CH469889A - Scharnier - Google Patents
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Description
Scharnier Die Erfindung betrifft ein Scharnier für stumpfvor schlagende Türen, mit einem in die Tür eingelassenen Scharnierkasten und einem am Möbelteil angeschlagenen Scharnierbügel, wobei der Scharnierbügel im Scharnier kasten durch Queransätze in an den Seitenwänden des Scharnierkastens angeordneten Führungsbahnen gleitbar gelagert ist.
Bei bekannten Scharnieren der erwähnten Art schlägt der Scharnierarm bei voll geöffneter Tür an dasjenige Ende der Mittelnut des Blockes an, welche der angelenk- ten Stirnfläche der Tür zugewendet ist. Somit wirkt eine verhältnismässig grosse Kraft auf die verhältnismässig schmale Endfläche der Mittelnut des Blockes ein und pflanzt sich auf die angelenkte Stirnfläche der Tür fort.
Hierbei entsteht die Gefahr eines Ausbrechens der ange- lenkten Stirnfläche der Tür bzw. der Türkante im Bereich des Scharniers. Diese Gefahr ist bei den bekann ten Scharnieren zwar dadurch etwas reduziert, dass an dem Ende des Schamierarms nach zwei Seiten hin je drei Queransätze vorgesehen sind, welche in entsprechende Kulissenführungen bzw.
Nuten an den gegenüberliegen den Längsflächen der Mittelnut des Blockes eingreifen, wobei zumindest je zwei Queransätze an jeder Seite des Scharnierarms in jeder öffnungsstellung des Scharniers innerhalb einer zugehörigen Kulissenführung festgehalten sind, während ein dritter, kreisbogenartiger Ansatz oder Vorsprung an jeder Seite des Schamierarms nur während einer anfänglichen Auslenkbewegung in eine Kulissen führung des Blockes eingreift.
Trotz dieser technischen Massnahmen ergeben indessen die bekannten Scharniere keine hinreichende Sicherheit gegenüber einem Ausbre chen der angelenkten Stirnfläche der Tür.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines völlig ausbrechsicheren Scharnieres, welches gegenüber dem Stand der Technik ohne einen erheblichen baulichen Mehraufwand herstellbar ist.
Erreicht wird dies dadurch, dass der eine Queransatz in der einen mit der Stirnfläche des Möbelteiles fluchtenden Endstellung der Tür in einem ersten Endabschnitt der Führungsnut führt und der andere Queransatz in einer anderen Endstellung der Tür in einer zweiten Führungsnut führt, sowie in beiden Endstellungen der Tür ein Glied, wie Scherenglied, biegsames Band, Kette usw., zwischen dem Scharnierbü- gel und dem Scharnierkasten wirksam ist, welches beim Öffnen der Tür frei mitschwenkt,
dagegen bei geschlos sener Tür hinter einen federnden Einrastanschlag greift und dadurch die Tür in Schliessstellung hält. Da das Glied an dem von der angelenkten Stirnfläche der Tür entfernten Bereich des Scharnierkastens verankert ist, wird die der angelenkten Stirnfläche der Tür benachbarte Endfläche der Mittelnut nicht mehr belastet, sondern es werden die eine Ausbrechung der Tür verursachenden Kräfte auf den gesamten Scharnierkasten verteilt.
Der Gegenstand der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert. Es zei gen: Fig. 1 eine Ansicht eines Ausführungsbeispieles mit Blickrichtung parallel zu den Ebenen einer Wand und einer daran angelenkten Tür, bei in Schliessstellung befindlicher Tür; Fig. 2 das Scharnier nach Fig. 1 in voller Öffnungs stellung der Tür sowie in Schnittdarstellung; Fig. 3 das Scharnier nach den Fig. 1 und 2 in Drauf sicht gemäss Fig. 2;
Fig.4 und 5 Längsschnittansichten des gleichen Scharnieres, wobei das an der Tür angeschlagene Teil der Einfachheit halber weggelassen ist und Fig. 6 bis 8 Querschnitte durch das andere Teil des Scharnieres, wobei in Fig. 6 die obere, in den Fig. 7 und 8 die untere Grenzstellung des Oberteiles und der Verstell- mutter dargestellt ist.
Das in der Zeichnung dargestellte Scharnier dient zur Anlenkung einer Tür 1 an eine zu dieser in Schliessstel- lung in rechtem Winkel verlaufende Wand 2, wobei die Stirnfläche 3 der Wand 2 zumindest auf einem Teil ihrer Breite, im dargestellten Fall auf ihrer gesamten Breite (Fig. 1), von der Tür 1 überdeckt wird.
In die Tür 1 ist ein mit einem Befestigungsflansch 4 versehener Scharnierkasten 5 bündig eingelassen, welcher eine Mittelnut 6 (Fig.2) aufweist. Der Befestigungs- flansch 4 ist mittels Holzschrauben 7 an der Tür 1 befestigt. Die beiden inneren Längsflächen der Mittelnut 6 sind mit darin eingearbeiteten Kulissenführungen 8, 9 (Fig. 2) versehen.
Ein Scharnierbügel 12 ist an einem Ende schwanen halsartig etwa in rechtem Winkel gebogen und daselbst mit beidseitig vorspringenden (gestrichelt angedeuteten) Queransätzen 10, 11 versehen, welche in die entsprechen den Führungsnuten 8, 9 des Scharnierkastens 5 eingrei fen. Die Queransätze 11 sind hierbei in an sich bekannter Weise kreisbogenförmig ausgestaltet und greifen lediglich in Schliessstellung oder teilweiser Öffnungsstellung der Tür 1 in die entsprechenden Führungsnuten 9 des Schamierkastens 5 ein. Die Queransätze 10 des Schar nierbügels 12 weisen die Form eines angesetzten Ringseg ments auf.
Die Führungsnuten 8 sind mit ihren, einer Öffnungsstellung der Tür entsprechenden Endabschnitten 8a mit einem etwa den ringsegmentartigen Queransätzen 10 entsprechenden Krümmungsradius gegenüber dem Anfangsbereich spitzwinkelig zurückgebogenen verlau fend ausgebildet. Der Anfangsbereich der Führungsnuten 8 entspricht in seiner Breite etwa der Segmenthöhe der ring segmentartigen Queransätze 10.
Die Länge der Füh rungsnuten 8, 9 ist so abgestimmt, dass beim Austreten der ringsegmentartigen Queransätze 10 des Scharnierbü- gels 12 aus den Endabschnitten 8a der Führungsnuten 8 beim Schliessen der Tür 1 die Queransätze 11 des Scharnierbügels 12 in die entsprechenden Führungsnuten 9 einzutreten beginnen, so dass auch dann eine sichere Scharnierführung gewährleistet ist, wenn sich die ringseg- mentartigen Queransätze 10 in dem verbreiterten An fangsabschnitt der Führungsnuten 8 mit Spiel bewegen können.
Der oder die Krümmungsradien der Führungs nuten 9 sowie der jeweiligen Anfangsbereiche der Füh rungsnuten 8 liegen ausserhalb einer Ebene, welche durch die der Stirnfläche 3 der Wand 2 in Schliessstellung benachbarte Stirnfläche 13 der Tür 1 definiert ist.
Da das Scharnier sehr widerstandsfähig gegenüber einem Ausbrechen ist, braucht an dem Scharnierbügel jeder Seite nur je ein Queransatz vorgesehen sein, welcher in jeder Öffnungsstellung des Scharniers in eine zugehörige Führungsnut des Scharnierkastens eingreift;
zusätzlich zu diesen Queransätzen ist, wie an sich bekannt und vorstehend beschrieben, an jeder Seite noch ein kreisbogenartiger Queransatz vorgesehen, welcher jedoch lediglich in Schliessstellung sowie in einer Teilöff- nungsstellung in eine entsprechende Führungsnut des Scharnierkastens eingreift.
Der Scharnierbügel 12 ist an seinem dem Scharnier kasten 5 abgewendeten Abschnitt mit tropfenförmigen Langlöchern 14, 15 zur Befestigung an der Wand 2 mittels Schrauben 16 versehen.
Ein Glied 17 in der Art einer Schere mit zwei Armen 18, 19 ist an den Enden der Arme 18, 19 mit je einem Paar von Augen 20, 21 versehen. Die Augen 21 umgrei fen den Scharnierbügel 12 seitlich und sind an diesen mittels eines den Scharnierbügel 12 durchsetzenden Drehzapfen 22 aasgelenkt. Der Scharnierkasten 5 hat in einem sich über den Befestigungsflansch 4 erhebenden Vorsprung 23 an dem der aasgelenkten Stirnfläche 13 der Tür 1 abgewendeten Ende der Mittelnut 6 eine Querboh rung.
Der Vorsprung 23 entspricht in seiner Breite dem gegenseitigen Abstand der Augen 20 des Armes 18 des Gliedes 17, und die Augen 20 sind mittels einem. die Querbohrung durchsetzenden Drehzapfens 24 an den Scharniergehäuse 5 aasgelenkt. Die Arme 18, 19 des Gliedes 17 sind durch einen Scharnierdrehzapfen 25 aneinander aasgelenkt. In einer Ausführungsvariante könnten die Arme des Gliedes 17 aus Abschnitten von U- Profilstäben bestehen, mit einer Breite entsprechend derjenigen des Scharnierbügels 12 bzw. des Vorsprunges 23,
und mit beiden Profilschenkeln den Scharnierbügel 12 bzw. den Vorsprung 23 des Scharnierkastens 5 umgreifen. Die Widerstandsfähigkeit des Scharniers ge genüber einem Ausbrechen ist dadurch im wesentlichen durch die Reissfestigkeit des an den Scharnierkasten ungeformten Vorsprungs zur Aufnahme des Veranke- rungszapfens bestimmt.
Bei einer (nicht dargestellten) abgeänderten Ausfüh rungsform kann anstelle des Gliedes 17 auch ein Glied in Form eines biegsamen Bandes oder einer Kette zur Anwendung gelangen. In jedem Fall muss die maximale Länge des Gliedes so abgestimmt sein, dass bei voller Öffnung der Tür 1 nicht die Stirnfläche 13 durch das Anschlagen des Scharnierbügels 12 ausgebrochen wird.
Wird das Scharnier mit einem Glied 17 in Form einer Schere ausgestattet, so ergibt sich die Möglichkeit, an der Tür oder Wand in der Bewegungsbahn des Knickpunktes des Gliedes 17 einen bei in Schliessstellung befindlicher Tür 1 wirksam federnden Einrastanschlag 26 zur spitz winkligen Zusammenpressung der Arme 18, 19 des Gliedes bzw. Vorspannung der Tür in der Schliessstel- lung vorzusehen.
Bei einer anderen Variante kann das Glied 17 auch durch eine bistabile Totpunktfeder ersetzt sein, die das Bestreben hat, die Tür in einer Öffnungs- und oder Schliessstellung zu halten.
Wie aus Fig. 2 der Zeichnung deutlich hervorgeht, wird durch das Glied 17 ein Ausbrechen des bei dem vorderen Ende der Mittelnut 6 des Scharnierkastens 5 gelegenen, die Stirnfläche 13 aufweisenden Teiles der Tür 1 zuverlässig verhindert.
Bei der in den Fig. 4 und 5 gezeigten Ausführungsva riante ist ein Scharnierbügel des Scharnieres aus einem Aufschraubgehäuse 31 und einem Oberteil 32 zusammen- setzbar. Das Aufschraubgehäuse 31 ist beispielsweise auf dem Seitenteil 51 eines Schrankes mittels Schrauben 47 befestigt, das rechtwinklig zur geschlossenen Tür 50 steht. Im Aufschraubgehäuse 31 ist ein Bolzen 33 befestigt, der mit Innengewinde 39 und Aussengewinde 40 versehen ist.
Auf dem Aussengewinde 40 kann eine Verstellmutter 34, die eine Rändelung 46 und auf der einen Seite konzentrische Rillen 41 trägt, auf und ab geschraubt werden. Sie durchragt dabei Aussparungen 37 der Seitenwände 38 des Aufschraubgehäuses 31.
Diese Ausführung bietet den besonderen Vorteil, dass die wenigen zur Verstellung benötigten Teile äusserst raumsparend angeordnet sind.
Das in Fig.5 dargestellte Oberteil 32, auf dem der andere Scharmerteil befestigt ist, übergreift nach der Be festigung mit seinen Seitenwänden 43 die Seitenwände 38 des Aufschraubgehäuses 31. Wie auch Fig. 8 erkennen lässt, wird dadurch eine Parallelführung gebildet. Zur Vergrösserung der Führungsfläche sind Verlängerungen 44 der Seitenwände 43 vorgesehen, deren Mittelteil ge zahnte Auflagekanten 42 aufweist, welche zum Eingriff in die Rillen 41 der Verstellmutter 34 bestimmt sind.
Die Festlegung des Oberteils 32 auf dem Aufschraubgehäuse 31 erfolgt durch die Sicherungsschraube 35, welche ein Langloch 36 des Oberteils 32 durchragt und in das Innengewinde 39 des Bolzens 33 einschraubbar ist.
Während das Übergreifen des Oberteils über das Aufschraubgehäuse an sich schon eine Verdrehungssi cherung darstellt, bewirkt die Verlängerung der Seiten- wände des Oberteils ausserdem eine verbesserte Führung. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Höhe des Oberteils einschliesslich der verlängerten Seitenwände die Höhe des Bolzens nicht oder nur geringfügig überschreitet.
Es ist ferner möglich, dass die Seitenwandverlänge- rungen des Oberteils Profilkanten zum Eingriff in die Rändelung 46 der Verstellmutter 34 besitzen.
Für den Fall, dass gerade eine der beiden Endlagen bei der Seitenverstellung des Oberteiles gegenüber dem Aufschraubgehäuse fixiert werden soll, ist es dadurch möglich, die Verstellmutter nach erfolgter Höheneinstel lung gegen eine unbeabsichtigte Verdrehung zu sichern, ohne dass hierzu verzahnte Auflagekanten des Oberteils und ein Rillenprofil in der Verstellmutter erforderlich wären.
Die Korrektur des Sitzes wird dadurch erreicht, dass die Schwenkachsen des Scharniers in dem einen, vorzugs weise an der Tür anzuschlagenden Teil versenkt ange bracht sind, indem das andere Teil aus einem mit Bolzen und Verstellmutter versehenen Aufschraubgehäuse und einem dieses übergreifenden Oberteil besteht, das mittels einer Sicherungsschraube am Aufschraubgehäuse in zwei aufeinander senkrechten Richtungen verstellbar befestigt ist.
Wie die Verstellung funktioniert, geht aus den Fig. 6 und 7 hervor. Bei gelöster Sicherungsschraube 35 kann die Verstellmutter 34 auf dem Bolzen 33 in die passende Höhe geschraubt werden. In Fig. 6 ist eine obere Grenz- lage dargestellt. Durch Anziehen der Sicherungsschraube 35 wird das Oberteil 32 mit den Auflagekanten 42 in die Rillen 41 der Verstellmutter 34 eingeführt.
Daher ist eine Seitenverstellung des Oberteiles 32 aus der Zeichenebene von Fig. 6 bis 8 heraus - das ist die Richtung des Pfei les 52 in Fig. 5 - nicht mehr möglich. Eine Höhenkor rektur kann jedoch noch durchgeführt werden, bis die Verstellmutter 34 und die Sicherungsschraube 35 gegen einander fest verspannt sind. In Fig. 7 ist die untere Grenzlage dargestellt, in der die Verstellmutter 34 und die Sicherungsschraube 35 auf dem Bolzen 33 ganz ein gedreht sind.
Die Befestigung und Einstellung des Scharnieres geht also so vor sich, dass zuerst das Aufschraubgehäuse 31 mittels der Schrauben 47 auf dem Seitenteil 51 eines Schrankes angeschlagen wird. Wenn die Verstellmutter 34 auf den Bolzen 33 aufgeschraubt ist, kann das Oberteil 32 aufgesetzt und durch Eindrehen der Sicherungsschrau be 35 vorläufig gehalten werden. Dank des Langloches 36 kann das Oberteil 32 in Pfeilrichtung 52 (Fig. 5) hin und her verschoben und dadurch der richtige Abstand 53 (Fig. 4, 5) hergestellt werden.
Nun wird die Verstelhnut- ter 34 soweit nach oben geschraubt, dass ihre Rillen 41 in die gezahnten Auflagekanten 42 des Oberteiles 32 ein greifen. In dieser Lage ist eine Sicherung gegen seitliches Verschieben erreicht. Durch gleichzeitiges und gleichsin niges Verdrehen von Verstellmutter 34 und Sicherungs schraube 35 kann nun die endgültige Höhe des Oberteils 32 noch eingestellt werden. Dadurch ist es möglich, verschiedenen Holzstärken 48 bzw. Anschlagtiefen 49 (Fig.4) der Tür 50 Rechnung zu tragen. Sobald die Endstellung erreicht ist, wird das Oberteil 32 durch weiteres Eindrehen der Sicherungsschraube 35 endgültig fixiert.
Es ist somit möglich, mittels weniger Teile und ohne anderes Werkzeug als einen Schraubenzieher, eine Ver stellung des einen Scharnierteiles, d.h. des Oberteiles 32 in zwei aufeinander senkrechten Richtungen vorzuneh men, die beide durch die Konstruktion des Aufschraub- gehäuses 31 mit Bolzen 33 vorgegeben sind. Bei der Verstellung eines solchen Scharnieres treten keine Schwenkbewegungen auf. Es macht beispielsweise keiner lei Schwierigkeiten, ein und dasselbe Scharnier Holz stärken von 14 bis zu 22 mm anzupassen, da es 8 mm Ausgleichsweg ohne weiteres bewältigt. Mit herkömmli chen Scharnieren ist dies nicht möglich.
Gleichzeitig kann jedoch auch das Türspiel ausgeglichen werden, das beispielsweise 3 bis 4 mm betragen kann, wenn die Türe nicht bündig mit dem Seitenteil abschliesst. Auch diese Verstellung ist durchführbar, ohne dass der Öffnungswin kel des Scharnieres geändert würde. Da das Aufschraub- gehäuse 31 mit dem Oberteil 32 eine Parallelführung bildet (Fig.8), die zugleich eine Verdrehungssicherung darstellt, und da ferner zur eigentlichen Einstellung nur die Verstellmutter 34 und die Sicherungsschraube 35 betätigt werden müssen, ist das Arbeiten mit dem Scharnier ausserordentlich bequem und einfach.
Als Anwendung, um Verstellungen durchzuführen, sind alle Möglichkeiten zu bezeichnen, an einem Bügel eines Scharnieres zwei Teile vorzusehen, die eine höhen verstellbare Parallelführung bilden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Scharnier für stumpfvbrschlagende Türen, mit einem in die Tür eingelassenen Scharnierkasten und einem am Möbelteil angeschlagenen Scharnierbügel, wobei der Scharnierbügel im Scharnierkasten durch Queransätze in an den Seitenwänden des Scharnierkastens angeordneten Führungsnuten gleitbar gelagert ist, dadurch gekenn zeichnet, dass der eine Queransatz (10) in der einen mit der Stirnfläche (3) des Möbelteiles fluchtenden Endstel- lung der Tür (1) in einem ersten Endabschnitt (8a) der Führungsnut (8)führt und der andere Queransatz (11) in einer anderen Endstellung der Tür (1) in einer zweiten Führungsnut (9) führt, sowie in beiden Endstellungen der Tür (1) ein Glied (17) zwischen dem Scharnierbügel (12) und dem Scharnierkasten (5) wirksam ist, welches beim öffnen der Tür (1) frei mitschwenkt, dagegen bei ge schlossener Tür (1) hinter einen federnden Einrastan- schlag (26) greift und dadurch die Tür (1) in Schliessstel- lung hält. UNTERANSPRÜCHE 1.Scharnier nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Glied (17) hinter dem der angelenkten Stirnfläche (13) der Tür (1) zugewendeten Ende der Mittelnut (6) des Scharnierkastens (5) verankert ist. 2. Scharnier nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharnierkasten (5) ein Lagerauge zur Anlenkung des einen Endes des Gliedes (17) aufweist. 3. Scharnier nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharnierkasten (5) in die Wand (2) oder Tür (1) eingelassen und mit einem auf der Fläche der Wand (2) oder Tür (1) aufliegenden Befestigungsflansch (4) ver sehen ist. 4.Scharnier nach Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Befestigungsflansch (4) an einem der angelenkten Stirnfläche (13) der Tür (1) zugewendeten Bereich des Scharnierkastens (5) angeordnet ist. 5. Scharnier nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerauge in Form eines mit einer Querbohrung versehe- nen, sich über den Befestigungsflansch (4) erhebenden Vorsprunges (23) an dem der angelenkten Stirnfläche (13) der Tür (1) abgewendeten Ende der Mittelnut (6) ausgeführt ist.6. Scharnier nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharnierbügel (12) eine zu der Querbohrung des Lager auges des Schamierkastens (5) parallele Querbohrung zur Befestigung des anderen Endes des Gliedes (17) aufweist. 7. Scharnier nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Glied (17) in Form eines Scherengliedes mit zwei Armen (18, 19) ausgeführt ist, deren Enden je einen durch die Querbohrung des Lagerauges bzw. des Scharnierbügels (12) verlaufenden Drehzapfen (22, 24) angelenkt sind.B. Scharnier nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Arme (18, 19) des Gliedes (17) als U-Profil mit einer Breite entsprechend derjenigen des Scharnierbügels (12) bzw. des Lagerauges ausgeführt sind und mit beiden Profil schenkeln den Scharnierbügel (12) bzw. das Lagerauge umgreifen. 9.Scharnier nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass an der Tür (1) oder Wand (2) in der Bewegungsbahn des Drehzapfens (25) des Gliedes (17) ein bei in Schliessstellung befindlicher Tür (1) wirksamer federnder Einrastanschlag (26) zur spitzwinkeligen Zusammenpressung der Arme (18, 19) des Gliedes (17) bzw. Vorspannung der Tür (1) in die Schliessstellung vorgesehen ist. 10. Scharnier nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Glied durch eine bistabile Totpunktfeder in eine öffnungs- und eine Schliessstellung vorgespannt ist.11. Scharnier nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Queransatz (10) des Scharnierbügels (12) aus einem an dessen Ende angesetzten Ringsegment besteht, welches in eine Führungsnut (8) von gegenüber der Sehnenlänge des Ringsegmentes geringeren Breite eingreift, und dass die Führungsnut (8) an ihrem einer Öffnungsstellung der Tür (1) entsprechenden Endabschnitt (8a) mit einem etwa dem Ringsegment entsprechenden Krümmungsradius ge genüber ihrem Anfangsbereich spitzwinklig zurückgebo gen verläuft.12. Scharnier nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet. dass der Scharnierbügel mit tropenförmigen Langlöchenl (14, 15) zur Befestigung der Tür (1) oder Wand (2) versehen ist.13. Scharnier nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass ein der Verstellung dienendes Teil des Scharniers aus einem mit Bolzen (33) und Verstellmutter (34) versehenen Aufschraubgehäuse (31) und einem dieses übergreifenden Oberteil (32) besteht, das mittels einer Sicherungsschraube (35) am Aufschraubgehäuse (31) in zwei aufeinander senkrechten Richtungen verstell bar befestigt ist. 14.Scharnier nach Patentanspruch und Unteran spruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil (32) ein Langloch (36) für den Durchtritt der Sicherungs schraube (35) aufweist. 15. Scharnier nach Patentanspruch und Unteran spruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Auf schraubgehäuse (31) beiderseits des Bolzens (33) Ausspa rungen (37) in den Seitenwänden (38) besitzt, die von einer Rändelung (46) durchragt werden, und dass der Bolzen (33) mit Innen- (39) und Aussengewinde (40) versehen ist, welche die Sicherungsschraube (35)und die vorzugsweise gerändelte Verstellmutter (34) aufneh men. 16. Scharnier nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellmutter (34) auf der dem Oberteil (32) zugewand ten Seite Rillen (41) trägt, in welche gezahnte Auflage kanten (42) des festgelegten Oberteiles (32) formschlüs sig eingreifen. 17. Scharnier nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (43) des Oberteiles (32) vor und/oder hinter den Auflagekanten (42) verlängert sind. 18.Scharnier nach Patentanspruch und den Unteran sprüchen 13 und 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungen (44) der Seitenwände des Oberteiles (32) Profilkanten zum Eingriff in die Rändelung (46) der Verstellmutter (34) besitzen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG0040681 | 1964-05-26 | ||
| AT438465A AT255927B (de) | 1965-05-14 | 1965-05-14 | Scharnier, insbesondere für Schränke, Kästen, Truhen od. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH469889A true CH469889A (de) | 1969-03-15 |
Family
ID=25601121
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH736065A CH469889A (de) | 1964-05-26 | 1965-05-26 | Scharnier |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH469889A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0151254A3 (en) * | 1984-02-03 | 1986-01-29 | Gesika Buromobelwerk Gmbh & Co. Kg | Furniture hinge |
-
1965
- 1965-05-26 CH CH736065A patent/CH469889A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0151254A3 (en) * | 1984-02-03 | 1986-01-29 | Gesika Buromobelwerk Gmbh & Co. Kg | Furniture hinge |
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