CH454184A - Bezug für Büromaschinenwalzen - Google Patents

Bezug für Büromaschinenwalzen

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CH454184A
CH454184A CH535464A CH535464A CH454184A CH 454184 A CH454184 A CH 454184A CH 535464 A CH535464 A CH 535464A CH 535464 A CH535464 A CH 535464A CH 454184 A CH454184 A CH 454184A
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CH535464A
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Hildebrandt Helmut
Sieber Herbert Dr Dipl-Chem
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Continental Gummi Werke Ag
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Description


      Bezug    für     Büromaschinenwalzen            Büromaschinenwalzenbezüge    werden in der Regel aus  natürlichen oder synthetischen Kautschuken hergestellt.  Diese neigen im hierfür erforderlichen Mischungsaufbau  vielfach und in gewissem Umfang zu einer unerwünsch  ten Nachhärtung. Ferner ist die Herstellung derartiger       Walzenbezüge    mit einer Reihe von Arbeitsgängen ver  bunden, die in der Regel nicht kontinuierlich     hintereinan-          dergeschaltet    werden können und dadurch     verhältnismäs-          sig    kostspielig sind.  



  Andererseits sind     Büromaschinenwalzenbezüge    aus  thermoplastischen Kunststoffen bekannt geworden, die  nicht in dem Umfange wie Gummiwalzen einer Nachhär  tung unterliegen, die auch verhältnismässig einfach her  zustellen sind, die aber im Laufe der Zeit einem kalten  Fluss unterliegen und sich dadurch vom Walzenkern  ablösen. Diese Erscheinung macht sich besonders be  merkbar, wenn die Büromaschinen auch nur vorüberge  hend höheren Temperaturen, etwa bei 40 C - wie sie       z.B.    in den Tropen durchaus üblich sind - ausgesetzt  werden.

   Bedingt wird diese Erscheinung des     Ablösens     von dem Walzenkern durch den Umstand, dass die  Walzenbezüge in der Regel nur durch     Friktionshaftung     mit dem Kern verbunden werden,     d.h.    unter     Vorspan-          nung    auf diesen aufgezogen werden und eine Tempera  turerhöhung im Sinne der Aufhebung dieser     Vorspan-          nung    wirkt.

   Um diesem Nachteil von     Büromaschinenwal-          zenbezügen    aus thermoplastischen Kunststoffen entge  genzuwirken, hat man bereits versucht, einen besseren  Sitz des Walzenbezuges auf dem Walzenkern dadurch zu  erzielen, dass man zwischen beiden eine     Verbindungs-          oder    Klebschicht einfügt.  



  Es hat sich jedoch gezeigt, dass eine derartige Kleb  schicht gegebenenfalls in Verbindung mit einer Profilie  rung der inneren Oberfläche des Walzenüberzuges oder  der Oberfläche des Metallkernes der Walze die Verbin  dungsfestigkeit zwar verbessert, jedoch eine dauerhafte  Lösung des gestellten Problems nicht darstellt, dass  vielmehr in der Regel die Klebeschicht durch den  Typenanschlag zerstört wird und der Bezug sich zu    einem späteren Zeitpunkt infolge des kalten Flusses  genauso vom Walzenkern ablöst wie wenn die Klebe  schicht nicht vorhanden wäre.  



  Es wurde gefunden, dass die Bezüge für     Büromaschi-          nenwalzen    mit verbesserten Eigenschaften gegenüber den  herkömmlichen Gummi- und     Kunststoffwalzenbezügen     aus thermoplastischen Kunststoffen gegebenenfalls auch  im mehrschichtigen Aufbau hergestellt werden     können,     wenn innerhalb der Wandung des     Walzenbezuges    minde  stens eine dehnungsarme Verstärkungseinlage angeordnet  und mit den thermoplastischen Kunststoffen festhaftend  verbunden ist.    Als dehnungsarme Verstärkungseinlagen können in  vorteilhafter Ausführungsform der vorliegenden Erfin  dung Gewebeeinlagen vorzugsweise einfache Kreuzgewe  be verwendet werden.

   Für die Herstellung dieser Gewe  beeinlagen können die verschiedensten Werkstoffe heran  gezogen werden, wie beispielsweise Baumwolle oder  synthetische Fasern geringer Dehnung, ebenso wie Metal  le. Die Verbindung zwischen den     Verstärkungseinlagen     und dem thermoplastischen Werkstoff für die Herstel  lung des     Büromaschinenwalzenbezuges    kann nach den  für die Herstellung derartiger Verbindungen üblichen  Methoden erfolgen.  



  So kann man beispielsweise bei der Verwendung von  natürlichen     Faserstoffen,    wie Baumwolle- oder Leinenge  weben     in    der Regel auf die Anwendung einer besonderen  Haftmittelschicht verzichten, während bei der Verwen  dung von Polyamid oder Polyesterfasern Haftmittel,  vorzugsweise auf der Basis von     Isocyanaten    verwendet  werden können.

   Bei einem einschichtig aufgebauten  Walzenkern wird die Verstärkungseinlage     in    vorteilhafter  Ausführungsform der vorliegenden Erfindung an der  Begrenzungsfläche zwischen Walzenkern und Walzenbe  zug angeordnet, wobei sie mit dem Walzenbezug festhaf  tend verbunden ist und die Verbindung mit dem Walzen  kern durch     Friktionshaftung    in an sich bekannter Weise  hergestellt ist.      Es ist auch möglich, Bezüge für     Büromaschinenwal-          zen    im     Schichtenaufbau    als mehrschichtige Körper herzu  stellen.

   So kann beispielsweise als sogenannte     Polster-          und    Haftschicht im Inneren des Walzenbezuges eine  weich eingestellte Mischung auf Basis von Natur- oder  Synthesekautschuk oder auch von elastischen Kunststof  fen verwendet werden. Durch eine Deckschicht aus  thermoplastischen Kunststoffen wird dem eingangs er  wähnten Nachteil der Alterung von     Gummiwalzenbezü-          gen    entgegengewirkt. Im Falle eines derartigen Aufbaues  wird die dehnungsarme Verstärkungseinlage     zweckmässi-          gerweise        zwischen    den beiden genannten Schichten ange  ordnet.

   Sie wirkt an dieser Stelle gleichzeitig auch als  Sperrschicht     z.B.    gegen     Weichmachereinwanderung    aus  dem thermoplastischen Kunststoff in die Polsterschicht.  Wegen der guten Haftungseigenschaften der für die  Polsterschicht verwendeten elastischen Stoffe kann in der  Regel auf     Anbringung    einer verstärkenden Gewebeeinla  ge an der Begrenzungsfläche zwischen Walzenkern und  Walzenbezug verzichtet werden. Besteht jedoch die Pol  sterschicht ebenfalls aus thermoplastischen Kunststoffen,  so wird man auf die Verwendung einer derartigen  Gewebeeinlage an dieser Stelle nicht verzichten können,  so dass in diesem Falle in der Regel zwei dehnungsarme  Verstärkungseinlagen verwendet werden müssen.

   Von  diesen übernimmt die äussere, zwischen Polster- und  Oberflächenschicht angeordnete gleichzeitig die Funk  tion, einer stärkeren bleibenden Verformung während der  Benutzung entgegenzuwirken.  



  Vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden  Erfindung werden anhand der beiliegenden Zeichnungen  und der folgenden Zeichnungsbeschreibung näher erläu  tert:  Als thermoplastischer Kunststoff für die Herstellung  der erfindungsgemässen     Büromaschinenwalzenbezüge    hat  sich das     Polyvinylchlorid    gut bewährt.

   Besonders vorteil  haft sind seine     Polymerisate    mit hohen     K-Werten,        d.h.     mit einem verhältnismässig hohen     Molekulargewicht.    Für  die äussere Deckschicht 1 werden vorzugsweise Mischun  gen aus     Polyvinylchlorid    mit einem     Weichmachergehalt     zwischen 20 und 45, vorzugsweise 35     Gew.-0/,    verwendet,  um eine     Shore-Härte    um etwa 80 bis 90, vorzugsweise  85  zu erzielen.

   Eine Oberfläche dieser Härtegrade gibt  der Büromaschine eine gute Durchschlagskraft, wie diese  zur Erzielung von gut lesbaren Durchschlägen notwendig  ist und ermöglicht andererseits ein Zentrieren der gesam  ten Walze durch Abschleifen der Oberfläche.  



  Die mechanischen und physikalischen Eigenschaften  der erfindungsgemässen     Büromaschinenwalzen-Bezüge     können in vorteilhafter Ausführungsform der vorliegen  den Erfindung dadurch verbessert werden, dass die  thermoplastischen Kunststoffe im Verschnitt mit anderen  Polymeren verwendet werden.

   So ist es bei der Verwen  dung von     Polyvinylchlorid    beispielsweise möglich,     ver-          netzbare    Weichmacher, wie     z.B.        Butadien-Acrylnitril-          Mischpolymerisate,    zu verwenden, die nach ihrer Vernet  zung die elastischen Eigenschaften der     erfindungsgemäs-          sen    Deckschicht 1 des     Büromaschinenwalzenbezuges    er  heblich verbessern.  



  An der unteren Grenzfläche der Deckschicht 1 zum  Kern 5 befindet sich die erfindungsgemäss angebrachte  Gewebelage 2 aus möglichst dehnungsarmen Textil- oder  Metallgewebe. Diese Gewebelage 2 kann in an sich  bekannter Weise zur Verbesserung der Haftung an der  Deckschicht 1 mit haftungsverbessernden Mitteln behan  delt sein. Bei einer Gummierung mit Kautschukmischun  gen auf der Basis von Butadien-Acrylnitril-Mischpolyme-         risaten,    die gegebenenfalls mit PVC verschnitten sein  können, ergibt sich der Vorteil einer guten     Friktionshaf-          tung    des Gewebes 2 und damit des gesamten Walzenbe  zuges am Kern 5.

   Gleichzeitig ist die Möglichkeit einer  festen und innigen Verbindung mit der Deckschicht 1 im  Falle der Verwendung von     Polyvinylchlorid    gegeben. Bei  der Verwendung von     Polyvinylchlorid-Polymerisaten    ho  hen     K-Wertes    ergibt sich weiterhin der Vorteil, dass die       Butadien-Acrylnitril-Mischpolymerisatmischungen    infolge  der vergleichsweise hohen Verarbeitungstemperaturen  dieser     Polyvinylchlorid-Polymerisate    einen ausreichenden       Vulkanisationsgrad    erreichen.  



  Ist eine Polsterschicht 3 im Walzenbezug vorgesehen,  so kann diese, wie eingangs ausgeführt, aus Natur- oder  Synthesekautschuk bzw. elastischen Kunststoffen oder  auch aus thermoplastischen Kunststoffen bestehen.  



  Im Falle der Verwendung von     Kautschuken    oder  elastischen Kunststoffen kann auf die     Anbringung    einer  Gewebelage 4 an der Begrenzungsfläche zwischen diesen  Stoffen und dem Walzenkern 5 verzichtet werden. Es hat  sich jedoch herausgestellt, dass bei der Verwendung von       thermoplastischen    Kunststoffen für die Polsterschicht 3  die     Anbringung    einer weiteren, mit der Polsterschicht  festhaftend verbundenen Gewebelage 4 zur Erzielung  eines guten Sitzes des Walzenüberzuges am Walzenkern 5  zweckmässig und     wünschenswert    ist.  



  Da thermoplastische Kunststoffe sich in beliebigen  Farbabstufungen einfärben lassen, können die     erfin-          dungsgemässen        Büromaschinenwalzenüberzüge    in ihrer  Farbgebung der des Gehäuses der Büromaschinen in  vorteilhafter Weise angepasst werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Ein- oder mehrschichtiger Bezug für Büromaschinen walzen mit einer Oberflächenschicht, die mindestens teilweise aus thermoplastischen Kunststoffen besteht, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Wandung des Walzenbezuges (1,3) oder an seiner inneren Grenzflä- che (3') mindestens eine dehnungsarme Verstärkungsein lage (2, 4) angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Ein- oder mehrschichtiger Bezug für Büromaschi- nenwalzen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass eine dehnungsarme Gewebeeinlage (4) an der Grenzfläche zwischen Walzenkern (5) und Walzenbezug (1) angeordnet und mit dem Walzenbezug festhaftend verbunden ist. 2.
    Ein- oder mehrschichtiger Bezug für Büromaschi- nenwalzen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einer Polsterschicht (3) niedriger Shore-Härte und einer äusseren Deckschicht (1) höherer Shore-Härte sowie einer Gewebelage (2) besteht. 3.
    Ein- oder mehrschichtiger Bezug für Büromaschi- nenwalzen nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass er aus der Polsterschicht (3) niedriger Shore-Härte aus vulkanisier ten oder vernetzten Elastomeren, einer äusseren Deck schicht (1) höherer Shore-Härte aus thermoplastischen Kunststoffen im Verschnitt mit vernetzbaren Weichma chern und einer Gewebelage (2) besteht. 4. Ein- oder mehrschichtiger Bezug für Büromaschi- nenwalzen nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einer EMI0003.0001
CH535464A 1963-05-16 1964-04-24 Bezug für Büromaschinenwalzen CH454184A (de)

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FR1385217A (fr) 1965-01-08
AT259592B (de) 1968-01-25
DE1282659B (de) 1968-11-14
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