CH471287A - Zwischendecken- und Trennwandkonstruktion für Tunnelbelüftungen - Google Patents
Zwischendecken- und Trennwandkonstruktion für TunnelbelüftungenInfo
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Description
Zwischendecken- und Trennwandkonstruktion für Tunnelbelüftungen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zwischendek- ken- und Trennwandkonstruktion für Tunnelbelüftun gen.
Strassentunnels müssen, wenn sie eine gewisse Länge überschreiten, mit Frischluft versorgt werden. Die hierfür erforderlichen Kanäle für die Zufuhr der Frischluft und die Absaugung der verbrauchten Luft, die sogenannten Zuluft- bzw. Abluftkanäle, sind gewöhnlich innerhalb des Primärgewölbes oberhalb der Fahrbahn angeordnet. Im vorliegenden Falle werden sie gebildet von einer horizon talen, vorfabrizierten Zwischendecke und vertikalen, vor gefertigten Trennwänden, die sich von der Oberseite der Zwischendecke bis zum Primärgewölbe erstrecken.
Bei den heute üblichen, vorfabrizierten Konstruktionen stüt zen sich die seitlichen Ränder der Zwischendecke auf im Primärgewölbe vorgängig verankerte Tragelemente, die sehr gut korrosionsgeschützt und verhältnismässig sehr massgenau versetzt werden müssen. Diese Arbeit erfor dert infolge der ziemlich grossen Toleranzen der inneren Gewölbeform einerseits und der erforderlichen Luftdich tigkeit der Verbindungen andererseits grosse Sorgfalt und dementsprechend viel Zeit. Infolge der hohen Material und Arbeitskosten ist diese Bauart sehr teuer. Mit einer gegenüber dieser Ausführung vereinfachten, Material und Arbeitszeit sparenden Konstruktion lassen sich daher wesentliche Kosten einsparen.
Mit der vorliegenden Erfindung sollen diese Forde rungen erfüllt werden, wobei aber darüber hinaus die Korrosionssicherheit wesentlich erhöht sein soll.
Die erfindungsgemässe Zwischendecken- und Trenn wandkonstruktion für Tunnelbelüftungen, wobei eine horizontale Zwischendecke aus vorfabrizierten, vorge spannten plattenförmigen Elementen im oberen Teil des Primärgewölbes an einander gegenüber liegenden Stellen desselben verankert ist und am Plafond des Primärgewöl bes aufgehängte und in der Zwischendecke verankerte Trennwände vorgesehen sind, ist dadurch gekennzeich net, dass die Elemente der Zwischendecke über die ganze Tunnelbreite durchlaufen und an ihren zur Tunnellängs achse parallelen Rändern durchgehende Löcher aufwei sen, die mit querschnittsgleichen Sacklöchern im Beton des Primärgewölbes fluchten, dass Bolzen vorgesehen sind, die sich von den Löchern der Elemente in die Sacklöcher erstrecken,
dass die Zwischenräume zwischen den Bolzen und den Löchern mit einem Bindemittel ausgefüllt sind, dass zwischen den Stirnflächen der seitlichen Ränder der Zwischendecke und dem Primärge wölbe eine aus giessbarem Baustoff bestehende Fugen brücke vorhanden ist, dass die Trennwände doppelwan dig ausgeführt sind und aus zu beiden Seiten eines Tragelementes auf Biegung vorgespannten Wandplatten bestehen, dass das Tragelement in Verankerungselemen- ten der Zwischendecke und des Primärgewölbes gehalten ist, .und dass Dichtmittel an den Fugen zwischen der Trennwand und der Oberseite der Zwischendecke sowie dem Primärgewölbe vorgesehen sind.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. In dieser zeigen: Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Strassentunnel mit der erfindungsgemässen Konstruktion, Fig. 2 einen vergrösserten Ausschnitt aus Fig. 1, Fig. 3 die Verbindung zwischen dem Rand der Zwi schendecke und dem Primärgewölbe, Fig.4 die Aufhängung der Zwischendecke am Pri märgewölbe,
und Fig. 5 die Aufhängung einer Trennwand am Primär gewölbe und die Abdichtung zwischen denselben.
In Fig. 1 ist das Primärgewölbe, d.h., die den Erd- druck aufnehmende, aus Beton bestehende Tunnelröhre mit 1 bezeichnet. Im Inneren dieses Primärgewölbes ist unterhalb der Decke eine horizontale Zwischenwand 2 vorgesehen, die mit der Begrenzung des Primärgewölbes einen Kanal von segmentförmigem Querschnitt bildet, der durch zur Tunnellängsachse parallele Zwischenwän de 3 in zwei seitlich liegende Zuluftkanäle 4 sowie einen mittig gelegenen Abluftkanal 5 unterteilt ist.
Die Fig. 2 zeigt im Querschnitt in grösserem Massstab als Fig. 1 den linken Teil der Zwischendecke 2 und die linke Trennwand 3. Die Zwischendecke 2 ist eine vorfa brizierte Spannbetonplatte, deren zur Tunnellängsachse parallelen Ränder Verstärkungen in Form von Randrip pen 6 aufweisen, die die Elemente zur Befestigung der Zwischendecke am Primärgewölbe enthalten. Die Zwi- schendecke weist ausserdem die Elemente zur Verbin dung mit den Trennwänden 3 auf. Die genannten Ele mente sowie die Aufhängung der Trennwände 3 am Primärgewölbe und die Abdichtungen zwischen Trenn wänden und Zwischendecke sowie derselben gegen das Primärgewölbe sind in den Fig. 3 bis 5 dargestellt.
Diese Darstellungen zeigen jeweils die durch die Kreise III, IV, V abgegrenzten Bereiche.
Die in Fig. 3 dargestellte Verbindung und Abdichtung zwischen der Zwischendecke 2 und dem Primärgewölbe 1 des Tunnels ist spiegelbildlich gleich wie auf der rechten Seite ausgeführt. Um die Montagetoleranzen zwischen dem Primärgewölbe und der Zwischendecke ausgleichen zu können, ist zwischen diesen Teilen ein relativ grosses Spiel vorgesehen, das nach der Verankerung der Zwi schendecke am Gewölbe 1 an Ort und Stelle, wie unten näher beschrieben, überbrückt wird.
Zur Verbindung der Zwischendecke 2 mit dem Gewölbe 1 werden die vorfabrizierten Deckenelemente zunächst auf eine Montagespriessung abgesetzt. In der so fixierten Lage einer Zwischendecke bohrt man durch in den Randrippen 6 vorgesehene, zur Horizontalebene geneigt verlaufende, kreiszylindrische Löcher 7 in die Primärwand 1 Löcher B. Hierbei wird der verwendete Gesteinsbohrer durch das betreffende Loch 7 eingeführt und in diesem geführt. Das Loch 8 fluchtet also mit dem Loch 7 und hat etwa denselben Nenndurchmesser wie dieses.
In das Loch 7 führt man nun kreiszylindrische Stahlbolzen 9 bis auf den Grund der Bohrung 8 ein. Diese Stahlbolzen bestehen zweckmässig aus dickwandi gen Rohren. Vor dem Einsetzen dieser Bolzen wird in der Fuge zwischen der Randrippe 6 und dem Gewölbe 1 ein Schaumstoffstreifen 10 am Gewölbe angeklebt, der die Aufgabe hat, die beiden seitlichen Zuluftkanäle gegenüber dem Verkehrsraum sicher abzudichten und spannungsfreie Verformungen des Gewölbes 1 gegenüber der Zwischendecke 2 zu ermöglichen.
Sodann werden die Räume zwischen dem Bolzen 9 und den Bohrungen 7 bzw. 8 ausgegossen, beispielsweise mit einem Kunstharz mörtel, und schliesslich noch die verbleibende Fuge zwischen dem Schaumstoffstreifen 10 und der Stirnfläche 11 der Randrippe 6 mit einem Mörtel ausgegossen.
Die so erhaltene Verbindung genügt sowohl festig- keitsmässig als auch in bezug auf Dichtheit allen Auffor derungen bei Tunnelbauwerken.
Die Abdichtung der quer zur Tunnellängsachse ver laufenden Fugen zwischen den einzelnen aufeinanderfol genden Platten der Zwischendecke kann auf irgendeine bekannte Weise erfolgen, beispielsweise durch bewährte Mörtelfugen.
Die Trennwand 3, deren Lage zum Primärgewölbe und der Zwischendecke aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, wird aus je einer Reihe in Längsrichtung aufeinander folgender Asbestzementplatten 12, 13 zu beiden Seiten einer Reihe von Hängestangen 14 gebildet. Letztere sind am Primärgewölbe 1 sowie an der Zwischendecke 2 auf die in den Fig. 4 und 5 dargestellte Weise verankert.
Zur Verbindung der Asbestzementplatten 12, 13 dienen Mutterschrauben 15, 16, 17 in Verbindung mit Distanzleisten 18, 19, 20, die sich in Tunnellängsrichtung erstrecken. Die mittlere Distanzleiste 19 ist breiter als die beiden äusseren 18, 20, so dass die beiden Asbestzement platten, wenn sie durch die Schrauben 15, 16, 17 gegen die drei Leisten 18, 19, 20 gepresst werden, eine ge krümmte Form annehmen.
Durch diese Krümmung erhöht sich die Steifigkeit der Asbestzementplatten in Tunnellängsrichtung, so dass die Gefahr der Entstehung von Schwingungen, die durch Wirbel in der Strömung angefacht werden könnten, ausgeschaltet wird. Ausser- dem sind die vorgespannten Asbestzementplatten wider standsfähiger gegen Verformungen infolge von Druck unterschieden zu beiden Seiten der Trennwände.
Die Hängestange 14 besteht aus zwei an beiden Enden mit Gewinde versehenen Stangen 21, 22, die einerseits durch ein Spannschloss 23 miteinander verbun den sind und andererseits in der Zwischendecke bzw. im Primärgewölbe verankert sind.
Die Verbindung der unteren Stange 21 mit der Zwischendecke 2 zeigt die Abb. 4. In die Zwischendecke ist eine Ankerbüchse 24 einbetoniert, die aus einer am Umfang geriffelten Scheibe 25 und einem mit dem letzteren, etwa durch Schweissung, verbundenen Gewin derohr 26 mit Innengewinde besteht. Die Scheibe 25 verhindert das Herausziehen der Ankerbüchse und durch ihre Riffelung am Umfang auch ein Verdrehen in der Zwischendecke. Das Gewinde der Ankerbüchse nimmt das Gewinde des unteren Teiles 21 der Hängestange auf.
Zur Abdichtung der Eternitplatten gegen die Zwischen decke werden ihre unteren, abgeschrägten Enden nass in ein Mörtelbett 27 versetzt. Die Abdichtung der senkrech ten Fugen zwischen zwei in Längsrichtung benachbarten Eternitplatten geschieht auf bekannte Weise durch selbst klebende Dichtstreifen oder ähnliches.
Fig.5 stellt die Aufhängung und Abdichtung des oberen Teiles 22 einer Hängestange am Plafond des Gewölbes dar. Dazu ist im Gewölbe 1 ein Dübel 28 mit Innengewinde eingelassen, das das Gewindeende der oberen Stange 22 aufnimmt. Für die Abdichtung der Fugen zwischen den oberen Enden der Eternitplatten und dem Gewölbe sind an den Innenseiten der Eternitplatten streifenförmig Kittträger 29, 30 vorgesehen, die eine Auflage für die Fugenkitte 31, 32 bilden und verhindern, dass der Kitt nach innen zwischen die beiden Eternitplat- ten fallen kann.
Vorzugsweise verwendete Kittsorten sind solche auf Thiokolbasis, die ihre Plastizität praktisch unbeschränkt lange beibehalten und nicht brüchig wer den.
Man erkennt, dass alle praktisch wichtigen Verbin dungselemente der beschriebenen Konstruktion, da sie allseits von Zement bzw. Mörtel umschlossen sind, ohne zusätzliche Massnahmen sicher rost- und korrosionsge schützt sind mit Ausnahme der Hängestangen, die sich aber infolge der leichten Demontierbarkeit der Eternit- trennwände jederzeit leicht inspizieren und, falls nötig, ersetzen oder neu streichen lassen.
Sowohl die Zwischendecke als auch die Trennwände der beschriebenen Bauart sind ausserordentlich leicht und Material sparend. Infolge des geringen Querschnittes der Trennwände gewinnt man mehr Querschnittsfläche für die Belüftung, was sich in einer kleineren erforderli chen Gebläseleistung niederschlägt. Durch die Spann schlösser in den Hängestangen lassen sich die Platten der Zwischendecke leicht überhöht versetzen. Die Verbin dung der Randrippen der Zwischendecke mit dem Ge wölbe ist ausserordentlich sauber, glatt und platzsparend, da ausserhalb der Randrippe keine Auflagerelemente vorhanden sind.
Die Asbestzementtafeln für die Trenn wände lassen sich leicht bearbeiten und können entspre chend den jeweiligen örtlichen Verhältnissen an Ort und Stelle auf das jeweils erforderliche Mass zugeschnitten werden.
Für die Montage sind eine vorgängige Tunnelvermes sung sowie ein spezielles Bohrgerüst überflüssig. Die Bohrlöcher können ohne spezielle Hilfsmittel an der richtigen Stelle gebohrt werden, bei nur minimalem Ausbruch im Primärgewebe.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zwischendecken- und Trennwandkonstruktion für Tunnelbelüftungen, wobei eine horizontale Zwischendek- ke aus vorfabrizierten, vorgespannten plattenförmigen Elementen im oberen Teil des Primärgewölbes an anein ander gegenüber liegenden Stellen desselben verankert ist und am Plafond des Primärgewölbes aufgehängte und in der Zwischendecke verankerte Trennwände vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente (2) der Zwischendecke über die ganze Tunnelbreite durchlaufen und an ihren zur Tunnellängsachse parallelen Rändern durchgehende Löcher (7) aufweisen,die mit querschnitts- gleichen Sacklöchern (8) im Beton des Primärgewölbes (1) fluchten, dass Bolzen (9) vorgesehen sind, die sich von den Löchern (7) der Elemente in die Sacklöcher (8) erstrecken, dass die Zwischenräume zwischen den Bolzen (9) und den Löchern (7, 8) mit einem Bindemittel ausgefüllt sind, dass zwischen den Stirnflächen der seitlichen Ränder (6) der Zwischendecke (2) und dem Primärgewölbe (1) eine aus giessbarem Baustoff beste hende Fugenbrücke (11) vorhanden ist, dass die Trenn wände doppelwandig ausgeführt sind und aus zu beiden Seiten eines Tragelementes (14) auf Biegung vorgespann ten Wandplatten (12, 13), bestehen, dass das Tragele ment (14)in Verankerungselementen (24, 28) der Zwi schendecke und des Primärgewölbes gehalten ist, und dass Dichtmittel (27, 29, 30, 31, 32) an den Fugen zwischen der Trennwand (3) und der Oberseite der Zwischendecke (2) sowie dem Primärgewölbe (1) vorge sehen sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Konstruktion nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die zur Tunnellängsachse parallelen Ränder der Elemente (2) der Zwischendecke von ihrer Oberseite aus in Form einer Randrippe (6) nach oben verdickt sind, dass diese Randrippe trapezförmigen Querschnitt hat, dass das Loch (7) zur Aufnahme des Bolzens (9) kreiszylindrisch ist und geneigt zur Platten ebene des Elementes (2) verläuft. 2.Konstruktion nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der Bolzen (9) aus einem dickwandi gen Rohr (9) besteht, um das Injizieren von Zementmör tel in die Hohlräume zwischen dem Bolzen und den Wandungen der Löcher (7, 8) zu erleichtern. 3. Konstruktion nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das elastische Band (10) der Fugen brücke aus Schaumstoff ist und die Fugenbrücke (11) selbst aus Beton besteht. 4. Konstruktion nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass das Tragelement (14) aus einer Hän gestange mit Spannschloss (23) gebildet ist, dass die Wandplatten (12, 13) aus Asbestzement bestehen und Schrauben (15, 16, 17) sowie Distanzleisten (18, 19, 20) zum Verspannen der Platten (12, 13) in eine gewölbte Form vorhanden sind.5. Konstruktion nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Hängestange (14) am oberen und unteren Ende mit Aussengewinde versehen ist, mit dem die Hängestange in einem Dübel (28) im Primärgewölbe (1) und in einer Ankerbüchse (24) in der Zwischendecke (2) verankert ist, und dass zur Abdichtung der unteren Kanten der Platten (12, 13) gegen die Zwischendecke ein Mörtelbett (27) und zur Abdichtung der oberen Kanten dieser Platten gegen das Primärgewölbe (1) streifenför- mige Kittträger (29, 30) an der Innenseite der Platten (12, 13) vorgesehen sind, die als Auflagen für dauerplasti sche Kittstränge (31, 32) dienen.
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Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1968
- 1968-08-14 CH CH1219568A patent/CH471287A/de not_active IP Right Cessation
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