CH467351A - Verfahren zum Spinnen von gedrehten Offenend-Garnen - Google Patents
Verfahren zum Spinnen von gedrehten Offenend-GarnenInfo
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- CH467351A CH467351A CH1359367A CH1359367A CH467351A CH 467351 A CH467351 A CH 467351A CH 1359367 A CH1359367 A CH 1359367A CH 1359367 A CH1359367 A CH 1359367A CH 467351 A CH467351 A CH 467351A
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H4/00—Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
- D01H4/04—Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques imparting twist by contact of fibres with a running surface
- D01H4/08—Rotor spinning, i.e. the running surface being provided by a rotor
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Description
Verfahren zum Spinnen von gedrehten Offenend-Garnen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Spinnen von gedrehten Offenend-Garnen aus Stapel fasern mittels rotierenden Fasersammelflächen, von denen das Garn abgezogen wird.
Beim Spinnen mit rotierenden Fasersammelflächen nimmt die Beanspruchung des auf der Sammelfläche in Bildung begriffenen, von dieser gegen die Mitte abgezo genen Garnes mit dem Quadrat der Drehzahl und dem Quadrat des Durchmessers zu.
Praktisch wirkt sich dies so aus, dass heute zum Verspinnen von Baumwolle auf Spinnrotoren eine Drehzahl von etwa 30 000 T/min nicht überschritten werden durfte, wenn man nicht un tragbar hohe Fadenbruchhäufigkeiten in Kauf nehmen wollte, um so mehr, als mit steigender Drehzahl die Garneigenschaften, insbesondere die Reisskraft, rück läufige Tendenz haben.
Für andere Materialien und Stapel liegen die Verhältnisse ähnlich. Es wurde nun gefunden, dass die Drehzahl, d. h. die Produktion, ohne untragbare Vermehrung der Fadenbrüche sich erhöhen lässt, wenn der Durchmesser der Fasersammelfläche unter Berücksichtigung der Form des Stapeldiagrammes des zu verarbeitenden Materials unterhalb einer gewis sen Grenze gehalten wird.
Diese Grenze hängt neben anderen Randbedingungen, die hier vernachlässigt wer den können, in erster Linie von der Art des Stapeldia gramms und der Länge der Fasern, die einer rotierenden Fasersammelfläche zugeführt werden, ab. Für die Defi nition der Erfindung wird neben der Form des Stapel diagrammes die Faserzahl-Stapellänge bei 25 /o der Summenhäufigkeit, die im folgenden mit Ls bezeichnet sei, herangezogen, weil damit dem Verhalten der Fasern am besten Rechnung getragen wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren zum Spinnen von Offenend-Garnen mittels einer rotierenden Fasersammel- fläche mit einem Durchmesser D ist dadurch gekenn zeichnet, dass ein Faserverband mit einem bestimmten Stapeldiagramm in die Fasersammelfläche eingespeist wird, das folgender Bedingung genügt: D: < Ls - F, worin Ls die Faserzahl-Stapellänge bei 25 % der Summen- häufigkeit bedeutet und für den Faktor F folgende Werte eingesetzt werden:
EMI0001.0044
bei <SEP> Ls <SEP> >_ <SEP> 30 <SEP> mm <SEP> bei <SEP> Ls <SEP> < _ <SEP> 30 <SEP> mm
<tb> für <SEP> Rechteckstapel <SEP> 2,2 <SEP> 2,0
<tb> für <SEP> Trapezstapel <SEP> 1,7 <SEP> 1,6
<tb> für <SEP> Dreieckstapel <SEP> 1,4 <SEP> 1,3 Diese experimentell gefundenen optimalen Verhält nisse zeigen gute Übereinstimmung mit den theoreti schen Überlegungen, die zu den gleichen Schlüssen füh ren. So besitzt der Rechteckstapel weder überlange noch schwimmende Fasern und kann daher in einem weiten Durchmesserbereich optimal versponnen werden.
Der Trapezstapel andererseits weist gegenüber dem Recht eckstapel längere Fasern auf, wodurch die Tragfähigkeit des Garnes wenig erhöht, aber durch die kürzeren Fasern schon beträchtlich reduziert wird. Deshalb werden die besten Verhältnisse mit einer kleineren Fasersammel- fläche erzielt.
Noch kritischer sind die Verhältnisse beim Dreieckstapel, wo eine zusätzliche Belastung des sich bildenden Garnes durch die nicht tragenden, schwim menden Fasern unter 10 bis 13 mm Länge auftritt, so dass der obere Grenzdurchmesser der Fasersammelfläche sich weiter reduziert.
In den genannten F-Werten kommt auch die verbesserte Fortpflanzung der Drehung in radialer Richtung nach aussen zum Ausdruck. Je klei ner der Fasersammelflächendurchmesser, um so kürzer ist die Zeit, in der sich die Drehung bis an die Sammel- fläche des Rotors fortpflanzen kann, und damit wird die Eindrehung der Fasern gesichert.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist wegen der Möglichkeit, weicher gedrehte Garne herzustellen, die bisher in derartigen Rotoren nicht produziert werden konnten, besonders vorteilhaft. Infolge der veränderten Spinnbedingungen weist das erzeugte Garn auch einen vom bisher erzeugten Offenend-Garn etwas verschiede nen Charakter auf, der sich durch ein glatteres Aus sehen auszeichnet. Infolge der besseren Verteilung der Spannung auf die einzelnen Fasern schon bei der Her- stellung ist die Reissfestigkeit bei geringerer Dehnung etwas höher.
Die sonst bei solchen Garnen hin und wie der anzutreffende korkzieherartige Struktur ist kaum mehr vorhanden. Das Garn nähert sich in seinem Charakter eher einem konventionellen auf Ringspinn maschinen erzeugten Garn. Ein weiterer Vorteil liegt in der Tatsache, dass mit einem kleineren Rotor der zum Spinnen nötige Unterdruck kleiner wird, wenn z. B. ein Rotor von 45 mm Durchmesser einen Unterdruck von 300 mm verlangt, so reduziert sich das notwendige Vakuum bei einem Durchmesser von 35 mm auf 190 mm.
Es liegt auf der Hand, dass die angegebene obere Grenze der auf einer gegebenen Fasersammelfläche verarbeit- baren Ls-Stapellängen nicht scharf definiert ist. Sie hängt unter anderem von der Garnnummer, der Anzahl Drehungen pro Meter, dem Turbinendurchmesser und der Faserfeinheit des verarbeiteten Materials ab.
Je kleiner die aufgebrachte Drehung und der Rotordurch- messer sind, desto früher tritt eine Strukturveränderung des Garnes auf, die sich in Schlingen an der Garnober- fläche und Wirrlage der Fasern äussert, wodurch die Gütewerte wieder absinken.
Die Erfindung sei nachstehend anhand von Illustra tionen näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 den Aufbau einer Spinnvorrichtung mit rotie render Fasersammelfläche im Axialschnitt, Fig. 2 bis 4 Stapeldiagramme.
Die in Fig. 1 dargestellte Spinnvorrichtung umfasst einen Fasereinspeisekanal, einen Rotor mit Fasersam- melfläche und ein Fadenabzugsrohr. Der Durchmesser der Fasersammelfläche ist mit D bezeichnet. Versuche mit verschiedenen Stapellängen zeigten, dass mit einer geschnittenen Viscose mit annäherndem Rechteckstapel- diagramm die optimalen Durchmesser der Fasersammel- flächen wie folgt lagen.
Bei Stapellängen mit Ls von etwa 28 mm ergaben sich günstigste Spinnbedingungen in einem Drehzahlbereich von 25 000 bis 40 000 T/min bis zu einem maximalen Fasersammelflächendurchmes- ser von 60 mm. Von Ls = 30 mm an aufwärts ergaben Fasersammelflächen mit einem etwa 10 % höheren Durchmesser beste Werte. Daraus folgt,
dass für Recht eckstapel der Faktor F in der Gleichung D G F - Ls, worin D=Durchmesser der Fasersammelfläche, Ls=die Faserzahl-Stapellänge bei 25 % der Summenhäufigkeit darstellt, für Ls _> 30 mm etwa 2,2 und für Ls < _ 30 mm etwa 2,0 beträgt (Fig. 2).
Analoge Versuche mit einer einen Trapezstapel auf weisenden Baumwolle ergaben für die Werte F für Ls > 30 mm den Faktor 1,7 und für Ls < _ 30 mm den Faktor 1,6 (Fig. 3).
Bei Versuchen mit Dreieckstapel (gerissene Syn thesefasern oder Wolle) zeigten für Ls > 30 mm F- Werte von 1,4, für Ls < 30 mm solche von 1,3 (Fig. 4) beste Resultate.
Die gefundenen Werte für F sind in nachstehender Tabelle nochmals in übersichtlicher Weise zusammen gestellt:
EMI0002.0089
Ls <SEP> __ < <SEP> 30 <SEP> mm <SEP> Ls <SEP> 30 <SEP> mm
<tb> F <SEP> F
<tb> Rechteckstapel <SEP> 2,0 <SEP> 2,2
<tb> Trapezstapel <SEP> 1,6 <SEP> 1,7
<tb> Dreieckstapel <SEP> 1,3 <SEP> 1,4 Bei dem erfindungsgemässen Offenend-Spinnver- fahren fallen die Gütewerte der erzeugten Garne mit zu nehmender Drehzahl langsam ab, d. h. im höheren Dreh zahlbereich, z. B. bei 40 000 T/min, ergibt sich z.
B. für eine bestimmte gekämmte Baumwolle eine Reisslänge von 14,51 Reiss-km mit einer Fasersammelfläche von 45 mm Durchmesser. Eine Fasersammelfläche mit 35 mm Durchmesser ergibt ein Garn mit einer Reiss- länge von 14,90 Reiss-km. Dementsprechend sind auch die Fadenbrüche seltener und die Produktion lässt sich unter sonst gleichen Bedingungen erheblich steigern.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Spinnen von gedrehten Offenend- Garnen mittels einer rotierenden Fasersammelfläche mit einem Durchmesser D, dadurch gekennzeichnet, dass ein Faserverband mit einem bestimmten Stapeldiagramm in die Fasersammelfläche eingespeist wird, das folgender Bedingung genügt:D < Ls - F worin Ls die Faserzahl-Stapellänge bei 25 0/0 der Sum menhäufigkeit bedeutet und für den Faktor F folgende Werte eingesetzt werden: EMI0002.0120 bei <SEP> Ls <SEP> >_ <SEP> 30 <SEP> mm <SEP> bei <SEP> Ls <SEP> _ < <SEP> 30 <SEP> mm <tb> für <SEP> Rechteckstapel <SEP> 2,2 <SEP> 2,0 <tb> für <SEP> Trapezstapel <SEP> 1,7 <SEP> 1,6 <tb> für <SEP> Dreieckstapel <SEP> 1,4 <SEP> 1,3
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1359367A CH467351A (de) | 1967-09-27 | 1967-09-27 | Verfahren zum Spinnen von gedrehten Offenend-Garnen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1359367A CH467351A (de) | 1967-09-27 | 1967-09-27 | Verfahren zum Spinnen von gedrehten Offenend-Garnen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH467351A true CH467351A (de) | 1969-01-15 |
Family
ID=4393717
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1359367A CH467351A (de) | 1967-09-27 | 1967-09-27 | Verfahren zum Spinnen von gedrehten Offenend-Garnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH467351A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2402781A1 (de) * | 1973-02-02 | 1974-08-08 | Vyzk Ustav Bavlnarsky | Verfahren zum offen-end-spinnen von stapelfasergarn in hochtourigen spinnturbinen und vorrichtung zum durchfuehren dieses verfahrens |
-
1967
- 1967-09-27 CH CH1359367A patent/CH467351A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2402781A1 (de) * | 1973-02-02 | 1974-08-08 | Vyzk Ustav Bavlnarsky | Verfahren zum offen-end-spinnen von stapelfasergarn in hochtourigen spinnturbinen und vorrichtung zum durchfuehren dieses verfahrens |
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