CH481660A - Sicherheitsbacken für Skibindungen - Google Patents
Sicherheitsbacken für SkibindungenInfo
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Description
Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 433 078 Sicherheitsbacken für Skibindungen Die Erfindung betrifft einen Sicherheitsbacken für Skibindungen, der eine sowohl bei Frontalsturz als auch bei Verdrehsturz auslösende, die Freigabe des Fusses bewirkende Vorrichtung aufweist, die vom Fusshalter her gegen Federwirkung betätigt wird, wobei die Fron talsturzauslösung durch Längsverschieben eines Druck stückes erfolgt. Dazu schlägt das Hauptpatent unter anderem vor, dass zum Auslösen bei Verdrehsturz das Druckstück um eine in Längsrichtung des Skis verlau fende Achse schwenkbar ist, wobei die Stelle des Fuss halters, an welche der Schuh angreift, ausserhalb der vorgenannten Achse liegt.
Bei den Ausführungsbeispielen des Hauptpatentes befindet sich der Fuss- oder Sohlenhalter unmittelbar am Druckstück bzw. an einer Abkröpfung dieses Teiles. Da der Sohlenhalter bei einer Torsionsauslösung zur Seite und zugleich nach oben weggeschwenkt wird, da bei aber seine waagrechte Lage beibehalten soll, muss er am Druckstück drehbar angebracht sein. Diese Dreh befestigung, z. B. ein Niet, hat den Nachteil, dass sich der Sohlenhalter willkürlich gegenüber dem Druckstück verschwenkt, so dass er in der Regel zunächst von Hand in die waagrechte Stellung gebracht werden muss, ehe der Skistiefel in ihn eingeführt werden kann. Ausser dem muss die Dreh-, z. B.
Nietverbindung des Sohlen halters mit dem Druckstück aus den oben genannten Gründen etwas locker sein, während an sich eine feste, stabile Anbringung des Sohlenhalters erwünscht ist.
Mit der vorliegenden Erfindung soll unter Beibe haltung des eingangs umrissenen Prinzips des Haupt patentes die lose bzw. drehbare Anlenkung des Fuss halters vermieden werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäss eine in der Betriebsstellung starre Verbindung des Fuss halters mit der ausserhalb der Schwenkachse liegenden Angriffstelle des Druckstückes vorgesehen. Damit sind die beschriebenen Nachteile einer losen oder schwenk baren Anbringung des Fusshalters vermieden.
Dazu können bei einem Ausführungsbeispiel ein den Auslösemechanismus aufweisendes Bindungsteil und das Druckstück von einem Gehäuse umgeben sein, das mit dem ausserhalb der Schwenkachse liegenden, kurbel- wellenartig abgekröpften Teil des Druckstückes gelenkig sowie auf Mitnahme verbunden ist, wobei zwischen dem Bindungsteil und dem Gehäuse eine Anlenkung vorge sehen ist, die ein Verschwenken des Gehäuses zumin dest in der Horizontalen ermöglicht, und ferner der Sohlenhalter starr am Gehäuse angebracht ist.
Hierdurch sind das Bindungsteil und das Druckstück und damit also der Auslösemechanismus durch das Gehäuse einwand frei gegen das Eindringen von Schnee und Eis geschützt. Die Gelenkverbindungen des Gehäuses mit dem Druck stück und den Bindungsteilen erlauben, dass das Gehäuse bei Torsions- und Frontalstürzen jede Bewegung des Druckstückes mitmacht, jedoch der Fusshalter in jeder Lage des Gehäuses seine waagrechte Stellung beibehält.
Eine starre Verbindung des Fusshalters mit der An griffstelle des Druckstückes ist auch dadurch funktionell wirksam erreichbar, dass man symmetrisch zur Mittel längsachse des Backens zwei Druckstücke parallel zu einander vorsieht, wobei an jedem dieser Druckstücke ein Fusshalter fest angebracht ist.
Weitere Vorteile und Ausgestaltungen dieses Bak- kens sind den in der Zeichnung dargestellten Ausfüh rungsbeispielen zu entnehmen. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 zum Teil im Längsschnitt nach der Linie I-1 der Fig. 2 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung, Fig. la in einer Teilansicht eine Variante der An lenkung des Druckstückes am Gehäuse, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 in der Draufsicht und unter Fortlassung der Oberseite der Umhausung ein weiteres Ausführungsbei spiel der Erfindung, Fig. 4 das Beispiel der Fig. 3 in einer teilweisen Stirnansicht auf die Fusshalter, Fig. 5 einen Teilschnitt gemäss der Linie V-V in Fig. 3.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1, 2 ist auf den Ski 1 ein den Auslösemechanismus aufweisendes Bin- dungsteil 2 angeschraubt, dessen Druckstück 3 mit einem kurbelwellenartig abgekröpften Ende 3' aus der Umhausung des Bindungsteiles 2 hervorragt. Hinsicht lich der Wirkungsweise und der Möglichkeiten einer konstruktiven Ausgestaltung einer solchen Bindung<B>und</B> deren Auslösemittel wird zur Vermeidung von Wieder holungen auf den Offenbarungsinhalt des Hauptpatentes verwiesen. Das Gleiche gilt zu dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3-5.
Im weiteren ist ein Gehäuse 4 vorgesehen, das mit dem abgekröpften Ende 3' des Druckstückes 3 gelenkig sowie auf Mitnahme verbunden ist. Die Abkröpfung 3' kann dazu einen Vorsprung, einen Zapfen oder eine weitere Abkröpfung 3" aufweisen und damit in eine Halterung der Gehäuseinnenseite eingreifen. Dieses Druckstück 3 mit seinen Abkröpfungen 3', 3" ist z. B. durch Abbiegen eines entsprechend starken Drahtes herstellbar. Als Halterung kann eine Bohrung 5 dienen (siehe Fig. 1 und 2).
Das Gehäuse 4 kann zur An lenkung am Gehäuse des Teiles 2 Stifte 6, eine ent sprechende Achse oder dergleichen aufweisen, die in horizontalen Schlitzen 7 oder dergleichen des Bindungs teiles 2 bzw. deren Umhausung gleitbar geführt sind. Stattdessen könnten sich auch die Schlitzführung am Ge häuse 4 und die Stifte am Bindungsteil 2 oder dessen Umhausung befinden.
Damit ist das Gehäuse 4 bei einem Frontalsturz in Skilängsrichtung verschiebbar und bei einem Torsionssturz sowohl in der Horizontalebene verschwenkbar (siehe Pfeile in Fig. 2) als auch gemäss dem dabei erfolgenden Anheben der Abkröpfung 3" um die Achse der Stifte 6 drehbar. Es ist ersichtlich, dass bei jeder dieser Bewegungen des Gehäuses 4 der den Fusshalter bildende Ansatz 8 waagrecht bleibt. Dieser Ansatz kann gemäss dem Beispiel der Fig. 1 und 2 mit dem Gehäuse 4 einstückig sein.
Es könnte aber auch (siehe das Beispiel der Fig. 3-5) ein geson derter Sohlenhalter vorgesehen sein, der bevorzugt hö henverstellbar am Gehäuse angeschraubt ist. Da das abgekröpfte Ende des Druckstückes 3 und das Gehäuse 4 auf Mitnahme verbunden sind, wird jede Druck- oder Schwenkkraft des Skistiefels ebenso wie beim Haupt patent auf das Druckstück übertragen.
Die Halterung an der Innenseite des Gehäuses kann gemäss Fig. la auch als etwa senkrecht verlaufende Aus sparung 9 ausgebildet sein, die in Fig. 1 strichpunktiert angedeutet ist. Damit kann beim seitlichen Wegschwen- ken des Druckstückes (Torsionssturz) die Abkröpfung 3', 3" in dieser Aussparung nach oben ausweichen, so dass das Gehäuse 4 bei einem solchen Torsionssturz nicht an seinem den Sohlenhalter 8 tragenden Ende angehoben wird.
In diesem Fall genügt es, die Anlen- kung 6, 7 so auszubilden, dass sie ein Verschieben und Verschwenken des Gehäuses 4 lediglich in der Hori zontalebene ermöglicht.
Die Handhabung eines solchen Backens ist ebenfalls sehr einfach. Nach einem Torsionssturz hat man nur mit dem Skistiefel auf die Oberseite des Gehäuses zu treten (siehe Pfeil P2 in Fig. 1), wodurch das Druck stück zwangläufig in seine Rastlage zurückgebracht wird. Dies ist bequemer und erfordert weniger Anstren gung als das Verschwenken der realtiv kurzen Abkröp- fung des Druckstückes von Hand.
Nach einem Frontal sturz ist das Gehäuse 4 lediglich von Hand zurückzu ziehen (Pfeil P1). Gemäss dem Hauptpatent ist die dazu notwendige Kraft sehr gering.
Ein solcher Backen kann im Prinzip auch zum Halt des Hakens eines Skistiefels dienen. Besonders in die- sein Fall empfiehlt es sich, an der Oberseite des Fuss halters eine Schrägfläche 8' bzw. am Fusshalter Einlauf rollen (hier nicht dargestellt) vorzusehen. Damit kann man den Haken des Skistiefels leicht von oben in den Backen hineindrücken, wobei das Gehäuse 4 gegen die Wirkung der im Bindungsteil 2 befindlichen Druckfeder in Skilängsrichtung ausweicht.
Das Herausgleiten des Skistiefels bei einem Frontal- oder Torsionssturz kann ebenfalls durch eine entsprechende Schrägung des Fuss halters oder durch Gleitrollen erleichtert werden.
Die Anordnung nach den Fig. 1 und 2 ermöglicht es auch, die Umhausung des Bindungsteiles 2 zweiteilig auszuführen, wobei die horizontal verlaufende Teil ebene mit der Mittelachse des Druckstückes zusammen fällt. Dies erleichtert die Herstellung und die Montage, indem zunächst das Druckstück in die entsprechende Lagerung des Unterteiles eingelegt und danach das Ober teil aufgesetzt und mit dem Unterteil verbunden werden kann (nicht dargestellt).
Fig. 3 zeigt schematisch in der Draufsicht ein wei teres Ausführungsbeispiel mit zwei entsprechend dem Hauptpatent ausgebildeten Druckstücken 10, 11, die symmetrisch und parallel zur Mittellinie 12 angeordnet sind. An jedem dieser Druckstücke ist fest ein Fuss halter 13, 14 angebracht. Wie Fig. 5 zeigt, ist mittels einer Schlitzführung 15, einer Schraube 16 und einer Verzahnung 17 der Fusshalter in der Höhe verstellbar, jedoch in der jeweiligen Gebrauchslage fest mit der Abwinkelung 18 des Druckstückes verbunden.
Bei einem Frontalsturz weichen beide Druckstücke 10, 11 nach vorn aus, während bei einem Torsionssturz das sich jeweils in der Druckrichtung des Stiefels be findende Druckstück nach oben und zur Seite hin weg schwenkt.
Auch diese Ausführung des Backens kann zum Halt des Hakens eines Skistiefels verwendet werden, wobei es sich ebenfalls empfiehlt, die eben genannten Ab schrägungen oder Einlaufrollen vorzusehen. Darüber hinaus lässt sich der Skistiefel bei dieser Doppelanord nung der Druckstücke dann besonders leicht einführen, wenn die oberen Flächen der Fusshalter nicht nur nach vorn, sondern auch zur Mittelachse hin schräg abfallen. Damit weichen bei einem Hineindrücken des Skistiefels die Druckstücke nicht nur in Skilängsrichtung, sondern gleichzeitig auch zur Seite hin aus.
In beiden Ausführungsbeispielen kann man im übri gen für die Verrastung gegen Verdrehsturz eine entspre chend grosse kugelartige Anfräsung vorsehen, so dass sich das Druckstück nach dem Ausschwenken aufgrund des Druckes der in dieser Anfräsung befindlichen Rast kugel selbsttätig in seine Ausgangslage, d. h. die Halte stellung, zurückbewegt (nicht dargestellt).
Ausserdem kann man die beiden parallelen Druck stücke gemäss dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3-5 auch in Kombination mit einer Gehäuseanordnung ge- mässdem Beispiel der Fig. 1, 2 verwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Sicherheitsbacken für Skibindungen gemäss Patent anspruch des Hauptpatentes, gekennzeichnet durch eine in der Betriebsstellung starre Verbindung des Fusshalters mit der ausserhalb der Schwenkachse liegenden Angriff stelle des Druckstuckes. UNTERANSPRÜCHE 1.Sicherheitsbacken nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein den Auslösemechanismus auf- weisendes Bindungsteil (2) und das Druckstück (3) von einem Gehäuse (4) umgeben sind, das mit dem ausser halb der Schwenkachse liegenden, kurbelwellenartig ab gekröpften Teil (3', 3") des Druckstückes (3) gelenkig sowie auf Mitnahme verbunden ist, dass ferner zwischen dem Bindungsteil (2) und dem Gehäuse (4) eine An lenkung vorgesehen ist, die ein Verschwenken des Ge häuses (4) zumindest in der Horizontalen ermöglicht, und dass der Fusshalter starr am Gehäuse angebracht ist. 2.Sicherheitsbacken nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlen- kung des Gehäuses (4) am Bindungsteil (2) mittels einer Achse oder zweier Stifte (6) erfolgt, die in eine hori zontale Schlitzführung (7) eingreifen. 3. Sicherheitsbacken nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Druck stück (3) an seiner ausserhalb der Schwenkachse liegen den Abkröpfung (3') einen Vorsprung oder eine weitere Abkröpfung (3") aufweist und damit in eine Halterung der Gehäuseinnenseite gelenkig eingreift. 4.Sicherheitsbacken nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Halterung als Bohrung (5) oder als etwa senkrecht verlaufende Aussparung (9) ausgebildet ist. 5. Sicherheitsbacken nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohlenhalteroberseite eine das Eindrücken des Skistiefels begünstigende, in Richtung zum Stiefel abfallende Schrägfläche (8') besitzt. 6. Sicherheitsbacken nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass symmetrisch zur Mittellängsachse (12) des Backens zwei Druckstücke (10, 11) parallel zueinander vorgesehen sind, wobei sich an jedem dieser Druckstücke starr ein Sohlenhalter (13, 14) befindet. 7.Sicherheitsbacken nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Sohlenhalter (13, 14) der Druckstücke (10, 11) eine in Richtung zum Stiefel und zugleich nach innen abfallende Abschrägung aufweisen. B. Sicherheitsbacken nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich am Sohlenhalter (8, 13, 14) Einlaufrollen befinden. 9. Sicherheitsbacken nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verrastung gegen Verdrehsturz eine kugelartige Anfräsung besitzt, in welche unter dem Druck der Auslösefeder eine Kugel eingreift.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU0008682 | 1962-02-07 | ||
| CH129863A CH433078A (de) | 1962-02-07 | 1963-02-01 | Sicherheitsbacken für Skibindungen |
| DEU0013049 | 1966-08-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH481660A true CH481660A (de) | 1969-11-30 |
Family
ID=27172861
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1161467A CH481660A (de) | 1962-02-07 | 1967-08-15 | Sicherheitsbacken für Skibindungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH481660A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR3116208A1 (fr) * | 2020-11-13 | 2022-05-20 | The M Equipment | Dispositif de protection pour butée avant d’un engin de glisse, son utilisation, et butée avant ainsi équipée |
-
1967
- 1967-08-15 CH CH1161467A patent/CH481660A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR3116208A1 (fr) * | 2020-11-13 | 2022-05-20 | The M Equipment | Dispositif de protection pour butée avant d’un engin de glisse, son utilisation, et butée avant ainsi équipée |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PLZ | Patent of addition ceased |