CH459413A - Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von AzofarbstoffenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen der Formel
EMI0001.0004
worin R1 und R2 gleiche oder verschiedene, gegebenen substituierte Alkyl-, Aralkyl- oder Cyclo- (D (D alkylreste oder R1, R2 und -N- oder R1,
-N- und y zusammen ein heterocyclisches Ring System, R" einen gegebenenfalls substituierten Alkylrest, R4 einen gegebenenfalls substituierten Alkyl-, Cycloalkyl- oder Aralkylrest, y einen gegebenenfalls substituierten Alkylen- rest, der durch Heteroatome unterbrochen sein kann, Z den restlichen Bestandteil eines ungesättigten,
gegebenenfalls substituierten ein- oder mehr kernigen Ringsystems mit aromatischem Cha rakter und <B>AG</B> ein dem Farbstoffkation äquivalentes Anion bedeuten und der Ring D weitersubstituiert sein kann, dadurch gekennzeichnet, dass man an eine Verbindung der For mel
EMI0001.0030
eine Verbindung der Formel R!,- <B>A</B> (t1I) anlagert. Ringsysteme mit aromatischem Charakter, die dem Ring B zu Grunde liegen, sind beispielsweise Thiazole, Benzthiazole, Thiadiazole, usw.
Verbindungen der Formel (III), d. h. Quaternie- rungs- oder Alkylierungsmittel, sind beispielsweise die Ester starker Mineralsäuren und organischer Sulfon- säuren, wie Alkylchloride, -bromide und -iodide oder Dialkylsulfate, wie z.
B. Methylchlorid, -iodid oder -bromid, Äthylchlorid, bromid oder iodid, Dimethyl- sulfat, Aralykylhalogenide, Alkylester niedrigmolekula- rer Alkonsulfonsäuren, wie z. B.
Methan-, Äthan- oder Butansulfonsäure und Ester der Benzolsulfonsäuren, welche weitersubstituiert sein können, wie Methyl-, Äthyl-, Propyl- und n-Butylester der Benzolsulfonsäure, 2- oder 4-Methylbenzolsulfonsäure, 4-Chlorbenzolsul- fonsäure oder 3- oder 4-Nitrobenzolsulfonsäure.
Die Anlagerung, d. h. die Alkylierung oder Quater- nierung erfolgt vorzugsweise in einem inerten Lösungs mittel oder gegebenenfalls in wässriger Suspension oder ohne Lösungsmittel in einem überschuss des Anlage rungsmittels und bei erhöhten Temperaturen und in ge gebenenfalls gepuffertem Medium.
Die erhaltenen Farbstoffe können z. B. durch Ab filtrieren, gegebenenfalls nach Einengen oder Ausfällen, erhalten werden. Im Verlauf der Abtrennung oder in einer weiteren Stufe lassen sich die Anionen gegen andere Anionen austauschen, z.
B. gegen Methylsulfat-, Äthylsulfat-, Sulfat-, Disulfat-, Perchlorat-, Chlorid-, Bromid-, Iodid-, Phosphat-, Phosphormolybdat-, Ben- zolsulfonat-, Acetat, Propionat- oderBenzoationen oder auch gegen komplexe Anionen, z. B. das von Chlorzink- doppelsalzen.
Als Substituenten in den Farbstoffen kommen vor zugsweise solche in Frage, die in Acetatseiden- und Polyesterfarbstoffen üblich sind, z. B. Halogenatome oder Cyan-, Nitro- odenr Hydroxylgruppen oder gege benenfalls substituierte Alkyl-, Alkoxy-, Alkylsulfonyl-, Alkoxycarbonyl-, Alkylcarbonyloxy-,
Carbonsäure- amid- oder Sulfonsäureamidgruppen.
Als Brückenglieder y eignen sich vorzugsweise eine gegebenenfalls substituierte Methylengruppe oder ein über eine solche an das benachbarte N gebundener zwei- oder dreiwertiger Rest, so z. B. -(CH,),- worin p die Zahl 1 bis 6 bedeutet;
EMI0002.0079
<B>.USW.</B>
y kann auch zusammen mit R1 und dem benachbarten
EMI0002.0081
ein heterocychsches Ringsystem bilden, so dass Ringgruppierungen wie
EMI0002.0083
entstehen können.
R1 und R2 können auch zusammen mit ein hetero- cyclisches Ringsystem bilden, also z. B.
EMI0002.0091
einen Pyrroli- din-, Piperidin-, Morpholin- oder Piperazinring, oder eine Äthyleniminogruppierung, usw.
Die neuen Farbstoffe dienen vorzugsweise zum Fär ben, Klotzen oder Bedrucken von Formkörpern, insbe sondere Fasern, Fäden oder daraus hergestellten Tex tilien, aus Polymerisaten aus mehr als 80 0/a Aerylnitril, beispielsweise aus Polyacrylnitril, oder Copolymeren aus 80 bis 95 % Acryhütril und 20-5 % Vinylacetat, Methylacrylat oder Methylmethacrylat usw.
Man färbt besonders vorteilhaft in wässrigem, neutralem oder sau rem Medium bei Siedetemperatur oder bei Temperatu ren über 100 C unter Druck. Hierbei werden auch ohne Anwendung von Retarden sehr egale Färbungen erhalten. Auch Mischgewebe, welche einen Polyacryl- nitrilfaseranteil enthalten, lassen sich sehr gut färben.
Diejenigen Farbstoffe, welche eine gute Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln besitzen, sind zum Färben von natürlichen plastischen Massen oder gelösten oder ungelösten Kunststoff-, Kunstharz- oder Naturharzmas- sen geeignet. So kann Polyacrylnitril in der Masse in licht- und nassechten Tönen gefärbt werden. Einzelne der neuen Farbstoffe können zum Beispiel zum Färben von tannierter Baumwolle, Wolle, Seide, regenerierter Cellulose, synthetischen Polyamiden und von Papier eingesetzt werden.
Es hat sich gezeigt, dass man auch vorteilhaft Gemische aus zwei oder mehreren der neuen Farbstoffe verwenden kann.
Die erhaltenen Färbungen und Drucke haben eine gute Licht-, Wasch-, Schweiss-, Sublimations-, Plissier-, Dekatur-, Bügel-, Wasser-, Meerwasser-, Trockenreini- gungs-, überfärbe- und Lösungsmittelechtheit.
Im folgenden Beispiel bedeuten die Teile Gewichts teile und die Prozente Gewichtsprozente. Die Tempera turen sind in Celsiusgraden angegeben.
<I>Beispiel</I> 2,5 Teile des Farbstoffes der Formel
EMI0002.0134
werden in 50 Teilen Nitromethan gelöst und das Ge misch auf 80 erwärmt. Bei einer Temperatur von 80-90 lässt man 0,8 Teile Dimethylsulfat zutropfen. Man rührt während 12 Stunden bei 80 und destilliert das Lösungsmittel unter vermindertem Druck ab. Der trockene Rückstand wird sodann in einem Gemisch aus Wasser und Äthanol aufgenommen, heiss gelöst, und nach einer Klarfiltration erkalten gelassen.
Der ausfal lende Farbstoff der Formel
EMI0003.0002
wird in ausgezeichneter Ausbeute erhalten. Er färbt Polyacrylnitrilfasern in brillanten blauen Tönen aus essigsaurem, neutralem oder mineralsaurem Bade, in denen er verkochbeständig ist.
Die Färbung auf Polyacrylnitrilfasern hat ausge zeichnete Licht-, Wasch-, Schweiss-, Sublimier-, Reib-, nasse und trockene Bügel-, Meerwasser-, Rauchgas-, Bleich-, überfärbe- und Trockenreinigungsechtheit. Der Farbstoff reserviert im gleichen Färbebad anwesende Wolle und Cellulosefasern. Die Färbungen sind egal. Der Farbstoff besitzt ein besseres Egalisierungsvermö- gen, als ein solcher ähnlicher Konstitution, beispiels weise mit Diäthylaminobenzol als Kupplungskompo nente.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen der Formel EMI0003.0013 worin R1 und R2 gleiche oder verschiedene, gegebenen substituierte Alkyl-, Aralkyl- oder Cyclo- ED (D alkylreste oder R1, R2 und -N- oder R1, -N- und y zusammen ein heterocyclisches Ring system,RS einen gegebenenfalls substituierten Alkylrest, R4 einen gegebenenfalls substituierten Alkyl-, Cycloalkyl- oder Aralkylrest, y einen gegebenenfalls substituierten Alkylen- rest, der durch Heteroatome unterbrochen sein kann, Z den restlichen Bestandteil eines ungesättigten, gegebenenfalls substituierten ein- oder mehr kernigen Ringsystems mit aromatischem Cha rakter und <B>AG)</B> ein dem Farbstoffkation äquivalentes Anion bedeuten und der Ring D weitersubstituiert sein kann, dadurch gekennzeichnet,dass man an eine Verbindung der For mel EMI0003.0039 eine Verbindung der Formel R4- <B>A</B> (iii) anlagert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1808166A CH459413A (de) | 1962-04-18 | 1962-04-18 | Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1808166A CH459413A (de) | 1962-04-18 | 1962-04-18 | Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH459413A true CH459413A (de) | 1968-07-15 |
Family
ID=4430303
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1808166A CH459413A (de) | 1962-04-18 | 1962-04-18 | Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH459413A (de) |
-
1962
- 1962-04-18 CH CH1808166A patent/CH459413A/de unknown
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