Verfahren und Vorrichtung zur Kennzeichnung von Verkaufs- und/oder Lagergegenständen In Verkaufsläden und Lagern von Unternehmungen aller Art besteht das Bedürfnis, die Lagerbuchhaltungen mit all ihren Konsequenzen wie interne und externe Ver rechnungen, Lagerbewirtschaftung, Lagerbewertung, Um satzstatistiken usw. möglichst vollständig zu automatisie ren.
Zu diesem Zweck ist es vorteilhaft, jeden Artikel mit mindestens einer ihn eindeutig charakterisierenden und automatisch zu lesenden Artikel-Kennzeichnung aus zurüsten. Neben der Artikel-Kennzeichnung können alle weiteren Informationen, die für die Bewirtschaftung aus gewertet werden, auf dem weiter unter beschriebenen Informationsträger festgehalten werden.
Es wurde bereits versucht, das gestellte Problem mit Lochkarten zu lösen. Diese haben aber den Nachteil, dass sie bei den unerlässlichen Transporten der gekennzeich neten Gegenstände leicht beschädigt werden und dann nicht mehr sicher abgelesen werden können. Zudem be nötigen Lochkarten zur Speicherung einer bestimmten notwendigen Information - sei es für die Artikelnum mer und/oder für den Stückpreis - eine verhältnis- mässig grosse Oberfläche, was sich besonders bei kleinen Artikeln - man denke beispielsweise an Füllfederhalter sehr nachteilig auswirkt.
Die vorliegende Erfindung überwindet diesen Nach teil und betrifft ein Verfahren zur Kennzeichnung von Verkaufs- und/oder Lagergegenständen, welches sich dadurch auszeichnet, dass die zu kennzeichnenden Ge genstände mit Informationsträgern versehen werden, welchen zur Darstellung von Artikelnummer und/oder dem Stückpreis eine geometrische Form entsprechend einem Code aufgeprägt wird.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und zeichnet sich aus durch Mittel, um einen Informationsträger durch eine geome trische Kennzeichnung der Randpartien mit Information über Artikelnummer und/oder Stückpreis zu versehen.
Anhand von Beispielen mit schematischen Figuren werden Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert. Dabei zeigt.
Fig. 1 einen Informationsträger in der Ansicht, Fig. 2 einen Informationsträger, welcher die Infor mation zweimal enthält, Fig. 3 einen Informationsträger, auf welchem Zahlen ziffernweise codiert werden, Fig. 4 einen Informationsträger, auf welchem Zahlen gruppenweise codiert werden, Fig. 5a einen rechteckigen Informationsträger, Fig. 5b einen rechteckigen Informationsträger, auf welchem die Information mit Löchern codiert ist, Fig. 6a, 6b, 6c Beispiele von rechteckigen Informa tionsträgern.
In Fig. 1 wird in der Ansicht eine mögliche Ausfüh rung eines Informationsträgers dargestellt, wobei die me chanische Kennzeichnung - als Träger der Information - durch die geometrische Gestaltung der Randpartien gegeben werden kann.
Ein Ring 1 trägt sowohl auf seinem äusseren Umfang mit dem Durchmesser da, wie auf einem inneren Umfang mit dem Durchmesser di zur Kennzeichnung eine Anzahl Zähne 2. Durch diese ringförmige Anordnung lässt sich auf kleinstem Raum eine grosse Anzahl von Kennzeich nungen unterbringen. So sind beispielsweise auf einem Durchmesser von 25 mm und einem Modul von 1 mm mit einem Binärcode mit konstanter Zähnezahl 1,25 - 101-1 Kombinationen möglich.
Der Informationsträger gemäss Fig. 1 zeichnet sich im weiteren durch folgende Eigenschaften, die an und für sich nicht an eine kreisförmige Gestaltung gebunden sind, aus: 1. Die zentrale Bezeichnungsfläche 3 kann in Klar schrift mit dem Preis, der Artikelnummer, sowie weite ren Informationen bezeichnet werden.
2. Die Bezeichnungsfläche 3 ist beispielsweise über mindestens einen Steg mit dem Ring 1 verbunden. Bei der Bezeichnung der einzelnen Gegenstände wird vor teilhafterweise nur die Bezeichnungsfläche 3 am Ge genstand befestigt, dadurch kann aber der Ring 1 leicht abgehoben und über eine Sollbruchstelle am Steg 4 von der Bezeichnungsfläche 3 getrennt werden.
3. Der Steg 4 kann gleichzeitig zur Zentrierung des Ringes 1 in einer Leseeinrichtung verwendet werden.
4. Der ganze Informationsträger kann beispielsweise durch Stanzen ab Band oder aus Streifen hergestellt wer den, wobei gleichzeitig auch der Klartext mit Farbe auf gedruckt oder mit kleinen Löchern eingestanzt werden kann. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass der Informationsträger aus Kunststoff gespritzt oder gepresst wird; die Information kann dabei gleichzeitig oder in einem späteren Zeitpunkt durch Ausbrechen der ent sprechenden Ausschnitte angebracht werden.
Es ist ohne weiteres möglich, die Markierungen an den Randpartien redundant vorzunehmen und damit die Fehlermöglichkeiten wesentlich zu reduzieren. Diese Ver minderung von Fehlermöglichkeiten kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass ein sich selbst kontrol lierender Code verwendet wird. Eine weitere Möglich keit besteht darin, dass die Information mindestens zwei mal auf dem Informationsträger angebracht wird, wobei diese Informationen vorteilhafterweise symmetrisch in bezug auf den Steg 4 angeordnet werden, wie diese bei spielsweise in Fig. 2 dargestellt sind. Ein Informations träger, der nach dem oben beschriebenen Verfahren ge kennzeichnet ist, kann nicht seitenverkehrt in eine Le seeinrichtung eingelegt werden.
Die Artikelnummer und der Preis werden im weiteren vorteilhafterweise nicht als ganze Zahl codiert, sondern, wie in Fig. 3 und 4 dargestellt ist, ziffernweise und/oder zahlengruppenweise codiert. Durch diese Massnahme kann die Einrichtung zur automatischen Herstellung, wie auch die Auswerteeinrichtung, vereinfacht werden.
Fig. 3 zeigt die ziffernweise Codierung einer n-stelli- gen Artikelnummer und einer m-stelligen Preisangabe, wobei sowohl Artikelnummer wie Preisangabe im vor liegenden Beispiel auf dem äusseren Umfang mit dem Durchmesser da des Ringes 1 gekennzeichnet werden. Dabei wird die total am Umfang des Informationsträgers vorhandene Länge L zweckmässigerweise in folgenden Strecken eingeteilt: 1. Positionierungsstrecke P.
Sie dient zur Positionie rung des Informationsträgers, wobei der Informations träger beispielsweise mechanisch um den Mittelpunkt M in die richtige Lage zum Ablesen gedreht werden kann und beispielsweise elektronisch die Abtastorgane auf den richtigen Umlaufsinn zum Ablesen eingeschaltet wer den können. Diese Positionierung der Lage kann auch voll elektronisch durchgeführt werden, indem sowohl Umlaufsinn, als auch die Lage abgetastet werden und die Ergebnisse der einzelnen Leseköpfe entsprechend aus gewertet werden.
2. n Artikel-Kennzeichnungsstrecken N1 bis N".
Jede bestimmte Strecke N bedeutet für die Artikel nummer eine bestimmte Stelle. Wenn man beispielsweise jeder von 9 Strecken N zwei Ausschnitte und 3 Zähne zuordnet - Ausschnitte und Zähne entsprechend den Ziffern 0, 1, 2, 3 bis 9 angeordnet - so können l09-1 verschiedene Artikelnummern erfasst werden.
3. m Preisfixierungsstrecken P1 bis P..
Jede bestimmte Strecke P bedeutet für den Stück preis eine bestimmte Stelle. Wenn man beispielsweise je der von 6 Strecken P zwei Ausschnitte und 3 Zähne zuordnet, - Ausschnitte und Zähne entsprechend den Ziffern 0, 1, 2, 3 bis 9 angeordnet, so können Preise von 0000 Fr.<B>01</B> Rp. bis 9999 Fr. 99 Rp. erfasst werden.
In Fig. 4 ist eine zahlengruppenweise Codierung dar gestellt. Dabei ist die Artikelnummer in n Zahlengruppen zu je g Zahlen eingeteilt, während der Preis vorteilhafter weise in 2 Zahlengruppen F und R aufgeteilt wird. Die Zahlengruppe R kann z.B. zwei Ziffern umfassen, entspre chend den Rappen, während die Zahlengruppe F 4 Ziffern umfassen kann entsprechend einem Verkaufspreis bis 9999 Fr. Die totale am Umfang des Informationsträgers 1 vorhandene Länge L wird dabei zweckmässigerweise in folgende Strecken unterteilt: 1. Positionierungsstrecke P.
Diese Strecke dient wie die zu Fig. 3 beschriebene Positionierungsstrecke zur Positionierung des Informationsträgers.
2. a Artikel-Kennzeichnungsstrecken N,-Na. Jede be stimmte Strecke N bedeutet für die Artikelnummer eine bestimmte Zahlengruppe. Wenn man z.B. Zahlengrup pen zu 3 Ziffern bildet, sind für eine 9-stellige Artikel nummer 3 Zahlengruppe notwendig. Jede dreiziffrige Zahlengruppe kann mit 8 Zähnen und 5 Ausschnitten gekennzeichnet werden. Für eine 9-stellige Artikelnum mer sind daher 24 Zähne und 15 Ausschnitte notwendig. Wird dagegen eine 9-stellige Artikelnummer ziffernweise gekennzeichnet, so sind 27 Zähne und 18 Ausschnitte notwendig.
In gewissen Fällen wird der Informationsträger vor teilhafterweise rechteckig ausgebildet, wie dies beispiels weise in Fig. 5a dargestellt ist. Die Kennzeichnung der Lage kann in diesem Fall in bekannter Weise durch die äussere Form erfolgen. Anstelle der Ausschnitte 10 kön nen auch einzelne Löcher 11 im Ring 1 eingestanzt wer den, wie dies beispielsweise in Fig. 5b dargestellt ist. Dabei werden vorteilhafterweise mindestens zwei Reihen mit versetzter Teilung verwendet. Im weiteren kann die Bezeichnungsfläche 3 und der Ring 1 nur durch einen Schnitt 5 getrennt werden. Dadurch besteht die Mög lichkeit, den Ring 1 kraftschlüssig mit der Bezeichnungs fläche 3 zu verbinden.
Diese kraftschlüssige Verbindung zeichnet sich im weiteren dadurch aus, dass der Infor mationsträger aus verschiedenen Materialien hergestellt werden kann. Der Ring 1 wird dabei vorteilhafterweise aus einem zähen Kunststoff hergestellt, der der rauhen Beanspruchung beim Lösen und Verarbeiten gewachsen ist, während die Bezeichnungsfläche 3 beispielsweise aus Papier hergestellt werden kann, das sich leicht bedrucken und mit Klebstoff versehen lässt. Der Ring 1 kann aber auch form- oder stoffschlüssig mit der Bezeichnungs fläche 3 verbunden werden. Fig. 6a zeigt eine mögliche Lösung in der Ansicht, in Fig. 6b wird der Schnitt A - A durch den Informationsträger dargestellt.
Dabei greifen beispielsweise zwei Nocken 6 unter die Bezeichnungs fläche 3. Durch einen Klebstoff 7, der an der Bezeich nungsfläche 3 aufgebracht ist, wird der Ring 1 über die Nocken 6 vor dem Aufkleben auf den Gegenstand 8 gehalten. Wird der Ring 1 zur Auswertung vom Gegen stand 8 getrennt, so werden die Nocken 6 beispielsweise abgerissen, oder die Bezeichnungsfläche 3 wird an der betreffenden Stelle zerstört, bzw. aufgebogen. Eine weitere mögliche formschlüssige Verbindung zeigt Fig. <B>6e.</B> Dabei wird die Bezeichnungsfläche 3 durch Lappen 9, die mit dem Ring 1 verbunden sind, umfasst.