CH482528A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Sacklöchern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Sacklöchern

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CH482528A
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Treuhandbuero A Kuenzle
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26DCUTTING; DETAILS COMMON TO MACHINES FOR PERFORATING, PUNCHING, CUTTING-OUT, STAMPING-OUT OR SEVERING
    • B26D3/00Cutting work characterised by the nature of the cut made; Apparatus therefor
    • B26D3/006Cutting work characterised by the nature of the cut made; Apparatus therefor specially adapted for cutting blocs of plastic material

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Sacklöchern    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von Sacklöchern in Gegenständen  aus nachgiebigem Material, wie Schaumstoffe, und eine  Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.  



  Um empfindliche Erzeugnisse vor mechanischen Be  anspruchungen, beispielsweise bei ihrem     Transport,    zu  schützen, werden die Erzeugnisse unter Mithilfe geeig  neter Kunstschaumstoffe verpackt. Es werden dabei       Schaumstoffplatten    mit Aussparungen verwendet, in die  die Erzeugnisse eingesetzt werden. Mit den bisher be  kannten Werkzeugmaschinen lassen sich die in Form  von Sacklöchern mit mehr oder weniger ebener Boden  fläche auszubildenden Aussparungen, insbesondere wenn  weiche, nachgiebige Schaumstoffe verwendet werden,  nicht ohne weiteres herstellen.

   Bisher war es notwendig;  als Ausgangsmaterial zwei     Kunstschaumstoffplatten    zu  nehmen, wobei in die eine Platte durchgehende Löcher  gebohrt und danach die beiden Platten     aneinanderge-          klebt    wurden. Ein solches Vorgehen ist jedoch um  ständlich,     und    die vorliegende     Erfindung    will ein Ver  fahren und eine Vorrichtung schaffen, um in Gegen  ständen aus Kunstschaumstoff Aussparungen beliebiger  Grösse in einem Arbeitsgang herstellen zu können.  



  Hierzu besteht das Verfahren darin, dass das zur  Bildung eines Sackloches zu     entfernende    Material längs  der Umfangsbegrenzung des zu bildenden Sackloches  und innerhalb der     Umfangsbegrenzung    längs einer  Wendelfläche oder längs mindestens einer zur Vor  schubrichtung angenähert senkrecht stehenden Ebene  längs der Umfangsbegrenzung umlaufend ausgeschnitten  wird.  



  Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens  besteht darin, dass sie einen um eine Achse rotierend  angetriebenen Werkzeughalter aufweist, an welchem  mindestens eine längs einer die     Werkzeughalterachse     umschliessenden und zu derselben parallel verlaufenden  Mantelfläche wirkende Schneide und mindestens eine  jeweils in einer zur     Werkzeughalterachse    mindestens  angenähert senkrecht stehenden Ebene wirkende und    um eine zur     Werkzeughalterachse    parallelen Achse ro  tierend angetriebene Schneide angebracht sind.  



  Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeich  nung beispielsweise näher erläutert. Es zeigt:       Fig.    1 einen Ausschnitt einer Ansicht der erfindungs  gemässen Vorrichtung teilweise im Schnitt und       Fig.    2 eine Draufsicht des in     Fig.    1 dargestellten  Ausschnittes der Vorrichtung.  



  Die dargestellte Vorrichtung weist einen Bohrkopf 1  auf, der am freien Ende eines Armes 2 angeordnet ist.  Der Arm 2 ist an einem nicht dargestellten, auf einer  Unterlage aufliegenden Ständer abgestützt und an dem  selben in bei Bohrmaschinen an sich bekannten Art  in einer Führung verschiebbar gelagert und über einen  Handgriff in Richtung der     Bohrkopfachse    bewegbar.  



  Der Bohrkopf 1 besitzt einen am Arm 2 ange  schweissten,     hohlzylindrischen    Gehäuseteil 3, in welchem  ein zylindrischer Werkzeughalter 4 mittels     Axialkugel-          lagern    6, 7 drehbar eingesetzt ist. Die     Axialkugellager     6, 7 sind in den Stirnseiten des Gehäuseteiles 3 einge  setzt, und der Werkzeughalter 4 weist eine beidseitig  gegenüber dem Gehäuseteil 3 vorstehende, gleichmässige  Hülse 5 auf, die mit den aussenliegenden Ringen 8, 9  der     Axiallager    6, 7 verbunden ist. Beidseitig der Hülse 5  ist jeweils eine mit der Hülse verbundene, abgesetzte  Scheibe 10, 11 angebracht, die gegen die Ringe 8, 9  der     Axiallager    anliegt und teilweise in die Hülse hinein  ragt.

   Der die Hülse 5 überragende Teil der oberen  Scheibe 10 besitzt eine grössere Dicke     und    einen grösse  ren Durchmesser als der entsprechende Teil der unteren  Scheibe 11 und ist mit einer ringförmigen Keilnut 14  versehen, in die ein mit dem nicht dargestellten Antriebs  aggregat antriebsverbundener Keilriemen 15 eingesetzt  ist. Beide Scheiben 10, 11 besitzen je eine in Achsrich  tung des Werkzeughalters durchgehende und zu einer       vertikalen    Mittelebene symmetrische Aussparung 12,  13. Die beiden Aussparungen 12, 13 decken einander  und erstrecken sich in radialer Richtung bis in den  Bereich der Hülse 5.

   Durch die beiden Aussparungen  12, 13 der Scheiben 10, 11 erstreckt sich parallel zur           Werkzeughalterachse    eine Spindel 16 nach unten, die  an ihrem unteren Ende ein senkrecht zur     Spindelachse     stehendes tellerartiges     Schneidwerkzeug    17 trägt, dessen  Rand als in sich geschlossene Schneide ausgebildet ist.  An ihrem oberen Ende trägt die Spindel 16 eine mit  einer ringförmigen Keilnut versehene Antriebsscheibe  24, die über einem Keilriemen 25 mit dem nicht dar  gestellten Antriebsaggregat antriebsverbunden ist.  



  Die Spindel 16 ist mittels Pendelkugellagern 18, 19  in an der Aussenseite jeder Scheibe angeordneten     Gleit-          schuhen    20, 21 gelagert. Jeder Gleitschuh ist in einer       schwalbenschwanzförmigen    Führungsbahn 22, 23 ver  schiebbar     eingesetzt    und     in    derselben in jeder Ver  schiebelage durch nicht dargestellte Mittel feststellbar.  Die Führungsbahnen 22, 23 decken einander und ver  laufen parallel zu einer vertikalen Mittelebene, so dass  die     Spindelachse    in jeder Verschiebelage in der genann  ten vertikalen Mittelebene liegt.  



  Am unteren Gleitschuh 21 ist ein parallel zur Werk  zeugträgerachse sich nach unten erstreckender Schaft  26, der an seinem unteren Ende eine vertikale Schneide  27 trägt, in einer nicht näher dargestellten Führung  versetzbar gehalten. Die Schneide 27 steht gegenüber  dem tellerartigen     Schneidwerkzeug    17 unten etwas vor.  



  Das Herstellen einer Aussparung in einem Gegen  stand aus Kunstschaumstoff geht wie folgt vor sich.  Der Kunstschaumstoff wird auf dem nicht darge  stellten, unter dem Bohrkopf 1 liegenden Tisch aufgelegt  und darauf auf geeignete Art gehalten. Dann wird die  Vorrichtung in Betrieb gesetzt und der Bohrkopf nach  unten verschoben und langsam in den Gegenstand aus  Kunstschaumstoff bis zur gewünschten Tiefe vorge  schoben.  



  Die Vertikalschneide 27 dreht sich um die Bohrkopf  achse und läuft somit längs einer kreiszylindrischen  Mantelfläche, deren Achse die     Bohrkopfachse    ist. Dabei  schneidet die Schneide 27     einen    zylindrischen Zapfen  aus dem zu bearbeitenden Gegenstand und bildet so die  seitliche Begrenzung der herzustellenden Aussparung.  In     Fig.    2 ist mit 28 die Bahn der Vertikalschneide 27  mit strichpunktierter Linie dargestellt. Das tellerartige       Schneidwerkzeug    17 dreht sich um die eigene Achse  und gleichzeitig um die     Bohrlochachse    und arbeitet  damit beim Verschieben des Bohrkopfes nach     unten     längs einer wendelförmigen Fläche.

   In     Fig.    2 ist mit  29 die Bahn des Mittelpunktes der Tellerschneide 17  mit strichpunktierter Linie dargestellt. Der Abstand der       Spindelachse    von der     Bohrkopfachse    wird     derart    ge  wählt, dass der Umfangsrand des tellerartigen     Schneid-          werkzeuges    17 die Kreisbahn der Vertikalschneide 27  berührt. Damit schneidet oder schält also das Schneid  werkzeug 17 das innerhalb der Wirkungsfläche der  Schneide 27 liegende Material allmählich heraus, wobei  die fertige Aussparung unten durch einen ebenen Boden  begrenzt ist.     Vorzugsweise    wird dabei das Material  an der Umfangsbegrenzung in der Tiefe vorgeschnitten.  



  Falls Aussparungen anderer Abmessungen herge  stellt werden müssen, so werden die beiden Werkzeuge  17, 27 in bezug auf die     Bohrlochachse    um den ge  wünschten Betrag verstellt.  



  Vorzugsweise wird das Werkzeug 17 entsprechend  seiner im Durchmesser gegenüber der Scheibe 10 kleine  ren Antriebsscheibe 22 mit grösserer Drehzahl um     seine     eigene Achse als um die     Bohrkopfachse    rotierend ange  trieben.  



  Damit das normalerweise in Horizontalebenen arbei  tende     Schneidwerkzeug    17 besser in das zu schneidende    Material eindringt, kann durch entsprechende Verschie  bung des einen der Gleitschuhe die Spindel leicht schräg  gestellt und somit das     Schneidwerkzeug    gegenüber der  Horizontalen leicht geneigt werden.  



  Ferner kann es     unter    Umständen von Vorteil sein,  in kleinem Abstand unterhalb des tellerartigen     Schneid-          werkzeuges    17 ein zweites gleiches oder ähnliches Werk  zeug anzuordnen, das bezüglich dem anderen gegen  läufig angetrieben wird.  



  Auch könnte anstelle einer getrennt am     uneren     Gleitschuh angebrachten Vertikalschneide, eine oder  mehrere Vertikalschneiden direkt am     Schneidwerkzeug     17 angebracht werden. Das     Schneidwerkzeug    17 könnte  auch an seinem     Umfang    mit sägeartigen Zähnen ver  sehen sein, wobei die Zähne gegebenenfalls aus     inein-          andergehenden    Vertikal- und     Horizontalschneiden    be  stehen könnten.  



  Beim dargestellten Ausführungsbeispiel werden alle       Bewegungen    von den Werkzeugen 17 und 27 ausgeführt  und das zu bearbeitende Material steht still. Unter Um  ständen könnte man aber das Material selber gewisse  Bewegungen durchführen lassen. Als zu bearbeitendes  Material kommen insbesondere Kunst- oder Natur  schaumstoffe, z. B. aus Polyäthylen oder Latex, in  Frage.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Sacklöchern in Gegenständen aus nachgiebigem Material, wie Schaum stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass das zur Bildung eines Sackloches zu entfernende Material längs der Umfangsbegrenzung des zu bildenden Sackloches und innerhalb der Umfangsbegrenzung längs einer Wendel fläche oder längs mindestens einer zur Vorschubrichtung angenähert senkrecht stehenden Ebene längs der Um fangsbegrenzung umlaufend ausgeschnitten wird.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, - dadurch gekennzeichnet, dass sie einen um eine Achse rotierend angetriebenen Werk zeughalter aufweist, an welchem mindestens eine längs einer die Werkzeughalterachse umschliessenden und zu derselben parallel verlaufenden Mantelfläche wirkende Schneide und mindestens eine jeweils in einer zur Werk zeughalterachse mindestens angenähert senkrecht ste henden Ebene wirkende und um eine zur Werkzeug halterachse parallelen Achse rotierend angetriebene Schneide angebracht sind.
    III. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellter Gegenstand aus Schaumstoff mit minde stens einem Sackloch. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das zu entfernende Material an der Umfangsbegrenzung in der Tiefe vorgeschnitten wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das zu entfernende Material schicht weise längs einer flachgängigen Wendelfläche ausge schnitten wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schnittbreite längs der Wendel fläche mindestens der Entfernung zwischen Umfangs begrenzung des Sackloches und Werkzeughalterachse entspricht. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schneiden am Werk zeughalter bezüglich dessen Achse versetzbar angebracht sind. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schneide mindestens einen Teil des Umfangsrandes eines tellerartigen Schneidwerkzeuges bildet. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schneiden voneinander getrennt am Werkzeughalter angebracht sind, wobei die erste Schneide an einem am Werkzeughalter fest stellbaren Träger angebracht ist und die zweite Schneide an einer am Werkzeughalter drehbar gelagerten Spindel angeordnet ist. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schneiden an einer am Werkzeughalter drehbar gelagerten Spindel angebracht sind, deren Achse parallel zur Werkzeughalterachse steht und die um ihre Achse rotierend angetrieben ist. B. Vorrichtung nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schneide gegenüber der zweiten Schneide nach unten vorsteht. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schneide an einer in zwei im Abstand voneinander angeordneten Lagern gelagerten Spindel angebracht ist, welche Lager am Werkzeughalter in zueinander parallelen Führungen von einander unabhängig versetzbar gehaltert sind. 10. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei in kleinem Abstand zueinander angeordnete und miteinander fluchtende, gegenläufig angetriebene tellerartige Schneidwerkzeuge vorgesehen sind.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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NL1003945C2 (nl) * 1996-09-02 1998-03-04 Recticel Nederland Bv Werkwijze en inrichting voor het snijden van uitsparingen in schuimvormige voorwerpen.

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL1003945C2 (nl) * 1996-09-02 1998-03-04 Recticel Nederland Bv Werkwijze en inrichting voor het snijden van uitsparingen in schuimvormige voorwerpen.
EP0826466A1 (de) * 1996-09-02 1998-03-04 Recticel Nederland B.V. Verfahren sowie Vorrichtung zum Nuten von Gegenständen aus Schaumstoff

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