CH475196A - Verfahren zur Herstellung von Phenylalaninderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phenylalaninderivaten

Info

Publication number
CH475196A
CH475196A CH1518668A CH1518668A CH475196A CH 475196 A CH475196 A CH 475196A CH 1518668 A CH1518668 A CH 1518668A CH 1518668 A CH1518668 A CH 1518668A CH 475196 A CH475196 A CH 475196A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
methyl
formula
methoxy
alanine
water
Prior art date
Application number
CH1518668A
Other languages
English (en)
Inventor
Ado Dr Kaiser
Albert Dr Langemann
Original Assignee
Hoffmann La Roche
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoffmann La Roche filed Critical Hoffmann La Roche
Priority to CH1518668A priority Critical patent/CH475196A/de
Priority claimed from CH824566A external-priority patent/CH475193A/de
Publication of CH475196A publication Critical patent/CH475196A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B2200/00Indexing scheme relating to specific properties of organic compounds
    • C07B2200/07Optical isomers

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Phenylalaninderivaten
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Phenylalaninderivaten der Formel
EMI1.1     
 in der R1 Wasserstoff, niederes Alkyl oder niederes Alkanoyl,
R2 niederes Alkyl, niederes Alkenyl, niederes Cycloalkyl, niederes Cycloalkenyl, Phenyl oder niederes Phenylalkyl,
Rs niederes Alkyl, und
R4 Hydroxy, niederes Alkoxy oder niederes Dialkylamino bedeuten.



   In der vorstehenden Formel I bedeutet Rt neben Wasserstoff, z. B. niederes Alkyl mit bis zu 7 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Äthyl, Isopropyl oder niederes Alkanoyl mit bis zu 7 Kohlenstoffatomen, wie Acetyl, Isobutyryl.



   Der Rest R2 kann z. B. als niederes Alkyl die für den Rest Ri gegebene Bedeutung haben, oder niederes Alkenyl mit bis zu 7 Kohlenstoffatomen, wie Allyl; niederes Cycloalkyl mit bis zu 7 Kohlenstoffatomen, wie Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclohexyl; niederes Cy  Cycloalkenyl    mit bis zu 7 Kohlenstoffatomen, wie Cyclo  hexen-(l)-yl,    oder auch Phenyl oder niederes Phenylalkyl mit bis zu 7 Kohlenstoffatomen im aliphatischen Teil, wie Benzyl, Phenäthyl, darstellen.



   Der Rest R4 bedeutet ausser Hydroxy und niederes Dialkylamino z. B. niederes Alkoxy mit bis zu 7 Kohlenstoffatomen, wie Methoxy,   Äthoxy,    Isopropoxy.



   Als repräsentative Vertreter der erfindungsgemässen Verbindungen können genannt werden:   DL-a-Methyl-ss-(4-hydroxy-3 -methyl-phenyl)-alanin    DL-a-Methyl-ss-(4-hydroxy-3-phenyl-phenyl)-alanin   DL-a-Methyl-ss-(4-hydroxy-3-benzyl-phenyl)-alanin DL-a-Methyl-p-(4-methoxy-3 -cyclohexyl-phenyl)-alanin DL-a-Methyl-ss-(4-hydroxy-3 -cyclohexyl-phenyl)-alanin   
Besonders interessant ist das   DL-a-Methyl-ss-(4-hy-    droxy-3-methyl-phenyl)-alanin.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der Phenylalaninderivate ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein Isocyanat der Formel
EMI1.2     
 hydrolysiert.



   Die vorliegende Erfindung erstreckt sich ferner auch auf die Verwendung von Phenylalaninderivaten der Formel I, in der   R1    niederes Alkyl bedeutet, zur Herstellung von Phenylalaninderivaten der Formel I, in der   Rt    Wasserstoff darstellt, durch saure Hydrolyse der erstgenannten Verbindungen.



   Das als Ausgangsprodukt eingesetzte Isocyanat der Formel II erhält man zweckmässig durch Umsetzen einer Verbindung der Formel
EMI1.3     
 in der X Chlor, Brom, Jod, niederes Alkylsulfonyloxy, Phenylsulfonyloxy, niederes Alkylphenylsulfonyloxy oder niederes Dialkylamino darstellt, mit einem Alkalisalz einer Verbindung der Formel
EMI2.1     
 in der Rs niederes Alkoxy oder Benzyloxy bedeutet, und anschliessendes Verseifen mit einer molaren Menge Alkalihydroxyd zu einem Halbester der Formel
EMI2.2     

Die Carboxylgruppe dieses Halbesters kann in eine Halogencarbonylgruppe übergeführt und durch Behandeln mit Natriumazid in die Isocyanatgruppe umgewandelt werden. Auf diese Weise entstehen a-Isocyanatoester der Formel II.



   Ist eine a-Isocyanatocarbonsäure der Formel II erwünscht, so wird die Alkoxycarbonylgruppe des Halbesters der Formel V zweckmässig durch Behandeln mit Ammoniak in die Carbamoylgruppe oder durch Behandeln mit Hydrazin in die Hydrazinocarbonylgruppe übergeführt. Die entstandenen Produkte werden anschliessend entweder nach Curtius (durch Behandeln mit salpetriger Säure und Erwärmen des entstandenen Azids) oder nach Hofmann (durch Behandeln mit einem Alkalihypohalogenit, wie Natriumhypobromit oder   -chlorit)    zum Isocyanat abgebaut. Wird die Carboxylgruppe des Halbesters der Formel V in eine niedere Dialkylcarbamoylgruppe umgewandelt, so kann das entstandene Produkt entweder nach Curtius oder nach Hofmann zu einem   a-Isocyanato-niederen-dialkylamid    der Formel II abgebaut werden.



   Die vorstehend diskutierte Möglichkeit der Gewinnung der Ausgangsmaterialien gibt kein umfassendes Bild der zur Verfügung stehenden Herstellungsverfahren. Es ist vielmehr möglich, diese Verbindungen auch nach weiteren, an sich bekannten Wegen zu gewinnen.



   Die Hydrolyse des Isocyanats der Formel II wird z. B. durch Behandeln mit wässriger Mineralsäure, zum Beispiel mit Salzsäure, oder mit wässrigem Alkali, wie Natron- oder Kalilauge, gegebenenfalls unter Erwärmen, durchgeführt. Dabei geht die Isocyanatgruppe in die Aminogruppe über.



   Die im Reaktionsprodukt vorhandenen verätherten Hydroxylgruppen können in an sich bekannter Weise gespalten werden. Die Alkoxygruppen können z. B. durch Erwärmen mit Halogenwasserstoffsäuren, insbesondere 480/oiger Bromwasserstoffsäure in Hydroxylgruppen übergeführt werden.



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf die Herstellung der optischen Isomeren der erhältlichen Phenylalaninderivate. Man kann die erhaltenen Racemate nach Durchführung der Umsetzung in an sich bekannter Weise, z. B. in Form eines Esters mit einer aktiven Säure, wie Weinsäure, in die optisch aktiven Formen auftrennen. Man kann aber auch Acylamino-Verbindungen in Form ihrer Salze mit optisch aktiven Basen, z. B. mit Chinin oder Brucin, in die optischen Isomeren spalten. Die Auftrennung in die optischen Isomeren kann auch schon auf der Stufe der Ausgangsmaterialien erfolgen, wonach bei der erfindungsgemässen Umsetzung direkt die reinen Isomeren erhalten werden.



   Basen der Formel   1    bilden Säureadditionssalze sowohl mit anorganischen als auch mit organischen Säuren, z. B. Chlorwasserstoffsäure oder Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Oxalsäure, Citronensäure usw.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Phenylalanin-Derivate sind farblos bis schwach gräulich gefärbte Verbindungen. Sie sind in Wasser im allgemeinen löslich.



  Infolge ihres amphoteren Charakters lösen sie sich auch leicht in Säuren und Alkalien. Ihre Reinigung von anorganischen Beimengungen kann über schwach basische und schwach saure Ionenaustauscher geschehen.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Phenylalaninderivate hemmen das sympathische Nervensystem und sind als Tyrosinhydroxylasehemmer wirksam. Sie können als Heilmittel, z. B. als Hypotensiva verwendet werden.



   Die Verfahrensprodukte können als Heilmittel, in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung finden, welche sie oder ihre Salze in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale Applikation geeigneten pharmazeutischen, organischen oder anorganischen inerten Trägermaterial enthalten. Die pharmazeutischen Präparate können in fester Form, in halbfester Form oder in flüssiger Form vorliegen. Gegebenenfalls können sie auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten.



   Beispiel 1    34,5    g   a-Isocyanato-a-methyl-ss-(4-methoxy-3 -me-    thyl-phenyl)-propionsäureäthylester werden in 500 ml 3-n wässeriger Salzsäure aufgenommen, 16 Stunden unter Rückflussbedingungen erhitzt, dann gekühlt und zweimal mit je 300 ml Essigsäureäthylester extrahiert.



  Die wässerige Lösung wird unter vermindertem Druck eingedampft. Das zurückbleibende rohe   D,L-a-Methyl-    ss-(4-methoxy-3-methyl-phenyl)-alanin-hydrochlorid wird in 50 ml Wasser gelöst. Die Lösung wird filtriert und durch Zugabe einer gesättigten wässerigen Natrium  hydrogenearbonatlösung    auf pH 5 eingestellt. Das kristallin ausfallende   D,L-a-Methyl-ss-(4methoxy-3 -me-    thyl-phenyl)-alanin wird nacheinander mit Wasser,   ittha-    nol und   Äther    gewaschen und bei   50     C im Vakuum getrocknet.

   Die Verbindung schmilzt bei   270     C (Zers.)
18 g   D,L-a-Methylq3,-(4-methoxy-3    -methyl-phenyl)alanin werden in 200 ml konstant siedende Bromwasserstoffsäure eingetragen und 3 Stunden unter   Rücl;fluss-    bedingungen erhitzt. Die braune Lösung wird anschliessend gekühlt und unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wird in 100 ml Wasser aufgenommen. Die Lösung wird mit Entfärbungskohle geschüttelt, filtriert und unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wird erneut in 100 ml Wasser gelöst. Die Lösung wird durch Zugabe einer gesättigten wässerigen Natriumhydrogencarbonatlö sung auf pH 5 eingestellt.

   Das kristallin ausfallende   D,L-a-Methyl-      ss-(4-hydroxy-3-methyl-phenyl)-alanin    wird nacheinander mit Wasser, Äthanol und Äther gewaschen und bei   50     C im Vakuum getrocknet. Die Verbindung schmilzt bei 3250 C (Zers.).



   Der als Ausgangsverbindung eingesetzte a-Isocya  nato-a-methyl-ss-(4-methoxy-3-methyl-phenyl)-propion-    säureäthylester kann z. B. wie folgt hergestellt werden:
10,5 g Methylmalonsäurediäthylester werden in 180   ml    abs. Dimethyiformamid gelöst und innerhalb 10 Minuten unter Rühren in eine Suspension von 14,1 g Natriumhydrid in 120 ml abs. Dimethylformamid eingetropft. Die Innentemperatur soll dabei   70"    C nicht übersteigen. Das Reaktionsgemisch wird 30 Minuten bei   50     C gerührt. Die klare Lösung wird dann auf Raumtemperatur abgekühlt, unter Rühren mit 100 g 4-Methoxy3-methyl-benzylchlorid in 300 ml abs. Dimethylformamid versetzt und nach Abklingen der exothermen Reaktion 1 Stunde bei   70"    C (Innentemperatur) weitergerührt.

   Das Reaktionsgemisch wird danach gekühlt, unter vermindertem Druck auf 300 ml eingeengt und zwischen 1000 ml Benzol und 500   ml    Wasser verteilt.



  Die wässerige Phase wird verworfen. Die Benzollösung wird nacheinander mit Wasser, 2-n wässeriger Salzsäure, Wasser,   gesättigter    wässeriger   Natliumhydrogen-      carbonatlösung    und erneut mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Der zurückbleibende ölige Methyl-(4-me  thoxy3 -methyl-benzyl)-malonsäure-diäthylester    siedet bei   128-131 0C/0,02    Torr.



   100 g   Methyl-(4 -methoxy-3 -methyl-benzyl)-malon-      säure-diäthylester    werden in eine Lösung von 16 g Kaliumhydroxyd in 300 ml   Athanol    eingetragen. Das Reaktionsgemisch wird nach 20 stündigem Stehen bei Raumtemperatur mit 2-n wässeriger Schwefelsäure unter Eiskühlung angesäuert und zweimal mit je 500 ml   Äther    extrahiert. Die   Ätherauszüge    werden mit Wasser gewaschen und mit 2-n wässeriger Natriumcarbonatlösung extrahiert. Aus der ätherphase kann unverändertes Ausgangsmaterial zurückgewonnen werden. Die Natriumcarbonat-Extrakte werden vereinigt, mit 2-n wässeriger Schwefelsäure angesäuert und zweimal mit je 500 ml Äther extrahiert.

   Die   Ätherauszüge    werden viermal mit je 200 ml Wasser gewaschen, vereinigt, über Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Der zurückbleibende rohe Methyl-(4-me   thoxy-3-methyl- bnzyl)- malonsäure-monoäthylester    kann ohne weitere Reinigung wie folgt weiterverarbeitet werden:
48 g Methyl-   (4-methoxy-3-methyl-benzyl) -malon-    säure-monoäthylester werden mit 250 ml Thionylchlorid versetzt, 3 Stunden unter Rückflussbedingungen erhitzt und anschliessend unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wird in 200 ml Toluol aufgenommen. Das Toluol wird abdestilliert. Der Vorgang wird zur vollständigen Entfernung der Thionylchloridreste nochmals wiederholt.

   Das danach unter Stickstoffbegasung destillierte   Methyl-(4-methoxy-3 -methyl-ben-    zyl)-malonsäureäthylester-chlorid, ein gelbes   Ö1,    siedet bei   172-1730      C/1,5    Torr.



     41,5    g Methyl-(4-methoxy-3-methyl-benzyl)-malonsäureäthylester-chlorid in 350 ml Aceton werden unter Rühren und Eiskühlung in eine Lösung von 9,5 g Natriumazid in 26 ml Aceton eingetropft. Die Innentemperatur soll dabei 120 C nicht übersteigen. Das Reaktionsgemisch wird nach Zugabe von 400 ml Wasser zweimal mit je 400 ml Äther extrahiert. Die Ätherauszüge werden zweimal mit je 200   ml    Wasser gewaschen, vereinigt, über Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Das zurückbleibende rohe   Methyl - (4- methoxy -3 -methyl-benzyl)-malonsäure-    äthylester-azid, ein farbloses   Ö1,    kann wie folgt weiter verarbeitet werden:
41 g Methyl-(4-methoxy-3 -methyl-benzyl)-malonsäureäthylester-azid (Rohprodukt) werden in 500 ml abs.



  Toluol gelöst und langsam erhitzt. Die bei 800 C einsetzende Stickstoffentwicklung ist nach 10minütigem Erhitzen bei der Rückflusstemperatur beendet. Die tiefgelbe Lösung wird gekühlt und unter vermindertem Druck eingedampft. Der zurückbleibende rohe a-Iso  cyanato-a-methyl-ss -    (4-methoxy-3 -methyl-phenyl)- propionsäureäthylester kann ohne Reinigung als Ausgangsverbindung für die Herstellung von   D,L-a-Methyl-ss-    (4-methoxy-3-methyl-phenyl)-alanin eingesetzt werden.



   In analoger Weise erhält man bei Einsatz von:    - aJsocyanato-a-methyi-(4-methoxy-3 -cyclohexylphe-    nyl)-propionsäureäthylester das a-Methyl-ss-(4-methoxy-3 -cyclohexylphenyl)-alanin;
Fp.   273-275"C      (Zers.)    und hieraus das   a-Methyl-fl-(4-hydroxy-3      -cyclohexylphenyD-alanin;   
Fp.   280-285"C    (Zers.)   - a-Isocyanato-ct-methyl-(4-methoxy-3 -benzylphenyl)-    propionsäureäthylester das   e-Methyl-Ä(4-methoxy-3      -benzylphenyl)-alanin;   
Fp.   207-213"C    und hieraus das   a-Methyl-p-(4-hydroxy-3      -benzylphenyl)-alanin;

     
Fp.   285-2920    C   - a-Isocyanato-a-äthyl-(4-methoxy-3 -methylphenyl)-    propionsäureäthylester das   a-Äthyl-ss-(4-hydroxy-3 -methylphenyl)-alanin;   
Zers. ab   280     C.



   Beispiel 2
45 g   oi -Isocyanato-u- methyl--(4-methoxy -       3 - methyl - phenyl) - propionsäure    (Rohprodukt) wer den in 400 ml konstant siedende wässerige Bromwasser stoffsäure eingetragen und 5 Stunden unter Rückflussbedingungen erhitzt. Die dunkelbraun gefärbte Lösung wird unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rück stand wird in 100 ml Wasser gelöst und zweimal mit je
300 ml Essigsäureäthylester extrahiert. Die vereinigten Extrakte werden unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wird erneut in 100 ml Wasser gelöst. Die Lösung wird mit Entfärbungskohle geschüttelt, filtriert und durch Zugabe einer gesättigten wässe rigen Natriumhydrogencarbonatlösung auf pH 5 einge stellt.

   Das kristallin ausfallende   D,L-a-Methyl-ss-(4-hy      droxy-3-methyl-phenyl)-alanin    wird nacheinander mit Wasser, Äthanol und   Ather    gewaschen und bei 500 C im Vakuum getrocknet. Die Verbindung schmilzt bei
3250 C (Zers.).



   Die als Ausgangsverbindung eingesetzte a-Isocyana   to-a-methyl-ss-(4-methoxy-3 -methyl-phenyl) - propionsäu-    re kann z. B. wie folgt hergestellt werden: 
Ein Gemisch von 100 g   Methyl-(4-methoxy-3-me    thyl-benzyl)-malonsäure-diäthylester und 30 ml abs.



  Äthanol wird in eine Lösung von 18,2 g Kaliumhydroxyd in 150 ml abs. Äthanol eingetragen. Das Reaktionsgemisch bleibt 36 Stunden bei Raumtemperatur stehen und wird anschliessend weitere 24 Stunden auf   - 250    C abgekühlt. Das kristallin ausfallende Kaliumsalz des   Methyl-(4-methoxy-3 -methyl-benzyl)-malonsäu-    re-monoäthylesters wird nacheinander mit   Äthanol/Ät-    her 1:1 und Äther gewaschen und bei   60     C im Vakuum getrocknet.



   56 g Kaliumsalz des   Methyl-(4-methoxy-3-methyl-    benzyl)-malonsäure-monoäthylesters und 7 g wasserfreies Hydrazin werden in 70 ml Äthanol gelöst und 4 Stunden unter Rückflussbedingungen erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird gekühlt und unter vermindertem Druck eingedampft. Das zurückbleibende kristalline Kaliumsalz des Methyl-(4-methoxy-3 -methyl-benzyl)malonsäure-monohydrazids schmilzt nach 72stündigem Trocknen im Vakuum über Schwefelsäure bei 1751780 C (Zers.).



   53 g Kaliumsalz des Methyl-(4-methoxy-3-methylbenzyl)-malonsäure-monohydrazids werden in 425 ml Wasser gelöst, mit einer Lösung von 12,25 g Natriumnitrit in 110 ml Wasser vereinigt und mit 425 mgl Äther überschichtet. In dieses Gemisch werden innerhalb 1 Stunde unter lebhaftem Rühren bei   15-200    C 34,8 g konz. wässerige Salzsäure in 106 ml Wasser eingetropft. Die wässerige Phase wird abgetrennt und zweimal mit je 200 ml   Ather    extrahiert. Die   aaitheraus-    züge werden vereinigt, mit 200 ml Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, mit 200   ml    Benzol versetzt und unter vermindertem Druck eingedampft (Badtemperatur   25     C).



   Das zurückbleibende ölige Methyl-(4-methoxy-3methyl-benzyl)-malonsäure-monoazid kann ohne   Reini-    gung wie folgt weiter verarbeitet werden:
53,7 g Methyl-(4-methoxy-3 -methyl-benzyl)-malonsäuremonoazid werden in 425 ml abs. Toluol 10 Minuten unter Rückflussbedingungen erhitzt. Die   tiefgelb    gefärbte Lösung wird nach Beenden der Stickstoffentwicklung unter vermindertem Druck eingedampft. Die zurückbleibende   a-Isocyanato-a-methyl-ss-(4-methoxy-3 -    methyl-phenyl)-propionsäure kann ohne weitere Reinigung als Ausgangsverbindung für die Herstellung von   D,L-a-Methyl-P - (4-methoxy-3-methyl-phenyl) -alanin    eingesetzt werden.



   Beispiel 3
1. Herstellung von   D,L      O,N-Dibenzoyl-a-methyl-ss-     (4-hydroxy-3-methylphenyl)-alanin
Zu einer Lösung von 10 g a-Methyl-ss-(4-hydroxy3-methylphenyl)-alanin in 100 ml 1-n wässeriger Natronlauge werden gleichzeitig 17 g Benzoylchlorid und 2-n wässerige Natronlauge unter Rühren so zugetropft, dass das pH des Gemisches immer zwischen 8 und 9 bleibt. Anschliessend wird das Gemisch noch 1 Stunde weitergerührt, dann auf   0     C gekühlt und mit 6-n wässeriger Schwefelsäure angesäuert. Das ausgeschiedene Produkt wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und dann dreimal aus Dimethylformamid/Wasser umkristallisiert.



  Es werden 14,1 g (710/0) farblose Kristalle vom Schmelzpunkt   232-2340    C erhalten.



   2. Herstellung von   D,L      N-Benzoyl-a-methyl-ss-(4-hy-    droxy-3-methylphenyl)-alanin
14,1 g der oben erhaltenen O,N-Dibenzoylverbindung werden in 80 ml 2-n wässeriger Kalilauge gelöst.



  Die Lösung wird 16 Stunden bei   25     C gehalten, anschliessend 10 Minuten auf   90"    C erwärmt, dann abgekühlt und mit 2-n wässeriger Schwefelsäure angesäuert. Die ausgeschiedenen Kristalle werden abfiltriert, mit Wasser gewaschen, getrocknet und dann mit 50   ml    Äther aufgekocht. Der unlösliche Anteil wird abfiltriert, mit 30   ml    siedendem Äther nachgewaschen und dann aus   l2ithanol/Wasser    umkristallisiert. Es werden 5,0 g   (47 /o)    farblose Kristalle vom Schmelzpunkt   203-205"    C erhalten.   



   3. Herstellung von d und X N-Benzoyl-a-methyl-ss  (4-hydroxy-3-methylpheny 1)-alanin   
4,9 g des oben erhaltenen   D,L-N-Benzoylderivates    und 4,6 g Cinchonin werden in 15   ml    heissem Isopropanol gelöst. Die sich abscheidenden Kristalle werden durch erneute Zugabe von nochmals 30 ml Isopropanol und anschliessendem Erwärmen in Lösung gebracht. Das Gemisch bleibt 4 Tage bei   4"    C stehen.



  Die ausgeschiedenen Kristalle werden abfiltriert, mit eiskaltem Isopropanol gewaschen und getrocknet (4,9 g).



  Die Mutterlauge und die Waschlösungen werden eingedampft. Es bleiben 5,4 g eines farblosen Schaumes zurück, das noch Isopropanol enthält. a) Die Kristall-Fraktion wird einmal aus Isopropanol umkristallisiert. Das erhaltene Chinchoninsalz des   Z N-Benzoyl-a-methyl-ss (4-hydroxy-3-methylphenyl)-    alanins schmilzt bei   207209     C.



   Die erhaltenen Kristalle (4,5 g) werden mit 15,5   ml    1-n wässeriger Salzsäure 3 Stunden bei Raumtemperatur geschüttelt. Der ungelöste Anteil wird abfiltriert, mit 10   ml    eiskalter 1-n Salzsäure und mit 50 ml Eiswasser gewaschen und aus   Athanol/Wasser    umkristallisiert. Es werden 1,8 g (370/0) der   t    Verbindung als farblose Kristalle vom Schmelzpunkt   214-2160C   
20 erhalten;   a D LAthanol,      c = 1] 41,40.    b) Der aus der obigen Mutterlauge erhaltene Schaum wird, wie unter a) beschrieben, mit 1-n wässeriger Salzsäure zerlegt.



   Es werden 2,0 g   (40 /o)    der d Verbindung als farblose Kristalle vom Schmelzpunkt   211-215"    C erhalten;
20 a D   [Athanol,    c = 1] +   40,30.   



   Herstellung von   S      a-Methyl-ss-(4-hydroxy-3-methyl-    phenyl)-alanin
2,5 g d   N-Benzoyl-a-methyl-ss-(4-hydroxy-3 -me-    thylphenyl)-alanin werden mit 50 ml 3-n wässeriger Salzsäure 36 Stunden unter Rückflussbedingungen erhitzt. Das Gemisch wird gekühlt, mit 50 ml Wasser verdünnt und zur Entfernung der Benzoesäure zweimal mit je 100 ml Äther extrahiert. Die wässerige Phase wird unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wird in Wasser unter Zusatz von wenig wässeriger Salzsäure gelöst, mit Tierkohle entfärbt und dann wie der eingedampft. Der Rückstand wird in 20   ml    Wasser gelöst. Die Lösung wird mit einer gesättigten wässerigen Natriumbicarbonat-Lösung auf pH 5 eingestellt und dann abgekühlt.

   Die ausgeschiedenen Kristalle werden abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Es werden 1,1 g   66 /o      S      a-Methyl-ss-(4-hydroxy-3-methyl-    phenyl)-alanin als farblose Kristalle (Schmelzpunkt   300        20 C) erhalten; a D [1-n Salzsäure, c = 1] 3,70   
In analoger Weise wird das d-a-Methyl-ss-(4-hydroxy-3-methylphenyl)-alanin aus   1-N-Benzoyl-a-methyl-ss-    (4-hydroxy-3-methylphenyl)-alanin in   59 /o    Ausbeute erhalten;
20 a D   [1-n Salzsäure,    c = 1]   +3,      3,7".  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Phenylalaninderivaten der Formel EMI5.1 in der Rt Wasserstoff, niederes Alkyl oder niederes Alkanoyl, R2 niederes Alkyl, niederes Alkenyl, niederes Cycloalkyl, niederes Cycloalkenyl, Phenyl oder niederes Phenylalkyl, R3 niederes Alkyl und R4 Hydroxy, niederes Alkoxy oder niederes Dialkylamino bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Isocyanat der Formel EMI5.2 hydrolysiert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine erhaltene Base der Formel I in ein Säureadditionssalz überführt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen Phenylalaninderivate der Formel I in die optisch aktiven Formen spaltet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man a-Isocyanato- a-methyl-- (4-methoxy-3-methylphenyl)-propionsäureäthylester als Ausgangsverbindung einsetzt.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der gemäss Patentanspruch I erhaltenen Phenylalaninderivate der Formel I, in der Rt nie deres Alkyl bedeutet, zur Herstellung von Phenylalaninderivaten der Formel I, in der Rt Wasserstoff darstellt, durch saure Hydrolyse der erstgenannten Verbindungen.
CH1518668A 1966-06-07 1966-06-07 Verfahren zur Herstellung von Phenylalaninderivaten CH475196A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1518668A CH475196A (de) 1966-06-07 1966-06-07 Verfahren zur Herstellung von Phenylalaninderivaten

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1518668A CH475196A (de) 1966-06-07 1966-06-07 Verfahren zur Herstellung von Phenylalaninderivaten
CH824566A CH475193A (de) 1966-06-07 1966-06-07 Verfahren zur Herstellung von Phenylalaninderivaten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH475196A true CH475196A (de) 1969-07-15

Family

ID=25703025

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1518668A CH475196A (de) 1966-06-07 1966-06-07 Verfahren zur Herstellung von Phenylalaninderivaten

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH475196A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2228012C3 (de) Phthalidester der 6- [D(-)- a Aminophenylacetamido] -penicillansäure und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1670536B2 (de) Neue 2-Anilino-5-acylamino-pyrimidlne
DE2065636A1 (de) Neue tricyclische verbindungen
DE2448393A1 (de) 2-substituierte und 2,2-disubstituierte eckige klammer auf 1,3-dihydroxyindanyloxy- (oder -thio) eckige klammer zu -alkancarbonsaeuren und verfahren zur herstellung derselben
DE2737738A1 (de) Derivate der 3-minothiophen-4-carbonsaeure, herstellungsverfahren und mittel cyclische verbindungen
CH620899A5 (de)
DE1966640B2 (de) Verfahren zur herstellung von 4- hydroxy- und 4,6-dihydroxy-pyrazolo eckige klammer auf 3,4-d eckige klammer zu pyrimidinen
DE1960910A1 (de) Neue Benzylidenamino-oxyalkylcarbonsaeuren und Carbonsaeurederivate
CH475196A (de) Verfahren zur Herstellung von Phenylalaninderivaten
DE1595911C (de) IH 2,3 Benzoxazin 4(3H) one und Ver fahren zu ihrer Herstellung
DE1080114B (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Cumaronen
DE1695381B2 (de) Phthalazino eckige klammer auf 2,3-b eckige klammer zu phthalazine und ein verfahren zu ihrer herstellung
DE2142792A1 (de) Heterocyclische Verbindungen
DE2415062C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Nitrobenzaldehyd
DE2731292A1 (de) 2-eckige klammer auf 3-(2-thiazolylthio)-phenyl eckige klammer zu -alkansaeuren und verfahren zu ihrer herstellung
CH475194A (de) Verfahren zur Herstellung von Phenylalaninderivaten
DE1493567C3 (de) Ester von alpha-Alkylthyroxinderivaten und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1955682C3 (de) 2- [(MethylsulfinylVacetyl] -pyridin und Verfahren zu seiner Herstellung
DE744280C (de) Verfahren zur Herstellung von Pyrimidinabkoemmlingen
AT339482B (de) Verfahren zur herstellung neuer organischer amid-verbindungen
AT358174B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 2-nied. alkyl-7-subst.-2- oder -3-cephem-4-carbonsaeure- verbindungen
CH475195A (de) Verfahren zur Herstellung von Phenylalaninderivaten
DE1236524C2 (de) Verfahren zur herstellung von l-(-) -alpha-methyl-beta-(3,4-dihydroxy-phenyl)alanin
AT218519B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyrazol-Derivaten
DE1493619C (de) Verfahren zur Herstellung von 3-(3,4-Dihydroxyphenyl)-2-methylalanin

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased