CH468599A - Einrichtung zur Verbrennung von organischem Abfallmaterial - Google Patents

Einrichtung zur Verbrennung von organischem Abfallmaterial

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CH468599A
CH468599A CH270968A CH270968A CH468599A CH 468599 A CH468599 A CH 468599A CH 270968 A CH270968 A CH 270968A CH 270968 A CH270968 A CH 270968A CH 468599 A CH468599 A CH 468599A
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Description


      Einrichtung    zur Verbrennung von organischem Abfallmaterial    Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zur Verbren  nung von organischem Abfallmaterial in einer ringförmi  gen Brennkammer und eine Einrichtung zur Ausführung  des Verfahrens mit     einem    Gehäuse, einem innerhalb des  Gehäuses und in Abstand von diesem     befindlichen     Mantel und einem zur Aufnahme von Gas     geeigneten     Zwischenraum zwischen dem Gehäuse und dem Man  tel.  



  Die Einrichtung nach dem Hauptpatent ist dadurch  gekennzeichnet, dass die     Versprühung    des organischen  Materials durch eine Sprühvorrichtung gegen die innere  Wand des Mantels erfolgt, welcher durch in den  Zwischenraum     tangential    und unter Druck eingeführte  heisse Brenngase     beheizt    ist,     wobei    der Mantel mit  mindestens einer Öffnung zur     Einführung    der heissen  Brenngase in den     Innenraum    des Mantels versehen ist, wo  diese der Einleitung einer Verbrennung des organischen  Materials dienen.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere  Verbesserung der Einrichtung nach dem Hauptpatent. Sie  bezweckt eine wirksamere und einfache Regelung der  Verbrennung zu schaffen.  



  Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der  Mantel eine Stirnwand aufweist und dass eine     Auslasslei-          tung    sich koaxial zum Mantel durch diese Stirnwand  hindurch in das     Innere    des durch den     Innenraum    des  Mantels gebildeten Brennraums erstreckt, um eine  Wirbelbildung des verbrannten Abfallmaterials zu erzeu  gen, bevor dieses den Brennraum durch die     Auslasslei-          tung    verlässt.  



  Zweckmässig ist die     Auslassleitung    gegenüber dem  Mantel einstellbar ausgebildet, derart, dass die Tiefe des  Wirbels und die Stellung, von welcher aus das verbrannte  Abfallmaterial die     Brennkammer    verlässt, verändert  werden kann.  



  Die Erfindung wird anhand eines in der     Zeichnung     schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher  erläutert. Es zeigen:       Fig.    1 eine perspektivische Ansicht der Einrichtung  zur Verbrennung von organischem Abfallmaterial mit  teilweise entferntem Gehäuse, zum Zweck der Darstel-         lung    der Anordnung der Leitungen für den Eingang und  den Ausgang der Brennkammer und des Gehäuses;       Fig.2    eine seitliche Ansicht der Einrichtung im  Schnitt nach der Linie 2-2 in der     Fig.    4;

         Fig.    3 einen Teilschnitt in     grösserem        Massstab    einer       Speisevorrichtung    sowie eines Teiles der Einrichtung;       Fig.    4 einen Schnitt der Einrichtung nach der Linie 4  4 in der     Fig.    2; und       Fig.5    ein Strömungsdiagramm mit der Darstellung  der Zufuhr und der Entwässerung von organischem  Abfallmaterial vor seiner Einführung in die Einrichtung  sowie der Zufuhr von primärer Brennluft, sekundärer       Brennluft    und Brennstoff.  



  Wie aus der     Fig.    5 hervorgeht, kann das organische  Material mechanisch in einer Zerkleinerungsvorrichtung  10, einer Pumpe 12 und einer Zentrifuge 14 zerkleinert  und entwässert werden. Das     entwässerte    Material wird  dann durch eine     Moyno-Pumpe    16 und eine Düse der  erfindungsgemässen Einrichtung 20 zugeführt, die im  folgenden als thermischer Reaktor bezeichnet wird. Der  thermische Reaktor 20 hat ein äusseres Gehäuse 24 und  einen inneren konzentrischen Einsatz 26.

   Die primäre  Brennluft, die auf ungefähr 1300 C erhitzt ist, wird im  thermischen Reaktor durch eine Eingangsleitung 28 in  den Raum zwischen das Gehäuse und den Einsatz 26       eingeführt.    Sekundäre Brennluft, die der Ergänzung von  zusätzlichem     Sauerstoffbedarf    dient, wird in den Reaktor  20 durch eine Leitung 29 eingeführt, welche ebenfalls in  den Raum zwischen dem Gehäuse und dem Einsatz  mündet. Die primäre und die sekundäre Luft, welche  beide in das Gehäuse mit verhältnismässig hoher  Geschwindigkeit eingeführt werden, bewegen sich um den       Einsatz    in einer     ringförmig        wirbelnden    Bewegung, wobei  sie den Einsatz auf ihre Temperatur erhitzen.

   Die  Brennluft führt so lange ihre wirbelnde Bewegung aus, bis  sie auf eine     Einlassöffnung    30 im Einsatz stösst und  durch diese in eine Brennkammer 32 gelangt. Die hohe  Geschwindigkeit der Brennluft und der im wesentlichen       tangentiale    Eintritt der Brenngase haben eine     zyklonarti-          ge    wirbelnde Bewegung in der Brennkammer zur Folge,  wodurch, wie dies später eingehend erläutert wird, das      eingespeiste Material schraubenförmig entlang der Wän  de des Einsatzes bewegt wird.  



  Eine Düse 22, die dem Versprühen des zugeführten  Materials in der Brennkammer 32 gegen die Wände des  Einsatzes dient, ist kontinuierlich drehbar und führt  entlang ihrer Längsachse eine hin und her gehende  Bewegung aus, um die Entstehung einer an der Wand des  Einsatzes festgebrannten Schicht zu     verhindern.    Das  zugeführte Material wird sofort nach seinem Eintritt in  die Brennkammer von den Brenngasen in ihre schrauben  förmige Bahn     mitgerissen    und beginnt Wärme aufzuneh  men, während es sich schraubenförmig zum Ausgangsen  de bewegt. Dabei wird durch die relative Stellung eines  Ausgangsrohres 34 gegenüber der     Brennkammer    32 die  Verweildauer bestimmt und somit die Stufe der Wärme  behandlung, welcher das zugeführte Material unterzogen  wird.

   Die durch die Behandlung im Reaktor erhaltenen  Stoffe können darauf weiter     z.B.    in einem Trennorgan  nach der Art eines Zyklons 36 behandelt werden, um aus  den Gasen, die in die Atmosphäre abgeleitet werden,  jegliche mitgerissene Feststoffe zu     entfernen.     



  Das zugeführte Material, welches vorzugsweise min  destens     20 o    Feststoffe enthält, gelangt aus der     Moyno-          Pumpe    16 in einen Eingang 38 der Düse 22. Die Düse 22       (Fig.    3) hat einen äusseren Abschnitt 40, einen inneren  Abschnitt 42 und ist mit einem konzentrisch angeordne  ten drehbaren Rohr 44 für Druckluft versehen. Der  äussere Abschnitt 40 enthält ein äusseres Rohr 46,  welches     mit    dem Gehäuse 24 und dem Einsatz 26 starr  mittels eines geschweissten Flansches 48 und Schrauben  50 verbunden ist. Der innere Abschnitt 42 der Düse ist im  Einsatz 24 lösbar und drehbar befestigt, und zwar mittels  einer Lagerung 52.

   Im Einsatz 26 ist eine Tür 54  schwenkbar befestigt, welche sich gegen den inneren  Abschnitt 42 der Düse abstützt. Die Tür 54 dient einem  Verschluss der Brennkammer 52, wenn die Düse aus der  Brennkammer herausgezogen wird, und verhindert somit  Wärmeverluste der Brennkammer. Der innere Abschnitt  42 der Düse ist an einem Ende mit dem äusseren  Abschnitt 40 verbunden, um das zugeführte Material  aufzunehmen. Das andere Ende der Düse ist durch eine  Endplatte 56 verschlossen, welche mit dem Rohr 44 für  die Druckluft fest verbunden ist, derart,     dass    der innere  Abschnitt 42 zusammen mit dem Rohr 44 gemeinsam als  eine Einheit die Drehbewegung ausführt.

   Das Rohr 44 ist  an seinem Austrittsende mit einer Öffnung 58 versehen,  welche kleiner ist als eine     Öffnung    60 am inneren  Abschnitt 42 der Düse und konzentrisch zu dieser  Öffnung angeordnet ist. Die Öffnungen 58 und 60 dienen  einem Versprühen des zugeführten Materials aus der  Düse gegen die Wand der Brennkammer.  



  Am anderen Ende des Rohres 44 für die     Druckluft    ist  ein Kolben 62 befestigt, welcher im Rohr 46 gleitend  geführt ist. Da der Kolben 62 mit dem Rohr 44 und nicht  mit dem äusseren Rohr 46 verbunden ist, so bewegen sich  der Kolben 62, das Rohr 44 und die Endplatte 56 wie eine  Einheit. Wenn somit in der Düse Stauungen des Druckes  entstehen, mit welchem das im     wesentlichen    feste  Material zugeführt wird, so wirken diese in gleicher  Weise in beiden Richtungen, das heisst gleichzeitig auf  die Endplatte 56 und auf den Kolben 62 anstatt nur auf  die Endplatte allein.

   Auf diese Weise werden die auf das  Ende der Düse wirkenden Kräfte kontinuierlich und  selbsttätig     ausgeglichen,    und die     Möglichkeit    einer  Beschädigung der Endplatte durch einen Anstieg des  Druckes wird verhindert.  



  Das andere Ende des Rohres 44 für die Zufuhr von    Druckluft     (Fig.    2) ist in einem Joch 66 befestigt, welches  seinerseits mit einem     hydraulischen    Zylinder 63 und einer  Riemenscheibe 70 verbunden ist. Über die Riemenscheibe  70 führt ein Riemen 72 zu einem Motor 74 mit       veränderlicher    Drehzahl. Durch diese Anordnung erhält  das Rohr 44 eine Drehbewegung wie auch eine hin und  her gehende Bewegung in     axialer    Richtung. Die hin und  her gehende Bewegung wird durch einen hydraulischen  Zylinder 63 erhalten, welcher auf eine beliebige bekannte  Weise gesteuert werden kann, wie     z.B.    durch ein  elektromagnetisch betätigtes     Vierweg-Ventil    65.

   Der  innere Abschnitt der Düse und das Rohr 44 für die  Druckluft, die     miteinander    durch die Endplatte 56  verbunden sind, werden als eine Einheit miteinander  gedreht und entlang ihrer Längsachse hin und her bewegt,  um jede Gefahr einer     örtlichen    Abkühlung der Wand des  Mantels und damit den Aufbau einer Schicht zu  verhindern.  



  Der Einsatz 26 ist aus     warmfestem    und wärmeleiten  dem Material, wie     z.B.        rostfreiem    Stahl hergestellt und ist  innerhalb der feuerfesten     Ausmauerung    des Gehäuses 24  konzentrisch angeordnet. Die primäre Brennluft, welche  dadurch vorgewärmt sein kann, dass sie durch     Wärme-          austausch-Schlangen    76 am Umfang des Zyklons 36  geführt wird, wird durch ein Gebläse 78 und die  Eingangsleitung 29 in den Zwischenraum zwischen dem  Gehäuse und dem Einsatz eingeführt. Innerhalb der  Eingangsleitung 28     befindet    sich ein Brenner 80     (Fig.    4),  welchem Brennstoff aus einer Leitung 82 zugeführt wird.

    Der Brenner dient der Erhitzung der Brennluft auf die       erforderliche    Temperatur, die vorzugsweise 1300 C  beträgt, bevor diese Brennluft in den Reaktor eingeführt  wird.  



  Die sekundäre Brennluft, die der Zufuhr von  zusätzlichem Sauerstoff für eine vollständige Verbren  nung dient, kann ebenfalls durch die Pumpe 78 zugeführt  und in den     Wärmeaustausch-Schlangen    76 vorgewärmt  werden, bevor sie in dem Zwischenraum zwischen dem  Gehäuse und dem Einsatz durch die Eingangsöffnung 29  eingeführt wird. Die primäre und die sekundäre Brennluft       umfliessen    den Einsatz 26 und übergeben Wärme an den  Einsatz, bis sie die     Öffnung    30 erreichen und in die  Brennkammer 32 gelangen.

   Die hohe Geschwindigkeit  und der verhältnismässig     tangentiale    Eintritt der Gase in  die Brennkammer haben die Entstehung eines     zyklonarti-          gen    Wirbels in der     Brennkammer    zur Folge, durch  welchen das zugeführte Material unmittelbar nach dem  Versprühen durch die Düse 22 mitgerissen wird.  



  Die dem Einsatz von den zwischen dem Gehäuse und  dem Einsatz wirbelnden Brenngasen übergebene Wärme  energie wird durch die Wand des Einsatzes geleitet und  dient der Behandlung der schwereren Teilchen des  zugeführten Materials, die sich wegen ihres grösseren  Gewichtes entlang der inneren Wand des Einsatzes  bewegen. Dadurch wird die Wirkung der Brenngase  innerhalb der Brennkammer verbessert, da sich nun die  Wärme in zwei Richtungen gegeneinander bewegt und  von beiden Seiten das mitgerissene Material umschliesst  und behandelt.

   Dadurch, dass der Einsatz gleichzeitig von  innen und von aussen     erhitzt    wird, entsteht der weitere  Vorteil, dass jegliche     örtliche    Abkühlung der Stellen,  gegen welche das in die     Brennkammer    eingeführte  Material versprüht wird, verhindert wird. Durch die  intensive     Hitze,    welche     dem-Einsatz    übermittelt wird,  wird     unmittelbar    der Feuchtigkeitsgehalt jedes Teilchens  verdampft, welches am     Einsatz    haftet. Dadurch wird das      Teilchen von der Wand des Einsatzes gelöst und von den  strömenden Gasen mitgerissen.  



  Das mitgerissene zugeführte Material führt weiter  seine     zyklonartige    Bewegung aus, wobei es sich konti  nuierlich in Längsrichtung durch die Brennkammer  bewegt, und zwar so lange bis es zum verschlossenen  Ende der Brennkammer gelangt. An dieser Stelle setzen  die mitgerissenen festen Teilchen ihre wirbelnde Bewe  gung um die Achse der     Brennkammer    fort, sie erhalten  jedoch nun die Form eines wirbelnden Bettes. In einem  derartigen Bett entsteht eine intensive und starke  gegenseitige Einwirkung der mitgerissenen Teilchen und  der Gase. Die grösseren Teilchen, die sich dabei am  äusseren Umfang des Einsatzes     befinden,    werden durch  die intensive Bewegung zermahlen und bewegen sich nach  innen zur Achse der Kammer.  



  Die Ausgangsleitung 34 ist vorzugsweise in der  Brennkammer verstellbar angeordnet, und zwar gegen  über der Düse 22. Die Ausgangsleitung 34 dient der  Ableitung der Gase und der     restlichen    von diesen  mitgerissenen festen Teilchen. Durch eine gegenseitige  Einstellung der Ausgangsleitung 34 gegenüber der  Brennkammer wird die Verweildauer der Teilchen des  zugeführten Materials in der Brennkammer bestimmt und  somit auch der Umfang der Wärmebehandlung, welcher  die Teilchen unterzogen werden. Je weiter sich die  Öffnung der Ausgangsleitung innerhalb der     Brennkam-          mer    befindet, um so tiefer wird das Wirbelbett sein und  um so länger wird daher die Verweildauer und um so  feiner das erhaltene Produkt.

   Die Ausgangsleitung dient  auf diese Weise der Einstellung des Wirbels der       zyklonartigen    Strömung in der Brennkammer. Durch  diese Einstellung der Ausgangsleitung kann der Verwen  dungszweck des thermischen Reaktors von einer einfa  chen Trocknung des Materials bis zu seiner vollständigen  Verbrennung     geändert    werden.  



  In jedem thermischen Reaktor ist die Temperatur in  der Brennkammer ein für die Wirkung ausschlaggebender  Faktor. Die Temperatur muss daher dauernd auf der  gewünschten Höhe gehalten werden. Bei den bekannten  Reaktoren wurde die Temperatur entweder durch eine  Einstellung der Zufuhr von zusätzlichem Brennstoff oder  durch eine Einstellung der Zufuhr des organischen  Abfallmaterials in die     Brennkammer    beeinflusst. Bei der  vorliegenden Vorrichtung wird die Temperatur in der  Brennkammer dadurch     beeinflusst,    dass der Heizwert des  zugeführten Materials vergrössert oder     vermindert    wird.

    Wie aus der     Fig.    5 hervorgeht, ist ein     Pyrometer    84 mit  seinem einen Ende in die Brennkammer     eingeführt    und  mit seinem anderen Ende elektrisch mit einem Brenn  stoffventil 86 verbunden, welches selbsttätig Brennstoff  aus einer Brennstoffleitung 82 dem zu behandelnden  Material in der     Moyno-Pumpe    16 zuführt. Wenn daher       z.B.    die Temperatur in der Brennkammer unter den  erforderlichen Wert sinkt, so kann die Menge des dem  Material beigefügten Brennstoffes bei seiner Einführung  in die Düse 22 erhöht werden.

   Auf diese Weise wird nicht  nur eine genaue und rasche Beeinflussung der Tempera  tur in der Brennkammer erhalten, sondern es werden  auch die Nachteile vermieden, die der Beeinflussung der  Temperatur durch eine Einstellung der Menge der  Zufuhr des Materials in die Brennkammer eigen sind.  Verhältnismässig festes organisches Material ist schwierig  zu pumpen, da es eine Tendenz zum Bilden von Brücken  und Spalten hat. Durch Änderungen in der Fördermenge  wird eine     derartige    Tendenz nur erhöht, welche dann an  sich die Fördermenge beeinflussen und eine ungünstige    Auswirkung auf die Temperatur in der Brennkammer  haben kann.     Ausserdem    verlangt eine wirkungsvolle  Verwendung des     Entwässerungs-    und Verbrennungssy  stems eine Ausnützung ihrer Kapazität.

   Durch eine  Veränderung der     Einspeisung    wird somit der Wirkungs  grad vermindert, wobei zusätzliche Schwierigkeiten durch  eine     Aufstauung    des gesamten Entwässerungsvorganges  entstehen. Ein weiterer     Vorteil    der Einführung von  flüssigem Brennstoff in das zugeführte Material besteht in  der schmierenden Wirkung des Brennstoffes. Das zuge  führte Material kann dadurch einfacher gepumpt und  versprüht werden.  



  Die Wärmedehnung des Einsatzes gegenüber dem  Gehäuse ist mit Rücksicht auf die hohen Temperaturen,  welchen der Einsatz während des Brennvorganges ausge  setzt ist, ein schwieriges Problem. Bei der vorliegenden  Vorrichtung wird die Wärmedehnung dadurch berück  sichtigt, dass     zwischen    dem Gehäuse und dem Einsatz  eine Lagerung an zwei Stellen gebildet wird, welche eine  freie Bewegung des Einsatzes in beiden Richtungen  gestattet. Das Eingangsende und das Ausgangsende des  Einsatzes haben je einen halsförmigen Vorsprung 90 und  92, welcher in einer entsprechenden     Ausnehmung    94 bzw.  96 im Gehäuse gelagert ist.

   Die Dehnung des rostfreien  Stahles des Einsatzes gegenüber der     Ausmauerung    des  Gehäuses ist im Bereich der Auflage verhältnismässig  gering, so dass zwischen den halsförmigen Vorsprüngen  90, 92 und den     Ausnehmungen    94, 96 nur ein geringes  Spiel zu bestehen braucht. Zwischen den Vorsprüngen  und den     Ausnehmungen    im Gehäuse ist je ein Satz von       zusammendrückbaren        ringförmigen    Dichtungen 98,     100     angeordnet, durch welche ein Entweichen von Wärme  durch den Zwischenraum zwischen dem Gehäuse und  dem Einsatz verhindert wird.

   Ein derartiger vollständiger  Verschluss der Brennkammer hat auch den zusätzlichen  Vorteil, dass     Wärmeverluste    der Brennkammer ohne  Rücksicht auf den Zustand des Verbrennungsvorganges  verhindert werden,     z.B.    beim Aufwärmen oder Abkühlen  sowie auch ohne Rücksicht auf die relative Stellung des  Einsatzes gegenüber dem Gehäuse.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Verbrennung von organischem Ab fallmaterial nach dem Patentanspruch 1I des Hauptpaten tes, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (26) eine Stirnwand aufweist, und dass eine Auslassleitung (34) sich koaxial zum Mantel (26) durch diese Stirnwand hindurch in das Innere des durch den Innenraum des Mantels (26) gebildeten Brennraums (32) erstreckt, um eine Wirbelbildung des verbrannten Abfallmaterials zu erzeugen, bevor dieses den Brennraum (32) durch die Auslassleitung (34) verlässt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Auslassleitung (34) gegenüber dem Mantel (26) einstellbar ist, derart, dass die Tiefe des Wirbels und die Stellung, von welcher aus das verbrannte Abfallmaterial die Brennkammer (32) verlässt, verändert werden kann. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch Organe (16, 86) für eine Beimischung von flüssigem Brennstoff zum organischen Abfallmaterial vor der Einführung desselben in die Brennkammer (32). 3.
    Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Temperaturfühler (84) zur Bestim mung der in der Brennkammer (32) herrschenden Temperatur sowie zur Beeinflussung der Menge des dem Abfallmaterial beizumischenden Brennstoffes in Abhän- aigkeit von der Temperatur der Brennkammer (32) vorgesehen ist. 4.
    Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Sprühvorrichtung (22) mit einem ersten Rohr (40, 42) versehen ist, welches der Aufnahme des zu behandelnden Materials dient, einem zweiten Rohr (44), welches sich im ersten Rohr befindet und der Einführung des Materials in die Brennkammer (32) dient, sowie mit einem Kolben (62) im ersten Rohr (40, 42), der fest mit dem zweiten Rohr (44) verbunden ist und dem Ausgleich der Druckkräfte in der Sprühvorrichtung (22) dient.
    5. Einrichtung nach Patentanspruch oder einem der vorangehenden Unteransprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (26) mit mindestens einem Längsrich tung sich erstreckenden halsförmigen Teil (90, 92) ver sehen ist und dass das Gehäuse (24) mit mindestens einer zur Aufnahme des halsförmigen Teiles (90, 92) und zur Abstützung des Mantels (26) in Abstand von der Wand des Gehäuses (24) geeigneten Öffnung (94, 96) versehen ist.
CH270968A 1966-02-03 1968-02-26 Einrichtung zur Verbrennung von organischem Abfallmaterial CH468599A (de)

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