CH479012A - Entlüftungsventil für Warmwasserheizungssysteme - Google Patents
Entlüftungsventil für WarmwasserheizungssystemeInfo
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Description
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Entlüftungsventil für Warmwasserheizungssysteme Die Erfindung betrifft ein Entlüftungsventil für Warmwasserheizungssysteme, bei dem in einem in die Entlüftungsöffnung eingeschraubten Stöpsel eine mit einer Quellsubstanz gefüllte Kammer vorgesehen ist, wobei die Luft durch die Quellsubstanz entweicht, das Wasser jedoch durch Aufquellen derselben zurückgehalten wird, und bei dem ein Sperrorgan vorgesehen ist, das bei einem Wechsel der Quellsubstanz einen Wasserausfluss verhindert.
Bei selbsttätigen Entlüftungsventilen der in Rede stehenden Art muss von Zeit zu Zeit die Quellsubstanz kontrolliert und ausgewechselt werden. Die Quellsub- stanz darf in ausgetrocknetem Zustand ihre zugeordnete Kammer nicht vollständig ausfüllen, so dass die Luft entweichen kann. Kommt die Quellsubstanz jedoch mit Wasser in Berührung, dann muss sie so stark aufquellen, dass sämtliche Zwischenräume, durch welche das Wasser nach aussen dringen könnte, verschlossen werden.
Durch die Einwirkung des Luftsauerstoffes, durch Absetzen von in dem Wasser enthaltenen Substanzen, durch Hitzeeinwirkung, durch Schimmelbesatz oder durch Verschmutzung verliert die Quellsubstanz nach und nach ihre Fähigkeit, die angegebene Funktion zu erfüllen. In diesem Falle kommt es dann zu einem lästigen Tropfen des Entlüftungsventils oder zu einer Blockierung der Entlüftungsfunktion und letzteres hat dann zur Folge, dass bei Ansammlung einer grösseren Luftblase der Wasserdurchfluss durch den zugeordneten Heizkörper verhindert oder erschwert wird. Oftmals kommt es schon nach relativ kurzer Zeit zu einem Ausfall des Entlüftungsventils, während andere jahrelang unbeanstandet arbeiten. Bei grossen Heizungsanlagen, z. B. in Mietshäusern, werden oftmals 100 Entlüftungsventile oder mehr benötigt.
Damit nun verhindert wird, dass bei Ausfall eines Entlüftungsventils das gesamte Wasser aus dem Heizungssystem abgelassen werden muss, ist es bekannt, in demselben ein Sperrorgan vorzusehen, welches der Quellsubstanz vorgeschaltet ist. Wenn ein Wechsel der Quellsubstanz erforderlich ist, wird vorher das Sperrorgan geschlossen und so ein Wasserauslauf verhindert.
Die bekannten Entlüftungsventile haben nun den Nachteil, dass die Bewohner oftmals aus Unkenntnis der Funktion des Sperrorgans eine fehlerhafte Regulierung vornehmen. Wenn ein Entlüftungsventil Wasser auslaufen lässt, wird einfach das Sperrorgan geschlossen, womit der Schaden behoben scheint. Erst nach einiger Zeit, wenn sich eine Luftblase angesammelt hat, vermindert sich dann die Heizleistung des Heizkörpers. Manchmal wird auch das zu der Kammer führende Verschlussorgan geöffnet, ohne dass das Sperrorgan geschlossen wird. Da sofort heisses Wasser auszulaufen beginnt, kann man das z. B. als Schraube ausgebildete Verschlussorgan nicht mehr an seine Stelle bringen. Es kann auf diese Weise ein erheblicher Schaden an der Wohnungseinrichtung entstehen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Entlüftungsventil der in Rede stehenden Art konstruktiv zu vereinfachen und so zu verbilligen und dabei die geschilderten Nachteile trotzdem zu beheben.
Diese Aufgabe wurde gemäss der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, dass der Kammer ein Ver- schlussorgan zugeordnet ist, welches das Sperrorgan zwangläufig betätigt, und zwar in dem Sinne, dass bei Öffnen des Verschlussorgans das Sperrorgan geschlossen und beim Verschliessen der Kammer das Sperrorgan geöffnet wird.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform besteht das Sperrorgan aus einer Feder und einer Ventilkugel, wobei das Verschlussorgan einen Stift besitzt, der durch eine Ventilöffnung hindurch die Ventilkugel von ihrem Ventilsitz zurückdrückt. Die Feder ist dabei kegelförmig gewickelt, so dass die Ventilkugel beim Zurückdrücken nach der Seite hin ausweicht.
Ein Nachteil einer bekannten Konstruktion, bei der ebenfalls eine Feder mit einer Ventilkugel als Sperrorgan verwendet wird, lag darin, dass die Federspannung nach einigen Jahren nachlässt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in der Normalstellung, in welcher das Sperrorgan
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geöffnet ist, die Feder zusammengedrückt ist. Wenn nun nach einigen Jahren ein Wechsel der Quellsubstanz erforderlich ist, dann hat die Feder nicht mehr die Kraft, die Ventilkugel an ihren Ventilsitz anzudrücken. Es kann dann trotz einer richtigen Betätigung des Ent- lüftungsventils zu einem Auslaufen von Heizungswasser kommen.
Wird dagegen gemäss der geschilderten bevorzugten Ausführungsform die Ventilkugel nach der Seite hin weggedrückt, dann tritt diese Erscheinung nicht auf.
Vorzugsweise ist das Verschlussorgan eine Schraube, welche den Stift aufweist. Die Quellsubstanz wird zweckmässig von Quellringen gebildet, welche auf den Stift aufgeschoben sind.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 ein Entlüftungsventil in auseinandergezogener Darstellung, Fig. 2 einen Schnitt des Entlüftungsventils gemäss Fig. 1 in der Funktionsstellung.
Eine bevorzugte Ausführungsform des Entlüftungsventils gemäss der Erfindung besteht aus einem Stöpsel 1 oder einem ähnlichen zylindrischen Körper, welcher etwa in seiner Mitte eine Trennwand 2 besitzt. Zentral in der Trennwand 2 ist eine Ventilöffnung 3 vorgesehen. Auf der einen Seite der Trennwand 2 besitzt der Stöpsel 1 ein Aussengewinde 4, mittels welchem er in eine Entlüftungsöffnung 5 des Warmwasserheizungs- systems eingeschraubt werden kann. Weiterhin ist auf dieser Seite eine Innenbohrung 6 vorgesehen, welche eine kegelig gewickelte Feder 7 aufnimmt. Die Feder 7 trägt an ihrem dem kleinsten Durchmesser aufweisenden Stirnende eine Ventilkugel 8, welche sie gegen die Trennwand 2 drückt.
Die Trennwand 2 ist dabei auf ihrer der Feder 7 zugewendeten Seite tellerförmig oder kugelförmig vertieft. An der tiefsten Stelle mündet die Ventilöffnung 3. Dementsprechend ruht die Ventilkugel 8 unter dem Andruck der Feder 7 auf der Ventilöffnung 3 und verschliesst dieselbe.
Auf der anderen Seite der Trennwand ist eine Kammer 9 vorgesehen, welche Radialbohrungen 10 besitzt. Die Radialbohrungen 10 münden wie üblich in einen Sechskant, welcher das Ein- und Ausschrauben des Stöpsels 1 in die Entlüftungsöffnung 5 des Heizungssystems ermöglicht. Am Stirnende besitzt die Kammer 9 ein Innengewinde 11, in welch letzteres eine einen Stift 12 aufweisende Schraube 13 eingeschraubt ist. Auf den Stift 12 sind scheibenförmige Quellringe 14 aufgeschoben.
Der Stift 12 ragt durch die Ventilöffnung 3 hindurch und drückt die Ventilkugel 8 nach der Seite hin weg. In dem Heizungssystem gegebenenfalls vorhandene Luft kann durch den Ringraum zwischen der Ventil- öffnung 3 und dem vorderen Ende des Stiftes 12, weiterhin durch den Ringraum zwischen dem Stift 12 und den Quellringen 14 und radial durch die Zwischenräume zwischen den Quellringen 14 über die Radialbohrungen 10 entweichen. Dringt Wasser durch den angegebenen Weg, dann quellen die Quellringe auf, wobei sie sich aneinander, an die Trennwand 2 und an die innere Stirnseite der Schraube 13 anpressen. Auf diese Weise kann kein Wasser mehr zwischen den Quell- ringen 14 ausfliessen.
Wenn die Quellringe 14 ihre Funktion nicht mehr erfüllen, sei es, dass sie Wasser hindurchlassen, oder dass sie keine Luft mehr hindurchlassen, wird die Schraube 13 gelöst, wobei die zur Seite gedrückte Ventilkugel ihren Sitz auf der Ventilöffnung 3 einnimmt und diese verschliesst. Es können dementsprechend die Quellringe gewechselt werden, ohne dass Wasser ausfliessen kann.
Ein besonderer Vorteil des Entlüftungsventils gemäss der Erfindung liegt darin, dass es, abgesehen von den Quelh-ingen, nur aus zwei Teilen besteht, nämlich dem Stöpsel 1 und der Schraube 13, die fertigungstechnisch leicht herzustellen sind.
Vorzugsweise ist noch eine Kunststoffkappe 15 vorgesehen, welche über den Stöpsel 1 geschoben wird und so verhindert, dass die Schraube 13 aus Versehen betätigt wird. Die Kunststoffkappe besitzt ein Loch, um eine Ansammlung von Kondenswasser zu verhindern.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Entlüftungsventil für Warmwasserheizungssysteme, bei dem in einem in die Entlüftungsöffnung eingeschraubten Stöpsel eine mit einer Quellsubstanz gefüllte Kammer vorgesehen ist, wobei die Luft durch die Quellsubstanz entweicht, das Wasser jedoch durch Aufquellen derselben zurückgehalten wird, und bei dem ein Sperrorgan vorgesehen ist, das bei einem Wechsel der Quellsubstanz einen Wasserausfluss verhindert, dadurch gekennzeichnet, dass der Kammer ein Verschlussorgan zugeordnet ist, welches das Sperrorgan zwangläufig betätigt, und zwar in dem Sinne,dass bei öffnen des Verschlussorgans das Sperrorgan geschlossen und bei Verschliessen der Kammer das Sperrorgan geöffnet wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Entlüftungsventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrrorgan aus einer Feder (7) und einer Ventilkugel (8) besteht und dass das Ver- schlussorgan einen Stift (12) besitzt, der durch eine Ventilöffnung (3) hindurch die Ventilkugel (8) von ihrem Ventilsitz zurückdrückt. 2. Entlüftungsventil nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (7) kegelförmig gewickelt ist, so dass die Ventilkugel (8) bei dem Zurückdrücken nach der Seite hin ausweicht. 3.Entlüftungsventil nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussorgan eine Schraube (13) ist, welche den Stift (12) aufweist. 4. Entlüftungsventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Quellsubstanz von Quellringen (14) gebildet wird, welche auf den Stift (12) aufgeschoben sind. 5.Entlüftungsventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Stöpsel (1) im mittleren Bereich eine Trennwand (2) mit der Ventilöffnung (3) besitzt, dass auf der einen Seite derselben ein Aussengewinde (4) zum Einschrauben des Stöpsels (1) in die Entlüftungsöffnung (5) und eine Innenbohrung (6) zur Aufnahme der Feder (7) mit ihrer zugeordneten Ventilkugel (8) und auf der anderen Seite die Kammer (9) vorgesehen sind, wobei die Kammer (9) Radialbohrun- gen (10) und am Stirnende ein Innengewinde (11) besitzt, in letzteres die den Stift (12) aufweisende Schraube (13) eingeschraubt ist.
Priority Applications (1)
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| CH425769A CH479012A (de) | 1969-03-20 | 1969-03-20 | Entlüftungsventil für Warmwasserheizungssysteme |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH425769A CH479012A (de) | 1969-03-20 | 1969-03-20 | Entlüftungsventil für Warmwasserheizungssysteme |
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| CH479012A true CH479012A (de) | 1969-09-30 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102010015157A1 (de) * | 2010-03-06 | 2011-09-08 | Norma Germany Gmbh | Kupplungselement zum Verbinden zweier Rohrenden |
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1969
- 1969-03-20 CH CH425769A patent/CH479012A/de not_active IP Right Cessation
Cited By (3)
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| DE102010015157A1 (de) * | 2010-03-06 | 2011-09-08 | Norma Germany Gmbh | Kupplungselement zum Verbinden zweier Rohrenden |
| CN102192380A (zh) * | 2010-03-06 | 2011-09-21 | 诺马德国有限责任公司 | 用于连接两个管端部的连接元件 |
| CN102192380B (zh) * | 2010-03-06 | 2013-11-27 | 诺马德国有限责任公司 | 用于连接两个管端部的连接元件 |
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