Unterputzdose Die Erfindung bezieht sich auf eine Unterputzdose mit auf einem Träger angeordneten Verbindungsklem men. Die erfindungsgemässe Unterputzdose zeichnet sich dadurch aus, dass der Träger so dimensioniert und der Unterputzdose, in welche er auswechselbar eingesetzt ist, so angepasst ist, dass die Verbindungsklemmen bei ein gesetztem Träger mindestens annähernd an der Wand der Unterputzdose anliegen, derart,
dass in der Dose noch Platz für die Unterbringung eines an einer die Un- terputzdose abdeckenden Platte befestigbaren Einsatz elementes in Form eines Schalter- oder Steckdosenein- satzes verbleibt.
Die neue Unterputzdose mit Verbindungsklemmen bietet verschiedene Vorteile, die im folgenden kurz zu- sammengefasst sind: 1. Statt dass, wie bisher meist üblich, mehrere Drähte unter die Anschlussklemmen des Einsatzelemen tes (Schalter oder Steckdose) geklemmt werden müssen, können solche Verbindungen mittels der Klemmen des Trägers hergestellt werden. Die Anschlussklemmen der Einsatzelemente sind meist nicht für das Klemmen meh ren Drähte dimensioniert.
2. Der Installateur kann die Verbindungen bequem herstellen, weil er die Drähte anklemmen kann, wäh rend sich der Träger noch ausserhalb der Unterputzdose befindet. Dieser wird erst danach in die Unterputzdose eingesetzt.
3. Gegenüber Unterputzdosen mit fest darin ange ordneten Klemmen vereinfacht sich die Lagerhaltung des Installateurs. Er braucht nur einen Typ von Unterputz dosen, in welche er bei Bedarf einen Klemmenträger einsetzen kann.
4. Gegenüber Unterputzdosen mit fest darin ange ordneten Klemmen entsteht eine Verbilligung, indem nur derTräger aus teurerem kriechstromfestem Material her gestellt zu werden braucht. Die Unterputzdose selber kann aus billigerem Kunststoff hergestellt sein.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Er findungsgegenstandes dargestellt: Fig. 1 zeigt einen Träger in Ansicht von oben; Fig. 2 denselben Träger von der Seite; Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 1; Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 1;
Fig. 5 eine Ansicht des Trägers nach den Figuren 1 und 2, in einer Unterputzdose; Fig.6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI der Fig. 5; Fig. 7 und 8 andere Ausführungsformen eines Trä gers und Fig. 9 einen runden, in eine zylindrische Unterputz dose eingebauten Träger.
Der in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Träger weist drei im Trägermaterial (kriechstromfester Kunststoff) eingepresste Klemmen 1, 2 und 3 auf. Jede dieser Klem men umfasst ein mit einem Schlitz 4 versehenes sechs kantiges Stück Messing 5, welches den eigentlichen Klemmenkörper darstellt. Im oberen Teil des Schlitzes ist ein Innengewinde angebracht für eine Klemm schraube 6. Damit diese Schraube beim Anziehen den Schlitz im Körper 5 nicht auseinander drängt, ist oben auf dem Körper 5 ein Haltering 7 angeordnet. In Fig. 1 sind nur die Klemmkörper 5, in Fig. 2 dagegen die voll ständigen Klemmen dargestellt. Die Klemmen 1, 2 und 3 sind unter sich gleich; die Klemme 3 ist aber tiefer an geordnet.
Die Richtung der Schlitze ist ebenfalls verschieden, wie in Fig. 1 ersichtlich ist. Die Klemmen 1 und 2 kön nen beispielsweise zum Anschluss von Phasenleitern, die Klemme 3 zum Anschluss eines Null- oder Erdleiters dienen.
Der eigentliche Träger ist aus kriechstromfestem Kunststoff hergestellt, in welchen die Klemmen 1, 2 und 3 bzw. deren Körper 5 mit eingepresst sind. Dazu wei sen die Klemmkörper 5 an der unteren Seite eine einge drehte Nut 5' auf (siehe Fig. 2). Ferner sind bei 8 sechs kantige Vertiefungen im Träger angeordnet, in welche ähnliche Klemmen wie die Klemmen 1, 2 und 3 nach träglich eingesetzt werden können.
Die Körper dieser Klemmen unterscheiden sich von den beschriebenen Klemmkörpern lediglich dadurch, dass sie von unten mit einer zusätzlichen Schrauböffnung versehen sind. Mittels einer von unten her eingeführten Schraube können sie so an den Stellen 8 befestigt werden. In Fig. 3 ist eine sol che Befestigungsstelle 8 im Schnitt dargestellt. In dieser Figur ist auch eine Befestigungsöffnung 9 ersichtlich, mittels welcher der Träger in einer Unterputzdose be festigt werden kann.
Die einzelnen, die Klemmen tra genden Elemente 10 sind mittels Stegen 11, die ein 1 förmiges Querschnittsprofil aufweisen, miteinander ver bunden. In Fig.4 ist ein solcher Steg im Querschnitt dargestellt. Die Elemente 10 sind in den Ecken eines Rechtecks angeordnet, damit sie, wenn der<U>Klemmen</U> träger in eine entsprechende viereckige Unterputzdose eingesetzt ist, nahe der Wand in den Ecken derselben liegen und dadurch noch Platz für den Einbau eines Schalters oder eines Steckdoseneinsatzes in der Unter putzdose verbleibt.
In den Fig. 5 und 6 ist der beschriebene Träger von Fig.1 bis 4 nochmals dargestellt, und zwar in eingebau tem Zustand in einer Unterputzdose 20.
Der Träger 1-11 ist mittels Schrauben 21 auf Zap fen 22, die im Boden 23 der Dose vorgesehen sind, an geschraubt. Wie bereits erwähnt, lässt diese Anordnung der Klemmen genügend Platz frei für ein Einbauelement. Dieses hängt bekanntlich an einem nicht dargestellten, die Unterputzdose abdeckenden Deckel, dessen Befe stigungsschrauben in die Schrauböffnungen 24 der Dose eingreifen. Die Anordnung der Klemmen des Trägers an der Wand und in den Ecken der viereckigen Unterputz dose hat den weiteren Vorteil, dass die Rohreinfuhröff- nungen 25 ebenfalls frei bleiben.
Diese werden bei Un- terputzdosen meist als sogenannte Ausbrechöffnungen ausgebildet, die mit einer Membrane verschlossen sind und von denen nur diejenigen ausgebrochen oder durch- stossen werden, die für den jeweiligen Fall gebraucht werden.
In Fig. 7 ist ein einfacher Träger 70 mit nur zwei Klemmen 71 und 72 dargestellt. Diese sind wie beim Träger nach Fig.1 bis 4 auf Halteelementen 10 befe stigt und auch die Befestigungselemente 9 sind ähnlich ausgebildet und angeordnet. Ein solcher Halter könnte daher wie der Träger nach Fig. 1 bis 4 in eine Dose 20 (Fig. 5 und 6) eingesetzt werden.
Der Träger nach Fig. 8 weist ebenfalls zwei Klem men 81 und 82 auf, es sind aber noch Befestigungsele mente 10 vorgesehen, auf denen zwei weitere Klemmen befestigt werden können. Der eigentliche Träger 80 hat in Ansicht von oben die Form eines Kreuzes und weist in der Mitte ein zentrales Befestigungsorgan 83 auf. Bei Verwendung eines solchen Trägers in einer Unterputz dose müsste diese mit einem entsprechenden, zentral an geordneten Befestigungsorgan am Boden versehen sein.
Fig. 9 schliesslich zeigt eine runde Unterputzdose 90, in der ein im wesentlichen ringförmiger Träger 91 mit Klemmen 92 und 93 mittels zwei Schrauben 94 befestigt ist.
Ferner sind Befestigungsstellen 95, 96 für zwei wei tere Klemmen vorgesehen.