Verfahren zum Aufbringen eines rutschfesten Fussbodenbelages Es ist bekannt, Fussböden aus Beton, Mauerwerk, Holzziegeln oder dgl. in Fabrikhallen, Flugzeughangars, Kellern, Lagerräumen usw. mit einem abriebfesten Kunststoffbelag zu versehen, der in flüssigem Zustand aufgebracht wird und nach kurzer Zeit zu einer festen Schicht erstarrt. Zur Erhöhung "der Rutschsicherheit ist es auch bekannt, den flüssigen Kunststoff mit Festkör pern zu mischen, die nach dem Erstarren in der Kunst stoffschicht eingebettet und mit dieser fest verbunden sind. Anstelle dieser Zumischung kann auch eine Ein streuung der Festkörper nach dem Aufbringen des Flüs sigkeitsstoffes auf den Fussboden erfolgen.
Als Festkör per werden Materialien der verschiedensten Art ver wendet, unter anderem auch Edelstahl. Die Körnung der Festkörper ist verschieden.
Nachteilig ist bei den bekannten rutschsicheren Fuss- bodenbelägen aus Flüssigkunststoff, dass die eingebette ten Festkörper nur eine ungenügend kurze Zeit in dem Belag haften bleiben und dann auf Grund der Fussbo- denbelastung herausgerissen werden. Zu bedenken ist hierbei, dass insbesondere in Fabrikhallen, Lagerräu men, Flugzeughangars ein erheblicher fliessender Ver kehr über den Fussboden hinweggeht mit sehr häufigem Anfahren und Abbremsen. Gerade bei den letztgenann ten Bewegungen werden auf die aus dem Kunststoff belag herausragenden Festkörper grosse Kräfte ausge übt.
An oft befahrenen Stellen sind daher in kurzer Zeit die Festkörper herausgerissen, und es besteht auf dem meist etwas öligen Boden eine erhöhte Rutschgefahr.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Haftung der Fest körper in dem Kunststoffbelag zu erhöhen und damit die Rutschsicherheit des Bodenbelages zu erhöhen.
Gemäss der Erfindung wird vorgeschlagen, dass zu erst eine erste Schicht eines Flüssigkunststoffes aufge bracht wird, welcher die Festkörper bereits enthält oder in die die Festkörper nach dem Aufbringen eingebracht werden, und dass anschliessend eine zweite Schicht aus Flüssigkunststoff auf die erste Schicht aufgebracht wird. Durch diese zweite Schicht wird eine zusätzliche Ver klammerung der Festkörper erreicht, die überraschen- derweise so gross ist, wie Versuche gezeigt haben, dass ein Vielfaches an Benutzungszeit gegenüber der ein schichtigen Aufbringung erreicht wird, bis die Festkör per herausgerissen sind.
Man erklärt sich diese über raschend grosse Verlängerung der Lebensdauer damit, dass die zwei Schichten auf dem Festkörper Bindungs kräfte in unterschiedlichen Richtungen ausüben, so dass dieser wie durch ein verspanntes Netz in den beiden Schichten festgehalten wird.
Gemäss einer besonderen Ausführung der Erfindung weist die erste Schicht ein Mehrfaches der Dicke der zweiten Schicht auf. Vorzugsweise beträgt das Verhält nis 3:1. Das Aufbringen der dünneren zweiten Schicht erfolgt üblicherweise, nachdem die erste Schicht erstarrt ist und die Festkörper bereits in dieser Schicht fest ver klammert sind. Es ist aber auch möglich, die Festkör per nach Festwerden der ersten Schicht in diese ein- zuschiessen .
In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Festkörper eine Korngrösse von etwa der Ge- samtschichtdicke aufweisen. Dadurch wird erreicht, dass die Festkörper .einerseits mit Sicherheit aus den beiden Kunststoffschichten herausragen, anderseits aber auch eine grosse Fläche zur Verankerung in dem Kunststoff aufweisen.
Eine besonders zweckmässige Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass die erste Schicht eine Dicke von ca. 0,6 mm und die zweite Schicht eine Dicke von ca. 0,2 mm aufweist und die Festkörper aus Edel stahlstiften bestehen mit einer Korngrösse von etwa 0,8 mm. Bei Einhaltung dieser Abmessungen wird eine besonders lange Lebensdauer der Rutschsicherheit er reicht.
Method for applying a non-slip floor covering It is known to provide floors made of concrete, masonry, wooden bricks or the like in factories, aircraft hangars, basements, storage rooms, etc. with an abrasion-resistant plastic covering that is applied in a liquid state and becomes solid after a short time Layer solidifies. To increase the slip resistance, it is also known to mix the liquid plastic with solid bodies that are embedded in the layer of plastic after solidification and are firmly connected to it. Instead of this admixture, the solid bodies can also be scattered after the liquid has been applied liquid on the floor.
A wide variety of materials are used as solid bodies, including stainless steel. The grain size of the solids is different.
The disadvantage of the known non-slip floor coverings made of liquid plastic is that the embedded solid bodies only adhere to the covering for an insufficiently short time and are then torn out due to the load on the floor. It should be borne in mind here that, particularly in factory halls, storage rooms and aircraft hangars, a considerable amount of traffic flows over the floor with very frequent starts and stops. Particularly in the case of the latter movements, great forces are exerted on the solids protruding from the plastic covering.
The solids are torn out in a short time at places with frequent traffic, and there is an increased risk of slipping on the mostly oily floor.
The object of the invention is to increase the adhesion of the solid body in the plastic covering and thus to increase the slip resistance of the floor covering.
According to the invention, it is proposed that a first layer of a liquid plastic is first applied, which already contains the solids or into which the solids are introduced after application, and that a second layer of liquid plastic is then applied to the first layer. This second layer provides additional bracing of the solids, which is surprisingly so large, as tests have shown that a multiple of the usage time compared to the one-layer application is achieved until the solids are torn out.
This surprisingly large increase in service life is explained by the fact that the two layers exert binding forces on the solid in different directions, so that it is held in place in the two layers as if by a tensioned network.
According to a particular embodiment of the invention, the first layer is a multiple of the thickness of the second layer. The ratio is preferably 3: 1. The thinner second layer is usually applied after the first layer has solidified and the solids are already firmly clamped in this layer. But it is also possible to shoot the solids into the first layer after it has set.
In a further development of the invention, it is proposed that the solid bodies have a grain size of approximately the total layer thickness. It is thereby achieved that the solid bodies on the one hand definitely protrude from the two plastic layers, but on the other hand they also have a large area for anchoring in the plastic.
A particularly useful embodiment of the invention consists in that the first layer has a thickness of approx. 0.6 mm and the second layer has a thickness of approx. 0.2 mm and the solid bodies consist of stainless steel pins with a grain size of approx. 8 mm. If these dimensions are adhered to, a particularly long service life of the slip resistance is achieved.