CH463294A - Wasserschutzvorrichtung an einem Tretlager - Google Patents
Wasserschutzvorrichtung an einem TretlagerInfo
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Description
Wasserschutzvorrichtung an einem Tretlager Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wasserschutz vorrichtung an einem Tretlager.
Es sind bereits eine Reihe von Vorrichtungen bekannt geworden, die dem Zweck dienen, das Eintreten von Wasser, z.B. Spritzwasser von den eigenen Rädern, von fremden Fahrzeugen, von Niederschlägen oder vom Reinigen in das Tretlager von Fahrrädern und dgl. zu verhindern, um das Ausschwemmen der Schmiermittel und Korrosionsschäden zu vermeiden.
So wurden z.B. Dichtungsringe oder Manschetten in die Tretlager eingebaut. Diese Konstruktionen sind je doch wartungsbedürftig, weil sowohl diese Teile als auch die mit ihnen zusammenwirkenden Tretlagerteile der Abnützung unterworfen sind. Ausserdem ist die durch diese Teile erzeugte zusätzliche Reibung unerwünscht.
In einer ebenfalls bekanntgewordenen Wasserschutz vorrichtung werden diese Nachteile dadurch beseitigt, dass die stirnseitigen Enden des Tretlagers als Schutzkap pen ausgebildet sind, die mit einer Austrittsöffnung für die Kurbelwelle versehen sind und unterhalb der Welle einen Auslass für hinter die Schutzkappen eingedrunge nes Wasser aufweisen, wobei zusätzlich noch innerhalb der Schutzkappen die Tretkurbelwelle einen mit ihr drehenden Auffangring trägt.
Diese letztgenannte Wasserschutzvorrichtung erfüllt zwar den nachgesuchten Zweck einwandfrei, ist aber in der Herstellung relativ kompliziert und kostspielig.
Die vorliegende Erfindung setzt sich zum Ziel eine auf dem gleichen Prinzip wie die letztgenannte Wasser schutzvorrichtung basierende Vorrichtung zu schaffen, die jedoch von einfacherem Aufbau ist und sowohl in der Herstellung als auch in der Montage billiger zu stehen kommt.
Hierzu ist die erfindungsgemässe Wasserschutzvor richtung an einem Tretlager, mit einem zwischen Lager schale und Tretkurbelarm auf der Tretkurbelwelle sitzen den Auffangring, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Auffangring, einem weiteren mit der Tretkurbelwel le drehenden Teil und einer am Lagergehäuse befestigten Hülse eine Beruhigungskammer gebildet ist, welche un terhalb der Welle die Auslassöffnung für in diese Kam mer eingedrungenes Wasser aufweist.
Dabei kann der genannte weitere Teil durch einen mit Abstand vom ersten angeordneten zweiten Auffangring gebildet sein, der die Hülse stirnseitig unter Belassung eines Ringspaltes abschliesst oder der genannte Teil kann durch die Stirnfläche des Tretkurbelarmes gebildet sein, die unter Belassung eines Ringspaltes an die Stirnfläche der Hülse anschliesst.
In der beiliegenden Zeichnung sind zwei beispielswei se Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dar gestellt. Es zeigt: Fig. 1 die erste Ausführungsform im Axialschnitt, und Fig.2 einen Axialschnitt der zweiten Ausführungs form.
In den Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Dargestellt ist das Tretlager eines Fahrrades mit dem Tretlagergehäuse 1, welches in bekannter Weise die Streben des Fahrradrahmens mitein ander verbindet. Das Gehäuse 1, wie auch das Tretlager an sich, ist in bezug auf die Rahmenebene symmetrisch ausgebildet, weshalb nachfolgend lediglich die eine Seite des Tretlagers beschrieben wird. Das Ende des Tretlager- gehäuses 1 ist mit einem Innengewinde versehen, in welches eine mit Aussengewinde versehene Lagerschale 3 eingeschraubt ist. Diese Schraubverbindung ist durch einen Konterring 2 gesichert. Die Lagerschale 3 besitzt eine im Querschnitt konkav gewölbte Lauffläche.
Eine Tretkurbelwelle 4 erstreckt sich koaxial durch das Ge häuse 1 und weist im Bereich der Lagerschale 3 eine Schulter 5 mit im Querschnitt konkav gewölbter Laufflä che auf. Die einander zugekehrten Laufflächen der Lagerschale 3 bzw. der Schulter 5 bilden zusammen mit zwischen ihnen eingesetzten und durch einen Käfig (nicht dargestellt) geführten Kugeln 7 ein Schrägschulterlager, so dass die Tretkurbelwelle 4 im Gehäuse 1 drehbar und gegen Axialverschiebung gesichert gelagert ist. Am aus dem Gehäuse 1 ragenden Ende der Tretkurbelwelle 4 ist eine Keilbahn 8 für die Befestigung des Tretkurbelarmes 6 vorgesehen.
Was bisher beschrieben wurde, ist der Aufbau eines konventionellen Tretlagers ohne Wasserschutzvorrich tung. Letztere soll vermeiden, dass Spritz-, Schwemm- wasser oder Niederschläge der Kurbelwelle 4 entlang durch den Spalt 9 zwischen dieser und der Lagerschale 3 in das Lager eindringen, und zwar ohne dass aneinander- reibende Teile vorgesehen werden müssen und ohne dass die Grundkonstruktion des Tretlagers geändert werden muss.
Zu diesem Zweck trägt die Kurbelwelle 4 ausserhalb der Lagerschale 3 einen Auffangring 10, welcher z.B. mittels eines Haftsitzes mit der Tretkurbelwelle 4 dreh verbunden ist. Die Aussenkante dieses Auffangringes 10 bildet einen Ringspalt 11 mit der Innenwandung einer Hülse 12, welche die Kurbelwelle 4 konzentrisch um- schliesst und mittels Pressitz an der Stirnfläche der Lagerschale 3 befestigt ist.
Der Abstand zwischen der Aussenkante des Auffangringes 10 und der gegenüberlie genden Wandung der Hülse 12, also die Grösse des Ringspaltes 11 ist so gross gewählt, dass der Durchtritt von Wasser infolge Kapillarwirkung ausgeschlossen ist.- Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 sitzt mit Ab stand vom Auffangring 10 auf der Kurbelwelle 4 ein zweiter Auffangring 13 der die Hülse 12 auf der Lager aussenseite bis auf einen Ringspalt 14 abschliesst.
Mit Vorteil ist, wie in der Fig.l dargestellt, der zweite Auffangring 13 in eine Ausdrehung 15 der Hülse 12 eingepasst.
Dadurch ist eine wirksame Schranke gegen das Ein dringen von Wasser in das Lager schon dadurch gebildet, dass das Wasser nicht einfach der Welle 4 entlang ins Lager gelangen kann, sondern ausschliesslich durch den Ringspalt 14 zwischen dem Auffangring 13 und der Hülse 12. Es ist klar, dass nur ausnahmsweise, z.B. wenn Wasser unter Druck in den Raum zwischen -dem Tretkur belarm 6 und dem Ring 13 spritzt, ein Teil dieses Was sers den Weg durch den Ringspalt 14 findet.
Solcherart bereits nur unter extremen Bedingungen durch den Spalt 14 eingedrungenes Wasser gelangt nun in die zwischen den beiden Auffangringen 10 und 13 und der Hülse 12 gebildete Kammer 16, die recht eigentlich als Beruhi gungskammer bezeichnet werden kann. Diese Beruhi gungskammer 16 besitzt einen Ausfluss, gebildet durch eine Öffnung 17 in der Hülse 12, welche Öffnung 17 in der montierten Lage der Hülse 12 unten und vorteilhaft bezüglich der Fahrtrichtung leicht nach hinten versetzt ist. Die lichte Weite dieser Öffnung 17 ist grösser gewählt als die Querschnittsfläche des Ringspaltes 14.
Allfällig durch den Ringspalt 14 in die Beruhigungs kammer 16 eingedrungenes Wasser wird unmittelbar nach dem Durchtritt durch den Spalt entlang der inneren Wand des zweiten Auffangringes 13 und durch die Öffnung 17 abfliessen. In extremen Fällen kann ein Teil des Wassers entlang der Tretkurbelwelle 4 bis zum ersten Auffangring 10 gelangen, von wo es aber wieder entlang diesem Auffangring zur Auslassöffnung 17 geführt wird. Durch die erwähnte Anordnung der Auslassöffnung wird eine schwache, durch den Fahrtwind erzeugte Saugwir kung den Abfluss durch die Öffnung 17 erleichtern. Ebenso übt das über die Hülse 12 ablaufende Wasser eine Saugwirkung auf die Öffnung 17 aus.
Diese Wirkung erzeugt auch eine Lüftung des Lagerinneren, wodurch die Gefahr von Kondenswasserbildung herabgesetzt wird.
Von dieser Ausführungsform unterscheidet sich dieje nige der Fig. 2 nur dadurch, dass die innere Stirnfläche 19 des Tretkurbelarmes 6 die Aufgabe und Wirkung des zweiten Auffangrings 13 in Fig. 1 übernimmt, indem die Hülse 12 bis unmittelbar an den Tretkurbelarm herange zogen ist, wobei ein Spalt 18 verbleibt, der dem Spalt 14 beim Beispiel der Fig. 1 entspricht. Bei dieser Ausfüh- rung besteht somit die ganze Wasserschutzvorrichtung aus zwei Teilen, nämlich der Hülse 12 und dem Ring 10, die aus einem herkömmlichen Lager ein wirksam gegen Wassereintritt geschütztes Tretlager machen.
Dass diese Teile einfach und billig herstellbar sind und ihre Montage ebenfalls ausserordentlich einfach ist, ist für den Fach mann ohne weiteres ersichtlich.
Bei beiden Ausführungsformen kann die Auslassöff- nung den Auffangring 10 noch gegen das Lager hin hintergreifen.
Ausserdem ist eine weitere Verbesserung denkbar, indem unmittelbar vor dem Spalt 9 zwischen Lagerschale 3 und Kurbelwelle 4 ein weiterer Auffangring angeordnet wird, der wie der Auffangring 10 mit der Kurbelwelle 4 drehverbunden ist.
Die beschriebene Wasserschutzvorrichtung ist nicht nur billig in der Herstellung und in der Montage, sondern sie hat den bemerkenswerten Vorteil, dass sie keine Berührungsflächen zwischen drehenden und nicht dre henden Teilen aufweist, die der Abnützung unterworfen wären.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Wasserschutzvorrichtung an einem Tretlager, mit einem zwischen Lagerschale und Tretkurbelarm auf der Tretkurbelwelle sitzenden Auffangring, dadurch gekenn zeichnet, - dass zwischen dem Auffangring (10), einem weiteren mit der Tretkurbelwelle (4) drehenden Teil (13 bzw. 6) und einer am Lagergehäuse befestigten Hülse (12) eine Beruhigungskammer (16) gebildet ist, welche unterhalb der Welle die Auslassöffnung (17) für in diese Kammer eingedrungenes Wasser aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1.Wasserschutzvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der genannte weitere Teil durch -einen mit Abstand vom ersten angeordneten zweiten Auffangring (13) gebildet ist, der die Hülse (12) stirnseitig unter Belassung eines Ringspaltes (14) ab- schliesst. 2. Wasserschutzvorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Auffangring in einer Ausdrehung (15) der Hülse (12) läuft. 3.Wasserschutzvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der genannte weitere Teil durch die Stirnfläche (19) des Tretkurbelarmes (6) gebil det ist, die unter Belassung eines Ringspaltes (18) an die Stirnfläche der Hülse (12) anschliesst. 4. Wasserschutzvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sich die Auslassöffnung (17) in den Bereich hinter dem Auffangring (10) erstreckt. 5. Wasserschutzvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Ringspalt (9) zwischen der Kurbelwelle (4) und der Lagerschale (3) durch einen unmittelbar ausserhalb der letzteren auf der Kurbelwelle sitzenden Ring abgedeckt ist. 6.Wasserschutzvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum (11) zwi schen dem Auffangring (10) und der Innenwandung der Hülse (12) so gross bemessen ist, dass eine Kapillarwir- kung ausgeschlossen ist.
Priority Applications (1)
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1966
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