CH473538A - Verfahren zur Herstellung von Teigwaren aus nährmittelstärkereichen Mehlen oder Nährmittelstärken - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Teigwaren aus nährmittelstärkereichen Mehlen oder NährmittelstärkenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Teigwaren aus nährmittelstärkereichen Mehlen oder Nährmittelstärken In vielen Ländern verfügt man über grosse Mengen nährmittelstärkehaltiger Produkte, z. B. Reis, Maniok (Tapioka), Kartoffeln, Mais usw. Ein Nachteil liegt in der relativ beschränkten Anzahl Aufbereitungsmöglich keiten, insbesondere wenn man mit dem Weizen ver- ffi cr eicht, aus welchem Brot, Gebäck, Teigwaren und viele verschiedene Gerichte hergestellt werden.
Es ist bekannt, solche nährmittelstärkereichen Pro dukte, insbesondere Reis und Mais, in der Form von Teigwaren, sogenannte Chinesische Nudeln , herzustel len, wobei allerdings der grosse Unterschied besteht, dass das Produkt schon bei der Herstellung verkleistert wird, so dass ein sogenanntes vorgekochtes Produkt resultiert, das nachträglich nicht mehr gekocht werden muss (3-4 Minuten Einlegen in heisses Wasser genügt, um ein tischfertiges Produkt zu erhalten).
Die Herstellung derartiger Produkte, die bis jetzt ausschliesslich auf Hausmacher-Art erfolgte, basiert auf jahrhundertealten Rezepten und ist sehr umständlich und erfordert einen grossen Aufwand an Arbeitskräften und grosse Bodenflächen.
Da gesamthaft mit recht primitiven Methoden gear beitet wird, ist die spezifische Produktion pro Arbeits kraft oder Flächeneinheit im Vergleich mit derjenigen bei der Herstellung der konventionellen Teigwaren des halb sehr gering.
Die Erfindung gibt Mittel und Wege an, diesen Nachteil zu überwinden. Sie betrifft ein industrielles Verfahren zur Herstellung vorgekochter Teigwaren (ge meinhin unter dem Begriff Chinesische Nudeln bekannt) aus nährmittelstärkereichen Mehlen oder Nährmittelstär- ken. Ausgangsprodukt dieser Mehle oder Nährmittel stärken sind Produkte wie Reis, Mais, Tapioka usw.
Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass der Amylosegehalt der Mischung höher als 20 % ist und dass, nachdem der Feuchtigkeitsgehalt des Rohmaterials auf 15-35 % gebracht worden ist, dieses einem zweifa chen Gelatinisierungsprozess, vor und nach dem Aus pressen, unterworfen wird, wobei der erste Gelatinisie- rungsprozess durch Dämpfen bei 80-l20 C während 5 Minuten bis 3 Stunden bis zu einer Endfeuchtigkeit von 25-50 % erfolgt, währenddem die Nachgelatinisie- rung in 1-15 Minuten Dämpfen oder Kochen besteht.
Nach dem Kochprozess kann man das Produkt in kaltem Wasser abschrecken und unter Wasser auf Draht netze oder Bambusgeflechte verteilen und anschliessend in den konventionellen Teigwarentrockner mit kondi tionierter Luft bruchfrei trocknen.
Damit ist es möglich, diese Nudeln vorteilhaft unter industriellen Bedingungen herzustellen, kontinuierlich oder chargenweise, wobei weitgehend Maschinen und Apparate verwendet werden, die bei der Herstellung von Weizenteigwaren bekannt sind. Die resultierenden Produkte haben den Vorteil, dass sie nicht gekocht wer den müssen, 3-4minutiges Einlegen in heisses Wasser genügt. Ferner ist es möglich, neben Reis beträchtliche Mengen anderer Nährmittelstärke zuzumischen oder gar ausschliesslich diese anderen Sorten zu verwenden.
In Weiterführung des Erfindungsgedankens werden besondere Gestaltungsmöglichkeiten für das Verfahren näher erläutert und verschiedene vorteilhafte Einzelhei ten gezeigt und besprochen. Die Herstellung der erfin dungsgemässen Teigwaren wird anschliessend an einem Beispiel beschrieben. Zur Ausführung des Verfahrens sind Produkte zu verwenden, deren Amylosegehalt höher als 20 % ist, d. h. Stärkesorten des Non-Glutinous Typs . Es besteht also ein grundsätzlicher Unterschied gegen über den normalen Teigwarengriessen mit 12-14 % und mehr Proteingehalt.
Die Vorgelatinisierung erfolgt mit dem auf 15-35 % aufgefeuchteten Rohmaterial zwischen 80-120 C, und Dämpfzeiten zwischen 5 Minuten und 3 Stunden Temperatur über 100 C führen (trotz Herab setzung der Gelatinisierungszeiten) leicht zu Braunver färbung des Endproduktes, und hohe Ausgangsfeuchtig- keiten erzeugen ein schwer pressbares, gummiartiges Pro dukt.
Man wird deshalb die Vorgelatinisierung vorteil häfterweise mit mittleren Ausgangsfeuchten von 25 bis 30 % und mit mittleren Dämpfzeiten von 15 Minuten bis 1 Stunde durchführen.
Nach dem Strangpressen wird der zweite Gelatini- sierungsprozess während 1-15 Minuten vorgenommen. Dämpfen hat dann den Vorteil, dass es nicht notwendig ist, die Teigwaren von ihren Supporten zu entfernen.
Wird auf ein nichtklebendes und nichtverschleimen des, tischfertiges Produkt Wert gelegt, muss die Nach gelatinisierung durch Kochen erfolgen, da hierbei be- achtliche Mengen an kolloidalen und verklebenden Stof fen aus den oberflächennahen Schichten der Teigwaren extrahiert werden. Die nachher in kaltem Wasser ab geschreckten Teigwaren lassen sich anschliessend unter Wasser leicht auf Siebe oder Bambusgeflechten ausbrei ten und anschliessend auf normale Art und Weise mit konditionierter Luft bruchfrei trocknen.
Es wird noch als Beispiel die Herstellung eines spe zifischen Produktes beschrieben, wobei die angegebenen Gewichte und Volumen bei der industriellen Auswer tung selbstverständlich proportional zu erhöhen sind.
5 kg thailändischen Reismehls werden auf 24 % auf gefeuchtet und anschliessend 1 Stunde bei 100 C mit 100 % gesättigtem Dampf gedämpft. Während der Dämp fung bleibt das Produkt ständig in Bewegung, damit es gleichmässig dem Dampf ausgesetzt wird. Man verwen det vorteilhaft einen Autoklav mit Umwälzung, z. B. einen ruhenden Rührwerkautoklav oder einen Rota tionsautoklav. Der Endfeuchtigkeitsgehalt des Produk tes bei dieser Operation soll nachher um 40 % liegen.
Das Auspressen geschieht anschliessend durch eine Teflonform mit Austrittsöffnungen von 1,4. mm bei einem Druck von 100 kg/cm2. Anschliessend wird das Pressgut 4 Minuten gekocht und in kaltem Wasser ab geschreckt. Das Produkt wird nun unter Wasser auf Siebe verteilt und während 5 Stunden mit konditionierter Luft bruchfrei getrocknet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von vorgekochten Teig waren aus nährmittelstärkereichen Mehlen oder Nähr mittelstärken, dadurch gekennzeichnet, dass der Amylose- gehalt der Mischung höher als 20 % ist und dass, nach dem der Feuchtigkeitsgehalt des Rohmaterials auf 15 bis 35 % gebracht worden ist, dieses einem zweifachen Gelatinisierungsprozess, vor und nach dem Auspressen, unterworfen wird, wobei der erste Gelatinisierungspro- zess durch Dämpfen bei 80-120 C wähnend 5 Minuten bis 3 Stunden bis zu einer Endfeuchtigkeit von 25 bis 50 % erfolgt,währenddem die Nachgelatinisierung in 1-l5 Minuten Dämpfen oder Kochen besteht. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Herstellung der vorgekochten Teig waren Abmischungen von nährmittelstärkereichen Meh len und reinen Nährmittelstärken verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Produkt während des ersten Gelatini- sierungsprozesses stetig versetzt wird. 3.Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der erste Gelatinisierungsprozess durch Dämpfen im Autoklav mit Umwälzung :erfolgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Pressgut anschliessend an der Nach- gelatinisierung einem Abschrecken in kaltem Wasser unterworfen wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch oder Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Produkt nachher in 1-5 Stunden mit konditionierter Luft bruch frei getrocknet wird.
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