CH466969A - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen eines Werkstückes - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen eines WerkstückesInfo
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Description
Verfahren zum Entfernen eines flüchtigen Lösungsmittels aus einem bahnförmigen textilen Flächengebilde Das Gebiet der Behandlung von Textilien ist ein altes und seit langem eingeführtes Gewerbe. Die Ver fahren für die Behandlung bahnförmiger textiler Flä chengebilde haben sich während der verflossenen Jahre wenig verändert. Der gebräuchlichste Träger für das für die Behandlung solcher Flächengebilde verwendete Mit tel ist Wasser. Die Beseitigung des in den so behan delten Flächengebilden zurückbleibenden Wassers ist stets teurer und zeitraubend gewesen. Dies ist dem Umstand zuzuschreiben, dass für die Entfernung des Wassers den Flächengebilden Wärme zugeführt werden muss.
Da esjchwierig ist, hohe Temperaturunterschiede zwischen dem Flächengebilde und der Trocknungs- quelle ohne Beschädigung des textilen Flächengebildes herzustellen, wird die erforderliche Zeit stark verlängert. So werden Temperaturen nahe dem Siedepunkt des Wassers durch Einführen von wenig überhitztem Dampf oder Luft bei Temperaturen nur wenig über dem Siedepunkt des Trägers, gewöhnlich Wasser, ver wendet.
Nach einem bekannten Verfahren werden zum Ent fernen eines flüchtigen Lösungsmittels aus einem Ma terial überhitzte Dämpfe des zu entfernenden Lösungs mittels unter Druck in den Arbeitsraum eingebracht, wodurch das Material erwärmt wird (Franz. Patent schrift Nr.<B>1032 198).</B>
Ferner ist ein Verfahren zum Entfernen eines flüch tigen Lösungsmittels aus einem textilen Flächengebilde in einem Behandlungsraum bekanntgeworden, der den überhitzten Dampf des flüchtigen Lösungsmittels ent hält (Franz. Patentschrift Nr. 1 502 150).
Ausserdem ist eine Vorrichtung zur Behandlung von Fasergut in einer Kammer mit einem aus diesem strömenden Behandlungsprozess bekanntgeworden, wo bei das Gas in geschlossenem Kreislauf über Erhitzer zu den Düsen geleitet werden kann (Schweiz. Patent schrift Nr. 305 694).
Demgegenüber ist das erfindungsgemässe Verfahren zum Entfernen eines flüchtigen Lösungsmittels aus einem bahnförmigen textilen Flächengebilde dadurch gekennzeichnet, dass dieses Flächengebilde kontinuier lich in eine gegenüber der Aussenatmosphäre abgedich tete, überhitzten Dampf dieses Lösungsmittels enthal tende Behandlungskammer eingebracht und zur Be- aufschlagung mit Strahlen überhitzten Lösungsmittel dampfes durch eine in dieser Kammer angeordnete Ein richtung, die eine verengte Eingangszone mit sich daran anschliessendem erweitertem Bereich, in welchem über die ganze Breite auf mindestens eine Oberfläche des Flächengebildes gerichtete Düsen angeordnet sind, auf weist,
der sich bahnaustrittsseitig venturiartig verengt und in eine diffusorartige Zone ausmündet, hindurch- und durch die gegenüber dem Innendruck der Beauf- schlagungseinrichtung einen niedrigeren Druck aufwei sende Lösungsmitteldampfatmosphäre der Behandlungs kammer von Lösungsmitteldampf frei wieder nach aussen abgeführt wird, und dass die Wiedergewinnung des Lösungsmitteldampfes erfolgt.
Mittels dieses Ver fahrens kann auf einfache Weise eine rasche Entfernung eines flüchtigen Lösungsmittels aus einem textilen Flä chengebilde erreicht werden, wobei das Flächengebilde geschont wird.
Eine Vorrichtung für die Ausführung des erfin dungsgemässen Verfahrens ist in der Zeichnung darge stellt.
Fig. 1 stellt einen senkrechten Schnitt einer Vor richtung zur Ausführung des Verfahrens nach vorlie gender Erfindung dar.
Fig. 2 stellt einen Schnitt einer Ausführungsform der Anordnung zur Erreichung der gewünschten Ven- turiwirkung dar.
Fig. 2 stellt einen Schnitt einer Ausführungsform der Anordnung zur Erreichung der gewünschten Ven- turiwirkung dar. Fig. 3 stellt eine abgeänderte Ausführungsform dar, bei der eine horizontale Orientierung notwendig oder bevorzugt ist.
Eine bevorzugte Ausführungsform einer Vorrich tung zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfah rens ist in Fig. 1 und 2 gezeigt. Die Vorrichtung weist einen U-förmigen Kanal 11 auf, der Öffnungen 12 und 13 in dem oberen Bereich von vertikalen Abschnitten 14 und 15 des U-förmigen Kanals 11 hat. Jeder Ab schnitt 14 und 15 besitzt nahe der Öffnungen 12 und 13 eine Anzahl von Kühlschlangen 16 bzw. 17. Diese Kühlschlangen 16 und 17 sind durch nicht gezeigte Lei tungen mit einer äusseren Kühlquelle, wie kaltem Was ser, verbunden.
In dem horizontalen Abschnitt 18 des Kanals 11 befinden sich ein Paar Leitrollen 19 und 20, die so liegen, dass sie ein bahnförmiges textiles Flächen gebilde 21 führen und somit eine Bahn von der öff- nung 12 durch den vertikalen Abschnitt 14 in den hori zontalen Abschnitt 18, dann aus dem vertikalen Ab schnitt 15 durch die Öffnung 13 nach aussen bilden.
In dem horizontalen Abschnitt 18 ist ein Paar von Platten 24 und 25 eingesetzt, welche längs der Bahn des Flächengebildes zentriert sind und sich ganz quer über den horizontalen Abschnitt 18 erstrecken und im Ouerschnitt eine venturiförmige Kammer bilden, die einen erweiterten Abschnitt 26 und eine eingeschnürte Mündung 27 aufweist. In dem erweiterten Abschnitt 26 sind eine Anzahl Düsen 28 eingesetzt, die so liegen, dass sie ihren Ausgang über die ganze Breite gegen das Flä chengebüde 21 leiten. Rohre oder Leitungen werden benutzt, um überhitzten Lösungsmitteldampf allen Dü sen 28 zuzuführen.
Am Ende 23 des horizontalen Abschnittes 18 ist nahe dem vertikalen Abschnitt 15 eine Öffnung 29 und ein Kanalanschluss 30 vorhanden, welcher das Innere des Kanals 11 mit einer Lösungsmitteldampfkondensa- tionsvorrichtung 31 verbindet. Die Kondensationsvor richtung 31 liegt so, dass ihr Dampfniveau 32 sich unter den Öffnungen 12 und 13, jedoch über dem Oberteil 18A des horizontalen Abschnittes 18 befindet.
Die Kondensationsvorrichtung 31 besitzt einen Aus lass 33 für das Ableiten von in der Vorrichtung konden siertem Lösungsmittel zu einem Speicherbehälter 34. Der Speicherbehälter 34 ist an eine Pumpe 37 ange schlossen, um das kondensierte Lösungsmittel zu einem Verdampfer 35 zu verbringen, in welchem das Lösungs mittel vom Speicherbehälter 34 verdampft wird.
Leitungen 38 und 38a verbinden den Verdampfer 35 über einen Oberhitzer 36 mit den Düsen 28. Alter nierend ist der Verdampfer 35 mit den Düsen 28 durch eine Leitung 41 über Dreiwegventile 41a und 41b ver bunden. Dieser alternierende, am Cberhitzer vorbei gehende Weg wird benutzt, wenn der Lösungsmittel dampf vom Verdampfer 35 infolge Druckerniedrigung durch Expansion an den Düsen 28 selbst überhitzt wer den soll.
Eine Behandlungsgut enthaltende Rolle 39 und eine behandeltes Gut aufnehmende Rolle 40 liegen ausserhalb der Vorrichtung, um das Flächengebilde vor und nach der Behandlung zur Lösungsmittelentfernung speichern zu können.
Eine andere Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ist in Fig. 3 veranschau- licht. Diese Vorrichtung ist horizontal orientiert, um sie von einer einzigen Höhe leicht zugänglich zu ma chen.
Die Vorrichtung besteht aus einem Gehäuse 50 mit einer Einlassöffnung 51 an einem Ende mit Kühl schlangen 52 im Innern benachbart der Einlassöffnung 51. Diesen Kühlschlangen 52 sind Sammelmulden 53 zugeordnet, welche als ummantelte Teile nahe der Öffnung 51 gezeigt sind, die jedoch auch als kleine Ver tiefung oder als Sumpf von genügender Tiefe ausgebildet sein können, um das Kondensat von den Kühlschlan gen 52 aufzunehmen. Den Sammelmulden 53 sind Leitungen 53a für die Entleerung der Mulden 53 zuge ordnet. Kondensierflächen 55 sind im Bereich der Aus lassöffnung 56 des Gehäuses 50, durch welche das behandelte Flächengebilde aus der Vorrichtung heraus treten kann, angeordnet.
Die Kondensierflächen 55, welchen durch Leitungen 53a entleerbare Sammelmul- den 53 zugeordnet sind, sollten jedoch von genügender Grösse sein, um Lösungsmitteldämpfe von dem zu behandelnden Stoff entfernt zu halten und in die Vor richtung eingeführte Dämpfe am Entweichen zu hin dern. Während die Vorrichtung im allgemeinen als hori zontal orientiertes Aggregat beschrieben wurde, ist es klar, dass sie mit nur geringen Änderungen der Aus- lässe und Mulden in vertikalem Sinn orientiert werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Entfernen eines flüchtigen Lösungs mittels aus einem bahnförmigen textilen Flächengebilde, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Flächengebilde kon tinuierlich in eine gegenüber der Aussenatmosphäre ab gedichtete, überhitzten Dampf dieses Lösungsmittels enthaltende Behandlungskammer eingebracht und zur Beaufschlagung mit Strahlten überhitzten Lösungsmit- teldampfes durch eine in dieser Kammer angeordnete Einrichtung, die eine verengte Eingangszone mit sich daran anschliessendem erweitertem Bereich, in welchem über die ganze Breite auf mindestens eine Oberfläche des Flächengebildes gerichtete Düsen angeordnet sind,aufweist, der sich bahnaustrittsseitig venturiartig ver engt und in eine diffusorartige Zone ausmündet, hin durch- und durch die gegenüber dem Innendruck der Beaufschlagungseinrichtung einen niedrigeren Druck aufweisende Lösungsmitteldampfatmosphäre der Be handlungskammer von Lösungsmitteldampf frei wieder nach aussen abgeführt wird, und dass die Wiederge winnung des Lösungsmittels durch Kompensation des Lösungsmitteldampfes erfolgt. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Lösungsmitteldampfatmosphäre auf einer Temperatur wenigstens gleich der des Siedepunk tes des Lösungsmittels gehalten wird, aus welchem die Dämpfe erzeugt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass textile Flächengebilde durch Beauf- schlagen mit überhitztem Lösungsmitteldampf auf un gefähr die Lösungsmittelverdampfungstemperatur er hitzt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Lösungsmittel enthaltende textile Flächengebilde während einer genügenden Zeitspanne der Einwirkung der Lösungsmitteldampfatmosphäre ausgesetzt wird, um die Temperatur des Flächengebildes über die Umgebungstemperatur zu erhöhen.
Priority Applications (7)
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Family Applications (1)
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE102015220256A1 (de) * | 2015-10-19 | 2017-04-20 | Mahle International Gmbh | Verfahren zur Herstellung eines Kolbens |
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1967
- 1967-07-07 BE BE701064D patent/BE701064A/xx not_active IP Right Cessation
- 1967-07-24 CH CH1045167A patent/CH466969A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102015220256A1 (de) * | 2015-10-19 | 2017-04-20 | Mahle International Gmbh | Verfahren zur Herstellung eines Kolbens |
| US10359001B2 (en) | 2015-10-19 | 2019-07-23 | Mahle International Gmbh | Method for producing a piston |
Also Published As
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| BE701064A (de) | 1968-01-08 |
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