CH479708A - Legierung auf Kupferbasis und Verfahren zur Herstellung derselben - Google Patents

Legierung auf Kupferbasis und Verfahren zur Herstellung derselben

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CH479708A
CH479708A CH411366A CH411366A CH479708A CH 479708 A CH479708 A CH 479708A CH 411366 A CH411366 A CH 411366A CH 411366 A CH411366 A CH 411366A CH 479708 A CH479708 A CH 479708A
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CH411366A
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Joseph Pryor Michael
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Olin Mathieson
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C9/00Alloys based on copper

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Description


  Legierung auf Kupferbasis und     Verfahren        zur    Herstellung derselben    Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue Legie  rung auf Kupferbasis mit wesentlich verbesserter Be  ständigkeit gegen Oxydation und Anlaufen in feuchten  und verunreinigten Atmosphären.  



  Legierungen auf Kupferbasis haben in der Industrie  und allgemein im Handel breite und vielseitige Verwen  dung gefunden; jedoch werden die vielen brauchbaren  physikalischen Eigenschaften dieser Legierungen fast  unveränderlich durch ihre extrem niedrige Beständigkeit  gegen Oxydation und Anlaufen, insbesondere in feuch  ten und verunreinigten Atmosphären, in einem gewissen  Grade zunichte gemacht. Durch diese schlechte Oxyda  tionsbeständigkeit wurde die Verwendbarkeit von Legie  rungen auf Kupferbasis eingeschränkt, und sie führte zu  langen und fortgesetzten Anstrengungen, diesen Nachteil  zu überwinden.  



  Es war seit langem das Ziel der Kupferindustrie,  neue Legierungen auf Kupferbasis zu entwickeln, die  diese Nachteile nicht haben und durch gute Oxydations  beständigkeit charakterisiert sind. Die Kupferindustrie  hat danach gestrebt, neue Legierungen auf Kupferbasis  zu entwickeln, deren Beständigkeit gegen Oxydation und  Anlaufen mindestens so gut ist wie diejenige von     auste-          nitischen    rostfreien Stählen. Früher wurde in der Weise  an dieses Problem herangegangen, dass man die     Oxyda-          tions-    und Anlaufeigenschaften von binären Kupfer  legierungen, in denen der binäre Legierungszusatz eine  stark reduzierende Natur hat und an und für sich stark  schützende Oxydationsfilme bildet, wie z. B. Aluminium,  untersuchte.

   Dieses Vorgehen war nicht erfolgreich bei  der Erzielung rostfreier Eigenschaften, die in täglichen  Umgebungen selbstheilend sind.  



  Es waren gewisse beschränkte Erfolge vorhanden,  wenn die binären Legierungen in solcher Weise verarbei  tet wurden, dass die Oxydation der     Kupfergrundmasse     vollständig verhindert wurde, während die Oxydation  des     Legierungszusatzes    noch möglich war. Dieses Ergeb  nis wurde gewöhnlich durch selektive Oxydation erzielt,  wobei die binären     Legierungen    einer Behandlung bei  hoher Temperatur in Atmosphären, die wie feuchter    Wasserstoff den reduzierenden Legierungsbestandteil  oxydieren, aber das Kupfer mit seiner niedrigeren freien  Oxydationsenergie im reduzierten Zustand halten, unter  worfen wurden. Diese Behandlungsart liefert oft schüt  zende, unsichtbare     Oxydfilme    des Legierungszusatzes.

    Diese Filme schützen die     Kupfergrundmasse,    solange sie  nicht mechanisch beschädigt werden. Wenn die Filme  mechanisch beschädigt werden, was sogar bei gelinden  Formoperationen, wie z. B. Richten von Blech, die     we-          niger        als    1     %        plastische        Deformation        mii        sich        bringen,     der Fall ist, reparieren sie sich bei normalen Tempera  turen oder in Abwesenheit besonderer Atmosphären  nicht spontan selbst mit schützenden     kupferoxydfreien     Filmen.  



       Demgemäss    ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung  die Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung von  neuen und verbesserten Legierungen auf Kupferbasis,  die eine im Vergleich zu den bisher bekannten Legierun  gen des gleichen Typs verbesserte Oxydationsbeständig  keit haben, und zwar unter den verschiedensten Bedin  gungen.  



  Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die  Schaffung von Legierungen der oben erwähnten Art, de  ren Oxydationsbeständigkeit nicht beeinträchtigt wird,  wenn die Legierung mechanisch beschädigt ist, d. h. es  ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, selbstheilende,  oxydationsbeständige Legierungen auf Kupferbasis zur  Verfügung zu stellen.  



  Es wurde nun gefunden, dass die vorstehenden Ziele  und Vorteile der vorliegenden     Erfindung    leicht erreicht  werden können und     verbesserte    Legierungen auf Kup  ferbasis mit wesentlicher Oxydationsbeständigkeit herge  stellt werden können.

   Die neue Legierung auf Kupfer  basis gemäss der Erfindung, die eine verbesserte Oxyda  tionsbeständigkeit aufweist und auf ihrer Oberfläche ein  gemischtes Oxyd von mindestens zwei metallischen Le  gierungszusätzen trägt, ist dadurch gekennzeichnet, dass  jeder der Legierungszusätze eine maximale feste     Lös-          lichkeit        in        Kupfer        von        mehr        als        0,5        Gewichts-%        hat     und das gemischte Oxyd      A. einen Schmelzpunkt über 1300  C,  B.

   weniger als 0,5     Gew.-Ü/o    festes Lösungsvermögen für  Kupferoxyde und       C.        weniger        als    2     Gew.-%        festes        Lösungsvermögen        für     die einzelnen     Oxydkomponenten    des gemischten  Oxydes hat und  D.     vorzugsweise    einen hohen elektrischen Widerstand  bei     Zimmertemperatur,    d. h. etwa 101  Ohm -     Centi-          meter    bei Zimmertemperatur, hat. Der Schmelzpunkt  der Legierung ist häufig inkongruent.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung zur Herstel  lung dieser Legierung ist dadurch gekennzeichnet, dass  man mindestens zwei metallische Legierungszusätze, von  denen jeder eine maximale feste Löslichkeit in Kupfer       von        mehr        als        0,5        Gew.-%        hat,        mit        Kupfer        legiert,        wo-          bei    die Legierungszusätze ein gemischtes Oxyd zu bilden  vermögen, das die folgenden Eigenschaften hat:

    A. einen     Schmelzpunkt    über 1300  C,       B.        weniger        als        0,5        Gew.-%        festes        Lösungsvermögen        für     Kupferoxyde und       C.        weniger        als    2     Gew.-%        festes        Lösungsvermögen        für     die einzelnen     Oxydkomponenten    des gemischten  Oxydes,

   wobei ferner die Legierungszusätze in der  artigen Konzentrationsverhältnissen zugesetzt wer  den, dass sie auf der Oberfläche der Legierung das  gemischte Oxyd     bilden.    Die Legierungsbestandteile  werden also in solchen Konzentrationsverhältnissen  zugesetzt, dass sie im Verhältnis zur Konzentration  des einzelnen Legierungsbestandteiles in dem ge  mischten Oxyd an die Oberfläche der Legierung  diffundieren.  



  Gemischte Oxyde (d. h. Oxyde mit einer definierten  Formel und mit mindestens 2 metallischen Elementen)  mit den vorstehenden Eigenschaften sind bekannt. Es ist  ein überraschender Vorteil der vorliegenden Erfindung,  dass die Legierungszusätze in den entsprechenden Kon  zentrationsverhältnissen zugesetzt werden können und  eine     hochoxydationsbeständige    Legierung liefern.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren und die mittels  desselben erhaltenen neuen Legierungen lösen über  raschenderweise und     unerwarteterweise    die Probleme,  die bisher bei den ausgedehnten Untersuchungen der  Technik der Legierungen auf Kupferbasis auftraten. Es  ist im     Hinblick    auf die langen und erfolglosen Anstren  gungen zur Lösung dieses Problems überraschend und  unerwartet, dass eine selbstheilende Legierung auf Kup  ferbasis leicht und schnell erhalten werden kann.

   Die er  findungsgemässen Legierungen sind oxydationsbestän  dig, wenn sie einer grossen Vielzahl von Bedingungen  unterworfen werden; beispielsweise wurde gefunden,    dass die     erfindungsgemässen    Legierungen gegen Anlau  fen beständig sind, wenn sie in Luft während langer  Zeiträume auf erhöhte Temperaturen in der     Grössen-          ordnung    von 800  C erhitzt werden, wenn sie während  langer Zeiträume verunreinigter feuchter Luft ausgesetzt  werden und selbst wenn sie in korrodierende Lösungen,  wie z. B.     Ammoniumsulfidlösung,    eingetaucht werden.  Wie wohlbekannt ist, laufen bekannte Legierungen auf  Kupferbasis selbst bei kurzer Einwirkung dieser Bedin  gungen in einem sehr hohen Ausmass an.  



  Die Legierungsbestandteile, die in der vorliegenden  Erfindung in Betracht gezogen werden, sind Metalle mit  einer maximalen festen Löslichkeit in Kupfer von mehr  als 0,5     Gew.     /o. Darüber hinaus bilden die Legierungs  bestandteile auf der Oberfläche der Legierung auf Kup  ferbasis die vorstehend erwähnten gemischten Oxyde,  wenn sie in den geeigneten Kombinationen und Konzen  trationen zugesetzt werden. Natürlich hängen die spe  zielle Kombination von Legierungsbestandteilen und de  ren Konzentrationsverhältnisse für das Legieren von  dem speziellen gemischten Oxyd und dem Verhältnis  der einzelnen Legierungsbestandteile     in,    demselben ab.  



  Repräsentative Legierungsbestandteile sind Alumi  nium, Silicium, Gallium, Chrom, Titan, Beryllium,     Zir-          konium,    Bor, Magnesium, Nickel, Germanium, Mangan  und Eisen; es soll aber nicht auf diese Legierungsbe  standteile eingeschränkt werden.  



  Gemäss den zur Verfügung stehenden Informationen  wird angenommen, dass die     Oberfläche    der Legierung  das gemischte Oxyd der oben erwähnten     Art    enthält,  wenn die Legierungsbestandteile in den entsprechenden  Konzentrationsverhältnissen zugesetzt werden; jedoch ist  der genaue Mechanismus des erfindungsgemässen Ver  fahrens nicht vollständig aufgeklärt, und daher besteht  das entscheidende Merkmal der vorliegenden Erfindung  in dem Zusatz der Legierungsbestandteile in der oben  angegebenen berechneten Menge, um auf der Oberfläche  die vorstehenden gemischten Oxyde zu bilden.  



  Zu den Beispielen von gemischten Oxyden, die für  die vorliegende Erfindung in Betracht kommen, gehören  gewisse gemischte Oxyde der     Spinellgruppe.    Gemischte  Oxyde können aus zwei oder mehr Legierungszusätzen  gebildet werden, wobei die Legierungszusätze in jedem  Falle in dem zur Bildung des speziellen gemischten     Oxy-          des    erforderlichen Konzentrationsverhältnis zugesetzt  werden; d. h. wo beispielsweise ein gemischtes Drei  komponentenoxyd existiert, werden die Legierungsbe  standteile im Verhältnis zu der Konzentration der ein  zelnen Legierungsbestandteile in dem gemischten Oxyd  zugegeben. In Tabelle I unten ist eine repräsentative  Reihe von Legierungszusätzen und gemischten Oxyden,  die für die vorliegende Erfindung in Betracht kommen,  aufgeführt.

    
EMI0002.0059     
  
    <I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb>  Maximales <SEP> festes <SEP> Verhältnis <SEP> der
<tb>  Komplexes <SEP> Oxydsystem <SEP> Lösungsvermögen <SEP> Atomkonzentra  Legierungsbestandteile <SEP> und <SEP> Formel(n) <SEP> Schmelzpunkt <SEP>  C <SEP> für <SEP> jede <SEP> tionen <SEP> an <SEP> der
<tb>  Oxydkomponente <SEP> Grenzfläche
<tb>  Beryllium <SEP> und <SEP> Aluminium <SEP> Berylliumaluminate
<tb>  3A1203-Be0 <SEP> <B>1</B>910 <SEP> 0 <SEP> 6A1 <SEP> :1Be
<tb>  A1203-Be0 <SEP> 1870 <SEP> 0 <SEP> 2A1 <SEP> :

  1Be       
EMI0003.0001     
  
    Maximales <SEP> festes <SEP> Verhältnis <SEP> der
<tb>  Komplexes <SEP> Oxydsystem <SEP> Lösungsvermögen <SEP> Atomkonzentra  Legierungsbestandteile <SEP> und <SEP> Formel(n) <SEP> Schmelzpunkt <SEP>  C <SEP> für <SEP> jede <SEP> tionen <SEP> an <SEP> der
<tb>  Oxydkomponente <SEP> Grenzfläche
<tb>  Aluminium <SEP> und <SEP> Silicium <SEP> mullit
<tb>  3A120, <SEP> - <SEP> 2Si02 <SEP> 1810 <SEP> 0 <SEP> 3A1: <SEP> 1Si
<tb>  Beryllium <SEP> und <SEP> Silicium <SEP> Berylliumsilicat
<tb>  213e0 <SEP> - <SEP> SiO2 <SEP> 1560 <SEP> 0 <SEP> 213e <SEP> : <SEP> 1Si
<tb>  Magnesium <SEP> und <SEP> Bor <SEP> Magnesiumborate
<tb>  2M90 <SEP> -B20, <SEP> 1356 <SEP> 0 <SEP> 1M9: <SEP> 1B
<tb>  3M90.B20, <SEP> 1340 <SEP> 0 <SEP> 3M9:213
<tb>  Magnesium <SEP> und <SEP> Silicium <SEP> Forsterit
<tb>  2M90 <SEP> - <SEP> Si02 <SEP> 1890 <SEP> 0 <SEP> 2M9:

   <SEP> 1Si
<tb>  Magnesium <SEP> und <SEP> Titan <SEP> Magnesiumtitanate
<tb>  2M,0 <SEP> - <SEP> Ti02 <SEP> <B>1</B>732 <SEP> 0 <SEP> 2M9: <SEP> 1Ti
<tb>  MgO-TiO2 <SEP> 1630 <SEP> 0 <SEP> 1M9: <SEP> 1T1
<tb>  Mg0 <SEP> - <SEP> 2Ti02 <SEP> 1652 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> Mg <SEP> : <SEP> 2Ti
<tb>  Aluminium <SEP> und <SEP> Titan <SEP> Aluminiumtitanat
<tb>  A120, <SEP> - <SEP> TiO2 <SEP> 1860 <SEP> 0 <SEP> 2A1: <SEP> 1Ti
<tb>  Zirkonium <SEP> und <SEP> Silicium <SEP> Zirkoniumsilicat
<tb>  ZrSi04 <SEP> 1540 <SEP> 0 <SEP> 1Zr <SEP> :1Si
<tb>  Beryllium <SEP> und <SEP> Chrom <SEP> Berylliumchromit
<tb>  Be0 <SEP> - <SEP> Cr203 <SEP> > <SEP> 1500 <SEP> 0 <SEP> 113e <SEP> :

   <SEP> 2Cr
<tb>  Zirkonium <SEP> und <SEP> Titan <SEP> Zirkoniumtitanat
<tb>  Zr02'Ti02 <SEP> 1600 <SEP> 0 <SEP> 1Zr <SEP> :1Ti       Gemäss der vorliegenden Erfindung werden die       Konzentrationsverhältnisse    der Legierungszusätze auf  der Grundlage der     Standarddiffusionstheorie    so einge  stellt,     dass    die beiden oder mehreren Legierungsbestand  teile durch Diffusion in der zur Bildung des     stöchio-          metrischen    gemischten Oxydes geeigneten Atomkonzen  tration an der Legierungsoberfläche ankommen.

   Die  richtigen Mengen der Legierungsbestandteile können  einfach gemäss der     Standarddiffusionstheorie    berechnet  werden, d. h. die     Standarddiffusionstheorie    ermöglicht  es, die Zusammensetzung für die Legierung bei jeder ge  gebenen Temperatur zu bestimmen, um die in Tabelle I  aufgeführten geeigneten Verhältnisse der Atomkonzen  trationen an der Grenzfläche zu erfüllen. Natürlich ist  eine Legierung, die sich bei 800  C  im Diffusionsgleich  gewicht befindet , bei 500  C nicht  im Diffusions  gleichgewicht ; jedoch können gemäss der vorliegenden  Erfindung Legierungen erhalten werden, die über einen  grossen Temperaturbereich oxydationsbeständig sind, in  dem man die     Legierungskonzentration    erhöht.

   Im allge  meinen wird eine grössere Flexibilität und Temperatur  verträglichkeit erhalten, wenn die gesamte Legierungs  konzentration erhöht wird. Demgemäss wird mit höher  legierten Kupferlegierungen, die mindestens zwei Haupt  legierungszusätze enthalten, über einen breiten Tempe  raturbereich hohe Oxydationsbeständigkeit erhalten.  



  Die Legierungsbestandteile werden wie oben ange  geben in den geeigneten Konzentrationsverhältnissen     zu-          gesetzt,        wobei        eine        Abweichung        von                 10        %        von        dem     berechneten Konzentrationsverhältnis geduldet werden  kann. Dies ergibt eine Oxydationsbeständigkeit über den  beschränkten Temperaturbereich, für den die Konzen  trationsverhältnisse berechnet sind.

   Wenn die     Toleranz            von                 10        %        überschritten        wird,        wird        kein        erheblicher     Vorteil erhalten.

   Jedoch ist es ein weiterer und beson  ders überraschender Vorteil der vorliegenden Erfindung,       dass        diese        Grenze        von                 10        %        überschritten        werden     kann,

   wenn die Legierungszusätze in einer Menge von       mindestens        50        %        der        Summe        der        maximalen        Löslichkei-          ten    der einzelnen Legierungszusätze in dem     a-Phasen-          gebiet    bei der dem Diffusionsgleichgewicht entsprechen  den Temperatur zugesetzt werden.

   In der Tat kann in  dieser Situation ein     Überschuss    wünschenswert sein, um  einen im folgenden diskutierten      Dotierungseffekt     zu  erzeugen, der eine sogar weiter verbesserte Oxydations  beständigkeit über einen breiteren Temperaturbereich  ergibt.  



  Es kann eine zusätzliche Verbesserung erhalten wer  den, indem man in die Legierung ausser den vorstehend       diskutierten        Bestandteilen        mindestens        0,1        %        eines        Ele-          mentes    einschliesst, das ein Kation mit einem     Valenz-          zustand    von mindestens 2 bildet, welches Element eine  maximale feste Löslichkeit in Kupfer von mehr als 0,5       Gew.-%        hat.     



  Die durch den Einschluss des obigen zusätzlichen  Elementes erhaltene zusätzliche Verbesserung ist dem        Dotierungseffekt     zuzuschreiben, den das zusätzliche  Element auf das an der Oberfläche der Legierung vor  handene     Cuprooxyd    ausübt.

   Die Oberfläche der verbes  serten erfindungsgemässen Legierung enthält einen An  teil     Cuprooxyd,    dessen Menge von vielen Faktoren,     ein-          schliesslich    den speziellen Legierungsbestandteilen, de  ren Mengen, der Temperatur usw., abhängt.     Cuprooxyd     ist ein nichtschützendes Oxyd mit niedrigem elektri  schem Widerstand und enthält wesentliche Konzentra  tionen an     Cupriionen,    die     Cuproionen    in dem Cupro-           ionenkationengitter    ersetzen.

   Das     Cuprooxyd    weist in  folge der Existenz einer wesentlichen Anzahl von     Kat-          ionenlücken,    die der Konzentration von     Cupriionen    di  rekt proportional ist, einen sehr geringen     Ionenwider-          stand    auf und weist auch einen sehr geringen Elektro  nenwiderstand auf, was von dem leichten Elektronen  austausch zwischen     Cupro-    und     Cupriionen    herrührt.  



  Demgemäss sieht eine     Ausführungsform    der vorlie  genden Erfindung auch vor, dass restliche Kupferoxyde  auf der     Oberfläche    durch Legieren der Kupferlegierung  mit einem zusätzlichen Element der oben genannten Art  schützender gemacht werden können. Dieses zusätzliche  Element, das ein Kation mit höherer     Valenz    als     Cupro-          ionen    bildet, wird in das     Kationengitter    der restlichen  Kupferoxyde als Ersatz für die stark reduzierenden       Cupriionen    eingebaut und verursacht einen      Dotierungs-          effekt ,    der zu einem extrem hohen Elektronenwider  stand führt.  



  Das zusätzliche oder      Dotierungs element    sollte       zweckmässig        in        einer        Menge        von        mindestens        0,1        %,        vor-          zugsweise        weniger        als        5,0        %,        zugesetzt        werden,

          wobei     der wirksamste Anteil jedes speziellen Elementes bei  spielsweise von dem speziellen zugesetzten Element und  der speziellen Legierung und deren Zusammensetzung  abhängt.  



  Das zusätzliche oder     Dotierungselement    sollte,     aus-          ser    die oben erwähnten Anforderungen zu erfüllen, vor  zugsweise eine stark reduzierende Natur haben, d. h. die  freie Bildungsenergie seines natürlichen Oxydes sollte       mindestens        25        %        höher        sein        als        diejenige        von        Cupro-          oxyd.    Auch sollte das     Dotierungselement    leicht in das       Kationengitter    von  <RTI  

   ID="0004.0052">   Cupro-    oder     Cuprioxyd    eintreten und  keine nachteiligen Umsetzungseffekte mit den anderen       Legierungskomponenten    aufweisen. Natürlich kann  mehr als ein derartiges zusätzliches Element     zugesetzt     werden.  



  Zu den repräsentativen      Dotierungs elementen    ge  hören die folgenden Elemente oder Gemische derselben:  Aluminium, Silicium, Gallium, Zink, Nickel, Mangan,  Beryllium, Chrom, Titan und     Zirkonium;    es soll aber  nicht auf diese Elemente eingeschränkt werden.  



  Dieses zusätzliche Element kann zur Verfügung ge  stellt werden, indem man einen     überschuss    mindestens  eines der beiden Legierungsbestandteile, die das ge  mischte Oxyd bilden, zusetzt, vorausgesetzt, dass die  Legierungszusätze in einer Menge von mindestens 50 0/0  der Summe der maximalen Löslichkeiten der einzelnen  Legierungszusätze in dem     a-Phasengebiet    bei der geeig  neten, dem Diffusionsgleichgewicht entsprechenden  Temperatur zugesetzt werden, und vorausgesetzt natür  lich, dass die Anforderungen an ein      Dotierungs -          element    erfüllt sind. Als Alternative kann ein geeignetes  zusätzliches Element der vorstehend diskutierten Art  verwendet werden.

   Das zusätzliche Element sollte vor  zugsweise nur einen einzigen     Valenzzustand    besitzen, so  dass der Elektronenaustausch zwischen dem das Kupfer  ersetzenden Ion in dem restlichen     Cuprooxyd    und dem       Cuprooxyd    so hoch ist, dass er prohibitiv wirkt und da  her den normalen leichten Elektronenaustausch zwi  schen     Cupro-    und     Cupriionen    in dem     Cuprooxyd    weit  gehend einschränkt, wenn nicht vollständig verhindert.  Elemente mit mehreren Wertigkeiten können als zu  sätzliche Bestandteile verwendet werden, vorausgesetzt,  dass ein     Valenzzustand    wesentlich beständiger ist als die  übrigen.  



  Eine weitere Verbesserung wird durch Zusatz eines  schnell diffundierenden Legierungszusatzes, d. h. von         mindestens        0,02        Gew.-%,        vorzugsweise        zwischen        0,02          und        0,3        Gew.-%,        eines        Elementes    x     mit        einem        Grenz-          flächenverdünnungsverhältnis    von mehr als 0,02, erhal  ten.  



  Das     Grenzflächenverdünnungsverhältnis    eines Ele  mentes x kann leicht gemäss der folgenden Gleichung  berechnet werden:  
EMI0004.0085     
    worin     Cx    und     CCu    die Atomkonzentrationen der Ele  mente x bzw. Kupfer,     Dx    der einzelne Diffusionskoeffi  zient des Elementes x bei einer Atomkonzentration von       Cx    und der entsprechenden Temperatur und     DCu    der       Selbstdiffusionskoeffizient    von Kupfer bei der gleichen  Temperatur ist.  



  Dieses zusätzliche Element ist dadurch ausgezeich  net, dass es schnell zur     Oberfläche    der Legierung diffun  diert, so dass es die Kupferkonzentration an der     Grenz-          fläche    zwischen Legierung und Atmosphäre verdünnt.  Das schnell diffundierende Element dient dazu, die  Menge Kupferoxyd, die dotiert werden muss, um die  stark schützende Natur des gesamten mehrphasigen Fil  mes aufrecht zu erhalten, herabzusetzen.  



  Zusätzliche     bevorzugteEigenschaften    der schnell dif  fundierenden Elemente sind, dass sie einen hohen Grad  von fester Löslichkeit in Kupfer aufweisen sollten, die Dif  fusionseigenschaften der anderen, im Diffusionsgleichge  wicht. befindlichen und dotierenden Legierungszusätze  nicht in nachteiliger Weise beeinflussen sollten, entwe  der ein unbeständiges Oxyd oder ein beständiges Oxyd,  das schützender ist als in geeigneter Weise dotiertes       Cuprooxyd,    bilden sollten und mit dem gemischten Oxyd  keine Verbindungen bzw. Legierungen mit geringem  Widerstand bilden sollten.  



  Beispielsweise gehören zu den geeigneten schnell  diffundierenden, verdünnenden Legierungszusätzen für  rostfreie Kupferlegierungen Nickel, Aluminium, Beryl  lium, Mangan und Gemische davon.  



  Die neutralen, schnell diffundierenden, verdünnen  den Legierungszusätze setzen die     Grenzflächenkonzen-          tration    von Kupfer und daher die in dem Oberflächen  film gebildete Menge von in geeigneter Weise dotiertem       Cuprooxyd    in wirksamer Weise herab, wodurch die Ent  wicklung des sehr erwünschten selbstheilenden rostfreien  Verhaltens unterstützt wird.  



  Man sollte sich vor Augen halten, dass das Prinzip  der vorliegenden     Erfindung    auch auf andere Grund  massenmetalle als Kupfer, wie z. B. Silber, Nickel, Alu  minium und     Zirkonium,    anwendbar ist.  



  Die vorliegende Erfindung und die dadurch erzielten  Verbesserungen sind anhand der folgenden erläuternden  Beispiele, in denen alle Prozentsätze Gewichtsprozent  sätze sind, wenn nichts anderes bemerkt ist, leichter er  sichtlich.  



  <I>Beispiele</I>     d   <I>und 2</I>  Zwei Versuchslegierungen wurden hergestellt, die  kleine Mengen binäre und     ternäre    Legierungszusätze  enthielten und die geeigneten     Grenzflächenbedingungen     für die folgenden gemischten     Oxydsysteme    erzeugen:       Mullit,        3A10,    .     2Si02,    und     Berylliumaluminat,        A1203    .

         Be0.    Diese Legierungen wurden mit einer     Konzentra-          tion        in        der        Masse        von    1     Gew.-%        Aluminium        und        unter     Zusatz der berechneten Mengen Silicium und Beryllium,  um die in Tabelle I bei einer Temperatur von 800  C      angegebenen Verhältnisse der Atomkonzentrationen an  der Grenzfläche zu erfüllen, hergestellt. Die tatsächliche  Zusammensetzung in der Masse dieser  im Diffusions  gleichgewicht befindlichen   Legierungen sind in Tabelle       1I    enthalten.

    
EMI0005.0002     
  
    <I>Tabelle <SEP> 11</I>
<tb>  Beispiel <SEP> % <SEP> Cu <SEP> '/o <SEP> Al <SEP> o/o <SEP> des <SEP> dritten <SEP> Gemischtes
<tb>  Nr. <SEP> Elementes <SEP> Oxydsystem
<tb>  1 <SEP> 97,82 <SEP> 0,99 <SEP> 1,12'0/0 <SEP> Mullit
<tb>  Silicium <SEP> 3A120, <SEP> - <SEP> 2Si02
<tb>  2 <SEP> 98,79 <SEP> 1,06 <SEP> 0,094% <SEP> Beryllium  Beryllium <SEP> aluminat
<tb>  A120, <SEP> - <SEP> Be0       <I>Beispiel 3</I>  Die in den Beispielen 1 und 2 hergestellten Legie  rungen wurden an der Luft zwei Stunden auf 800  C  erhitzt.

   Die gesamten Gewichtszunahmen infolge Oxyda  tion nach dieser Behandlung wurden mit denjenigen von       Kupfer        und        einer        Legierung        von        Kupfer        mit        1%        Alu-          minium    verglichen.

   Die Ergebnisse sind in Tabelle     III     enthalten und zeigen,     dass    die Legierungen der Beispiele  1 und 2 wesentlich geringere Oxydationsgeschwindigkei  ten aufweisen als Kupfer oder eine     Kupfer-Aluminium-          legierung.     
EMI0005.0017     
  
    <I>Tabelle <SEP> 111</I>
<tb>  Legierung <SEP> Gewichtszunahme
<tb>  mg/cm2
<tb>  Kupfer <SEP> 4,4
<tb>  Kupfer-1 <SEP> % <SEP> Alunünium <SEP> 2,5
<tb>  Legierung <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> 2,1
<tb>  Legierung <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> 0,5       Es ist offensichtlich, dass die beiden Legierungen der  Beispiele 1 und 2 die Oxydationsgeschwindigkeit herab  setzen, wobei aber die Legierung von Beispiel 1 wirk  samer ist.  



  <I>Beispiel 4</I>  Der Vergleich zwischen einer erfindungsgemässen  Legierung und der Kontrollprobe aus einer Legierung       von        Kupfer        mit    1     %        Aluminium        ist        noch        besser        ersicht-          lich    aus den kontinuierlichen     Gewichtszunahme-Zeit-          Kurven,    die in     Fig.    1 dargestellt sind.

   Diese Versuche,  die mit einer kontinuierlich registrierenden Mikrowaage  ausgeführt wurden, zeigen die kontinuierliche Gewichts  zunahme in     mg/cm=    mit der Zeit (Stunden) beim Erhit  zen verschiedener Legierungen auf     Kupfer-Aluminium-          Basis    in Sauerstoff bei einem Druck von 76 mm     Queck-          silber.        Wenn        die        Kontrollprobe        aus        Kupfer        und    1     %     Aluminium und die  im Diffusionsgleichgewicht befind  liche      

  Kupfer-Aluminium-Silicium-Legierung    von Bei  spiel 1 auf 800  C erhitzt wurden, zeigte die     Kupfer-          Aluminium-Legierung    (A) nach einem sehr kurzen Zeit  raum eine extrem hohe Gewichtszunahme und eine ge  samte Gewichtszunahme von 12 mg nach 24 Stunden.  Die Legierung von Beispiel 1 oxydierte jedoch nur wäh  rend eines kurzen Zeitraumes von etwa 30 Minuten und  zeigte danach wenig oder keine Gewichtszunahme wäh  rend so langer Zeiträume wie 24 Stunden. Der Abfall  der Kurve der Gewichtszunahme gegen die Zeit ist für    diese Legierung zwischen diesen beiden Zeiten im we  sentlichen flach, was die Entwicklung eines für jede be  kannte Kupferlegierung ungewöhnlich schützenden Fil  mes anzeigt.  



  <I>Beispiel 5</I>  Beispiel 4 wurde wiederholt mit der Ausnahme, dass  die untersuchten Legierungen, d. h. die Legierung von       Beispiel    1     und        die        Legierung        von        Kupfer        und    1     %        Alu-          minium,    im Vakuum auf 800  C erhitzt wurden und der  gleichen oxydierenden Atmosphäre ausgesetzt wurden  (Sauerstoff bei 76 mm Quecksilber). Die Ergebnisse sind  in den kontinuierlichen     Gewichtszunahme-Zeit-Kurven     von     Fig.    2 dargestellt.

   Diese Ergebnisse zeigen praktisch  keine Gewichtszunahme (mg/cm') der Legierung von  Beispiel 1 nach 24 Stunden. Ferner blieb die Legierung  nach dem Zeitraum von 24 Stunden im gleichen glän  zenden und goldenen Zustand, d. h. die Legierung war  wirklich rostfrei. Im Vergleich dazu zeigte die     Kupfer-          Aluminium-Legierung    (A) im wesentlichen das gleiche  Verhalten wie in Beispiel 4.  



  Die Beispiele 6 und 7, die folgen, zeigen die Verwen  dung von Aluminium als     Dotierungszusatz,    wobei die  Legierungsbestandteile, Silicium und Aluminium, in       einer        Menge        von        mindestens        50        %        der        Summe        ihrer     maximalen Löslichkeiten im     a-Phasengebiet    zugesetzt  werden.  



  <I>Beispiel 6</I>  In der Weise der Beispiele 1 und 2 wurde eine  im  Diffusionsgleichgewicht befindliche      Kupfer-Alumi-          nium-Silicium-Legierung    hergestellt, die sich bei 800  C  im  Diffusionsgleichgewicht befand  und die folgende  Zusammensetzung hatte:  
EMI0005.0073     
  
    Aluminium <SEP> <B>1,75,1/0</B>
<tb>  Silicium <SEP> 2,1411/o
<tb>  Kupfer <SEP> im <SEP> wesentlichen <SEP> der <SEP> Rest       Mit zwei Proben dieser Legierung wurden in Labo  ratoriumsluft, die normale Industrieverunreinigungen  enthielt, Oxydationsversuche ausgeführt, indem man  jede Probe langsam von Zimmertemperatur auf 600  bzw. 800  C erhitzte, danach zwei Stunden auf 600 bzw.  800  C hielt und an der Luft auf Zimmertemperatur ab  kühlte.

   Nach diesen extremen Behandlungen zeigte die  Legierung einen extrem hohen Grad von rostfreiem Ver  halten über den gesamten Temperaturbereich. Die Le  gierung war nicht wesentlich angelaufen und zeigte nur  gelegentliche Flecken von     Lichtinterferenzfarben.    Die  bei 800  C behandelte Probe zeigte eine gesamte Ge  wichtszunahme von 0,067     mg/cm2.    Die bei 600  C be  handelte Probe zeigte eine gesamte Gewichtszunahme  von 0,044     mg/cm2.     



  Zum Vergleich wurde     austenitischer    rostfreier Stahl  den gleichen Versuchsbedingungen unterworfen, wobei  ein wesentlich grösserer Anlaufeffekt klar ersichtlich  war.  



  <I>Beispiel 7</I>       In    der in den Beispielen 1 und 2 beschriebenen  Weise wurde eine     Kupfer-Aluminium-Silicium-Legie-          rung    hergestellt, die einen Überschuss des     Aluminium-          legierungsbestandteiles    enthielt und die folgende Zusam  mensetzung hatte:  
EMI0005.0083     
  
    Aluminium <SEP> 3,14,1/0
<tb>  Silicium <SEP> <B>2,0511/0</B>
<tb>  Kupfer <SEP> im <SEP> wesentlichen <SEP> der <SEP> Rest         Mit den Proben dieser Legierung wurden wie in Bei  spiel 6 Oxydationsversuche ausgeführt. Nach diesen ex  tremen Behandlungen zeigte die Legierung über den ge  samten Temperaturbereich einen extrem hohen Grad  von rostfreiem Verhalten, der etwas besser war als jener  der Legierung von Beispiel 6.

   Die bei 600  C behandelte  Probe zeigte eine gesamte Gewichtszunahme von  0,006     mg/cm2.    Die bei 800  C behandelte Probe zeigte  eine gesamte Gewichtszunahme von 0,067     mg/cm2.     



  <I>Beispiel 8</I>  In der in den Beispielen 1 und 2 beschriebenen  Weise wurde eine  im Diffusionsgleichgewicht befind  liche      Kupfer-Aluminium-Beryllium-Legierung    herge  stellt, die sich bei 800  C  im Diffusionsgleichgewicht  befand  und die folgende Zusammensetzung hatte:  
EMI0006.0004     
  
    Aluminium <SEP> 1,74,1/0
<tb>  Beryllium <SEP> 0,34
<tb>  Kupfer <SEP> im <SEP> wesentlichen <SEP> der <SEP> Rest       Mit zwei Proben dieser Legierung wurden wie in  Beispiel 6 Oxydationsversuche ausgeführt. Nach diesen  extremen Behandlungen zeigte die Legierung über den  gesamten Temperaturbereich einen hohen Grad von  rostfreiem Verhalten.

   Die bei 600  C behandelte Probe  zeigte eine gesamte Gewichtszunahme von 0,140 mg/       cm-'.    Die bei 800  C behandelte Probe zeigte eine ge  samte Gewichtszunahme von 0,346     mg/cm2.       <I>Beispiel 9</I>    Dieses Beispiel ist ein Vergleichsbeispiel und zeigt,  dass eine  im Diffusionsgleichgewicht befindliche  Kup  fer - Aluminium - Magnesium -     Legierung        (A1203    .     MgO,          Spinell)    nicht das gleiche rostfreie Verhalten wie die     er-          findungsgemässe    Legierung aufweist, da Magnesium  aluminatspinell ein ausgedehntes festes     Lösungsvermögen     für Aluminiumoxyd zeigt.  



  Demgemäss wurde in der in den Beispielen 1 und 2  beschriebenen Weise eine bei 800  C  im Diffusions  gleichgewicht befindliche      Kupfer-Aluminium-Magne-          sium-Legierung    hergestellt, die die folgende Zusammen  setzung hatte:  
EMI0006.0016     
  
    Aluminium <SEP> <B>1,91,1/0</B>
<tb>  Magnesium <SEP> 0,80 <SEP> %
<tb>  Kupfer <SEP> im <SEP> wesentlichen <SEP> der <SEP> Rest       Mit zwei Proben dieser Legierung wurden wie in  Beispiel 6 Oxydationsversuche ausgeführt.

   Nach diesen  Behandlungen zeigte die bei 600  C behandelte Legie  rung eine Gewichtszunahme von 0,309     mg/cm2    und die  bei 800  C behandelte Legierung eine Gewichtszunahme  von 0,480     mg/cm2.       <I>Beispiel 10</I>    Als weiterer Vergleichsversuch wurden zwei Proben       einer        Kupfer-Aluminium-Legierung,        die        1,77        %        Alumi-          nium    enthielt, der gleichen Behandlung wie in Beispiel 6  unterworfen;

   die Proben waren stark geschwärzt und an  gelaufen und zeigten nach der Behandlung bei 600  C  eine Gewichtszunahme von 0,400     mg/cm2    und nach der  Behandlung bei 800  C eine Gewichtszunahme von  2,0     mg/cm2.     



  Die vorliegende Erfindung kann in anderen Formen  ausgeführt werden, ohne dass man vom Geist oder den  wesentlichen Merkmalen derselben abweicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Legierung auf Kupferbasis, die eine verbesserte Oxy dationsbeständigkeit aufweist und auf ihrer Oberfläche ein gemischtes Oxyd von mindestens zwei metallischen Legierungszusätzen trägt, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Legierungszusätze eine maximale feste Löslich- keit in Kupfer von mehr als 0,5 Gew.-% hat und das ge- mischte Oxyd A.
    einen Schmelzpunkt über 1300 C, B. weniger als 0,5 Gew.-% festes Lösungsvermögen für Kupferoxyde und C. weniger als 2 Gew.-% festes Lösungsvermögen für die einzelnen Oxydkomponenten des gemischten Oxydes hat. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Legierung nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Legierungszusätze Aluminium und Silicium sind und das gemischte Oxyd Mullit mit der Formel 3A1203. 2Si02 ist. 2. Legierung nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Legierungsbestandteile Alumi nium und Beryllium sind und das gemischte Oxyd Beryl- liumaluminat mit der Formel A1203. BeO ist. 3.
    Legierung nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass sie mindestens 0,1 Gew.-% eines Elementes enthält, das ein Kation mit einem Valenzzu- stand von mindestens 2 bildet, welches Element eine maximale feste Löslichkeit in Kupfer von mehr als 0,5 Gew. /o hat. 4.
    Legierung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass das Element in einer Menge zwi- schen 0,1 und 5 Gew.-% zugegen ist. 5.
    Legierung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass das Element einer der Legierungs zusätze ist und die Legierungszusätze in einer Menge von mindestens 50 % der Summe der maximalen Lös- lichkeiten der einzelnen Legierungszusätze in dem a- Phasengebiet zugegen sind. 6.
    Legierung nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Legierungszusätze Aluminium und Silicium sind, das gemischte Oxyd Mullit ist und das Element Aluminium ist. 7. Legierung nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass sie mindestens 0,02 Gew.-11/o eines Elementes x mit einem Grenzflächenverdünnungsver- hältnis EMI0006.0103 worin Cx und CCu die Atomkonzentrationen der Ele mente x bzw.
    Kupfer, Dx der individuelle Diffusions koeffizient des Elementes x bei einer Atomkonzentration von Cx und DCu der Selbstdiffusionskoeffizient von Kupfer sind und Dx und DCu bei der gleichen Tempera tur gemessen sind, von mehr als 0,02 enthält. B.
    Legierung nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass das Element x mit einem Grenzflä- chenverdünnungsverhältnis von mehr als 0,02 in einer Menge von 0,02 bis 0,3 Gew.-% vorhanden ist. PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung einer Legierung auf Kup ferbasis mit verbesserter Oxydationsbeständigkeit nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens zwei metallische Legierungszusätze,
    von de nen jeder eine maximale feste Löslichkeit in Kupfer von mehr als 0,5 Gew.- /o hat, mit Kupfer legiert, wobei die Legierungszusätze ein gemischtes Oxyd zu bilden ver mögen, das die folgenden Eigenschaften hat: A. einen Schmelzpunkt über 1300 C, B.
    weniger als 0,5 Gew.-11/o festes Lösungsvermögen für Kupferoxyde und C. weniger als 2 Gew.-% festes Lösungsvermögen für die einzelnen Oxydkomponenten des gemischten Oxydes, wobei ferner die Legierungszusätze in der artigen Konzentrationsverhältnissen zugesetzt wer den, dass sie auf der Oberfläche der Legierung das gemischte Oxyd bilden. UNTERANSPRÜCHE 9.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Legierungszusätze in den berech- neten Konzentrationsverhältnissen 10 % zugesetzt werden, so dass sie im Verhältnis zu ihrer Konzentration in dem gemischten Oxyd zu der Oberfläche der Legie rung diffundieren. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Legierungszusätze Alumi nium und Silicium verwendet, wobei als gemischtes Oxyd Mullit mit der Formel 3A120, . 2Si0, gebildet wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Legierungszusätze Alumi nium und Beryllium verwendet, wobei als gemischtes Oxyd Berylliumaluminat mit der Formel A120, . Be0 gebildet wird. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Legierungszusätze in derartigen Konzentrationsverhältnissen zugesetzt werden, dass sie auf der Oberfläche der Legierung das gemischte Oxyd bilden, wobei man mindestens 0,1 Gew.-1/o eines Ele mentes zusetzt, das ein Kation mit einem Valenzzustand von mindestens 2 bildet,
    welches Element eine maximale feste Löslichkeit in Kupfer von mehr als 0,5 Gew.-% hat. 13. Verfahren nach Unteranspruch 12, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Element einen der Legie rungszusätze verwendet und dass man die Legierungs zusätze in einer Menge von mindestens 50 % der Summe der maximalen Löslichkeiten der einzelnen Legierungs zusätze in dem a-Phasengebiet in der Masse legiert. 14.
    Verfahren nach Unteranspruch 13, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Legierungszusätze Alumi nium und Silicium und als Element Aluminium verwen det, wobei als gemischtes Oxyd Mullit gebildet wird. 15. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Legierungszusätze in der artigen Konzentrationsverhältnissen zusetzt, dass sie auf der Oberfläche der Legierung das gemischte Oxyd bil den, und dass man mindestens 0,1 Gew.-1/o eines Ele mentes zusetzt, das ein Kation mit einem Valenzzustand von mindestens 2 bildet,
    welches Element eine maximale feste Löslichkeit in Kupfer von mehr als 0,5 Gew.-% hat, und dass man ferner mindestens 0,02 Gew.-0/9 eines Elementes x mit einem Grenzflächenverdünnungsver- hältnis von mehr als 0,02 zusetzt.
    <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentan spruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Ein klang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sach lichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
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