Elektrische Antriebsvorrichtung zur Bewegung eines an einer Laufschiene aufgehängten Flächengebildes in Längsrichtung der Laufschiene Das Hauptpatent bezieht sich auf eine elektrische Antriebsvorrichtung zur Bewegung eines an einer Laufschiene aufgehängten Flächengebildes in Längs richtung der Laufschiene, wobei die Laufschiene den feststehenden Teil und ein längs der Laufschiene be weglicher, zur Bewegung des Flächengebildes dienen der Antriebsteil den beweglichen Teil eines linear wir kenden Elektromotors bilden.
Bei dem im Hauptpatent beschriebenen Ausfüh rungsbeispiel, bei dem die Laufschiene den Anker eines den Elektromotor darstellenden linear wirkenden Induktionsmotors bildet und der Antriebsteil mit einem Feldspulen und Polschuh des Induktionsmotors umfas senden Feldspulenpaket versehen ist, ist nun der An triebsteil derart ausgebildet, dass das Feldspulenpaket unterhalb der Laufschiene und ferromagnetisches Material zur Führung des von dem Feldspulenpaket er zeugten Flusses innerhalb eines von der Laufschiene teilweise umschlossenen Hohlraumes angeordnet ist.
Zwischen dem Feldspulenpaket und dem ferromagneti- schen Material befinden sich elektrisch leitende nicht magnetische Teile der Laufschiene, die den Anker des Induktionsmotors bilden. Bei Strombeaufschlagung des Feldspulenpaketes wird von dem Antriebsteil ein sich bewegendes magnetisches Feld erzeugt, das seinerseits eine Bewegung des Antriebsteiles längs der Lauf schiene verursacht.
Das im Hauptpatent beschriebene Ausführungsbei spiel ist nun für die üblichen Anwendungsfälle, bei de nen an der Laufschiene ein Vorhang oder eine Gardine aufgehängt wird, durchaus gut geeignet, wenn entweder der Vorhang undurchsichtig ist oder oben mit einer Blende abgedeckt ist, die bis über das untere Ende des Antriebsteiles hinausreicht und das Antriebsteil somit dem Blickfeld entzieht.
Wenn jedoch eine im wesent lichen durchsichtige Gardine bewegt werden soll und die Gardine beispielsweise von der Raumdecke herab hängen und an ihrem oberen Ende nicht von einer Blende abgedeckt sein soll, dann kann der zum Teil nach unten aus -der Laufschiene heraushängende An- triebsteil bei dem im Hauptpatent beschriebenen Aus führungsbeispiel als störend empfunden werden.
Ferner kann der nach unten heraushängende Teil des Antriebs teiles bei dem im Hauptpatent beschriebenen Ausfüh rungsbeispiel auch bei bestimmten Formen des Falten wurfes des Vorhanges mit dem Vorhang in Berührung kommen, wenn der Vorhang geöffnet ist, und dies wie derum kann dazu führen, dass erstens der Vorhang im geöffneten Zustand im Bereich des Antriebsteiles nicht richtig fällt und sich zweitens Ausbeulungen an den mit dem Antriebsteil in Berührung kommenden Vor hangstellen ergeben, die dann bei geschlossenem Vor hang sichtbar sind.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabenstel lung war daher, eine Antriebsvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der der Antriebsteil so wenig als möglich nach unten aus der Laufschiene her ausragt, so dass er nicht mit den Falten des an der Laufschiene aufgehängten Vorhanges bzw. der Gardine in Berührung kommt.
Erfindungsgemäss wird das bei einer Antriebsvor richtung der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass die Laufschiene einen sich längs derselben erstrek- kenden Hohlraum teilweise umschliesst und mit einer elektrisch leitenden nichtmagnetischen Rückwand ver sehen ist, die den Anker eines den Elektromotor dar stellenden linear wirkenden Induktionsmotors bildet, und dass der zur Bewegung des Flächengebildes die nende, längs der Laufschiene bewegliche Antriebsteil ein auf der einen Seite der Rückwand angeordnetes,
Feldspulen und Polschuh des Induktionsmotors umfas sendes Feldspulenpaket sowie auf der anderen Seite der Rückwand angeordnetes ferromagnetisches Mate rial und eine isolierende Verbindung zwischen dem Feldspulenpaket und dem ferromagnetischen Material umfasst, die durch eine den Hohlraum mit dem Aus senraum verbindende öffnung in der Laufschiene hin durchreicht.
Anhand der nachstehenden Figuren ist die Erfin dung im nachstehenden an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen: Fig 1 ein Ausführungsbeispiel einer Antriebsvor richtung nach der Erfindung in perspektivischer Dar stellung mit aus der Laufschiene herausgezogenem An triebsteil; Fig. 2 einen Querschnitt durch das in Fig. 1 darge stellte Ausführungsbeispiel; Fig.3 einen Querschnitt durch ein weiteres Aus führungsbeispiel einer Antriebsvorrichtung nach der Erfindung.
In den Fig. 1 und 2 ist eine Antriebsvorrichtung 80 dargestellt, die eine Laufschiene 81 und einen Antrieb steil 82 aufweist. Die Laufschiene 81 ist im Quer schnitt ähnlich der Laufschiene bei dem im Hauptpa tent beschriebenen Ausführungsbeispiel aufgebaut und kann ebenso wie die Letztere durch ein Strangpressver- fahren hergestellt werden. Die Laufschiene ist im wesentlichen C-förmig und hat nach unten einen Schlitz 83.
Im Einzelnen umfasst die Laufschiene 81 eine obere Wand 84 und zwei Seitenwände 86 und 87, die parallel zueinander und zur Längsachse der Lauf schiene angcordnet sind. Ein nach rückwärts herausra gender Flansch 88 an der Verbindung der frontseitigen Wand 86 und der oberen Wand 84 erstreckt sich über die obere Wand parallel zu derselben. Das rückwärtige Ende dieses Flansches ist gegenüber dem rückwärtigen Ende der genannten oberen Wand nach vorne zu ver setzt. Das rückwärtige Ende der oberen Wand 84 ist in Form des Flansches 91 ein wenig über die Ebene die ser oberen Wand erhöht.
Das rückwärtige Ende des Flansches 91 liegt etwa in der gleichen Ebene wie die rückwärtige Wand 87. Die Verbindung der rückwärti gen Wand 87 und der oberen Wand 84 weist eine Aus- nehmung 89 auf, die sich über die volle Länge der Laufschiene erstreckt und sich nach vorne zu parallel zu der oberen Wand 84 bis zu einer vor der Rückwand 87 liegenden Ebene sowie nach unten zu parallel zu der Rückwand 87 bis zu einer unter der oberen Wand 84 liegenden Ebene erstreckt.
Die obere Seite der Aus- nehmung 89 ist an ihrem rückwärtigen Ende mit einer Aussparung 93 versehen, deren Zweck später näher er läutert wird. Die Ausnehmung 89 bildet innen einen Kanal 94, der parallel zu der Rückwand 87 verläuft. Die vordere Wand 86 umfasst einen Kanal 96, der sich über die volle Länge der Laufschiene erstreckt und ein paar voneinander im Abstand angeordnete Flansche 97 und 98 aufweist, die zwischen ihren Enden eine öff- nung 99 begrenzen. Mittels der Flansche 97 und 98 ist in dem Kanal 96 ein Körper 101 aus Isoliermaterial befestigt.
Der Isolierkörper 101 enthält eine Mehrzahl von Nuten 105, 106 und 107. In jeder dieser Nuten ist ein elektrischer Stromleiter angeordnet, und zwar in der Nute 105 der Stromleiter 108, in der Nute 106 der Stromleiter 109 und in der Nute 107 der Stromleiter 110. Jeder dieser Stromleiter ist in seiner Nute durch irgendwelche bekannten Mittel wie z. B. ein Epoxid- harz oder ein ähnliches Klebemittel befestigt.
Das untere Ende der vorderen Wand 86- weist eine sich nach oben erstreckende Ausnehmung 112 in Form eines sich längs der Laufschiene erstreckenden Hohlzy linders mit einer unteren schlitzförmigen Öffnung auf. Die Ausnehmung 112 trägt eine Mehrzahl von Vor hangtragteilen 113, die bei dem vorliegenden Ausfüh rungsbeispiel ein kugelförmiges oberes Ende aufweisen, das in die genannte hohlzylindrische Ausnehmung ein- geschoben ist.
Die Tragteile 113 sind vorzugsweise aus selbstschmierendem Kunststoff wie Nylon hergestellt, so dass die kugelförmigen Enden der Tragteile 113 er möglichen, dass die Tragteile frei längs der genannten Ausnehmung mit einem Minimum an Reibung gleiten können. Die unteren Enden der Vorhangtragteile sind jeweils mit dem einen Teil 111 eines zweiteiligen Schnappverschlusses versehen. Ein Bandstreifen 115 mit im Abstand voneinander angeordneten Gegenstük- ken 118 der Schnappverschlüsse ist an den oberen Teil des Flächengebildes angenäht.
Die Teile 111 und 118 der Schnappverschlüsse werden aneinander befestigt und dadurch wird das genannte Flächengebilde an der Laufschiene angebracht.
Die untere innere Ecke der vorderen Wand 86 und die untere innere Ecke der Rückwand 87 weisen nach innen sich ausdehnende Flansche 116 and 117 auf, die in einem Stück mit diesen verbunden sind und die par allel zu der oberen Wand 84 verlaufen und zwischen, ihren sich gegenüberstehenden Enden einen Schlitz 83 bilden.
Der Antriebsteil 82 ist so ausgebildet, dass sein Grundkörper 121 in die Laufschiene 81 hineinpasst. Der Antriebsteil 82 bzw. dessen Grundkörper besteht vorzugsweise aus einem Kunststoff, der einen geringen Reibungskoeffizienten aufweist, so dass der Antriebs teil relativ leicht längs der Laufschiene gleiten kann. In dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten speziellen Ausführungsbeispiel ist der Grundkörper 121 mit einer Verlängerung 122 versehen,
die über ein durch den Schlitz hindurchreichendes Halsstück 123 mit dem Grundkörper 121 verbunden ist. Das Halsstück 123 ist an seinem unteren Ende mit einem Flansch 124 verse hen, der sich rechtwinklig zu dem Halsstück nach vorn zu erstreckt. Das vordere Ende des Flansches 124 ist mit einem Vorhangtragteil mittels einer Niete 119 oder etwas Ähnlichem verbunden, so dass der Vorhangtrag- teil 113 sich mit dem Antriebsteil mitbewegt. Ferner erstreckt sich von dem unteren Ende des Halsstückes 123 nach rückwärts ein Flansch 126, der sich bis nach rückwärts bis über die hintere Wand 87 hinaus aus dehnt.
Vom hinteren Ende dieses Flansches 126 er streckt sich nach oben zu eine senkrecht zu dem Flansch 126 erstreckt sich nach oben zu eine senkrecht zu dem Flansch 126 angeordnete Wand 127. Die Wand 127 ist mit einer Ausnehmung 128 versehen, in nerhalb derer ein: Eisenkern 129 mittels einer Niete 131 oder etwas Ähnlichem befestigt ist.
Ein Flansch 132 erstreckt sich vom oberen Ende der Wand 127 im rechten Winkel nach vorn. Dieser Flansch 132 weist einen Haken in Form einer herab hängenden Nase 133 auf. Der Flansch 132 reicht in die Ausnehmung 89 hinein, so dass die Nase 133 mit dem Kanal 94 in Eingriff gebracht werden kann und an dessen rückwärtiger Wand anliegt.
Der Antriebsteil 82 enthält einen linear wirkenden Induktionsmotor 136, der im wesentlichen in gleicher Weise wie der linear wirkende Induktionsmotor bei dem Ausführungsbeispiel im Hauptpatent aufgebaut und mir anders angeordnet ist. Denn das Feldspulen paket 144 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbei spiel innerhalb des von der Laufschiene teilweise um schlossenen Hohlraumes und das ferromagnetische Material 129 zur Führung des Magnetflusses hinter der Laufschiene angeordnet, und der Anker des Induk tionsmotors wird von der Rückwand 87 der Lauf schiene gebildet: Das die Feldspulen und den Polschuh des Induktionsmotors umfassende Feldspulenpaket 144 ist in dem aus Kunststoff bestehenden Grundkörper eingeschlossen.
Der Grundkörper ist weiter mit einer Mehrzahl von Nuten versehen, im vorliegenden Fall mit den drei Nuten 137, 138, 139 (Fig.1), in die Stromabnehmer 141, 142 und 143 (Fig. 2) eingelassen sind. Die Stromabnehmer sind mit den Feldspulen des Feldspulenpaketes 144 in entsprechender Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel im Hauptpatent verbun den.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Antriebs vorrichtung nach der Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt. Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig.3 ist die Lauf schiene genau so wie bei dem Ausführungsbeispiel in den Fig. 1 und 2 ausgebildet, so dass diesbezügliche Erläuterungen hier überflüssig sind. Hingegen ist der Antriebsteil bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 3 ver schieden von dem Antriebsteil bei dem Ausführungs beispiel in den Fig. 1 und 2.
Der Grundkörper 148 des Antriebsteiles 146 in Fig. 3 hat äusserlich im wesent lichen die gleiche Form wie der Grundkörper 121 des Antriebsteiles 82 in Fig. 2. Jedoch ist bei dem Ausfüh rungsbeispiel in Fig. 3 das Feldspulenpaket 144A aus erhalb der Laufschiene 81 in der hochstehenden Wand 147 eingeschlossen und der Eisenkern 129 ist innerhalb der Laufschiene 81 in dem Grundkörper 148 nahe der Rückwand desselben angeordnet.
Die Strom abnehmer 141A, 142A und 143A sind mit den Feld spulen des Feldspulenpaketes 144A in gleicher Weise verbunden wie bei dem Ausführungsbeispiel in den Fig. 1 und 2.
Das vordere Ende des Flansches 124A ist im vor liegenden Fall zwischen benachbarten Vorhangtragtei- len 113A angeordnet, oder die Vorhangtragteile 113A bzw. ein Teil derselben ist in die (in Fig. 1 durch ge strichelte Linien angedeuteten) Schlitze 120 in dem Flansch 124A eingeschoben. Diese Vorhangtragteile 113A werden von dem Antriebsteil mitgenommen und ziehen dann den Vorhang nach.
Wenn der die Stromschienen 108, 109 und 110 mit einer Wechselstrom- bzw. Drehstromquelle verbin dende Schalter eingeschaltet wird, wird in dem Spalt zwischen dem Feldspulenpaket 144 und dem Eisenkern 129 ein sich bewegendes Magnetfeld erzeugt, das sei nerseits Wirbelströme in der Rückwand 87 verursacht. Aufgrund dieser Wirbelströme wird eine Kraft auf den Antriebsteil in Längsrichtung der Laufschiene erzeugt, durch die der Antriebsteil längs der Laufschiene be wegt wird.
Zur Rückwärtsbewegung des Antriebsteiles werden mittels des Schalters zwei Phasenleiter der Stromquelle vertauscht, so dass die Phasen an zwei der Stromschienen 108, 109, 110 vertauscht sind und da durch die Bewegungsrichtung des von dem Antriebsteil erzeugten magnetischen Feldes umgekehrt wird. Alle diesbezüglichen Einzelheiten sind bereits in dem Haupt patent näher erläutert and bedürfen daher hier keiner weiteren Diskussion.
In gleicher Weise funktioniert das Ausführungsbei spiel in Fig. 3.
Bei allen oben beschriebenen Ausführungsbeispie len ist davon ausgegangen worden, dass als Strom quelle eine Wechselstromquelle oder Drehstromquelle zur Verfügung steht. Wenn dies nicht der Fall ist und nur Gleichstrom zur Verfügung steht, so kann dieser beispielsweise mittels eines Zerhackers oder eines an deren Wechselrichters in pulsierenden Gleichstrom bzw. Wechselstrom umgewandelt werden, der dann zum Antrieb der vorliegenden Antriebsvorrichtung benützt werden kann. Eine Siebung des wechselgerichteten Gleichstromes zur Unterdrückung der bei der Wechsel richtung entstehenden Oberwellen ist dabei nicht erfor derlich.