Sprung- der Gymnastikmatte aus Kunststoff Die Erfindung betrifft eine Sprung- oder Gymnastik matte aus Kunststoff, wie sie vor allem bei sportlichen Übungen Verwendung finden kann.
Die bekannten Matten dieser Art sind meistens aus einem Schaumkunststoff hergestellt. Das Material wird hierzu in eine Form gegossen, zwecks Auflockerung aufgeschäumt, dann zu Blöcken geformt und in die gewünschten Abmessungen zugeschnitten.
Diese bekannten Matten haben den Nachteil, dass das Material durch den Gebrauch schadhaft wird und insbe sondere an den Ecken auskrümelt. Ausserdem besteht bei Turnübungen mit anschliessendem Sprung, wie bei spielsweise bei Sprüngen über das Pferd oder am Reck, die Gefahr, dass die Matten beim Aufsprung wegrut schen und dadurch der Turnende zu Fall kommt. Ausserdem ist es oft nachteilig, dass diese Matten, die ständig auf den Fussboden gelegt werden, durch ihre poröse Struktur stark verschmutzen.
Die wichtigste Eigenschaft derartiger Matten ist ihre Federung und es ist für eine gute Matte ein wesentliches Merkmal, dass sie gut und stark federt und ihre federnden Eigenschaften auch im Laufe längerer Zeit beibehält.
Letztlich soll die Matte auch möglichst einfach und billig herstellbar sein.
Zweck der Erfindung ist die Vermeidung der vorste henden Nachteile und eine Verbesserung der bisher bekannten Matten des eingangs beschriebenen Typs.
Eine solche Sprung- oder Gymnastikmatte aus Kunst stoff ist hierzu dadurch gekennzeichnet" dass sie eine Füllung aus einem Schaumkunststoff aufweist, welche von einer dünneren Folie aus festerem Kunststoff um hüllt ist.
Die Elastizität einer solchen Matte ist ausserordent- lich hoch, was beim Aufsprung oder beim Fallen auf diese Matte besonders wichtig ist. Trotzdem hat aber diese Matte auch einen ausgezeichneten Halt und geht nach einem Zusammendrücken immer wieder auf die frühere Stärke zurück, so dass sie demnach eine ausge zeichnete Dauerelastizität besitzt.
Einen besonderen Vorteil bietet die erfindungsgemässe Matte durch ihr enorm geringes Gewicht aufgrund der leichten Füllung, welches wesentlich unter demjenigen der bekannten Sprung- und Gymnastikmatten liegt. Für schwerere Belastungen oder bei anderen Sportarten, bei denen ein weicher Aufsprung dringend wichtig ist, kön nen mehrere dieser leichten Matten in einfacher Weise aufeinandergelegt werden. Ein solcher Stapel mehrerer Matten weist eine ausserordentlich gute Federung und Elastizität auf, ist trotzdem rutschfest und kann sich auch nicht auseinanderschieben, weil die rutschfesten Eigenschaften der Umhüllung die aufeinandergestapelten Matten gut zusammenhalten.
Durch die Umhüllung, welche beispielsweise aus Polyvinylchlorid bestehen kann und die Schaumkunst stoffstücke ringsherum einhüllt, erhält die Matte auch ein gefälliges Aussehen und eine gleichmässige Oberfläche auf allen Seiten. Sie ist auf diese Weise nach aussen rundum abgeschlossen und behält ihre Form einwandfrei. Durch die Rutschfestigkeit der Umhüllung liegt die Matte fest auf den Boden auf und kann bei einem Aufsprung nicht wegrutschen.
Die Füllung der Matte kann aus Schaumkunststoffab fällen bestehen, die in der Schaumkunststoffproduktion anfallen und die unter Reissen aufgelockert und in eine entsprechende Form gebracht werden. Diese Ausfüh rungsmöglichkeit der erfindungsgemässen Matte hat den Vorzug ganz geringer Herstellungskosten. da sie - wie gesagt - aus Abfällen hergestellt wird, die normalerwei se weggeworfen, hier aber in einfacher und zweckentspre chender Weise nutzbringend verwendet werden. Die Herstellung der erfindungsgemässen Matten erfordert demnach kein neu herzustellendes und anzulieferndes Rohmaterial.
Die weiche Füllung aus Schaumkunststoffstücken kann von der Umhüllung nach Art eines Paketes rings herum eingeschlagen sein, wobei bei einer rechteckigen Quaderform der Matte zweckmässig die beiden Schmal seiten der Umhüllungsfolie zuerst umgelegt dann dar über die Längsseiten geklappt und anschliessend verklebt oder in anderer Weise befestigt werden.
Bei einer weiteren Ausführungsform der erfindungs- gemässen Matte kann auf der Unterseite in der Mitte zusätzlich eine rutschfeste Unterlage vorgesehen werden, die ebenfalls aus Kunststoff besteht, wobei entweder das gleiche Material wie die Umhüllung oder auch ein anderer, rutschfester Grundstoff verwendet werden kann, z.B. Polyurethan. In vielen Fällen kann hierfür auch ein Kunststoff verwendet werden, welcher billiger in seiner Herstellung als das übrige Mattenmaterial ist, so dass sich hierdurch die Gestehungskosten weiter verringern können.
Falls die Umhüllung wie vorstehend beschrieben nach Art einer Paketverpackung gefaltet ist, kann diese zusätz liche Unterlage auf den umgelegten Rändern der Umhül lung befestigt werden.
Diese zusätzliche Unterlage auf der Mattenunterseite kann in der Weise angeordnet werden, dass diese teilwei se in die Umhüllung eingelassen ist und teilweise aus der Umhüllung nach unten hervorsteht, so dass dann nur diese Unterlage die eigentliche Auflagefläche der Matte bildet. Da diese Unterlage ebenfalls aus einem rutschfe sten Material besteht, genügt diese kleinere Auflagefläche der Matte, um ein Wegrutschen beim Aufsprung mit Sicherheit zu verhindern.
Nach einer besonders zweckmässigen Ausführungs form der erfindungsgemässen Matte kann die Umhüllung mit kleinen Löchern versehen sein. Diese können entwe der unmittelbar und durchgehend in der Umhüllungsfolie angebracht werden, sie können aber auch am Boden von Einbeulungen in der Umhüllung gebildet sein. Diese Löcher geben der Umhüllung noch eine weitere Deh nungsmöglichkeit, das sie sich bei Belastung ausdehnen und nach Entlastung wieder zusammenzuziehen können. Ausserdem kann beim Zusammendrücken der Matte durch einen Aufsprung die innerhalb der Umhüllungsfo lie enthaltene Luft teilweise entweichen. Auf diese Weise wird gleichzeitig durch diese Löcher eine ständige Durch lüftung des Matteninnern erreicht.
Diese Löcher bzw. Einbeulungen können zweckmäs- sigerweise in Form eines Musters angeordnet sein, bei spielsweise in schräg angeordneten, parallel zueinander veraufenden Reihen, wodurch das gefällige Aussehen der Matte verbessert und auch ihre Rutschfestigkeit noch erhöht werden kann.
Es hat sich ferner als zweckmässig erwiesen, die Unterseite der Matte mit einer dunkleren Farbe zu versehen als deren übrige Aussenflächen, beispielsweise dunkelgrau, wodurch einerseits vom Boden aufgenomme ner Staub nicht ohne weiteres sichtbar ist und anderer seits rein äusserlich zu erkennen ist, auf welche Seite die Matte stets zu legen ist. Auf diese Weise bleibt die Oberseite, auf welcher unter Umständen Bodenübungen ausgeführt werden sollen, stets sauber.
Die erfindungsgemässen Matten können in Grössen von beispielsweise 2,0 X 1,2 m bei einer Stärke von3,5 cm hergestellt werden, je nachdem für welche Zwecke sie bestimmt sind. Für eine einfache Matte für Joga-Übun- gen zum Beispiel können die Matten auch dünner sein als 3.5 cm. Für die Verwendung beim Geräteturnen oder Bodenturnen sollen sie dagegen möglichst dick hergestellt werden, da hierbei höhere Anforderungen an die Elastizi tät gestellt werden müssen. Wie bereits erwähnt, sind die Matten mehrfach aufeinander stapelbar, so dass sie auch in einer bestimmten Einheitsstärke hergestellt werden können, die dann für den jeweiligen Zweck in einer entsprechenden Anzahl übereinandergestapelt werden.
Durch den erfindungsgemässen Aufbau der Matte aus einer weichen Füllung und einer dieser Füllung in ihrer Form zusammenhaltenden Umhüllung kann auch die einzelne Matte durch Auswahl der Menge und Art des Füllmaterials bezüglich ihrer Elastizität dem jeweiligen Verwendungszweck leicht angepasst werden.
Wie Versuche mit einem Muster in einer Grösse von 10 x 15 cm und einer Stärke von 33,1 mm ergeben haben. drückt sich dieses bei einer Belastung mit 600 kg inner halb einer Minute um 7,9 mm zusammen. Eine halbe Stunde nach Entlastung war die Stärke wieder 32.2 mm, so dass damit etwa wieder die ursprüngliche Stärke erreicht wurde. Bei diesem Probestück bestand die Umhüllung aus Polyvinylchlorid.