CH452542A - Verfahren zur Herstellung neuer Anthranilsäurederivate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Anthranilsäurederivate

Info

Publication number
CH452542A
CH452542A CH660362A CH660362A CH452542A CH 452542 A CH452542 A CH 452542A CH 660362 A CH660362 A CH 660362A CH 660362 A CH660362 A CH 660362A CH 452542 A CH452542 A CH 452542A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
group
compounds
formula
acid
free
Prior art date
Application number
CH660362A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Dr Schmidt
Kurt Dr Eichenberger
Alberto Dr Rossi
Max Dr Wilhelm
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from CH285262A external-priority patent/CH433378A/de
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Priority to CH660362A priority Critical patent/CH452542A/de
Priority to DE1493513A priority patent/DE1493513C3/de
Priority to ES285846A priority patent/ES285846A1/es
Priority to GB9620/63A priority patent/GB997176A/en
Priority to FR935806A priority patent/FR2598M/fr
Publication of CH452542A publication Critical patent/CH452542A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/185Acids; Anhydrides, halides or salts thereof, e.g. sulfur acids, imidic, hydrazonic or hydroximic acids
    • A61K31/19Carboxylic acids, e.g. valproic acid
    • A61K31/195Carboxylic acids, e.g. valproic acid having an amino group
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/16Amides, e.g. hydroxamic acids
    • A61K31/18Sulfonamides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/30Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/37Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups having the sulfur atom of at least one of the sulfonamide groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung neuer   Anthraniisäurederivate   
Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Verfahren zur Herstellung von   Säuren    der Formel
EMI1.1     
 worin R1 für eine durch aliphatische Kohlenwasserstoffreste, die auch durch Heteroatome wie Sauerstoff-, Stickstoff- oder Schwefel atome unterbrochen und/oder durch funktionelle Gruppen wie Oxy-, Amino-, Mercaptogruppen oder Halogenatome substituiert sein können, disubstituierte Aminogruppe steht, ihrer Ester und Amide oder Salze dieser Verbindungen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine Verbindung der Formel
EMI1.2     
 worin   Rt    die angegebene Bedeutung hat, Y für eine freie, veresterte oder amidierte Carboxylgruppe oder einen anderen, in eine solche Gruppe durch Umsetzung mit einer Verbindung der Formel HZ,

   worin Z eine freie oder verätherte Hydroxylgruppe oder eine Aminogruppe bedeutet, überführbaren Rest steht und X einen ab spaltbaren Rest bedeutet, mit Anilin umsetzt und erhaltene Verbindungen, worin Y einen der oben genannten in eine freie, veresterte oder amidierte Carboxylgruppe überführbaren Rest bedeutet, mit einer Verbindung der Formel HZ umsetzt.



   Diese Verbindungen besitzen eine antiinflammatorische, antipyretische und antiallergische Wirkung.



   Es wurde nun gefunden, dass Verbindungen der   obigen    Art, die am   Benzolkern    einen zusätzlichen Substituenten aufweisen, ebenfalls die genannten Wirkungen besitzen.



   Die vorliegende Erfindung betrifft deshalb ein Verfahren zur Herstellung von Säuren der Formel
EMI1.3     
 worin   Ro    einen   Niederalkykest,    einen   Niederalkoxy-    rest, ein Halogenatom oder eine Trifluoromethylgruppie bedeutet und   Rt    die angegebene Bedeutung hat, ihrer Ester und Amide oder Salze dieser Verbindungen.



   In den neuen Verbindungen ist der Rest   Rt    beispielsweise eine durch Alkyl-, Alkenyl- oder   Akylen    reste, die auch durch Sauerstoff-,   Schwefel-oder      Stiek-    stoffatome unterbrochen und/oder durch funktionelle Gruppen, wie Hydrogruppen substituiert sein können, disubstituierte Aminogruppe. Als Substituenten dieser Aminogruppe seien beispielsweise genannt: niedere Alkylreste, wie Methyl, Äthyl, n-Propyl, Isopropyl, gerades oder verzweigtes, in beliebiger Stellung gebundenes Butyl, Pentyl, Hexyl oder Heptyl, niedere Alkenylreste, wie z. B. Allyl oder Methallyl, niedere Alkylenreste, wie z.

   B.   Butylen-(1, 4),      Pentylen-(1,5),      Hexy-      len-(1,5)    oder   Hexylen-(1,6)    oder ensprechende, durch die genannten Heteroatome unterbrochene Reste, wie z. B. Oxa-, Aza- oder Thia-alkylenreste, wie 3-Oxa-, 3-Aza- oder   3-Thiapentylen-(1,5),    3-Methyl-,   3-Athyl-      3-aza-hexylens (1, 6),      3-Aza-hexylen-(1,6)    oder durch funktionelle Gruppen substituierte Reste dieser Art, wie   3-Hydroxyäthyl-3-aza-pentylen-(1,5).   



   Ester der Säuren der eingangs gezeigten Formel I sind insbesondere Ester von aliphatischen, cycloaliphatischen oder araliphatischen Alkoholen. Als esterbildende Alkohole kommen insbesondere niedere Alkanole,   Cycloalkaaole    oder   Phenylalkaiiole,    die auch noch weitere Substituenten aufweisen können, z. B.



  Methanol, Äthanol, Propanol, Butanole, Hexanole,   Cyclopentanole,      Cyclohexanale    oder gegebenenfalls  substituierte, z. B. durch niedere Alkylgruppen, wie z. B. die oben genannten Hydroxygruppen, Acyloxygruppen, niedere Alkoxygruppen, wie z. B. Methoxy-,   Sithoxy-,    Propoxy-,   Butoxy- oder      Pentoxygruppen,    Methylendioxygruppen, Nitrogruppen, freie, monooder disubstituierte Aminogruppen, wie Mono- oder Diniederalkylaminogruppen, Halogenatome, wie z. B.



  Fluor-, Chlor-, Brom- oder Jodatome, oder das Pseudohalogen Trifluoromethyl substituierte, Benzylalkohole in Frage. In den Amiden der Säuren der eingangs gezeigten Formel I kann das   Amidstickstoffatom    unsubstituiert oder mono- oder disubstituiert sein, z. B. durch die bei der Aminogruppe   Rt    angegebenen Substituenten oder auch durch Phenylreste oder Phenylalkylreste, wie z. B. Phenylniederalkylreste, z. B. Benzyl oder Phenyl. Dabei können die aromatischen Kerne, z. B. wie für die Benzylalkohole angegeben, substituiert sein.



   Die neuen Verbindungen besitzen antiinflammatorische, antipyretische und   antialiergische    Wirkung und können dementsprechend   pharmakologisch    oder als Medikamente in der   Human-    und   Veterinärmedizin,    z. B. bei der Behandlung von entzündlichen und allergischen Prozessen bei Mensch und Tier, Verwendung finden. Sie sind auch wertvolle Zwischenprodukte für die Herstel  lung    weiterer, insbesondere als   Pharmazzutika    verwendbarer Verbindungen.



   Besonders hervorzuheben sind Verbindungen der Formel
EMI2.1     
 worin R für Niederalkyl, Niederalkoxy, Halogen oder Trifluoromethyl steht,   R3    für eine Hydroxylgruppe, eine niedere Alkoxygruppe, eine freie Aminogruppe oder für eine   Mono- oder    Diniederalkylaminogruppe, eine Pyrrolidino-, Piperidino-, Piperazinogruppe, wie die N'-Methylpiperazinogruppe, eine   Morpholino- oder      Thiamorpholinogruppe,    steht und R4 für eine Diniederalkylaminogruppe, eine   Pyrrolidin,      Piperibo,    Piperazinogruppe, wie die N'-Methylpiperazinogruppe, eine Morpholino- oder Thiamorpholinogruppe steht und gegebenenfalls ihre Salze.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel
EMI2.2     
 worin R, und   R5    die angegebenen Bedeutungen haben, Y für eine freie, veresterte oder amidierte Carboxylgruppe oder einen   anderen,    in eine solche Gruppe durch Umsetzung mit einer Verbindung der Formel   HZ,    worin Z eine freie oder verätherte Hydroxylgruppe oder eine Aminogruppe bedeutet, überführbaren Rest steht und X einen abspaltbaren Rest, wie ein Halogenatom, z. B. Chlor oder Brom, bedeutet, mit Anilin umsetzt und erhaltene Verbindungen, worin Y einen der oben genannten in eine freie, veresterte oder amidierte Carboxylgruppe überführbaren Rest bedeutet, mit einer Verbindung der Formel HZ umsetzt.



   Der in eine freie, veresterte oder amidierte Carboxylgruppe überführbare Rest Y ist z. B. die Cyanogruppe, oder eine eine Oxogruppe aufweisende reaktionsfähige, funktionell abgewandelte Carboxylgruppe.



  Solche sind beispielsweise entsprechende Gruppen von Säurehalogeniden, wie Chloride oder Bromide, reinen oder gemischten Anhydriden, z. B. gemischten Anhydriden mit Kohlensäuremonoalkylestern, wie Kohlen  säuremonoäthyl-oder-isobutylestern,    oder Aziden.



   Die Überführung der Cyanogruppe in eine freie, veresterte oder amidierte Carboxylgruppe kann in üblicher Weise, z. B. durch Alkoholyse bzw. Hydrolyse erfolgen.



   Die Umwandlung einer eine Oxogruppe aufweisenden reaktionsfähigen, funktionell abgewandelten Carboxylgruppe in eine freie, veresterte oder amidierte Carboxylgruppe kann in an sich bekannter Weise, z. B. durch   Umsetzung    mit Wasser, Alkoholen oder ihren Salzen, oder mit Ammoniak oder Aminen erfolgen.



   In den erhaltenen Verbindungen können in üblicher Weise Substituenten eingeführt, abgewandelt oder abgespalten werden. So lassen sich beispielsweise erhaltene freie Säuren in üblicher Weise in die Ester, z. B. durch Umsetzen mit einem Alkohol in Gegenwart eines Veresterungskatalysators, wie einer Säure, oder in die Amide, z. B. durch Umsetzen mit Ammoniak oder einem Amin unter   anschliessender    Dehydratisierung des Ammoniumsalzes, überführen.



   Freie Carboxylgruppen lassen sich auch über die reaktionsfähigen funktionellen Säurederivate, wie bereits oben beschrieben, in die Ester oder Amide überführen. Eine andere Möglichkeit zur Herstellung der Amide besteht beispielsweise darin, dass man eine entsprechende 2-X-5-(R,-Sulfonyl)-benzoesäure mit einem Aldehyd, wie Formaldehyd, zum entsprechenden 2-H-3, 1-Benzoxazinon-(4) umsetzt und dieses dann mit Ammoniak oder einem Amin reagieren   lässt.   



   Erhaltene Ester oder Amide lassen sich in bekannt ter Weise zu den freien Säuren hydrolysieren. Erhaltene Ester lassen sich durch Umsetzung mit Ammoniak oder einem Amin in die Amide überführen.



   Die genannten Reaktionen werden in üblicher Weise in An- oder Abwesenheit von Verdünnungs-,   Kondensations- und/oder    katalytischen Mitteln bei erniedrigter, gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur, gegebenenfalls im geschlossenen Gefäss und/oder unter einer Inertgasatmosphäre durchgeführt.



   Die neuen Verbindungen werden je nach den Reaktionsbedingungen und Ausgangsstoffen und je nachdem, ob in den Endstoffen saure oder basische Gruppen vorhanden sind in freier Form oder in Form ihrer Salze erhalten. Erhaltene Salze können in an sich bekannter Weise in die freien Verbindungen übergeführt werden, z. B.   Säureadditionssalze    durch Reaktion mit einem basischen Mittel oder Metallsalze durch Umsetzen mit Säuren. Gegebenenfalls erhaltene freie Basen können mit anorganischen oder organischen Säuren in die Salze übergeführt werden. Zur Herstellung von Säureadditionssalzen werden insbesondere therapeutisch verwendbare Säuren verwendet, z. B.



  Halogenwasserstoffsäuren, beispielsweise Salzsäure  oder Bromwasserstoffsäure, Perchlorsäure, Salpetersäure oder Thiocyansäure,   Schwefel- oder    Phosphorsäuren, oder organischer Säuren, wie Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Glykolsäure, Milchsäure Brenztraubensäure, Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure,   Äptelsäure,    Weinsäure, Zitronensäure, Ascorbinsäure, Hydroxymaleinsäure, Dihydroxymaleinsäure, Benzoesäure, Phenylessigsäure, 4-Aminobenzoesäure, 4-Hydroxybenzoesäure, Anthranilsäure, Zimtsäure, Mandelsäure, Salicylsäure, 4-Aminosalicylsäure, 3-Phenoxybenzoesäure, 2-Acetoxybenzoesäure, Methansulfonsäure, Äthansulfonsäure, Hydroxyäthansulfonsäure, Benzolsulfonsäure, Halogenbenzolsulfonsäuren, p-Toluolsulfonsäure, Naphthalinsulfonsäure oder   Sulfamylsäuren    oder Methionin, Tryptophan,

   Lysin oder Arginin. Gegebenenfalls erhaltene saure Verbindungen lassen sich nach bekannten Methoden, beispielsweise durch Reaktion mit basischen Mitteln, z. B.   Metailhydroxyden,    oder basischen Salzen, speziell   Alkali-oder    Erdalkalimetallhydroxyden, wie Natrium, Kalium- oder Calciumhydroxyd, Alkalimetallcarbonaten, wie   Natrium- oder    Kaliumcarbonat, Ammoniak oder organischen Aminen, in die entsprechenden Salze überführen.



   Die Salze der neuen Verbindungen können auch zur Reinigung der erhaltenen freien Verbindungen dienen, indem man die freien Verbindungen in die Salze überführt, diese abtrennt und aus den Salzen wiederum die freien Verbindungen freisetzt.



   Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder, falls sie neu sind, lassen sie sich nach an sich bekannten Methoden herstellen. So kann man sie zum Teil beispielsweise nach den oben beschriebenen Verfahren unter   sinnge-    mässer   Abänderung    der Arbeitsweise oder der Wahl der Ausgangsstoffe herstellen.



   Für die genannten Verfahren lassen sich auch solche Derivate der Ausgangsstoffe verwenden, die sich unter den Reaktionsbedingungen zu den genannten Ausgangsstoffen umwandeln.



   Die neuen Verbindungen können als Heilmittel, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden, welche sie oder ihre Salze in Mischung mit einem für die enterale, parenterale oder topicale   Appi-    kation   geeigneten      pharmazeutischen      organischen    oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägermaterial enthalten.



   Die neuen Verbindungen können auch in der Tiermedizin, z. B. in einer der oben genannten Formen oder in Form von Zusatzmitteln für Tierfutter verwendet werden.



   In den folgenden Beispielen sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
20 g   5-(Dimethylsulfamyl)-2-chlor-3-methyl-ben-    zoesäure, 55 g Anilin, 12 g wasserfreies Kaliumcarbonat und 0,5 g Kupferoxyd werden zusammen in einem   ölbad    von   180-200     während   2 t/2    Stunden unter Rühren erhitzt. Man destilliert dann mittels heissem Wasserdampf das überschüssige Anilin aus der Reaktionslösung, klärt das Filtrat durch Kochen mit Norit, säuert das klare Filtrat langsam mit 2-n. Salzsäure an und filtriert den ausgefallenen Niederschlag ab. Nach Umkristallisation aus Äthanol-Wasser erhält man   5-(Dimethylsulfamyl,)-3-methyl-2-anilino-benzoesäure    der Formel
EMI3.1     
 als schwach violette   KristalLle vom    F.   220c2230.   



   Beispiel 2
20 g   5-(Dimethylsulfamyl)-2,4-dichlor-benzoesäure,    52 g Anilin,   11, 6 g    wasserfreies Kaliumcarbonat und 0,5 g Kupferoxyd werden zusammen in einem   Ölbade    von   190-200     während 2 1/2 Stunden erhitzt. Nach dem Abkühlen versetzt man unter Rühren mit 100 cm3 1-n. Natronlauge und 200 cm3 Äther. Man trennt im Scheidetrichter die wässerige Schicht ab, klärt sie mit Norit und säuert sie langsam mit 2-n.



  Salzsäure an. Der feste Niederschlag wird getrocknet, aus Essigester-Petroläther und aus   Äthanol-Wasser    umkristallisiert, wobei die 5-(Dimethylsulfamyl)4-chlor-2-anilino-benzoesäure der Formel
EMI3.2     
 als braune Kristalle vom F.   210-214     erhalten wird.



   Die als   Ausganlgsmateri, al    verwendete   5-(Dimerhyl-      sulfamyl)-2,4-dichlor-benzoesäure    wird folgendermassen hergestellt:
140 g   2,4-Dichlor-benzoesäure-5-sulfonsäurechio-    rid werden langsam unter Rühren in eine Lösung von 120 g Dimethylamin in 1 Liter Wasser bei Zimmertemperatur eingetragen. Nachdem man noch zwei Stunden gerührt hat, klärt man die Reaktionslösung mit Norit, säuert mit konz. Salzsäure unter Eiskühlung an und filtriert den festen Niederschlag ab. Durch Umkristallisation aus Äthanol erhält man die 5-(Dimethylsulfamyl)  2, 4-dichlor-benzoesäure als    als schwach braune Kristalle vom F.   180- 183".      

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung von Säuren der Formel EMI3.3 worin R6 einen Niederalkylrest, einen Niederalkoxyrest, ein Halogenatom oder eine Trifluormethylgruppe bedeutet und Rt für eine durch aliphatische Kohlenwasserstoffreste, die auch durch Heteroatome unterbrochen und/oder durch funktionelle Gruppen substituiert sein können, disubstituierte Aminogruppe steht, ihrer Ester und Amide oder Salze dieser Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI4.1 worin Ro und R1 die angegebenen Bedeutungen haben, Y für eine freie, veresterte oder amidierte Carboxylgruppe oder einen anderen, in eine solche Gruppe durch Umsetzung mit einer Verbindung der Formel HZ,
    worin Z eine freie oder verätherte Hydroxylgruppe oder eine Aminogruppe bedeutet, überführbaren Rest steht und X einen abspaltbaren Rest bedeutet, mit Anilin umsetzt und erhaltene Verbindungen, worin Y einen der oben genannten in eine freie, veresterte oder amidierte Carboxylgruppe überführbaren Rest bedeutet, mit einer Verbindung der Formel HZ umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Verbindungen der Formel II als Ausgangs stoffe verwendet, worin X ein Halogenatom bedeutet.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Verbindungen der Formel II als Ausgangsstoffe verwendet, worin X Chlor oder Brom bedeutet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man von solchen Verbindungen ausgeht, worin X ein Chlor- oder Bromatom und Y eine freie, veresterte oder amidierte Carboxylgruppe bedeutet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man von solchen Verbindungen ausgeht, worin X ein Chlor- oder Bromatom und Y die Cyanogruppe bedeutet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel II als Ausgangsstoffe verwendet, worin Y die Cyanogruppe oder eine eine Oxogruppe aufweisende reaktionsfähige, funktionell abgewandelte Carboxylgruppe bedeutet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI4.2 worin R für Niederalkyl, Niederalkoxy, Halogen oder Trifluoromethyl, R5 für eine Hydroxylgruppe, eine niedere Alkoxygruppe, die Aminogruppe oder für eine Mono- oder Diniederalkylaminogruppe, eine Pyrrolidino-, Piperidino-, Piperazinogruppe, wie die N'-Methylpiperazinogruppe, eine Morpholino- oder Thiamor pholinogruppe steht und R4 für eine Diniederalkylaminogruppe, eine Pyrrolidino-, Piperidino-, Piperazino-, N-Methylpiperazinogruppe, eine Morpholino- oder Thiamorpholinogruppe steht, oder ihre Salze herstellt.
    7. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen herstellt, worin R4 de Dimjethylaminogruppe bedeutet.
    8. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die 5-(Dimethylsulfamyl)-2-anilino-3-methyl benzoesäure oder ein Salz davon herstellt.
    9. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass man die 5-Dimethylsulfamyl-4-chlor-2-anilino-benzoesäure oder ein Salz davon herstellt.
    10. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unter, ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene freie Säuren verestert.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung von nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten Estern zur Herstellung von Amiden, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Ester mit Ammoniak oder einem Amin umsetzt.
CH660362A 1962-03-09 1962-05-30 Verfahren zur Herstellung neuer Anthranilsäurederivate CH452542A (de)

Priority Applications (5)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH660362A CH452542A (de) 1962-03-09 1962-05-30 Verfahren zur Herstellung neuer Anthranilsäurederivate
DE1493513A DE1493513C3 (de) 1962-03-09 1963-03-02 Sulfamylanthranilsäuren, deren therapeutisch verwendbare Salze, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltenden pharmazeutischen Präparate
ES285846A ES285846A1 (es) 1962-03-09 1963-03-08 Procedimiento para la obtención de nuevos derivados del ácido antranílico
GB9620/63A GB997176A (en) 1962-03-09 1963-03-11 Anthranilic acid derivatives and process for their manufacture
FR935806A FR2598M (fr) 1962-03-09 1963-05-24 Nouveaux dérivés de l'acide anthrauilique, utilisables en thérapeutique, notamment comme agents anti-inflammatoires.

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH285262A CH433378A (de) 1962-03-09 1962-03-09 Verfahren zur Herstellung neuer Anthranilsäurederivate
CH660362A CH452542A (de) 1962-03-09 1962-05-30 Verfahren zur Herstellung neuer Anthranilsäurederivate

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH452542A true CH452542A (de) 1968-03-15

Family

ID=25691563

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH660362A CH452542A (de) 1962-03-09 1962-05-30 Verfahren zur Herstellung neuer Anthranilsäurederivate

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH452542A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2419970C3 (de) 3-<l-Pyrrolidinyl)-4-phenoxy-5sulfamoylbenzoesäure und Verfahren zu ihrer Herstellung
CH542202A (de) Verfahren zur Herstellung von Indolinderivaten
CH433378A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Anthranilsäurederivate
CH449046A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Aminosäuren
CH452542A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Anthranilsäurederivate
CH438352A (de) Verfahren zur Herstellung von Diphenylalkylaminen
DE2442851A1 (de) Basisch substituierte 3-sulfamoylbenzoesaeurederivate und verfahren zu ihrer herstellung
DD150060A5 (de) Verfahren zur herstellung von neuen phenthiazin-derivaten
CH356121A (de) Verfahren zur Herstellung von N-monosubstituierten Amiden vona-Aminoalkyl-a-phenyl-essigsäuren
DE1493513A1 (de) Neue Anthranilsaeurederivate
AT253485B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Acrylylnaphthyloxymonocarbonsäuren und deren Derivaten
CH616406A5 (en) Process for the preparation of novel oxime derivatives
AT343113B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 5- oder 6- substituierten benzoxazolen
AT354432B (de) Verfahren zur herstellung von 3-indolylessig- saeuren
DE3019834C2 (de) Ester von 2-(4-Isobutylphenyl)-propanol-1, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel
DE731560C (de) Verfahren zur Herstellung von basischen Saeureamiden
AT355009B (de) Verfahren zur herstellung von neuen amino- alkylphenoxyalkansaeuren, deren estern und salzen
AT328450B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 6,7-dihydro-1-oxo-1h,5h-benzo (ij) chinolizin-2-carbonsaurederivaten, deren niederen alkylestern, amiden, hydraziden, halogeniden und salzen
AT211296B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfamylanthranilsäuren
AT251584B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 4(3H)-Chinazolinon-Derivaten
AT238168B (de) Verfahren zur Herstellung von N-(2,3-Dimethylphenyl)-anthranilsäure und deren Salzen
DE1620556C (de) 1 Cyclohexylbarbitursaure derivate
AT206897B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 4-Oxo-2-(halogenalkyl)-2,3-dihydro-[benzo-1,3-oxazinen]
AT330743B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 4-aminophenoxy- oder 4-aminophenylthio -3-amino-5- sulfamoyl-benzoesauren sowie deren niederalkylestern und salzen
AT215414B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen β-Hydroxybuttersäureamid-Derivaten