Einrichtung zum Beschriften von Aufzeichnungsträgern entsprechend deren gelochten Angaben Im Hauptpatent ist eine Einrichtung zum Beschrif ten von Aufzeichnungsträgern entsprechend deren ge lochten Angaben, mit pneumatischer Abfühlung der Lo chungen beschrieben, die sich nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes dadurch kennzeichnet, dass jedem ein bestimmtes Schriftzeichen tragenden Druckstempel eine nur auf die dieses Schriftzeichen darstellende Lochung passende pneumatische Decodierungs- und Druckstem- pelbetätigungs-Vorrichtung zugeordnet und hinsichtlich der Spalte mit dem Druckstempel ausgerichtet ist.
Es sind nun Fälle denkbar, in welchen es wün schenswert erscheint, nicht alle gelochten Zeichen ab zudrucken, sondern unter gewissen Bedingungen den Abdruck eines oder mehrerer Zeichen zu unterlassen. So wird z. B. aus Gründen der Lesbarkeit in zahlrei chen mit einem Druckwerk ausgerüsteten Maschinen der Abdruck der links der ersten Wertstelle einer Zahl stehenden Nullen unterdrückt, wenn bei bestimmten Feldlängen häufig Zahlen mit weniger Stellen vorkom men, als das Feld Spalten zählt. Die Nullen sind bei spielsweise zu Prüfzwecken in die wertmässig leer ste henden Spalten eines Aufzeichnungsträgerfeldes gesetzt worden.
Es können aber auf demselben Aufzeichnungs träger sehr wohl weitere Felder vorhanden sein, in wel chen allfällig auftretende Nullen nicht unterdrückt wer den dürfen.
Offensichtlich ist die. Lösung des Problems in par allel abfühlenden Maschinen relativ einfach, da jede Stelle eine eigene Abfühlung und eine eigene Druckstelle hat. Sie können ohne weiteres unwirksam gemacht wer den, wenn ein Zeichen auftaucht, das unterdrückt wer den soll. Bei Serien verarbeitenden Maschinen sind die Schwierigkeiten grösser. Für jedes Zeichen wird hier nur einmal abgefühlt und gedruckt, so dass die wahlweise Unterdrückung einzelner Zeichen nur in Abhängigkeit von der Zeit mit der Lage des Aufzeichnungsträgers koordiniert werden kann. Dazu muss die. Steuerung aber schnell und zuverlässig sein. Auch eine Anpassung an Grösse und Format der jeweils verwendeten Aufzeich nungsträger ist erforderlich.
Die vorliegende Erfindung ist in der Lage, den ge nannten Anforderungen zu genügen, und fügt sich au sserdem organisch in den im Hauptpatent beschriebenen Lochschriftübersetzer ein. Sie ist dadurch gekennzeich net, dass zur wahlweisen Unterdrückung des Abdruckes vorher bestimmter Zeichen ein pneumatischer Impuls generator vorgesehen ist, der beim Auftreten eines zu unterdrückenden Zeichens ein Steuersignal erzeugt, und dass ferner in der diesem Zeichen zugeordneten Deco- dierungs- und Druckstempelbetätigungs-Vorrichtung ein Unterdrückungssteuerventil angeordnet ist,
das auf Grund des genannten Steuersignals die Betätigung des zugehörigen Druckstempels verhindert.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeich nungen in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schaubildliche, teilweise schematische Darstellung eines pneumatischen Lochschriftübersetzers mit kontinuierlichem Lochkartenvorschub und mit einem Impulsgenerator zur Nullunterdrückung, Fig. 2 die.
Darstellung eines Lochkartenabschnittes mit zwei Datenfeldern, von denen das eine ohne Null unterdrückung und das andere mit Nullunterdrückung beschriftet ist, Fig. 3 die teilweise geschnittene Seitenansicht eines Moduls zur Abtastung und Entschlüsselung der dem Schriftzeichen Null entsprechenden Lochung, zur wahlweisen Unterdrückung abgefühlter Nullen unter Mit wirkung eines Impulsgenerators sowie zur Betätigung des zugehörigen Druckstempels, Fig. 4 eine Teilansicht der Programmscheibe, wie sie im Impulsgenerator gemäss Fig. 3 Verwendung fin det,
und Fig. 5 und 6 Schnittansichten des Nullunterdrük- kungs-Steuerventils gemäss Fig. 3 in dessen Lage nach Einleitung einer Nullunterdrückung und während der Nullunterdrückung.
Die Einrichtung gemäss Fig. 1 enthält ein Magazin 10 zur Aufnahme eines Stapels als Lochkarten ausgebil deter, gelochter Aufzeichnungsträger 11, ein Kartenmes- ser 12, Transportrollenpaare 13, 14 und 15 für den Lochkartentransport, eine erste und eine zweite Gruppe 16 bzw. 17 von Moduln 18 zum Decodieren und Be drucken sowie ein Ablagefach 19 zur Aufnahme der beschrifteten Lochkarten 11.
Das Kartenmesser 12 und die Transportrollenpaare 13, 14 und 15 werden von einem gemeinsamen Motor 20 über durch gestrichelte Linien angedeutete Übertragungsmittel und Kupplungen angetrieben.
Die Lochkarten werden einzeln aufeinanderfolgend durch das Kartenmesser 12 dem Magazin 10 entnommen und dem Transportrollenpaar 13 zugeführt, von wo sie durch die Führungsebene der Moduln 18 der Gruppe 16, durch das Transportrollenpaar 14, durch die Mo- duln 18 der Gruppe 17 und schliesslich durch das Transportrollenpaar 15 in das Ablagefach 19 gelangen.
Die Moduln 18 zur Decodierung und Aufzeichnung sind in zwei Gruppen unterteilt, um den Abstand zwi schen den einzelnen Transportrollenpaaren der kürzest möglichen Länge der zu verarbeitenden Lochkarten 11 anpassen zu können.
Beim Durchlauf der Lochkarten 11 durch die ge zeigte Anordnung fühlt jeder der Moduln 18 jede ein zelne Kartenspalte auf eine Lochung bzw. eine Kom bination von Lochungen ab. Es möge sich bei den ver arbeiteten Lochkarten um die bekannten achtzigspalti gen Lochkarten mit zwölf Reihen handeln. Wenn einer der Moduln 18 die ihm zugeordnete Lochkennzeichnung feststellt, spricht er durch die Betätigung eines Druck kolbens (nicht gezeigt) an, der .einen Druckstempel 26 aufwärts gegen das Farbband 27 treibt und den Ab druck des der abgefühlten Lochung entsprechenden Zei chens am oberen Rand dieser Kartenspalte bewirkt.
Das Zeichen befindet sich in der Form einer Drucktype an der oberen Stirnfläche des Druckstempels 26, der sei nerseits rechteckigen Querschnitt hat, wodurch eine Dre hung des Druckstempels 26 verhindert ist. Das Farb band 27 ist über Führungsrollen 28 geführt und wird durch (nicht gezeigte) bekannte Mittel, z. B. ein Rollen paar, angetrieben.
Die Abfühlung der Kartenlochungen und ihre Um wandlung in Klarschriftzeichen erfolgt pneumatisch mit tels Druckluft, die von einer Pumpe 32 geliefert und Druckminderventilen 33 und 34 zugeführt wird. Das Druckminderventil 34 liefert .einen etwas höheren Druck von etwa 0,5 atü, während das Druckminderventil 33 den zugeführten Druck auf etwa 0,2 atü reduziert.
Die unter diesen Drücken stehende Druckluft wird über Lei tungen 36 bzw. 35 den Moduln 18 zugeführt. Die unter dem höheren Druck stehende Luft dient zur Betätigung der Druckstempel 26, und die unter niedrigerem Druck stehende Luft dient zur Abfühlung der Lochungen in den Lochkartenspalten.
Gemäss Fig. 2 enthält die dort dargestellte Lochkarte 11 zwei Datenfelder 39 und 40, in denen Lochungen 38 bestimmte Ziffern darstellen. Im Feld 39 sind die durch die eingestanzten Lochungen dargestellten Zei chen am oberen Rand der Lochkarte 11 abgedruckt. Wie häufig, sind auch hier in bestimmten Spalten Nul len gelocht, die lediglich zu Prüfzwecken dienen, jedoch keinen bestimmten Zahlenwert darstellen. Der Abdruck dieser Nullen am oberen Kartenrand verringert jedoch die leichte Lesbarkeit der gedruckten Daten.
Die deshalb erwünschte Nullenunterdrückung beim Abdruck der ab gCfühlten Lochungen ist im Datenfeld 40 gezeigt, das zwar die gleichen Lochungen enthält, bei dem aber beirr Abdruck der abgefühlten Lochungen die links der ersten Ziffernstelle stehenden Nullen unterdrückt worden sind.
Der in Fig. 3 gezeigte Modul 18, der als der Zahl Null zugeordnete Decodiereinheit dient, ist als rechtecki ger Block mit einer Anzahl in bestimmter Weise ge führten Kanälen ausgebildet. Die einzelnen Kanäle sind in eine Seitenfläche eingearbeitet, und durch das An einanderreihen mehrerer Moduln 18 zu Gruppen, wie z. B. die Gruppe 16 und 17, mittels Verbindungsstäben 55 entstehen luftdicht abgeschlossene Kanäle, indem die Planfläche des nächsten Moduls 18 auf die mit den Ka nälen versehene Fläche des vorhergehenden Moduls auf gesetzt wird.
Jede Modulgruppe weist eine gemeinsame obere Platte 56 auf, die durch eine Trennleiste 57 vom Modul getrennt ist. Weiterhin sind auch Grundplatten 58 und 59 allen Moduln 18 einer Gruppe gemeinsam. Die obere Platte 56 weist Rippen 56a auf, die nach unten über die Kartenbahn hinausragen, und die Ober fläche 60 jedes Moduls 18 ist mit Rillen 18a versehen. Die Rippen 56a und die mit ihnen ausgerichteten Rillen 18a bilden je einen Schlitz, durch den die Karte recht winklig hindurchgeführt wird. Die Rippen 56a halten dabei die Karte gegen die Oberfläche 60 des Moduls, und die Rillen 18a ermöglichen es, dass, wenn nötig, Druckmedium aus dem Modul entweichen kann.
Um die Auflage der Lochkarte 11 auf der Ober fläche 60 zu sichern, sind zwei Arten von Druckstiften 61 und 62 angeordnet. Der Druckstift 61 weist an der Unterseite seines Fusses 63 eine glatte Oberfläche auf, während die Unterseite des Fusses der Druckstifte 62 mit Ausschnitten versehen ist, wie z. B. bei 64 dar gestellt.
Der Druckstift 61 sperrt den Luftstrom ab, wenn sich unter ihm eine Karte mit Lochung oder gar keine Karte befindet, während der Ausschnitt 64 im Druckstift 62 das Entweichen der Druckluft in die Atmosphäre ermöglicht, wenn sich darunter eine La- chung oder keine Karte befindet. Sämtliche Druckstifte 61 und 62 stehen ständig unter der Wirkung von Fe dern, die sie nach unten auf die Lachkarte 11 und diese mittels des Fusses 63 gegen die. Oberfläche 60 drücken.
Die Kanten der Füsse 63 sind etwas abgeschrägt, damit die Druckstifte 61 und 62 bei der Einführung einer Lochkarte 11 mittels der Transportrollenpaare nach oben ausweichen können.
Jeder Modul 18 darf nur auf eine bestimmte, näm lich die ihr zugeordnete Lochung bzw. Kombination von Lochungen ansprechen. Der in Fig. 3 gezeigte Null modul darf somit nur auf eine einzige Lochung in der Indexstelle 0 ansprechen. Befindet sich hingegen au sser einer Lochung an der Indexstelle 0 noch eine weitere Lochung in der betreffenden Kartenspalte, so muss Vorsorge getroffen sein, dass der Modul dies fest stellt und nicht anspricht, also kein Signal zum Abdruck abgibt.
Unter relativ geringem Druck stehendes Druckme dium wird aus einer an die Leitung 35 angeschlossenen Leitung 37 in einen Kanal 65 geführt und strömt in Pfeilrichtung. Der Kanal<B>65</B> endet an der Indexstelle 9 der Oberfläche 60 des betreffenden Moduls 18.
Der Beginn eines zweiten Kanals 66 ist etwa rechtwinklig nahe der Indexstelle 9 mit dem Kanal 65 verbunden, wobei beide Kanäle einen Entlüftungsanschluss bilden, der eine Abfühlung nachfolgender Lochungen in der Kartenspalte verhindert, wenn der Kanal 65 zur Atmo sphäre hin offen ist. Das andere Ende des Kanals 66 mündet an der Indexstelle 8 neben dem Beginneines nachfolgenden Kanals 67. Die Verbindung zwischen den Kanälen 67 und 66 ist ebenso gestaltet, wie die vor- herbeschriebene Verbindung zwischen den Kanälen 66 und 65.
In entsprechender Weise ist in dem gezeigten Modul 18 jede Indexstelle von 9 bis<B> l </B> mit einem solchen Entlüftungsanschluss versehen, der immer dann eine Weiterleitung des Druckmediums verhindert, wenn in einer der betreffenden Indexstellen eine Lochung ab getastet wird. Befindet sich also ausser einer Null-Lo- chung noch eine weitere Lochung an einer der Index stellen<B> 1 </B> bis<B> 9 ,</B> so wird auf jeden Fall die Ab gabe eines Betätigungsimpulses dieses Moduls für einen Abdruck verhindert.
Das Ende des Kanals 68 mündet an der Index stelle 0 in die Oberfläche 60 des Moduls. Ein an schliessender Kanal 69 beginnt an der Indexstelle 0 neben dem Kanal 68 und verläuft von dort zu einem Nullunterdrückungs-Steuerventil 70. Befindet sich dieses in der in Fig. 3 gezeigten Lage, so wird das ankom mende Druckmedium durch das Ventil 70 hindurch zu einem Kanal 71 geleitet und gelangt durch diesen in eine Steuerventilkammer 73.
Bei der Abfühlung einer Lochkartenspalte erfolgt jedesmal dann eine Betätigung des dem betreffenden Mo dul 18 zugeordneten Druckstempels 26, wenn ein Druck signal aus dem Kanal 65 in die Steuerventilkammer 73 gelangt. Befinden sich an den Indexstellen 9 bis<B> l </B> keine Lochungen, so wird der Druck aus dem Kanal 65 in jeden der folgenden Kanäle 66, 67 usw. gelenkt, bis er schliesslich in den Kanal 68 gelangt.
Befindet sich an der Indexstelle 0 eine Lochung, so strömt der Druck im Kanal 68 aufwärts in die betreffende Lo chung 38, wo er durch den Fuss 63 des Druckstiftes 61 in den Kanal 69 umgelenkt wird, von wo er durch das Nullunterdrückungs-Steuerventil 70 in den Kanal 71 und somit in die Steuerventilkammer 73 gelangt.
Wird hingegen an einer Indexstelle von 9 bis 0 eine Lochung festgestellt, so wird das ursprünglich durch den Kanal 65 zugeführte Druckmedium durch die betref- fende Lochung und den Ausschnitt 64 an der Unter seite des Fusses 63 des betreffenden Druckstiftes 62 zur Atmosphäre abgeleitet. Infolge des Venturi-Effekts am Anschlusspunkt entsteht bei diesem Vorgang eine Druck minderung in dem folgenden, zur nächsten Indexstelle führenden Kanal, :so dass kein Signal in den Kanal 69 gelangen kann:
In der Steuerventilkammer 73, die drei Einzelkam mern 72a, 72b und 72c aufweist, befindet sich ein Ventilkolben 74. Zwischen den Kammern 72a und 72b mündet ein Kanal 75, der eine Verbindung zur Atmo sphäre herstellt. Zwischen den Kammern 72b und 72c mündet ein weiterer Kanal 76, der zu einer Bohrung 77 führt, die ihrerseits durch sämtliche Moduln 18 der betreffenden Gruppe führt und an die Leitung 36 an geschlossen ist, die,
wie anhand von Fig. 1 bereits er läutert, unter relativ hohem Druck steht. Die Kammer 73 ist an ihrem unteren Ende durch die Grundplatte 58 verschlossen und über einen Kanal 78 und einen Auslass 78a in der Platte 58 mit der Atmosphäre ver bunden. Eine Justierschraube 79 in der Platte 58 dient zur Querschnittsveränderung des als Entlüftungskanal wirksamen Auslasses 78a.
Links von der Steuerventilkammer 73 (Fig. 3) ist eine zylindrische Bohrung 80 angeordnet, die an ihrem oberen Ende durch einen Stopfen 82 und an ihrem unteren Ende durch die Grundplatte 58 geschlossen ist. Ein in der Bohrung 80 geführter Druckkolben 81 ist mit einem Kolbenschaft 83 verbunden, der durch den Stopfen 82 hindurchgeführt ist und an seinem oberen Ende den Druckstempel 26 mit der Type 0 trägt.
Ein Kanal 84 verbindet die ringförmige Kammer 72b mit der Bohrung 80 oberhalb des Bewegungsbereiches des Druckkolbens 81, und ein weiterer Kanal 85 ver bindet die ringförmige Kammer 72c mit der Bohrung 80 unterhalb des Bewegungsbereiches des Druckkolbens 81. Zur Begrenzung der Abwärtsbewegung des Druck= kolbens 81 dient eine Verlängerung von etwas geringe rem Durchmesser an dessen Unterseite. Die unterste Stellung des Druckkolbens 81 und des Ventilkolbens 74 wird jeweils durch elastisches Material, z. B. durch Gummi oder Kork, begrenzt, um den Anschlag zu dämp fen.
Wenn der Ventilkolben 74 in der in Fig. 3 gezeig ten Ausgangsstellung ist, übt der aus der Bohrung 77 zugeführte höhere Druck sowohl eine aufwärts wirkende als auch eine abwärts wirkende Kraft gegen den mitt- leren bzw. den unteren Kolbenteil des Ventilkolbens aus und bewirkt durch den Kanal 84 eine Abwärtsbewegung des Druckkolbens 81.
Die Teilkolben des Ventilkolbens 74 sind von etwas geringerem Durchmesser als der Durchmesser der Steuerventilkammer 73, so dass das unter höherem Druck stehende Medium an jedem der Teilkolben vorbeigelangen kann. Die aufwärts strömende Druckluft wird durch den Kanal 75 zur Atmosphäre abgeleitet und übt keine axiale Kraft auf den Ventil kolben 74 aus. Auch das abwärts entweichende Druck medium wird durch den Kanal 78 und den Auslass 78a zur Atmosphäre geleitet. Die Schraube 79 ist jedoch so justiert, dass unter dem untersten Kolbenteil ein gegen die Atmosphäre höherer Druck herrscht.
Dies hat zur Folge, dass der Ventilkolben 74 in seiner gezeigten obe ren Stellung gehalten bleibt. Der hohe Druck aus dem Kanal 84 zwingt den Druckkolben 81 abwärts, und das Medium unterhalb des Kolbens 81 wird dabei durch den Kanal 85, die Kammer 72c und den Kanal 78 sowie den Auslass 78a zur Atmosphäre abgeleitet.
Wird in dem gezeigten Modul die zugeordnete Lo chung bzw. Lochkombination abgefühlt und dadurch von der Leitung 37 durch die Kanäle 65 bis 69 ein Druckimpuls geleitet, so wird der Ventilkolben 74 ab wärts gedrückt, wodurch er den Raum oberhalb des Druckkolbens 81 über den Kanal 84, die Kammer 72b und den Kanal 75 zur Atmosphäre entlüftet.
Sodann wird der höhere Druck aus der Bohrung 77 und dem Kanal 76 durch den Kanal 85 am unteren Ende des Druckkolbens 81 wirksam gemacht, so dass der Druck kolben 81 und der Druckstempel 26 aufwärts gegen das Farbband 27 und den oberen Rand der Lochkarte 11 zum Anschlag kommen und das entsprechende Schriftzeichen abgedruckt wird.
Wenn der Druckkolben 81 annähernd die Hälfte sei nes Hubes zurückgelegt hat, öffnet er einen Rückkopp lungskanal 88, der mit dem Kanal 78 verbunden ist, so dass die Druckluft aus dem Raum unterhalb des Druckkolbens 81 in den Kanal 78 zurückströmt, den Druck unter dem Ventilkolben 74 erhöht und diesen in die gezeigte Stellung rückstellt. Diese Bewegung des Ventilkolbens 74 steuert die unter höherem Druck ste hende Luft durch den Kanal 76,
die Kammer 72b und den Kanal 84 in den Raum oberhalb des Druckkolbens 81, wodurch dessen Rückstellung eingeleitet wird, nach dem der Abdruck ausgeführt ist. Sodann befinden sich beide Kolben wieder in der Ausgangslage und sind für einen neuen Abdruckvorgang bereit. In Fig. 3 ist weiterhin, dem Druckstempel 26 be nachbart, eine kleine Entlüftungsöffnung 89 vom Kanal 71 zur Atmosphäre erkennbar. Der Zweck dieser Ent lüftungsöffnung ist, den Aufbau eines statischen Druckes oberhalb des Ventilkolbens 74 zu verhindern und da durch dessen einwandfreies Arbeiten zu sichern.
Das vorher beschriebene Abfühlen der Lochkarte und der Abdruckvorgang finden während der Bewegung der Lochkarte statt; diese kann also kontinuierlich durch die Anordnung hindurch bewegt werden.
Die wahlweise Nullunterdrückung wird gesteuert durch das Nullunterdrückungs-Steuerventil 70 im Zu sammenwirken mit einem programmierbaren Impulsge nerator 90 (Fig. 3). Auf die Druckimpulse vom Gene rator 90 hin kann mittels des Nullunterdrückungs-Steuer- ventils 70 die Nullunterdrückung nach Belieben eingelei tet, aufrechterhalten und beendet werden. Der Impuls generator 90 besteht aus einem Gehäuse 91, das, wie die Fig. 1 und 3 zeigen, in unmittelbarer Nähe der in der Fig. 1 gezeigten Anordnung untergebracht ist.
In dem Gehäuse 91 ist :eine Welle 92 drehbar gelagert und mit dem Motor 20 so gekuppelt, dass sie synchron mit den übrigen Antriebsteilen der Anordnung gedreht wird. Auf der Welle verdrehfest befestigt sind zwei runde Scheiben 93 und 94, in denen sich nahe dem Umfang auf zwei konzentrischen Teilkreisen miteinander fluch tende Lochpaare 95 und 96 befinden. Zwischen den beiden Scheiben 93 und 94 ist eine Programmscheibe 97 befestigt, die auf den gleichen Teilkreisen wie die Scheiben 93 und 94, jedoch nur an bestimmten Posi tionen entsprechende Löcher aufweist.
Benachbart zu den Scheiben 93, 94 mit der Pro grammscheibe 97 befindet sich eine Kammer 98, der über eine Leitung 99 Niederdruckmedium zugeführt wird. Auf der anderen Seite der Scheiben 93, 94 befin det sich eine am Gehäuse 91 befestigte Halterung 100, die zwei Leitungen 101, 102 trägt, die mit ihrem an deren Ende .mit dem dem Wert Null zugeordneten Modul 18 verbunden sind. Gehäuse 91 und Halterung 100 sind so ausgebildet, dass die Scheiben 93, 94 luft dicht abgeschlossen sind. Bei ständiger Zuführung von Druckmedium in die Kammer 98 wird somit ein Druck impuls in den Leitungen 101, 102 immer dann erzeugt, wenn sich in der Programmscheibe 97 ein Loch in Aus richtung mit den Bohrungen 95; 96 der Scheiben 93, 94 befindet.
Die Verteilung der Lochungen in der Pro grammscheibe 97 ist so gewählt, dass Steuerimpulse durch die Leitungen 101 und 102 nur in bestimmten aus gewählten Lochkartenspalten zum Nullunterdrückungs- Steuerventil 70 gelangen.
Das Nullunterdrückungs-Steuerventil 70 weist zwei Kolben 103a und 103b auf, die in einer Bohrung 104 längsbeweglich angeordnet sind. Eine Feder 105 hält die Kolben 103a, 103b in der gezeigten Lage, und der Hub wird durch eine. kurze Kolbenstange am oberen Ende des Kolbens 103a begrenzt. Befindet sich das Ventil in dieser Stellung, so werden durch den Kanal 69 infolge der Abfühlung einer Null zugeführte Druck impulse gegen den Kolben 103b sowie über die Boh rung 104 in den Kanal 71 geleitet.
Zur Unterdrückung von Nullen in bestimmten Spal ten ausgewählter Datenfelder wird die Programmscheibz entsprechend vorgelocht -und in Ausrichtung. mit den Bohrungen 95, 96 der Scheiben 93, 94 eingelegt. Es entspricht jedes Lochpaar der Scheiben 93, 94 einer Kar tenspalte; auf der dementsprechend gelochten Programm scheibe 97 ist somit jeweils der Beginn und das Ende eines Nullunterdrückungsfeldes leicht erkennbar, wie Fig. 4 zeigt, wo Lochungen entsprechend einer Null unterdrückung von Spalte 21 bis Spalte 26 dargestellt sind. Die Nullunterdrückung wird eingeleitet durch ein Loch im unteren Bogen 109 in Spalte 21.
In dem in Fig. 4 dargestellten Beispiel sollen alle Nullen unter drückt werden, die in den Spalten 22 bis 26 links der ersten Wertziffer auftreten. Deshalb werden zur Aufrecht erhaltung der Nullunterdrückung an diesen Positionen entsprechende Löcher in den äusseren Bogen 110 ge stanzt. Zur Beendigung der Nullunterdrückung an Spalte 27 bleibt diese im äusseren Bogen 110 ungelocht.
Nach entsprechender Vorbereitung der Programm scheibe 97, die aus Papier oder einer Kunststoffolie be steht, wird die Halterung 100 am Gehäuse 91 gelöst und die Scheibe 94 von der Welle 92 abgenommen. Nach dem Einlegen der Programmscheibe 97 wird die Scheibe 94 wieder aufgesetzt und, beispielsweise mittels einer Mutter, wie in Fig. 3 dargestellt, auf der Welle befestigt; desgleichen wird die Halterung 100 am Ge häuse 91 wieder angebracht. Die Programmscheibe 97 ist nun bezüglich der Scheiben 93 und 94 so eingesetzt, dass die Löcher für die Spalten 21 bis 27 mit den ent sprechenden Bohrungen der Scheiben, wie sie den Kar tenspalten zugeordnet sind, fluchten.
Der Impulsgenerator 90 ist so mit dem Kartenvor schub synchronisiert, dass die Bohrungen 95, 96 in den Scheiben 93, 94 in Ausrichtung mit den Leitungen 101, 102 gelangen, wenn der leere Lochkartenbereich zwi schen der betreffenden Kartenspalte und der vorherge henden Spalte an die Mündung der Kanäle 68, 69 im Nullmodul 18 gelangt. Der vom Generator 90 erzeugte Impuls kommt also etwa eine halbe Spaltbreite früher, als die ausgewählte Kartenspalte die entsprechende Po sition im Modul 18 erreicht.
Da die Lochung in Spalte 21 der Programmscheibe 97 einen Impuls in der Leitung 101 unmittelbar vor dem Abfühlen der Kartenspalte 21 auslöst, gelangt ein Druck impuls durch die Leitung 101 in den angeschlossenen Kanal 106, wodurch die Kolben 103a und 103b in ihre untere, in Fig. 5 gezeigte Lage verstellt werden. Nun ist der Durchgang des beim Abfühlen einer Null vom Kanal 69 zum Nullunterdrückungs-Steuerventil 70 ge langenden Druckimpulses in den Kanal 71 verhindert.
Dagegen kann der im Kanal 69 ankommende Druck impuls nun in- einen Kanal 107 und von dort in die Leitung 102 gelangen, die jedoch durch einen ungeloch- ten Teil der Programmscheibe 97 geschlossen ist. Der Nullabfühlimpuls schiebt den Kolben 103a nach oben und hält den Kolben 103b in der in Fig. 6 gezeigten unteren Lage fest. Während nun die Lochkarte 11 durch die Einrichtung fortbewegt wird, endet im Kanal 69 der Druckimpuls, jedoch in der Leitung 102 erscheint ein Druckimpuls, der aus der Kammer 98 durch die Lo chung im äusseren Bogen 110 für die Spalte 22 in der Programmscheibe 97 kommt.
Dieser Druckimpuls pflanzt sich durch den Kanal 107 fort, hält den Kolben 103b unten fest und gelangt in den Kanal 69, wo er durch einen ungelochten Kartenteil blockiert wird. Bei Been digung des Druckimpulses im Kanal 107 infolge der Fortbewegung des Impulsgenerators 90 kehrt jedoch der Nullabfühlimpuls für Spalte 22 den Strom des Druck mediums im Kanal 69 um, und der Kolben 103b wird durch den Nullabfühlimpuls aus der Lochkarte 11 wei terhin in- der unteren Lage festgehalten.
Solange also in aufeinanderfolgenden Kartenspalten Nullen abgefühlt werden und in den entsprechenden Positionen der Pro- grammscheibe 97 im äusseren Bogen 110 aufeinander folgende Löcher vorhanden sind, wird der Kolben 103b durch die aus dem Kanal 69 ankommenden Abfühl- Druckimpulse in seiner unteren Lage festgehalten.
Da der Kolben 103b abwechselnd durch Druckim pulse von Impulsgenerator 90 und von der Lochkarte 11 gesteuert wird, ist beim Fehlen einer Null-Lochung in der Lochkarte 11 die Folge, dass .im Kanal 69 kein Druckimpuls auftritt, während gleichzeitig der Kanal 107 gesperrt ist und keinen Druck aufweist, so dass dann der Kolben 103b unter der Wirkung der Feder 105 nach oben verschoben wird. Durch diese Rückstellung wird der Kanal 69 wieder mit dem Kanal 71 verbun den, und die nun im folgenden abgefühlten Nullen wer den zum Abdruck gebracht. Wird in dem Kartenfeld, für das die Nullunterdrückung vorgesehen ist, keine Wert ziffer, d. h.
Nullen oder Leerspalten, abgefühlt, so kann sich bei Beendigung eines Druckimpulses im Kanal 69 der Kolben 103b ebenfalls nach oben rückstellen, wenn in der Programmscheibe 97, z. B. in Spalte 27 gemäss Fig. 4, kein Loch gestanzt ist. Der Abdruck abgefühlter Nullen wird durch eine Wertziffer grösser als Null oder durch das Nichtvorhandensein eines Loches im äusseren Bogen 110 der Programmscheibe 97 wieder eingeleitet.
Aus den Fig. 3, 5 und 6 wird deutlich, dass der Kanal 107 sich vor dem Nullunterdrückungs-Steuerventil 70 verzweigt, wobei die ankommenden Druckimpulse auch an die Unterseite des Kolbens 103b gelangen, wenn dieser sich in seiner oberen Stellung befindet. Dieser Zweigkanal 107a steht dann über die Bohrung 104 in Verbindung mit einem kleinen Kanal 111, der zur Atmo sphäre führt. Diese Verbindung ermöglicht den Abbau des Restdruckes in der Bohrung 104, damit sich bei der Verschiebung des Kolbens 103b nach unten kein statischer Druck aufbauen kann.
Die Bewegungen des Impulsgenerators 90 sind also mit jenen der Dokumente Spalte 'für Spalte synchron. Dem Raum zwischen einzelnen Dokumenten entspre chend weisen auch die Scheiben 93, 94 Bereiche ohne Bohrungen auf. Sie können sogar derart ausgeführt sein, dass sie einschliesslich der Programmscheibe 97 während einer Umdrehung ihre Steuerfunktion für mehr als nur einen Aufzeichnungsträger ausüben. Form und Grösse der Bohrungen bzw. Lochungen in den Scheiben werden dabei in jedem Fall so gewählt, dass der Impulsgenera tor 90 über die Kanäle 101 und 102 Impulse von ge eigneter Dauer liefert.