Verfahren und Einrichtung zum Erzeugen der Strömung einer Flüssigkeit zur Sportbetätigung, Heilbehandlung oder Untersuchung an schwimmenden oder eintauchbaren Objekten Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Einrichtung zum Erzeugen der Strömung einer Flüssig keit zur Sportbetätigung, Heilbehandlung oder Unter suchung an schwimmenden oder eintauchbaren Objek ten.
Strömungen in Flüssen, Bächen u. Kanälen sind bei spielsweise benutzbar, indem entgegengesetzt der Strö mungsrichtung geschwommen wird, so dass die absolute Geschwindigkeit der schwimmenden Person null ist, d.h. sie an Ort bleibt. Nachteilig ist aber, dass, wenn die Strömungsgeschwindigkeit kleiner oder grösser als die Schwimmgeschwindigkeit der Person ist, eine längere be nutzbare Strecke notwendig ist.
Der Zweck der Erfindung ist es, mit möglichst gerin gem Raum- und Kostenaufwand Möglichkeiten zu schaf fen zu intensivem Schwimmen und anderen Sportarten wie Rudern, Wellenreiten usw., zu Heilbehandlungen, Körpertraining und zur strömungstechnischen Untersu chung an schwimmenden oder eintauchbaren Objekten. Der Erfindungsgegenstand kann beispielsweise in Kel lern, Schulhäusern, Turnhallen, Kasernen, Spitäler usw. eingebaut werden, damit der Betrieb witterungsunabhän gig ist.
Die Erfindung besteht darin, dass eine kanalisiert umlaufende Strömung der Flüssigkeit erzeugt wird, wobei der Strömungsantrieb in wenigstens einem nicht benütz ten Teil des Umlaufes erfolgt und die Strömung in we nigstens einem andern, zugänglichen Teil des Umlaufes benützt wird.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Durchfüh rung des Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass das Bassin durch wenigstens eine Kanalwandung und durch Strömungsumlenker in benutzbare und nicht benutzbare Umlaufteile unterteilt ist und in wenigstens einem der letzteren Umwälzmittel für den Antrieb des Flüssigkeits umlaufes enthält.
Mehrere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäs- sen Einrichtung sind anschliessend anhand der beiliegen den Zeichnung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 im vertikalen Längsschnitt ein Schwimmbassin, Fig. 2 den vertikalen Querschnitt zu Fig. 1, Fig. 3 den Grundriss zu Fig. 1 und 2, Fig. 4 Querschnitte durch einen Strömungsumlenker ohne und mit Gleichrichter,
Fig. 5 im vertikalen Längsschnitt ein Schwimmbassin gemäss einer zweiten Ausführungsform, Fig. 6 den vertikalen Querschnitt zu Fig. 5, Fig. 7 den Grundriss zu Fig. 5 und 6, Fig. 8 im vertikalen Längsschnitt ein doppelt unter teiltes Schwimmbassin gemäss einer dritten Ausführungs form, Fig. 9 den vertikalen Querschnitt zu Fig. 8, Fig. 10 den Grundriss zu Fig. 8 und 9,
Fig. 11 den Grundriss eines vierfach unterteilten Schwimmbassins gemäss einer vierten Ausführungsform, Fig. 12 den Grundriss eines sechsfach unterteilten, sechseckigen Schwimmbassin gemäss einer fünften Aus führungsform, Fig. 13 im vertikalen Längsschnitt ein Schwimmbas sin gemäss einer sechsten Ausführungsform, Fig. 14 den vertikalen Querschnitt zu Fig. 13, Fig. 15 den Grundriss zu Fig. 13 und 14,
Fig. 16 im vertikalen Längsschnitt ein Schwimmbas sin gemäss einer siebten Ausführungsform, Fig. 17 den vertikalen Querschnitt zu Fig. 16, Fig. 18 den Grundriss zu Fig. 16 und 17.
Bei allen Figuren sind die folgenden Bezugszahlen für die wiederholt vorkommenden Einzelteile verwendet: 1 schwimmende Person, 2 Aussenmotor mit Reduktionsgetriebe, 2a Vertikalmotor mit Schnecken- oder Winkelgetriebe, 2b Horizontalmotor mit Schnecken- od. Winkelgetriebe, 3 Maschinen- oder Filterraum, 4 Unterwassermotor, 5 Axialrad, 6 Strömungsumlenker, mit einer Mehrzahl parallel angeordneter, in der Umlenkrichtung gekrümmter Leitschaufeln, 6a Strömungsumlenker kombiniert mit Gleichrichter, 7 Trennwand, 7a verbreiterte Trennwand, 8 Bildboden, 9 Sicherheitsnetz, 10 Abdeckung, 11 Gleichrichter, 12 Ein- und Ausstiege,
13 Bassinaussenwand, 14 benutzbarer Umlaufteil, 15 unbenutzbarer Umlaufteil.
Beim Beispiel nach Fig. 1-3 wird in einem Schwimm bassin ein doppelter, horizontaler, durch Pfeile markier ter Strömungsumlauf erzeugt, der durch zwei parallele Kanalwandungen 7 und die Bassinaussenwand 13 sowie durch Strömungsumlenker 6 oder 6a kanalisiert ist, wobei die beiden Umlaufzweige im benutzbaren Um laufteil 14 vereinigt sind und die ringsum angeordneten, unbenutzbaren Umlaufteile 15 Umwälzmittel 5, zum Beispiel Axialräder mit nichtgezeigten, beliebigen Leit- einrichtungen, für den Flüssigkeitsumlauf enthalten.
Aus Sicherheitsgründen ist am Strömungsausgang des be nutzbaren Umlaufteiles 14 ein feinmaschiges Netz 9 an gebracht. In einem vom Bassin getrennten Maschinen- und Filterraum 3 sind die Antriebsmotoren 2 der Um- wälzmittel 5 untergebracht. Die unbenutzbaren Umlauf teile 15 sowie der Maschinen- und Filterraum 3 sind mit einer Abdeckung 10 nach oben abgeschlossen.
Beim Beispiel nach Fig. 5-7 wird im Schwimmbassin ein vertikaler, durch Pfeile markierter Strömungsumlauf erzeugt, der durch die Bassinaussenwand 13 und einen Blindboden 8 sowie durch Strömungsumlenker 6 oder 6a kanalisiert ist. Der untere, unbenutzbare Umlaufteil 15 enthält die Umwälzmittel 5 und als Antrieb die Unter wassermotoren 4. Der obere, benutzbare Umlaufteil 14 ist am Strömungsausgang mit einem Sicherheitsnetz 9 versehen. Der unbenutzbare Teil 15 zwischen Netz 9 und Bassinaussenwand 13 ist mit einer Abdeckung 10 nach oben abgeschlossen.
Beim Beispiel nach Fig. 8-10 handelt es sich um ein Schwimmbassin ähnlicher Bauart, wie es in Fig. 5-7 dar gestellt ist, doch ist der benutzbare Teil 34 durch ein Sicherheitsnetz 9 und einem Gleichrichter 11 unterteilt, damit zwei Personen 1 unter identischen Bedingungen schwimmen können. Durch ein Zusammenwirken von Strömungsumlenkern und Gleichrichtern wird eine we nigstens annähernd gleichmässige Flüssigkeitsströmung erreicht.
Beim Beispiel nach Fig. <B>11</B> wird im Schwimmbassin ein horizontaler, durch Pfeile markierter Strömungsum lauf erzeugt, der durch eine verbreiterte Trennwand 7a und die Bassinaussenwand 13 sowie durch Strömungs- umlenker 6 oder 6a kanalisiert ist. Die beidseitig der Trennwand 7a befindlichen, benutzbaren Umlaufteile 14 sind je durch ein Sicherheitsnetz 9 sowie einen Gleich richter 11 quer zur Strömungsrichtung unterteilt; auch unmittelbar bei den Strömung sumlenkern 6 oder 6a sind Sicherheitsnetze 9 angebracht.
An die beiden Stirnenden schliessen sich zwei unbenutzbare Umlaufteile 15 an, von denen der eine die Umwälzmittel 5 enthält, welche durch Vertikalmotoren über Schnecken- oder Winkelgetriebe 2a angetrieben sind. Die beiden unbenutzbaren Umlauf teile 15 sind mit einer Abdeckung 10 nach oben abge schlossen.
Beim Beispiel nach Fig. 12 wird in einem Schwimm bassin in Form eines sechseckigen Ringkanales ein hori zontaler, durch Pfeile markierter Strömungsumlauf er zeugt, der durch parallele Bassinaussenwände 13 und den Ringkanal an seinen Ecken durchquerende Strö- mungsumlenker 6 oder 6a kanalisiert ist. Durch die An- ordnung der Strömungsumlenker 6 oder 6a an den Ecken des Bassins ergeben sich sechs Umlaufteile, wovon der Umlaufteil 15 unbenutzbar ist, da er die Umwälz- mittel 5 enthält.
Ein Horizontalmotor 2b als Antrieb der Umwälzmittel 5 befindet sich seitlich ausserhalb des Bassins. Der unbenutzbare Umlaufteil 15 ist mit einer Abdeckung 10 nach oben abgeschlossen. Die fünf be nutzbaren Umlaufteile 14 sind je am Ein- und Ausgang der Strömung mit Sicherheitsnetzen 9 versehen.
Beim Beispiel nach Fig. 13-15 handelt es sich um ein Schwimmbassin ähnlicher Bauart, wie es in Fig. 1-3 dar gestellt ist, wobei jedoch nur ein unbenutzbarer Umlauf teil 15 vorhanden ist, dessen Strömung den halben Quer schnitt der Strömung im benutzbaren Umlaufteil 14 auf weist. Die Strömungsgeschwindigkeit im unbenutzbaren Teil 15, der als Antrieb des Flüssigkeitsumlaufes das Axialrad 5 mit dem Unterwassermotor 4 enthält, nimmt den doppelten Wert der Strömungsgeschwindigkeit im benutzbaren Umlaufteil 14 an.
Beim Beispiel nach Fig. 16-18 handelt es sich um ein Schwimmbassin ähnlicher Bauart, wie es in Fig. 5-7 dargestellt ist. Der Strömungsquerschnitt im unteren, un benutzbaren Umlaufteil 15 hat jedoch nur den halben Wert des Strömungsquerschnittes im oberen, benutz baren Umlaufteil 14. Die Umwälzmittel 5 sind seitlich zwischen den beiden Strömungsumlenkern 6 oder 6a an geordnet und angetrieben durch die Aussenmotoren 2, die über dem Bassin im Maschinen- und Filterraum 3 untergebracht sind. .
- Je nach Umständen und Anforderungen können An ordnungen und Dimensionen verändert werden.
- Zu anderen Sportzwecken und zur Untersuchung schwimmender oder eintauchbarer Objekte kann die Einrichtung modifiziert sein unter Beibehaltung des Verfahrens.
- Anstelle der Axialräder 5 können auch andere Um- wälzmittel verwendet werden z. B. Injektoren.
- Als Antrieb 2, 2a, 2b, 4 der Umwälzmittel 5 können irgendwelche Motoren verwendet werden, die unter Wasser, in seitlichen Kammern oder über Boden auf gestellt werden.
- Zur örtlichen Veränderung der Strömungsgeschwin digkeit können Teile des Umlaufes im Querschnitt verengt, bzw. erweitert werden.
- Zu therapeutischen und prophylaktischen Behand lungen können der umlaufenden Flüssigkeit Gase oder andere zu Behandlungszwecken dienende Zu sätze beigemengt werden.
- Es können ein- und ausschaltbare Geräte zum An zeigen der Geschwindigkeit der Strömung oder der zurückgelegten Wegstrecke des Benützers vorgesehen sein, welche durch die Strömung oder den Antrieb der Umwälzmittel antreibbar sind.
- Zum Verändern der Strömungsgeschwindigkeit kön nen Steuerorgane vorgesehen sein, die direkt durch den Benützer des Strömungsumlaufes oder eine Dritt person oder indirekt z. B. über Photozellen, oder automatisch oder programmiert beeinflusst werden können.
- Im benutzbaren Teil 14 des Umlaufes können auch Wellen erzeugt werden.