CH464045A - Verfahren zur Herstellung einer bituminösen Strassenbaumasse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer bituminösen Strassenbaumasse

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CH464045A
CH464045A CH1438565A CH1438565A CH464045A CH 464045 A CH464045 A CH 464045A CH 1438565 A CH1438565 A CH 1438565A CH 1438565 A CH1438565 A CH 1438565A CH 464045 A CH464045 A CH 464045A
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CH
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road construction
white
bituminous
lightening
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CH1438565A
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Ludwig Dr Stegmueller
Albert Dipl Ing Schuhbauer
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Ludwig Dr Stegmueller
Albert Dipl Ing Schuhbauer
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C7/00Coherent pavings made in situ
    • E01C7/08Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders
    • E01C7/18Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders of road-metal and bituminous binders
    • E01C7/182Aggregate or filler materials, except those according to E01C7/26

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung einer bituminösen Strassenbaumasse    Vor allem seit dem zweiten Weltkrieg wird in zu  nehmendem Masse die Forderung nach Aufhellung der  Strassenbeläge erhoben, insbesondere wenn es sich um  die an sich sehr dunklen Beläge mit bituminösen Binde  mitteln handelt. Die Aufhellung der Fahrbahndecken  soll vor allem der Verringerung des Beleuchtungsauf  wandes dienen und die Verkehrssicherheit während der  Dunkelheit erhöhen. Man versuchte bisher, dieser For  derung dadurch zu entsprechen, dass als Zuschlagstoffe  bei der Strassenherstellung unter Verwendung bituminö  ser Bindemittel möglichst helle     Steine    verwendet wur  den.

   Da aber das als Zuschlagstoff verwendete     Gestein     den verschiedensten Anforderungen, beispielsweise hin  sichtlich der Schlagfestigkeit, Witterungsbeständigkeit  und dergleichen,     entsprechen    muss, können zahlreiche       Gesteine    nicht oder nur bei Strassenbelägen mit geringer  Verkehrsbeanspruchung verwendet werden, beispiels  weise Kalkstein, der seinem Helligkeitswert nach an  sich zur Aufhellung der Strassendecken dienen könnte.  



  Es ist bereits bekannt, zum Zwecke der Herstellung  aufgehellter Strassendecken mindestens teilweise als Zu  schlagstoff Quarz (Flint) zu verwenden, der bei hohen  Temperaturen gebrannt wird, wodurch sich im Gestein  Luftbläschen bilden, die zu einer hellweissen Färbung  führen. Der durch das     Brennen    weiss gefärbte Quarz  wird sodann gebrochen und in der üblichen Weise als  Zuschlagstoff weiterverarbeitet. Zum Brennen geeigne  ter Quarz steht aber nur in beschränktem Umfang und  an bestimmten Stellen zur Verfügung, der durch das  Brennen des Quarzes gewonnene Zuschlagstoff ist des  halb, vor allem bei weiterer Entfernung von den Ge  winnungsstätten, recht kostspielig. Ausserdem lässt sich  der Naturquarz nur durch das Brennen verändern, also  weiss färben, während seine übrigen Eigenschaften nicht  beeinflusst werden können.

   Ferner tritt durch das Bren  nen eine Auflockerung der Struktur des     Gesteins    ein,  die zu einer Verminderung der Festigkeit und damit  vor allem zu einer Kornzertrümmerung durch den Ver  kehr und dadurch zu einer vorzeitigen     Zerstörung    des       Strassenbelages    führt.    Ein anderer bekannter künstlicher Zuschlagstoff zum  Aufhellen bituminöser Strassendecken besteht aus Klein  körpern aus     entglasten,    zweckmässig durch     Abschrek-          ken    gewonnenen Glasmaterialien. Auch mit diesem  Verfahren lässt sich aber kein Zuschlagstoff mit     strah-          lendweisser    Färbung erzielen.

   Ferner müssen die Vorrich  tungen zur Herstellung dieser Zuschlagstoffe besonders  geschaffen     werden,    weil sie für kein anderes     Verfahren     gebraucht werden können. Das Herstellungsverfahren  selbst ist recht umständlich, da zunächst in bekannter  Weise ein glasartiges Material hergestellt, dieses sodann  zerkleinert und anschliessend     wieder    auf     eine    Tempera  tur erhitzt werden muss, in der die     Entglasung    eintritt.  Beim     Wiedererhitzen    muss ausserdem ein schwer schmelz  bares Material, wie z. B. Kreide, Sand oder Kies, bei  gefügt werden.  



  Bekannt ist auch die Verwendung von Aluminium  griess zum Aufhellen von     Asphaltfeinbeton.    Die reflek  tierende     Aluminiumgriessschicht    wird dabei bei der Her  stellung des Strassenbelages auf die Oberfläche aufge  streut. Dieses Verfahren ist aber ausserordentlich auf  wendig, da die Kosten für den Aluminiumgriess erheb  lich höher sind als die Kosten der     ganzen    Fahrbahn  decke selbst.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver  fahren zur Herstellung einer aufgehellten bituminösen  Strassenbaumasse zu     vermitteln,    wobei der zur Auf  hellung verwendete Zuschlagstoff ohne     grossen    Aufwand       herstellbar    ist,     mit    bereits für andere Zwecke vorhan  denen Vorrichtungen hergestellt werden kann und nicht  oder nur in untergeordnetem Masse standortgebunden  ist.  



  Dies wird bei einem Verfahren zur Herstellung  einer bituminösen Strassenbaumasse erfindungsgemäss  dadurch     erreicht,    dass     zwecks        Aufhellung    frostsichere,  grob- oder     feinkeramische    Körper, die aus weissbrennen  dem Ton bei     Sintertemperatur        gebrannt    worden sind,  als     Zuschlagstoff    beigemischt werden.

   Eine besonders  vorteilhafte Ausführungsform der     Erfindung    besteht  darin, dass grob- oder     feinkeramische    Körper aus weiss-           brennendem    Ton zu grossen     Raumkörpern    gebrannt und  sodann auf unter 10 mm Korngrösse gebrochen werden.  



  Für die Herstellung der keramischen Körper     kann     also der weissbrennende Ton mit verschiedenem, je  nach den Bedürfnissen gewähltem     Kaolinitgehalt    in an  sich bekannter Weise aufbereitet und in     Ring-,    Zick  zack-, Kammer-, Tunnel- oder Drehöfen bei Sinter  temperatur zu grösseren Raumkörpern gebrannt werden,  wie dies auch bei der Herstellung anderer keramischer  Gegenstände üblich ist. Für die Herstellung des nach  dem erfindungsgemässen Verfahren zu verwendenden  Zuschlagstoffes können also freie Kapazitäten in der  keramischen Industrie - in     sinnvoller    Weise ausgenutzt  werden.  



  Da im Gegensatz zu den bekannten, zum Zwecke  der Aufhellung dienenden künstlichen     Zuschlagstoffen     durch die Erhitzung nicht     eine        Lockerung    der Material  struktur erfolgt, die mit Riss- oder Porenbildung und  damit mit einer     Beeinträchtigung    der Festigkeit verbun  den sein kann, sondern eine Verdichtung des     Materials     infolge der     Sinterung,

      ergibt sich in besonders einfacher  Weise eine für die dynamische     Verkehrsbelastung    aus  reichende Festigkeit und es     lässt    sich ausserdem durch  die Wahl entsprechender     Rohstoffe    oder     Brennpro-          gramme    nicht nur die Helligkeit der Zuschlagstoffe  vorausbestimmen, sondern es ist auch eine     Beeinflussung     des     Rauhheitsgrades,    der     Wasseraufnahmefähigkeit    oder       -abweisung,    der Schlagfestigkeit, der Haftfestigkeit ge  genüber dem Bindemittel, .

   der     Zähigkeit    und der Be  ständigkeit gegen     Witterungs-    und     chemische    Einflüsse  möglich. Den massgeblichen Vorschriften für den Stra  ssenbau kann deshalb ohne weiteres Rechnung getragen  werden.  



  Statt zunächst zu grösseren Raumkörpern gebrannt  und sodann auf unter 10 mm liegende     Korngrösse    ge  brochen zu werden, kann der weissbrennendes Ton vor  dem Brennen auch zu beliebig gestalteten Formkörpern  gepresst werden, die ohne nachträgliches Brechen als       Aufhellungs-Zuschlag    verwendet werden.  



  Es ist schon seit fast einem Jahrhundert     bekannt,     bei der     Herstellung    von Strassendecken mit     bituminösen          Bindemitteln    kleingemahlene     Ziegelsteine    als     Zuschlag-          stoff    beizufügen. Es ist     daboi    aber nicht vorgeschlagen  worden, die Ziegel aus weissbrennendem Ton bei Sinter  temperatur     herzustellen,    also einen zur Aufhellung des  Strassenbelages geeigneten keramischen Zuschlagstoff zu  schaffen.

   Die Verwendung kleingebrochener Ziegelsteine  hatte vielmehr den Zweck, das als Zuschlagstoff die  nende Gestein dort zu ersetzen, wo es nicht oder in       unzureichenden    Mengen vorkommt, und durch das Bre  chen der Ziegel hinreichend raune, unebene und unregel  mässige     Oberflächen    zu schaffen, damit das     bituminöse          Bindemittel    eine hinreichend feste mechanische Ver  bindung mit den     einzelnen    Körnern des Zuschlagstoffes  herstellen kann.

   Es ist auch schon der Vorschlag be  kanntgeworden,     hartgebrannte    Körper aus Lehm, Ton  oder dergleichen zu brechen und einer Strassenbelag-    masse anstelle von gebrochenem Granit beizumischen,  um den Strassenbelag billiger und in Härte und Farbe  einheitlicher zu machen. Eine Aufhellung sollte auch  bei diesem Verfahren nicht erreicht werden, da weder  die Verwendung weissbrennender Tone zur     Herstellung     der Zuschlagstoffe vorgeschlagen wurden noch über  haupt an     Strassenbeläge    mit bituminösen Bindemitteln  gedacht war.

   Besteht das Bindemittel, wie     bei    dem be  kannten Verfahren, aus Zement, so besteht ohnehin  kein Bedürfnis nach einer     Aufhellung,        und    die Zu  schlagstoffe haben im allgemeinen von vornherein eine  dunklere Färbung     als    das Bindemittel.  



  Bekannt ist es auch schon, bei der Herstellung von  Strassenbelägen einem bituminösen Bindemittel von Ver  unreinigungen freies Kaolin zur Verbesserung der Säure  beständigkeit oder Ton zur Verbesserung der Wider  standsfähigkeit gegen Temperaturänderungen beizufü  gen. In beiden Fällen handelt es sich aber um fein  pulverisiertes Material, das keine Aufhellung des Be  lages     bewirken    kann, weil dazu eine gewisse Korngrösse  erforderlich ist, um ausreichend grosse Reflexionsflächen  an der Strassenoberfläche zu schaffen.  



  Der     erfindungsgemäss    unter Verwendung kerami  scher     Aufhellungszuschlagstoffe    hergestellte     Strassenbe4     lag kann gegebenenfalls .auch nur räumlich abgegrenzte  Teile der Strassendecke bilden. Er kann     beispielsweise     zur Herstellung von Randstreifen dienen oder für Mar  kierungsstreifen verwendet werden, die bisher überwie  gend mit Farbauftrag oder aufgeklebten     Kunststoff-          Folien    hergestellt werden, sich deshalb leicht von der  Strassenoberfläche ablösen und in periodischen Zeitab  ständen erneuert werden müssen.  



  Vor Strassenverzweigungen kann der erfindungsge  mäss hergestellte     Strassembelag    in     nebeneinanderliegen-          den,    in die verschiedenen Zweigstrassen übergehenden  Teilstreifen verschiedene Helligkeit aufweisen. In allen  diesen Fällen ist besonders     vorteilhaft,    dass die Mar  kierungsstreifen und dergleichen durch den Verkehr lau  fend gereinigt werden. Um die Kosten und die Verwen  dung des gebrannten Zuschlagstoffes möglichst gering  zu halten, kann ferner     zweckmässig    die Verwendung der  keramischen Zuschlagstoffe auf die Verschleissschicht  der Strassendecke beschränkt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung einer bituminösen Stra ssenbaumasse, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Auf hellung frostsichere, grob- oder feinkeramische Körper, die aus weissbrennendem Ton bei Sintertemperatur ge brannt worden sind, als Zuschlagstoff beigemischt wer den. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass grob- oder feinkeramische Körper aus weissbrennendem Ton zu grossen Raumkörpern gebrannt und sodann auf unter 10 mm Korngrösse gebrochen werden.
CH1438565A 1965-10-18 1965-10-18 Verfahren zur Herstellung einer bituminösen Strassenbaumasse CH464045A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10331056B4 (de) * 2003-06-03 2006-12-21 FITR-Gesellschaft für Innovation im Tief- und Rohrleitungsbau Weimar mbH Asphaltbaustoff

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE10331056B4 (de) * 2003-06-03 2006-12-21 FITR-Gesellschaft für Innovation im Tief- und Rohrleitungsbau Weimar mbH Asphaltbaustoff

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