CH476083A - Verfahren zur Herstellung von reaktiven Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reaktiven Azofarbstoffen

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CH476083A
CH476083A CH245464A CH245464A CH476083A CH 476083 A CH476083 A CH 476083A CH 245464 A CH245464 A CH 245464A CH 245464 A CH245464 A CH 245464A CH 476083 A CH476083 A CH 476083A
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Hans Dr Ackermann
Hermann Dr Frei
Hubert Dr Meindel
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Geigy Ag J R
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
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Description


      Zusatzpatent    zum Hauptpatent Nr. 439 529    Verfahren     zur    Herstellung von reaktiven     Azofarbstoffen       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von reaktiven Farbstoffen, welche zum  Färben von     organischen        Fasern,    namentlich von       hydroxyl-    und     aminogruppenhaltigen    Textilfasern, Ver  wendung finden können.  



  In der     Hauptpatentschrift    sind reaktive     Azofarb-          stoffe,    welche eine oder zwei     acylierte        Aminogruppen     der Formel  
EMI0001.0013     
    aufweisen, in der  R Wasserstoff oder einen niederen     Alkylrest    und  von     X1,    X, und     X3    eines einen unter Färbebedingun  gen     abspaltbaren    Rest und die beiden anderen unab  hängig voneinander je Wasserstoff oder einen beliebi  gen     einwertigen        Substituenten    bedeuten, beschrieben,

    die man durch Vereinigung entsprechender Kupplungs  komponenten mit     Diazoniumverbindungen    erhält,  wobei die Ausgangsstoffe so gewählt werden, dass sie       zusammen    eine oder zwei     acylierte        Aminogruppen    der  obigen Formel enthalten.  



  Die gemäss diesem Verfahren verwendbaren     acy-          lierten        Aminofarbstoffkomponenten    erhält man z. B.  durch Umsetzung von     acylierbare        Aminogruppen    ent  haltenden     Farbstoffvorprodukten    mit     Säurehalogeniden     der Formel  
EMI0001.0031     
    in der     Hal    Brom oder Chlor bedeutet und     X1,        X2    und       X3    die oben angegebene Bedeutung haben.  



  Bei der Weiterbearbeitung des Erfindungsgegen  standes wurde nun gefunden, dass man ähnliche reak  tive     Azofarbstoffe    erhält, indem man Kupplungskom  ponenten mit     Diazoniumverbindungen    vereinigt, von  denen eine eine     acylierte        Aminogruppe    der Formel I  
EMI0001.0040     
    aufweist, in der  R Wasserstoff oder einen niederen     Alkylrest    und  von     Y1,        Y2    und     Y3    mindestens ein Y Halogen der  Atomnummern 9,<B>17</B> oder 35,

   ein weiteres Y Wasser  stoff oder einen beliebigen einwertigen     Substituenten     und das dritte Y einen gegebenenfalls substituierten       Alkoxy-,        Aryloxy-,        Alkylthio-    oder     Arylthiorest,    die       Sulfonsäuregruppe,    eine primäre, sekundäre oder ter  tiäre     Aminogruppe    bedeuten.  



  Vorteilhaft verwendet man eine     Azofarbstoffkom-          ponente    mit einer     acylierten        Aminogruppe    der Formel  I, in der ein Y als sekundäre oder tertiäre     Amino-          gruppe        eine    solche der Formel    
EMI0002.0001     
    darstellt, in der D' den Rest eines organischen Farb  stoffes oder eines     Azofarbstoffvorproduktes    und R'  Wasserstoff oder einen niederen     Alkylrest    bedeuten.  



  Als niederen     Alkylrest    bedeutet R beispielsweise  die     Methyl-    oder     Äthylgruppe.    Vorzugsweise ist R  jedoch Wasserstoff.  



  Von     Y1,        Y2    und     Y,    ist eines vorteilhaft Chlor und  ein anderes Wasserstoff. Stellt ein Y einen beliebigen       einwertigen        Substituenten    dar, so bedeutet es vorzugs  weise eine Kohlenwasserstoff-, insbesondere eine nie  dere     Alkylgruppe,    wie die     Methyl-    oder     Äthylgruppe.     



  Als geeignete, den Rest der Formel I     aufweisende     Kupplungskomponenten bzw.     Diazoniumverbindungen     kommen die im Hauptpatent erwähnten Verbindungen  in Betracht.  



  Die erfindungsgemäss hergestellten     Azofarbstoffe     können die Gruppe der Formel I entweder am     Farb-          stoffgerüst    oder an externen     Substituenten    enthalten,  im letzteren Falle etwa am     Benzolring    von     Benzoyl-          amino-    oder     Phenylaminogruppen.     



  Den Rest der Formel I aufweisende Kupplungs  komponenten bzw.     Diazoniumverbindungen    erhält man  z. B. durch Umsetzen von Verbindungen der Formel     II     
EMI0002.0027     
    in der  D den Rest einer     Kupplungs-    bzw.

       Diazokompo-          nente    und von     Y'1,        Y'2    und     Y'"    mindestens zwei Y'  Halogen der Atomnummern 9, 17 oder 35 und das  dritte Y' Wasserstoff oder einen beliebigen     einwertigen          Substituenten    bedeuten und die in Formel I angege  bene Bedeutung hat, mit einem Metallsalz der schwef  ligen Säure, mit einem Metallsalz eines gegebenenfalls  negativ ringsubstituierten Phenols oder     Thiophenols,     mit einem gegebenenfalls     substituierten        Metallalkoxid     oder     -merkaptid,    mit Ammoniak,

   einem primären oder  sekundären Amin, wobei das organische Amin auch       Farbstoffcharakter    besitzen oder aus einem     Azofarb-          stoffvorprodukt    bestehen kann, derart, dass im Umset  zungsprodukt mindestens ein ringgebundenes Halogen  Y erhalten bleibt.  



  In bevorzugten Verbindungen der Formel     II    be  deuten     Y'1    Wasserstoff und     Y'2    und     Y'"    je Chlor.  Als Metallsalz der schwefligen Säure, welches mit  der Verbindung der Formel     II    umgesetzt werden soll,  verwendet man vorzugsweise ein     Alkalisulfit,    insbeson  dere     Natriumsulfit.    Als     Metallsalz    eines gegebenenfalls  negativ     ringsubstituierten    Phenols oder     Thiophenols     kommen beispielsweise das     Natriumsalz    des Phenols,  eines     Nitro-,    etwa des     2,

  4-Di-nitro-    oder eines     Sulfo-,     z. B. des     4-Sulfo-phenols    bzw.     -thiophenols    sowie einer       Nitrophenolsulfonsäure    in Frage. Als gegebenenfalls       substituierte        Metallalkoxide,    die mit Verbindungen der    Formel     1I    umgesetzt werden können, kommen in erster  Linie     Alkalimetall-alkoxide,    insbesondere     Natriumal-          koxide,    in Betracht, so beispielsweise     Natriumalkoxide,     die sich von niederen     Alkanolen,    wie von Methanol  oder Äthanol,

   von niederen     Alkoxyalkanolen,    wie von       ss-Methoxyäthanol,    oder von     Carboxyalkanolen    (in     Form     des     carbonsauren    Salzes), wie von     ss-Carboxyäthanol,    ab  leiten. Beispiele für     Metallmerkaptide        sind    von niederen       Alkylmerkaptanen,    wie von     Methyl-    oder     Äthylmerkap-          tan,    oder von     Carboxyalkylmerkaptanen,    z.

   B. von       ss-Carboxymethylmerkaptan    abgeleitete     Natriummer-          kaptide.     



  Als organische Amine, welche mit der Verbindung  der Formel     II    umgesetzt werden sollen, können nicht       Farbstoffcharakter    besitzende und nicht aus einer       Farbstoffkomponente    bestehende primäre Amine, bei  spielsweise niedere     Alkylamine    wie     Methyl-    oder     Äthyl-          amin,    oder gegebenenfalls ringsubstituierte     Monoaryl-          amine,    wie     Phenylamin,        Carboxyphenylamine    oder     Sul-          fophenylamine,    und sekundäre Amine, z.

   B.     N,N-Dial-          kylamine,    wie     N,N-Dimethyl-    oder     N,N-Diäthylamin,     oder     N-Alkyl-N-arylamine,    wie     N-Methyl-N-sulfophe-          nylamine,    in Betracht     kommen.    Amine mit Farbstoff  charakter oder Amine, die aus einer     Farbstoffkompo-          nente    bestehen, entsprechen z. B. der Formel  
EMI0002.0107     
    in der D' den Rest eines organischen Farbstoffes bzw.  eines     Azofarbstoffvorproduktes    und R' Wasserstoff  oder einen niederen     Alkylrest    bedeuten.  



  Die Umsetzung der Metallsalze der schwefligen  Säure oder der Metallsalze gegebenenfalls negativ ring  substituierter     Phenole    oder     Thiophenole    mit Verbin  dungen der Formel     II    erfolgt zweckmässig in wässriger  Lösung, vorzugsweise bei einem     pH-Wert    von 6 bis  10, und gegebenenfalls in     Gegenwart    von mit Wasser  mischbaren,     inerten    organischen Lösungsmitteln, wie  niederen     Ketonen,    z. B.

   Aceton, oder niederen     Fettsäu-          reamiden,    beispielsweise     NN-Dimethylformamid,    oder  niederen     cyclischen        Äthern,    z. B.     Dioxan,    und gegebe  nenfalls bei erhöhten Temperaturen.  



  Die Umsetzung der gegebenenfalls     substituierten          Metallalkoxide    und     -merkaptide    mit der     Formel        II    ent  sprechenden Verbindungen erfolgt zweckmässig in  wässriger Lösung und im Falle von     Alkalialkoxiden     auch in     wässrig-alkoholischer    Lösung bei Raumtempe  ratur.  



  Die Umsetzung von     Ammoniak    oder einem     primä-          ren    oder sekundären organischen Amin mit einer Ver  bindung der Formel     II    wird ebenfalls     vorteilhaft    in  wässriger Lösung     durchgeführt,    nötigenfalls in Gegen  wart eines säurebindenden Mittels.

   Als säurebindendes  Mittel dient gegebenenfalls ein     überschuss    des verwen  deten Amins oder - mit     Vorteil    - ein     Alkalisalz    der  Kohlensäure, wie     Natriumcarbonat,    oder einer niede  ren Fettsäure, wie     Natriumacetat,    sowie auch eine ter  tiäre Stickstoffbase, wie     Pyridin.    Der günstigste       pH-Wert    des Reaktionsgemisches beträgt ungefähr 4  bis 10.

   Wenn nötig, kann man ebenfalls in     Gegenwart     eines mit Wasser     mischbaren        inerten    organischen  Lösungsmittels, wie in Gegenwart eines niederen     Alka-          nols,    eines niederen     Ketons    oder eines niederen     Car-          bonsäureamids,    und gegebenenfalls bei erhöhter Tem  peratur arbeiten. Weisen die so erhaltenen Aminumset-           zungsprodukte    zur     Azofarbstoffbildung    geeignete  Gruppen auf, so erzeugt man weitere     Azogruppen    z. B.

    durch Kupplung mit einer     Aryldiazoniumverbindung     für den Fall, dass sich diese     Gruppen    zur     Azokupplung     eigenen, oder durch     Diazotierung    und Kupplung mit  Kupplungskomponenten für den Fall, dass es sich um       diazotierbare        Aminoarylverbindungen    handelt.  



  Die Kupplung erfindungsgemäss verwendbarer  Ausgangsstoffe     erfolgt    zweckmässig in schwach saurem  bis schwach     alaklischem    Medium nach üblichen  Methoden und unter Vermeidung höher     pH-Werte    und  Temperaturen.  



  Die     Isolierung    und Reinigung der Endprodukte  wird ebenfalls unter schonenden Bedingungen durchge  führt.  



  Erfindungsgemäss erhältliche     sulfonsäuregruppen-          freie        Azofarbstoffe    werden in feiner Dispersion zum  Färben von     hydrophoben    Fasern, insbesondere von  synthetischen     Polyamidfasern,    wie Nylon, verwendet.

    Die bevorzugten     Azofarbstoffe    enthalten wasserlöslich  machende,     salzbildende    Gruppen und eignen sich zum  Färben     aminogruppenhaltiger    Fasern aus natürlichem  und künstlichem Polyamid, wobei eine Nachbehand  lung der Färbungen mit säurebindenden Mitteln, wie  Ammoniak oder     Hexamethylentetramin    eine Verbesse  rung der     Nassechtheiten    bewirkt.

   In erster Linie wer  den wasserlösliche erfindungsgemäss erhältliche     Azo-          farbstoffe    mit vorteilhaft 2 bis 5     Sulfonsäuregruppen     jedoch zum Färben und     Bedrucken    von     hydroxylgrup-          pen-haltigen    Fasern, besonders von Fasern aus natür  licher oder regenerierter     Cellulose    verwendet.  



  Man färbt diese Materialien mit den     erfindungsge-          mäss    hergestellten Farbstoffen nach bekannten Metho  den.  



  Das     Cellulosematerial        imprägniert    oder     bedruckt     man beispielsweise bei niederer Temperatur, z. B. bei  20-50  C, mit der gegebenenfalls verdickten Farbstoff  lösung und     fixiert    dann den Farbstoff durch Behand  lung mit säurebindenden     Mitteln.    Als solche kommen  beispielsweise Natrium- oder     Kaliumcarbonat,        Di-    und       Tri-natriumphosphat    oder Natronlauge, bei Tempera  turen über 50  C auch Kalium- oder     Natriumcarbonat     in Betracht. Die Behandlung mit diesen Mitteln kann  bei Raumtemperatur oder bei erhöhter Temperatur er  folgen.

   Anstatt die imprägnierten Stoffe einer alka  lischen Nachbehandlung zu     unterwerfen,    kann man  das säurebindende Mittel in vielen Fällen auch schon  den Imprägnierflotten oder     Druckpasten    beigeben und  dann die Entwicklung der Färbung durch kurzes Erhit  zen auf Temperaturen über 100  C bis 160  C oder  durch längeres Lagern bei Raumtemperatur bewirken.  
EMI0003.0044     
    wird aus der Lösung durch Zugabe von     Kochsalz    aus  gefällt, abgesaugt und im Vakuum bei 50  getrocknet.  Er stellt ein hellrotes Pulver dar, das sich in Wasser    Durch die Behandlung mit säurebindenden Mitteln  werden die erfindungsgemäss erhältlichen Farbstoffe  chemisch an die Faser gebunden.

   Die     Cellulosefärbun-          gen    sind, da sich der nicht fixierte     Farbstoffanteil    sehr  leicht auswaschen lässt, nach dem Seifen ausgezeichnet  nassecht.  



  Natürliche     Polyamidfasern    werden in heissem  schwach saurem, z. B. essigsaurem Bade in Gegenwart  von die Gleichmässigkeit der Färbung verbessernden  Hilfsmitteln, wie von Fettsäure-     Alkanolamin-Polykon-          densationsprodukten,    sowie gegebenenfalls in Anwe  senheit von Salzen, wie     Natriumchlorid    oder     -sulfat    ge  färbt. Synthetische     Polyamidfasern    werden     zweckmäs-          sig    in heissem saurem Bade gefärbt, dann gespült und  in kochendem alkalischem Bade nachbehandelt.  



  Die erfindungsgemäss     herstellbaren    Farbstoffe sind  beständig in den alkalischen Färbebädern und Druck  pasten und gut löslich.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten Teile,  sofern nichts anderes ausdrücklich vermerkt ist, Ge  wichtsteile. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden  angegeben. Gewichtsteile verhalten sich zu     Volumteilen     wie g zu     cms.     



  <I>Beispiel 1</I>  Zu einer Lösung von 23,9 g     2-Amino-5-hydroxy-          naphthalin-7-sulfonsäure    in 800 ml Wasser tropft man  innerhalb 10 Minuten bei 0 -5  22,2 g     2,4-Dichlorpy-          rimidin-5-carbonsäurechlorid.    Durch gleichzeitiges Zu  tropfen von 20     o/oiger        Natriumcarbonatlösung    hält man  den     pH-Wert    des Reaktionsgemisches zwischen 5,0 bis  5,5. Das Reaktionsprodukt fällt zum Teil aus. Sobald  die Kondensation beendet ist, tropft man innerhalb 60  Minuten bei 15 -20  zu dem Reaktionsgemisch eine  Lösung von 12,6 g     Natriumsulfit    in 100 ml Wasser.

    Das Reaktionsprodukt der Formel  
EMI0003.0068     
    liegt als Lösung vor. Es wird mit 25,3 g     diazotierter          1-Aminobenzol-2,4-disulfonsäure    auf bekannte Weise  gekuppelt. Der Farbstoff der Formel    mit oranger Farbe löst. Er färbt Baumwolle nach den  für     Reaktivfarbstoffen    üblichen Verfahren in brillanten  Organgen Tönen von guter Nass- und Lichtechtheit.

        <I>Beispiel 2</I>  Das Kondensationsprodukt aus 31,9 Teilen     1-Ami-          no-8-hydroxynaphthalin-3,6-disulfonsäure    und 22,2  Teilen     2,4-Dichlorpyrimidin-5-carbonsäurechlorid    wird  in 200 Teilen Wasser gelöst und mit einer neutralisier  ten Lösung von weiteren 31,9 Teilen     1-Amino-8-          hydroxynaphthalin-3,6-disulfonsäure    in 200 Teilen  Wasser versetzt, und der     pH-Wert    des Reaktionsgemi  sches bei Raumtemperatur mittels wässriger     Natrium-          carbonatlösung    auf 4,5 bis 5,5 gehalten.

   Nach beende  ter Kondensation versetzt man die Reaktionslösung mit  60 Teilen     Natriumcarbonat    und lässt dann eine Lösung  von 34,6 Teilen     diazotierter        1-Aminobenzol-2-sulfon-          säure        zufliessen.    Der dabei gebildete     Disazofarbstoff     der Formel  
EMI0004.0015     
    wird durch Zugabe von     Natriumchlorid    ausgefällt, ab  filtriert und im Vakuum bei 70-80  getrocknet. Er löst  sich leicht in Wasser mit roter Farbe.  



  Wird Baumwolle oder Zellwolle mit diesem Farb  stoff nach den für     Reaktivfarbstoffe    üblichen Verfah  ren gefärbt oder bedruckt, so erhält man farbstarke  rote Färbungen oder Drucke mit sehr guten Nass- und       Lichtechtheiten.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von reaktiven Azofarb- stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man Kupplungs komponenten mit Diazoniumverbindungen vereinigt, von denen eine eine acylierte Aminogruppe der Formel I EMI0004.0025 aufweist, in der R Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest und von Y1, Y2 und Y" mindestens ein Y Halogen der Atom nummern 9, 17 oder 35,
    ein weiteres Y Wasserstoff oder einen beliebigen einwertigen Substituenten und das dritte Y einen gegebenenfalls substituierten Alk- oxy, Aryloxy-, Alkylthio- oder Arylthiorest, die Sul- fonsäuregruppe oder eine primäre, sekundäre oder ter tiäre Aminogruppe bedeuten.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man eine Azofarbstoffkomponente mit einer acylierten Aminogruppe der Formel I verwendet, in der ein Y als sekundäre oder tertiäre Aminogruppe eine solche der Formel EMI0004.0047 darstellt, in der D\ den Rest eines organischen Farb stoffes oder eines Azofarbstoffvorproduktes und R' Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest bedeuten.
    <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes fürgeistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
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