CH455844A - Vorrichtung zum Vereinzeln von Papierblättern an Papierverarbeitungsmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum Vereinzeln von Papierblättern an PapierverarbeitungsmaschinenInfo
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Description
Vorrichtung zum Vereinzeln von Papierblättern an Papierverarbeitungsmaschinen Die Erfindung betrifft eine Vornchtung zum Vereinzeln von Papierblättern an Papierverarbeitungsmaschinen, insbesondere Falzmaschinen, die wahlweise automatisch Blätter vom Stapel verarbeitet oder die Einzelblätter von Hand zugeführt bekommt und bei der eine rotierende, angetriebene Zuführrolle mit einer gegen überliegenden feststehenden, aber einstellbaren exzentrisch gelagerten Rückhalterolle zusammen einen einstellbaren Durchlassspalt bildet. Es ist eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Papierblättern bekannt, bei der auf einem schräg nach unten stehenden Anlegetisch Papierblätter in Schuppenform aufgelegt werden und das jeweils oberste Blatt durch eine rotierende Zuführrolle den Falzwalzen zugeführt wird. Unterhalb der Zuführrolle befindet sich eine einstellbare Rückhalterolle, die die Aufgabe hat, durch einen auf Papierstärke eingestellten Durchgangsschlitz jeweils nur einen Papierbogen passieren zu lassen. Die Einstellung des Durchlassschlitzes auf die jeweilige Papierstärke ist umständlich, weil die Bedienungselemente der Einstellvorrichtung unterhalb des Anlegetisches angebracht sind. In Falzmaschinen, besonders in Bürofalzmaschinen, bei denen die zu verarbeitende Papierstärke oft wechselt, haben sich die bekannten Vereinzelungsvorrichtungen als unpraktisch erwiesen. Zum Teil wird der Durchlassspalt mittels eingängiger Gewindespindeln justiert, so dass beim Wechsel von sehr dünnem Papier auf mehr starkes Papier die Zeit zum Verstellen des Durchlassspaltes sehr lang sein kann, und für die Bedienungsperson ermüdend ist. Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer praktischen und leicht zu bedienenden Vereinzelungsvorrichtung für Papierblätter. Es erschien vorteilhaft, die Bedienungselemente an die Aussenseite der Gestühlseitenwände solcher Falzmaschinen zu verlegen. Dadurch ist eine leichte Bedienbarkeit gewährleistet und ein schnelles Umstellen möglich, falls die Papierdicken sehr oft wechseln. Dieser Vorteil ist besonders wichtig an leichten Bürofalzmaschinen, auf denen auch Tagesbriefpost in unterschiedlicher Lagenzahl gefalzt werden soll. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Verstellorgan und der Rückhalterolle ein Übertragungsorgan angeordnet ist, das infolge seiner exzentrischen Ausbildung die Verstellbewegung des Verstellorganes unlinear überträgt, so dass die Verstellbewegung bei Null beginnend zunächst relativ klein ist und sich bei Fortsetzung der Verstellbewegung in bezug auf die relative Anfangsbewegung vergrössert. Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass bei kleinstem Abstand zwischen der Zuführrolle und der Rückhalterolle der Mittelpunkt der Rückhalterolle in der Ebene liegt, die durch die Vereinzelungsrollenachse und die Rückhalterollenachse bestimmt ist, und dass das Verstellorgan zum Abstandsverstellen unmittelbar auf der Rückhalterollenachse sitzt. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Querschnitt durch den Stapeltisch, mit Vereinzelungsvorrichtung und Falzwalzen; Fig. 2 die gleiche Anordnung wie Fig. 1 mit Handanlage von Einzelbogen; Fig. 3 eine Schnittdarstellung der Stelleinrichtung mit Griff; Fig. 4 eine Vorderansicht der Vereinzelungsvorrichtung; Fig. 5 und 6 zeigen verschiedene Einstellpositionen; Fig. 7 zeigt ein vergrössertes Exzenterschema. Die Vorrichtungen nach Fig. 1 weisen einen schräg nach unten stehenden Stapeltisch 1 auf, auf dem der Papierstapel 2 sich schuppenartig formiert. Zwei seitliche Führungswinkel 3 geben dem Stapel die Richtung. Jeweils der oberste Bogen 4 wird von der Zuführrolle 5, die als Freilauf ausgebildet ist, erfasst und durch den Durchlassspalt 6, welcher mittels exzentrisch einstellbarer Rückhalterollen 7 variierbar ist, hindurchgezogen und den Falzwalzen 8 und 9 zugeleitet. in Fig. 2 ist die gleiche Anordnung wie in Fig. 1 dargestellt, mit dem Unterschied, dass ein mehrblättriger Papiersatz 10, z.B. ein dreiseitiger Brief, von Hand eingelegt wird. Hierzu ist der Durchlassspalt 6 so weit vergrössert, dass die Zuführrolle 5 keinen Zug auf die Papierblätter ausüben kann, und der Satz direkt bis an die Falzwalzen 8 und 9 herangeführt wird. Durch Verdrehen der Achse 11 und der darauf exzentrisch gelagerten Rückhalterolle 7 lässt sich der Durchlassspalt 6 beliebig vergrössern oder verkleinern. Ihren Antrieb erhält die Zuführrolle 5 durch Welle 12 über Antriebsscheibe 13. Welle 12 und Stellachse 11 sind in den Gestellseitenplatten 14 und 15 der Falzmaschine gelagert. Am Stellgriff 16, der mit einem kerbverzahnten Ansatz 17 versehen ist und im Eingriff mit der feststehenden Zahnscheibe 18 steht, lässt sich die Stellachse 11 und der darauf befestigte Exzenter 19 mit der Rückhalterolle 7 je nach Papierstärke einstellen. Die Exzentrizität 20 der Rückhalterolle 7 zur Stellachse 11 beträgt 0,4 mm. Eine Drehung des Stellgriffes 16 um 1800 bewirkt deshalb, dass der Durchlassspalt 6 von 0 mm bis max. 0,8 mm variierbar ist und so der Papierstärke des Bogens angepasst werden kann. Einen Schnitt durch die erfindungsgemässe Stellmechanik zeigt Fig. 3. Stellgriff 16 ist mit dem Zapfen 21 der Stellachse 11 mittels Schraube 22 und Mitnehmerstift 23 drehsicher und fest verbunden. Die mit dem Gestellseitenteil 14 fest verbundene Buchse 18 weist eine Kerbverzahnung 24 auf, in welche eine ebenfalls kerbverzahnte Buchse 17 hineingreift, wobei der Mitnehmerstift 23 und der Zapfen 21 in die Nute 25 eingreifen und somit eine Drehverbindung mit Stellachse 11 vorhanden ist. Bei Drehung des Stellgriffes kann die kerb- verzahnte Buchse 17 in Richtung Pfeil 26 ausweichen, wobei die Druckfeder 27 die Rückstellkraft bildet. Durch Versuche wurde herausgefunden, dass eine selbsthemmende Exzentereinstellung der Gegendruckrolle 7 mit einem Exzenter von 0,4 mm dann gegeben ist, wenn die Kerbzahnscheiben 17 und 18 aus Kunststoff hergestellt sind und eine Zahntiefe von 0,8 mm aufweisen, wobei die Druckfeder 27 eine Drahtstärke von mindestens 2 mm haben muss, um die nötige Gegenkraft zu bilden. Es wurde auch festgestellt, dass zu einem Exzenter von 0,4 mm kerbverzahnte Rastscheiben mit einer Zähnezahl von 80 Zähnen eine genügend feinstufige Einteilung ergeben, die für Papiere mit 30 giqm bis zu 160 g/qm ausreichen. Der Skalenstellgriff macht dabei eine Schwenkung von max. 1800. Die erfindungsgemässe Exzentereinstellung sieht vor, dass bei höchster Exzenterstellung der Rückhalterolle und dem geringsten Durchlassspalt von 0,00 mm der Skalengriff auf Null zeigt. Jede weitere ansteigende Skalenstellung bewirkt ein Abwärtsgehen des Exzenterpunktes und somit Vergrösserung des Durchlassspaltes. Beim Exzenter von 0,4 mm ergäbe sich von Stufe zu Stufe folgende Durchlassspalte: Stufe 1 = 0,005 mm, Stufe 2 = 0,01 mm, Stufe 3 = 0,02 mm, Stufe 4 = 0,035 mm, Stufe 5 = 0,05 mm, Stufe 6 = 0,07 mm, Stufe 8 = 0,09 mm, Stufe 10 = 0,1 mm usw. Aus diesem Zusammenhang ist erkennbar, dass die ersten Stufen für die feineren Papiersorten günstig sind, während nach oben hin die Stufendifferenzen zunehmen. In Fig. 5 ist eine Stellung gezeigt für einen Durchlassspalt 6, der einem Papier von 100 g/qm entspricht. Zeiger 28 des Stellgriffes 16 weist auf die entsprechende Zahl der Skala 29. In Fig. 6 ist der Stellgriff 16 für eine Papierqualität von ca. 200 g/qm eingestellt. Der entsprechende Durchlassspalt 6 zwischen Rückhalterolle 7 und Zuführrolle 5 lässt den entsprechenden Papierbogen 4 passieren. Fig. 7 zeigt anhand eines Schemas, dass die Einstellstufen für den Exzenter von den feinen Stufungen 30 und 31 zu gröberen Stufen, z.B. 32 und 33 übergehen. Der grösste Exzenterausschlag ist durch Pfeil 34 gekennzeichnet und kann 0,8 mm betragen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Vereinzeln von Papierblättern an Papierverarbeitungsmaschinen, insbesondere Falzmaschinen, die wahlweise automatisch Blätter vom Stapel verarbeitet oder die Einzelblätter von Hand zugeführt bekommt und bei der eine rotierende, angetriebene Zuführrolle mit einer gegenüberliegenden feststehenden, aber einstellbaren exzentrisch gelagerten Rückhalterolle zusammen einen einstellbaren Durchlassspalt bildet, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Verstellorgan (16) und der Rückhalterolle (7) ein Übertragungsorgan (19) angeordnet ist, das infolge seiner exzentrischen Ausbildung die Verstellbewegung des Verstellorganes (16) unlinear überträgt, so dass die Verstellbewegung bei Null beginnend zunächst relativ klein ist und sich bei Fortsetzung der Verstellbewegung in bezug auf die relative Anfangsbewegung vergrössert.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei kleinstem Abstand zwischen der Zuführrolle (5) und der Rückhalterolle (7) der Mittelpunkt der Rückhalterolle (7) in der Ebene liegt, die durch die Vereinzelungsrollenachse (12) und die Rückhalterollenachse (11) bestimmt ist, und ferner dadurch, dass das Verstellorgan (16) zum Abstandsverstellen unmittelbar auf der Rückhalterollenachse sitzt.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein ausserhalb des Maschinengestells befindlicher Skalen-Drehkopf (16) mit einer Kerbzahnscheibe (17), einer Drehachse (11) und der exzentrisch gelagerten Rückhalterolle (7) durch Mitnehmerstift (23) drehsicher verbunden ist und eine ortsfest gelagerte Kerbzahnscheibe (18) elastisch, aber formschlüssig mit Kerbzahnscheibe (16) mittels Schraubenfeder (27) gekoppelt ist.3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhalterolle (7) eine Exzentrizität von 0,4 mm hat.4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die kerbverzahnten Scheiben (17, 18) Zähne mit einer Zahntiefe von ca. 0,8 mm haben.5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzentrizitätsabstand (20) auch in die beiden Lagerstellen der Welle (11) im Bereich der Gestellwände (14 und 15) eingearbeitet ist und die Rückhalterolle (7) mit Buchse (19) zentrisch auf der Welle (11) sitzt.
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