DE947128C - Verfahren zum passgerechten Mehrfachkopieren mehrfarbiger Bildformen fuer den Tief-,Offset- oder Siebdruck - Google Patents
Verfahren zum passgerechten Mehrfachkopieren mehrfarbiger Bildformen fuer den Tief-,Offset- oder SiebdruckInfo
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Description
- Verfahren zum paßgerechten Mehrfachkopieren mehrfarbiger Bildformen für den Tief-, Offset- oder Siebdruck Die Erfindung befaßt sich mit der Aufgabe, eine oder mehrere farbige Abbildungen, die zum Zweck der besseren Ausnutzung des Druckzylinders oder des Papierformats mehrfach, z. B. zweimal, auf einer Druckform vorhanden sein müssen, absolut paßgerecht mehrfach zu kopieren.
- Zum besseren Verständnis sei die bisherige bekannte Arbeitsweise erläutert. Um die Druckzeit von mehrfarbigen, beispielsweise dreifarbigen Zeitschriften u. dgl. abzukürzen, wird die Zeitschrift zweimal auf den Bogen genommen und muß daher auch auf dem Druckzylinder zweimal geätzt sein. Als Grundlage für die Übertragung der Bilder und Texte dienen -Diapositive, die bisher entsprechend mehrfach, beispielsweise also zweifach, angefertigt werden mußten, und zwar für jede der Teilfarben, z. B. der drei Teilfarben Gelb, Rot und Blau. Diese Diapositive müssen von dem Farbretuscheur bearbeitet werden; die fertig retuchierten Diapositive werden auf Glasscheiben montiert, und zwar in genau der Stellung, die der fertige Druck aufweisen muß, was bedeutet, daß auch für jede Teilfarbe die Diapositive mehrfach (zweifach) montiert werden mußten. Erfindungsgemäß soll erreicht werden, daß man für jede Teilfarbe jedes Diapositiv * für einen Mehrfach-Kopiervorgang nicht mehrfach, sondern nur einfach zu: montieren braucht; daß also, mit anderen Worten, ein und dasselbe Diapositiv genügt, um in genauer Passung auf einem Bogen doppelten Formats das Bild zweimal zu erhalten.
- Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß in- bisher bekannter Weise über einem Standbogen auf einer' Montageplatte der Positivsatz einer Teilfarbe für einen Mehrfach-Kopiervorgang zusammengestellt und an der Montageplatte fixiert wird, daß hierauf die Montageplatte in bestimmten Abständen mit erhabenen Marken versehen wird, daß anschließend auf die Positive in an sich ebenfalls bekannter Weise Hilfsnegative eingepaßt und, beispielsweise mittels Glasstreifen, zu einem abnehmbaren Satz verbunden werden, daß dieser Negativsatz mittels an-ihm befestigter, mit Löchern versehener, als Gegenmarken dienender Streifen durch Eindrücken der erhabenen Marken der Erstmontageplatte in diese Löcher eingepaßt wird, daß die Positive der anderen Teilfarben-Montagesätze ebenfalls auf dieselbe Weise mit Hilfe dieses Montagenegativs eingepaßt und auf ihren Montageplatten fixiert werden, worauf an diesen Montageplatten unter Einpassung mittels der an dem Negativsatz vorhandenen Gegenmarken den Marken der Erstmontageplatte ebenfalls entsprechende Marken angebracht werden, und daß schließlich von diesen je nur für einen Kopiervorgang bestimmten Positivsätzen durch Belichtung Kopien für mehrfachen, z. B. doppelten Kopiervorgang hergestellt werden, wobei Belichtungsfolien (Pigmentpapiere) von entsprechend mehrfachem (z. B. doppeltem) Format Verwendung finden, welche an den Stoßlinien der Belichtungsfelder in genau den gleichen Abständen wie die Marken der Positivsätze mit Gegenmarken (Löchern) versehen sind, die bei dem nacheinander erfolgenden Belichten der einzelnen Belichtungsfelder des- Formates in Wechselwirkung mit den Marken der Montageplatten die genaue Passung bewirken.
- Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß die Diapositive nur zu einem -Mehrfach-Kopiervorgang hergestellt werden müssen, aber zu mehrfachem Nutzen gebraucht werden können mit der Folge, daß keine Belichtungs- und Entwicklungsschwankungen möglich sind, daß nur die Hälfte an Material benötigt und die halbe Arbeitszeit eingespart wird, daß die Diapositive nur zu einem Mehrfach-Kopiervorgang retuschiert werden, wodurch manuelle Retuscheunterschiede ausgeschaltet sind, und daß die Diapositive nur für einen Nutzen montiert werden müssen (halbe Arbeitszeit).
- Es ist bereits ein Verfahren zum photographischen Aneinanderreihen von Einzelbildern bekannt, bei welchem eine das Einzelbild enthaltende, mit Passerzeichen versehene transparente Vorlage neben= und nacheinander auf eine lichtempfindliche Fläche unter Benutzung der Passerzeichen als Anlagemarke kopiert wird.
- Hiervon unterscheidet sich das erfindungsgemäße Verfahren grundsätzlich dadurch, däß erfindungsgemäß die Marken und Gegenmarken nicht durch Belichtung, sondern mechanisch erzeugt werden, was allein eine exakte Passung gewährleistet und unerläßliche Voraussetzung zur Lösung der Erfindungsaufgabe ist.
- Die Fig. i bis 5 erläutern die einzelnen Stufen des erfindungsgemäßen Verfahrens und zeigen ein Gerät zum Stanzen der Lochmarken.
- Gemäß rig. z erfolgt die erste der Farbenmontagen, z. B. Blau; in üblicher Weise dadurch, daß die Diapositive i bis 6 über einem Standbogen a auf einer Montageplatte b eingepaßt und etwa mit Hilfe von Klebstreifen c fixiert werden. Is't diese erste Montage beendet, so legt man am Rande der Platte b einen Streifen d an, der an seinen beider Enden in genau bestimmten Abständen mit Lochungen e versehen ist. Der Streifen d muß absolut maßhaltig, d. h. nicht dehnbar sein; vorzugsweise besteht er aus transparentem Werkstoff, etwa aus stanzbarem Kunststoff. Durch die Lochungen e des Streifens d hindurch werden auf die Platte b unter Zwischenschaltung von Klebstoff als Marken dienende Klötzchen f aufgedrückt. Vorzugsweise verwendet man etwa 11/z mm starke Metallplättchen und einen Klebstoff, der diese Plättchen auf der Montagescheibe sofort unverrückbar festklebt. Die Plättchen f müssen genau und ohne Spiel in die Löcher e passen. Als Klebmasse dient beispielsweise Zell.utloid; es muß ein zweiseitiger Klebstoff sein, d. h. ein Klebstoff, der auf Metall und auf Glas gleichmäßig gut haftet.
- Kleben nun die Plättchen oder Klötzchen f an der einen Längskante der Platte b fest, so wird der Streifen d abgenommen und derselbe Vorgang an der anderen Längskante wiederholt, so daß sich also nun an allen vier Ecken der Bildmontage ein Metallplättchen f befindet; der gegenseitige Abstand der Plättchenpaare ist durch den gestanzten Streifen d genau fixiert.
- Wie bisher bekannt, werden nun auf die einzelnen Diapositive i bis 6 zugehörige Kontaktnegative i' bis 6' eingepaßt (Fig. 2) und mittels Glasstreifen g zu einem abnehmbaren Negativsatz verbunden. Dieser Negativsatz dient zur Herstellung der Montage für die anderen Farben (z. B. Rot und Gelb). Ehe nun der Hilfsnegativsatz von der Erstmontage (Blau) abgehoben wird, werden vier an den einen Enden gelochte Streifen h, welche aus dem gleichen Werkstoff bestehen wie der Streifend, mit ihren Löchern i an den Klötzchen oder Plättchen f eingehängt, und mit den anderen Enden au, f der Oberseite des Negativsatzes festgeklebt. Damit ist der Stand der einzelnen Positive sowie der Stand der vier Metallklötzchen der Erstmontage exakt fixiert. Das Montagenegativ, das -durch die Glasstreifen g zusammengehalten wird, kann nun samt den Streifen h abgenommen werden.
- Auf einer neuen Spiegelglasplatte werden nun die -Diapositive für die zweite Farbe (z. B. Rot) lose zurechtgelegt. Mit Hilfe des aufgelegten Montagenegativs kann man die einzelnen Diapösitive (für die zweite Farbe) @ genau einpassen; die Diapositive werden dann auf der Glasscheibe festgeklebt. Ist dies geschehen, so werden durch die Führungslöcher i der Streifen la des Negativsatzes wiederum vier Metallplättchen f eingeführt und auf der Glasplatte der zweiten Farbe festgeklebt. Auf diese Art ist eine genaue Übereinstimmung der Diapositive und der Metallknöpfe der zweiten Montageplatte mit der Erstmontage gegeben. In derselben Weise werden die weiteren Montagen für die übrigen Farben vorgenommen.
- In der Zwischenzeit werden in der Ätzerei so viele Bogen aiis lichtempfindlichem Pigmentpapier, als Farben vorhanden sind, vorbereitet. Diese Bogen besitzen das mehrfache, also beispielsweise doppelte Format gegenüber dem Format der Diapositivsätze. Es soll nun mit Hilfe eines einzigen Diapositivsatzes für jede Farbe auf dem Bogen doppelten Formates, der also zwei Bildfelder nebeneinander aufweist, auf jedem dieser Felder durch Belichtung eine Kopie erzeugt werden. In Fig. 3 ist ein Bogen Pigmentpapier mit h bezeichnet; von seinen beiden Belichtungsfeldern ist das eine durch Schraffur gegenüber dem anderen - verschieden. Jeder dieser Belichtungsbogen ist nächst der Stoßlinie zwischen den beiden Belichtungsfeldern mit Stanzlöchern l versehen, deren Abstand exakt dem Abstand der Paßmarken f auf den Montageplatten b entspricht. Wichtig ist auch, daß die beispielsweise drei zur Übertragung auf die Kupferzylinder verwendeten Pigmentpapiere absolut die gleiche Lochung aufweisen.
- Das so gelochte Pigmentpapier wird im Kopierrahmen mit seinen Löchern L zunächst auf das Markenpaar f1 der Platte b eingehängt, so daß also das schraffierte Belichtungsfeld über dem Montagesatz, beispielsweise dem Erstmontagesatz (für die Farbe Blau), liegt. Die andere, frei bleibende Hälfte des Papierbogens wird lichtundurchlässig, z. B. mit schwarzem Papier, abgedeckt, während der auf der Diapositiv montage befindliche Teil des Bogens belichtet wird. Nach dieser ersten Belichtung wird das Pigmentpapier k mit seinen Löchern L in die beiden nächsten Paßmarken f der Platte b eingehängt, so daß nun die noch unbelichtete Hälfte des Bogens auf die Diapositivmontage zu liegen kommt. Unter Abdeckung der schon belichteten Hälfte wird nun die zweite Belichtung vorgenommen, die der ersten genau entsprechen muß.
- Durch dieses doppelte Kopieren nur einer Diapositivmontage erhält man somit zwei Mehrfach-Kopiervorgänge, die durch die Lochungen und Paßknöpfe für alle drei Teilfarben gleich sind.
- Die belichteten Pigmentpapiere, von denen je eines von jeder Diapositivmontage hergestellt wird, werden in üblicher Weise auf den zugehörigen Kupferzylinder übertragen.
- Das Stanzen der Löcher in den Streifen d, in die Streifen la und in die Bogen k erfolgt mit der Stanze, die in Fig. 4, im Aufriß und in Fig. 5 im Grundriß gezeigt ist. Die Stanze besteht aus einem Rahmen m, in welchem exzentrisch eine Welle n gelagert ist. Mit der Welle ia ist ein Druckbalken o derart verbunden, daß bei Drehung der exzentrisch gelagerten Welle mittels eines Handhebels p der Druckbalken o gegen die Unterlage m gepreßt wird und den dazwischengeschobenen Streifen oder Bogen festklemmt. Über dem Rahmen ist ein Stanzstempel q gelagert, dessen Antrieb durch einen Handhebel r erfolgt. Ein zweiter Stanzstempel q', angetrieben durch einen Handhebel r', ist durch einen Schlittens getragen, der auf dem Rahmen m verschiebbar ist, so daß der Abstand zwischen den beiden Stanzstempeln beliebig verändert und eingestellt werden kann: Der Schlittens ist durch einen Klemmknebel t in der jeweiligen Arbeitsstellung sickerbar.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum paßgerechten Mehrfachkopieren mehrfarbiger Bildformen für den Tief-, Offset- oder Siebdruck, dadurch gekennzeichnet, daß in bisher bekannter Weise über einem Standbogen auf einer Montageplatte der Positivsatz einer Teilfarbe für einen Mehrfach-Kopiervorgang zusammengestellt und an der Montageplatte fixiert wird, daß hierauf die Montageplatte in bestimmten Abständen mit erhabenen Marken versehen wird, daß anschließend auf die Positive in an sich ebenfalls bekannter Weise Hilfsnegative eingepaßt und, mittels Streifen, insbesondere Glasstreifen, zu einem abnehmbaren Satz verbunden werden, daß dieser Negativsatz mittels an ihm befestigter, mit Löchern versehener Streifen durch Eindrücken der erhabenen Marken der Erstmontageplatte in diese Löcher eingepaßt wird, daß die Positive der anderen Teilfarben-Montagesätze ebenfalls auf dieselbe Weise mit Hilfe dieses Montagenegativs eingepaßt und auf ihren Montageplatten fixiert werden, worauf schließlich von diesen je nur für einen Mehrfach-Kopiervorgang bestimmten Positivsätzen in an sich bekannter Weise durch Belichtung Kopien für mehrfachen, z. B. doppelten Nutzen hergestellt werden, wobei die Belichtungsfolien (Pigmentpapiere) von entsprechend mehrfachem, gegebenenfalls doppeltem Format an den Stoßlinien der Belichtungsfelder in genau den gleichen Abständen, wie die erhabenen Marken der Positivsätze mit Löchern versehen werden, mit deren Hilfe die bei dem nacheinander erfolgenden Belichten der einzelnen Belichtungsfelder des Formates in Wechselwirkung mit den erhabenen Marken der Montageplatten ebenfalls die genaue Passung bewirkt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Erzeugung der Marken aurd der Montageplatte mittels eines in dem gewünschten Abstand mit Lochungen versehenen, als Lehre dienenden Streifens oder Bandes erfolgt, durch dessen Lochungen hindurch auf die Platte Klötzchen von den Lochungen entsprechendem Querschnitt gedrückt und festgeklebt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anbrngung der Marken auf den Montageplatten der Positivsätze der anderen Farben durch die Lochungen der, an dem Negativsatz befestigten PaBstreifen in der gleichen Weise erfolgt.
- 4. Einrichtung zur Herstellung der als Lehre dienenden Streifen und zum Lochen der Kopierfolien für das Verfahren der Ansprüche i bis 3, gekennzeichnet durch zwei auf einer Führung abstandsveränderlich gegeneinander angeordnete und in dem gewünschten Abstand feststellbare Lochstanzen in Verbindung mit einer Klemmeinrichtung, die den zu stanzenden Streifen oder Bogen während des Stanzvorganges festhält. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr.,271630, 385 994 480 841, 488 a51; schweizerische Patentschrift Nr. 159 q:24.
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| DE947128C true DE947128C (de) | 1956-08-09 |
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| DE1953L0016283 Expired DE947128C (de) | 1953-08-08 | 1953-08-08 | Verfahren zum passgerechten Mehrfachkopieren mehrfarbiger Bildformen fuer den Tief-,Offset- oder Siebdruck |
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|---|---|
| DE (1) | DE947128C (de) |
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| DE2842728A1 (de) * | 1978-09-30 | 1980-04-10 | Erhard Brucker | Neues registersystem fuer den offsetdruck |
| DE3047381A1 (de) * | 1979-12-18 | 1981-10-08 | Dainippon Screen Seizo K.K. | Verfahren zum fotografischen drucken oder abziehen identischer bilder auf zwei flaechen eines fotoempfindlichen materials sowie fotografische druck- oder abzugsplatte zur verwendung in diesem verfahren |
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1953
- 1953-08-08 DE DE1953L0016283 patent/DE947128C/de not_active Expired
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