriedenstellende Ergebnisse wurden er  zielt, wenn die Breite k der Nut zwischen den paarweise  angeordneten erhöhten Abschnitten 161a und 161b des  negativen Kerbelements im Bereich der etwa 2,0- bis       4,0-fachen    Dicke der behandelten Pappe liegt, wobei die  2.5- bis     3,5-fache    Dicke das Optimum darstellt.

   Diese       Nutbreite    entspricht der Breite w des positiven     Kerb-          elements    161 plus der 1,5- bis     2.5-fachen    Dicke des  Pappmaterials. Die Tiefe d der Nut zwischen den er  höhten Abschnitten 161a und 161b kann günstigenfalls  im Bereich der etwa 0,5- bis     1,5-fachen    Dicke des     Papp-          materials    liegen oder sogar etwas tiefer sein, obwohl eine       grössere    Tiefe keinen zusätzlichen Vorteil bietet. Die  negative Tiefe der negativen Nut sollte vorzugsweise  mindestens gleich der Höhe h des positiven     Kerbelemen-          tes    161 sein.  



  Der vertikale Spalt v zwischen den Platten     (d.h.    der  geringste vertikale Abstand zwischen den erhöhten Ab  schnitten der positiven Werkzeugplatte und den erhöh  ten Abschnitten der negativen Werkzeugplatte, wenn die  Presse zusammendrückt) übt beträchtlichen Einfluss auf  die Arbeitsweise der     Schneidelemente    aus. Ein weiterer,  eng damit zusammenhängender Faktor ist der horizon  tale Spalt g oder der seitliche Abstand zwischen den     zu-          sammenarbeitenden        Schneidkanten    181 und 182 eines  Paares von     Schneidteilen    171 und 171a, von denen das  eine mit der positiven Werkzeugplatte und das andere  mit der negativen Werkzeugplatte aus einem Stück be  steht.  



  Es hat sich herausgestellt, dass es, um zufriedenstel  lend saubere und genaue Schnittlinien in dem     Pappma-          terial    bei Verwendung der     Schneidwerkzeuge    der Er  findung zu erhalten, notwendig ist, dass der horizontale  Spalt g zwischen den     Schneidkanten    181 und 182 der         Schneidteile    nicht grösser als etwa     20%    der Dicke des  Pappmaterials, wie in     Fig.    12 gezeigt, ist, wobei die be  sten     Schneidbedingungen    bestehen, wenn die Schneid  teile sich um einen geringen Grad überlappen, wie es  in     Fig.    12a gezeigt ist,

       wobei    dieser     überlappungsgrad     normalerweise etwa     50%    der     Pappmaterialdicke    nicht  überschreiten sollte. Wenn die     überlappung    zu gross ist,  kann das Pappmaterial bloss zusammengedrückt und  nicht geschnitten werden.     D.h.,    wenn die Pappe 0.25 mm  dick ist und geschnitten und gekerbt werden soll, sollte  der horizontale Spalt g zwischen den     Schneidteilen    in der  Arbeitsstellung in der Presse in dem Bereich zwischen  -0,13 mm (was eine kombinierte     überlappung    der       Schneidteile    um 0,13 mm     bedeutet)    und +0,05 mm lie  gen.

   Zum Schneiden von Pappe mit 0,4 mm Dicke sollte  der horizontale Spalt zwischen -0 203 und +0,076 mm  liegen. Der     zweckmässige    Spaltbereich zum Schneiden  von Pappe mit 0,63 mm Dicke liegt zwischen -0,3 und       r0.13    mm; und eine entsprechende Bezugsangabe wird  für Pappe mit anderen Dicken zu berechnen sein.  



  Der vertikale Spalt v zwischen den positiven und ne  gativen Werkzeugplatten, wenn die Presse sich in zu  sammendrückender Stellung befindet, kann von einer  geringen     überlappung,    die einen guten glatten Schnitt  ergibt, bis zu einem positiven Spalt von bis zu     _50 J,    der  Dicke des zu schneidenden Pappmaterials reichen. Es  ist selbstverständlich unmöglich, unter den besonderen  Bedingungen zu arbeiten, bei denen die     Schneidelemente     sowohl horizontal als auch vertikal überlappen, so dass  sowohl g und v negative Werte haben.  



  Die     bevorzugte    Kombination der horizontalen und  vertikalen Beziehungen zwischen     Schneidteilen    zur Her  stellung eines sauberen Schnittes in Pappe von einer  Vielzahl von Dicken kombiniert einen vertikalen Spalt  von 0,076 mm bis 0,13 mm mit einer horizontalen über  lappung von 0,05 bis 0,1 mm.     D.h.,    wenn sich die Presse  in der zusammendrückenden Stellung befindet, liegt der  vertikale Abstand zwischen den     Schneidteilen    des Werk  zeugs zwischen 0,76 und 0,13 mm und die     Schneidteile     überlappen horizontal um 0,05 bis 0,1 mm, wobei jede       Schneidkante    die tatsächlich gewünschte Schnittlinie um  0.025 bis 0,05 mm überlappt.  



  Es können Werkzeuge hergestellt werden, die ent  weder Schneid- oder Kerbelemente allein aufweisen und  keine Kombination dieser Elemente, wie es bisher be  schrieben wurde. So können     z.B.    Kerbwerkzeuge, be  stehend aus zusammengehörigen positiven und negati  ven Werkzeugplatten, gemäss den hier beschriebenen  Verfahren dieser Erfindung hergestellt werden. Die eine  aus dem Paar der Platten,     z.B.    die positive Platte, kann  von geeigneter Dicke sein, so dass bei der Zusammen  stellung mit herkömmlicher     Furnitur    und Schneidescha  blonen die erhöhten Abschnitte der flachgeätzten Platte  sich in der richtigen Arbeitshöhe mit den Normaleinhei  ten befinden.

   Nach einer anderen Möglichkeit, die im  Querschnitt in     Fig.    13 dargestellt ist, kann die positive       Kerbwerkzeugplatte    eine dünne flachgeätzte Platte 201  sein, die auf geeignete Weise in der Dicke vergrössert  wird, indem sie klebend auf eine Unterlage geeigneter  Dicke aus Holz, Metall, Kunststoff oder einem anderen  Material befestigt wird, das mit der Nummer 202 ge  kennzeichnet, und danach zusammen mit herkömmlichen       Schneidmessern    203 und     Fumiturblöcken    204 in einem  Standardrahmen zusammengesetzt werden, um ein zu  sammengesetztes positives Schneid- und Kerbwerkzeug  zu ergeben, bei dem die     Schneidelemente    herkömmliche  einzelne Schneideschablonen 203 sind,

   die reibend zwi-           schen    herkömmlichen     Furniturblöcken    204 gehalten  werden, und die positiven Kerbelemente 205 die erhöh  ten, mit der geätzten Metallplatte 201 aus einem Stück  bestehenden Abschnitte sind, die wie oben beschrieben  hergestellt wurden.

   Bei der Einrichtung der Presse wird  das zusammengesetzte positive Schneid- und     Kerbwerk-          zeug    auf der Bettplatte 210 befestigt, die negative     Kerb-          werkzeugplatte    211 genau auf die positive Kerbplatte  201 aufgebracht, doppelseitiges Klebband auf die freie  Rückfläche des negativen Werkzeuges gelegt und die  Presse in die     Pressenstellung    gebracht, wodurch die in  Übereinstimmung liegende Übertragung des negativen  Kerbwerkzeugs auf das     Pressentragteil    212 bewirkt wird,  bei dem es sich um eine Platte oder um einen     Zylinder     handeln kann.

   Das Kerben von     Pappmaterial    wird dann  zwischen den positiven Kerbelementen 205 und den ne  gativen Kerbelementen 213 bewirkt; während das Schnei  den von den herkömmlichen Schneidemessern 203 durch  geführt wird, die gegen den geätzten Abschnitt des ne  gativen Kerbwerkzeugs 211 oder gegen den Zylinder  mantel selbst arbeiten.  



  In einer anderen Abänderung der Erfindung, die im  Querschnitt in     Fig.    14 dargestellt ist, kann die geätzte  positive     Kerbwerkzeugplatte    220, die wie oben beschrie  ben hergestellt wurde, zusätzlich zu den erhöhten po  sitiven Kerbelementen 221, die wie oben     beschrieben     hergestellt werden, maschinell erzeugte Nuten 222 von  einer Breite und Tiefe und in richtiger Stellung tragen,  um einzelne Schneideschablonen 223 aufzunehmen, die  in die gezogenen Nuten eingefügt und in der gewünsch  ten     Schneidstellung    befestigt werden, indem die die  Schneideschablone umgebende Nut mit einem selbst  härtenden Kunststoff 224 oder einem geschmolzenen Me  tall gefüllt wird, das sich beim Abkühlen verfestigt.

   Nach  einer anderen Möglichkeit können die Schneideschablo  nen 223 eine solche Breite haben, dass sie fest in die  maschinell gezogenen Nuten 225 passen und durch Rei  bung an den Seiten der Nut gehalten werden oder indem  das Metall der Platte in dichte reibende Berührung mit  der Schneideschablone geschlagen wird. Die zusammen  arbeitende negative Werkzeugplatte 230 in dieser Aus  führungsform würde nur die negativen Kerbelemente  231 enthalten, wobei die     Schnittlinien    von den herkömm  lichen einzelnen Schneideschablonen 223 erzeugt wer  den, welche gegen geätzte     Flächen    der negativen Werk  zeugplatte oder gegen den Mantel des     Pressenzylinders     selbst     arbeiten.     



  Die Prinzipien der Erfindung können dazu verwen  det werden, Werkzeuge herstellen, welche Mittel für einen  Kerbschnitt und für Perforationen sowie herkömmliches  Schneiden und Kerben, wie hier oben beschrieben, auf  weisen. In     einer    weiteren Abänderung dieser Erfindung  kann das Prägen auf ähnliche Weise gleichzeitig mit  dem Schneiden und Kerben bewirkt werden.  



  Bei der Herstellung eines zum Prägen sowie zum  Schneiden und Kerben geeigneten Werkzeugs wird eine  positive Positivaufnahme der fotozusammengesetzten po  sitiven Kerbelemente und     Schneidteile,    wie oben be  schrieben, hergestellt. Ein Fotobild der positiven Präge  elemente irgendeines gewünschten Prägemusters wird  dann auf die positive Positivaufnahme aufgebracht, die  die Kerbelemente und die Bilder der     Schneidteile    trägt.

    Das     zusammengesetzte    sich ergebende Positiv, das posi  tive     Kerbelementbilder,        Prägeelementbilder    und Schneid  teilbilder trägt, wird dann mit Hilfe eines geeigneten  Negativs auf eine lichtempfindliche     ätzbare    Werkzeug-    platte übertragen, die danach, wie oben beschrieben,  entwickelt und geätzt wird. Die fertige positive Präge-,  Schneid- und     Kerbwerkzeugplatte    enthält die für die  Arbeitsgänge notwendigen positiven Elemente von denen  alle in einem sehr flachen Relief auf der Platte liegen.

    Wie im Querschnitt in     Fig.    15 gezeigt, enthält das posi  tive Werkzeug 240 positive Kerbelemente 241, ein       Schneidelement    242 und ein Prägeelement 243.  



  Die negative Werkzeugplatte 250, die im Querschnitt  in     Fig.    15 gezeigt ist, wird auf die vorher für     Schneid-          und        Kerbwerkzeugplatten    beschriebene Weise herge  stellt. Die sich ergebende negative Platte trägt negative  Kerbelemente 251 und das     Schneidteil    252 in einem fla  chen Relief über dem geätzten     Plattenhintergrund.    An  dem geätzten Hintergrund der negativen Platte wird in  den Flächen, die den Prägeelementen 243 an der posi  tiven Werkzeugplatte 240 entsprechen, ein dünner Bo  gen aus Kork 253 oder einem ähnlichen federnden Ma  terial befestigt, und zwar vorzugsweise mit einem dop  pelseitigen Klebeband.

   Nach einer anderen Möglichkeit  kann der negative Plattenhintergrund in dieser Fläche  weggeschnitten und das federnde Material direkt auf dem  Tragzylinder der Presse selbst befestigt sein. Die Dicke  des Korks sollte ausreichen, um seine freie Oberfläche  praktisch in die gleiche Höhe der oberen     Fläche    der  Schneid- und Kerbelemente zu bringen.  



  Beim Betrieb auf der Presse arbeiten die     Schneid-          und    Kerbelemente auf die oben beschriebene Weise, und  das positive Prägeelement 243, das zusammen mit der  federnden Einlage 253 in der negativen Werkzeugplatte  250 arbeitet, drückt das gewünschte Prägemuster in das  Pappmaterial.  



  Es ist auch ein wichtiger Vorteil, dass die verbesser  ten Werkzeuge dieser Erfindung umgekehrte Kerblinien  bilden,     d.h.    Werkzeuge, die positive Kerbelemente auf  jeder der Werkzeugplatten in Übereinstimmung mit ent  sprechenden negativen Elementen auf der andern Werk  zeugplatte tragen. Dieses Ergebnis kann bei herkömmli  chen Werkzeugen, bei denen das eine der     Werkzeugteile     alle Arbeitselemente enthält und die entsprechenden ne  gativen Elemente in der Form von Eindrücken auf einem  Bogen Gegenpapier oder einer mit Nuten versehenen  Metallplatte sind, nicht erzielt werden, es sei denn, der  Bogen wird durch zwei aufeinanderfolgende unterschied  liche Werkzeuge geführt, von denen das erste auf der  einen     Oberfläche    und das zweite auf der andern Ober  fläche presst.

   Kerbelemente zur Erzeugung von umge  kehrten Kerben können nach diesem Verfahren einfach  dadurch hergestellt werden, dass die entsprechenden po  sitiven Kerbelemente in der Form von Linien angezeigt  werden, die in der Mitte über den gewünschten     Kerb-          linien    liegen, wobei einige dieser Linien mit dem einen  und einige mit dem anderen von einem ausgewählten  Paar leicht trennbarer     Anzeigemedien    aufgetragen wer  den. Auf jeder Seite dieser Linien wird dann eine Linie  mit dem anderen Medium aufgetragen. Das auf jede  der Werkzeugplatten aufgebrachte Bild wird dann einige  positive und einige negative Elemente enthalten.  



  Andere Ausführungsarten dieses Werkzeuges sind be  sonders geeignet zum Schneiden, Kerben und/oder Prä  gen von     z.B.    Pappe, zur Herstellung von Kartonrohlin  gen. Diese verbesserten Werkzeuge können jedoch auch  zum Schneiden, Kerben und/oder Prägen von Bögen aus  anderen Materialien, wie Leder, Folien, Kunststoffilme  und Metallbleche, verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Werkzeug zum Schneiden und/oder Kerben eines Bogenmaterials mit einem Paar einander gegenüberlie gender, zusammenwirkender Matrizenteile, von denen jeder ein oder mehrere Verformungselemente aufweist, die ein bestimmtes Muster bilden, das auf einem Matri- zenteil ein hervorstehendes Kerbelement und auf dem andern dieser Matrizenteile ein aufnehmendes Kerbele- ment, das eine Einkerbung festlegt,
    und/oder auf dem einen dieser Matrizenteile ein erstes Schneideglied und auf dem andern dieser Matrizenteile ein entsprechendes Schneideglied aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Matrizenteil dieses Paares ein einziges Stück bildet, wobei die Verformungselemente in einem leicht über höhten Relief auf der Verformungsoberfläche eines jeden dieser Matrizenteile vorgesehen sind, um das bestimmte Muster in dauernder, fester Lage festzulegen, wobei das hervorstehende Kerbelement einen aus einem Stück be stehenden, erhöhten Bereich,
    der auf dem einen Matri- zenteil vorgesehen ist, aufweist und das aufnehmende Kerbelement ein unterteiltes Paar von aus einem Stück bestehenden, erhöhten Bereichen aufweist, die auf dem andern dieser Matrizenteile vorgesehen sind und die ge nannte Einkerbung festlegen, und/oder wobei das erste Schneideglied einen aus einem Stück bestehenden, erhöh ten Bereich aufweist, der auf dem einen dieser Matri- zenteile vorgesehen ist und dessen Längsachse leicht auf die eine Seite der gewünschten Schnittlinie versetzt ist und das zweite Schneideglied einen aus einem Stück be stehenden, erhöhten Bereich aufweist,
    der auf dem an dern dieser Matrizenteile vorgesehen ist und dessen Längsachse leicht auf die gegenüberliegende Seite der gewünschten Schnittlinie verschoben ist. 11. Verfahren zur Herstellung des Werkzeuges nach Patentanspruch 1, gekennzeichnet durch ein photografi sches Aufbringen von Planbildern der Verformungsele- mente in Übereinstimmung auf entsprechend lichtemp findlich gemachte Matrizenteile und durch ein chemisches Entfernen von Material von den entsprechenden Matri- zenteilen mit Ausnahme der Bereiche, die photografisch aufgebrachte Bilder tragen, um hervorstehende und auf nehmende Kerbelemente bestehen zu lassen,
    die Quetsch- und /oder Schneidglieder als mit ihnen ein Stück bilden de Teile in leicht über die Grundfläche dieser Matrizen teile erhöhten Reliefs enthalten. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Werkzeug nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verschiebung der Längsachsen der Schneideglieder von der gewünschten Schnittlinie dergestalt ist, dass, wenn die Matrizenteile in Wirkstel lung sind, die erhöhten Bereiche bezüglich zueinander in einer Ebene, die zwischen den Matrizenteilen liegt, zwischen einem Zwischenraum von ungefähr dem 0,2- fachen der Dicke des zu schneidenden Bogenmaterials und einer Überlappung von ungefähr der halben, genann ten Dicke angeordnet sind. 2.
    Werkzeug nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass wenn die Matrizenteile in Wirkstellung sind, ein kleiner Teil des ersten Schneidegliedes über einem kleinen Teil des zweiten Schneidegliedes überla gert ist. 3. Werkzeug nach Patentanspruch I oder Unteran spruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das auf nehmende Kerbelement eine Höhe zwischen ungefähr der 0,5-fachen und 1,1-fachen Dicke des Bogenmaterials und eine Breite zwischen ungefähr der 0,5-fachen und zweifachen Dicke des Bogenmaterials aufweist,
    und dass die genannte Einkerbung eine Breite zwischen ungefähr dem 2- und 4-fachen der Dicke des genannten Bogen materials und eine Tiefe zwischen ungefähr dem 0,5- und 1,5-fachen der Bogenmaterialdicke aufweist. 4. Verfahren nach Patentanspruch II zum Schneiden und/oder Kerben eines Pappdeckels, dadurch gekenn zeichnet, dass das Material auf chemischem Wege von den Matrizenteilen auf eine Tiefe zwischen dem 0,5- und dem 1,5-fachen der Dicke des zu kerbenden und/oder zu schneidenden Pappdeckels entfernt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass dünne, flexible, ätzbare, metallische Platten, die einen lichtempfindlichen Überzug enthalten und die die Matrizenteile umfassen, vorgesehen werden, dass die Platten entwickelt und fixiert werden, um den genannten Überzug mit Ausnahme der dieses Bild tra genden Bereiche zu entfernen, und dass die Grundfläche dieser Platten mit Ausnahme der genannten Bereiche ge ätzt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch 11, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Linienzeichnung des gewünschten Linienmusters, das die Verformungsoberflächen dieser Matrizenteile festlegt, vorgesehen wird, dass die Verfor- mungsoberflächen eines der Matrizenteile auf dieser Zeichnung mit einem ersten Anzeigemittel bezeichnet wird, und dass die Verformungsoberflächen des andern Matrizenteiles mit einem zweiten Anzeigemittel bezeich net wird, das vom ersten Anzeigemittel optisch trennbar ist,
    dass das Planbild des ersten Anzeigemittels auf eine lichtempfindliche Oberfläche auf einen dieser Matrizen teile optisch übertragen wird, während im wesentlichen das Bild des zweiten Anzeigemittels ausgeschieden wird, und dass das Planbild des zweiten Anzeigemittels auf eine lichtempfindliche Oberfläche des andern Matrizen teiles optisch übertragen wird, während im wesentlichen das Bild des ersten Anzeigemittels ausgeschieden wird. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die überlappenden Bereiche der Verfor- mungsoberflächen der Matrizenteile auf der genannten Zeichnung mit einem dritten Anzeigemittel bezeichnet wer den, dass das Bild des ersten u.
    dritten Anzeigemittels op tisch auf die lichtempfindliche Oberfläche des einen Ma trizenteiles übertragen wird, während das Bild des zwei ten Anzeigemittels im wesentlichen ausgeschieden wird, dass das Bild des zweiten und des dritten Anzeigemittels optisch auf die lichtempfindliche Oberfläche der andern Matrizenteils übertragen wird, während das Bild des er sten Anzeigemittels im wesentlichen ausgeschieden wird. B.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die Bilder optisch auf lichtempfindliche Filme übertragen werden, um erste und zweite photo grafische Negative herzustellen, dass die ersten und zwei ten Negative entsprechend mit den ersten und zweiten Metallplatten, die die Matrizenteile umfassen und die mit der lichtempfindlichen, ätzresistenten Verbindung über zogen sind, in Berührung gebracht werden und dass die erste und zweite überzogene Metallplatte entsprechend durch das erste und zweite Negativ hindurch dem Licht ausgesetzt wird, um Bilder auf die entsprechenden Plat ten aufzubringen. 9.
    Verfahren nach Unteransprüchen 7 und 8, da durch gekennzeichnet, dass die Bilder der ersten und dritten Anzeigemittel auf einen ersten, lichtempfindli chen Film optisch übertragen werden, der entwickelt wird, um das erste photografische Negativ herzustellen, und dass die Bilder der zweiten und dritten Anzeigemittel optisch auf einen zweiten, lichtempfindlichen Film über tragen werden, der entwickelt wird, um das zweite pho tografische Negativ herzustellen. 10.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, 7 oder 8, da durch gekennzeichnet, dass die Oberflächen, die mit dem ersten Anzeigemittel markiert sind sowohl hervorste hende als auch aufnehmende Kerbelemente in den ge wünschten Stellungen darstellen und dass die mit dem zweiten Anzeigemittel bezeichneten Oberflächen entspre chend aufnehmende und hervorstehende Kerbelemente darstellen,
    wodurch einer der hergestellten Matrizenteile sowohl hervorstehende als auch aufnehmende Kerbele- mente auf sich enthält und der mit diesem zusammenar beitende Matrizenteil die entsprechenden zusammenwir kenden aufnehmenden und hervorstehenden Kerbele- mente auf sich enthält. 11. Verfahren nach Unteranspruch 6, 7 oder 8, da durch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite An zeigemittel Komplementärfarben sind und dass das ge nannte Ausscheiden dadurch ausgeführt wird, dass die optische Übertragung durch Farbfilter hindurch erfolgt.
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