CH462779A - Destillierapparat, insbesondere Wasserdestillierapparat - Google Patents
Destillierapparat, insbesondere WasserdestillierapparatInfo
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Description
Destillierapparat, insbesondere Wasserdestillierapparat Die vorliegende Erfindung betrifft einen Destillier apparat, insbesondere einen Wasserdestillierapparat, der zur Herstellung eines sehr reinen Destillates verwendet wird.
Bekannt sind Wasserdestillierapparate, welche aus einem Destillierkolben bzw. einer Destillierblase aus Quarzgut oder Quarzglas bestehen. An die Destillier blase ist ein Kühler angeschlossen, der ebenfalls aus Quarzgut oder Quarzglas besteht. Ausserdem weist die Destillierblase einen Zulaufstutzen für das zu destillie rende Wasser auf, welcher vorzugsweise mit einem über- lauf versehen ist. Die Destillierblase ist dicht mit einem Deckel verschlossen. An diesem Deckel ist ein Verbin dungsstück befestigt, dessen anderes Ende in einen Schliff des Kühlers eingesetzt ist.
Zur Beheizung ist ein elektrischer Tauchheizkörper vorgesehen, der von oben her in die Destillierblase hineinragt. Der Tauchheizkör per besteht aus einem elektrischen Heizleiter, welcher in einer Quarzhülle angeordnet ist. Die Quarzhülle selbst ist an ihrem in die Flüssigkeit eintauchenden Teil als Spirale mit mehreren Windungen ausgebildet.
Bekannt sind auch Wasserdestillierapparate aus Quarzglas oder Quarzgut, bei denen zwei Destillierkol- ben für zwei gleichzeitig und kontinuierlich arbeitende Destillationsstufen unmittelbar übereinander angebracht sind. Die Beheizung der zu destillierenden Flüssigkeit erfolgt mittels einer Heizpatrone oder mit einem Wider standsdraht versehenen Quarzgutspirale. Bei diesen be kannten Destillierapparaten ist ein gemeinsamer Küh ler über den beiden Destillierkolben angeordnet. Dieser Kühler besteht insbesondere aus Quarzglas oder Quarz gut.
Wegen der verhältnismässig niedrigen Heizleitertem- peratur, die im allgemeinen zwischen 600 und 1000 C beträgt, liegt der Emissionsschwerpunkt der bei die sen bekannten Destillierapparaten verwendeten Tauch heizkörper im langwelligen Infrarotbereich, so dass die in die Flüssigkeit eintauchende Quarzhülle von dem er hitzten Heizleiter aufgeheizt wird und der grössere Teil der dem Heizleiter zugeführten, in Wärme umgewan delten Energie auf dem Wege der Wärmeleitung und Konvektion der zu destillierenden Flüssigkeit zugeführt wird.
Der Wärmeübergang vom Hüllrohr in die Flüssig keit wird bei diesen elektrischen Tauchheizkörpern je doch durch den temperaturabhängigen Siedeverzug an die Hüllrohroberfläche und durch die Ablagerung von Rückständen, wie beispielsweise Kesselstein, erschwert. Als Folge hiervon treten schädliche Wärmestauungen auf, wodurch die Lebensdauer der Tauchheizkörper vermindert wird. Es kann auch vorkommen, dass infolge solcher unerwünschter Wärmestauungen die Quarzhülle platzt. Die je Oberflächeneinheit der Quarzhülle über tragbare Wärmemenge ist deshalb seh begrenzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen kompakten Destillierapparat zu schaffen, der bei einfacher Anordnung wärmetechnisch günstig ausgebil det ist und insbesondere zur Herstellung von möglichst reinem Wasser verwendet werden kann.
Gelöst wird die Aufgabe in überraschend einfacher Weise bei einem Destillierapparat, insbesondere Was serdestillierapparat, bestehend au4s einem Destillier kolben bzw. einer Destillierblase und Deckel, beide aus Quarzgut oder Quarzglas, einem Zulaufstutzen für die zu destillierende Flüssigkeit, einem mit dem Deckel verbundenen Kühler aus Quarzgut oder Quarzglas und wenigstens einem in den Destillierkolben hineinragen den Tauchheizkörper, welcher in einer Quarzhülle einen elektrischen Heizleiter enthält, dadurch, dass die den auf etwa 2000 C erhitzten Heizleiter umhüllende Quarz hülle von einem Hüllgefäss aus durchsichtigem Quarz glas umschlossen ist,
dessen Durchmesser wesentlich grösser ist als der Durchmesser der Quarzhülle. In be vorzugter Ausführung ragen wenigstens zwei einen ein seitigen elektrischen Anschluss aufweisende Tauchheiz körper, bestehend aus Heizleiter, Quarzhülle und Hüll- gefäss, schräg von oben her in die Destillierblase hinein.
Damit die bei der Erwärmung entstehenden Dampf blasen sich möglichst gleichmässig in dem Flüssigkeits- bad verteilen, empfiehlt es sich, bei der Verwendung von zwei Tauchheizkörpern diese unter einem Winkel von mehr als 30 gegen die Vertikale von oben her in die Flüssigkeit einzutauchen. Eine Akkumulation von Dampfblasen, die beim vertikalen Eintauchen der Tauch heizkörper entsteht, wird dadurch vermieden.
Es hat sich in überraschender Weise gezeigt, dass beim erfin- dungsgemässen Destillierapparat mineralische Abschei- dungen oder dgl. sich erst nach -viel längerer Zeit auf dem Hüllgefäss aus Quarzglas abscheiden, als bei den Tauchheizkörpern, wie sie bei den bekannten Destillier apparaten verwendet wurden.
Selbst wenn sich nach längerer Zeit schwache Beläge auf dem Quarzglashüll- gefäss bilden sollten, sind diese nach Erreichen einer gewissen Schichtdicke leichter abzulösen. Wenn die Ver unreinigung des zu destillierenden Wassers nicht sehr gross ist, kommt es meist gar nicht zur Bildung eines Belages auf dem Quarzglashüllgefäss, sondern es bildet sich ein mehr oderweniger feiner Griess, der sich dann am Boden der Destillierblase absetzt.
In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungs beispiel für einen erfindungsgemäss ausgebildeten Destil lierapparat schematisch dargestellt.
Die Destillierblase 1 aus Quarzgut oder Quarzglas ist mit einem Deckel 2 verschlossen. Der Deckel 2 be steht ebenfalls aus Quarzgut oder Quarzglas und sitzt dicht auf der Destillierblase. Beispielsweise handelt es sich um einen aufgeschliffenen Deckel. Für die Zufuhr der zu destillierenden Flüssigkeit 3 ist ein Zulaufstutzen 4 vorgesehen, der vorzugsweise einen überlauf 5 auf weist.
Das Volumen der Destillierblase ist vorzugsweise so ausgebildet, dass es mindestens die dreifache Menge an zu destillierender Flüssigkeit aufnehmen kann, ge messen an der stündlichen Destillierleistung. Zentral auf den Deckel., 2 ist der Kühler 6 aufgesetzt, vorzugsweise in einen Schlifstutzen 7 des Deckels eingesetzt.
Das Destillat wird beispielsweise über die Leitung 8 abge- führt. Die Kühlspirale 9 des Kühlers 6 wird beispiels weise mittels Wasser gespeist, wie durch die Pfeile ange deutet ist.
Bei der dargestellten Ausführung zum Auf heizen des Destillates sind in die Schliffstutzen 7' des Deckels 2 zwei Tauchheizkörper 10 mit passendem Ke- gelschliff 11 oder dgl. eingesetzt. Die Tauchheizkörper 10 sind gegeneinander versetzt und ragen unter einem Winkel von etwa 30 und mehr schräg von oben her in die Siedeblase hinein.
Bei Destillierapparaten grösse- rer Leistung sind mehr als zwei Tauchheizkörper 10, vorzugsweise vier Tauchheizkörper, über den Quer schnitt der Destillierblase verteilt.
Die Tauchheizkör per 10 bestehen aus einem Quarzglashüllgefäss 12, wel ches den Schliff 11 aufweist. In das Hüllgefäss ist eine Quarzhülle 13 eingesetzt, die einen auf etwa 2000 C erhitzten elektrischen Heizleiter 14 umhüllt, welcher über den Anschlusskopf 15 an eine elektrische Strom quelle angeschlossen werden kann.
Das Hüllgefäss 12 weist einen Durchmesser auf, der wesentlich grösser ist als der Durchmesser der Quarzhülle 13, die vorzugs weise U- oder haarnadelförmig ausgebildet ist und ei nen gewendelten Heizleiter 14 enthält.
Der Heizleiter 14 ist vorzugsweise nur in dem in die Flüssigkeit 3 ein tauchenden Teil des Tauchheizkörpers 10 gewendelt. Besonders bewährt haben sich auch solche Tauchheiz- körper, bei denen ausser dem Quarzglashüllgefäss 12 auch die Quarzhülle 13 aus durchsichtigem Quarzglas besteht.
Zweckmässigerweise ist die Destillierblase 1 nahezu vollständig von einem Isoliermantel 16 umschlos sen, beispielsweise aus Glaswolle oder Quarzwolle, Kie selgar, und gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von wär mereflektierender Folie, welche zwischen Destillierblase 1 und Isoliermantel 16 angeordnet ist, hergestellt.
Doppel- und Dreifach-Destillieranordnungen kön nen durch entsprechende, an sich bekannte Hinterein- anderschaltung von Einfach-Destillierapparaten auch mit dem erfindungsgemäss ausgebildeten Destillierappa rat geschaffen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Destillierapparat, insbesondere Wasserdestillierap- parat, bestehend aus einem Destillierkolben bzw. einer Destillierblase und Deckel, beide aus Quarzgut oder Quarzglas, einem Zulaufstutzen für die zu destillierende Flüssigkeit, einem mit dem Deckel verbundenen Kühler aus Quarzgut oder Quarzglas und wenigstens einem in den Destillierkolben hineinragenden Tauchheizkör per, welcher in einer Quarzhülle einen elektrischen Heiz- leiter enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die den auf etwa 2000 C erhitzten Heizleiter (14) umhüllende Quarzhülle (13) von einem Hüllgefäss (12)aus durch sichtigem Quarzglas umschlossen ist, dessen Durchmes ser wesentlich grösser ist als der Durchmesser der Quarzhülle (13). UNTERANSPRÜCHE 1. Destillierapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Tauchheizkörper (10), bestehend aus Heizleiter, Quarzhülle und Hüll- gefäss, schräg von oben her in die Flüssigkeit (3) in der Destillierblase (1) hineinragen. 2.Destillierapparat nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (2) Schliffstutzen (T) aufweist, in welche die Tauchheiz körper, deren Hüllgefäss einen in den Schliffstutzen passenden Kegelschliff (11) besitzt, eingesetzt sind. 3. Destillierapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Quarzhülle (13) des Tauchheiz körpers aus durchsichtigem Quarzglas besteht.4. Destillierapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühler (6) zentral auf den Deckel (2) der Destillierblase aufgesetzt ist, vorzugs weise in einem Schliffstutzen (7) eingesetzt ist. 5. Destillierapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zulaufstutzen (4) einen über lauf (5) aufweist. 6. Destillierapparat nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Destil lierblase nahezu vollständig von einem Isoliermantel (16) umschlossen ist.7. Destillierapparat nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Destillier blase so bemessen ist, dass sie mindestens das Dreifache der pro Stunde destillierbaren Flüssigkeit (13) aufneh men kann.
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