CH463023A - Haarwaschmittel - Google Patents

Haarwaschmittel

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CH463023A
CH463023A CH1574765A CH1574765A CH463023A CH 463023 A CH463023 A CH 463023A CH 1574765 A CH1574765 A CH 1574765A CH 1574765 A CH1574765 A CH 1574765A CH 463023 A CH463023 A CH 463023A
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hair
acid
alkyl
carbon atoms
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CH1574765A
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Wallace Mccune Homer
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Procter & Gamble
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    • A61Q5/02Preparations for cleaning the hair
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
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Description


  



  Haarwaschmittel
Die   Erfindung bezieht sic'h    auf ein Haarwaschmittel mit verbesserter Wirkung auf die Haarhandhabung, das insbesondere einen Gehalt an bestimmten   Alkylphos-    phonsäuren und deren Salzen, durch die ein haftender   Fettfilm    auf der Haaroberfläche gebildet wird, durch den das Haar besser   frisierbar wird, aufweist.   



   Die   wirksamen Bestandteile der Haarwaschmi'ttel,    die zur Zeit im Handel zur Verfügung stehen, bestehen im allgemeinen aus einem grösseren Anteil Seife oder aus   nichtseifigen    synthetischen anionaktiven oder nichtionogenen Detergentien in einem wässrigen Medium (Flüssigkeit bis Cremepaste), denen eine oder mehrere verschiedene Hilfsbestandteile wie Trübungsmittel, Klä  rungsmittel,    Schaumverstärker, Antischuppenmittel usw. in geringen Anteiden zugesetzt sind.

   Wenn das Haar mit einem Haarwaschmittel gewaschen wird, das derartige   nichtseifige    synthetische Detergentien als Reinigungsmittel enthält, wird viel von dem natürlichen   O1    des Haares entfernt und dadurch das gewaschene Haar schwierig zu handhaben, wenn nicht etwas unternommen wird, um diese Wirkung zu überwinden. Die Formbarkeit des Haares (die relative Leichtigkeit, mit der das Haar zu einer gewünschten Frisur gelegt werden kann) wird durch die Haarfettigkeit und   Verfilzung,    das heisst die   Kämmbarkeit    (sichtbare Kämmbarkeit) und durch die elektrostatische Ladung, die das     Fliegen      des Haares bewirkt, beeinflusst.



   Die nachteilige Wirkung von Haarwaschmitteln, die synthetische Detergentien enthalten, auf die Formbarkeit des Haares wurde bereits erkannt, und es wurde versucht, diese Wirkung zu überwinden. So wurden beispielsweise Veredlungsmittel wie Lanolin und dessen Derivate, Mineralöl oder Polyglykolstearat zu Haarwaschmitteln zugesetzt, damit das Haar nach dem Waschen in einem geeigneten Zustand verbleibt. Das Eintragen von solchen Zusatzstoffen in das Haarwaschmittel verschlechtert jedoch das Schäumen oder hinterlässt einen klebrigen Film auf dem Haar.



   Ziel der Erfindung ist ein Haarwaschmittel, das die Formbarkeit des Haares verbessert, jedoch gute Schaumund Reinigungseigenschaften besitzt. Die nachfolgende Beschreibung zeigt ausserdem, welche weiteren Vorteile das erfindungsgemässe Haarwaschmittel hat.



   Das Haarwaschmittel gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass es 1. 10 bis 30% eines nichtseifigen, anionaktiven organischen synthetischen Detergens, 2. 0, 2 bis 5   %    mindestens einer   Phosphonoverbin-    dung der allgemeinen Formeln    (I)    RN   (CH2PO3M) o oder   
EMI1.1     
 worin R einen Alkylrest mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen, X Wasserstoff oder einen Methylrest, Z eine Gruppe OH, COOM oder   PO,    und M Wasserstoff, Natrium, Kalium, Ammonium oder niedermolekularsubstituiertes Ammonium bedeuten, und 3. Wasser enthält und einen pH-Wert im Bereich zwischen 6, 0 und 10, 0 hat.



   Beispiele für geeignete Verbindungen sind die   Al-      kylaminodi- (methylphosphonsäuren),    deren Alkali-, Ammonium-und substituierte Ammoniumsalze, ein  schlie#lich    von   
Hexylaminodi- (methylphosphonsäure),
Octyl-aminodi-(methylphosphonsäure),   
Dodecylaminodi-(methylphosphonsäure),    Natriumtetradecylaminodi- (methylphosphon-    säure) und
Monoäthanolammoniumoctadecylaminodi)    (methylphosphonat)    ;

   die Alkylphosphonoessigsäuren und deren Alkali-, Ammonium-und substituierte Ammoniumsalze, einschliesslich von
Hexylphosphonoessigsäure,    Natriumnonylphosphonoacetat,
Kaliumtetradecylphosphonoacetat,       Kaliumhexadecylphosphonoacetat und       Monoäthanolammoniumoctadecylphosphonoacetat    ; die   1-Hydroxy-l-methylalkylphosphonsäuren    und deren Alkali-, Ammonium-und substituierte Ammoniumsalze, einschliesslich von    1-Hydroxy-l-methyldecylphosphonsäure,   
Natrium-1-hydroxy-l-methyltetradecylphosphonat,
Ammonium-1-hydroxy-1-methylhexadecyl phosphonat,    Diäthanolammonium-l-hydroxy-l-methyl-    octad'ecylphosphonat ;

   die l-Hydroxyalkylphosphonsäuren und deren Alkali-, Ammonium-und substituierte Ammoniumsalze, ein schliesslich von
1-Hydroxyhexylphosphonsäure,    Natrium-1-hydroxydodecylphosphonat    und    Ammonium-1-hydroxyhexadecylphosphonat    ;    1-Methyldecylphosphonoessigsäure,   
Natrium-1-methyldodecylphosphonoessigsäure ;

   die   Alkylidendipthosphonsäuren    und deren Alkali-, Am  monium-und    substituierte Ammoniumsalze, einschliess  lich    von
Decylidendiphosphons äure,    Natriumtridecylidendiphosphonat,   
Ammonium-pentadecylidendiphosphonat,    Ammonium-hexadecylidendiphosphonat    und
Monoäthanolammonium-octadecyliden    diphosphonat    ;
Tetradecan-2,   2-diphosphonsäure und       Natriumtetradecan-2, 2-diphosp'honat.   



   Bevorzugte Phosphonoverbindungen für erfindungsgemässe Haarwaschmittel sind die Natrium-, Kalium  und niedermolekularsubstituierten Ammoniumsalze    der   Alkylaminodi-(methylphosphonsäure),    deren Alkylrest ein Monyl-, Decyl-,   Undecyl-,    Dodecyl-,   Tridecyl-oder      Tetradecylrest    ist.



   Diese Verbindungen werden bevorzugt, weil sie be  züglich    der Verbesserung der   Haarformbarkeit    durch Verstärkung der   Kämmbarkeit    und Verringerung der elektrostatischen Ladung, die das Fliegen des Haares beim gewaschenen Haar verursacht, ganz besonders wirksam sind. Weitere besonders geeignete Verbindungen sind    Dodecylphosphonoessigsäure    und deren wasser lösliche Salze,
Dodecylidendiphosphonsäure,    Tridecylidendiphosphonsäure,   
1-hydroxy-1-methyldodecylphosphonsäure, l-Hydroxy-l-methylhexyldecylphosphonsäure und    1-Hydroxydodecylphosphonsäure    und deren wasserlösliche Salze.



   Die freien Säuren der vorstehend beschriebenen   Phosphonoverbindungen    sind in Wasser weniger löslich als die Salze und daher schwieriger im Haarwaschmittellösungsmittelsystem zu lösen. Um daher die freien Säuren für die   erfindungsgemässen Haarwaschmittel    verwenden zu können,   mu#    der pH-Wert besonders eingestellt werden, wie nachstehend näher erläutert wird.



   Es wird angenommen,   da#    die in den erfindungsgemässen   Haarwaschmitteln    verwendeten   Phosphonover-    bindungen bei Anwendung in Wasser, das eine natürliche Härte hat, das heisst dass   Ca+    +-und Mg+ +-ionen (wie es fast immer der Fall ist) vorliegen, mit diesen Ionen unter Bildung eines Niederschlags auf dem Haar während der Waschbehandlung reagieren. Dieser Nie  derschlag    haftet auf dem Haar und lässt die   Haarfasern    fettig bleiben und verringert die   Verfilzung, wodurch    es mögl'ich wird, das Haar in noch feuchtem Zustand leicht zu einer gewünschten Frisur zu legen.

   Nach dem Trocknen des gewaschenen Haares verringert der zurückgebliebene Niederschlag die elektrostatische Ladung, die auf der Haarfaser entstanden ist, durch Kämmen oder Bürsten, so dass das Fliegen des Haares im wesentlichen vermieden wird. Diese letztere Wirkung   liässt    sich sogar in vielen Fällen feststellen, bei denen das   Haarwaschmit-    tel mit demineralisiertem Wasser verwendet worden ist.



  Es kann daher angenommen werden, dass durch Adsorp  tion der Phosphonoverbindungen    selbst eine solche Wir  kung    entsteht.



   Die Erfindung bezieht sich auch auf die Verwen  dung    des Haarwaschmittels gemäss der Erfindung zur Veredelung und Verbesserung der Kämmbarkeit von Haar, indem man das Haar   in Gegenwart von Cal'cium-    und   Magnesiumionen    in Lösung mit dem   Haarwasch-    mittel mit flüssiger oder pastenartiger Konsistenz wäscht.



  Das Haar kann in üblicher Weise gewaschen werden, wobei das Haarwaschmittel auf das Haar aufgetragen und vollständig mit Wasser, das Calcium-und Magnesiumionen enthält, vermischt wird, so   dal3    ein Schaum entsteht, der in das Haar eingearbeitet wird, und   schliess-    lich das Haar mit Wasser gespult wird, wobei die Phos  phonoverbindungen    auf dem Haar abgelagert verbleiben, um   dessen Formbarkeit herzustellen und die Hand-      habung    zu verbessern.



   Es ist erforderlich, dass die   Phosphonoverbindungen    in Konzentrationsbereichen von 0, 2 bis 5, 0 Gew. % des gesamten Haarwaschmittels verwendet werden. Anteile von 0,   2 % und darüber    sind erforderlich, damit eine wesentliche Verbesserung der Handhabung des Haares erreicht werden kann. Konzentrationen über 5 % führen zu Schwierigkeiten bei der Herstellung des Haarwaschmittels, und die Wirkung auf die Formbarkeit des Haares wird dadurch gegenüber Anteilen bis zu 5 % nicht merklich vergrössert. Darüber hinaus kann bei höheren Konzentrationen ein zu starker Niederschlag entstehen, wodurch das Haar sich schmutzig anfühlt und keinen Glanz aufweist.



   Für die   erfindungsgemässen Haarwaschmittel    geeignete   nichtseifige    anionaktive organische Detergentien umfassen beispielsweise wasserlösliche Salze von organischen   Schwefelreaktionsprodukten,    die   in ihrer Mole-      külstruktur    einen Alkylrest mit etwa 8 bis 18 Kohlenstoffatomen und   Sulfonsäure-oder Schwefelsäureester-    reste enthalten.

   Wichtige Beispiele von Detergentien dieser Gruppe sind die Natrium-oder   Kaliumalkylsulfate,    insbesondere solche, die durch Sulfatierung von höheren Alkoholen erhalten werden, die durch Reduktion von Glyceriden von   Talg-oder Kokosnussöl hergestellt    wer  den ; Natrium-oder Kaliumalkylbenzolsulfonate,    wie sie insbesondere von   Günther    u.

   A. in der USA-Patent Schrift Nr. 2 220 099 und von Lewis in der USA-Patentschrift Nr. 2 477 383 beschrieben sind, deren Alkylreste durchschnittlich etwa 9 bis etwa 15 Ko'hlenstoffatome enthalten ; Natriumalklgyceryläthersulfonate, insbesondere solche Ather, deren Alkylrest von den höheren Alkoholen abgeleitet sind, die aus Talg-oder   Kokosnuss-    öl erhal'ten werden ;   Natriumkokosnussölfettsäuremono-       glyceridsulfate und-sulfonate, Natriumsalze von Schwe-    felsäureestern der Reaktionsprodukte von 1 Mol eines höheren Fettalkohols (z. B. von Talg-oder Kokosnuss  ölalkoholen)    mit etwa 3 Molen Athylenoxyd und andere bekannte Produkte dieser Art, von denen eine Anzahl in den USA-Patentschriften Nrn. 2 485 921 und 2 486 922 beschrieben sind. 



   Weitere nichtseifige anionaktive organische   synthe-    tische Detergentien, die erfindungsgemäss verwendet werden können, umfassen die Salze von   Kondensations-    produkten von Fettsäuren mit   Sarkosin,    z. B.   Acylsar-    kosinate, deren Acyl'rest eine Kettenlänge von etwa 10 bis zu etwa 18 Kohlenstoffatomen hat.



   Bevorzugte Detergentien sind   Triäthanolaminr und    Natriumsalze von Alkylsulfaten, deren Alkylrest'im Mittel etwa 12 Kohlenstoffatome enthält, Natrium-und   Triäthanolammoniumalkylglyceryl-äthersulfonate,    deren Alkylreste im Mittel etwa   12    Kohlenstoffatome enthalten, und   die Natrium-und Triäthanolaminsalze der    Kondensationsprodukte von 1 Mol   Kokosnussfettal'ko-    hol mit 3 Mol   Sithylenoxyd.   



   Das Detergens kann für die erfindungsgemässen Haarwaschmittel in veränderlichen Konzentrationen von
10 bis zu 30 Gew. % verwendet werden, vorzugsweise beträgt es etwa 15 bis zu etwa 25 Gew. % des Haarwaschmittels.



   Es ist   wesenblich, dass    der pH-Wert des erfindungsgemässen Haarwaschmittels grösser als 6, 0   und Meiner    als 10, 0 ist. Bei pH-Werten unter 6, 0 liegen die Phos  phonoverbindungen    in ihrer weniger löslichen (sauren) Form vor und verringern dadurch die   Schaumfähigkeit    des Haarwaschmittels. Bei pH-Werten über 6, 0 sind die   Phosphonoverbindungen stärker löalich    und   verschlech-    tern die   Schaumfähigkeit    des Haarwaschmittels nicht.



  Bei pH-Werten über 10, 0 neigen die erfindungsgemässen Haarwaschmittel dazu, die Augen und die Haut zu reizen. Der bevorzugte   pH-Bereich    liegt zwischen etwa 7 und 8.



   Durch   den Zusatz der Phosphonoverbindungen inihrer    Säureform zu den anderen Bestandteilen der erfindungs gemässen Haarwaschmittel erhält man ein   Haarwasch-    mittel mit einem pH-Wert unter 6, 0. Der pH-Wert   mu#    daher auf den wirksamen Bereich eingestellt werden,    das hei#t,    es   mu#    eine Base zugesetzt werden. Geeig nete Basen umfassen beispielsweise Triäthanolamin, Di   äthanolamin, Monoäthanolamin, Natriumhydroxyd und   
Kaliumhydroxyd.



   Es können verschiedene geringere Anteile von Be    standteilen,    die nicht wesentlich sind, zugesetzt werden, um das Produkt im Aussehen oder bei der Verwendung    anziehender    zu machen. Dazu gehören : ausreichend
Farbstoff, um eine anziehende Farbe für das Haar waschmittel zu erhalten ; bis zu   15%    oder mehr eines
Trennmittels, um die Lösungen, die aus hartem Wasser hergestellt werden, zu klären ; und bis zu 1 % oder mehr an Parfüm.



   Wegen ihrer wünschenswerten Wirkung auf das An, fühlen des Haares und um das Schaumvermögen zu er höhen, können bis zu etwa 5 % Kokosnussdiäthanolamid    oder Kokosnussmonoäthanolamid    zugesetzt werden, deren Acylreste aus einem Mittelschnitt von Kokosnussfettsäure erhalten wurden und die überwiegend 12 Koh  lenstoffatome    enthalten. Organische Lösungsmittel, beispielsweise Äthylalkohol, können dem Haarwaschmittel zugesetzt werden, um die Löslichkeit des   oberflächen-    aktiven Mittels in dem Lösungsmittelsystem (Wasser) zu erhöhen oder die Viskosität zu regeln. Der Wassergehalt kann in Abhängigkeit davon schwanken, ob eine Paste oder eine Flüssigkeit gewünscht wird.



   Um ein Produkt zusammenzustellen, das   pasten-    artige Konsistenz hat, wird der Wassergehalt im   allge-    meinen im Bereich von etwa 45 bis zu etwa 55 Gew. %   gehalten. Flüssige Haarwaschmittel    enthalten im   all-    gemeinen mehr als etwa 60 Gew. % Wasser, um eine homogene Lösung über einen befriedigenden Tempera  turbereich    sicherzustellen. Der Wassergehalt soll vorzugsweise in allen Fällen mehr als etwa 45 und weniger als etwa 90% betragen, damit ausreichend wirksames Material je Volumeneinheit vorliegt.



   Die Erfindung wird in den nachstehenden Beispielen erläutert.



   Beispiel   1   
In diesem Beispiel wird das mit verschiedenen typischen   Haarwaschmitteln    gemäss der Erfindun erreichte Schaumvolumen mit dem Schaumvolumen verglichen, das mit einem Kontrollmittel identischer Zusammensetzung, jedoch ohne die wesentliche Phosphonoverbindung erhalten wird, um zu zeigen, dass dieses   Zubereitungsmit-      tel die Schaumfähigkeit    des Haarwaschmittels nicht materiell beeinflusst.

   Das Schaumvolumen der in der nachstehenden Tabelle I aufgeführten Haarwaschmittel wurde durch homogenes Mischen von 5, 0 g des Haarwaschmittels mit der in der Tabelle I angegebenen Menge von synthetischer Sebummasse   (Standardprodukt    mit einem Gehalt einer Mischung aus   331/3    Gew. % Triglyceridfetten, 331/3 Gew.% Fettsäuren und 331/3 Gew.% Cholesterin, Lanolin und ungesättigten Ölen), Einbringen der Mischung in einem   Waring-Mischer    mit einem besonderen Behälter, auf den ein   500-cm3-Volumen-    Zylinder aufgeschmolzen ist, und Zusatz von Wasser bei   32  C    (etwa 250 bis 300 cm3), um das Volumen auf die Nullinie des mit einer   Messeinteilung    versehenen Zylinders aufzufüllen, hergestellt.

   Die Lösung wird dann 10 Sekunden mit 12000 U./min bewegt und das Volumen des gebildeten Schaums in dem Zylinder mit Messeinteilung gemessen. Die Zusammensetzung des Kontrollproduktes bei diesem Versuch war folgende :
20 %   Triäthanolammoniumkokosnusssulfat,    dessen Alkylrest vom Mittelschnitt eines   Kokosnussalkohols    erhalten wurde und überwiegend 12 Kohlenstoffatome enthielt,   7    Athanol, 0, 25% Parfüm und   67,    75   %    Wasser.



  Der pH-Wert des Produktes wurde mit Natriumhydroxyd auf 7, 4 eingestellt. 



   Tabelle   1   
Wasserhärte*    2gje3, 791 12g je3, 791 2g je3, 791 12gje3, 791 2g je3, 791 12g je3, 791    Haarwaschmittel Zusammensetzung   0      0    0, 5 gm 0, 5 gm 1, 0 gm 1, 0 gm    1. Kontrollprobe 240 ml 250 ml 160 ml 160 ml 96 ml 100 ml    2. Kontrollprobe + 0, 5
Gew. % Verbindung   A** 225 ml 270 ml 160 ml 195 ml 90 ml 85 ml    3. Kontrollprobe + 1, 0
Gew. %   VerbindungA** 225 ml 270 ml 170 ml 155 ml 105 ml 105 ml      *    Härte ist die Gesamtkonzentration von   Ca+ *-und Mg+ +-    ionen, ausgedrückt als äquivalente Menge CaC03 in g je
3, 79 1.



     **    Verbindung A =   Tetradecylaminodi-(methylphosphonsäure).   



   Der pH-Wert der Mittel 2 und 3 war auf 7, 4 mit   NaOH    nach Zusatz von Verbindung A eingestellt.



   Aus   d'em    vorstehenden Beispiel kann man erkennen, dass das Schaumvermögen des Tetradecylaminodi- (me  thylphosphonsäure)    als typische   Phosphonoverbindung      enthaltenden Haarwaschmittels unter    den verschiedenen Bedingungen der Wasserhärte und der Haarwaschmittelzusammensetzungen etwa gleich dem des Kontrollhaarwaschmittels ist.



   Beispiel 2
Die verbesserte Formbarkeit des mit dem erfin  dungsgemässen    Haarwaschmittel gewaschenen Haares lässt sich durch Messen der   Kämmreibung    von mit den erfindungsgemässen   Haarwaschmitteln    gewaschenen Haarteilen und Vergleich der dabei erhaltenen Werte mit der Kämmreibung der gleichen Haarteile zeigen, die mit üblichen   Haarwaschmitteln    gewaschen worden sind.



  Eine Verringerung. der Reibung zeigt an, dass das Haar besser   gefettet    ist und dass es weniger verflochten ist, das   hei#t    eine verbesserte   Kämmbarkeit    hat.



   Bei diesem Beispiel wurden drei gleichmässige 12-g Strähnen von mit dem Handtuch getrocknetem feuchtem Haar einer Länge von etwa 33-38 cm mit einem guten üNichen   handelsmässig      verfügbaren Haarwasch-    mittel (Haarwaschmittel A), das nachstehend noch näher beschrieben wird und das keine Haarveredlungsmittel enthielt, gewaschen und die   Kämmreibung    jeder einzelnen Strähne gemessen, ind'em die   Strähne    durch einen Standardkamm gezogen wurde (Dura Flex Nr. 43, der Firma Colanite-Kee-Products Company,   Seaford,    N. Y., USA), der mit einem Kraftüberträger verbunden war.



   Der Kamm ist mit einem Kraftüberträger verbunden, der ein   elektrisches Signal erzeu ; gt,    dessen Spannung in Abhängigkeit von der Kraft schwankt, die erforderlich ist, um den Kamm durch den Haarteil zu ziehen. Dieses Signal wird in geeigneter Weise verstärkt,   in ! tegriert    und aufgezeichnet. Die bei jedem   Durchgangdurchgeführte    Arbeit des Kammes durch den Haarteil wird dabei in mkg bestimmt.



   Nachdem die drei   Versuchsteile    mit dem   Kontroll-    mittel (Haarwaschmittel A) gewaschen worden sind und die   Gesamtreibungskraft    (Arbeit) gemessen wurde, die von einer gegebenen Länge eines jeden Teils auf den Kamm ausgeübt wird, wurde eines der Haarteile mit dem Haarwaschmittel B, eines mit dem Haarwaschmittel C und eines mit dem Haarwaschmittel   D    gewaschen und nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren die Ge  samtreibungskraft    wieder gemessen, die von der gleichen Länge eines jeden Haarteils auf den Kamm ausgeübt wird.



   In der nachstehenden Tabelle wird als Haarwaschmittel   A das Kontrollwaschmittel,    ein handelsmässig verfügbares flüssiges Haarwaschmittel auf der Basis eines anionaktiven Detergens mit einem Gehalt von 20 Gew. % Triäthanolammoniumalkylsulfat (dessen Alkylrest aus   Kokosnulssalkohol    erhalten wurde und überwiegend 12   Kotlenstoffatome    enthielt) mit geringeren   Anteil'en    von Parfüm, Farbstoff,   Klärungsmitteln    und Alkohol zur Einstellung der Viskosität, wobei der Ausgleich im we  sentlichen    aus Wasser bestand, verwendet. Der pH-Wert des Haarwaschmittels wurde mit NaOH auf 7, 3   einge-    stellt.



   Das Haarwaschmittel B hatte die gleiche Zusammensetzung wie   A    mit der Ausnahme,   dal3    1 Gew. % Tetra  decylaminodi- (methylphosphonsäure)    zugesetzt war. Der pH-Wert wurde mit   NaOH    auf 7, 3 eingestellt.



   Das Haarwaschmittel C hatte die gleiche Zusammensetzung wie A mit der Ausnahme, dass 1 Gew. %   Dodecylphosphonoessigsäure    zugesetzt war. Der   pH-    Wert wurde mit   NaOH    auf 7, 3 eingestellt.



   Das Haarwaschmittel D hatte die gleiche Zusammensetzung wie A mit der Ausnahme, dass 1 Gew. %   1-Hydroxy-l-methyl-hexadecylphosphonsäure    zugesetzt war. Der pH-Wert wurde mit   NaOH    auf 7, 3 eingestellt.



   Tabelle   Il   
Haarteil Nr.   1    Haarteil Nr. 2 Haarteil Nr. 3    1.    Durchgang 2. Durchgang   1.    Durchgang 2. Durchgang   1.    Durchgang 2. Durchgang Haarwaschmittel A  (Kontrolle) 0, 09 mkg   0,    056 mkg 0,   056    mkg 0, 03 mkg 0, 15 mkg 0, 088 mkg Haarwaschmittel B 0, 028 mkg 0, 0176 mkg Haarwaschmittel C 0, 015 mkg 0, 0176 mkg Haarwaschmittel D   0,    0299 mkg 0, 028 mkg 
Aus der vorstehenden Tabelle kann man erkennen, dass die   Kämmreibung    von Haarteilen, die mit den typischen   erfindungsgemä#en      Haarwaschmitteln    gewaschen worden sind (Haarwaschmittel B, C und   D),

      wesentlich geringer ist als bei den Haarteilen, die mit einem typischen   handelsmässig verfügbaren Haarwaschmittel    (Haarwaschmittel A) gewaschen worden sind, wodurch die grössere   Haarfettigkeit    und die geringere   Verwirrung    der mit den   erfindungsgemässen Haarwaschmitteln    gewaschenen Haarteile angezeigt wird. Ein Haar, das nach dem Waschen in diesem Zustand ist, kann leicht zu einer gewünschten Frisur gelegt werden, während es noch feucht ist.



   Beispiel 3
Es wurde ein Haarwaschmittel folgender Zusammensetzung hergestellt :
Gew. %    Natriumalkylsulfat*    24, 0
Methylcellulose 1, 3
Ammoniumsulfat 0, 30    Tetranatriumäthylendiamin-       tetraacetat    0, 20    Tetradecylaminodi- (methyl-    phosphonosäure) 2, 0
Parfüm 0, 3
Wasser und Zusätze plus   NaOH    zur    pH-Einstellung    pH 7, 4 Ausgleich * Alkylreste vom Mittelschnitt eines Kokosnussfettalkohols mit  überwiegend 12 C-Atomen.



   Dieses Haarwaschmittel besitzt ausgezeichnete Schäum-und Reinigungseigenschaften. Es ist übl'ichen   Haarwaschmitteln    darin überlegen, dass es die statische Elektrizität von trockenem Haar beim Kämmen oder Bürsten verringert und dadurch stark   das   Fliegen      des damit in üblicher Weise behandelten Haars verringert.



  Das mit diesem Haarwaschmittel gewaschene Haar lässt sich auch besser kämmen. Anstelle von Tetrad'ecyl  aminodi- (methylphosphonsäure) können    in dieser Zusammensetzung auch    Octadecylaminodi- (methylphosphonsäure),   
Dodecylaminodi-(methylphosphonsäure),    Decylaminodi- (methylphosphonsäure) oder   
Octylaminodi-(methylphosphonsäure) oder deren Natrium-, Kalium-, Ammonium- oder substi  tuierte    Ammoniumsalze verwendet werden, ohne dass die Eigenschaften oder die Wirksamkeit des Haarwaschmittels wesentlich beeinflusst würden.



   Beispiel 4
Es wurde ein anderes Haarwaschmittel mit der nachstehend angegebenen Zusammensetzung hergestellt :
Gew. %    Natriumalkylglyceryläthersulfonat*    25, 0    Kokosnuss*-diäthanolamid    4, 0    Methyl-Cellulose    1, 0
Tetranatriumäthylendiamintetraacetat 0, 10    Dodecylphosphonoessigsäure    1, 0
Parfüm 1, 0
Wasser und Zusätze plus   NaOH    zur   pH-Einstellung    pH 7, 3 Ausgleich  * Die Alkyl-oder Acylgruppe stammt vom   Mittelschnitt   eines
Kokosnussfettalkohols   oder-fettsäure    und enthält überwiegend
12 C-Atome.



   Das mit dem vorstehenden Haarwaschmittel in   übli-    cher Weise gewaschene Haar ist vollständig sauber und zeigt merklich verbesserte   Formbarkeitseigenschaften    im Vergleich zu mit einem   üblichen Haarwaschmittel    gewaschenen Haar. Das Haarwaschmittel ergibt bei der Anwendung auch einen voluminösen Schaum. Bei diesem Beispiel kann die   Dodecylphosphonoessigsäure    durch   
Tetradecylphosphonoessigsäure,
Tridecylidendiphosphonsäure,   
Dodecylidendiphosphonsäure,    Undecylidendiphosphonsäure,   
1-Hydroxy-1-methyltetradecylphosphonsäure oder
1-Hyd'roxydodecylphosphonsäure oder deren Alkali- oder Ammoniumsalze ersetzt werden, ohne dass die Eigenschaften oder die Wirksamkeit des Haarwaschmittels wesentlich beeinflusst würde.



   Beispiel   5   
Es wurde noch ein anderes Haarwaschmittel wie folgt hergestellt :
Gew. %
Natriumsalz des sulfatierten   Konden-    sationsproduktes von 1 Mol
Kokosnuss*-fettalkohol und 3 Mol  Äthylenoxyd 13, 4    Kokosnuss*-diät'hanolamid    3, 0    Athyl-alkohol 10, 0   
Propylenglykol 4, 0
Methylcellulose 0, 10
Tetranatriumäthylendiamintetraacetat 0, 10    Undeeylidendiphosphonsäure    2, 0
Parfüm 0, 50
Wasser und Zusätze plus   NaOH    zur pH-Einstellung pH 7, 4 Ausgleich * Die Alkyl-oder Acylreste stammten   vom   Mittelschnitt   eines   
Kokosnussfettalkohols   oder-fettsäure    und enthielten über wiegend 12 C-Atome.



   Das mit dem vorstehenden Haarwaschmittel   m      übli-    cher Weise gewaschene Haar hat im Vergleich zu Haar, das mit üblichen   Haarwaschmitteln    gewaschen worden ist, eine merklich verbesserte Formbarkeit. Die Schaumeigenschaften des Haarwaschmittels werden durch die darin vorliegenden   Phosphonoverbindungen    nicht beein  flusst.    In dem vorstehenden Beispiel kann die Undecyli  dendiphosphonsäure durch   
Tridecylidendiphosphonsäure,    1-Hydroxy-l-methyldecyl, phosphonsäure,
1-Hydroxy-l-methyldodecyIphosphonsäure,   
Tetradecylaminodi-(methylphosphonsäure) oder    1-Hydroxydodecylphosphonsäure    oder deren Alkali-,

   Ammonium-oder niedrigsubstituierte Ammoniumsalze bei vergleichbaren Ergebnissen ersetzt werden. Es kann auch das vorstehend eingesetzte Detergens durch Natriumalkylbenzolsulfonat ersetzt werden, dessen Alkylrest eine unverzweigte Kette hat und eine Kettenlänge von durchschnittlich 12 Kohlenstoff  atomen, oder durch Natriumtetrapropylenbenzosulfonat,      Natriumalkylglyceryläthersulfonat,    dessen Alkylrest aus dem Mittelschnitt von   Kokosnussalkohol    stammt und überwiegend 12 Kohlenstoffatome enthält, oder durch   Natrium-N-acylsarcosinat,    dessen Acylrest aus Kokos  nussfettsäure    erhalten wurde   und überwiegend 12 Koh-    lenstoffatome enthält. 



   Beispiel 6
X und Y, zwei gleichartige Teile von menschlichem Haar, (5 zu 30, 5   cm)    wurden in. gleicher Weise gewaschen, X mit einem allgemein bekannten handelsüblichen Haarwaschmittel (flüssiges Haarwaschmittel auf der Basis eines anionaktiven Detergens mit einem Gehält von 20,   0    Gew. % Triäthanolaminalkylsulfat dessen Alkylrest aus   Kokosnussalkohol    erhalten wurde und überwiegend 12 Kohlenstoffatome enthielt, und mit geringeren Anteilen an Parfüm, Farbstoff,   Klärungsmitteln    und Alkohol zur Regelung der Viskosität, mit einem Ausgleich von Wasser), Y mit dem Haarwaschmittel B des Beispiels 2, Tabelle II. Die Haarteile wurden nach dem Spülen an der Luft trocknen gelassen.

   Als sie trokken waren, wurden die Haarteile durch Kämmen mit den groben Zähnen eines Hartgummikamms geglättet.



  Jeder Haarteil wurde dann mit den feinen Zähnen 10mal   gekämmt.    Bei Raumtemperatur und einer relativen Feuchtigkeit von 34 % spreizen sich die   Haarfasern    des Haarteils X und   verwirren    sich wieder durch den   Rück-    stoss der elektrostatischen Ladungen, die auf der Haarfaser aufgebaut worden sind. Das Aussehen des Haarteils Y, das mit dem Haarwaschmittel B gewaschen worden ist, zeigt nur wenig oder überhaupt kein Zeichen einer elektrostatischen Aufladung der   Haarfasern.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Haarwaschmittel mit verbesserter Wirkung auf die Haarbehandlung, dadurch gekennzeichnet, dal3 es 1. 10 bis 30% eines nichtseifigen, anionaktiven organischen synthetischen Detergens, 2. 0, 2 bis 5 % monde- stens einer Phosphonoverbindung der allgemeinen Formeln (I) RN (CH2PO3M2) 2 oder EMI6.1 worin R einen Alkylrest mit 6 bis 18 Kohlenstoff- atomen, X Wasserstoff oder einen Methylrest, Z eine Gruppe OH, COOM oder POMa und M Wasserstoff, Natrium, Kalium, Ammonium oder niedermolekularsubstituiertes Ammonium bedeuten, und 3. Wasser enthält und einen pH-Wert im Bereich zwischen 6, 0 und 10, 0 hat.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Haarwaschmittel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das anionaktive Detergens ein Al- kylsulfat mit einem Alkylrest aus dem Mittlschnitt von Kokosnussfettalkohol, der überwiegend 12 Kohlen stoffatome enthält, oder ein Alkylglyceryläthersulfonat, dessen Alkylgruppe im Mittel etwa 12 Kdhlenstoffatome enthält, ist.
    2. Haarwaschmittel nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Be standteil 2 Tetradecylaminodi- (met'hylphosphonsäure), 1-Hydroxy-l-methyldodecylphosphonsäure, Dodecylidendiphosphonsäure oder Dodecyl'aminodi-(methylphosphonsäure) ist.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung des Haarwaschmittels nach Patentan spruch I zur Veredelung und Verbesserung der Kämm- bafkeit von Haar, dadurch gekennzeichnet, dass man das Haar in Gegenwart von Calcium-und Magnesiumionen in Lösung mit'dem Haarwaschmittel mit flüssiger oder pastenartiger Konsistenz wäscht.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4113861A (en) * 1977-05-02 1978-09-12 The Procter & Gamble Company Phosphonate pharmaceutical composition
US4210643A (en) * 1977-05-02 1980-07-01 The Procter & Gamble Company Phosphonate pharmaceutical composition

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