Witterungssehutz für Fahrgäste von offenen Sesselbahnen Diese Erfindung bezieht sich auf einen Witterungs schutz für Fahrgäste von offenen Sesselbahnen.
Bei offenen Sesselbahnen sind die Fahrgäste ganz besonders den Witterungseinflüssen ausgesetzt. Um die Fahrgäste vor Nässe und Kälte besser zu schützen, wer den diesen entweder Mäntel oder zumindest Decken zum Einwickeln oder Auflegen mitgegeben. Da bei Sessel bahnen meist einseitiger Stossbetrieb vorherrscht, insbe sondere wenn es sich um eine Sesselbahn in einem Ski gebiet handelt, müssen die beispielsweise zur Bergfahrt verwendeten Mäntel oder Decken in der Talstation den Fahrgästen überreicht, in der Bergstation wieder abge nommen und zur Talstation zurückgefördert werden. Dies bedingt zusätzliche Arbeitskräfte.
Bei Sesselbahnen, welche an den Endstationen nicht anhalten, bei denen der Fahrgast auf die sich bewegen den Sessel aufspringen muss, sind derartige zusätzliche Utensilien wie Mäntel und Decken nicht erwünscht und bilden eine zusätzliche Unfallgefahr. Abgesehen davon, decken die Mäntel die Unterschenkel und Knie des Fahrgastes nur schlecht ab, weil sie von vorne gesehen offen sind und durch den Fahrtwind begünstigt die Ten denz aufweisen, sich immer wieder zu öffnen. Die Dek- ken müssen umständlich umgeschlagen werden, wenn sie richtig schützen und während der Fahrt nicht verlo rengehen sollen.
Der Zweck der Erfindung ist, ein Witterungsschutz für Fahrgäste von offenen Sesselbahnen zu schaffen, welcher die oben angeführten Nachteile nicht aufweist und der sich auf leichte Art an einem Teil eines Sessels befestigen lässt und somit ein Bestandteil des Sessels bil det. Das Hauptziel ist jedoch, den Witterungsschutz derart zu gestalten, dass er in der Nichtgebrauchsstellung sein Inneres weitgehend vor Witterungseinflüssen selbst schützt.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch eine, auf der Aussenseite eines flächigen Witterungsschutzes an gebrachte, diesen in einen Unterteil und einen nach innen umlegbaren Oberteil unterteilende Befestigungs schlaufe. Der Erfindungsgegenstand ist nachstehend anhand der beiliegenden Zeichnung beispielsweise näher erläu tert.
In der Zeichnung ist ein geschlossener Witterungs schutz 1 in der Nichtgebrauchsstellung und ein geöffne ter Witterungsschutz 2 in der Gebrauchsstellung darge stellt. Ein Tragsessel 3 ist strichpunktiert und stilisiert gezeichnet. Er ist als Doppelsessel ausgebildet, damit die offene und geschlossene Stellung des Witterungs schutzes eindrücklicher dargelegt werden kann. Der Witterungsschutz kann beispielsweise aus imprägnier tem Segeltuch, Stamoid oder ähnlichen Materialien her gestellt sein.
Der Witterungsschutz 1, 2 enthält im wesentlichen einen Unterteil 4 zum Schutze der Unterschenkel eines Fahrgastes, einen Oberteil 5 zum Schutze der Ober schenkel und eine Befestigungsschlaufe 6. Mittels der Befestigungsschlaufe 6, die im gezeichneten Ausfüh rungsbeispiel im mittleren Teil einen Ausschnitt 7 auf weist, ist der Witterungsschutz an einer, in einer ange nähert horizontalen Ebene schwenkbaren Sicherheits stange 8 befestigt. Eine als Scharnierteil wirkende Sei tenschlaufe 9 ist an einer Seite des Unterteiles 4, welche der Schwenkachse der Sicherheitsstange 8 am nächsten liegt, angeordnet. Sie ist zum Umfassen einer, mehr oder weniger senkrecht verlaufenden und einen Fussteil 10 tragenden Stange 11 bestimmt.
Durch diese Seiten schlaufe 9 wird die Lage des Witterungsschutzes stabili siert und am Flattern im Winde gehindert. Auf der Oberseite des Oberteiles 5 ist eine weitere Schlaufe 12 zum bequemen Greifen dieses Teiles aufgesetzt. Auf der Innenseite des Witterungsschutzes, im Bereich der über lappung der beiden Teile 4 und 5, ist eine Wärmeisola tionsschicht 13 vorgesehen. Der Unterteil 4 ist so lang gewählt, dass er bis über die Schuhe des sitzenden Fahr gastes hinabreicht.
Die Befestigungsschlaufe 6 kann mittels Druck knöpfen 14 verengt werden, damit sie sich an die Sicher heitsstange 8 anschmiegt, dadurch besser geführt ist und nicht mehr herausfallen kann. Ebenfalls mit Druck- knöpfen 15 kann die Schlaufe 9 geschlossen werden. Diese Druckknöpfe 14 und 15 erleichtern die Montage des Witterungsschutzes am Tragsessel 3.
Die über die Breite der Befestigungsschlaufe 6 hin ausragenden seitlichen Randteile der Unter- und Ober teile 4, 5 werden vorzugsweise so gestaltet, dass sie in der Gebrauchsstellung, wie das beim Witterungsschutz 2 ersichtlich ist, die zu schützenden Teile des nicht darge stellten Fahrgastes wenigstens teilweise umschliessen.
Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbei spiel eines Witterungsschutzes ist in erster Linie für einen Sessellift in einem Skigebiet gedacht. In diesem Falle handelt es sich bei den Fahrgästen fast ausnahms los um Skifahrer, welche normalerweise eine Windjacke tragen, so dass sich der Schutz in erster Linie auf die unteren Extremitäten dieser Fahrgäste beschränken kann. Nachdem sich der Fahrgast auf den Tragsessel 3 gesetzt hat, wird die Sicherheitsstange 8 in die Schliessstellung verbracht. Dadurch wird zwangläufig auch der Witte rungsschutz 1, 2 einstweilen vor die Schienbeine und Knie des Fahrgastes verbracht. Durch Ziehen an der Schlaufe 12 kann der Fahrgast den Oberteil 5 bequem über seine Oberschenkel ziehen.
In dieser Stellung ist der Witterungsschutz 2 dargestellt. Die Schlaufe 12 ist so weit gewählt, damit der Oberteil 5 bei Fahrgästen normaler Grösse gerade auf den Oberschenkeln aufliegt und eine leicht nach vorn geneigte Fläche bildet. Der Unterteil 4 hängt auf der Vorderseite der Schienbeine herunter. Somit ist der untere Teil des Fahrgastes gegen Wind, Schnee oder Regen geschützt. Eine auf der Innen seite des Witterungsschutzes angebrachte Wärmeisola tionsschicht 13 schützt den Fahrgast hinreichend vor Kälte.
Verlässt der Fahrgast an der Endstation den Sessel, so muss er lediglich die Sicherheitsstange 8 lösen und ausschwenken, damit er ungehindert den Tragsessel 3 verlassen kann. Der Oberteil 5 wird bei diesem Vorgang durch die Schwerkraft heruntergeklappt, wodurch das Innere des Witterungsschutzes, beispielsweise bei Regen, nicht nass werden kann, so dass der Witterungsschutz wieder für den nächsten Fahrgast bereit ist. Auf diese Weise wird also verhindert, dass die Wärmeisolations schicht 13 nass wird. Diese kann daher nicht gefrieren, was eine Weiterbenützung durch nachfolgende Fahr gäste gestattet.
Die Vorteile, welche ein derartiger Witterungsschutz gegenüber den bisherigen behelfsmässigen Witterungs- schutzen bietet, sind: Sie sind stets an Ort und betriebsbereit, sie werden zwangläufig mit der Sicherheitsstange 8 an den richti gen Platz gerückt, ohne dass deshalb ein vermehrter Personaleinsatz notwendig ist. Neben den Vorteilen des Schutzes gegen die Witterung wird zusätzlich die Un fallgefahr vermindert, weil im Gegensatz bei Verwen dung von Decken, keine Teile unter den Tragsessel her abhängen können. Insbesondere bei Sesselbahnen ohne Anhalten an den Endstationen wird die Unfallgefahr wesentlich herabgesetzt, weil der Fahrgast unbehindert durch den Witterungsschutz auf- und absteigen kann.