Rohrverschraubung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Rohrverschraubung, bei welcher ein Rohr über eine Stossverbindung mit Hilfe einer überwurfmutter und eines Klemmringes an ein mit einer Bohrung versehenes Anschlussstück angeschlossen ist, wobei die Bohrung einen Innenkegel, eine zylindrische Fläche und eine rechtwinklig zur Achse der Bohrung verlaufende Ringflä che aufweist.
Es ist beispielsweise eine Rohrverschraubung be kannt, bei welcher sich das Rohr im montierten Zustand im Bereich der Bohrung des Anschlussstückes, bzw. des Innenkegels desselben befindet und mit Hilfe eines Schneidringes und einer Überwurfmutter an das An- schlussstück angeschlossen ist.
Ein Nachteil der vorbezeichneten Rohrverschraubung ist besonders bei der Demontage der Rohre gegeben, da die Rohre hierbei zunächst aus der Bohrung des An- schlussstückes herauszuschieben sind, was nicht immer leicht zu bewerkstelligen ist, weil die Rohre sehr steif sind und sich schwierig aus der Bohrung des Anschluss- stückes herausbewegen lassen, oder weil an sich sehr wenig Platz vorhanden ist.
Ausserdem war es bisher nicht möglich, Stossverschraubungen gegen Schneidringver- schraubungen, bei denen die Bohrung des Anschlussstük- kes einen Innenkegel, eine zylindrische Fläche und eine rechtwinklig zur Achse der Bohrung verlaufende Ringflä che aufweist, auszutauschen.
Mit der vorliegenden Erfindung lassen sich die vorbe- schriebenen Nachteile beseitigen. Dieses wird erfindungs gemäss durch einen in der Bohrung des Anschlussstückes angeordneten Füllring erreicht, welcher im ungeschlosse- nen Zustand des Rohres an der Wandung der Bohrung festgeklemmt ist und eine ringförmige Anschlagfläche aufweist, die an der ringförmigen Anschlagfläche des Klemmringes dichtend anliegt.
Die Zeichnung zeigt drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes, und zwar: Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Rohrver schraubung in einem halben Längsschnitt, woraus beson ders die Ausbildung des Füllringes zu ersehen ist, und in den Fig.2 und 3 zwei weitere Ausführungsformen der Rohrverschraubung im Schnitt, woraus unterschiedlich ausgebildete Füllringe zu ersehen sind.
Gemäss Fig. 1 ist mit 1 ein Rohr bezeichnet, das mit einem Anschlussstück 2 verbunden ist. Als Verbindungs elemente dienen hierbei eine mit einem Innengewinde versehene Überwurfmutter 3, die auf ein entsprechendes Aussengewinde des Anschlussstückes 2 aufschraubbar ist. Ferner dienen als Verbindungselemente ein Klemm ring 4 und ein den Innenkegel 5 des Anschlussstückes 2 füllender Ring 6, dessen Bohrungsdurchmesser dem inneren Rohrdurchmesser in etwa angepasst ist.
Der Füllring 6 ist für eine in dem Anschlussstück 2 angeordnete Bohrung 14 verwendbar, welche mit einem Innenkegel versehen ist, wie er beispielsweise der Boh- rungs-Form W gemäss dem DIN-Blatt 3861 entspricht. An dem Ring 6 ist in einer rechtwinklig zur Achse der Bohrung 7 verlaufenden Ebene eine ringförmige An schlagfläche 8 vorgesehen. Von der kreisförmigen äusse- ren Kante 9 der Anschlagfläche 8 ausgehend, verläuft ein sich verjüngender Kegel 10, der an einem zylindrischen Abschnitt 11 endet.
An dem zylindrischen Abschnitt<B>11</B> schliesst sich ein ringförmiger Absatz 12 an, welcher so bemessen ist, dass der Ring 6 nur mit einem bestimmten Pressdruck in den zylindrischen Bereich 13 der Bohrung 14 des Anschlussstückes 2 eingeschoben werden kann, wodurch der Ring 6 gegen selbsttätiges Loslösen aus der Bohrung 14 des' Anschlusstückes 2 gesichert ist. Der Pressdruck ist so gewählt, dass beim Montagevorgang zunächst das Einpressen des Ringes 6 in die Bohrung des Anschlussstückes 2 erfolgt, und anschliessend die Ein schnürung des Rohres 1 durch den Klemmring 4.
Von dem äusseren Umfang des ringförmigen Absatzes 12 ausgehend, verläuft ein sich verjüngender kegelförmiger Abschnitt 15, an welchem sich eine, mit Bezug auf die Achse der Bohrung 7, mehr zur Senkrechten hin geneigte kegelförmig Fläche 16 anschliesst. Diese Fläche 16 wird wiederum abgegrenzt durch eine kegelförmige Fläche 17, welche ihrerseits durch die zylindrische Fläche 18 der Bohrung 7 abgegrenzt wird. Die durch die aneinander- stossenden Kegelflächen 16 und 17 gebildete Scheitellinie, bzw, ringförmige Kante 19 gelangt im montierten Zu stand des Rohres 1 mit einer rechtwinklig zur Achse der Bohrung 7 verlaufenden ringförmigen Fläche 20 zur Anlage.
Der Klemmring 4 weist einen über das Ende des Rohres 1 hervorragenden ringförmigen Kranz 28 auf, welcher mit einer Anschlagfläche 29 versehen ist, die im montierten Zustand des Rohres 1 an der Anschlagfläche 8 des Auffüllringes 6 zur Anlage gelangt. Die überwurf- mutter 3 weist in bekannter Weise einen Innenkegel 21 auf, durch welchen der Klemmring 4 und das Rohr 1 beim Aufschrauben auf das Anschlussstück 2 miteinan der verklemmt werden.
Die in den Figuren 2 und 3 gezeigten Ausführungsfor men der erfindungsgemässen Rohrverschraubung unter scheiden sich von der in Fig. 1 gezeigten Rohrverschrau bung lediglich durch eine andere Ausbildung des Füllrin ges 6.
Der in der Fig.2 dargestellte Füllring 6 weist als wesentliches Merkmal einen Kegel 22 auf, welcher im montierten Zustand des Rohres 1 mit einer ringförmigen Kante 23 in der Bohrung 14 des Anschlussstückes 2 in Klemmverbindung steht, wodurch der Ring 6 gegen das Herausfallen aus der Bohrung 14 des Anschlussstückes 2 gesichert ist. Hierbei liegt die ringförmige Kante 19 an der Ringfläche 20 der Bohrung 14 des Anschlussstückes 2 an.
Die Ausbildung und Anordnung der ringförmigen Anschlagfläche 8, sowie die der kegelförmigen Flächen 16 und 17 sind analog mit der Ausführungsform des in der Fig. 1 dargestellten Füllringes 6.
Der in der Fig. 3 dargestellte Füllring 6 weist eben falls eine Ausbildung auf, durch welche derselbe mit der zylindrischen Wandung 13 der Bohrung 14 des An- schlussstückes 2 durch Anziehen der Überwurfmutter 3 in Klemmverbindung gebracht werden kann. Von der äusseren ringförmigen Kante 9 der Anschlagfläche 8 ausgehend, verläuft eine sich verjüngende Kegelfläche 24, welche an einer sich erweiternden Kegelfläche 25 an grenzt. An die Kegelfläche 25 schliesst sich in einem spitzen Winkel eine Kegelfläche 26 an.
Die Kegelflächen 25 und 26 bilden gemeinsam eine kreisförmige Kante 27, welche einen um einige zehntel Millimeter geringeren Durchmesser aufweist als der zylindrische Abschnitt 13 der Bohrung 14 des Anschlussstückes 2. Ferner ist die Kegelfläche 26 derart angeordnet, dass sie mit der Ringfläche 20 der Bohrung des Anschlussstückes 2 einen spitzen Winkel bildet. Bei der Montage wird der Auffüll- ring 6 zunächst in die Bohrung 14 des Anschlussstückes 2 eingesetzt.
Anschliessend wird die überwurfmutter 3 angezogen, wobei sich der Auffüllring 6 mit der zylindri schen Wandung 13 der Bohrung 14 dichtend verklemmt, ohne dass dabei der eigentliche Klemmvorgang zwischen dem Rohr 1 und dem Klemmring 4 gefährdet wird.
Durch das Anziehen der Überwurfmutter 3 wird die kreisförmige Kante 27 zunächst gegen die ringförmige Fläche der Bohrung 14 des Anschlussstückes 2, und darauf in Richtung gegen die zylindrische Wandung 13 der Bohrung 14 gepresst, wobei die kreisförmige Kante 27, siehe Fig.3, mit der zylindrischen Fläche 13 der Bohrung 14 des Anschlussstückes 2 eine Klemmverbin dung eingeht und auf diese Weise gegen das Herausfallen aus der Bohrung 14 gesichert ist.
Der erfindungsgemäss ausgebildete Auffüllring er möglicht es nunmehr in vorteilhafter Weise, dass die bekannten Stossverschraubungen auch bei Anschluss- stücken von Schneidringverschraubungen und derglei chen mehr zur Anwendung gelangen können, welche eine Bohrung mit einem Innenkegel, einer zylindrischen Flä- che und einer rechtwinklig zur Achse der Bohrung verlaufenden Ringfläche aufweisen.
Hierdurch ergibt sich gegenüber den bisher bekannten Rohrverschraubungen ein wesentlich grösserer Anwendungsbereich.