CH453405A - Geklebte Schienenstossverbindung für Gleise - Google Patents
Geklebte Schienenstossverbindung für GleiseInfo
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Description
Geklebte Schienenstossverbindung für Gleise Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine ge klebte Schienenstossverbindung für Gleise, bei der zwi schen Lasche und Schiene eine isolierende Zwischenlage vorgesehen ist und die Lasche mit der Schiene über die Zwischenlage verklebt ist, und wobei Lasche und Schie ne zusätzlich durch Schrauben verbunden sind.
Es sind verschiedene Ausführungsformen von ge klebten Schienenstossverbindungen für Gleise bekannt. Die Stossverbindungen weisen verschiedenartige Isolier- zwischenlagen zwischen der Stahllasche und der Schie- nenlaschenkammer auf, wobei Stahllasche, Isolierzwi- schenlage und Schienen miteinander durch Verkleben verbunden werden.
Bei einer bekannten Ausführungsform besteht die Isolierzwischenlage aus einem Metallkleber, wobei eine entsprechend grosse Klebefuge durch Zwischenlegen von runden Kunststoff-Profilen zwischen Stahllasche und Laschenkammer hergestellt wird.
Bei einer anderen bekannten Ausführungsform wird eine isolierstoffummantelte Stahllasche verwandt, wobei zusätzlich auf den Isolierstoff an den Anlageflächen, die an der Schienenkopf- und Schienenfassneigung anliegen, Stahlblech aufvulkanisiert ist. Bei dieser Ausführungs form ist zwischen Schienensteg und Lasche ein genügend grosser Abstand, um Schienenstegversetzung aufnehmen zu können. Diese isolierstoffummantelte Stahllasche wird in die Laschenkammer durch Hinterfüllen mit Kunst stoff eingeklebt.
Bei einer weiteren bekannten Ausführungsform, bei der sich die Stahllasche genau den Konturen der La schenkammer anschmiegt, wird zwischen Lasche und Schienenkammer eine dünne Isolierzwischenlage aus Kunststoff gelegt und mit Lasche und Schiene verklebt.
Es ist auch schon bekannt, bei zur elektrischen Iso lierung dienenden Schienenstossverbindungen in Eisen bahngleisen gleitfeste Schraubenverbindungen zwischen Lasche und Schiene unter Benutzung sogenannter hoch fester Schrauben zu verwenden, wobei zusätzlich eine Verklebung zwischen Lasche und Schiene stattfindet.
Die bekannten Ausführungsformen der geklebten Schienenstossverbindungen weisen verschiedene Nach teile auf. So können die bekannten geklebten Schienen vorrichtungen in der Regel nicht in in Betrieb befindli chen Strecken eingebaut werden, weil erst eine Verfesti gung des Klebers stattfinden muss, ehe der geklebte Schienenstoss befahren werden kann. Die Härtezeiten der Kleber sind so gross, dass die bei den meisten befah renen Strecken zwischen zwei Zugfolgen bestehenden Zeitintervalle nicht ausreichen, um ein genügendes Aus härten der Kleber zu gewährleisten.
Man ist daher ge zwungen, entweder den Verkehr umzuleiten, was viel fach undurchführbar ist, oder die Schienenstösse in der Werkstatt herzustellen, was umständlich ist und relativ hohe Transportkosten verursacht.
Da Versetzungen der Fahrkanten vermieden werden müssen, und die Stege der Schienen infolge unterschied licher Walzung bei fluchtenden Fahrkanten nicht genau miteinander fluchten, ergeben sich bei der Herstellung der Schienenstossverbindungen Schwierigkeiten, die bei den bekannten Ausführungen zu einer unzureichenden Verbindung zwischen Lasche und Schiene führen kön nen, zumal die Unregelmässigkeit an der Stossstelle in den Laschenkammern nur unvollkommen durch Zwi schenlagen ausgeglichen werden kann, ganz abgesehen davon, dass hierdurch ein erhöhter Arbeitsaufwand ver ursacht wird.
Die erfindungsgemässe geklebte Schienenstossver- bindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischen lage zwischen Laschen und Schienen mit einem den Rei bungswert erhöhenden Stoff versehen ist.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist der verwendete, z. B. körnige Stoff härter als das Schienen material. Er kann beispielsweise aus Korund bestehen. Es hat sich gezeigt, dass überraschenderweise durch eine solche relativ einfache Massnahme der Reibungswert eine solche Grösse erreicht, dass der Schienenstoss auch im nicht ausgehärteten Zustand des Klebers eine ausrei chende Lastaufnahme ermöglicht, wenn die Laschen des Stosses ausserdem mit hochfesten Schrauben an die Schienen befestigt werden.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur Herstellung einer geklebten Schienen- stossverbindung. Das Verfahren ist dadurch gekenn zeichnet, dass zunächst auf die Zwischenlage zwischen Schiene und Lasche ein Klebefilm aufgetragen wird, auf den der den Reibungswert erhöhende Stoff mittels Druckluft aufgeblasen wird, dass danach die Isolierzwi- schenlage nach Auftragen eines Metallklebers zwischen Lasche und Schiene eingelegt und dann der Schienen- stoss beidseitig der Stossstelle mit hochfesten Schrauben verspannt wird.
Anhand der Zeichnung werden nachstehend Aus führungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Fig.1 ist ein Schnitt quer zur Längsrichtung der Schiene, in der Nähe der Stossstelle der Schiene, Fig.2 veranschaulicht einen Ausschnitt einer Ver bindungsstelle zwischen Lasche und Schiene in vergrös- sertem Massstab in nicht verpresstem Zustand, Fig.3 ist eine andere Ausführungsform, die eine Verbindungsstelle in vergrössertem Massstab in ver- presstem Zustand veranschaulicht.
Zwischen der Schiene 1 und den Laschen 2 ist eine, vorzugsweise isolierende Zwischenlage 3 vorgesehen. Auf dem gewellten Gewebestreifen der Isolierzwischen- lage 3 ist ein Korundauftrag 4 vorgesehen. Nach Auf tragen der körnigen Korundmasse wird der Kleber 6 aufgebracht, der sich insbesondere in den Wellentälern des Gewebestreifens 5 sammelt. Nach Einlegen der mit der Korundschicht 4 und dem Kleber 6 versehenen Zwi schenlage 3 zwischen Schiene 1 und Lasche 2 findet eine Verpressung statt, wenn die (nicht veranschaulichten) hochfesten Schrauben angezogen werden.
Hierbei wird die Zwischenlage 3 stark zusammengepresst und nimmt die in Fig. 3 veranschaulichte Form an.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Geklebte Schienenstossverbindung für Gleise, bei der zwischen Lasche und Schiene eine isolierende Zwi schenlage vorgesehen ist und die Lasche mit der Schiene über die Zwischenlage verklebt ist, und wobei Lasche und Schiene miteinander zusätzlich durch Schrauben verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwi schenlage zwischen Laschen und Schienen mit einem den Reibungswert erhöhenden Stoff versehen ist.1I. Verfahren zur Herstellung einer geklebten Schie- nenstossverbindung nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zunächst auf die Zwischenlage zwi schen Schiene und Lasche ein Klebefilm aufgetragen wird, auf den der den Reibungswert erhöhende Stoff mittels Druckluft aufgeblasen wird, dass danach die Iso- lierzwischenlage nach Auftragen eines Metallklebers zwischen Lasche und Schiene eingelegt und dann der Schienenstoss beidseitig der Stossstelle mit hochfesten Schrauben verspannt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Geklebte Schienenstossverbindung für Gleise nach Pateixtanspruch I, dadurch gekennzeichnet,-dass der den Reibungswert erhöhende Stoff mindestens so hart ist wie das Schienenmaterial. 2. Geklebte Schienenstossverbindung für Gleise nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als den Reibungswert erhöhender Stoff Korund verwendet ist. 3.Geklebte Schienenstossverbindung für Gleise nach Patentanspruch I oder einem der vorhergehenden Unteransprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der den Reibungswert erhöhende Stoff als körniges Material auf die mit einer Haftschicht versehene Zwischenlage aufge tragen ist. 4. Geklebte Schienenstossverbindung für Gleise nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenlage einen gewellten Gewebestreifen auf weist, der mit einem Korundauftrag versehen ist, auf dem wiederum ein Kleber aufgebracht ist, der sich in den Wellentälern des Gewebestreifens sammelt.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1964K0054353 DE1240545B (de) | 1964-10-24 | 1964-10-24 | Geklebte Schienenstossverbindung fuer Gleise und Verfahren zum Herstellen einer solchen Stoss-verbindung |
Publications (1)
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Also Published As
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