CH460509A - Verfahren zum Herstellen von Knödeln - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von KnödelnInfo
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Description
Verfahren zum Herstellen von Knödeln Bei unter Verwendung von Mahlprodukten herge stellten Nahrungsmitteln, die durch einen Koch- oder Aufbrühvorgang genussfertig gemacht werden, zeigt sich in steigendem Masse die Tendenz, diese Nah rungsmittel in Grossbetrieben vorzuerzeugen und zumin dest für einige Zeit durch Trocknen oder Backen halt bar gemacht, in den Handel zu bringen.
Diese Art der Herstellung und Zubereitung ist bisher praktisch auf solche Produkte beschränkt, bei denen die Mahlpro dukte mit den erforderlichen Zutaten zu einem sämt liche Zutaten in fein verteilter Form enthaltenden Teig verarbeitet werden können.
Somit werden bisher prak tisch hauptsächlich Teigwaren, wie Nudeln, Spaghetti, Makkaroni etc. aber auch verschiedene Suppeneinlagen koch- oder aufbrühfertig in. den Handel gebracht. Bei aufbrühfertgen Suppeneinlagen ist z.
B. ein Herstel- lungsverfahren bekannt geworden, bei dem die Mahl- produkte unter Zugabe von Fett, Geschmackszutaten mit einer Flüssigkeit innig vermengt und zu einem zähen Brei gekocht werden, so dass die Mahlprodukte schon bei der Herstellung völlig aufgeschlossen wer den.
Dieser Brei wird dann durch Zugabe auftrocknen- der, fein gemahlener Substanzen, wie z. B. gemahlenes Backwerk soweit verfestigt, dass ein, auf einer Teigwa- renmaschine verarbeitbarer Teig entsteht.
Dieser, sämt liche Zutaten in fein gemahlener Form enthaltende Teig wird in der Maschine zu verschieden geformten Suppeneinlagen verarbeitet, die längere Zeit haltbar sind und bei Gebrauch nicht mehr gekocht, sondern nur mehr aufgebrüht werden müssen.
Wie erwähnt, ist eine Vorfabmkation im Grossbetrieb nur bei zur Gänze aus, einem Teig gleichmässiger Konsistenz hergestellten Nahrungsmitteln dieser Art möglich. Dagegen wird z. B. das unter der Bezeichnung Knödel bzw.
Klöpse in verschiedensten Variationen bekannte, als Hauptspeise, Beilage oder Suppeneinlage dienende Gericht bisher praktisch nusschlisslich als Frischgericht hergestellt, d.
h., es wird aus den jeweils notwendigen Zutaten ein Teig bereitet, aus dem gegebenenfalls nach kurzer Rastzeit Knödel geformt werden, die in kochen- des, vorzugsweise gesalzenes Wasser eingelegt und Bar gekocht werden. Die bekannten Semmelknödel werden beispielsweise in der Weise hergestellt, dass gegebenen falls in Fett geröstete Semmel- oder Weissbrotwürfel mit Mehl bestäubt,
und dann; mit Milch, Eiern und sonstigen Zutaten zu einem Tag vermengt werden, aus dem dann von Hand aus die Knödel geformt werden.
Einschliesslich der Teigbereitung erfordert die Herstel lung von Knödeln einen beträchtlichen Zeitaufwand und ist auch umständlich, da beispielsweise die Menge der Zutaten richtig festgelegt werden muss und auch andere Bedingungen zu beachten sind, wenn der fertige Knödel die gewünschte Konsistenz aufweisen soll.
Einige Knödelzutaten, die früher von Hand aus hergestellt werden mussten, wie z. B. fertig geschnit tene Semmel- oder Weissbrotwürfel (das sogenannte Knödelbrot) oder Semmelbrösel sind zwar bereits im Handel erhältlich,
doch wird dadurch die eigentliche Zubereitung der Knödel nicht erleichtert. Da aus einer bestimmten Teigmenge immer nur eine bestimmte Anzahl von Knödelportionen hergestellt werden kann, ist es beispielsweise in Gaststättenbetrieben schwierig, die jeweils benötigte Teigmenge vorzubereiten.
Es muss dann je nach dem Eingang der Bestellungen ent weder die Teigbereitung neuerlich begonnen werden oder es bleiben Teigreste bzw. fertig Knödel übrig, was äusserst unangenehm ist, weil der Teig nur sehr kurz fristig haltbar ist und anderseits viele Knödel nur frisch zubereitet serviert werden dürfen bzw.
beim Aufwär men Einbussen an Geschmack und Aussehen erleiden. Ein weiterer Nachteil der bisherigen Knödelherstellung ist auch darin zu erblicken, dass die Kochzeit ziemlich genau eingehalten werden muss, wenn die Knödel nicht zerkochen oder noch nicht gar serviert werden sollen.
Die Erfindung hat sich die Beseitigung aller dieser Mängel durch ein Verfahren zum Ziel gesetzt, mit des sen Hilfe es möglich ist, eine dauerhafte, verkaufsfä hige Knödelm-asse herzustellen, die dann bloss in Was ser eingelegt und gekocht zu werden braucht.
Das erfindungsgernüsse Verfahren ist dadurch ge- kennzeichnet, dass Stücke eines aus einem Knöd'elteig hergestellten Gebäcks befeuchtet und dann mit einem mindestens teilweise aus
Getreide oder einem. Getreide- produkt hergestellten Mahlprodukt überzogen, getrocknet und schliesslich in loser Form portionsweise in eine per forierte Hülle aus feuchtigkeitsbeständigem Material ein gefüllt werden, so dass die Portionen in ihrer Hülle Bar gekocht werden können.
Die wesentlichen Verfahrens schritte, d. h. jene, die den meisten Zeitaufwand erfordern, können nach dem erfindungsgemässen Verfahren rationell in einem Grossbetrieb durchgeführt werden.
Im Bedarfs fall hat jedermann: die Möglichkeit, aus den vorbereite- ton, gegebenenfalls auf Lager gehaltenen Portionen in einfachster Weise Knödel herzustellen. Es ist nur mehr notwendig,
die umhüllste Portion in vorzugsweise kaltes Wasser einzulegen und bis zum Garwerden kochen zu lassen. Die Garzeit wird zweckmässig auf der Umhül lung oder einer eigenen Verpackung angegeben.
Ein überschreiten der Kochzeit bringt keine Qualitätsmin derung, weil ein Verkochen durch die Hülle ausge schlossen ist und die Masse nur eine bestimmte Was- sermenge aufnimmt.
Durch die Form der Hülle wird feiner auch die endgültige Knödelform festgelegt.
Besonders zweckmässig ist es., wenn die getrock nete aus Einzelstücken bestehende Masse in eine schlauchförmige Hülle, portionsweise abgebunden, ein gefüllt wird und die Portionen dann: verpackt werden.
In dieser Verpackung, die die Masse vor Verschmut zung, Feuchtigkeitszutritt, Zutritt von schädlichen Kei men oder dgl. schützt, können die Portionen in den Handel gebracht und aufbewahrt werden und es be steht nunmehr die Möglichkeit, jede beliebige Knödel zahl ohne vorangehende Teigbereitung rasch herzustel len. Insbesondere sind die erfindungsgemässen Knödel für Grossküchenbetriebe geeignet.
Als Hüllenmaterial kann ein geeigneter Kunststoff verwendet werden.
Die Erfindung ist im folgenden an einigen Ausfüh- rungsbeispielen näher erläutert.
I. Semmelknödel Semmel- bzw- Weissbrotwürfel werden in üblicher Weise mit Milch, Eiern, Suppenwürze und gegebenen- falls etwas kleingehackter Petersilie vermengt und so weit vorgetrocknet, dass anschliessend darüber gestreu- tes Mehl gerade haften bleibt,
so dass die Würfel von allen Seiten einen gleichmässigen Mehlauftrag erhalten. Die Würfel werden nun vorzugsweise auf Horden wei tergetrocknet,
bis der Gesamtfeuchtigkeitsgehalt nur mehr etwa 12 bis 14 % ausmacht. Die Masse ist würfe- lig und ohne Zusammenhalt. Nach dem Trocknen wird die Masse in perforierte Portionshüllen abgefüllt. Ist eine längere <RTI
ID="0002.0157"> Aufbewahrung bzw. ein Versand vorgese- hen, dann werden die so erhaltenen Portionen feuchtig- keitsdicht, ähnlich wie Teigwaren verpackt. Durch den Trockenvorgang und dadurch, dass das Mehl praktisch noch keine Feuchtigkeit aufgenommen hat,
ist das in den Hüllen abgefüllte Produkt für lange Zeit ohne Qualitätsminderung haltbar. Bei Gebrauch werden (nach dem Öffnen der Verpackung) umhüllte Portio nen mit kaltem Wasser zugestellt, erhitzt und. etwa 20 min. gekocht.
Da die Einzelwürfel in der Hülle lose neben und übereinander liegen; hat das Wasser die Möglichkeit, überall gut durchzudringen, wobei das Mehl zufolge der Kaltzustellung gut quellen kann. Mit dem Kochen beginnt dann die Verkleisterung und die Würfel werden aneinandergebunden,
so dass schliess- lich nach dem Entfernen dem Hülle ein fertiger Knödel vorliegt. Der fertige Knödel ist flaumiger und. bekömm licher als ein aus Teig zubereiteter Knödel, weil. das Mehl besser ausquellen kann.
II. Serviettenknödel Mehl, Milch, Eier, Salz und gegebenenfalls Grün- zeug werden zu einem Teig geknetet. Aus diesem, Teig werden Portionen zu etwa 5 dkg semmelartig geformt und gebacken.
Das erhaltene Gebäck wird nach 3 Tagen zu Würfeln. geschnitten, die mit einer flüssigen Würze, beispielsweise einer Suppenwürze übersprüht und dann sofort mit Griess bestreut bzw.
in Griess RTI ID="0002.0248" WI="6"HE="3" LX="1954" LY="732"> ein- gelegt werden. Anschliessend wird die aus teilweisse mit Griess überzogenen Würfeln bestehende, Masse wie nach I getrocknet und weiterbearbeitet.
IH. Leberknödel Aus dem Gebäck nach Il erhaltene Würfel werden m *t allenfalls unter Wassir, a pas ie, r Leber ge- ,1 rzus tz s rte tränkt und anschliessend wie mach II weiterbehandelt,
wobei aber gegebenenfalls an Stelle von Griess Sem melbrösel zum überziehen der Würfel Verwendung finden können.
IV. Fleischknddel Wie<B>111,</B> doch wird an Stelle der verflüssigten Leber feinfaschiertes Fleisch zur Tränkung der Würfel verwendet. Das Fleisch kann vor der Einbringung in die Masse durch Pöckeln# Räuchern, Trocknen und dgl. einem der bekannten Konservierungsverfahren unterworfen werden.
V. Tiralerknödel Wie I, doch wird nach dem Trockenvorgang unter die Masse grob gehacktes bzw. würfelig geschnittenes, gut geräuchertes Fleisch, das gegebenenfalls einer Vor- trocknung unterworfen wurde, gemengt.
Wie die Ausführungsbeispiele zeigen, kann ein und derselbe Grundteig für die Herstellung verschiedener Knödel Verwendung finden. Durch Variierung des Grundsteiges lässt sich das erfindungsgemässe Verfah ren über die beschriebenen Ausführungsbeispiele hin aus zur Herstellung einer Vielzahl weiterer Knödelar- ten verwenden.
Insbesondere ist es auch möglich, den Grundteig unter Verwendung von Griess oder Käse, insbesondere Trockenkäse als Zutaten herzustellen.
In allen Fällen bleibt der wesentliche Vorteil erhalten, dass der Verbraucher für die Zubereitung der Knödel nicht mehr Arbeit aufwenden muss, ass für die Zube- reitung beispielsweise von Teigwaren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Knödeln, dadurch gekennzeichnet, dass Stücke eines aus einem Knödal- teig hergestellten Gebäcks befeuchtet und dann mit einem mindestens teilweise aus Getreide oder einemGetreideprodukt hergestellten Mahlprodukt überzogen, getrocknet und schliesslich in loser Form portionsweise in eine perforierte Hülle aus feuchtigkeitsbeständigem Material eingefüllt werden,so dass die Portionen in ihrer Hülle Bargekocht werden können. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren; nach Patentanspruch, dadurch<B>ge-</B> kennzeichnet, dass die befeuchteten Gebäckstücke vor dem Überziehen mit dem Mahlprodukt vorgetrocknet werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch <B>ge-</B> kennzeichnet, dass die getrocknete, aus Einzelstücken bestehende Masse in eine schlauchförmige Hülle, por- tionsweise abgebunden, eingefüllt wird und die Portio- nen verpackt werden. 3.Verfahren nach Patentanspruch: und Unteran spruch 2, dadurch geke , n ichnet, dass mehrere Por tionen gemeinsam verpackt werden.
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