CH465214A - Verfahren zum Stabilisieren von Polyolefinen - Google Patents

Verfahren zum Stabilisieren von Polyolefinen

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CH465214A
CH465214A CH277266A CH277266A CH465214A CH 465214 A CH465214 A CH 465214A CH 277266 A CH277266 A CH 277266A CH 277266 A CH277266 A CH 277266A CH 465214 A CH465214 A CH 465214A
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CH
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group
alkyl
hydrogen
formula
halogen
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Application number
CH277266A
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English (en)
Inventor
Hermann Dr Gysling
Original Assignee
Geigy Ag J R
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00—Use of organic ingredients

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  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zum Stabilisieren von Polyolefinen
Die vorliegende Erfindung   betrifft    ein Verfahren zum Stabilisieren von festen Polyolefinen gegen Zersetzung durch Oxydation, Hitze   und/oder    Licht mit einem Stabilisatorsystem. Die Erfindung betrifft auch die stabilisierten Stoffzusammenstellungen aus Polyolefinen und dem Stabilisatorsystem. a) einem Ester der Formel I,
Es ist bekannt, dass feste Polyolefine, wie z. B.



  Polypropylen und Polyäthylen gegen luft-, hitze- und lichtbedingte Zerstörung anfällig sind. Es wurde nun ein Verfahren zum Stabilisieren von Polyolefinen gefunden, welches darin besteht, diesem Material ein Stabilisatorgemisch aus
EMI1.1     
 in der R1 und R2   unabhängig    voneinander je eine   ver-      zweigt-oden    geradkettige Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise die tertiäre Butylgruppe, A Wasserstoff oder die Gruppe
EMI1.2     
 x 1 bis 6 und vorzugsweise 2 und y 1 bis 2 bedeuten, und b) mindestens einer weiteren Verbindung aus der Klasse,    b1)    der Benztriazolverbindungen der Formel II,
EMI1.3     
 in der   Ra,    R4 und   Ri    je Wasserstoff, Halogen, eine
Alkyl-,   niedere    Alkoxy-,

   die Cyclohexyl- oder Phenyl gruppe, wobei wenigstens eines von   Rn,    R1 und R5
Wasserstoff und höchstens ein R eine niedere Alkoxygruppe darstellt, und X1,   X    und R3 je Wasserstoff, Halogen, eine niedene Alkyl-, niedere Alkoxy-, eine   Carbaikoxy    oder Alkylsulfonylgruppe, wobei wenigstens eines von X1,   X    und X3 Wasserstoff und höchstens ein X eine niedere Alkoxygruppe darstellt, bedeuten, oder b2) der Benzophenonverbindungen der Formel III,
EMI1.4     
 in   der      Rü    und R9 je Wasserstoff, Halogen, eine Alkyloder   Alkoxy oder    die Hydroxylgruppe,   R7    und   R0    je Wasserstoff,

   Halogen oder eine Alkylgruppe und   Rlo    Wasserstoff oder die Hydroxylgruppe bedeuten, oder    bn)    der Salicylsäureesterverbindungen der Formel IV,
EMI2.1     
 in der   Roi    Wasserstoff, eine Alkylgruppe oder Halogen und   R12    eine Alkylgruppe oder eine gegebenenfalls durch Alkylgruppen oder die Hydroxylgruppe substituierte Phenylgruppe bedeuten, oder b4) der Resorcin-mono-oder-bis-benzoatverbindungen, deren Benzoylrest durch niedere Alkyl oder Alkoxygruppen oder durch Halogen substituiert sein kann, oder    b)    der Bis-hydroxy-bis-benzoyl-benzolverbindungen der Formel V,
EMI2.2     
 in der R8 Wasserstoff, Halogen oder eine Alkylgruppe,   R9    Wasserstoff, Halogen, eine Alkyl-,

   Alkoxy- oder die Hydroxylgruppe und   Rlo    Wasserstoff oder die Hydroxylgruppe bedeuten, oder    bo)    der Triazinverbindungen der Formel VI,
EMI2.3     
 in der X Wasserstoff oder eine gegebenenfalls substituierte Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl=, Aralkyl- oder Aralkenylgruppe, Z die direkte Bindung oder die   Gruppe -O-, -S- oder      -N(R13)-,    wobei   Rio    Wasserstoff oder eine Alkylgruppe darstellt, und Y Wasserstoff oder eine gegebenenfalls substituierte Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-, Aralkenyl- oder Arylgruppe bedeuten, und der Benzolring G durch Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-, Aralkenyl-, Aryl-, freie, verätherte oder   acylierte    Hydroxylgruppe und Halogen weitersubstituiert sein kann, oder b7)

   der Triazinverbindungen der Formel VII,
EMI2.4     
 in der   Ai,    A2 und   A3    je einen carbocyclisch-aromatischen Rest, weicher weniger als drei 6-gliedrige Ringe besitzt, wobei   A1    in   o-Stellung    zur Bindung an den Triazinring eine Hydroxylgruppe   aufweist,    und Q, Ql,   Qo,      Qo,    Q4,   Qs,      QG,    Q7 und   Q8    je Wasserstoff, Halogen, eine   Hydroxyl-,    Alkyl-, Alkoxy-, Sulfonsäure-, Carbonsäure-, Halogenalkyl oder Acylaminogruppe bedeuten, oder bs) der   a-Cyan-ss-ph enyl-zimtsäure-derivate    der Formel VIII,
EMI2.5     
 in der W die Cyangruppe oder die   Gruppe -COOR14,

      wobei   R14    eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe darstellt, bedeuten, und die Benzolringe L und M durch niedere Alkyl- oder Alkoxygruppen oder durch Halogen substituiert sein können, einzuverleiben. c) Zusätzlich kann noch eine Verbindung aus der Klasse der Phosphitverbindungen der Formel IX,
EMI2.6     
 in der D und E unabhängig voneinander je zweiwertigen Sauerstoff oder zweiwertigen Schwefel, R13 Wasserstoff, eine Alkyl- oder eine   Alkylphenylgriuppe    und   R16    und R17 je eine Alkyl- oder eine Alkylphenylgruppe bedeuten, und/oder d) eine Verbindung aus der Klasse der Thioesterverbindungen   dler    Formel X,

  
EMI2.7     
 in der   Rio    und   R10    unabhängig voneinander je eine Alkylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen und n und m unabhängig voneinander je eine ganze Zahl von 1 bis 6, vorzugsweise 2 bedeuten, einverleibt werden.



   Die Verbindungen der Formel I schützen das Polyolefinmaterial vor luft- und hitzebedingtem Abbau, während die unten b) zusammengefassten Verbindungsklassen dieses Material gegen die Einwirkung von Licht, insbesondere von UV-Strahlung,   schützen    Die Verbindungen unter c) und d) erhöhen die Wirkung der Verbindungen der Formel I.



   Das erfindungsgemässe Stabilisierungssystem weist eine   bedeuten    stärkere Stabilisierungswirkung auf, als aus der additiven Wirkung der Komponenten zu erwarten wäre.



   Der Phenylrest in Formel I weist mindestens eine niedere Alkylgruppe in o-Stellung zu der Hydroxylgruppe auf. Die andere niedere Alkylgruppe befindet sich entweder in   o-Stellung    zu der Hydroxylgruppe, welcher Fall bevorzugt wird, oder in m-Stellung zu der   Hydroxylgruppe und p-Stellung zu der ersten niederen Die Verbindungen der Formel I   sind    Tris- und Alkylgruppe. Diese niederen Alkylgruppen sind   vorzugs- Tetrakisester    mehrwertiger aliphatischer Alkohole mit weise verzweigte Gruppen, wie die tert.-Butylgruppe. den Acylresten
EMI3.1     


<tb> Alkyl <SEP> O
<tb> 5e <SEP> 11
<tb> HO- <SEP> -C
<tb>  <SEP> Alkyl
<tb>  in der x 1 bis 6 bedeutet.



   Bevorzugte Verbindungen der Formel I entsprechen der Formel a
EMI3.2     


<tb> (CH8)3C <SEP> o
<tb>  <SEP> -(CxH23-C-0- <SEP> =--c <SEP> C <SEP> (a)
<tb> niederes <SEP> Alkyl <SEP> ¯ <SEP> 4
<tb>  in der x 1 bis 6 und vorzugsweise 2 bedeutet. droxyphenyl)-propionat] aus, die bei 50 bis 600 C er
Unter diesen zeichnet sich insbesondere die   Ver- weicht.    bindung   Pentaerythrit-tetra-[3-(3      ,5-di-tert.-butyl-4-hy-   
Andere Verbindungen der Formel I entsprechen der Formel b
EMI3.3     


<tb> (CH3)0C <SEP> o <SEP> O <SEP> C <SEP> (CH3) <SEP> 3
<tb>  <SEP> HO- &  <SEP> il
<tb>  <SEP> -(CxHz3-C-0-CHz, <SEP> 7CH20C1(CxHsx)-·yÄ0H
<tb>  <SEP> niederes <SEP> Alkyl <SEP> \/niederes <SEP> Alkyl
<tb>  <SEP> c
<tb> (CH3)aCy <SEP> O <SEP> C <SEP> (b)
<tb>  <SEP> HO-aJ- <SEP> (CxHzx)- <SEP> II
<tb>  <SEP> 110-Ä)¸-(cxH2x)

  -c-0-c112
<tb>  <SEP> niederes <SEP> Alkyl
<tb>  in der x 1 bis 6 und vorzugsweise 2 und T -CH3 oder -CH2CH3 bedeuten.



   Solche Verbindungen sind beispielsweise
2,2-Bis-hydroxy-methyl-butanol-(1)-tri  [3-(3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxy-phenyl) propionat], das bei 55 bis 700 C erweicht, oder
2,2-Bis-hydroxy-methyl-propanol-(1)-tri  [3-(3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxyphenyl) propionat], das bei 106 bis 108 C schmilzt.



   Bedeuten i Formel II R8, R4, R5 X1, X2 und X3 eine niedere Alkyl- oder niedere Alkoxygruppe, so weisen diese Gruppen insbesondere 1 bis 4   Kohlenstoff-    atome auf. Als Carboxylgruppe   Xt,      X2    und X3 kommen insbesondere niedere Carbalkoxygruppen, wie z. B. die   Carbomethoxy- oder    Carbäthoxygruppe in Frage; als Alkylsulfonylgruppen X1, X2, und X3 sind namentlich   Niederalkylsulfonylgruppen    zu erwähnen.



   Bevorzugte   Verbindungen    der Formel II sind
2-(2'-Hydroxy-5'-methylphenyl)-benztriazol,
2-(2'-Hydroxy-5'-tert.-butylphenyl)-benztriazol,
2-(2'-Hydroxy-5'-tert-butylphenyl)-5-chlor benztriazol,
2-(2'-Hydroxy-3'-methyl-5'-tert.-butylphenyl) benztriazol,
2-(2'-Hydroxy-5'-amylphenyl)-benztriazol,
2-(2'-Hydroxy-3'5'-dimethylphenyl)-benztriazol,
2-(2'-Hydroxy-3'-tert.-butyl-5'-methylphenyl)
5-chlor-benztriazol,    2-(2-Hydroxy-3',5'-di-tert. -butylphenyl)-   
5-chlor-benztriazol oder
2-(2'-Hydroxy-3',5'-di-tert.-butylphenyl) benztriazol.



   Bedeuten R6, R7, R8 und R9 in Formel III eine Alkylgruppe oder R6 und R9 eine Alkoxygruppe, so weisen diese Gruppen vorzugsweise 1 bis 8 Kohlen stoffatome auf.



   Bevorzugte Benzophenone der Formel III sind:
2-Hydroxy-4-octyloxybenzophenon,    2-Hydroxy-4methoxybenzophenon,   
2,2'-Dihydroxy-4-octyloxybenzophenon oder    2-Hydroxy-5 -chiorbenzophenon.   



   Stellen   Rii    und   R00    in Formel IV eine Alkylgruppe dar, so enthält diese insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatome. Vorzugsweise bedeutet,   Rzo    Wasserstoff und R12 einen definitionsgemäss substituierten Phenylrest.  



   Besonders günstige Verbindungen der Formel IV sind
Salicylsäure-(4'-tert.-butylphenyl)-,  -(4'-tert.-ocytylphenyl)- oder -(3'-hydroxyphenyl) ester.



   Als Bis-hydroxy-bis-benzoyl-benzolverbindungen der Formel V eignen sich besonders solche, in denen R8, R9   und R10    je Wasserstoff bedeuten.



   In Formel VI mit X und Y bezeichnete Alkylgruppen weisen beispielsweise 1 bis 18, vorzugsweise 1 bis 10 Kohlenstoffatome auf. Diese Alkylgruppen können substituiert sein, insbesondere durch Hydroxy-, Alkoxy-, Alkylmercapto-,   pnm.-,      sec.-    oder tert.-Aminogruppen, Halogene,   Carbonsäureester- und    Carbonsäureamidgruppen. Als Alkenylgruppe bedeutet X z. B. die Vinyl-, die   #1- oder      #2-Propenyl-    oder die   #3-Heptadecenyl-    gruppe; Y bedeutet z. B. die   2-Propenyi&num;    oder   S8    Heptadecenylgruppe. Sofern Z die direkte Bindung bedeutet, kann Y auch eine   St-Alkenyl-,    wie die Vinylgruppe bedeuten. Niedere Alkenylgruppen, mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen sind bevorzugt.

   Bedeuten X und Y eine Cycloalkylgruppe, so weisen diese 5 bis 10, vorzugsweise jedoch 6 bis 7 Kohlenstoffatome auf. Beispiele sind die Cyclohexyl-,   Methylcyclohexyi- oder    Äthylcyclohexylgruppe. Bedeuten X und Y eine Aralkylgruppe, so enthält diese 7 bis 12, vorzugsweise 7 bis 9 Kohlenstoffatome; Beispiele sind die Benzyl-,   Phen-    äthyl-,   p-Butylbenzyl-,    p-Chlorbenzyl- oder p-Methoxybenzylgruppe. Als Aralkenylgruppe bedeuten X und Y beispielsweise die Styrylgruppe, das heisst die ss-Phenylvinylgruppe. Als Arylgruppe stellt Y mit Vorteil einen Rest der   Benzofreihe    dar, der gegebenenfalls substituiert sein kann, z. B. durch Halogen, niedere Alkyl- oder niedere Alkoxygruppen oder die Hydroxylgruppe.

   Bedeutet Z die Gruppe -N(R13)-, so ist R13 Wasserstoff oder beispielsweise eine niedere Alkylgruppe, wie die Methyl-,   Athyl-,    eine Propyl- oder Butylgruppe, vorzugsweise ist   Rio    jedoch Wasserstoff.



   Für die als allfällige Substituenten des Benzolrings G in Formel VI in Betracht kommenden Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-,   Aralkenyl    und Arylgruppen gilt grundsätzlich das in der Beschreibung von X und Y Angegebene; als verätherte Hydroxylgruppen kommen namentlich niedere Alkoxygruppen,   wie    die Methoxyoder Äthoxygruppe, als acylierte Hydroxylgruppen beispielsweise Carbacyloxygruppen, wie die Acetoxy- oder Benzoyloxygruppe in Betracht.



   Besonders günstige Verbindungen der Formel VI sind die praktisch farblosen Verbindungen :
2,4-Bis-(2'-hydroxyphenyl-6-decyl-1,3,5-triazin,
2,4-Bis-(2'-hydroxyphenyl-6-undecyl-1,3,5-triazin,
2,4-Bis-(2'-hydroxyphenyl-6-dodecyl-1,3,5-triazin,
2,4-Bis-   (2'-hydroxyphenyl)-6-dodecyloxy-       1,3,5-triazin    oder
2,4-Bis-(2'-hydroxyphenyl-6-dodecylthio   1,3,5-triazin.   



   Verbindungen der Formel VII, die erfindungsgemäss verwendet werden können, sind z. B. die stark gelben Verbindungen:
2,4,6-Tris-(2'-hydroxy-4'-butoxyphenyl)    1,3,5-triazin    oder
2,4,6-Tris-(2'-hydroxy-octyloxyphenyl)
1,3,5-triazin, die aber bezüglich Verträglichkeit und Einarbeitbarkeit in das Substrat wesentlich ungünstiger sind als die genannten Verbindungen der Formel VI.



   Bedeutet W in den a-Cyan-ss-phenyl-zimsäurederivaten der Formel VIII die Gruppe-COOR14, so stellt   R14    insbesondere eine niedere Alkylgruppe, wie die Methyl- oder Äthylgrupper dar. Die Benzolringe L und M sind vorzugsweise unsubstituiert. Sind R15, R16 und R17 in der Formel IX eine Alkylgruppe, so bedeuten sie vorzugsweise eine 6 bis 20 Kohlenstoffatome aufweisende unverzweigte Alkylgruppe, wie die n-Hexyl, n Heptyl-, n-Ocytl-, n-Nonyl-, n-Decyl-, n-Undecyl-, n-Dodecyl-, n-Tridecyl-,   n-Tetradecyl-,      n-Pentadecyl-,    n-Hexadecyl-, n-Heptadecyl-,   nOctadecyl-,      n-Nonadecyl-oder    n  Eikosylgruppe;

      sind sie eine Alkylphenylgruppe, so stellen sie beispielsweise eine   Mono- oderPolyalkylphenylgruppe,    wie eine   Monomethylphenyi-,    Dimethylphenyl-, Trimethylphenyl-, Tetramethylphenyl-, Pentamethylphenyl-, Propylphenyl-, Dipropylphenyl-, Tripropylphenyl-, Tetrapropylphenyl-, Nonylphenyl-, Dinonylphenyl- oder Trinonylphenylgruppe dar.   Vorzugsweise    bedeuten R15,   Rio    und   R17    je die   n-Octadecyl-    oder n-Nonylphenylgruppe.



   Von den Phosphiten der Formel IX sind das Tri-noctadecylphosphit und das Tri-n-nonylphenyl-phosphit bevorzugt.



     Rio    und   R19    in Formel X bedeuten in erster Linie je eine unverzweigte Alkylgruppe mit 6 bis 24   Kohlenstoff-    atomen, z. B. die bei der Erläuterung von   R1D,      Rio    und R17 in Formel IX genannten Alkylgruppen, sowie die n-Heneikosyl-, n-Dokosyl-,   n-Trikosyl oder    n-Tetrakosylgruppe. Insbesondere sind R18 und R19 je die n Dodecylgruppe.



   Wegen ihrer günstigen Wirksamkeit sind die bevorzugten Thioester der Formel X das   Didodecyl und      Dioctadecyl-ss-thiodipropionat.   



   Das erfindungsgemässe Stabilisierungssystem verwendet man vorzugsweise in Mengen von 0,01 bis 1%, bezogen auf das unstabilisierte Polyolefin.



   Das bevorzugte Stabilisierungssystem besteht dabei zu 0,05 bis 0,5 % (bezogen auf das Gesamtgewicht dieses Gemischs) aus einem Ester der Formel I und zu 0,2 bis 0,6 % aus einer der unter b zusammengefassten Ver  bindungsklassen    oder Gemischen solcher Verbindungen ; enthält das Stabilisierungssystem auch noch eine Verbindung der Formel IX oder X oder Gemische dieser Verbindungen, so beträgt deren Anteil, bezogen auf das Gesamtgewicht des Stabilisierungsmittels 0,1 bis   0,6 %.   



   Unter Polyolefinen, die mit dem erfindungsgemässen Stabillisierungssystem vor oxydations-,   licht- und/oder    hitzebedingter Zersetzung geschützt werden können, seien Polymere aus Olefinen mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen verstanden, wobei es sich bei den 3 bis 10 Kohlenstoffatome aufweisenden Olefinen um a-Olefine handelt, wie um Buten-1, Penten-1, oder Methylpenten-1. Insbesondere eignet sich erfindungsgemässes Verfahren zum Stabilisieren von Polyäthylen und isotaktischem Polypropylen.



   Das Einverleiben der definitionsgemässen Stabili  satorzu.sammenstellungen    in diese Polyolefine geschieht beispielsweise, je nach Art der Polyolefine, durch Einarbeiten dieser Verbindungen und gegebenenfalls weiterer Zusätze, wie   Pigmente    oder Aufheller, in der Schmelze nach den in der Technik üblichen Methoden, vor oder während der Formgebung oder durch Mischen der Polymeren mit Lösungen bzw. Anschlämmungen der Zusätze in organischen Lösungsmitteln und nachträgliches Verdunsten der letzteren.



   Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung.  



   Beispiel 1
50 g Polypropylenpulver (Dichte: 0,94, kristalliner Schmelzpunkt 166 bis 167 C) werden mit 0,1 g    Pentaerythrit-tetra-[3-(3, 5-di-tert.-butyl-4 hydroxyphenyl)-propionat]    und mit 0,25 g eines der nachstehend angeführten UV-Absorber Nr. 1 bis 9 bei Zimmertemperatur innig vermischt und die Mischung in einem auf 1900 C beheizten Laborkneter während 5 Minuten im Schmelzfluss homogenisiert. Anschliessend wird die Masse bei   einer    Temperatur von 1800 C zu Platten von 1 mm Stärke verpresst. Daraus werden Probestreifen der Dimension 200 X 10 X 1 mm ausgestanzt.



   Diese Probestreifen wereden im Freien (Südlage, 45  Neigung) bis zum Eintreten von Versprödung bewittert.



  Die Versprödung wird mittels der Biegeprobe festgestellt, wobei sich eine sehr gute Schutzwirkung des obigen Wirkstoffgemischs gezeigt hat.



   Die verwendeten UV-Absorber sind:
1.   2-(2'-Hydroxy-3'-tert.-butyl-5'-methylphenyl)-   
5-chlor-benztriazol
2. 2-(2'-Hydroxy-3',   5'-di-tert. uty1phenyl)   
5-chlorbenztriazol
3.   2-(2'-Hydroxy-3',5'-di-tert.-butylphenyl)-    benztriazol
4. 2-(2'-Hydroxy-5'-methylphenyl)-benztriazol
5. 2,4-Bis-(2'-hydroxyphenyl)-6-decyloxy   1,3,5-triazin   
6. 2,4,6-Tris-(2'-hydroxy-4'-butoxyphenyl)
1,3,5-Triazin
7.   Dibenzoylresorcin   
8.   &alpha;-Cyan-ss-phenyl-zimtsäure-butylester   
9. Salicylsäure-(4'-octylphenyl)-ester
Setzt man dem vorstehend genannten Wirkstoffgemisch noch 0,2 g   Didodecylthio-dipropionat    oder 0,2 g Trioctadecylphosphit (oder beides) zu, so wird die Lichtund Oxydationsschutzwirkung des Gemischs erhöht.



   Beispiel 2
1000 g pulverisiertes   Niederdruckpolyäthylen    (Dichte:   0,938,      Erweichungspunkt      1220 C)    werden mit 0,5 g
Pentaerythrit-tetra-[3-(3,5-di-tert.-butyl
4-hydroxyphenyl)-propionat] und mit 5 g eines im Beispiel 1 beschriebenen UV Absorbers Nr. 1 bis 9 trocken vermischt und die Mischung mittels einer Schneckenpresse, der eine Aufwickeleinrichtung nachgeschaltet ist, zu Monofilamenten von 1600 den. verarbeitet. Diese   Monofilamente    werden anschliessend bei einer Temperatur von 700 C auf das   Achtfache    gereckt.



   Die derart erhaltenen, orientierten Monofilamente von 200 den. Einzeltiter werden unter einer konstanten Spannung von je 100 g im Freien bewittert und die Zeit registriert, nach welcher ein Bruch der Monofila  mente    erfolgt. Es zeigt sich, dass obiges Wirkstoffgemisch eine sehr gute Schutzwirkung hat, weswegen ein Bruch der Monofilamente erst nach längerer Bewitterung erfolgt.



   Setzt man obigem   Wirkstoffgemisch    noch 2 g Didodecylthiodipropionat hinzu, so verstärkt man dessen Schutzwirkung.



   Beispiel 3
100 g Polypropylen-Pulver mit einem Melt-Index von 2,5, 0,2 g Pentaerythrit-tetra[3-(3,5-di-tert.-butyl4-hydroxyphenyl)-propionat] und 0,6 g UV-Absorder 2-(2'-Hydroxy-3',5'-diamylphenyl)-benztriazol wereden trocken vorgemischt und dann während 10 Minuten in einem auf 2000 C geheizten Zweilockenkneter im Schmelzfluss homogenisiert. Die Mischung wird anschliessend durch Pressen zu einer 0,3 mm starken Folie verformt. Aus dieser Folie werden bei 1490 C Teststreifen von 10 X 1 cm im Umluftofen gealtert und periodisch Biegeprüfungen zur Feststellung der   Sprödlig    keit durchgeführt. Bei der angegebenen Formulierung wurde Sprödigkeit nach einer Alterungszeit von 900 bis 1000 Stunden festgestellt. Eine analog hergestellte Folie, welche jedoch die obgenannten stabilisierenden Zusätz nicht enthält, versprödete bereits nach weniger als 50 Stunden.



   Die Folie wurde fernerhin in bezug auf ihre Licht  beständigkeit    geprüft. Streifen dieser Folie wurden im  Xenotest 150  exponiert und periodisch auf Sprödigkeit getestet. Dabei wurden folgende Ergebnisse erhalten:
Auftreten von Polypropylenfolie Sprödigkeit nach
Xenotest-Stunden Folie ohne Zusätze  < 50 Folie mit 0,2% Pentaerythrit-tetra [3-(3,5-di-tert.butyl-4-hyderoxyphenyl)propionat] 70 Folie mit 0,6 %   2-(2'-Hydroxy-3', 5'-    diamylphenyl)-benztriazol 70 Folie mit 0,2 % Pentaerythrit-tetra [3-(3,5-di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl)-propionat]   +      0,6%    2-(2'  Hydroxy-3', 5'-diamylphenyl)    benztriazol 1100   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zum Stabilisieren von Polyolefinen, dadurch gekennzeichnet, dass man diesen ein Stabilisatorgemisch aus a) einem Ester der Formel I, EMI5.1 in der R1 und R2 unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, A Wasserstoff oder die Gruppe EMI6.1 x 1 bis 6 und y 1 bis 2 bedeuten, und b) mindestens einer weiteren Verbindung aus der Klasse b1) der Benztriazolverbindungen der Formel II, EMI6.2 in der R3, R4 und R5 je Wasserstoff, Halogen, eine niedere Alkyl-, niedere Alkoxy-, die Cyclohexyl- oder Phenylgruppe, wobei wenigstens eines von R3, R4 und R5 Wasserstoff und höchstens ein R eine niedere Alkoxygruppe darstellt, und X1, X2 und X3 je Wasserstoff, Halogen, eine niedere.
    Alkyl-, niedere Alkoxy-, eine Carbalkoxy- oder Alkylsulfonylgruppe, wobei wenigstens eines von X1, X und X8 Wasserstoff und höchstens ein X eine niedere Alkoxygruppe darstellt, bedeuten, oder b2) der Benzophenonverbindungen der Formel III, EMI6.3 in der R6 und R9 je Wasserstoff, Halogen, eine Alkyloder Alkoxy- oder die Hydroxylgruppe, R7 und R8 je Wasserstoff, Halogen oder eine Alkylgruppe und Rto Wasserstoff oder die Hydroxylgruppe bedeuten, oder b3) der Salicylsäureesterverbindungen der Formel IV, EMI6.4 in der R11 Wasserstoff, eine Alkylgruppe oder Halogen und R12 eine Alkylgruppe oder eine gegebenenfalls durch Alkylgruppen oder die Hydroxylgruppe substituierte Phenylgruppe bedeuten, oder b4)
    der Resorcin-mono-oder-bis-benzo tverbindun- gen, deren Benzoylrest durch niedere Alkyl oder Alkoxygruppen oder durch Halogen substituiert sein kann, oder b5) der Bis-hydroxy-bis-benzoyl-benzolverbindungen der Formel V, EMI6.5 in der R8 Wasserstoff, Halogen oder eine Alkylgruppe, R9 Wasserstoff, Halogen, eine Alkyl-, Alkoxy- oder die Hydroxylgruppe, und R10 Wasserstoff oder die Hydroxylgruppe bedeuten, oder bG) der Triazinverbindungen der Formel VI, EMI6.6 in der X Wasserstoff oder eine gegebenenfalls substitu- ierte Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl- oder Aralkenylgruppe , Z die direkte Bindung oder die Gruppe -O-, 8- oder -N(R13),
    wobei R13 Wasserstoff oder eine Alkylgruppe darstellt, und Y Wasserstoff oder eine gegebenenfalls substituierte Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-, Aralkenyl-oder Arylgruppe bedeuten, und der Benzolring G durch Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-, Aralkenyl-, freie, verätherte oder acylierte Hydroxylgruppen und Halogen weitersubstituiert sein kann, oder b7) der Triazinverbindungen der Formel VII, EMI6.7 in der A1, A2 und A3 je einen carbocyclisch-aromatischen Rest, welcher weniger als drei 6-gliedrige Ringe besitzt, wobei A1 in o-SteNung zur Bindung an den Triazinring eine Hydroxylgruppe aufweist, und Q, Q1, Q2, Q3, Q4, Q5, Q6, Q7 und Q8 je Wasserstoff, Halogen, eine Hydroxyl-, Alkyl-, Alkoxy,- Sulfonsäure-, Carbonsäure-, Halogenalkyl oder Acylaminogruppe bedeuten, oder b8)
    der &alpha;-Cyan-ss-phenyl-zimtsäure-derivate der Formel VIII, EMI7.1 in der W die Cyangruppe oder die Gruppe -COOR14, wobei R14 eine gegebenenfalls substituierte Alkylgruppe darstellt, bedeutet, und die Benzolringe L und M durch niedere Alkyl oder Alkoxygruppen oder durch Halogen substituiert sein können, einverleibt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich c) eine Verbindung aus s der Klasse der Phosphitver- bindungen der Formel IX EMI7.2 in der D und E unabhängig voneinander je zweiwertigen Sauerstoff oder zweiwertigen Schwefel, R15 Wasserstoff, eine Alkyl- oder eine Aikylphenylgruppe und R15 und Anmerkung des Eidg. Amtes für geistiges Eigentum: R17 je eine Alkyl- oder eine Alkylphenylgruppe bedeuten, verwendet wird.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich d) eine Verbindung aus der Klasse der Thioesterverbindungen der Formel X, EMI7.3 in der R18 und R19 unabhängig voneinander je eine Alkylgruppe mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen und n und m unabhängig voneinander je eine ganze Zahl von 1 bis 6 bedeuten, verwendet wird.
    3. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Polyolefin Polypropylen oder Polyäthylen verwendet wird.
    4. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass 0,01 bis 1 Ges. %, bezogen auf das unstabilisierte Polyolefin, eines Stabilis atorgemischs verwendet wird.
    PATENTANSPRUCH II Stabilisiertes Polyolefin, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
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