CH479547A - Verfahren zur Herstellung von a-Aminocarbonsäureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von a-Aminocarbonsäureestern

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CH479547A
CH479547A CH76569A CH7656966A CH479547A CH 479547 A CH479547 A CH 479547A CH 76569 A CH76569 A CH 76569A CH 7656966 A CH7656966 A CH 7656966A CH 479547 A CH479547 A CH 479547A
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CH
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hydrogen
molecular weight
low molecular
acid
formula
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CH76569A
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Ehrhart Gustav
Lindner Ernst
Ott Heinrich
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Hoechst Ag
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/185Acids; Anhydrides, halides or salts thereof, e.g. sulfur acids, imidic, hydrazonic or hydroximic acids
    • A61K31/19Carboxylic acids, e.g. valproic acid
    • A61K31/195Carboxylic acids, e.g. valproic acid having an amino group

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Description


  Verfahren zur Herstellung von α-Aminocarbonsäureestern    Es wurde gefunden, dass man Aminocarbonsäurederivate der Formel I  
EMI0001.0000     
    worin R einen niedrigmolekularen Alkylrest bedeutet  und R1 und R2 gleich oder verschieden: sind und Wasser  stoff, niedrigmolekulare Alkylreste oder Halogen be  deuten und deren Salze, erhält, wenn man     Aminocarbon-          säurederivate    der Formel  
EMI0001.0003     
    worin R' Wasserstoff oder einen niedrigmolekularen  Alkylrest und R" Wasserstoff oder die Benzylgruppe  bedeuten,

   mit Aldehyden der Formel III oder IV  
EMI0001.0004     
    umsetzt und     gleichzeitig    oder     anschliessend        reduziert     sowie eine gegebenenfalls vorhandene C-C-Doppel    bindung hydriert und falls R' ein Wasserstoffatom be  deutet,

   die freie Carboxylgruppe durch Umsetzung mit  einem niedrigmolekularen Alkohol verestert und/oder  eine gegebenenfalls vorhandene Benzylgruppe durch       katalytische    Hydrierung abspaltet und gegebenenfalls  die     erhaltenen        basischen        Verbindungen        mit    anorganischen  oder     organischen    Säuren in     ihre        Salze    überführt.  



  Diese Verfahrensprodukte zeichnen sich durch aus  gezeichnete Herz- und Kreislaufwirksamkeit aus,     wobei     die     Toxizität    gegenüber den bisher bekannten Verbin  dungen     wesentlich    geringer ist.  



  Als Ausgangsstoffe für die Umsetzung dienen     Phenyl-          alanin    bzw. seine niedrigmolekularen Alkylester, insbe  sondere die Methyl- oder Äthylester, weiterhin 2-(3-,     4-)-          Methylphenylalanin,    3,4-Dimethylphenylalanin sowie die  2-(3-, 4-)-Chlorphenylalanin, 2-(3-,     4-)-Äthylphenyl-          alanin    sowie die entsprechenden niederen Alkylester,  vorzugsweise Methyl- und Äthylester.

   Die Umsetzung  mit Aldehyden der Formel III oder IV mit gleichzeitiger  oder anschliessender     Reduktion        erfolgt        nach        grund-          sätzlich    bekannten Methoden, ausgehend von     1,1-Di-          phenyl-3-aminopropan.    Der als Ausgangsstoff genannte  Aldehyd der Formel IV kann beispielsweise nach Comp.  rend. 250, 150 (1960) aus     1,1-Diphenyl-1-hydroxy-          propin    (2) hergestellt werden.

   Die Umsetzung von     1,1-          Diphenyl-3-aminopropan    mit den Aldehyden kann bei  spielsweise durch katalytische     Hydrierung    von     äqui-          molaren    Mengen beider     Verbindungen    in Gegenwart  eines indifferenten Lösungsmittels     vorgenommen    wer  den.      Als Katalysatoren verwendet man Metalle der B.  Gruppe des periodischen Systems,     vorzugsweise    Edel  metalle. Als     Lösungsmittel        eignen    sich die für Hydrie  rung üblichen Lösungsmittel, z. B. Alkohole, Wasser  oder wässrige Alkohole.

   Es können auch Nickel-Kataly  satoren, vorzugsweise Raney-Katalysatoren, verwendet  werden. Bei katalytischer Hydrierung des     ungesättigten     Aldehyds der Formel IV in Gegenwart des     Phenyl-          alaninderivates    wird die C-C-Doppelbindung gleich  zeitig mithydriert. Wird der ungesättigte Aldehyd zu  nächst mit dem Phenylalaninderivat kondensiert und  anschliessend, beispielsweise mittels Natriumborhydrid,  reduziert, so muss die C-C-Doppelbindung nachträglich  durch katalytische Hydrierung entfernt werden.  



  Die Reduktion kann auch mittels Natriumborhydrid  durchgeführt werden, wobei man zweckmässig zunächst  das Kondensationsprodukt als Amin und Aldehyd, ge  gebenenfalls bei leicht erhöhten Temperaturen, sowie  gegebenenfalls in Gegenwart eines indifferenten organi  schen Lösungsmittels, beispielsweise Benzol oder Toluol  herstellt und nach Verdünnen mit einem geeigneten  Lösungsmittel, beispielsweise     niederen    Alkoholen, ge  gebenenfalls in Gegenwart von Wasser, durch Zugabe  von Natriumborhydrid reduziert. Weiterhin kann man  auch mit nascierendem Wasserstoff, z. B. mit Alumi  niumamalgam und Alkohol, Natriumamalgam redu  zieren.  



  Falls die freien Aminosäuren und nicht ihre Ester als  Ausgangsstoffe verwendet wurden, können die erhaltenen  1,1-Diphenylpropylaminocarbonsäuren der allgemeinen  Formel I, in der R ein Wasserstoffatom     bedeutet,        durch     Vereiterung in Verfahrensprodukte der     Formel    I, in der  R einen niederen Alkylrest bedeutet, überführt werden.  Als Alkohole kommen vorzugsweise. Methanol und  Äthanol in Frage, es können jedoch auch Propyl- oder  Butylalkohol zur Vereiterung verwendet werden.

   Die  Vereiterung erfolgt in üblicher Weise, beispielsweise  durch mehrstündiges Kochen der     beiden    Komponenten  in Gegenwart von wasserabspaltenden Mitteln, wie kata  lytischen Mengen     konzentrierter        Schwefelsäure,        Salzsäure     oder durch azeotrope Destillation.  



  Die Verfahrenserzeugnisse können als basische Ver  bindungen mit     Hilfe    von anorganischen oder organischen  Säuren in die entsprechenden     Salze        überführt    werden.  Als anorganische Säuren kommen beispielsweise in Be  tracht: Halogenwasserstoffsäuren, wie Chlorwasserstoff  säure und Bromwasserstoffsäure sowie Schwefelsäure,    Phosphorsäure und Amidosulfonsäure. Als organische  Säuren seien beispielsweise genannt: Essigsäure,     Pro-          pionsäure,    Milchsäure, Maleinsäure, Bernsteinsäure,  Weinsäure, Benzoesäure, Salicylsäure, Zitronensäure,  Acetursäure, Oxyäthansulfonsäure und Äthylendiamin  tetraessigsäure.  



  Die Verfahrensprodukte weisen eine sehr gute     Herz-          und    Kreislaufwirkung auf. So fährt z. B. die Ver  abreichung von       N-[3,3-Diphenylpropyl-(1)]-3,4-dimethylphenyl-          alaninmethylester    oder       N-[3,3-Diphenylpropyl-(1)]-phenylalaninmethyl-          ester    oder       N-[3,3-Diphenylpropyl-(1)]-p-chlorphenylalanin-          äthylester     im Versuch am isolierten Meerschweinchenherzen nach  Langendorff bei einer einmaligen Injektion von 5 y zu  einer Zunahme der Coronardurchströmung um 105 %  bzw. 84 und 70%, während Herzfrequenz und Schlag  grösse unbeeinflusst bleiben.  



  Der Vorteil der neuen Verfahrensprodukte besteht  vor allem darin, dass sie im     Vergleich        zu    bekannten  Verbindungen von ähnlicher Struktur bei gleicher oder  besserer coronarerweiternder Wirkung vor allem eine  viel geringere     Toxizität    aufweisen.  



  So beträgt z. B. die Dosis let. min. i. v. bei der Maus  der vorstehend     genannten    Verfahrensprodukte 150 mg/kg  bzw. 150 mg/kg und 100 mg/kg. Demgegenüber     liegt     die Dosis let. min. i. v. des aus der britischen Patent  schrift Nr. 916 644 bereits bekannten Produktes  2-[N     (1',1'-Diphenylpropyl-3')]-amino-          3-phenylpropan     bei 15 mg/kg (Versuch an der Maus).  



  Die Verbindungen sind wirksam in ihrer freien  Form wie auch in Form ihrer     Salze    sowohl     zur    oralen  wie auch parenteralen Anwendung. Sie können daher  als solche oder in Mischung mit üblichen pharma  zeutischen Trägerstoffen, wie Wasser, Stärke, Lactose,  Talkum, oder mit pharmazeutisch üblichen Hilfsstoffen,  wie Stabilisatoren, angewendet werden. Die Verfahrens  produkte können als Tabletten, Dragées, Kapseln,  Ampullen, Lösungen, Emulsionen oder Suspensionen  appliziert werden.

      <I>Beispiel 1</I>       N-[3,3-Diphenylpropyl-(1)]-phenylalanin-          methylesterhydrochlorid     
EMI0002.0038     
    10,7 g (1/2o Mol) Phenylalaninmethylester-HCl wer  den in 150 ml absolutem Alkohol gelöst. 2,7 g (1/2o Mol)  Natriummethylat wird, in wenig absolutem Alkohol ge  löst, zugegeben. Nach Abfiltrieren des ausgeschiedenen  NaCl werden 10,5 g (1/2o Mol) Diphenylpropionaldehyd       zugesetzt    und das Gemisch     bei    etwa 50  mit     Palladium     und Wasserstoff geschüttelt. Nach beendeter Reduktion  wird die Lösung im Vakuum     eingeengt,    das zurückblei  bende hellgelbe<B>Öl</B> in Äther gelöst und mit 25 ml 2n    HCl geschüttelt.

   Beim Reiben kristallisiert sofort das  weisse Hydrochlorid des N     [3,3-Diphenylpropyl-(1)]-          phenylalaninmethylester    aus, das abgesaugt, mit Äther  und mehrmals mit     wenig    kaltem Wasser gewaschen und  getrocknet wird. Nach Umkristallisieren aus absolutem  Alkohol/Äther werden 5,6g     N-[3,3-Diphenylpropyl-(1)]-          phenylalaninmethylester-HCl    vom     Fp.   <B>180</B> bis 181   erhalten.

        <I>Beispiel 2</I>       N-[3,3-Diphenylpropyl-(1)]-p-chlorphenylalanin-          äthylesterhydrochlorid     
EMI0003.0002     
    17,5 g p-Chlorphenylalaninäthylester und 16,3 g  Diphenylpropionaldehyd werden; in Methanol gelöst und  2 g NaBH4 in kleinen Portionen eingetragen. Nach einer  halben Stunde wirrt mit verdünntem HCl angesäuert,  wobei sofort das Hydrochlorid auskristallisiert. Nach  dem     Absaugen        werden    die     Kristalle    mit Äther und  Wasser gewaschen und, an der Luft     getrocknet.    Nach    dem Umkristallisieren aus heissem absolutem.

   Alkohol  werden 17g     N-[3,3-Diphenylpropyl-(1)]-p-chlorphenyl-          alaninäthylester-HCl    vom Fp. 203 bis 204  erhalten.  



  <I>Beispiel 3</I>       N-[3,3-Diphenylpropyl-(1)]-3,4-dimethylphenyl-          alaninmethylester-HCl     
EMI0003.0011     
    8,3 g 3,4-Dimethylphenylalaninmethylester und 8,4 g  Diphenylpropionaldehyd werden zusammengegeben, wo  bei sich das Gemisch auf etwa 40  erwärmt.

   Nach  Zugabe von     Methanol    wird mit Palladium und Wasser  stoff     bei    40 bis 50      geschüttelt.    Das     Lösungsmittel    wird  im Vakuum abdestilliert und der Rückstand mit Äther  und verdünnter Chlorwasserstoffsäure versetzt, wobei  das ölige Hydrochlorid     ausfällt,    das bald     kristallisiert.     Dieses wird abgesaugt, mit etwas Wasser und Äther ge-    waschen und getrocknet. Nach dem Umkristallisieren  aus heissem absolutem Alkohol     werden    10,2 g       N-[3,3-Diphenylpropyl-(1)]-3,4-dimethylphenyl-          alaninmethylesterhydrochlorid     vom Fp. 177  erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von &alpha;-Aminocarbonsäure- estern der Formel I EMI0003.0024 worin R einen niedrigmolekularen Alkylrest bedeutet und R1 und R2 gleich oder verschieden sind und Wasser stoff, niedrigmolekulare Alkykeste oder Halogen be- deuten, und deren Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass man Aminocarbonsäurederivate der Formel II EMI0003.0026 worin R' Wasserstoff oder einen niedrigmolekularen Alkylrest und R" Wasserstoff oder die Benzylgruppe bedeuten, mit Aldehyden der Formeln III oder IV EMI0003.0027 umsetzt und gleichzeitig oder anschliessend reduziert,
    eine gegebenenfalls vorhandene C-C-Doppelbindung hy- driert, falls R' Wasserstoff bedeutet, die freie Carboxyl- gruppe durch Umsetzung mit einem niedrigmolekularen Alkohol verestert und in den erhaltenen Verbindungen eine allfällige Benzylgruppe durch katalytische Hydrie rung abspaltet.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die erhaltenen basischen Verbin- dungen mit anorganischen oder organischen Säuren in ihre Salze überführt. <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungs bereich des Patentes massgebend ist.
CH76569A 1965-06-01 1966-05-27 Verfahren zur Herstellung von a-Aminocarbonsäureestern CH479547A (de)

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